Hilfe für Ostafrika: schlimmste Dürre seit einem halben Jahrhundert

Ostafrikanische Länder bitten die Internationale Gemeinschaft um Nothilfe. Durch die anhaltenden Dürre sind mehr als 12 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Unsere Mitgliedsorganisationen haben ihre Hilfeleistungen in der Region aufgestockt, denn das Ausmaß der Dürre ist verheerend. Helfen Sie jetzt!

Ostafrika droht buchstäblich auszutrocknen. Mehr als 12 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. In der Region fallen Ernten aus, Saatgut ist nicht erhältlich und Tiere – die Grundlage der Existenz der meisten Menschen in der Region – verenden. Die schlimmste Dürre seit mehr als einem halben Jahrhundert ist eine Folge des Klimawandels und des Wetterphänomens El Niño. Die Regierungen in Ostafrika schlagen Alarm, die Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam für Afrika  stocken ihre Hilfeleistungen auf.

„Wir sehen ähnliche Warnsignale wie 2011, als mehr als 260.000 Menschen während der Hungersnot in Somalia starben. Jetzt darf auf gar keinen Fall wieder erst gewartet werden, bis uns die Bilder sterbender Kinder erreichen“, Sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg.

Die Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam von Afrika sind in den betroffenen Regionen vor Ort und leisten Nothilfe im Kampf gegen den Hunger. Unterstützen Sie unsere Arbeit und spenden Sie jetzt!

Kenia, Somalia und Äthiopien besonders stark betroffen

Fast alle Länder entlang der ostafrikanischen Küste sind von der Dürre durch das Wetterphänomen El Niño betroffen. Doch besonders schwer trifft es Somalia, Äthiopien und Kenia. Im Norden Somalias sind bereits die ersten Hungertoten zu verzeichnen. Laut Informationen der Vereinten Nationen sind schon heute mehr als 40 Prozent der somalischen Bevölkerung auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen. Zudem sind über 360.000 Kinder mangelernährt und ca. 70.000 schweben in Lebensgefahr. In Kenia hat die Trockenheit etwa die Hälfte des Landes schwer getroffen. Im Norden Kenias sind bereits 70 Prozent der Wasserquellen versiegt.

In Äthiopien wirkt sich El Niño gravierend aus. UN-Angaben zufolge waren schon im vergangenen Jahr 10 Millionen Äthiopier von Lebensmittelspenden abhängig. Zusätzliche Flüchtlinge des Nachbarlandes Somalia stellen für Äthiopien jetzt eine weitere Belastung dar. Die Dürre breitet sich indes weiter aus. Im weiter südlich gelegenen Tansania, wo 70 Prozent der Menschen von der Landwirtschaft leben, das sonst eigentlich grüne Burundi und Teile Mosambiks kämpfen auch mit ausgetrockneten Feldern, ausbleibenden Ernten und sterbenden Viehherden.

Ostafrikanische Regierungen schlagen Alarm

Der kenianische Präsident Uhuru Muigai Kenyatta hat bereits am vergangenen Freitag die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Er sicherte umgerechnet 95 Millionen Euro an Hilfsgeldern von Seiten der kenianischen Regierung zu, um das Schlimmste – ein massenhaftes Sterben am Hungertod – zu verhindern. Außerdem erklärte ein Sprecher, dass man in Kenia die Einfuhr von Mais erlauben wolle und die Verteilung von Geld, Wasser und Lebensmitteln ausweiten wolle.

Mitgliedsorganisationen stocken Hilfeleistungen auf

Die Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam für Afrika weiten ihre Hilfeleistungen in den betroffenen Gebieten aus. Sie leisten Nothilfe durch sauberes Wasser, Bargeld und Nahrungsmittel.

Unterstützen Sie unsere Arbeit und spenden Sie jetzt!

Foto: Totes Vieh in Somaliland, März 2011, Oxfam East Africa, CC BY 2.0