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Südsudan: Ana Taban – Kunst in Zeiten des Krieges

25.07.2017 Der Südsudan ist seit Jahren vom Bürgerkrieg gebeutelt. Die Bewegung „Ana Taban“ fordert Frieden mit den Werkzeugen der Kunst.

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Mitglieder von Ana Taban posieren für ein Foto im September 2016

Südsudan: Ana Taban – Kunst in Zeiten des Krieges

Die Menschen im Südsudan sind müde, müde vom Krieg. Seit nunmehr 4 Jahren herrscht im noch jungen Staat, der im Jahr 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangte, ein Bürgerkrieg fürchterlichen Ausmaßes. Millionen von Menschen wurden bereits ihrer Heimat beraubt. In der südsudanesischen Hauptstadt Juba hat sich nun vor einigen Monaten eine Bewegung formiert, die mit ihrer Kunst eine Forderung nach Frieden ins Land schreit.

Ana Taban: „Ich bin müde“

„Ana Taban“, so nennt sich eine Bewegung, die von südsudanesische Aktivisten ins Leben gerufen wurde. Sie bedient sich unterschiedlicher Kunstformen wie Musik, Poesie, Theater, Komödie, Tanz und Mode, um der Bevölkerung des Südsudan Hoffnung und Toleranz zu vermitteln, die in Zeiten des Krieges abhanden gekommen sind. „Ana Taban“ ist Arabisch und bedeutet übersetzt: „Ich bin müde“. Viele der Menschen im Südsudan können sich mit diesem Slogan identifizieren. Viele von ihnen haben Familie, Freunde, Hab und Gut verloren.

In regelmäßigen Auftritten, zumeist unter freiem Himmel, präsentieren junge Musiker und Schauspieler, Modedesigner und Dichter, Rapper und Maler ihr Kunst und Kultur, um Frieden in ihrer Heimat zu fordern und ihre Mitbürger für die Notwendigkeit einer gewaltfreien Lösung des Konflikts zu sensibilisieren. Die hellen Wandmalereien mit positiven Botschaften, die den Frieden fordern, sind zum regelrechten Symbol der Bewegung geworden und zieren mittlerweile dutzende Wänden in der südsudanesischen Hauptstadt Juba.

Ana Taban Musiker L.U.A.L und Crazy Fox posieren vor einer Ana Taban Street Art

Ana Taban Musiker L.U.A.L und Crazy Fox posieren vor einer Ana Taban Street Art. Foto: Own Work | CC BY-SA 4.0

Hintergrund: Der politische Konflikt

Der Südsudan gewann im Jahr 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan, doch bereits zweieinhalb Jahre später brach der Bürgerkrieg aus. Im Mittelpunkt des Konfliktes stehen bis heute der ehemalige Rebellenführer der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) und jetzige Präsident des Südsudan, Salva Kiir, sowie sein früherer Vizepräsident, Riek Machar. Diesen enthob Kiir im Juli 2013 seines Amtes und entfachte damit eine Abspaltung von Abtrünnigen der Regierung und der Streitkräfte, die fortan unter dem Befehl von Machar handelten. Da Kiir und Machar unterschiedlichen Ethnien angehören, dauerte es nicht lang, bis sich der Konflikt auch auf die Zivilbevölkerung übertrug. Besonders die schwer umkämpfte Region Upper Nile rückte im Mai 2014 in den Fokus, als Amnesty International von massiven Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten an Frauen und Kinder während der Unruhen berichtete. Doch auch in anderen Regionen des Landes sowie in der Hauptstadt Juba kommt es trotz zwischenzeitlicher Waffenruhen immer wieder zu schweren gewaltsamen Auseinandersetzungen der unterschiedlichen Parteien und Bevölkerungsgruppen.

Laut Human Rights Watch und Ärzte ohne Grenzen kam es dabei auch in den vergangenen Monaten immer wieder zu Folterungen und Vergewaltigungen an der Zivilbevölkerung. Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges haben laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk mittlerweile rund 4 Millionen Menschen ihre Heimat verloren. Viele Südsudanesen fanden Zuflucht in angrenzenden Ländern wie Äthiopien oder auch im größten Flüchtlingscamp der Welt – im Bidi Bidi im Norden Ugandas. Knapp 2 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen. Hinzukommt die aktuelle Dürre, die in vielen Regionen des Landes Ernteausfälle verursacht hat und dazu führte, dass mittlerweile mehr als 5,5 Millionen Menschen im Südsudan akut mangel- und unterernährt sind.

