ASW: Neuer Reis für Afrika…

01.11.2013: Damit der Öko-Landbau dauerhaft Früchte trägt, unterstützt die ASW die Suche nach Saatgut, das an die Bedingungen angepasst ist.

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ASW: Neuer Reis für Afrika…

Die Sonne steht hoch über dem Miniky-Tal, gut 300 Kilometer östlich von Senegals Hauptstadt Dakar. Hier sind die Böden salzig, Wasser ist knapp, ab und an wüten Stürme. Demonstrativ grün und saftig leuchtet da das Gemüsefeld von Aminata Camara. Umzäunt mit trockenen Zweigen, wirkt das sprießende Rechteck hinter ihrem Haus fast wie ein gallisches Dorf inmitten gelbbrauner Eintönigkeit. Aminata Camara trotzt dem unwirtlichen Klima. Sie ist Pilotbäuerin, ihr Gemüsefeld einer von zahlreichen Versuchsgärten, die die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) in der Region unterstützt.

Auf der Suche nach dem Saatgut, das am besten an die Bedingungen angepasst ist, testen sie hier verschiedene Gemüsesorten – fast vergessene ebenso wie industrielle Hochleistungszüchtungen. Dabei lernen sie auch, die Böden zu schützen, die Felder zu bewässern, Vorräte anzulegen und die Produkte weiterzuverarbeiten.

Damit der Öko-Landbau dauerhaft Früchte trägt, fördert die ASW auch die Ausbildung von Jugendlichen. Aminatas Söhnen, Anta und Demba, eröffnet das eine Perspektive, die sie bislang nicht hatten. Aus dem, was ihre Mutter in dem heimischen Biogarten anbaut, kochen die Jungs Chutneys und Marmeladen und verdienen sich etwas Geld dazu. Neue Souveränität für die Camaras. Aus dem gallischen Dorf wird Schritt für Schritt selbst ein kleines Imperium.

Mehr Informationen zu dem Projekt der ASW im Senegal finden Sie hier.

Foto: ASW