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Benin: Aufbau einer nachhaltigen Ausbildungsfarm zur Stärkung des Kinderschutzzentrums La Passerelle

In Benin unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. den Träger des Kinderschutzzentrums La Passerelle durch den Aufbau einer modellhaften Ausbildungsfarm bei der Selbstversorgung des Zentrums.

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_@Kinderrechte Afrika e.V.

Benin: Aufbau einer nachhaltigen Ausbildungsfarm zur Stärkung des Kinderschutzzentrums La Passerelle

Mädchen, die Gewalt, sexuelle oder wirtschaftliche Ausbeutung, Kinderhandel, Früh- und Zwangsheirat, Ausgrenzung oder Vernachlässigung erlebt haben, erfahren im Zentrum „La Passerelle“ Schutz und Förderung. Der Träger ESGB steht jedoch vor der Herausforderung, die Aufnahme, Versorgung und Begleitung der Mädchen langfristig aus eigenen Mitteln finanzieren zu müssen. Durch den Aufbau einer modellhaften Ausbildungsfarm durch unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. soll zum einen die Grundversorgung im Zentrum, insbesondere die ausgewogene Ernährung, von mindestens 200 Mädchen jährlich nachhaltig gesichert werden. Zum anderen wird auf der Farm die Möglichkeit einer Grundausbildung in landwirtschaftlichen Aktivitäten für jährlich 10 Mädchen geschaffen. Diese sind damit in ihrer Eigenständigkeit gestärkt und künftig weniger gefährdet von Armut, Ausbeutung und Gewalt.

Hintergründe und Lösungsansatz 

Unser Partner ESGB begleitet Kinder, insbesondere Mädchen in Notsituationen. Bis sich eine Möglichkeit für ihre Wiedereingliederung bietet, finden sie im Kinderschutzzentrum von ESGB „La Passerelle“ Schutz und Förderung.

Die Grundversorgung (Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel, notwendige medizinische Versorgung) für ein Mädchen im Zentrum kostet pro Tag ca. 1,50 €. Zusammen mit weiteren laufenden Kosten (Strom, Wasser, Betreuung und Begleitung) sind es 4,00 €, die pro Tag pro Mädchen anfallen. ESGB hat große Anstrengungen unternommen, lokale Spenden und Finanzierungen hierfür einzuwerben, allerdings können diese nur einen kleinen Teil des Bedarfs decken und stellen kein nachhaltiges Finanzierungskonzept dar. Der beninische Staat leistet keine finanzielle Unterstützung für zivilgesellschaftliche Sozialeinrichtungen. ESGB steht nun vor der Herausforderung, die Versorgung der Kinder und den laufenden Betrieb seiner Einrichtung selbst sicherzustellen.

Das Projekt unterstützt den Aufbau einer Ausbildungsfarm, die mit nachhaltigen biologischen Anbaumethoden zur Selbstversorgung des Zentrums beitragen soll. Der Anbau von Getreide, Obst, Gemüse und Heilpflanzen unterstützt die gesunde und ausgewogene Ernährung der Kinder und mit dem Verkauf von Überschüssen können weitere Ausgaben des Zentrums (Kleidung, Hygieneprodukte, Schulmaterialien etc.) finanziert werden.

Zudem soll die Farm eine Ausbildungsmöglichkeit für Mädchen ab 14 Jahren bieten, für die eine Einschulung nicht mehr möglich oder sinnvoll ist und die sich für eine Zukunft in der Landwirtschaft interessieren. Die meisten der Mädchen kommen aus ländlichen Regionen, erhalten also eine Zukunftsperspektive in einem ihnen bekannten Milieu.

Ziele des Projekts

Oberziel: Verbesserung des Kinderschutzes sowie der Bildungs- und Zukunftschancen für Mädchen in der Region Ouémé in Benin

Projektziel: Die Ausbildungsfarm von ESGB trägt zur nachhaltigeren Grundversorgung, insbesondere einer ausgewogenen Ernährung, sowie zu verbesserten Zukunftsperspektiven der Kinder im Zentrum La Passerelle bei.