Weltweite Solidarität im Internet

„Ana Taban“ versucht vor allem die Zivilbevölkerung im Südsudan zu erreichen. Viele Südsudanesen haben sich in den vergangenen Bürgerkriegsjahren instrumentalisieren lassen. Sie wurden von den beiden Kriegsparteien gegeneinander ausgespielt und aufgewiegelt. Unterstützer beider Seiten agieren auch aus dem Internet heraus. Hier sind vor allem Südsudanesen, die im Ausland leben, aktiv. Nicht selten treffen so die unterschiedlichen Parteien im World Wide Web aufeinander, um Propaganda und Hass zu verbreiten. Die Aktivisten von „Ana Taban“ haben die Bewegung daher auch ins Internet getragen. Über den Hashtag #Anataban verbreiten die Aktivisten seit Monaten Neuigkeiten und Bilder der Bewegung. Dabei erhalten sie weltweite Unterstützung in den sozialen Netzwerken.

„Wir sind darauf ausgerichtet, das Land zusammenzubringen und Menschen zusammenzubringen. Wir sind neutral, wir sind unparteiisch“, sagt der 28-jährige Jacob Bul Bior, der „Ana Taban“ unter anderem als Theaterschauspieler unterstützt. Hier gibt es mehr Bilder zur Bewegung „Ana Taban“.

 

 

Foto (1): Own Work | Mitglieder von Ana Taban posieren für ein Foto im September 2016 | CC BY-SA 4.0

Foto (2): Own Work | Ana Taban Musiker L.U.A.L und Crazy Fox posieren vor einer Ana Taban Street Art | CC BY-SA 4.0

Friedensaktivist des Monats Dezember: Kardinal Dieudonné Nzapalainga

22.12.2016: Kardinal Dieudonné Nzapalainga setzt sich in seinem Heimatland, der Zentralafrikanischen Republik, für Versöhnung der Religionen und Frieden ein. Ende dieses Jahres wurde er zum Kardinal erhoben und ist damit der erste Kardinal seines Landes.

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Friedensaktivist des Monats Dezember: Kardinal Dieudonné Nzapalainga

2013 gründete Dieudonné Nzapalainga zusammen mit dem Imam Oumar Kobine Layama und dem evangelischen Pfarrer Nicolas Guérékoyaméné-Gbango eine interreligiöse Friedensplattform, um sich gemeinsam für Versöhnung in ihrer Heimat, der Zentralafrikanischen Republik, einzusetzen.

Kein Konflikt religiöser Natur

Die Zentralafrikanische Republik wurde seit ihrer Unabhängigkeit immer wieder von Unruhen erfasst. Die jüngste Gewaltwelle begann Ende 2012/2013 und gipfelte in blutigen und brutalen Auseinandersetzungen zwischen den muslimischen Séléka-Rebellen und den christlichen Anti-Balaka-Milizen. Hunderttausende Zivilisten gerieten immer weiter ins Zentrum der Gewalt, wurden vertrieben oder mussten fliehen.

Doch eigentlich handelt es sich nicht um einen religiösen Konflikt in ihrem Land, darauf pochen seit Beginn der Auseinandersetzungen Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Imam Oumar Kobine Layama und der evangelische Pfarrer Nicolas Guérékoyaméné-Gbango. Es gehe um Macht und die Verteilung der Bodenschätze. Als Zeichen gründeten die drei Glaubensvertreter 2013 die „Interreligiöse Friedensplattform“. Immer wieder treten sie gemeinsam öffentlich auf, verhandeln persönlich mit Rebellen und setzen sich für Frieden und die Versöhnung der verfeindeten Lager in ihrem Heimatland ein.

Doch das ist Dieudonné Nzapalainga nicht genug, neben Worten steht er auch mit Taten für seine Überzeugungen ein. Als die Anti-Balaka-Milizen 2013 die Muslime in Bangui blutig verfolgten, lud er den Imam und seine Familie in seine Residenz ein, wo diese für ein halbes Jahr lebten. Darüber hinaus gewährte er ca. 10.000 Muslimen Zuflucht auf Kirchengrundstücken und rettete ihnen damit vermutlich das Leben.

