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„Innovations in a Box“ in Bonn

Im Rahmen der Bonner SDG-Tage veranstaltet GEMEINSAM FÜR AFRIKA kostenlose Workshops zum Thema afrikanische Innovationen und Nachhaltigkeit für Schülerinnen und Schüler.

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„Innovations in a Box“ in Bonn

Im Rahmen der Bonner SDG-Tage veranstaltet GEMEINSAM FÜR AFRIKA kostenlose Workshops zum Thema afrikanische Innovationen und Nachhaltigkeit für Schülerinnen und Schüler.

Die MyLikita-App vereinfacht das Leben von Patientinnen und Patienten in Nigeria

Der Student Fahad Ado aus Nigeria entwickelte gemeinsam mit Mitstudierenden eine Gesundheits-App, mit der Arzttermine unkompliziert gebucht werden können.

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Die MyLikita-App vereinfacht das Leben von Patientinnen und Patienten in Nigeria

Die Krankenhäuser Nigerias waren schon vor der Covid-19-Pandemie häufig überfüllt. Patientinnen und Patienten müssen oft stundenlang auf einen Termin warten, der ihnen teilweise nicht einmal sicher ist.  

Feste Termine buchen mit MyLikita 

Der Informatikstudent Fahad Ado entwickelte nun eine App, die dieses und weitere Probleme löst: MyLikita. “Likita” bedeutet “Arzt” auf Hausa. Mit der App können Termine bei Ärztinnen und Ärzten gebucht werden und das sowohl als physisches Treffen oder als Videosprechstunde. 

Zugang zu medizinischer Hilfe wird erleichtert 

Gerade in den ländlichen Regionen Nigerias ist der Zugang zu qualifiziertem medizinischem Personal häufig sehr schwierig. Menschen müssen teilweise weite Wege auf sich nehmen, ohne einen festen Termin zu haben. Im Gegensatz zur medizinischen Versorgung ist die Internetverbindung in Nigeria sehr gut ausgebaut. Zudem besitzen etwa 50 Prozent der Bevölkerung ein Smartphone.  

Auch für muslimische Frauen, die nicht von Männern behandelt werden wollen, ist die App hilfreich, denn so können sie gezielt Termine bei Ärztinnen buchen. Die Videosprechstunde erleichtert Patientinnen und Patienten aus abgelegen Regionen eine schnelle ärztliche Beratung. Außerdem entlasten sie die vollen Wartezimmer in Krankenhäusern und Arztpraxen. 

MyLikita als Organisationshilfe für medizinische Einrichtungen 

Die App ist somit nicht nur eine Erleichterung für Patientinnen und Patienten, auch Apotheken, Krankenhäuser und Arztpraxen profitieren von My Likita. Es ermöglicht ihnen, ihre Termine besser zu organisieren. Da bei der Terminbuchung auch Symptome angegeben werden können, können Ärztinnen und Ärzte die Menschen beraten, ob ein physischer Termin notwendig ist oder auch eine Videosprechstunde in Frage kommt. So können ineffiziente Arbeitsabläufe reduziert werden. 

Große Ambitionen der Gründer 

MyLikita wurde mit Hilfe privater Spenden aufgebaut, heute hat das Start-Up bereits 20 Mitarbeitende. Fahad Ado und seine Kolleginnen und Kollegen haben sich vorgenommen innerhalb der nächsten fünf Jahre 20.000 Krankenhäuser in ihre App mit aufzunehmen.  

Quelle:   

o. A. / “Nigerian students develop game-changing health app” in DW vom 26.08.2021. 

Informatiker gegen Malaria

Der Informatiker Brian Gitta entwickelte einen Malaria-Test, der ohne Blutabnahme funktioniert – und das sogar deutlich schneller als herkömmliche Tests.

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Informatiker gegen Malaria

In Zentralafrika ist Malaria ein großes Problem, jährlich erkranken Millionen Menschen. Der Informatiker Brian Gitta aus Uganda und seine Familienmitglieder hatten schon unzählige Male Malaria. Er entschied, sich beim Kampf gegen die Krankheit zu beteiligen. 

Frühe Diagnose ist wichtig 

Wenn Malaria früh erkannt wird, ist es oft möglich, sie mit Medikamenten zu behandeln. Allerdings gibt es häufig zu wenig medizinisches Personal im Gesundheitssystem Ugandas. Auch die benötigten Laborgeräte für eine Blutuntersuchung stehen nur teilweise zur Verfügung.  

