Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Die daraus resultierende Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen – insbesondere für Frauen und Mädchen.
_© Peter Catons Mac/CARE

Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

Malawi gehört zu den Ländern der Welt, deren Bewohnerinnen und Bewohner besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten, vornehmlich Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, leiden unter Mangelernährung und Hunger. In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Phänomene wie El Nino verschärfen die ohnehin schon angespannte Lage.

Besonders Frauen und Mädchen betroffen

Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen speziell für die Entwicklung von Babys und Kleinkindern. Nicht selten beginnt die Mangelernährung schon im Mutterleib. Entwicklungsverzögerungen und -störungen sind die Folgen. Hauptursache sind extremwetterbedingten Ernteausfälle und eine einseitige Ernährung mit Mais. Traditionelle Geschlechterrollen, die Frauen und Kinder bei der Verteilung von Nahrung benachteiligt, vertiefen die ohnehin schon dramatische Lage.  Denn Frauen und Mädchen essen oft als letzte oder gehen leer aus, wenn nicht genügend zu essen da ist.

Langfristig die Erträge der Kleinbauern sichern

Eine Region, in der Bewohner besonders von Hunger betroffen sind, ist der 100 km von der Landeshauptstadt Lilongwe entfernte Distrikt Salima im Zentrum Malawis. Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. stattet hier rund 200 Gemeinden mit Nutztieren aus, um Familien dazu zu ermächtigen ihre Ernährung selbstständig und nachhaltig zu verbessern. Zudem verteilt CARE Saatgut und Düngemittel und führt Trainings zu neuen und verbesserten Anbaumethoden durch. Damit sollen langfristig die Erträge der Kleinbauern gesichert werden. CARE saniert und modernisiert auch die Bewässerungssysteme, damit das angebaute Getreide die Dürren besser überstehen kann. Die Menschen lernen, sich besser auf zukünftige Dürren vorzubereiten. Vielen Familien gelingt es, ihre Ernte durch Mulchen zu retten. Dabei werden organische Materialien auf die Felder gestreut, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Außerdem pflanzen die Menschen schattenspendende Bäume an und bewässern ihre Felder. Oft sind es Frauen, die dies vorantreiben und eine Abkehr von den jahrzehntealten Traditionen befürworten. Es ist ein schrittweiser Prozess, dessen Ergebnisse erst langsam sichtbar werden.

Ziel dieses konkreten Projektes ist es, die Ernährungssituation für Schwangere, Mütter sowie für Klein-, Vorschul- und Grundschulkinder zu verbessern. Erreicht werden sollen fast 14.000 Menschen in 200 Dörfern.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Malawi finden Sie hier.

 

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