Große Dürre durch El Niño – Hilfe in Simbabwe

Das Wetterphänomen El Niño sorgt in vielen Ländern Afrikas für Hungersnöte und auch Überschwemmungen. In Simbabwe unterstützte unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland die Bewohner des Landes und stärkte ihre Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Schwankungen.

Große Dürre durch El Niño – Hilfe in Simbabwe

Das Wetterphänomen El Niño sorgt in vielen Ländern Afrikas für Hungersnöte und auch Überschwemmungen. Auf große Dürre folgen schwere Regenfälle. Millionen Menschen sind aufgrund der starken Klimaschwankungen von Hungersnöten betroffen – so auch die Menschen in Simbabwe. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland unterstützte die Bewohner des Landes und stärkte ihre Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Schwankungen.

Laut den Vereinten Nationen zählte der El Niño 2015/2016 zu den drei extremsten seit 1950. Simbabwe litt bereits das zweite Jahr in Folge unter großer Dürre, die vom Wetterphänomen El Niño verursacht wird. Drei Millionen Menschen waren von der Dürre betroffen. Rund achtzig Prozent der Ernte blieben aus, was die ohnehin schlechte Ernährungssituation der Bewohner Simbabwes noch verschlimmerte – in Simbabwe litt bereits jedes dritte Kind unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Vielen Kleinbauern fehlte es an Wissen, um effektivere und klimaangepasste Anbaumethoden anzuwenden. Weil der Regen ausblieb, herrschte zudem auch Wassermangel. Da die Menschen in Foge dessen teils gezwungen waren, aus unsicheren Wasserquellen zu trinken, erhöhte das Risiko für den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen.

Klimaresistenter Anbau

Die Distrikte Gokwe North und Mbire gehörten zu den am stärksten von der Nahrungsmittelknappheit betroffenen Regionen des Landes. Aufgrund dessen verteilte ADRA Nahrungsmittel an Kinder sowie schwangere und stillende Frauen der Distrikte. Langfristig wurden besonders die Kleinbauern in die Lage versetzt, ihre eignen Lebensmittel nachhaltig zu produzieren. Hierfür vergab ADRA Saatgut sowie Düngemittel und informierte die Menschen über klimaresistente und nachhaltige Anbaumethoden. Dabei wurde beachtet, zukünftig verstärkt Sorten zu säen, die extremer Trockenheit standhalten.

Bessere Hygiene schützt vor Krankheiten

Um der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen, leistete ADRA Aufklärungsarbeit rund um das Thema Hygiene. Dies geschah beispielsweise in Form von kleinen Theateraufführungen, Kampagnen, dem Aushang von Plakaten und der Verbreitung von Informationen bei Dorfversammlungen. Durch kleinere Bohrungen, die den Zugang zum vorhandenen Grundwasser freilegten, verschaffte ADRA den Menschen Trinkwasserquellen.

Das bereits am 31.05.17 abgeschlossene Projekt kam während seiner einjährigen Laufzeit rund 12.300 Menschen zugute und machte sie widerstandsfähiger gegen Klimaschwankungen.

Foto: ADRA Deutschland e. V.

 

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