Aktivisten für Frieden und Versöhnung

Für ihren Einsatz für die Versöhnung wurden die ‪„drei  Heiligen von Bangui“ im August 2015 mit dem Sergio-Vieira-de-Mello-Weltbürger-Preis in Genf geehrt. Darüber hinaus erhielt Dieudonné Nzapalainga zusammen mit dem Imam 2015 den Aachener Friedenspreis. 2016 wurde Dieudonné Nzapalainga im niederländischen Middelburg mit dem Four Freedoms Award in der Kategorie Religionsfreiheit ausgezeichnet.

Ende 2016 wurde Erzbischof Dieudonné Nzapalainga vom Papst Franziskus zum Kardinal erhoben und ist damit nicht nur der erste Kardinal überhaupt aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), mit 49 Jahren ist er auch der jüngste Kardinal weltweit.

 

 

Foto: Dieudonné Nzapalainga, Annual observance of World Humanitarian Day at the Palais des Nations 2015, UN Photo/Pierre Albouy, CC BY-NC-ND 2.0

Friedensprojekt des Monats: Unterstützung zurückkehrender Flüchtlinge

13.07.2016: Unsere Mitgliedsorganisation arche noVa e.V. unterstützt in Mali zurückkehrende Flüchtlinge und steht ihnen beim Wiederaufbau zur Seite.

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Friedensprojekt des Monats: Unterstützung zurückkehrender Flüchtlinge

2013 kam es in Mali, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, zu massiven bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und der malischen Regierung. Zehntausende Menschen sahen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Nach und nach hat sich die Situation etwas beruhigt, viele Menschen kehren nach Mali zurück, doch finden oftmals Zerstörung und Perspektivlosigkeit vor und sehen sich ihrer Lebensgrundlage beraubt.

Unsere Mitgliedsorganisation arche noVa e.V. unterstützt in Mali zurückkehrende Flüchtlinge und steht ihnen bei dem Wiederaufbau zur Seite. Rund 102.000 Menschen profitieren in der Region von der Projektarbeit.

Seit 2013 vor Ort

Eine besonders wichtige Aufgabe ist es, die Strukturen in dem nordafrikanischen Land wiederaufzubauen und zu stärken. Dazu gehört insbesondere auch die Wiederherstellung und Verbesserung der Wasserversorgung. An 65 Schulen im Landkreis Timbuktu wurde die Trinkwasserversorgung gesichert und neue Handwaschbecken gebaut. So kann auch die Gesundheit der Kinder gefördert werden. An zwei der Schulen, die von dem Projekt profitieren, ist die Anzahl der Cholera Fälle bereits zurückgegangen. Insgesamt unterstützt das Projekt von arche noVa rund 10.000 Kinder.

Perspektiven schaffen und Frieden fördern

In einem zweiten Schritt hat es sich arche noVa e.V. zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von zurückkehrenden Flüchtlinge zu verbessern. Alle Projektbegünstige leiden auf verschiedene Art und Weise unter den Folgen der gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Die Verbesserung der Bewässerungssysteme spielt eine besonders zentrale Rolle in der Projektarbeit von arche noVa, da sie für den Wiederaufbau der Landwirtschaft unersetzlich ist. Ein intaktes Bewässerungssystem ermöglicht den Menschen, vom eigenen Reis- und Weizenanbau zu leben. Durch die kriegerischen Konflikte haben die Menschen auch ihre Viehherden verloren. Die ärmsten von ihnen, 400 alleinerziehende Mütter, erhalten im Zuge des von arche noVa geförderten Projekts jeweils fünf Ziegen, um sich wieder Lebensgrundlagen aufzubauen.

Multidimensionaler Ansatz

Das Projekt zielt zum einen auf die Unterstützung der städtischen Bevölkerung ab, da viele Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr zunächst die Städte (insbesondere das Zentrum Timbuktus) anlaufen und durch diesen erhöhten Bedarf eine Verbesserung der Abwasser-Infrastruktur notwendig wird – zusätzlich wird so das Risiko von hygienebedingten Krankheiten eingedämmt.

Es werden jedoch ausdrücklich auch Gemeindemitglieder unterstützt, die aus verschiedenen Gründen (z.B. weil ihnen die finanziellen Mittel fehlten) die Konfliktregion nicht verlassen konnten und ebenfalls stark unter der Anwesenheit der Rebellen gelitten haben. Die Binnenvertriebenen und Flüchtlinge werden deshalb begünstigt, da sie bei ihrer Rückkehr in der Regel über keinerlei Existenzgrundlagen mehr verfügen, was den Reintegrationsprozess in die Heimatgemeinden erschwert. Um soziale Spannungen zu vermeiden, müssen beide Gruppen begünstigt werden.

