Don Bosco Mondo: Berufsbildungszentrum für Flüchtlinge im Kakuma Refugee Camp in Kenia

3.9.: Don Bosco Mondo leitet im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia drei Ausbildungszentren und schafft Zukunftsperspektiven.

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Don Bosco Mondo: Berufsbildungszentrum für Flüchtlinge im Kakuma Refugee Camp in Kenia

Seit über 20 Jahren betreiben unsere Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo im Kakuma Refugee Camp drei Berufsbildungszentren für Flüchtlinge und Asylsuchende. Ein weiteres wird außerhalb des Camps gebaut, in dem auch Menschen der umliegenden Region Kurse belegen können. In diesen Einrichtungen ist jeder willkommen, ungeachtet seiner Nationalität und religiösen Zugehörigkeit.

Das Lager gleicht einer Stadt, vereinzelt haben Flüchtlinge kleine Geschäfte aufgebaut. Die allgemeine Situation ist jedoch äußerst angespannt, da es nur einen eingeschränkten Zugang zu Bildung, kaum Arbeit und Erholungsmöglichkeiten gibt. Viele Flüchtlinge sehen keine Perspektive für ihre Zukunft.

Um die Lage der Menschen in Kakuma zu verbessern und Perspektiven zu schaffen, bieten die Salesianer Don Boscos im Kakuma Refugee Camp Ausbildungen in den klassischen Handwerksberufen an. Der ganzheitliche Ansatz der Don Bosco-Pädagogik unterstützt die jugendlichen Flüchtlinge über ihr Leben im Lager hinaus auch bei einer eventuellen Rückkehr in ihre Heimat oder bei der Ausreise in ein Aufnahmeland. Die berufliche Qualifizierung und persönliche Weiterentwicklung erleichtert es den Jugendlichen, ein neues Leben aufzubauen.

Das Berufsbildungszentrum im Camp wurde in den vergangenen 20 Jahren stetig ausgebaut, da die Nachfrage nach handwerklicher und technischer Ausbildung beständig anstieg. Angeboten werden einjährige Programme in Englisch, Informatik, Schreinerei, Schneiderei, Elektrik, Elektronik, Werkzeug und Kfz-Mechanik, Mauern, Sanitärsinstallation, Büromanagement und Schweißen. Derzeit wird das Berufsbildungszentrum von insgesamt 1.418 Auszubildenden besucht, davon sind 1.028 männlich und 390 weiblich. Ungefähr 3.500 Menschen können durch die Arbeit Don Boscos jährlich an diesen Kursen teilnehmen.

Neben der beruflichen Ausbildung ist für die Salesianer Don Boscos die Vermittlung von sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein von besonderer Bedeutung.

Dieser ganzheitliche Ansatz beinhaltet spezielle Trainings und Workshops, die Sozialkompetenzen fördern und möglicher Gewalt präventiv begegnen. Zahlreiche Jugendliche können durch das Angebot einer Kunsttherapie, die von ihnen durchlebten Traumata bewältigen. Das Berufsbildungszentrum trägt damit nicht nur dazu bei, den im Lager lebenden Flüchtlingen eine neue berufliche Perspektive zu geben, sondern baut auch das Selbstvertrauen auf, schafft Kontakte und Austausch zwischen den verschiedenen Nationen und Religionszugehörigkeiten und verringert so das Konfliktpotenzial.

Spezielle Kurzzeitkurse richten sich zusätzlich an Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht mehr ins Regelschulsystem integriert werden können.

Die Salesianer Don Boscos sind die einzige Nichtregierungsorganisation mit einer festen Niederlassung im Lager. Damit sind sie 24 Stunden vor Ort. Das schafft besonderes Vertrauen bei den Flüchtlingen und erleichtert die Beziehungsarbeit.

Mehr Information zu diesem Projekt finden Sie hier.

Foto: Don Bosco Archiv