Unterziele:

  1. Das Kinderschutzzentrum La Passerelle ist in seiner finanziellen Unabhängigkeit gestärkt und kann jährlich mindestens 200 Kinder in Not während ihrer Aufnahme und Begleitung in der Einrichtung weitgehend selbst versorgen.
  2. Das Zentrum bietet jährlich 10 interessierten Mädchen eine Grundausbildung in ökologischen landwirtschaftlichen Aktivitäten und im Gartenanbau.

Projektmaßnahmen

  • Aufbau der Infrastrukturen auf der Farm, darunter
    • einfache Unterkünfte
    • einfache geschlechtergetrennte Sanitäreinrichtungen (Latrine und Dusche)
    • Küche mit energiesparender Kochstelle, Waschbecken für Geschirr und Kleidung
    • offene Rundhütte als sozialer Mittelpunkt der Farm, für Mahlzeiten, Gespräche, kulturelle Aktivitäten und theoretische Ausbildungseinheiten
    • Lagerraum für Geräte, Saatgut und Agrarprodukte
    • einfache Ställe für Ziegen, Schafe, Hasen, Hühner, Perlhühner
  • Ausstattung der Farmgebäude mit Betten, Matratzen, Tischen, Stühlen, Bänken, Regalen, Tafel, Motorrad
  • Aufbau und Durchführung landwirtschaftlicher Aktivitäten für die Selbstversorgung des Zentrums La Passerelle, darunter
    • Getreide- und Gemüseanbau,
    • Pflanzung von Obst- und Nutzholzbäumen (z. B. Orange, Papaya, Avocado, Banane, Zitrone, Palmen),
    • Anbau von Medizin- und Heilpflanzen,
    • Tierhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner und Perlhühner)
    • Kompostierung zur Düngung und natürlichen Schädlingsbekämpfung
  • Grundausbildung von 10 Mädchen über 14 Jahren, die sich für eine Zukunft in der Landwirtschaft interessieren
  • Unterstützung der Mädchen für den Start in die Selbstständigkeit (Arbeitsgerät, Saatgut, Küken…) nach abgeschlossenem Lehrgang

Finanzierung

Projektkosten: 33.080 Euro

Finanzpartner:

  • Mit finanzieller Unterstützung des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Staatsministerium Baden-Würtemberg
  • Hinzu kommen Eigenmittel von ESGB und Kinderrechte Afrika e. V. (d.h. Spenden)

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Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In Togo fördert unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika zivilgesellschaftliche Kinderschutzeinrichtungen. Diese werden bei der Umsetzung nationaler Normen und Standards sowie der Einführung eines kinderrechtsbasierten Arbeitsansatzes unterstützt.

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_©Kinderrechte Afrika

Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In den Regionen Plateaux Centrale und Kara in Togo arbeitet unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. gemeinsam mit ihrem lokalen Projektpartner CREUSET-Togo daran, 6 Kinderschutzzentren bei der Umsetzung nationaler Standards zu unterstützen und einen kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz einzuführen.

Das Kinderschutzzentrum Kandyaa von CREUSET, das in einem gemeinsamen Projekt mit Kinderrechte Afrika e. V. aufgebaut wurde, hat sich in Togo als Modellzentrum etabliert. Bei einer landesweiten Evaluierung von 120 Kinderschutzeinrichtungen wurde Kandyaa als eine von wenigen als leistungsfähig eingestuft. Andere Zentren wurden als verbesserungswürdig, nicht funktionell oder gar misshandelnd beurteilt. Mit diesem Projekt möchte CREUSET seine Erfahrungen beim Aufbau, Führen und Verwalten eines Kinderschutzzentrums nun an die Betreiber 6 anderer Einrichtungen weitergeben und sie bei der Erfüllung nationaler und internationaler Normen unterstützen. Dazu gehört u. a. die Renovierung bzw. der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen sowie die Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts, einer transparenten (Finanz-)Verwaltung und Einkommen schaffender Maßnahmen für eine zunehmend eigenständige Finanzierung der Zentren.

Ausgangssituation in den Kinderschutzzentren

In Togo leben viele Kinder in prekären Notsituationen, auf der Straße, in ausbeuterischen (sklaven-ähnlichen) Arbeitsverhältnissen, werden aufgrund von Anschuldigungen der Hexerei von ihren Familien oder Stieffamilien verstoßen, misshandelt oder geraten in die Hände von Kinderhändlern.

