Am Dienstag ist der Regierungschef von Mali, Scheich Modibo Diarra, überraschend mit seinem gesamten Kabinett zurückgetreten. Allem Anschein nach wurde er zum Rücktritt gezwungen. In der Nacht zuvor war er von Soldaten in seinem Haus in der Hauptstadt Bamako vorübergehend festgenommen worden. Der Befehl dazu kam von Hauptmann Amadou Sanogo, der bereits in den Militärputsch im März verwickelt war, in dessen Folge die Tuareg-Rebellen und die mit ihnen verbündeten Islamisten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle brachten. Obwohl Sanogo zwei Wochen nach dem Putsch die Macht wieder an eine zivile Regierung abgab, behielt er in Bamako beträchtlichen Einfluss. Doch das Militär bestreitet vehement einen erneuten Putsch, ein neuer Regierungschef werde umgehend benannt.
Politik
Bingu wa Mutharika, der bisherige Präsident des ostafrikanischen Landes Malawi, verstarb am vergangenen Freitag unerwartet an den Folgen eines Herzinfarktes. Die Nachfolge tritt die bisherige Vizepräsidentin Joyce Banda an.
Ernährung
Politik
Unerwartet und nach mehr als zwölf Jahren gibt es im Senegal einen Machtwechsel. Am vergangenen Sonntag räumte Amtsinhaber Abdoulaye Wade seine Niederlage ein und gratulierte dem Oppositionsführer Macky Sall zu seinem Wahlsieg. Der 50-jährige Geologe will sich als neuer Präsident des Senegal für mehr Arbeitsplätze und gegen steigende Lebensmittelpreise einsetzen. Nach langen Protesten und Auseinandersetzungen gegen den 85-jährigen Wade, feierten in der Nacht zum Montag tausende Menschen in den Straßen Dakars den Wahlsieg Salls.