Zudem müssen viele Menschen einen weiten Weg zurücklegen bis sie an einen Ort mit medizinischem Personal kommen. Doch je mehr Zeit vergeht, desto wahrscheinlich ist ein schwerer Krankheitsverlauf, der oft zum Tod führt.  

Brian Gitta: vom Zocker zum Erfinder 

Brian Gitta spielte in seiner Jugend oft Computerspiele, später studierte er Informatik an der Makerere-Universität in Kampala. Danach wurde er Berater des UN-Bevölkerungsfonds, für den er eine Online-Plattform entwickelte, auf der junge Frauen anonym gewalttätige Übergriffe melden können. 2013 wurde er dafür von den Vereinten Nationen mit dem Women’s Empowerment Award ausgezeichnet.  

Innovativer Malaria-Test 

Vor einigen Jahren erkrankte Gitta dann erneut an Malaria und kam auf die Idee seine IT-Kenntnisse für den Kampf gegen die Krankheit einzusetzen. Mit einigen Freunden entwickelte er mehrere Prototypen. Mit Hilfe von Infrarotlicht und Magnetismus gelang es ihnen, ein Gerät zu entwickeln, welches eine Malariainfektion nachweisen kann. Bei Malaria werden bestimmte Parasiten durch Mückenstiche auf den Menschen übertragen. Diese Parasiten nisten sich in die Leber ein und gelangen von dort in die Blutlaufbahn, wo sie die roten Blutkörperchen befallen. Sie vermehren sich bis die roten Blutkörperchen platzen und der Erreger und Giftstoffe sich im ganzen Kreislauf ausbreiten. Der Körper reagiert darauf mit Fieberschüben.  

Das Matiscope verwendet Infrarot und ein Magnetfeld 

Der Apparat von Gitta, das “Matiscope”, ist ein etwa Schuhschachtel-großes Gerät. Wer sich auf Malaria testen will, muss lediglich seinen Finger hineinstecken, dieser wird daraufhin mit Infrarotlicht durchleuchtet. Falls die roten Blutkörperchen von  Parasiten befallen sind, wird das Licht gebrochen und erzeugt ein typisches Streumuster, welches von einem Lichtsensor erkannt wird.  

Dieses Streumuster allein reicht allerdings noch nicht für eine sichere Diagnose aus. Das Matiscope erzeugt deshalb zusätzlich ein Magnetfeld. Die Parasiten ernähren sich nämlich vom roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der zu eisenhaltigen Kristallen verdaut wird. Diese Kristalle können von dem Magnetfeld des Matiscopes registriert werden. 

Ergebnis nach 2 Minuten auf dem Smartphone 

Nach nur zwei Minuten sind die Ergebnisse ausgewertet und können direkt auf ein Smartphone gesendet werden. Bei einer Blutuntersuchung dauert der Infektionsnachweis sonst 30 Minuten. Durch das Matiscope wird auch festgestellt, wie stark das Blut bereits infiziert ist. Diese Informationen dienen zur idealen Medikation. 

Außerdem können die Daten mehrerer Patientinnen und Patienten gebündelt werden und somit festgestellt werden, wo es Infektionsherde gibt. So könnte medizinische Ausrüstung und Personal effizienter eingesetzt werden.  

Das Matiscope: ein Hoffnungsträger im Kampf gegen Malaria 

Das Matiscope und die dazugehörige App sind noch nicht auf dem Markt. Zurzeit gibt es weitere Studien, um die Genauigkeit der Technologie zu verbessern. Auf seiner Internetseite schreibt das Unternehmen Matibabu, welches die Technologie vertreiben wird, dass noch einige Zertifikate benötigt werden, bevor der Verkauf starten kann.  

Nichtsdestotrotz ist Brian Gatti schon jetzt stolz auf sich und die Veränderung, die er im Kampf gegen Malaria bewirken kann. 

Quellen: 

o.A. / Er bekämpft Malaria mit digitaler Technik vom 19.11.2020 in die Welt.  

o. A. / Presskit von Matibabu. 

