Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Trotz großer Rohstoffvorkommen ist die DR Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. Bis heute herrscht eine Art Dauerkrieg bei dem bewaffnete Gruppen in wechselnden Allianzen durch den Dschungel ziehen und die Bevölkerung terrorisieren. Vergewaltigung von Frauen und Mädchen wird dabei zum Teil gezielt eingesetzt.
_© Childfund Deutschland e.V.

Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Kongos Segen ist auch sein Fluch. Der Roh­stoff­reichtum ist zum Treib­stoff eines Dauer­kriegs zwischen Rebel­len, Nach­bar­staa­ten und Re­gie­rung gewor­den. Das Land ist ver­wüstet, es gibt über 5,5 Mio. Tote und Hun­dert­tau­sen­de Flücht­lin­ge. Die Zivil­be­völ­ke­rung steht zwi­schen den Fron­ten; nichts ist vor der Gewalt sicher. Besonders perfide: Alle Sei­ten set­zen Ver­ge­wal­ti­gun­gen als Waffe ein. Die Folgen: Trau­mati­sier­te Frauen, zer­stör­te Fami­lien – und Kinder, die nie­mand haben will. Im Ort Kaniola setzt sich unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland e.V. für diese Verge­wal­tigungs­kin­der ein. Mit Si­che­rung von Ernährung und Unterkunft, Integration in die Familien und sozialer Rehabilitation.

Tiefe Narben in der Gesellschaft

Fast 25 Jahre dauert „Afrikas Weltkrieg“ nun bereits an, dutzende Armeen, Rebellen und Milizen waren oder sind darin verwickelt. Die Gewalt, mit der auch die Bevöl­ke­rung über­zogen wird, schreckt dabei selbst vor Schulen, Kran­ken­häu­sern und Flücht­lings­lagern nicht zurück. Zehn­taus­ende Frauen und Mädchen wurden ver­ge­wal­tigt: ob im Ge­walt­rausch, aus Rache oder um soziale Struk­turen zu zerstören und Menschen gefügig zu machen. Was bleibt, sind Scham, soziale Äch­tung und zer­störte Familien. Und Ver­gewal­tigungs­kin­der, deren Zahl keiner kennt. Sie werden aus der Gesellschaft ver­stoßen, sind nicht regis­triert und gehen nicht zur Schule.

Kinder brauchen Perspektiven

In Kaniola, einem Ort nahe Buka­vu, der gleich mehr­fach Ziel von bru­ta­len Über­fäl­len war, hilft Childfund Deutschland e.V. 57 dieser Kinder. Der­zeit leben sie unter der Obhut einer mu­ti­gen Frau, deren Familie ermordet und die selbst verge­wal­tigt wurde. Viele der Kinder waren un­ter­er­nährt oder krank; es fehlte ein­fach an allem. So­fort haben wurde Nah­rung, Bet­ten, Klei­dung, Medikamente und ein Arzt orga­ni­siert. Die schlimm­ste Not konn­te damit gelindert werden. Doch wei­tere Hilfe ist drin­gend nötig. Denn die Kin­der von Kanio­la brau­chen viel mehr als ein Bett und ge­nug zu essen. Sie brau­chen eine echte Chance.

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