Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

In Tansania unterstützt unsere Bündnisorganisation HELVETAS Deutschland in ländlichen Regionen insbesondere Frauen dabei ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.
Frauen als Kleinunternehmerinnen_©Helvetas/Christian Bobst

Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

Tansania bleibt eines der ärmsten Länder der Welt. Trotz eines kontinuierlichen Anstieges des Bruttoinlandproduktes von jährlich 7%, profitiert die in Armut lebende Bevölkerung kaum davon. Über 80% der Menschen leben auf dem Land, wovon besonders Frauen soziokulturell und wirtschaftlich benachteiligt sind. Deswegen unterstützt unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Deutschland das Projekt KUWAKI in der Provinz Singida.

KUWAKI ist eine Abkürzung für KUWEZESHA WANAWAKE KATIKA KILIMO, was in Suaheli ‚Stärkung der Frauen mittels bewässerter Gemüseproduktion und Vermarktung‘ bedeutet. Neben Frauen werden auch andere benachteiligte Gruppen, wie z.B. Albinos, Menschen mit Behinderung und HIV-Infizierte in das Projekt miteinbezogen.

Ziele des Projektes sind eine verbesserte landwirtschaftliche Produktion, eine erweiterte Geschäftsentwicklung und die Verknüpfung mit Absatzmärkten, Zugang zu Finanzdienstleistungen und die Sensibilisierung und Verbesserung der Wertschöpfungsketten durch Stärkung der Frauen.

Vorgehensweise

Das Projekt befindet sich bereits in der zweiten Phase. In der ersten Phase von 2012 bis Ende 2014 konnten über 800 Frauen in 40 Gemüseanbaugruppen als landwirtschaftliche Kleinunternehmerinnen die Lebensumstände für sich und ihre Familien verbessern. In der neuen Phase des Projektes wurde die thematische Ausweitung auf Nacherntebehandlung von Gemüse und die stärkere Verknüpfung mit Marktakteuren gelegt. Dabei wurden 60 Gemüseproduzentengruppen mit 60 hauptverantwortlichen Lead-Farmern gebildet. Die Gruppen bestehen hauptsächlich aus aktiven Gemüsebäuerinnen und –bauern, die bereit sind, sich im kommerziellen Gemüseanbau zu engagieren. Das Projektteam schult die Lead-Farmer in Trainings über Biolandwirtschaft, Sicherstellung der Saatgutqualität sowie in Ernährungs- und Lebensmittelvermarktung.

Wirkung

Das Projekt bietet eine enge Betreuung bei der Wissensvermittlung und die ausgewählten Lead-Farmer zeigen groβen Einsatz im Weitergeben ihres Wissens an die über 1540 Gruppenmitglieder. 71% davon sind Frauen. Durch das Projekt können Frauen und andere benachteiligte Gruppen ihre Stellung in der Gesellschaft stärken. Um eine breitere Bevölkerung auf die Projektaktivitäten aufmerksam zu machen, wird zudem seit September 2015 regelmässig im Fernsehen und im Radio über die Projektaktivitäten berichtet.

Weitere Informationen zu Projekten finden Sie hier.

 

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