Ca. 4.000 dieser Kinder finden derzeit Zuflucht in Kinderschutzzentren.

Viele Kinder, die in Not geraten, werden von Sozialarbeiter(inne)n, Richter(inne)n, Polizeieinheiten, lokalen und traditionellen Autoritäten oder anderen Akteuren an CREUSET vermittelt, dessen Zentrum landesweit einen guten Ruf für die Aufnahme und Begleitung von Kindern in Not hat. Dadurch kommt Kandyaa aber auch täglich an die Grenzen seiner Kapazitäten. In Togo besteht daher ein großer Bedarf an weiteren leistungsfähigen Einrichtungen für den Kinderschutz.

Die 6 im Rahmen dieses Projekts begleiteten Zentren nehmen Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen auf (Waisen und Halb-Waisen; Kinder, die auf der Straße Leben; Kinder, die der Hexerei bezichtigt werden; Kinder aus instabilen Familienverhältnissen etc.) und bieten ihnen Schutz. Jedoch fehlt ihnen u. a. ein pädagogisches Konzept, dass auch sozio-pädagogische, spielerische, künstlerische oder sportliche Aktivitäten vorsieht, die Beteiligung von Kindern berücksichtigt oder ein Konzept für die Wiedereingliederung von Kindern enthält. Es fehlen Bereiche für Sport und Spiel oder Gemeinschaftsräume zum Essen und Lernen.

Die Sanitärbereiche sind marode, unhygienisch und nicht nach Geschlechtern getrennt. Teilweise versickern die Abwässer einfach im Boden oder die Kinder müssen sich in die Büsche schlagen. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist unzureichend. Schlafräume sind z. T. baufällig durch starke Abnutzung, undichte Fenster, Termitenbefall oder schlechte Elektroinstallationen (offene Kabel stellen ein großes Risiko für die Kinder dar: Kurzschlüsse, Stromschlag o.ä.). Sie sind teilweise dunkel und schlecht belüftet, was nicht nur Gesundheitsrisiken birgt, sondern auch Ungeziefer anzieht. Die Betten und Matratzen reichen meist nicht für alle aufgenommenen Kinder und/oder fallen auseinander.

Die hygienischen Bedingungen für die Lagerung der Nahrungsvorräte und Essenszubereitung sind verbesserungswürdig. Es fehlen Schornsteine oder Abzugsschächte für den Rauch und Essensdämpfe über den Kochstellen (die auch teilweise brüchig sind). Es gibt einen großen Bedarf an Küchenutensilien, aber auch an Sport-, Spiel- und Lernmaterialien.

Die Leitungen der ausgewählten Zentren sind sehr engagiert für die Kinder und bringen sich auch in großem Umfang ehrenamtlich ein, jedoch fehlen ihnen derzeit die finanziellen und personellen Ressourcen sowie spezifisches Know-How, um die Aufnahme- und Betreuungsbedingungen für die Kinder zu verbessern. Das Projekt soll sie in dieser Hinsicht unterstützen und begleiten.

Ziele des Projekts

Oberziel: Das Projekt trägt dazu bei, den institutionellen zivilgesellschaftlichen Kindesschutz in 3 der 5 Regionen Togos zu stärken.

Projektziel: In 6 Kinderschutzeinrichtungen Togos entsprechen Aufnahme und Begleitung der Kinder den Kinderrechten sowie nationalen Normen und Standards.

Unterziele:

  1. Die Aufnahmekapazitäten von 6 zivilgesellschaftlichen Kinderschutzzentren entsprechen nationalen Normen und Standards, die Unterbringungsbedingungen für Kinder sind nachhaltig verbessert, darunter insgesamt 240 Kinder während der Projektlaufzeit.
  2. Das Personal der 6 Zentren betreut und begleitet die aufgenommenen Kinder gemäß einem kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz.
  3. Die Lebensfähigkeit der 6 Zentren ist nachhaltig gestärkt.
  4. Die dezentralisierten staatlichen Dienste und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen in den Projektgemeinden unterstützen die Arbeit der Zentren.

