Im Zuge eskalierender Kämpfe der malischen Armee und französischer Spezialeinheiten gegen islamistische Milizen im Norden verlassen immer mehr Menschen das Land. So erreichten seit 11. Januar mehr als 4.200 Flüchtlinge Mauretanien, wo sie von Mitarbeitern des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) vom Transitzentrum Fassala an der Grenze ins sichere Inland transportiert werden. Im Lager Mbera werden die Flüchtlinge mit dem Lebensnotwendigen versorgt.
Auch in weiteren Nachbarländern Malis sind nach Ausbruch der Kämpfe verstärkt Flüchtlinge angekommen: In Niger 1.300 Menschen und mehr als 1.800 in Burkina Faso. Insgesamt suchen fast 39.000 malische Flüchtlinge Zuflucht in Burkina Faso – zu einer Zeit, wo die gesamte Sahelzone von Dürre und Hunger bedroht ist. Im Flüchtlingslager Damba im Norden Burkina Fasos leben derzeit rund 2.737 Flüchtlinge aus Mali. Das Leben der Flüchtlinge ist hart. Raichatou, 62 Jahre alt und Großmutter, ist trotzdem froh im Lager zu sein: „Das Wichtigste ist, dass wir jetzt in Sicherheit sind. Gott sei Dank haben wir Wasser zum trinken – das ist eine große Erleichterung.“