Aus Abfall wird Energie: Afrikapreis für Innovationen 2021 für Biogasanlage

Für seine Biogasanlage, die Kleinbäuerinnen und -bauern in Côte d’Ivoire zu Nebeneinnahmen verhelfen kann, gewann der Chemieingenieur Noël N'guessan den Afrikapreis für Innovationen 2021.

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Aus Abfall wird Energie: Afrikapreis für Innovationen 2021 für Biogasanlage

Noël N’guessan entwickelte die kostengünstige Biogasanlage “Kubeko”, die Bioabfälle zu Energie weiterverarbeitet. Dafür werden landwirtschaftliche Ernteabfälle kompostiert. Bei diesem Prozess entstehen trockener und feuchter Kompost sowie Gas, das zum Kochen verwendet werden kann. 

Die Geräte können Kleinbäuerinnen und -bauern dabei helfen, Bioabfälle effizient zu nutzen und zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften. Sie ermöglichen ihnen und ihren Familien, ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand mehr Einkommen aus den Nebenprodukten ihrer Ernte zu erzielen.  

N’guessan ist der erste Ivorer, der mit einer in Côte d’Ivoire entwickelten Innovation den Afrikapreis gewinnt.  

Aus Abfall werden Nebeneinkünfte 

„Bioabfälle machen das Zwei- bis Fünffache der verkauften Ernten oder Produkte aus, d. h. 30 Millionen Tonnen Abfall, die jährlich in Côte d’Ivoire entsorgt werden“, so N’guessan. „Durch die Wiederverwendung dieser Abfälle kann Kubeko den Ivorern helfen, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen, was das Leben von Tausenden von Landwirten und ihren Familien erheblich verbessert.“  

Senkung der Produktionskosten, um Kubeko erschwinglicher zu machen 

Seitdem das Kubeko-Team in die engere Wahl für den Afrikapreis gekommen ist, hat es seine Produktionskosten von 800 auf 700 Dollar verringert, was seine Produkte finanzierbarer macht. Das Team hat zwei Biogasanlagen in Betrieb genommen und bisher 50 Komposter auf Kakao-, Palmöl- und Mangofarmen installiert. Kubeko wurde auch vom Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung in Côte d’Ivoire beauftragt, im Rahmen der nationalen Kompostierungs- und Bioabfallstrategie des Ministeriums mögliche Nutzerinnen und Nutzer in der Verwendung von Kubeko zu schulen.  

Afrikapreis für Innovationen unterstützt aufstrebende Talente 

Die britischen Royal Academy of Engineering verleiht den Afrikapreis für Innovation seit 2014. Er ist Afrikas größter Preis für technische Innovationen und hat viele heute erfolgreiche Ingenieurinnen und Ingenieure entdeckt. In seinem siebten Jahr unterstützt der Preis talentierte afrikanische Unternehmerinnen und Unternehmer aus Ländern südlich der Sahara, die technische Innovationen entwickelten und damit wichtige Probleme in der Gesellschaft auf neue Weise angehen.  

Mentoring der Teilnehmenden vor der Preisverleihung 

Sechzehn Erfinderinnen und Erfinder aus acht Ländern südlich der Sahara, die in die engere Wahl gekommen waren, wurden acht Monate begleitet, entwickelten ihre Geschäftspläne und lernten, ihre Innovationen zu vermarkten. Die Gruppe wurde darin geschult, effektiv zu kommunizieren, sich auf Kunden zu konzentrieren und selbstbewusst auf Investierende zuzugehen.  

Networking für die Zukunft 

Der Afrikapreis stellt außerdem Kontakte zu Menschen und Netzwerken im Vereinigten Königreich und in ganz Afrika her, die ihre geschäftliche und technologische Entwicklung beschleunigen können – von anderen Unternehmerinnen und Unternehmern hin zu potenziellen Investierenden und Lieferunternehmen. 

Englische Übersetzung des Artikels “First Ivorian-based innovation wins the Africa Prize for Engineering Innovation” von Robin Whitlock vom 13.07.2021 aus dem Renewable Energy Magazine. 

04.08.2021

Eine smarte Brille übersetzt gesprochene Worte in Gebärdensprache – und andersherum!

