Frauen… der Schlüssel zu Gesundheit

Unsere Frau des Monats April Sr. Dr. Magdalena Kembe zeigt exemplarisch, welchen wichtigen Beitrag Frauen im Gesundheitswesen leisten. Trotz vieler Widrigkeiten setzten sie sich Tag für Tag für Kranke und Bedürftige ein. Sie arbeiten als Ärztinnen, Krankenschwestern, leisten Aufklärungsarbeit und bringen sich in der Zivilgesellschaft ein. Frauen sorgen sich um die Gesundheit ihrer Kinder und Familien. Vorrausetzung für dieses Engagement ist natürlich, dass die Frauen selbst gesund sind.

  • Hätten Frauen Zugang zu einfachsten Gesundheitsdienstleistungen, könnten 80 Prozent aller Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt vermieden werden.(ONE)
  • Kinder, die ihre Mütter verlieren, haben eine fünfmal so hohe Wahrscheinlichkeit, ihre frühe Kindheit nicht zu überleben.(ONE)

Zählt die Gesundheit von Frauen weniger?

Oft haben Frauen nicht mal Zugang zu grundlegenden medizinischen Leistungen wie Impfungen oder Schwangerschaftsvorsorge. Sie erliegen vermeidbaren Krankheiten wie Lungenentzündung, Durchfall, Malaria und Masern. Weltweit stirbt jede Minute eine Frau an den Folgen einer Schwangerschaft oder während der Geburt, viele davon in Afrika. Sterben die Mütter, wächst die Zahl der Waisen und der von Kindern geführten Haushalte.

  • Afrikanerinnen sind von Krankheiten wie HIV / Aids und Malaria am stärksten betroffen, denn 75 Prozent der HIV-positiven afrikanischen Jugendlichen sind Mädchen.(ONE)
  • Die häufigste Todesursache bei jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren sind Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt.(ONE)
  • Im südlichen Afrika liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau bei der Geburt ihres Kindes stirbt, bei 1 zu 22, im Vergleich dazu liegt sie in den USA bei 1 zu 4800. (Amnesty International und UNICEF)

Fazit

Gesunde Frauen bringen nicht nur den Familien, sondern auch den Gemeinden Entwicklungsgewinne ein. Daher spielt auch in den Milleniumsentwicklungszielen (MDGs) die Gesundheit von Frauen eine bedeutende Rolle. So sollen bis zum Jahr 2015 die Kindersterblichkeitsraten um 60 Prozent und die Müttersterblichkeitsraten um 75 Prozent gesenkt werden. Auch die Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten spielen für die Erreichung der MDGs eine bedeutende Rolle.

Gemeinsam für Afrika appelliert an die Entscheidungsträger der Entwicklungszusammenarbeit, ihre Versprechen in Bezug auf die Milleniumsziele einzuhalten und die Maßnahmen zur Gesundheitsfürsorge von Frauen in Afrika zu intensivieren.

Die folgenden Mitgliedsorganisationen setzen sich mit ihren Projekten für die Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Frauen ein:

action medeor – setzt sich für die Minimierung des Risikos der HIV-Übertragung von schwangeren Frauen auf ihre Neugeborenen ein.

Ärzte für die Dritte Welt – bieten Selbsthilfeprojekte für AIDS-kranke Frauen an, die von ihren Männern verstoßen und ohne jedes soziale Netz sind.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – betreut Gesundheitsstationen in Afrika, in welchen Vorsorge- und Nachuntersuchungen für schwangere Frauen und Mütter angeboten werden.

Malteser International – betreuen Gesundheitszentren, in denen Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, die Möglichkeit einer PEP-Behandlung, um das Risiko einer möglichen HIV-Infektion zu verringern.

World Vision – betreut Projekte, in denen HIV und Aids bekämpft werden und leistet dabei Aufklärungsarbeit für Frauen, damit sie sich vor einer Ansteckung schützen können.

 

Foto: DAHW