action medeor: Mit Aufklärung gegen Malaria

25.04.2013: Heute ist Welt-Malaria-Tag. Eine Mücke verursacht die verbreiteteste Infektionskrankheit der Welt.

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action medeor: Mit Aufklärung gegen Malaria

„Invest in the future. Defeat malaria“ ist der Slogan der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den Welt-Malaria-Tag am 25. April 2013.  Dieser wurde im Jahr 2007 ins Leben gerufen, um jährlich an das große Problem, verursacht durch eine kleine Mücke,  zu erinnern. Denn Malaria ist noch immer die verbreiteteste Infektionskrankheit der Welt.

Obwohl Mediziner und Tropenforscher  seit über 20 Jahren an einem Impfstoff gegen Malaria forschen, gibt es noch immer kein wirksames Serum. Weltweit sind ca. 219 Millionen Menschen an Malaria erkrankt, fast 90% davon sind Kinder unter fünf Jahren. Die Anzahl der Neuinfektionen liegt bei ca. 300 Millionen Menschen jährlich. Dabei sind besonders die Menschen in Afrika betroffen. Armut, tropisches Klima und fehlende Prävention fördern die Ausbreitung der Malaria –  mit schwerwiegenden Folgen: Neun von zehn durch Malaria verursachte Todelfälle geschehen in Afrika. Dabei wäre eine Kontrolle der Krankheit sehr gut möglich.

Es gibt zwar keinen Impfstoff, aber die Möglichkeit Malaria mit einem Medikament zu behandeln. Dieses Medikament kostet allerdings umgerechnet 1 €  und ist damit für die meisten betroffenen Menschen in Afrika nicht erschwinglich. Eine Behandlung ist aber, besonders für Kinder, überlebenswichtig. Der Einsatz gegen die so genannte Armutskrankheit ist unserer Mitgliedsorganisation action medeor ein großes Anliegen. Einzelpersonen, Schulklassen, Aktionsgruppen und Unternehmen können unter anderem das  Projekt „Malaria. Wir haben was dagegen“ von action medeor unterstützen und so in den Kampf gegen Malaria treten.

Das Deutsche Medikamentenhilfswerk beliefert nicht nur hunderte Gesundheitsstationen mit Medikamenten zur Behandlung von Malaria-Infektionen und verteilt Moskitonetze, sondern leistet auch wichtige Aufklärungsarbeit. Zudem bildet action medeor Gesundheitsbotschafter aus, die die Menschen in den betroffnene Regionen darüber informieren, wie sie die Infektion mit Malaria vermeiden können und welche Behandlung im Fall einer Erkrankung  nötig ist. In der Region Ruvuma am Nyassasee in Tansania, einem Malaria Hochrisikogebiet, entwickeln die Gesundheitsbotschafter beispielsweise Lieder und Tänze zur Aufklärung über  Malaria mit Schülerinnen und Schülern. Diese führen die Kinder und Jugendlichen für die Dorfbewohner und Mitschüler auf, um so ihr Wissen über Malaria weiterzugeben. Diese Arbeit von action medeor ist besonders wichtig, um die 680 000 Neuinfektionen pro Nacht zu stoppen.

Mehr Informationen zur Malariabekämpfung unserer Mitgliedsorganisation action medeor finden Sie hier.

Foto: action medeor