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Weltfriedensdienst

Was wir in Afrika tun

Der Weltfriedensdienst arbeitet mit Partnerorganisationen in zehn afrikanischen Ländern zusammen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind Projekte im Bereich des Zivilen Friedensdienstes, der Ernährungssicherung und der Ausbildung.

Zukunftsperspektiven für Jugendliche in Ghana
Aus der wirtschaftlich schwachen Region Dangme East im westafrikanischen Staat Ghana wandern viele Jugendliche auf der Suche nach Arbeit in die nahegelegene Hauptstadt Accra, wo sie meist - ohne Job und die ersehnte Perspektive - im gesellschaftlichen Abseits landen. Das mit der Partnerorganisation GROWTH entwickelte Projekt steuert dieser Tendenz entgegen, indem es den jungen Menschen in der Region eine Berufsausbildung ermöglicht und mit der Förderung von Kleinbetrieben neue Arbeitsplätze schafft. Über die Hälfte der Absolventen der unterschiedlichen Berufsbildungsangebote hat inzwischen eine Arbeit. Das Projekt wird vom WFD personell und finanziell unterstützt.

Ernährungssicherung im Senegal
Im Senegal unterstützt der Weltfriedensdienst, zusammen mit der Partnerorganisation ProNat, Bäuerinnen und Bauern bei der Entwicklung nachhaltiger, Ressourcen schonender Anbaumethoden. Verstärkt wird wieder auf traditionelle Getreidesorten und Methoden zurückgegriffen, die ohne den Einsatz teurer chemischer Mittel gute Erträge bringen. Der Aufbau eines Netzwerkes zum Austausch traditionellen Saatgutes und eine direkte Vermarktung der Produkte tragen zur Einkommens- und Ernährungssicherung bei. Ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung. Das Projektgebiet umfasst 72 Dörfer, in denen 100.000 Menschen leben.

Versöhnungsarbeit in Burundi
Das kleine zentralafrikanische Land leidet unter den Folgen eines jahrelangen Bürgerkriegs zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu und Tutsi. Von einem stabilen Frieden kann noch immer nicht die Rede sein; immer wieder kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Das vom Weltfriedensdienst unterstützte Projekt konzentriert sich auf den Osten Burundis. Es wendet sich unter anderem an Soldaten, Ex-Guerillas und rückkehrende Flüchtlinge. Ein Schwerpunkt der Arbeit sind mehrtägige Seminare, bei denen über Hass und Misstrauen gesprochen werden kann und einstige Täter und Opfer erste Schritte aufeinander zu tun. Diese Verständigung macht auch gemeinsame Selbsthilfeaktivitäten möglich. So wurden in einzelnen Kommunen bereits gemeinsame Schulgebäude errichtet oder Gemeinschaftsfelder angelegt. Das Projekt wird von einer Friedensfachkraft des Weltfriedensdienstes unterstützt.

Friedensforen in Zimbabwe
In Zimbabwe unterstützt der Weltfriedensdienst die Menschenrechtsorganisation Zimcet bei der Einrichtung von lokalen Friedensforen. In diesen unparteiischen Foren versammeln sich VertreterInnen von Frauen und Jugendgruppen, einflussreiche Mitglieder der Gemeinde und Angehörige unterschiedlicher Parteien. In einem Land, das von politischer Gewalt und Repression geprägt ist, sind diese Einrichtungen ein wichtiger Schritt, dem tief verwurzelten Misstrauen untereinander entgegenzuwirken. Ein Projekt im Rahmen des Zivilen Friedendienstes, einem Arbeitsschwerpunkt, dem sich der Weltfriedensdienst in den vergangen Jahren immer stärker zugewandt hat.

Wer wir sind

Der Weltfriedensdienst wurde 1959 gegründet, um einen Beitrag zu Versöhnung und Völkerverständigung zu leisten. Seit 1971 gehört der Weltfriedensdienst zu den sechs von der Bundesregierung anerkannten Entsendediensten. Ausgebildete Entwicklungs- und Friedensfachkräfte des WFD unterstützen seitdem Basisinitiativen in Afrika, Lateinamerika und Palästina.

Der Weltfriedensdienst ist auch hierzulande aktiv. Mit einer intensiven Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit leistet der WFD einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Probleme des Südens nicht in Vergessenheit geraten. Ein Schwerpunkt ist die Vermittlung von Projektpartnerschaften. Mehr als 60 Partnerschaftsgruppen existieren zur Zeit in der Bundesrepublik.

Der Weltfriedensdienst versteht seine Arbeit als Engagement für eine gerechtere Welt.

Weltfriedensdienst e.V.
Hedemannstraße 14
D-10969 Berlin
Telefon: 030 - 253 990 18
Fax: 030 - 23 45 05 1
Internet: www.wfd.de
© Fotos: Weltfriedensdienst

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