 

 

Foto: arche noVa / A. Keita

Südafrika: Friedenszentrum der Quäker-Hilfe Stiftung

Die Quäker-Hilfe Stiftung fördert in Südafrika in einem Friedenszentrum die Stärkung des Friedensprozesses.

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Eine Jungsgruppe_©Quäker-Hilfe-Stiftung

Südafrika: Friedenszentrum der Quäker-Hilfe Stiftung

Unsere Mitgliedsorganisation, die Quäker-Hilfe Stiftung leitet in Südafrika ein Friedenszentrum, um den Friedensprozess zu stärken.

Glücklicherweise wissen die meisten Menschen in Deutschland nicht, was es bedeutet, im Krieg zu leben und tagtäglich Gewalt und Konflikten ausgesetzt zu sein. In großen Teilen der Welt ist das allerdings nicht selbstverständlich. Ein Land, das lange unter Konflikten und dem Apartheidsystem leiden musste, ist Südafrika. Unsere Mitgliedsorganisation, die Quäker-Hilfe Stiftung, hat es sich unter anderem genau dort zur Aufgabe gemacht, den Friedensprozess zu stärken, um künftige Konflikte gewaltfrei zu lösen. Um dieses Ziel zu erreichen, fördern sie in Südafrika ein Friedenszentrum.

„Unsere Vision ist ein Südafrika, in dem Konflikte gewaltlos gelöst werden. Unser Auftrag ist es, den Menschen zu helfen, Gewaltausbrüche zu verhindern und aktiv für eine gewaltlose Welt zu arbeiten.“ So beschreibt das Friedenszentrum der Quäker in Kapstadt seine Aufgabe. Wie das gelingen kann in einer Gesellschaft, die bis heute unter den Auswirkungen des Apartheidregimes leidet, zeigt die Arbeit von Nokuthula Mbete:

Rollenbilder verändern

Wenn Nokuthula Mbete, Trainerin des Friedens-Zentrums, vor jungen Leuten sitzt, gewinnt sie schnell das Vertrauen der Mädchen. Sie berichtet von ihren eigenen Erfahrungen als junge Frau und davon, dass sie mit 17 Jahren massive sexuelle Gewalt erfahren hat. Sie gewinnt aber auch das Vertrauen der jungen Männer, weil sie nicht verurteilt, sondern zuhört und zu verstehen versucht. „Wir wollen die Mädchen und Frauen stark machen, indem wir ihr Selbstbewusstsein stärken. Den Männern dagegen müssen wir zeigen, dass wahre Stärke sich nicht in Gewalt äußert!“, erklärt sie.

„Es ist oft erschütternd, wenn die Jungen von ihren Vätern und Großvätern erzählen. Gewalt ist ihre Sprache. Die jungen Männer haben nie etwas anderes gelernt, und es ist nicht einfach, sie dazu zu bringen, ihr Leben zu ändern. Aber es gelingt uns immer wieder, sowohl durch die Arbeit in den Schulen als auch durch die Besuche bei den Jugendlichen und ihren Familien in den Townships. Und wenn Veränderungen sichtbar werden, dann lieben wir unsere Arbeit und sind stolz auf das, was wir tun“, erzählt Nokuthula Mbete.

Junge Menschen in Südafrika: zwischen Gewalt und Hoffnung

Seit 1988 bemühen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Quäker-Friedenszentrums in Kapstadt darum, eine Kultur der Kooperation und Toleranz aufzubauen – mitten in einer Welt von Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und Gewalt. Die Arbeit in Schulen spielt dabei eine wichtige Rolle, denn gerade in den Townships ist das Miteinander oftmals durch Aggression geprägt. Waffenbesitz, Bedrohungen und Tätlichkeiten sind an der Tagesordnung. Dieses Verhalten endet auch nicht vor den Schultoren. Die Lehrerinnen und Lehrer stehen den Problemen oft hilflos gegenüber.

Junge Menschen sollen ihre Begabungen entwickeln können. Schulen müssen daher frei sein von Gewalt, Missbrauch und Schikanen. Um auf die dramatische Situation in Schule und Gesellschaft zu reagieren, hat das Quäker-Friedenszentrum vor zwei Jahren in der West-Kap-Provinz, in Partnerschaft mit der dortigen Schulbehörde, eine Kampagne für gewaltfreie Schulen ins Leben gerufen. Die Kampagne wendet sich direkt an Schülerinnen und Schüler sowie an die Lehrenden und erarbeitet gemeinsam mit ihnen Methoden der Gewaltprävention und der friedlichen Konfliktlösung.