Der Student Omar Abdel Salam aus Ägypten entwickelte eine smarte Brille, die gesprochene Worte in Gebärdensprache übersetzt und auf einem kleinen Display vor den Brillengläsern abbildet. Die Erfindung funktioniert auch in die andere Richtung: Über einen kleinen Lautsprecher können Wörter akustisch abgespielt werden, die aus der Gebärdensprache übersetzt wurden.

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Eine smarte Brille übersetzt gesprochene Worte in Gebärdensprache – und andersherum!

Omar Abdel Salam, der Entwickler der smarten Brille namens “SensEar Glasses”, ist Student an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Mansoura University in Ägypten und studiert Kommunikation und Informatik.  

Schwierigkeiten bei der Kommunikation zwischen gehörlosen und hörenden Menschen 

Er startete sein Projekt 2015, als ihm klar wurde, dass der Großteil der Menschen keine Gebärdensprache beherrscht und gehörlose Menschen dadurch häufig darauf angewiesen sind durch das Lesen und Schreiben von Wörtern zu kommunizieren. Dies funktioniert allerdings nicht, wenn Menschen weder lesen noch schreiben können. Unabhängig davon, ob es sich dabei um die gehörlose oder hörende Person handelt, kann in diesem Falle nicht direkt kommuniziert werden.  

Smarte Brille soll Gebärdensprache übersetzen 

Abdel Salam kam die Idee zu einer smarten Brille, die gesprochene Sprache in Gebärdensprache übersetzt und andersherum. Dadurch könnten hörende Personen, Menschen verstehen, die in Gebärden kommunizieren und andersherum könnten diese sprechende Menschen verstehen.  

Vor allem Menschen, die weder lesen noch schreiben können, könnten so einfacher mit Menschen kommunizieren und sich leichter in das Gemeinschaftsleben einbringen.  

Andere Innovationen zur Vereinfachung der Kommunikation von gehörlosen Menschen 

Zunächst recherchierte Abdel Salam nach wissenschaftlichen Innovationen auf diesem Gebiet. An der Washington University wurde er fündig: Dort hatten Wissenschaftler Handschuhe und eine Software entwickelt, die Gebärdensprache in Echtzeit in gesprochene Worte übersetzen konnten. Diese Handschuhe sind allerdings auf 660 Zeichen limitiert und helfen nur hörenden Menschen dabei, Gebärden zu verstehen und nicht umgekehrt.  

Auch bei Google wurde Abdel Salam fündig: Google entwickelte eine Brille, die gesprochene Wörter in Schrift umwandelte und diese auf einer Linse vor den Brillengläsern abbildet. Allerdings wurde diese Brille eher für schwerhörige Menschen entwickelt. Zudem gibt Abdel Salam zu denken, dass viele gehörlose Menschen nicht gut lesen können. 

Anteil an funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten unter Gehörlosen sehr hoch 

In Deutschland sind etwa 80 % der gehörlosen Menschen funktionale Analphabetinnen und Analphabeten, bei hörenden Personen liegt der Anteil bei etwa 13 %. Funktionaler Analphabetismus liegt vor, wenn eine Person zwar einzelne Wörter lesen und bspw. Den eigenen Namen schreiben kann, allerdings zu stark eingeschränkt ist, um in angemessener Form am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.   

Der hohe Anteil bei gehörlosen Menschen ist damit begründet, dass die Gebärdensprache eine eigene Sprache mit eigener Grammatik ist. Die deutsche Schriftsprache hat eine vollkommen andere Grammatik und muss somit wie eine komplett neue Sprache erlernt werden. Dies erschwert das Lernen von Lesen und Schreiben.  

Ein langer Prozess zur praktisch anwendbaren smarten Brille 

Abdel Salam entwickelte mehrere aufeinander aufbauende Modelle seiner smarten Brille. Zunächst handelte es sich erst um ein Programm auf einem Smartphone, welches gesprochene Wörter in Zeichensprache übersetzte. In den nächsten Schritten wurde die Zeichensprache vor der Linse von Brillen abgebildet, teilweise verwendete er dafür Virtual-Reality-Technologien. Mit der Zeit schaffte er es die Größe und das Gewicht der Brille zu reduzieren. Auch die Anzahl an Wörtern, die übersetzt werden konnte, stieg mit der Zeit an.  

In seinem siebten Modell schaffte er es, die praktische Anwendung der Brille stark zu verbessern: Mit Hilfe eines kleinen Lautsprechers an der Brille kann die übersetzte Zeichensprache in gesprochene Wörter abgespielt werden. So kann mit der Brille nun auf einfache Weise in beide Richtungen kommuniziert werden. 