Projektmaßnahmen

6 Kinderschutzzentren in Togo werden für die Erfüllung nationaler Normen und Standards unterstützt. Dazu gehört u. a.

  • Die Renovierung/der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen in 6 ausgewählten Zentren.
  • Die Unterstützung der Einrichtungen für die Selbstversorgung und die Aufnahme bzw. Professionalisierung von Einkommen schaffenden Maßnahmen, sodass sie nachhaltig geführt und auch in Zukunft für die Grundbedürfnisse von Kindern in Not aufkommen können
  • Die Schulung und Begleitung der Zentren bei der Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts und einer transparenten (Finanz-)Verwaltung.

Weitere Maßnahmen betreffen die Unterstützung/Vernetzung der Zentren in ihrem gesellschaftlichen und politischen Umfeld, darunter

  • Die Arbeit mit Medien (insbesondere Radioprogramme) und Informationsveranstaltungen zur Information der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Arbeit der Zentren und ihren Unterstützungsbedarf sowie zur elterlichen Verantwortung
  • Die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen in den Projektgemeinden, um die Stigmatisierung der Kinder aus den Zentren zu reduzieren
  • Netzwerkarbeit für einen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Lobbyarbeit der Kinderschutzeinrichtungen gegenüber staatlichen Stellen
  • Die Arbeit mit lokalen, religiösen und traditionellen Führungspersonen sowie staatlichen Stellen (Sozialdienst, Richter(innen), Polizeistellen etc.) für eine Unterstützung bei der Wiedereingliederung von Kindern

Finanzierung und Laufzeit

Die Projektkosten belaufen sich auf 624.800 Euro und werden durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),  Sternstunden e. V. (private Fördermittel) und Kinderrechte Afrika e. V. (Eigenmittel, d.h. Spenden) finanziert.

Die geplante Projektlaufzeit ist vom 15.11.2019 bis 15.01.2023.

 

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

In Kenias Hauptstadt Nairobi kümmert sich unsere Mitgliedsorganisation ISLAMIC RELIEF DEUTSCHLAND um Waisenkinder, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

 

In den benachteiligten Regionen des Landes und den sogenannten „Slums“ der Hauptstadt Nairobi haben zahlreiche Kinder ein oder beide Elternteile verloren. Sie wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, weil sich das zurückbleibende Elternteil allein um die Finanzierung der gesamten Familie kümmern muss oder Großeltern oder andere Verwandte die Kinder aufnehmen und versorgen. Islamic Relief ist seit 1993 in Kenia aktiv, um diese Waisenkinder zu unterstützen.

Mit einer 1:1-Patenschaft wird ein einzelnes Waisenkind mit einem festen monatlichen Beitrag unterstützt. Dieser Betrag ermöglicht es, das Kind mit Lebensmitteln, Unterkunft, medizinischer Betreuung und emotionalem Beistand zu versorgen. Die Hilfe, die dem Waisenkind gegeben wird, kommt auch seiner Familie zugute. Mit der Patenschaft wird die körperliche und mentale Gesundheit des Kindes verbessert, ihm wird eine Unterkunft und Schulbildung ermöglicht und die Chancen für sein zukünftiges Leben verbessert.

Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist der Waisenfonds. Die Spenden dieses Fonds verwendet Islamic Relief für Projekte, die bedürftigen Waisen, ihren Familien und Gemeinden zugutekommen. Es sind Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Einkommenssicherung und Verbesserung des sozialen Umfelds.

 

PROJEKTZIELE

  • Versorgen der Waisenkinder mit Essen, Unterkunft und Schulbildung
  • Unterstützung der Familien der Waisenkinder bei ihren eigenen Mikroprojekten zur Einkommenssicherung

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Islamic Relief arbeitet seit 1993 mit Waisenkindern in Kenia. Heute werden über 2.800 Waisenkinder durch eine 1:1 Patenschaft oder durch den Waisenfonds unterstützt.

 

 

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Niger: Einsatz für den Frieden

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt fördert unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. im Niger Projekte, die eine Kultur des Friedens, des Dialogs und der positiven Konfliktlösung etablieren.

