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Nachhaltige Hilfe durch Kleinkredite

Spenden wirkt - Ihre Hilfe kommt an!

Dass bereits kleine Summen den Weg in die Selbstständigkeit bereiten, zeigen Beispiele aus Afrika. Im Rahmen von Mikrofinanzprogrammen werden Einkommen schaffende Projekte realisiert, die eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe darstellen.

Beispiele aus Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zeigen, wie die Vergabe von Kleinkrediten Menschen eine Perspektive für eine bessere Zukunft eröffnet.

Madeleine Ntagahira aus Ruanda, 47 Jahre alt, hat vier Töchter. Sie sorgt sich sehr, dass ihre Mädchen etwas lernen. Das war der Grund, weshalb sie in ihrem kleinen Dorf zusammen mit 25 anderen Müttern einen Sparklub gründete.
Von den Hilfsorganisationen bekam jede von ihnen einen Kleinkredit von 8.000 Ruanda-Franc, etwa 11 Euro. Davon kauften sie Saatgut und Material, um Matten und Körbe herzustellen. Gemeinsam schafften die Frauen zwei Kühe an, die inzwischen schon Kälbchen haben. Die Milch wird geteilt, der Dung auf die Felder gebracht. Mittlerweile haben fast alle Frauen ihren Kredit zurückgezahlt und zwei von Madeleines Töchtern besuchen die Schule. Nun sparen die Frauen gemeinsam auf einen Bullen, damit ihre Herde wächst. Von dem Einkommen, das sie sich erhofft, will Madeleine das Schulgeld für alle ihre Mädchen zahlen.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Eigentlich war die Idee von Belaneille Mukangango aus Ruanda, 38 Jahre alt, sehr ungewöhnlich und außerdem fehlte der Mutter von sechs Kindern das notwendige Geld um sie umzusetzen - konnte sie doch kaum das Nötigste für ihre Familie beschaffen.
Aber mit einem Kleinkredit von 180.000 Franc (200 Euro) verwirklichte sie ihren Traum: Sie kaufte einen Elektrogenerator, der durch ihre Hand- und Fußarbeit zum Ladegerät für Energie-Sparlampen wird. Denn Strom gibt es in ihrem kleinen Dorf nicht. Licht erzeugten bisher nur die Kerosinlampen, die jedoch stark rußen und häufig Brände auslösen. Inzwischen lassen sich immer mehr Dorfbewohner gegen einen Betrag von 100 Franc bei Belaneille eine Akku-Lampe aufladen, die 30 Stunden ungefährlich Licht spendet. Monatlich kann die Kleinunternehmerin 5000 Franc ihres Kredits zurückzahlen und von ihrem Einkommen bleibt sogar noch genug übrig, um das Schulgeld ihrer Kinder zu bezahlen.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Voller Stolz zeigt Mama Rafiki, 18 Jahre alt, ihren einjährigen Sohn und ihr neues Zuhause im kongolesischen Goma. Dank des Hausbauprogramms einer Hilfsorganisation hat die junge Frau, die jahrelang als Straßenkind von der Hand in den Mund lebte und nicht einmal eine Decke zum Schlafen hatte, endlich ein Zuhause. In der vom Jahre andauernden Bürgerkrieg zerrütteten und vom Vulkanausbruch zerstörten Stadt müssen tausende Kinder ohne Eltern aufwachsen. Liebevoll hat sie in der erkalteten Lava einen kleinen Gemüsegarten angelegt und Blumen gepflanzt. Sie arbeitet hart auf dem Feld, um ihren Kredit schnell zurückzahlen zu können. Gleichzeitig macht sie eine Ausbildung zur Mechanikerin. Denn Mama Rafikis Traum ist es, eine richtige Werkstatt zu besitzen und so viel Geld zu verdienen, dass sie die 1800 Euro Darlehen für ihr Haus nicht erst in zehn Jahren, sondern schon viel eher abbezahlen kann.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Andrew Mwasa aus Uganda, 41 Jahre alt, verdient seinen Unterhalt mit der Herstellung von Ziegeln. Früher fehlte ihm oft das Geld, um ausreichend Material für die Produktion zu kaufen. Seinen Kredit über 50 Euro investierte Andrew in den Kauf eines Vorrats an Lehm und Feuerholz, damit er auch kurzfristig größere Aufträge annehmen konnte.
Stück für Stück baute der Kleinunternehmer seine Ziegelei weiter aus. Mittlerweile beschäftigt er mehrere Mitarbeiter und sorgt so auch für die Verbesserung der Lebensbedingungen anderer Menschen im Ort. Dabei reicht sein Verdienst aus, um die Schulgebühren für seine Kinder zu bezahlen.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Theresa Nakibuuka aus Uganda, 65 Jahre alt, züchtet und verkauft Hühner, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In der Vergangenheit konnte ihre neunköpfige Familie jedoch kaum davon leben.
Theresa wurde ein Darlehen über 200 Euro gewährt. Von dem Geld erwarb sie ausreichend Futtermittel und zusätzliche Zuchttiere. Den Verdienst aus dem Verkauf der Hühner investierte Theresa in den Ausbau ihrer Farm - sie vergrößerte ihr Hühnerhaus und erwarb einen Wassertank. Nach Rückzahlung der Kredite reicht ihr Einkommen heute aus, um ein eigenes Haus zu bauen, in dem sie mit ihren Kindern und Enkeln wohnen wird.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Regina Nakalema aus Uganda ist 47 Jahre alt. Sie hat Nähen gelernt. Noch vor einiger Zeit reichte ihr geringes Einkommen kaum aus, um ihre Familie zu ernähren. Größere Aufträge musste sie ablehnen, weil sie nicht die Mittel besaß, um das notwendige Material anzuschaffen.
Dank eines Kleinkredits über 200 Euro war Regina in der Lage, eine große Auswahl an Stoffen zu kaufen und einen Laden anzumieten. Die Unternehmerin spezialisierte sich auf die Herstellung von Schuluniformen und beliefert heute regelmäßig mehrere Schulen. Sie kann es sich leisten, eine Hilfskraft zu beschäftigen und bildet junge Mädchen zu Näherinnen aus, um ihnen eine Chance zu geben, auf eigenen Füßen zu stehen.

Foto: P.Vlasman/GEMEINSAM FÜR AFRIKA

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