Smarte Brille könnte zum „Lesen” von Büchern verwendet werden 

Zurzeit arbeitet Abdel Salam an einem Update, welches es möglich machen soll, dass geschriebene Wörter und ganze Bücher durch die Brille in Zeichensprache übersetzt werden können. So kann gehörlosen Menschen, die nicht lesen können, der Zugang zu Büchern und Bildung ermöglicht werden.  

Übersetzte Zusammenfassung des Artikels “Smart glasses” may solve the problems of the deaf and dumb .. What did Omar Abdel Salam do? von Moataz Ghoneim in RUETIR vom 16.05.2021 (ursprünglich in skynewsarabia vom 16.05.2021). 

21.07.2021 

Common Voice – größter öffentlicher Sprachdatensatz

Das Non-Profit-Unternehmen Mozilla entwickelt eine Open-Source-Plattform, um sprachgesteuerte Technologien in jeder lebendigen Sprache möglich zu machen. Dies könnte insbesondere Menschen, die nicht lesen oder schreiben können in Zukunft das Leben erleichtern.

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Common Voice – größter öffentlicher Sprachdatensatz

Heute können viele neue Technologien ganz einfach mit der eigenen Stimme gesteuert werden, ob Smartphone, die Beleuchtung der Wohnung oder sogar Autos. Allerdings sprechen diese Sprachassistenten nicht alle Sprachen der Welt. Weder Apples Sprachassistentin Siri noch Amazons Alexa beherrschen auch nur eine afrikanische Sprache.  

Common Voice als Alternative  

Mozilla ist ein Non-Profit-Unternehmen, das unter anderem den Webbrowser Firefox entwickelte. Im Juni 2017 ging dann die freie Datenbank für Spracherkennungs-Software “Common Voice” online. Die Open-Source-Initiative “Common Voice” gab im Mai 2021 bekannt, dass nun an einem Datensatz zur Sprache Swahili, die unter anderem in Ruanda, Kenia und Tansania gesprochen wird, gearbeitet werden soll. Finanziell unterstützt wird dieses Vorhaben von der deutschen und britischen Regierung und der Bill und Melinda Gates Stiftung. 

Sprachsteuerung diversifizieren 

Common Voice wurde allerdings nicht exklusiv für afrikanische Sprachen entwickelt, vielmehr setzten sich die Entwicklerinnen und Entwickler zum Ziel eine Open-Source-Plattform aufzubauen, die die Grundlagen für sprachgesteuerte Technologien in allen 7.100 “lebendigen Sprachen” legt. Bei lebendigen Sprachen handelt es sich um Sprachen, die heute von einer Sprachgemeinschaft verwendet werden. 

Bis heute wurden 9.000 Stunden Sprachaufnahmen von 160.000 Menschen in 60 verschiedenen Sprachen eingereicht. Für sprachgesteuerte Technologien werden riesige Datenmengen benötigt. Große Unternehmen nutzen dabei Daten, die der Allgemeinheit nicht zugänglich sind. Mozilla möchte mit Common Voice freizugängliche Datensätze schaffen, mit denen jeder und jede eigene Programme entwickeln kann – und das in jeder Sprache. 

Die Common VoicePlattform ist einfach zu bedienen: Auf der Webseite kann man direkt beginnen seine eigene Stimme aufzunehmen und etwas beizutragen. Praktisch sollen fünf verschiedene Sätze vorgelesen und aufgenommen werden. Diese Sätze werden dann in einem nächsten Schritt von mindestens zwei anderen Menschen angehört, diese müssen dann bestätigen, dass sie richtig vorgelesen wurden. Auch diese Aufgabe kann auf der Webseite übernommen werden.  

Nach Hackathon wird Chatbot Mbaza entwickelt 

12 Millionen Menschen in Ruanda sprechen die Sprache Kinyarwanda. Nach einem Hackathon, den Common Voice in der Hauptstadt Kigali veranstaltete, ist Kinyarwanda nun eine der schnellst wachsenden Sprachen der Plattform.Bisher wurden 1.700 Stunden Sprachaufnahmen eingeschickt. 

