AWO International leistet Nothilfe für 30.000 Menschen in Mali

22.11.2012: Menschen in der Sahelzone werden mit Grundnahrungsmitteln versorgt.

AWO International leistet Nothilfe für 30.000 Menschen in Mali

Seit fast einem Jahr leidet die gesamte Sahelzone aufgrund von Dürren an einer Nahrungskrise. 18 Millionen Menschen sind betroffen, vier Millionen davon sind Kinder. Für die Kleinsten ist die Situation am schlimmsten: Tausende Kinder leiden in den betroffenen Regionen an akuter Mangelernährung. Nothilfe ist überlebenswichtig. AWO International unterstützte deshalb die betroffenen Menschen in Mali. Die Hilfsorganisation fördert dabei ganz konkret ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Entwicklungshilfe Mali e. V. (LAG Mali).

Die LAG Mali – die sich bereits seit 30 Jahren in dem westafrikanischen Land engagiert – arbeitet in der Region Kayes mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um die Ernährung der betroffenen Menschen zu sichern.

In Kayes explodierten – wie in der gesamten Sahelzone – nach den Ernteausfällen die Preise für Grundnahrungsmittel. Die Versorgung der Bevölkerung war akut bedroht. Die lokale Nichtregierungsorganisation Stop Sahel startete umfangreiche Hilfsmaßnahmen für fünf Kommunen in der Region. Stop Sahel verteilte in Zusammenarbeit mit der LAG Mali und der Unterstützung von AWO International 25 Tonnen Getreide (Sorghum) und erreichte damit 30.000 Menschen.

Die Situation in Mali verschlimmerte sich zudem aufgrund von massiven Unruhen: Lange Zeit galt Mali als demokratisches Musterland in einer Region, die von politischen Krisen gekennzeichnet ist. Doch im März 2012 stürzte das Land in eine große politische und humanitäre Krise, ausgelöst durch einen Militärputsch, Unabhängigkeitskämpfe der Tuareg Rebellen unter Beteiligung islamistischer Gruppen sowie Wirtschaftssanktionen.

Trotz der schwierigen Situation und der ungünstigen Bedingungen führen die Hilfsorganisationen das überlebenswichtige Projekt fort. Die Fortsetzung der Projektarbeit in dieser politisch instabilen Situation ist, wie der deutsche Botschafter Karl Flittner in Bamako der LAG Mali mitgeteilt hat, von großer Bedeutung: „Basisnahen Projekten nichtstaatlicher Träger kann gerade in Zeiten, in denen die ‚offizielle‘ Entwicklungszusammenarbeit mehr oder weniger ausfällt und zu allem Übel auch noch Wirtschafts-, Finanz- und Verkehrssanktionen gegen das Land in Kraft sind, eine besondere Wichtigkeit zukommen.“

 

AWO International ist der Fachverband der Arbeiterwohlfahrt für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe. AWO International engagiert sich im Falle von Katastrophen in der humanitären Soforthilfe und im Wiederaufbau. Die Organisation unterstützt lokale Partnerorganisationen dabei, dass sie schnell Hilfe für die betroffene Bevölkerung in der Krisenregion leisten. Dazu gehören Maßnahmen wie die Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hilfsgütern und die medizinische Versorgung. Neben der Direkthilfe und dem Wiederaufbau nimmt die Katastrophenprävention einen zunehmend wichtigen Platz ein.

Informieren Sie sich hier über die Arbeit von AWO International.

(Foto: Stop Sahel)