Für einen guten Start!

2.10.2012: Erfolgreiches Islamic Relief-Projekt in Mali: Die Mütter- und Kindersterblichkeit sinken!

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Ein Kind zu gebären ist für viele Frauen weltweit das schönste Ereignis ihres Lebens. Sie tragen ihr Baby neun Monate in ihrem Bauch, bauen eine Beziehung zu ihm auf, die enger nicht sein könnte. Wer denkt da an den Tod? Doch vor allem in den Ländern südlich der Sahara verlierenunzählige Frauen bei der Geburt ihres Kindes ihr eigenes Leben. Laut Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen sind 2010 in Afrika südlich der Sahara bei 100.000 Geburten 500 Frauen an den Folgen der Geburt gestorben. Zum Vergleich: In den mitteleuropäischen Ländern sind es nur 16 Todesfälle unter 100.000 Geburten.

Besonders schlimm ist die Situation für Mütter in  Mali. Mit 540 Müttern (je 100.000 Geburten), die an den Folgen einer Geburt sterben, nimmt Mali den traurigen 17. Platz im Afrika-Vergleich ein. Die ärmste Bevölkerungsschicht kann sich grundlegende Gesundheitsdienste nicht leisten. Diese Situation spiegelt sich vor allem in der schlechten gesundheitlichen Verfassung von Säuglingen, Kleinkindern und schwangeren Frauen wider. Genau dort ist unsere Mitgliedsorganisation Islamic Relief aktiv. Im Juni 2011 hat sie ihr Projekt zur Reduzierung der Sterblichkeitsrate von Müttern und Neugeborenen im malischen Ouelessebougou ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Bewohnern der Region Koulikoro bauten die Mitarbeiter von Islamic Relief zwei neue Geburtshäuser auf und statteten sie mit der notwendigen technischen Ausrüstung aus. Außerdem schult unsere Mitgliedsorganisation engagiertes Personal vor Ort in der Verhinderung infektiöser Krankheiten, der Gesundheitsversorgung von Neugeborenen und Geburtenplanung. Bislang wurden schon neun Geburten betreut und bereits 25 schwangere Frauen konnten zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen. Damit in Zukunft viele Schwangere und Mütter solche Untersuchungen wahrnehmen, sorgt Islamic Relief regional für Aufklärung. In Zusammenarbeit mit lokalen Radiosendern wurden bisher 16 Sendungen zum Thema Gesundheit von Mutter und Kind ausgestrahlt. So werden die Frauen in der Region Koulikoro informiert und motiviert, zu Vorsorge- und allgemeinen Untersuchungen zu gehen. Hiermit leistet Islamic Relief einen überaus wichtigen Beitrag dafür, dass der positive Trend fortgesetzt wird: die Mütter- und Kindersterblichkeit sinkt.

Erfahren Sie mehr über das Gesundheitsprojekt für Mütter und Kinder in Mali.

Foto: action medeor/ Birgit Betzelt