Burundi: „Es ist schwierig zu verzeihen – aber es geht!“

Der Konflikt zwischen Hutu und Tutsi führte nicht nur 1994 in Ruanda zum Völkermord, auch in Burundi kostete er 250.000 Menschen das Leben. Bis heute ist das Land von Bürgerkrieg, Armut und Gewalt gezeichnet, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen sind nach wie vor verfeindet.
Konflikt-Workshops in Burundi©Tony Heriza/Quäker-Hilfe-Stiftung

Burundi: „Es ist schwierig zu verzeihen – aber es geht!“

Ähnlich wie das benachbarte Ruanda war Burundi lange Zeit von einem Konflikt vor allem zwischen zwei Bevölkerungsgruppen geprägt, der Tutsi-Minderheit und der Mehrheit der Hutu. Die kleinere Gruppe der Tutsi hat die größere Gruppe der Hutu unterdrückt. Im Bürgerkrieg zwischen 1993 und 2005 starben über 300 000 Menschen. Der Konflikt blühte nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2015 wieder auf und hunderttausende Menschen sind in die Nachbarländer geflohen.

Workshops mit Gewaltopfern und Tätern

Unsere Mitgliedsorganisation Quäker-Hilfe Stiftung und ihre Partner engagieren sich in Burundi im Bereich der Versöhnungsarbeit, um diese gewaltvolle Vergangenheit aufzuarbeiten und ein friedliches Zusammenleben zu stärken. Hierfür organisieren sie mehrtägige Workshops, in denen sich Gewaltopfer und Täter begegnen. Dabei bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer professionelle psychologische Unterstützung, um mit erlebten Traumata umzugehen und diese zu bewältigen.

Einkommensgenerierende Maßnahmen

Begleitend zu den Workshops werden auch einkommensgenerierende Maßnahmen durchgeführt: Frauen werden beispielsweise darin unterstützt, zusammen Landwirtschaft zu betreiben und Mais und Bohnen für den eigenen Verbrauch und zum Verkauf anzubauen. Bisher haben mehr als zehntausend Menschen an den Workshops und Seminaren der Quäker-Hilfe Stiftung und ihrer Partner teilgenommen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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