Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Vielen ägyptischen Kindern und Jugendlichen besonders in den armen, ländlichen Regionen fehlen Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese mitzugestalten.
Unterricht zweier Mädchen in Ägypten_©2004 CARE/Josh Estey

Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Der öffentliche Dienst in Ägypten nimmt seine Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit gegenüber den Bürger*innen oft nicht ausreichend wahr. Gleichzeitig fehlt es in Ägypten an zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Dies gilt auch für den Bereich Bildung. Die Teilnahme an Bildungsangeboten ist für Kinder und Jugendliche aus ärmeren und marginalisierten Familien keine Selbstverständlichkeit und oft mit ökonomischen und sozialen Herausforderungen verbunden. Besonders werden Mädchen im Bereich Bildung oft benachteiligt und in ihren Rechten übergangen.

Kinderrechte in der Schule

Deshalb wurde unsere Mitgliedsorganisation CARE in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten aktiv und entwickelte mit den Bezirksregierungen ein Modell, Kinderrechte in den Einrichtungen Wirklichkeit werden zu lassen. In Workshops für Schüler*innen, das Lehrerkollegium und Eltern klärt CARE zu den Kinderrechten auf. Darüber hinaus werden Schülerparlamente gründet, die Kinderrechtsbeauftragte und Vertrauenslehrer wählen, damit Jugendliche und ganz besonders Mädchen ein Forum für ihre Anliegen bekommen. An den Projektschulen verbessern sich seitdem das Zusammenleben und der Unterricht.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure sollen gestärkt werden

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt zudem lokale zivilgesellschaftliche Akteure, um soziale und ökonomische Hürden für Kinder aus ärmeren und marginalisierten Familien im Bereich Bildung durch Stärkung der gemeinschaftlichen sozialen Verantwortlichkeit zu verringern. In vier Gemeinden werden zivilgesellschaftliche Akteure ausgewählt und deren Kapazität in verschiedenen Evaluierungen eruiert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Evaluierungen werden maßgeschneiderte Trainingseinheiten zu Themen wie Management, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung für die Organisationen entworfen und durchgeführt.

Darüber hinaus unterstützt CARE die Gemeinden bei der Gründung von Eltern- und Schülerinitiativen, bildet Ehrenamtliche in der Arbeit mit Schulabbrechenden aus und stärkt sie im gemeinsamen Gespräch mit Behörden und Schulvertretern.

Gründungen von Jugendgruppen

In allen Projektgemeinden werden Jugendgruppen gegründet, um junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zudem sollen Trainingsprogramme für Jugendliche Austausch unter ihnen anregen und Möglichkeit zur Diskussion von bildungsbezogenen Fragestellungen und Probleme geben. Der Dialog zwischen Schulen und Gemeinden in den Projektgegenden soll durch gemeinsam erstellte Aktionspläne und die Stärkung von Schülerverbänden verbessert werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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