Was wir in Afrika tun
Seit 1967 arbeitet die Welthungerhilfe in Afrika. Heute ist sie dort in 21 Ländern tätig. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die ländliche Entwicklung. So fördert die Welthungerhilfe sowohl den Anbau von Grundnahrungsmitteln zur besseren Ernährungsversorgung als auch die Produktionssteigerung zum Verkauf von Nahrungsmitteln auf dem einheimischen Markt. Mit dem gewonnenen Einkommen können die Kleinbauernfamilien ihre Kinder in die Schule schicken und mehr für ihre Gesundheit tun. Dabei spielen Frauen in vielen Projekten im ländlichen Raum eine Schlüsselrolle bei der Ernährung, Gesundheit und Bildungsförderung der Familie.
Ein großer Teil der Spenden fließt in Nothilfe, die unmittelbares Leid lindern soll – wo immer möglich gefolgt von langfristiger Wiederaufbauhilfe. Klimatische Veränderungen führen in großen Teilen Afrikas zu wachsenden Dürreperioden und Überschwemmungen. Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge spielen deshalb in den Projekten der Welthungerhilfe eine immer größere Rolle.
Nicht für die Menschen, sondern mit Menschen arbeitet die Welthungerhilfe, z.B. in Äthiopien, wo sie mit ihrer lokalen Partnerorganisation ORDA in der Amhara Region in enger Absprache mit den Gemeinden eine bessere Wasserversorgung durch den Bau von Brunnen und Bewässerungssystemen fördert. In Trainings und Fortbildungskursen erhalten die Dorfbewohner Kenntnisse über Hygiene und Gesundheit.
Die Welthungerhilfe arbeitet auch politisch. Sie unterstützt den Aufbau von zivilgesellschaftlichen Strukturen und fördert Demokratieprozesse, z.B. in Burundi oder ganz aktuell im Südsudan. Hier setzt sich die Welthungerhilfe für eine gerechte Verteilung der Ressourcen und der politischen Macht ein. Sie unterstützt die Bevölkerung beim Straßen- und Wegebau, beim Bau von Schulen und Gemeindezentren und bei der Entwicklung der Landwirtschaft.
Wer wir sind
Die Welthungerhilfe wurde 1962 gegründet und ist heute eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig, arbeitet sie unter einem ehrenamtlichen Präsidium und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Sie finanziert ihre Arbeit durch Spenden und öffentliche Zuschüsse und setzt sich weltweit ein für eine gesicherte Ernährung, ländliche Entwicklung und den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe leistet die Organisation Hilfe aus einer Hand: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristig angelegten Entwicklungsprojekten. Sie arbeitet möglichst eng mit einheimischen Partnerorganisationen zusammen. Mit den ihr anvertrauten Mitteln geht die Welthungerhilfe sparsam, effektiv und transparent um. Dafür erhält sie seit vielen Jahren regelmäßig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).
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