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_© HED-Tamat

Niger: Einsatz für den Frieden

Niger liegt in Westafrika, einer Region, die seit Jahrzehnten geprägt ist von bewaffneten Konflikten, hoher politischer Instabilität und Armut. Besonders die kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen und in Mali und die Einflussnahme der Sekte Boko Haram gefährden die Sicherheit und Entwicklung der Menschen im Niger. Die Dauerarbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bewegt manche von ihnen dazu, sich trotz der dramatischen Zustände vor Ort Perspektiven im Nachbarstaat Libyen zu suchen.

Langfristige Perspektiven schaffen

In den Regionen Agadez, Tahoua und Zinder bemüht sich die von CARE unterstütze NRO HED Tamat seit 2012 darum, Friedens- und Präventionsprojekte umzusetzen, die sich einer religiösen Fundamentalisierung entgegenstellen und zur Stabilisierung der lokalen Gemeinschaften beitragen.

Einige der wichtigsten Aktivitäten sind Aufklärungskampagnen, die religiösen Fundamentalismus entmystifizieren. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in den Schulen. Mit Diskussionsrunden un der Ausbildung von Religionslehrern außerhalb des fundamentalen Spektrums sollen die Identitäten der lokalen Bevölkerung gestärkt und eine Kultur des Friedens etabliert werden. Aber auch mit Fernsehspots wird auf die Gefahren religiösen Dogmatismus hingwiesen.

Jungen Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern wird durch die Vergabe von ca. 500 Schul- oder Ausbildungsstipendien ein Weg aus der Kriminalität geboten.

Der Einsatz lohnt sich: Die Projektarbeit von HED-Tamat trägt maßgeblich dazu bei, dass die Region im Norden des Nigers stabil bleibt.

Weitere Informationen zur Arbeit von Care in Niger finden Sie hier.

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Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Trotz großer Rohstoffvorkommen ist die DR Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. Bis heute herrscht eine Art Dauerkrieg bei dem bewaffnete Gruppen in wechselnden Allianzen durch den Dschungel ziehen und die Bevölkerung terrorisieren. Vergewaltigung von Frauen und Mädchen wird dabei zum Teil gezielt eingesetzt.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Kongos Segen ist auch sein Fluch. Der Roh­stoff­reichtum ist zum Treib­stoff eines Dauer­kriegs zwischen Rebel­len, Nach­bar­staa­ten und Re­gie­rung gewor­den. Das Land ist ver­wüstet, es gibt über 5,5 Mio. Tote und Hun­dert­tau­sen­de Flücht­lin­ge. Die Zivil­be­völ­ke­rung steht zwi­schen den Fron­ten; nichts ist vor der Gewalt sicher. Besonders perfide: Alle Sei­ten set­zen Ver­ge­wal­ti­gun­gen als Waffe ein. Die Folgen: Trau­mati­sier­te Frauen, zer­stör­te Fami­lien – und Kinder, die nie­mand haben will. Im Ort Kaniola setzt sich unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland e.V. für diese Verge­wal­tigungs­kin­der ein. Mit Si­che­rung von Ernährung und Unterkunft, Integration in die Familien und sozialer Rehabilitation.

Tiefe Narben in der Gesellschaft

Fast 25 Jahre dauert „Afrikas Weltkrieg“ nun bereits an, dutzende Armeen, Rebellen und Milizen waren oder sind darin verwickelt. Die Gewalt, mit der auch die Bevöl­ke­rung über­zogen wird, schreckt dabei selbst vor Schulen, Kran­ken­häu­sern und Flücht­lings­lagern nicht zurück. Zehn­taus­ende Frauen und Mädchen wurden ver­ge­wal­tigt: ob im Ge­walt­rausch, aus Rache oder um soziale Struk­turen zu zerstören und Menschen gefügig zu machen. Was bleibt, sind Scham, soziale Äch­tung und zer­störte Familien. Und Ver­gewal­tigungs­kin­der, deren Zahl keiner kennt. Sie werden aus der Gesellschaft ver­stoßen, sind nicht regis­triert und gehen nicht zur Schule.