Infolge des Hackathons entstand das Startup “Digital Umuganda”, welches sich auf Lösungen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz spezialisierte. Umugunda bedeutet “Gemeinschaft” und “Kooperation” in Kinyarwanda.  

Digital Umuganda entwickelte den Chatbot Mbaza mit Hilfe des Datensatzes von Common Voice. Mbaza eröffnet Menschen, die nicht lesen oder schreiben können, einen einfacheren Weg mit lokalen Behörden und Regierungen Kontakt aufzunehmen und zu kommunizieren. Beispielsweise durch Spracherkennung, somit können auch Menschen, die nicht schreiben können, Briefe verfassen oder Informationen aus öffentlichen Dokumenten ziehen. Die Kommunikation mit Behörden oder Banken könnte dadurch für Analphabetinnen und Analphabeten erleichtert werden. Dadurch könnten sie ihr Leben auch unabhängiger von anderen führen.  

Sprachsteuerung für alle 

Nun soll Common Voice in Afrika expandieren, begonnen werden soll mit ostafrikanischen Sprachen. Da Common Voice auf die Sprachspenden seiner Community angewiesen ist, wird derzeit der nächste Schritt sein diese Community zu vergrößern.  

Wie wichtig Sprache ist und welche innovativen Lösungen für Verständigungs- und Repräsentationsschwierigkeiten schon entwickelt wurden, könnt ihr in diesen Artikeln nachlesen:  

Student entwickelt Übersetzungssoftware für die Sprache „Fon” 

Afrikanische Schülerinnen und Schüler schreiben Wikipedia-Artikel über ihren Heimatkontinent 

Quelle:  

Baumann, F. / NVIDIA investiert 1,5 Millionen Dollar in Mozillas Common Voice-Projekt in mobile geeks am 16.04.2021. 

Corbley, A. / Siri and Alexa Don’t Support African Languages But This Nonprofit Swooped in to Offer 60 New Voices – Including Welsh im Good News Network vom 09.06.2021 

Datum: 25.06.2021

Gambia hat die Bindehautkrankheit Trachom besiegt

Gambia ist das zweite Land Afrikas, welches die Bindehautkrankheit Trachom erfolgreich bekämpft hat. Ghana gelang dieser Erfolg schon 2018. Das Trachom ist eine der häufigsten Augenkrankheiten weltweit.

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Gambia hat die Bindehautkrankheit Trachom besiegt

Das Trachom ist eine durch Chlamydien verursachte Infektionskrankheit. Bei wiederholten Entzündungen durch ein Trachom kann es zu Bindehautvernarbungen, Hornhauttrübungen (durch das Scheuern von nach innen wachsenden Wimpern auf der Hornhaut) und schließlich Blindheit kommen. Kinder sind besonders häufig betroffen. 

Vorkommen von Trachomen 

Die Krankheit ist oft in trockenen und heißen Klimazonen zu finden. Eine hohe Bevölkerungsdichte, Armut und Wassermangel begünstigen ihre Verbreitung. Trachome werden durch Schmierinfektionen übertragen, bspw. bei der gemeinsamen Benutzung eines Handtuchs. Auch Fliegen können die Krankheit übertragen.  

In den Anfangsstadien gibt es gute Aussichten auf Heilung. Erst eine wiederkehrende Infektion oder ein langer Verlauf verschlechtern die Prognosen. Im Jahr 2019 waren 142 Millionen Menschen von einem Trachom betroffen. 1,9 Millionen erblindeten in Folge einer Infektion. 

Prophylaxe und Behandlung von Trachomen 

Sanitäre Anlagen, sauberes Wasser und die Gesundheitsaufklärung zur Verbesserung der Hygiene können vor einer Infektion schützen. Behandelt werden können Trachome durch Antibiotika. Durch Operationen kann eine Fehlstellung des Augenlids korrigiert und so das Scheuern der Wimpern beseitigt werden. 

Die gambische Regierung und Hilfsorganisationen investierten Jahre, um Trachome auch bei Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen nachzuweisen und zu behandeln. Nun können wichtige medizinische Ressourcen gegen andere Krankheiten eingesetzt werden. 

Quelle:

Leicht, S. / Trachom in DocCheck Flexikon vom 26.11.2020.  

Ahmed, K. / The Gambia becomes second African state to end trachoma in The Guardian vom 22.04.2021. 