Ziele der Friedenskampagne

Eines der Ziele der Friedenskampagne in Südafrika ist es, jungen Menschen Methoden der gewaltfreien Kommunikation und Konfliktlösung zu vermitteln. Mit Hilfe dieser Fertigkeiten soll es ihnen ermöglicht werden, zukünftig Führungspositionen in ihren Gemeinschaften und der Gesellschaft einzunehmen.

Außerdem wird den Jugendlichen dabei geholfen, rassistische und geschlechtsspezifische Vorurteile, die der Demokratie in Südafrika im Weg stehen, zu erkennen und zu reduzieren. Schritt für Schritt soll sich eine Politik des Dialogs entwickeln, der die Gewalt ablösen soll. Auch in Schulen soll das Lernen unbeeinflusst von Gewalt stattfinden können.

Vergleichbare Projekte fördert die Quäker-Hilfe Stiftung auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Burundi, Kenia oder auch in Guatemala oder Haiti. Die Arbeit der Quäker verfolgt stets das Ziel, Formen der Gewalt zu ersetzen durch Zusammenarbeit und positiven Austausch.

 

Ihre Spende hilft! Unterstützen Sie die Projekte unserer Mitgliedsorganisationen:

Tipps & Links

Hier finden Sie eine ausführliche Linkliste mit Literaturtipps, Informationen und Organisationen rund um das Globale Lernen.

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Tipps und Links

Tipps & Links

Links zu den Themen Frieden und Friedenspädagogik

Bücher zum Thema Frieden und Friedenspädagogik

Videos zum Thema Frieden

Links zum Thema diskriminierungskritische Bildung

Bücher zum Thema diskriminierungskritische Bildung

  • Verband für Interkulturelle Arbeit e. V. (VIA) (Hrsg.) (2013): VIA-Magazin 4-XIII-13: Gesellschaftliche Schieflagen – Kritik an Diskriminierung und ihre Bedeutung für die Praxis. Duisburg.
  • Scharathow, Wiebke und Leiprecht, Rudolf (Hrsg.) (2009): Rassismuskritik. Band 2: Rassismuskritische Bildungsarbeit. Schwalbach/Ts.: Wochenschau.
  • Messerschmidt, Astrid (2009): Weltbilder und Selbstbilder. Bildungsprozesse im Umgang mit Globalisierung, Migration und Zeitgeschichte. Frankfurt am Main: Brandes & Apsel.
  • Mecheril, Paul [u. a.] (Hrsg.) (2010): Migrationspädagogik. Weinheim: Beltz.
  • Marmer, Elina und Papa Sow (Hrsg.) (2015): Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht. Kritische Auseinandersetzung mit “Afrika”-Bildern und Schwarz-Weiß-Konstruktionen in der Schule – Ursachen, Auswirkungen und Handlungsansätze für die pädagogische Praxis. Weinheim: Beltz Juventa.
  • Vorurteilsbewusste Kinderbücher: Kinderbuch-Empfehlungen der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
  • Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (Hrsg.) (2013): Develop-mental Turn. Neue Beiträge zu einer rassismuskritischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Projektarbeit. Berlin: BER.
  • Broden, Anne und Mecheril, Paul (Hrsg.) (2010): Rassismus bildet: Bildungswissenschaftliche Beiträge zu Normalisierung und Subjektivierung in der Migrationsgesellschaft, Bielefeld: transcript.
  • Elverich, Gabi; Kalpaka, Annita und Reindlmeier, Karin (Hrsg.) (2009): Spurensicherung – Reflexionen von Bildungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft. Münster: Unrast.
  • Freire, Paulo (1971): Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis der Freiheit. Stuttgart: Kreuz-Verlag.

 

 

Die wichtigsten Menschenrechtskonventionen

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte geschrieben für Kinder und Jugendliche

UN-Kinderrechtskonvention

UN-Kinderrechtskonvention geschrieben für Kinder und Jugendliche

Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker

Onlinespiel Flucht

Im interaktiven Spiel LastExitFlucht vom UNHCRs könnt ihr euch in das Leben eines Flüchtlings hineinversetzen. Ab 13 Jahren.