Kinder brauchen Perspektiven

In Kaniola, einem Ort nahe Buka­vu, der gleich mehr­fach Ziel von bru­ta­len Über­fäl­len war, hilft Childfund Deutschland e.V. 57 dieser Kinder. Der­zeit leben sie unter der Obhut einer mu­ti­gen Frau, deren Familie ermordet und die selbst verge­wal­tigt wurde. Viele der Kinder waren un­ter­er­nährt oder krank; es fehlte ein­fach an allem. So­fort haben wurde Nah­rung, Bet­ten, Klei­dung, Medikamente und ein Arzt orga­ni­siert. Die schlimm­ste Not konn­te damit gelindert werden. Doch wei­tere Hilfe ist drin­gend nötig. Denn die Kin­der von Kanio­la brau­chen viel mehr als ein Bett und ge­nug zu essen. Sie brau­chen eine echte Chance.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Benin: Förderung eines schützenden familiären Umfeldes für Kinder

Bei ihrer Arbeit mit Kindern in Notsituationen und deren familiären Wiedereingliederung haben Sozialarbeiter(innen) im Benin festgestellt, dass schwerwiegende Trennungskonflikte zwischen Eltern oft ursächlich für die Notsituation der Kinder sind.

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Benin: Förderung eines schützenden familiären Umfeldes für Kinder

Jedes vierte Kind in Benin lebt derzeit nicht bei beiden Eltern, auch wenn diese am Leben sind, sondern oft bei einem Elternteil und der Stieffamilie. Konflikte zwischen sich trennenden Eltern sind dabei teilweise so gewalttätig, dass die Kinder, die diese miterleben, traumatisiert werden und von Zuhause weglaufen. Ohne Schutz und familiären Halt finden sie sich auf der Straße wieder, wo sie leicht Opfer von Missbrauch, Entführung, Freiheitsberaubung, Frühschwangerschaften oder Früh- und Zwangsehe werden. Viele von ihnen arbeiten auf den Märkten, wobei sie von ihren Arbeitgeber(inne)n oft ausgebeutet werden. Ein Großteil der Kinder, die auf den Märkten im Departement Ouémé arbeiten, ist unter 14 Jahre alt, viele sogar unter 10. Auffällig ist der hohe Anteil an Mädchen (knapp 80%). Diese Kinder tragen ein hohes Risiko, körperliche und psychische Langzeitschäden von der schweren Arbeit davon zu tragen.

Die kritische Situation der Kinder, die ein strukturelles Ausmaß annimmt, hat unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. und deren lokalen Partner Espace Solidarité Globale Bénin (ESGB) alarmiert und dazu bewegt, sich in dieser Problematik zu engagieren. In diesem mittlerweile erfolgreich abgeschlossenen Projekt wurden Kinder, die in Not geraten sind, medizinisch versorgt, psychosozial begleitet und bei ihrer familiären und schulischen oder beruflichen Wiedereingliederung mit Starthilfen unterstützt. Zudem bot ESGB Familienmediationen an, die verhindern sollen, dass Kinder aufgrund elterlicher Konflikte in Not geraten.

Laure, 13 Jahre, benachteiligt und misshandelt.

Laure* wuchs bei ihrem Vater auf, seit sich ihre Eltern vor langer Zeit getrennt haben. Die Stiefmutter jedoch behandelte Laure schlecht und schlug sie oft mit Riemen oder Stöcken. Bei ihrer Mutter konnte sie ab und an Schutz suchen, doch als diese plötzlich starb, nahm das Laure schwer mit. Sie verhielt sich oft wie ein kleines Kind, weinte viel und war ab und an trotzig. Ihre Stiefmutter hatte wenig Verständnis, glaubte gar Laure sei eine Hexe und hätte ihre Mutter getötet. Sie misshandelte das Mädchen, verweigert ihr schließlich den Schulbesuch und ließ sie zu Hause wie eine Dienstmagd schuften. Mit Wunden und einem geschwollenen Auge floh Laure vor weiteren Prügeln. Als sie nachts am Straßenrand schlief, wurde ESGB auf sie aufmerksam und versuchte zu vermitteln.
Das Mädchen wollte die Familie verlassen und zu ihrem Onkel ziehen. Doch auch dort kam es zum Streit. Laure wurde darauf im Kinderschutzzentrum La Passerelle aufgenommen, wo die Psychologin intensiv mit ihr arbeitete. Sie lernte im Zentrum, welche Rechte sie hat und wo sie Unterstützung finden kann. Sie musste allerdings auch verstehen, dass sie Verantwortlichkeiten in der Familie und gegenüber ihren kleinen Geschwistern hat.Gleichzeitig begann eine Mediation in der Familie, um diese auf Laures Rückkehr und das künftige Zusammenleben vorzubereiten. Bereits nach 10 Tagen kehrte Laure auf eigenen Wunsch zu ihrem Vater zurück. Laure und ihre Familie werden weiter begleitet, um gegenseitiges Verständnis aufzubauen und zu festigen.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Projektabschluss