Spannende Innovationen im Gesundheitsbereich aus Afrika

Im Zuge der Covid-19-Pandemie kommt es in den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens in Afrika zu nützlichen Innovationen. Mit Technologien wie dem solarbetriebenen Rucksack beispielsweise können medizinische Messungen auch in ländlichen Gegenden, weit ab von einem Krankenhaus, durchgeführt werden.

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Spannende Innovationen im Gesundheitsbereich aus Afrika

Ob ein Pflegeroboter aus dem Senegal, die Covid-19-App, die in Ghana schon früher gelauncht wurde als in Deutschland, oder die Doctors E-Consult App aus Botsuana, überall in Afrika kommt es zu wichtigen Innovationen im Gesundheitswesen. 

Im Oktober 2020 veröffentlichte die WHO eine Analyse über modifizierte oder neue Technologien im Gesundheitsbereich als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie. Von 1.000 untersuchten Innovationen stammten 120 aus afrikanischen Ländern. Die Innovationen stammen aus Bereichen wie der Rückverfolgung von Kontakten, der Behandlung von Patienten, neuen Laborsystemen und der Prävention.  

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien machen über die Hälfte der Innovationen aus Afrika aus 

Bei 57,8 % der Innovationen aus Afrika handelt es sich um Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu gehören bspw. WhatsApp-Chatbots aus Südafrika, Selbstdiagnose-Programme aus Angola, die Kontaktverfolgungs-App aus Ghana oder mobile Informationsplattformen aus Nigeria. 

Weitere 25 % der Innovationen basieren auf der 3D-Drucktechnik, so werden bspw. Gesichtsvisiere für medizinisches Personal gedruckt. Bei knapp 11 % handelt es sich um Technologien aus dem Robotik-Bereich, ein Beispiel stellt ein Roboter aus Ruanda dar, der die Temperatur der Menschen misst und sie auf die Maskenpflicht aufmerksam macht. Die meisten Innovationen kamen aus den Ländern Südafrika (13 %), Kenia (10 %), Nigeria (8 %) und Ruanda (6 %). 

Covid-19 als Chance für innovative Unternehmensideen 

Dr. Matshidiso Moeti, der WHO Regionaldirektor Afrikas, sieht die Herausforderung der Covid-19-Pandemie auch als Chance für neue Unternehmensideen. Als Beispiele nennt er solarbetriebene und mobile Handwaschstationen und Informationsprogramme für Mobiltelefone. Diese Innovationen sind genau auf den afrikanischen Kontinent zugeschnitten. 

Das Regionalbüro der WHO in Afrika baut eine globale Datensammlung zu Innovationen auf, in der Informationen und Wissen geteilt und Ideen ausgetauscht werden können. 

Solarbetriebener Rucksack für medizinische Untersuchungen in ländlichen Gebieten 

Die innovative Plattform Afiya verknüpft digitale Technologien im Gesundheitssektor mit Solartechnik. Mitarbeitende im Gesundheitssektor werden mit Smartphones und einem solarbetriebenen Rucksack ausgestattet, welcher über Bluetooth mit verschiedenen medizinischen Messinstrumenten verbunden ist. So können Patientendaten sicher gesammelt und gespeichert werden. Die Gesundheitsdaten der Patienten werden automatisch in eine Cloud hochgeladen, sobald das Smartphone eine Internetverbindung aufbauen kann. Während das Gesundheitswesen so einen Überblick erhält und medizinisches Personal sinnvoll koordinieren kann, ermöglicht der Rucksack Menschen in abgelegenen Gegenden medizinische Betreuung. 

Ein Roboter aus Ägypten könnte medizinisches Personal entlasten 

In Ägypten entwickelte der Mechatronik-Ingenieur Mahmoud el-Koumi einen ferngesteuerten Roboter, der Ärzten bei der Durchführung von Tests an verdächtigen Covid-19-Patienten hilft. Der Roboter heißt Cira-03, er hat ein menschliches Gesicht, um nicht beunruhigend auf Menschen zu wirken. Außer einem Covid-19-Test kann Cira-03 noch weitere medizinische Tätigkeiten durchführen. Er kann bspw. einen Bluttest nehmen, die Temperatur messen, einen Ultraschall durchführen oder eine Röntgenaufnahme machen. 