Unter menschenrechte.jugendnetz.de könnt ihr euer Wissen testen und einen „Menschenrechtsführerschein“ machen. Dort gibt es auch Projektideen, wie ihr die Menschenrechte in eurer Umgebung bekannter machen könnt.

Literaturtipps Menschenrechte

Compasito – Handbuch zur Menschenrechtsbildung mit Kindern, Hrsg. Deutsches Institut für Menschenrechte, zu beziehen bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 2009

Bücher für das Grundschulalter

Anja Tuckermann, Tine Schulz, Alle da! Unser Kunterbuntes Leben, Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2014, Preis: 13,95€
Bilderbuch zur Vielfalt unseres Alltags

Claire A. Nivola, Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012
Bilderbuch mit detaillierten Zeichnungen

Claude K. Dubois, Akim rennt, Moritz Verlag, Frankfurt, 2013
Bilderbuch, fast ohne Text, mit eindrücklichen Zeichnungen über die Flucht des jungen Akim vor dem Krieg

Nelson Mandela, Meine afrikanischen Lieblingsmärchen, Verlag C.H.Beck oHG, München 2007, Preis 19,90 €
Eine bunte Sammlung traditioneller Erzählungen aus verschiedenen Ländern Afrikas.

Karibu – Komm, ich zeig dir Afrika, Verlag Kreashibai, Dortmund 2012, Preis 12,90 €
Das Bilderbuch zeigt die alltägliche Lebenswelt von Florian in Tansania. Er spricht aus seiner Sicht direkt zum/zur Leser/in und macht ihn oder sie dadurch zu einem/r Besucher/in bei sich zu Hause.

Bücher für jugendliche Leser/innen (ab 10 Jahren)

Sonwabiso Ngcowa, Nanas Liebe, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2014, Preis: 15,90€
Jugendroman aus Südafrika, ab 13 Jahren

Lutz van Dijk, African Kids – eine südafrikanische Township-Tour, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2012
Foto-Sachbuch über das Leben von Kindern und Jugendlichen im Township Masiphumelele, die von HIV betroffen sind. Ab Klasse 4

Jean Ziegler, Wir lassen sie verhungern, C. Bertelsmann Verlag, München, 2012, 320 Seiten, Preis: 19,99€
Engagiert geschriebenes Sachbuch zum Menschenrecht auf Nahrung, mit vielen Fakten, Zahlen und Geschichten zum Hunger in der Welt und seinen Ursachen, gut lesbar

Reiner Engelmann, Urs M. Fiechtner (Hg.), Frei und gleich geboren. Ein Menschenrechte-Lesebuch, cbt Bertelsmann 2008, 288 Seiten, Preis 7,95 €
Bisher einzige dramatisierte Fassung der UN-Menschenrechtserklärung. Eignet sich besonders gut als Einstieg in das komplexe Thema der Menschenrechte.

Marie-Florence Ehret, Tochter der Krokodile – Afrika zwischen Tradition und Moderne, Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2009, Preis: 6,99 €
Aus der Sicht eines Mädchens in Burkina Faso führt dieses Buch behutsam an das Thema der weiblichen Genitalbeschneidung heran.

Stefan Gemmel, Freundschaft schwarz auf weiß, edition zweihorn GmbH & Co. KG, Neureichenau 2013, Preis 5,95 €
Durch einen Briefwechsel zwischen Angelina, die in Deutschland und Bakari, der in Ruanda lebt, lernen die Leser/-innen Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Lebenswelten kennen. Ab Klasse 4

Filme für Jugendliche

Zeresenay Mehari, Das Mädchen Hirut, Äthiopien/USA 2014: Alamode Filmdistribution oHG, ab 12 Jahre
Die 14 jährige Hirut wurde Opfer einer Vergewaltigung und tötete ihren Peiniger. Nun soll sie gemäß der Tradition zum Tode verurteilt werden. Es beginnt ein fast aussichtsloser Kampf gegen jahrhundertalte Traditionen.

Pepe Danquart, Schwarzfahrer, Deutschland 1992, 12 Min., ab 10 Jahren
Kurzspielfilm zum Thema Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Stefanie Sycholt, Themba – Das Spiel seines Lebens, Zeitsprung Entertainment Rheingold Films und Do Productions, Deutschland/Südafrika 2012, ab 12 Jahren
Spielfilm über einen Jungen aus armen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Eastern Cape

Wanderausstellung für Schulen

Schluss mit Hunger!, 13 leicht zu transportierende Roll-Ups und didaktisches Begleitmaterial, für 10- bis 16-Jährige
Ausstellung zum Thema Hunger und den damit verknüpften Bereichen Wasser, Bildung, Konsum, Nahrung und Menschenrechte

 

Bücher zum Thema Armut und Hunger

Christa Müller (Hg.) Urban Gardening, über die Rückkehr der Gärten in die Stadt Oekom Verlag, München 2011 Artikelsammlung über die politischen und ökologischen Hintergründe der Bewegung. Mit vielen Berichten – nicht nur aus Deutschland. Auch zur Guerilla Gardening Bewegung.

