Fairer Handel für faire Arbeit

Helvetas und Beniner Bauern und Produzenten bemühen sich um fairen Handel und damit faire Arbeit.

Fairer Handel für faire Arbeit

Unfaire Handelsbeziehungen sind ein bedeutender Grund, weshalb Millionen afrikanische Arbeitnehmer nicht ausreichend entlohnt werden können, weshalb sie häufig bis in die Nacht Schwerstarbeit verrichten müssen, weshalb oftmals am Arbeitsschutz gespart werden muss.

Dies gefährdet die Gesundheit und die Kraft der Menschen, die selten nur für sich selbst arbeiten. Ganze Familien leiden unter unfairen Arbeitsbedingung. Unsere Mitgliedsorganisation Helvetas Intercooperation setzt in Benin mit ihrem Bio- und Fair-Trade-Programm an der Wurzel an.

Bio- und Fair-Trade-Programme in Benin

In Benin, so sagt man, wachsen die süßesten Ananas Afrikas. Aber die Kleinproduzenten sind harten Weltmarktbedingungen ausgeliefert. Einen Ausweg bieten das Bio- und Fair-Trade-Programm von Helvetas und eine lokale Verarbeitung der Früchte.

Im Süden Benins scheint auf jedem Quadratzentimeter etwas zu sprießen. Dennoch ist es für die Ananas-Bauern schwierig, auf ihren Böden ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften: Das subtropische Ökosystem ist sehr empfindlich, und die Weltmarktpreise für frische Ananas sind großen saisonalen Schwankungen unterworfen. Auch die Vorgaben der Händler bezüglich Menge, Form und Größe der Früchte machen es für Kleinproduzenten fast unmöglich, ihre Ernte gewinnbringend zu verkaufen. Aufgrund solcher unfairer Bedingungen und damit eines viel zu geringen „Gewinnes“ sind Bauern und Kleinproduzenten häufig dazu gezwungen, Tag und Nacht zu arbeiten, um sich und ihre Familien zu ernähren. Diese schwerwiegende Belastung hat folgenschwere Auswirkungen auf ihre Gesundheit.

Nachhaltige Schulungen für Bäuerinnen und Bauern

Die Umstellung auf Bioproduktion bietet einen Ausweg. Helvetas schult die Bäuerinnen und Bauern darin und unterstützt sie dabei, ihre Ananas zu Fair-Trade-Konditionen verkaufen zu können. Ferner unterstützt sie die Weiterverarbeitung der Früchte direkt vor Ort: getrocknete Ananas und Saftkonzentrat schaffen Mehrwert und Arbeitsplätze – speziell für Frauen. Gleichzeitig verhindern die Konservierungsmöglichkeiten, dass die Märkte zur Erntezeit mit frischen Früchten überschwemmt werden und die Preise einbrechen. Helvetas hilft den Produzentinnen und Produzenten dabei, langfristige Partnerschaften mit Abnehmern in der Schweiz aufzubauen.

Schutz für kleine Betriebe

Ein brennendes Thema in Benin ist die drohende Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut. Bis 2013 gilt zwar noch ein Gentech-Moratorium, doch gerät dieses zunehmend unter Druck. Darum stärkt und schult Helvetas lokale Organisationen, die sich kritisch mit der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut auseinandersetzen und sich für ein Bodenrecht einsetzen, das die Existenz kleiner Betriebe garantiert und insbesondere die Besitzrechte der Frauen verbessert. Mit diesen Maßnahmen kann dem zunehmenden Interesse ausländischer Investoren an den fruchtbaren Böden im Land entgegengewirkt werden.

Erfahren Sie mehr über Helvetas‘ Projekt in Benin und lesen Sie, inwiefern die BäuerInnen schon dem Weltmarkt trotzen konnten.

 

 

Foto: Helvetas Intercooperation