Handel und Wirtschaft

Wirtschaftswachstum, getragen von Handel und Investitionen, kann entscheidend zum Kampf gegen Armut und Hunger in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara beitragen. Ein positiver Aufwärtstrend in den vergangenen Jahren hat auf entsprechende Potenziale des Kontinents aufmerksam gemacht.

In Handel und Wirtschaft liegt die Kraft

Wirtschaftswachstum, getragen von Handel und Investitionen, kann entscheidend zum Kampf gegen Armut und Hunger in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara beitragen. Ein positiver Aufwärtstrend in den vergangenen Jahren hat auf entsprechende Potenziale des Kontinents aufmerksam gemacht.

Jedoch hat Afrika durch die Finanzkrise eine Verlangsamung seines Wirtschaftswachstums hinnehmen müssen. Die Nahrungsmittelkrise 2011 hat diese Verlangsamung zusätzlich verstärkt. Darüber hinaus dürfen die Erfolge einzelner Staaten nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich in den meisten afrikanischen Staaten der Aufbau von Märkten äußerst problematisch gestaltet. Gründe dafür liegen auch in der europäischen Handelspolitik.

Unfaire Handelsstrukturen behindern das Wirtschaftswachstum

Bestehende Handelsschranken wie hohe Einfuhrabgaben und die Zahlung von Agrarsubventionen in Industrieländern stellen große Hindernisse für Handel und Wirtschaftswachstum und damit für Wege aus Armut und Hunger dar.

Die europäische Agrar- und Handelspolitik gefährdet die Existenz der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Afrika und verschärft damit Armut und Hunger. Durch bi- und multilaterale Handelsabkommen drängt die EU viele afrikanische Länder zu einer weitreichenden Marktöffnung für europäische subventionierte Agrarprodukte. Subventionierte Exporte aus der EU aber auch aus den USA überschwemmen ungehindert heimische Märkte in Afrika.

So ist in Westafrika importierter Reis billiger als lokal produzierter. Ausländisches Milchpulver in Burkina Faso, importierte Tomatenpaste und Billig-Geflügelteile in Ghana, Togo und Kamerun verdrängen die lokal produzierten Güter zunehmend von den lokalen Märkten. Gleichzeitig werden afrikanische Exportprodukte, wie Bananen und Kakao, mit hohen Zollbarrieren belegt, so dass der Export dieser Waren erschwert wird.

Die Produktion lohnt sich für die Bauern dann lediglich noch für den Eigenbedarf. Viele Länder Afrikas werden dabei immer abhängiger von ausländischen Produkten und vom Weltmarkt.

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Handel und Investitionen können Armut und Hunger besiegen

Ein Schlüssel für die Überwindung von Armut ist ein von Handel und Investitionen getragenes Wirtschaftswachstum. Eine Beseitigung des Ungleichgewichts im Welthandelssystem und Investitionen in die langfristige Entwicklung des Handelssektors sind notwendig, damit Afrika Armut und Hunger besiegen kann.

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