Christoph Butterwegge Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird Campus Verlag, Frankfurt/ M., 2009

Deutsche Welthungehilfe (Hrsg) Magazin Face Hunger.

Lioba Weingärtner, Claudia Trentmann Handbuch der Welternährung Hrsg. Deutsche Welthungerhilfe e.V. Campus Verlag, Frankfurt/M. 2011 Das Handbuch Welternährung liefert konkrete Daten und Fakten zu den Ursachen und Folgen von Hunger und Unterernährung. Es zeigt außerdem, wie Hunger wirksam bekämpft werden kann. Mit vielen Grafiken stellt es Zusammenhänge übersichtlich und gut verständlich dar.

Jean Ziegler (2000): Wie kommt der Hunger in die Welt? Ein Gespräch mit meinem Sohn. Wilhelm Goldmann Verlag, München

Patrick Jaros/Günter Beer (2007): Das Nichts Wegwerfen Kochbuch. Kochen mit Resten – Tipps, Tricks und tolle Rezepte. Verlag: Parragon. GLS Treuhand Zukunftsstiftung Landwirtschaft/Stiftung Eine Welt Eine Zukunft (Hg.) (2010): Weltagrarbericht. Wege aus der Hungerkrise. Die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft für morgen. Druck Thiebes GmbH, Hagen.

Stefan Kreutzberger/Valentin Thurn (2011): Die Essensvernichter. Warum die Hälfte aller Lebensmitteln im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist. Verlag: Kiepenheuer & Witsch. -> Buch zum Film: Frisch auf den Müll/Taste The Waste.

Filme zum Thema Armut und Hunger

Bildungs-DVD „Hunger“ 90-minütiger Dokumentarfilm von Marcus Vetter und Karin Steinberger plus DVD-Rom mit umfangreichen Informations- und Bildungsmaterial zu den Länder- und Themenschwerpunkten des Films geeignet für Sek.II und Erwachsenenbildung Bestellen auf Bundeszentrale für politische Bildung gegen eine Gebühr von 10€, Bestellnummer 1939

 

Bücher zum Thema Entwicklungspatnerschaften

Al Gore, Wir haben die Wahl – ein Plan zur Lösung der Klimakrise. Riemann Verlag, München 2009, 416 Seiten.

Bundeszentrale für politische Bildung (2009): Informationen zur politischen Bildung Nr. 303. Afrika – Schwerpunktthemen.

Collier, Paul (2008): Die unterste Milliarde. Warum die ärmsten Länder scheitern und was man dagegen tun kann

GLS Treuhand Zukunftsstiftung Landwirtschaft/Stiftung Eine Welt Eine Zukunft (Hrsg.) (2010): Weltagrarbericht. Wege aus der Hungerkrise. Die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft für morgen. Druck Thiebes GmbH, Hagen.

Heinrich Böll Stiftung/Bund für Umwelt und Naturschutz/Le Monde diplomatique (2013): Fleischatlas. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel.

Lutz van Dijk (Hrsg.), African Kids – Eine südafrikanische Township-Tour. Peter Hammer Verlag 2012, 104 Seiten.

Schöninger, Iris/Grebmer von, Klaus/Deutsche Welthungerhilfe (2012): Unfair Trade. Wie wir für unseren Wohlstand die halbe Welt verhungern lassen (E-Book).

Stefan Kreutzberger/Valentin Thurn (2011): Die Essensvernichter. Warum die Hälfte aller Lebensmitteln im Müll landet und wer dafür verantwortlich ist. Verlag: Kiepenheuer & Witsch.

(Buch zum Film: „Taste The Waste. Frisch auf den Müll“). Eine 30-minütige Kurzversion des Films („Essen im Eimer“) können Sie gegen eine Schutzgebühr von 1,50 Euro bei der Welthungerhilfe bestellen, unter: info@welthungerhilfe.de

Vereinte Nationen: „Millenniums-Entwicklungsziele Bericht 2012

Wagenhofer, Erwin (2007): We feed the world.