Das vom BMZ und Sternstunden e. V. kofinanzierte Projekt wurde am 31.12.2019 nach 3-jähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Zu Projektende wurden sowohl eine partizipative interne Evaluierung mit dem Projektteam des lokalen Partners ESGB, der Projektverantwortlichen von Kinderrechte Afrika e. V. und Vertreter(inn)en der Zielgruppen, als auch eine externe Abschlussevaluierung von einem unabhängigen Beraterteam durchgeführt. Die wichtigsten Evaluierungsergebnisse finden Sie hier.

 

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Mali: Wiederaufbau für den Frieden

Unterstützung der Rückkehrerinnen und Rückkehrer durch den Wiederaufbau der Infrastruktur, Friedensforen und Maßnahmen zur Wiedereingliederung von Flüchtlingen in Mali.

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Mali: Wiederaufbau nach Konflikt©CARE

Mali: Wiederaufbau für den Frieden

Im Jahr 2012 wurden große Gebiete Malis von terroristischen und djihadistischen Gruppen besetzt. Dies führte dazu, dass hunderttausende Menschen in südlichere Regionen und Nachbarländer flohen. Seit September 2013 verbessert sich die Sicherheitslage langsam und die Bevölkerung kehrte in ihre nun zerstörte Heimat zurück.

Ziel des Projekts ist der Wiederaufbau der zerstörten Basisinfrastruktur und die Förderung der Rückkehr der Geflüchteten und intern Vertriebenen. Doch auch die gesellschaftlichen Strukturen müssen wieder heilen und zusammenwachsen. Deshalb umfasst das Projekt auch Maßnahmen zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens der ethnisch und religiös zersplitterten und durch den Konflikt zerstrittenen Bevölkerung. Ein Aspekt ist hier die Wiedereingliederung von ehemaligen meist noch sehr jungen Mitgliedern der Kampftruppen in zivile Strukturen. Viele haben bisher keine (Schul-)Ausbildung und stehen damit ohne wirtschaftlichen Perspektiven da.

In den Provinzen Gao, Menaka, Tillabéry, Tahoua und Agadez (Niger Nord) arbeitet CARE Deutschland e.V. mit den Organisationen Vie Bonne, der Association Pour la solidarité et le développement au Nord (ASDN) und HED Tamat zusammen. So konnten zahlreiche Maßnahmen (Gesundheitszentren, Brunnen, Ausbildungszentren, etc.) realisiert und in allen Regionen weitere Friedensforen durchgeführt werden.

Weitere CARE Projekte in Mali finden Sie hier.

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Nordkamerun: Kinder schaffen Frieden

Im Norden Kameruns ist die Lage durch den Terror der Boko Haram weiterhin angespannt. Mit direkten Auswirkungen für Kinder und Jugendliche. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. setzt sich im Rahmen eines 2017 gestarteten Projektes für die Schaffung von Frieden in der Region ein. Kinder und Jugendliche werden in den Prozess eingebunden und sollen mitgestalten.

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Nordkamerun: Kinder schaffen Frieden

Wie in den Nachbarländern Nigeria, Niger und Tschad, wütet auch im Norden Kameruns die Terrorgruppe der Islamisten. Die Regierung reagiert mit militärischen Sicherheitsvorkehrungen – trotzdem ist die Situation in Nordkamerun äußerst angespannt und alles andere als befriedet – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen der Region.

