DR Kongo: Gesundheits- und Hygieneversorgung für Geflüchtete und lokale Bevölkerung

Im Jahr 2015 führte eine innenpolitische Krise in Burundi zum Beginn einer großen Fluchtbewegung in angrenzende Staaten. Vier Jahre später lebten in der DR Kongo bereits mehr als 40.000 burundische Geflüchtete. Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation AFPDE setzt sich unsere Mitgliedsorganisation action medeor für einen besseren Zugang zur Gesundheits- und Hygieneversorgung in der Region Süd-Kivu ein.

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DR Kongo: Gesundheits- und Hygieneversorgung für Geflüchtete und lokale Bevölkerung

Der Osten der DR Kongo und im speziellen die Region Süd-Kivu gehören zu den ärmsten und fragilsten Regionen in der DR Kongo: Die Gesundheits-, Wasser-, und Sanitärversorgung ist prekär. Binnenvertriebene aus anderen Regionen des Landes sowie burundische Geflüchtete belasten zusätzlich die ohnehin schwachen Kapazitäten der lokalen Strukturen in der Region. 

Hohe Belastungen für das Gesundheitssystem 

Die staatlichen Gesundheitsstrukturen in direkter Nachbarschaft zu den beiden Flüchtlingscamps sind durch das erhöhte Patientenaufkommen extrem überlastet. Die marode Gesundheitsinfrastruktur im Land geht mit einer hohen Krankheits- und Sterblichkeitsrate einher. 80% der Bevölkerung Süd-Kivus hat derzeit keinen sicheren Zugang zu medizinischer Versorgung, da es an Materialien, Medikamenten und ausgebildetem Gesundheitspersonal fehlt. Die Folge: Malaria und Unterernährung zählen zu den Hauptursachen für Krankheit und Todesfälle in der Region Süd-Kivu und betreffen vor allem Frauen und Kinder. Hinzu kommen wiederkehrende Epidemien von Cholera und Masern. 

Das Projekt: Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgung für burundische Geflüchtete, IDPs und lokale Bevölkerung

Das gemeinsame Projekt von action medeor und der lokalen Partneroganisation AFPDE verfolgt das Ziel, eine Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistungen in den Sektoren Gesundheit und WASH für burundische Geflüchtete, IDPs und der Lokalbevölkerung in zwei Gesundheitszonen der Provinz Süd-Kivu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo herzustellen. 

Besondere Berücksichtigung finden dabei die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung, Überlebender sexualisierter Gewalt, HIV-Betroffener. Die Aktivitäten sehen vor, lokale Gesundheitseinrichtungen zu erweitern, Personal zu schulen und in ihrem Betrieb zu unterstützen. Zudem werden in den UNHCR Camps Familientoiletten errichtet. In einem breiten Spektrum an Schulungen und Sensibilisierungsveranstaltungen soll Wissen rund um Zusammenhänge von Hygieneverhalten und Gesundheit vermittelt werden. Außerdem werden durch zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Inklusion und Schutz und Betreuung von Menschen, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt wurden, wichtige Querschnittsthemen abgedeckt. 

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