action medeor

Das deutsche Medikamentenhilfswerk action medeor ist insbesondere in dem Bereich der Gesundheitsversorgung aktiv.

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Was wir in Afrika tun

Ein Schwerpunkt der Projektarbeit von action medeor in Afrika ist die Bekämpfung von Malaria. Die Arbeit umfasst Aufklärung und Prävention, die Ausbildung von Gesundheitshelfern, Verteilung von Moskitonetzen und Therapieprogramme. Umfangreiche Gesundheitsprojekte werden mit lokalen Partnern durchgeführt.

Außerdem versorgt medeor hunderte Partner, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in 51 Ländern der Welt mit Malariamedikamenten, Malariaschnelltests und imprägnierten Moskitonetzen.

Beispiel: Malariabekämpfung am Nyassasee, Tansania

medeor trägt dazu bei, dass Malaria in den Dörfern rund um den Nyassasee in Tansania bekämpft wird. Mit einer neuen Mutter-Kind-Abteilung, neuem Labor, Verwaltungsräumen und neuer Patientenküche ist die ehemalige Gesundheitsstation in Lituhi heute bestens für die Versorgung ihrer Patienten gerüstet. Auch vier weitere Gesundheitsstationen entlang des Sees sind renoviert und mit Medikamenten sowie medizinischen Geräten versorgt worden.

Neben der Verbesserung der Gesundheitsversorgung initiierte medeor gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ein umfassendes Programm zur Malaria-Aufklärung in allen Gemeinden entlang des Nyassasees. Außerdem wurden 10.000 dauerhaft imprägnierte Moskitonetze zu einem stark vergünstigten Preis an die Menschen ausgegeben.

Lokale Strukturen schaffen

Ein Ziel von action medeor ist es, kranken Menschen in Afrika durch die Entwicklung von lokalen Strukturen einen besseren Zugang zu Medikamenten zu ermöglichen.

Dazu gehören:

  • der Aufbau von Produktionsstätten vor Ort, in denen Medikamente in ausreichenden Mengen, zuverlässiger Qualität und preisgünstig hergestellt werden,
  • die Verteilung der Medikamente über lokale Gesundheitsstationen an die Betroffenen
  • die Beratung und Begleitung der Patienten währen der Medikamententherapie

So werden zum Beispiel seit Ende 2005 in Kooperation mit einem lokalen Pharmaunternehmen in Bukavu/D.R. Kongo HIV/Aids-Generika produziert und unter dem Namen Afri-Vir® in der Region eingesetzt.

Seit September 2003 werden Antimalariamittel auf Basis des pflanzlichen Wirkstoffes Artesunate in Arusha/Tansania hergestellt. Neuentwickelte Artesunate-Zäpfchen für Babys werden ab Sommer 2012 in einem Krankenhaus in Moshi produziert.

In Dar es Salaam in Tansania betreibt action medeor eine eigene Zweigstelle mit Medikamentenlager. Von hier aus werden in Afrika oder Europa produzierte Medikamente lokalen Gesundheitsstationen in Tansania und Ostafrika zur Verfügung gestellt und in Projekten eingesetzt.

Diese werden auch regelmäßig von medeor-Patin Anke Engelke besucht, die sich seit 2003 für das Medikamentenhilfswerk engagiert.

Eine neue Arzneimittelproduktion für Aidsmedikamente und Medikamente gegen opportunistische Infektionen bei HIV/Aids wurde 2011 in Arusha eröffnet. So wird die kontinuierliche Versorgung der Infizierten mit den lebenswichtigen Medikamenten sichergestellt.

action medeor hat sich zur Aufgabe gemacht, möglichst vielen Menschen zu helfen und unterstützt rund 10.000 Gesundheitsstationen und Projekte in 140 Ländern.
Im Auftrag von Hilfswerken, Initiativen und Privatpersonen werden die Arzneimittel sowie medizinische Produkte und Geräte gegen Erstattung der Selbstkosten oder als Spende versandt.

Arbeitsgebiete von action medeor

  • Zugang zu unentbehrlichen Medikamenten schaffen
  • Bekämpfung von Armuts- und Tropenkrankheiten
  • Aufbau und Unterhaltung von Basisgesundheitsdiensten, pharmazeutische Fachberatung
  • Not- und Katastrophenhilfe

Kontakt

action medeor – Das Medikamentenhilfswerk
St. Töniser Str. 21
D-47918 Tönisvorst
Telefon: 02156 9788-100
Fax: 02156 9788-88
E-Mail: info@medeor.de
Internet: www.medeor.de
© Text und Foto: action medeor