Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai zerstörte am 14. März 2019 weite Teile Mosambiks. Millionen von Menschen waren und sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Neben schneller und konkreter Nothilfe ist auch die Unterstützung beim Wiederaufbau von großer Bedeutung.
_© Josh Estey/CARE

Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Zyklon Idai, eine der schlimmsten Wetterkatastrophen, die die südliche Hemisphäre je getroffen hat, zerstörte im März 2019 weite Teile Mosambiks, Simbabwes und Malawis. Viele Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. 11,5 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen, 2,6 Millionen wurden obdachlos, 1,8 Millionen Menschen davon in Mosambik. Die Provinz Sofala in Mosambik wurde besonders stark geschädigt. Hier traf Zyklon Idai mit 210 Kilometern pro Stunde auf Land und zerstörte rund 90 Prozent rund um die Küstenstadt Beira. Dem Zyklon folgten langanhaltende, sintflutartige Regenfälle und Stürme, die in der Region zu schweren Überschwemmungen führten.

Nothilfe vor Ort

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V., seit 1984 mit umfangreichen Not- und Entwicklungsprogrammen und einem vorwiegend lokalen Mitarbeiter-Team in Mosambik aktiv, startete sofort nach der Katastrophe erste Rettungs- und Überlebenshilfe und begann mit der Verteilung eingelagerter Hilfsgüter. In den ersten Tagen nach der Katastrophe konnten die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie CARE dabei aufgrund der Wassermassen nur per Boot und Helikopter Hilfe leisten.

Das wichtigste, was die Menschen brauchen sind Lebensmittel, da viele Familie ihre Ernten und ihre Äcker verloren haben. CARE verteilt zudem Zelte, Planen, Seile und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften sowie Wasserentkeimungsmittel, Hygienepakete und Hilfsgüter.

Katastrophensichere Klassenzimmer für 2.525 Schulkinder

Ein Projekt, dass CARE besonders am Herzen liegt, ist der Wiederaufbau von Schulen. Zuletzt war CARE nach dem verheerenden Wirbelsturm Dineo 2017 für die Sanierung von zerstörten Klassenzimmern in der Provinz Inhambane verantwortlich. In den kommenden 12 Monaten übernimmt CARE die Sanierung und Instandsetzung von 95 Klassenzimmern nach den Richtlinien von UN-HABITAT. Alle Wiederaufbaumaßnahmen setzt CARE in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern um. CARE führt dabei die Bauaufsicht und gibt sein Wissen zu katastrophensicheren Baumaßnahmen an alle beteiligten, lokalen Akteure weiter. Das sichert die Nachhaltigkeit und eine weitere Verbreitung katastrophensicherer Baumethoden in der Region über das Projekt hinaus. CARE stellt zudem bei allen Wiederaufbaumaßnahmen sicher, dass die besonderen Schutzbedürfnisse von Mädchen bei der Gebäude-, der Waschraum- und Toilettenplanung berücksichtigt werden, eine ausreichende Anzahl getrennter Latrinen für Mädchen und Jungen vorhanden sind und jede Schule über ausreichende Handwaschstationen zur Aufrechterhaltung der Basishygiene verfügt. Durch ein flankierendes Hygieneprojekt werden die Lehrpersonen und Klassen nach Abschluss aller Bauarbeiten in der Umsetzung von Basishygiene- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Cholera geschult.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Mosambik finden Sie hier.

 

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