Niger: Das stille Leiden der Kinder

Im Niger entziehen extreme klimatische Verhältnisse – wie Überschwemmungen und Dürren – den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Insbesondere Kinder sind betroffen.
_© Johanna Mitscherlich/CARE

Niger: Das stille Leiden der Kinder

Der Niger ist das zweitärmste Land der Erde. Extreme klimatische Verhältnisse wie Starkregen oder viel zu lange Trockenperioden sorgen für Überschwemmungen und Dürren. Diese entziehen den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Am meisten leiden die Kleinsten. Angetrieben durch den Klimawandel haben sich die Bedingungen in den letzten Jahren weiter zugespitzt. Der Tschadsee – Lebensquelle für viele Fischer und Bauern – ist wegen klimatischer Veränderungen in den vergangen Jahren um rund 90 Prozent zurückgegangen.

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. setzt sich dafür ein, dass alle Kinder gesund groß werden können. Schwer unternährte Kinder werden mit medizinischer Spezialnahrung versorgt und CARE-Pakete mit Bohnen, Mais und Öl an hungernde Familien verteilt. Langfristig wird mit dürreresistentem Saatgut, intelligenten Bewässerungssystemen und Getreidebanken dafür gesorgt, dass die Menschen auch in Trockenzeiten genug zu essen haben.

Auf nachhaltige Lösungen setzen

Eine Anbaumethode stellt CARE-Klimaheldin Haoua Abdoulaye vor. „Früher sind die Mütter und Väter hier im Dorf morgens früh aufgebrochen, auf der Suche nach etwas zu essen für ihre Kinder. Und sie kamen erst nach Sonnenuntergang zurück, meist mit leeren Händen. Wir haben ständig gehungert. Ich fürchtete um das Leben meiner elf Kinder.“ Doch dann kamen die ‚Halbmonde‘ nach Kobio. Die Halbmonde sind Gruben, die in den trockenen Boden gegraben werden. Wie sie es im Projekt gelernt hat füllt Haoua diese anschließend mit Kompost um darin Bäume zu pflanzen. Ihre Arbeit macht sich bezahlt: Regenwasser wird gespeichert und der Anbau von Hirse und Bohnen ist ertragreicher. Heute baut Haoua Getreide an, hat fünf Schafe und zwei Kühe und legt in einer Kleinspargruppe mit anderen Frauen Geld zurück, um auch in größere Anschaffungen investieren zu können.

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Niger finden Sie hier.

 

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