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Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW)

50 Jahre erfolgreiche Hilfe

Was wir in Afrika tun

In Afrika ist die Lepra trotz großer Erfolge auch heute noch ein gesundheitliches Problem. Die Krankheit stigmatisiert die Betroffenen, und viele Menschen sind infolge von Lepra behindert. Die Tuberkulose (TB) ist in Afrika auf dem Vormarsch, vor allem Menschen mit HIV/Aids, deren Immunsystem geschwächt ist, sind gefährdet.

Lepra und Tuberkulose sind heilbar, wenn ärztliche Betreuung und Medikamente vorhanden sind. Genau daran hapert es aber allzu oft. Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe kämpft gegen diese Not an. Ziel ist die umfassende Versorgung der Patienten: sowohl ihre medizinische Heilung als auch ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

In Afrika wurden allein im Jahr 2005 über 40.000 neue Lepra-Fälle entdeckt. Die Krankheit ist der größte Verstümmeler der Welt: Bis zu vier Millionen Menschen leiden weltweit wegen Lepra an Behinderungen, in Afrika sind es wahrscheinlich mehrere Hunderttausend. Bei der Killerkrankheit TB sind die Zahlen noch dramatischer: Über eine Million neue Erkrankungen in Afrika hat die Weltgesundheitsorganisation in einem einzigen Jahr registriert.

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe ist die weltweit größte Lepra-Hilfsorganisation. Ca. 35 Prozent aller neuen Lepra-Kranken und ca. acht Prozent der neu registrierten Tuberkulose-Patienten werden von dem Hilfswerk versorgt. Das sind Hunderttausende von Menschen in 40 Ländern.

Afrika ist Schwerpunkt der DAHW-Hilfe: Mit rund sieben Millionen Euro fördert das Hilfswerk 2007 127 Projekte in 21 Ländern. Ärzte und Gesundheitshelfer behandeln die Kranken und untersuchen im Umfeld die Menschen, die sich angesteckt haben könnten. Die Beratung und Aufklärung von Kranken und Gesunden fördert die Heilung und baut Vorurteile insbesondere bei Lepra ab. Die Isolation der Kranken wird überwunden und schafft so ein dringend notwendiges Verhaltens- und Vorsorgebewusstsein.

Leprakranke bekommen Schuhwerk und Prothesen, damit sie leichter mit ihren Behinderungen leben können. Viele geheilte, aber von der Gesellschaft ausgestoßene Patienten erhalten eine Ausbildung oder ein zinsgünstiges Darlehen zum Aufbau von kleinen Handwerksbetrieben. Das sichert ihnen eine neue Lebensgrundlage und bringt sie zurück ins Leben. Angesichts der massenhaften Ko-Infektion von Menschen mit HIV/Aids mit TB bekämpft die DAHW die beiden Krankheiten gemeinsam. Auch bei Menschen mit HIV oder Aids ist die Tuberkulose heilbar - die DAHW stellt die lebensrettende Behandlung sicher. TB-Patienten werden HIV-Tests angeboten und - wo möglich - hilft man, dass sie Zugang zu antiretroviralen Medikamenten bekommen. Darüber hinaus leistet die DAHW Aufklärungsarbeit, damit die Menschen frühzeitig zur Behandlung kommen. Sie werden über Ansteckungswege aufgeklärt, damit sie auch andere schützen. Neben der Behandlung fördert die DAHW die Ausbildung des Fachpersonals von Kliniken und Gesundheitszentren.

Wer wir sind

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) blickt auf eine langjährige und erfolgreiche Tradition zurück: Millionen Kranken und Ausgestoßenen konnte geholfen werden. Der eingetragene Verein wurde 1957 gegründet. Seitdem leistet er gezielt Hilfe für kranke uns ausgegrenzte Menschen in der "Dritten Welt". Über 300 Hilfsprojekte in rund 40 Ländern werden aktuell unterstützt. Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hieß bis zum Jahr 2003 "Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk". Die DAHW arbeitet politisch und konfessionell unabhängig.

Zwei Schwerpunkte
Die Heilung von Lepra- und Tuberkulosekranken in Afrika, Asien und Südamerika steht im Mittelpunkt der Arbeit. Beide Patientengruppen können gleichzeitig medizinisch versorgt werden. In den letzten Jahren hat sich die DAHW der immer häufiger auftretenden Ko-Infektion TB/HIV zugewandt. Darüber hinaus bekämpft sie "vergessene" Krankheiten wie Buruli Ulcer, die Chagas Krankheit oder Leishmaniose. In Regionen, in denen die DAHW über eine gute Infrastruktur verfügt, leistet sie bei Bedarf auch Katastrophenhilfe. Beispiele sind die Sofort- und Wiederaufbauhilfe für Überlebende des Tsunami in Indien und des Erdbebens in Pakistan.

Die DAHW vor Ort
Die Hilfsmaßnahmen reichen von der Unterstützung einzelner Leprahospitäler über die Ausbildung des staatlichen Gesundheitspersonals bis hin zur Förderung von Behinderten und Ausgestoßenen. Meist arbeitet die DAHW in ihren Projekten mit Kirchen als Träger von Krankenhäusern, mit anderen Hilfsorganisationen und mit staatlichen Gesundheitsbehörden zusammen. Die DAHW hat eigene Mitarbeiter vor Ort. Auch ehemalige Patienten sind in den Gesundheitsdiensten tätig.

Die DAHW legt ihre Zahlen offen und erhält vom "Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen" (DZI) seit vielen Jahren das Spenden-Siegel.

DAHW-Zentrale
Mariannhillstr. 1c
D-97074 Würzburg
Telefon: 0931 - 79 48 0
Fax: 0931 - 79 48 16 0
E-Mail: info@dahw.de
Internet: www.dahw.de
© Text und Fotos: DAHW / Thomas Einberger

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