Mit Nadel und Faden gegen die Armut

08.10.2012: ChildFund ermöglicht 50 jungen Mädchen in Kinshasa eine Schneiderausbildung und schafft damit Perspektiven.

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Mit Nadel und Faden gegen die Armut

Eine Nähmaschine ist hierzulande eine praktische Selbstverständlichkeit. In der Demokratischen Republik Kongo symbolisiert sie mehr: Zukunftschancen. Mit Ausbildungsmöglichkeiten im Schneiderhandwerk unterstützt unsere Mitgliedsorganisation ChildFund 50 Mädchen in der Hauptstadt Kinshasa.

Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den ärmsten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent. Jahrzehntelange Misswirtschaft und ein erbitterter Bürgerkrieg haben das zentralafrikanische Land in große Not gestürzt. Viele jungen Frauen haben eine besonders schwere Vergangenheit. Durch die bittere Armut der Eltern müssen sich viele von ihnen selbst um ihr Überleben auf Kinshasas Straßen kümmern. Oft sehen junge Mädchen keinen anderen Ausweg aus der Armut, als sich zu prostituieren. Dem möchte ChildFund ganz gezielt entgegenwirken. Zum einen setzt unsere Mitgliedsorganisation ganz klar einen Schwerpunkt auf die Ausbildung im Schneiderhandwerk. Im Kongo ist es üblich, dass sich Frauen ihre Kleider beim Schneider anfertigen lassen. „Wenn ein junges Mädchen schneidern kann und dazu noch eine eigene Nähmaschine besitzt, ist ihre Zukunft gesichert“, weiß Joachim Lukas, Mitarbeiter einer ChildFund-Partnerorganisation. Zusätzlich zu der fundierten Ausbildung unterstützen die Helfer von ChildFund die oftmals traumatisierten Mädchen in ihrem Alltag – sei es beim Einkauf oder auch bei der Haushaltführung. Damit die jungen Frauen ihre Vergangenheit endgültig hinter sich lassen können, stellt unsere Mitgliedsorganisation den angehenden Schneiderinnen eine sichere Unterkunft zur Verfügung. Nach der Ausbildung unterstützen die Mitarbeiten von ChildFund die Mädchen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder sogar auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Erfahren Sie mehr, wie mit ChildFund Perspektiven genäht werden.

(Foto: ChildFund)