Johanniter erhalten WHO-Klassifizierung für internationale Soforthilfe

Unsere Mitgliedsorganisation die Johanniter-Unfall Hilfe wurden von der Weltgesundheitsorganisation als erstes mobiles Nothilfe-Team klassifiziert.

WHO_Klassifizierung_EATeam_c-Johanniter-Unfall-Hilfe-StefanGrazioli

Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch!“. Die Johanniter-Auslandshilfe ist das erste Soforthilfe-Team weltweit, das als „Emergency Medical Team 1 mobile“ (EMT 1 mobil) von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert wurde.

Ein EMT 1 mobil ist ein medizinisches Nothilfeteam, das aus insgesamt 21 Einsatzkräften besteht – darunter mindestens drei Ärztinnen oder Ärzte. Die Klassifizierung soll den Qualitätsstandards der Soforthilfe heben und den Zugang zu Katastrophengebieten regeln. Hilfsorganisationen mit dieser Art der Klassifizierung werden in Zukunft als erstes in das Katastrophengebiet entsandt.

Die Klassifizierung wurde als Reaktion auf das Erdbeben 2010 in Haiti eingeführt, bei dem hunderte Hilfsorganisationen unkoordiniert ins Land strömten und Logistik- und Zollkapazitäten knapp wurden.

Was bewirkt die Klassifizierung? Wer darf im Katastrophenfall helfen?

So wird künftig entschieden, welche medizinischen Nothelfer in einem Katastrophenfall ins Land dürfen:

Infografik der Johanniter Unfall Hilfe zum Klassifizierungssystem der WHO ©Johanniter-Unfall-Hilfe

Dabei gibt es drei Stufen an Emergency-Medical-Teams. Mit dem EMT 1 Standard  ausgezeichnete Teams wie das der Johanniter-Auslandshilfe sind auf keinen festen Standort angewiesen. Ärzte und medizinisches Personal kommen dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Mehr Informationen zu dein einzelnen Stufen können Sie auf der Seite unserer Mitgliedsorganisation nachlesen.

Im Einsatz gegen die Hungersnot

Wir sind sehr stolz auf die Kolleginnen und Kollegen von der Johanniter-Unfall-Hilfe. Denn sie leisten nicht nur wichtige Nothilfe in Katastrophenfällen. Mit langfristig angelegten Projekten im Südsudan und Kenia, unterstützen sie die lokale Bevölkerung dabei, Armut und Hunger zu überwinden. So helfen Sie auch im Rahmen der aktuellen Hungerkatastrophe. Seit über zwei Jahren ermöglicht die Johanniter-Unfall-Hilfe im Südsudan den Menschen mit einem Programm zur Ernährungssicherung eine bessere Eigenversorgung. In Kenia konnten Menschen dank dem Anbau von Sorghum-Hirse, den die Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt, trotz ausgefallener Regenzeit eine Ernte einfahren.

Unterstützen Sie die herausragende Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe und unserer anderen Mitgliedsorganisationen. Mit Ihrer Spende helfen Sie Menschenleben zu retten.