Armut häufig Ursache für Kinderrechtsverletzungen

Die nicht abreißenden Flüchtlingszahlen, der Menschen, die vor den Terrormilizen aus Nigeria nach Kamerun fliehen, verschärfen die humanitäre Situation im Land immer weiter. Mit den Fluchtbewegungen verbunden ist auch ein Anstieg der Kinder auf den Straßen, die ein leichtes Ziel für die Terrorgruppe sind. Die Kinder werden von der Miliz entführt, zwangsrekrutiert und für Anschläge eingesetzt, wo sie oft ums Leben kommen.

Die militärischen Sicherheitsvorkehrungen des Staates Kamerun gegen den Terror sowie die wachsende Angst der Bevölkerung bringen das wirtschaftliche Leben nahezu zum Erliegen. Der für die Region so wichtige Handel mit den Nachbarländern Tschad und Nigeria ist stark eingebrochen. Vielen raubt das die Existenzgrundlage und die Armut wächst. Wachsende Armut im Land ist häufig die Ursache diverser Kinderrechtsverletzungen, wie Bildungsentzug, Frühehe, (sexuelle) Gewalt, Vernachlässigung, Kinderhandel und wirtschaftliche Ausbeutung.

Kinder und Jugendliche schaffen Frieden

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. hat zusammen mit ihrem Partner ALDEPA im äußersten Norden Kameruns zu Beginn des Jahres 2017 ein Projekt gestartet, das Frieden und Stabilität in der Region fördern soll. Kinder und Jugendliche werden als zentrale Akteure für die Schaffung von Frieden eingebunden. Sie sollen emotional gestärkt und befähigt werden, aktiv ihre Gesellschaft mitzugestalten. Frustrationen und Missverständnisse sollen abgebaut werden, die es den Terrormilizen ansonsten erleichtern würden, Minderjährige für ihre Anschläge zu rekrutieren.

Das Projekt richtet sich an 15.000 Kinder und Jugendliche, darunter Kinder ohne Bezugspunkt, Kinder, die Gewalt, Traumatisierung, Zwangsrekrutierung und Diskriminierung ausgesetzt sind, intern Vertriebene, Familien zwangsrekrutierter Kinder, jugendliche Führungspersonen. Es richtet sich außerdem an die Eltern, LehrerInnen, religiöse Autoritäten und Sicherheitskräfte.

Projektmaßnahmen

Im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes erhalten Kinder in Notsituationen medizinische und psychosoziale Betreuung. Ihre schulische und berufliche Wiedereingliederung sowie ein Start in die Selbstständigkeit und die Aufnahme Einkommen schaffender Maßnahmen werden unterstützt. Es werden Orte des Dialogs und der Austausches für Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen eingerichtet. Außerdem werden die Zielgruppen zu Kinderschutz und verantwortungsvoller Bürgerschaft geschult. In diesen Fortbildungen werden ihnen auch Konfliktlösungsstrategien durch Mediation und Dialog aufgezeigt. Gegenseitiges Verständnis und Vertrauen bilden die Grundlage für Friedensprozesse, an denen Kinder und Jugendliche dank des Engagements unserer Mitgliedsorganisation beteiligt werden.

Hamadou, ein Teilnehmer der Projektaktivitäten, berichtet von seinen Erfahrungen: „Es hat mein Leben verändert. Ich komme aus einer sehr gläubigen muslimischen Familie. Wir Kinder haben gelernt, Beziehungen zu Kindern anderer Religionen zu meiden, denn die führen oft ein Leben, das ganz im Gegensatz zu unserer Religion steht“. Hamadou war selbst überrascht, wie sehr sich seine Ansichten ändern können. „Für mich war es eine bedeutsame Wendung in meinem Leben. Vier grundlegende Werte – Offenheit, Akzeptanz, Kenntnis des Anderen und Respekt – das ist, was ich meinen Kindern beibringen werde!“, sagt er heute.

Weitere interessante Details zu Zielen und Maßnahmen des Projektes, erhalten Sie hier.

Kinderrechte Afrika e.V. setzt sich neben diesem in weiteren Projekten in Kamerun für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt und für Kinder, die zu Unrecht in Gefängnissen sitzen ein.

 

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