 

Filme zum Thema globale Patnerschaften

Piasecki Poulsen, Frank (2010): Blutige HandysDie unmenschliche Coltan-Gewinnung.

Robin, Marie-Monique (2008): Monsanto. Mit Gift und Genen.

Wagenhofer, Erwin (2007): We feed the world.

Agrar-KoordinationJugendbildungsprojekt „KonsUmwelt“ zu verantwortungsvollem Konsum, Nahrungsmittelproduktion und -verschwendung sowie Verpackung und Müllvermeidung.

Bildung trifft Entwicklung

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)Informationen zu globalen Entwicklungszielen

Caritashat anlässlich der Kampagne „Weit weg ist näher als du denkst – entdecke deine globalen Nachbarn“ kurze Filme mit ansprechenden Animationen und Informationen zu den Bereichen Rohstoffe, Produktionsbedingungen, Klima, Arbeit und Flucht entwickelt. Sie sind ein guter Einstieg in die Themen Konsumverhalten, Elektromüll und Handynutzung:

Cotton made in Afrika

Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen

EWIK Eine Welt Internet Konferenz

Portal Globales Lernen

GermanwatchInformationen zu den Themen Klimaschutz, Fairphone, Rohstoffe

ONE – eine internationale Lobby- und Kampagnenorganisation – setzt sich gegenüber Regierungen für den Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten in Afrika ein. Auf der Website finden sich gut aufbereitete Daten und Fakten.

Südwind – Institut für Ökonomie und Ökumene – Publikationen zu den Themen Rohstoffe, Klimagerechtigkeit, Saubere Kleidung, Sozialstandards.

VENRO – Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen – informiert über Kampagnen und Unterrichtsmaterialien. Der Verband gibt das „Jahrbuch Globales Lernen“ heraus.

 

Bücher zum Thema Nachhaltier Konsum

Fleischatlas – Daten und Fakten über Tiere als NahrungsmittelHrsg. Heinrich Böll Stiftung, BUND, Le Monde diplomatique, Ausgabe 2013 und 2014 mit neuen Themenschwerpunkten, Daten und Fakten

Weiterführende Links

Afrika Junior: Informationen rund um Afrika für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Initiative „Ein Netz für Kinder“

AYEN – African Youth Environment Network: Afrikanische Jugendliche engagieren sich in Netzwerken für Umwelt und Entwicklung: www.climatenetwork.org (siehe auch www.unep.org, www.ayicc.net)

Bildung für nachhaltige Entwicklung: UN Dekade mit dem Jahresthema 2013 „Mobilität“. Informiert u.a. über aktuelle Publikation und Akteure des Globalen Lernens.

Bildung trifft Entwicklung

BMZ und KMK – das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – und die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder haben einen Orientierungsrahmen mit didaktischen Hinweisen für den Lernbereich „Globale Entwicklung“ herausgegeben.

Cotton made in Africa

Engagement Global

Ensa – Entwicklungspolitisches

EWIK – das Portal Globales Lernen, Eine Welt Internet Konferenz ist eine Anlaufstelle für Lehrer/-innen und Multiplikator/-innen, die sich über Angebote des Globalen Lernens informieren möchten.

Exile – Kulturkoordination e.V.: www.gesichter-afrikas.de

KinderKulturKarawane

Kinder- und Jugendbuchmesse Oldenburg mit dem Schwerpunkt „Afrika erzählt“ 2012

Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.: Aktion „Guck mal über den Tellerrand“

ONE – eine internationale Lobby- und Kampagnenorganisation – setzt sich gegenüber Regierungen für den Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten ein.

Oxfam: Unterrichtssequenz mit sieben verschiedenen Schwerpunktthemen zum Klimawandel, www.uba.klima-aktiv.de (persönliche CO2-Bilanz)

Südwind – Institut für Ökonomie und Ökumene

Unterrichtsmaterialien „Hunger im Überfluss“ für Sek. II und Erwachsenenbildung

VENRO – der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen – erstellt regelmäßig ein Jahrbuch mit Beiträgen aus Theorie und Praxis zum Globalen Lernen.

Welthungerhilfe – FOOD RIGHT NOW

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke e.V.

Fairer Handel in Deutschland: www.forum-fairer-handel.de und www.fairtrade.de.

Weltladen – Fachgeschäfte für den Fairen Handel