So ermöglicht der Roboter dem medizinischen Personal, weniger Kontakt mit   infizierten Menschen aufnehmen zu müssen.  

Obwohl Innovationskraft in der Regel mit der ökonomischen Stärke eines Landes zusammenhängt, performen vor allem Staaten in Sub-Sahara Afrika deutlich besser als erwartet. 

Mehr über Innovationen aus Afrika kann in unserem Unterrichtsmodul Innovation für die Grundschule und Sekundarstufe I und II nachgelesen werden.

Quellen:

Asala, K. / “Egypt’s COVID-19 robot hospital assistant might just save lives” in Africa News vom 23.03.2021. 

Hoffmann, H.  / “Wir waren schneller als Europa” in Der Spiegel vom 14.01.2021. 

Sheikhdon, Y. / “In Somalia, innovation is key to revolutionizing health care” in World Bank Blogs vom 01.12.2020. 

o. A. / “COVID-19 spurs health innovation in Africa” in WHO – Regional Office For Africa vom 29.10.2020. 

Rühl, B. /“Corona in Ruanda: Roboter statt Krankenpfleger” in BR vom 06.06.2020. 

Afrikan Echoes: Digitalisierung mündlich überlieferter Geschichten

Eine afrikanische Hörbuch-App möchte die lange Tradition der mündlichen Überlieferung von afrikanischen Geschichten endlich in das digitale Zeitalter übersetzen.

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Afrikan Echoes: Digitalisierung mündlich überlieferter Geschichten

Der Unternehmer Herman Chinery-Hesse, Gründer des größten Softwareunternehmens Ghanas, entwickelte die App „Afrikan Echoes”.  

Damit soll es möglich werden, mündliche Geschichten zum Preis von 1$ zu downloaden und anzuhören. Alle Menschen sollen eigene Geschichten in ihrer Erstsprache aufnehmen und einsenden können. Das Team von Afrikan Echoes wird dann entscheiden, welche Geschichten in einem Studio aufgezeichnet und in der App gehört werden können. 

Die Vision hinter Afrikan Echoes 

Allen Menschen soll es möglich gemacht werden, ihre Geschichte(n) zu erzählen. Denn auch, wer nicht lesen oder schreiben kann, kann Geschichten zuhören und diese weitererzählen.  

Der Wunsch von Chinery-Hesse ist es, dass Menschen auf der ganzen Welt afrikanische Geschichten von afrikanischen Menschen hören, die auf afrikanische Weise erzählt werden. 

Auch auf dem afrikanischen Kontinent wünscht er sich einen internationalen Austausch von Geschichten. Die einzelnen Geschichten, Sagen, Autobiografien, historischen Erzählungen oder Romanzen sollen in unterschiedliche afrikanische Sprachen wie Yoruba, Swahili oder Amharisch übersetzt werden. 

Auch ländliche Gegenden ohne Internetzugang wurden bei der Konzeption der App mitbedacht: So soll es möglich sein, mit einer Internetverbindung einen “Großeinkauf” in der App zu tätigen und die einzelnen Geschichten dann über Bluetooth an andere Geräte weiterzuschicken – ganz ohne Internet. 

Übersetzte Zusammenfassung des Artikels An audiobooks app will tell unheard African stories von Beighton, R. und Wood, R. veröffentlicht von CNN am 18.01.2021. 

Die „Doctors E-Consult“ App aus Botsuana: virtuelle Arztpraxen

Als Antwort auf die erschwerten Zugangsmöglichkeiten zu Ärztinnen und Ärzten während der Covid-19 Pandemie entwickelte eine Gruppe junger botsuanischer Unternehmerinnen und Unternehmer die App „Doctors E-Consult".

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Die „Doctors E-Consult“ App aus Botsuana: virtuelle Arztpraxen

Mithilfe der App können Patientinnen und Patienten in einen Online-Konsultationsraum eintreten und virtuell mit einem Arzt oder einer Ärztin sprechen. Dies soll über einen Computer sowie über mobile Endgeräte funktionieren.  

Vorteile der virtuellen Praxis 

Schon vor der Corona-Pandemie mussten Patientinnen und Patienten in Botsuana oft lange vor einer ärztlichen Praxis warten. Über die Doctors E-Consult App soll es nun möglich werden, nicht nur medizinischen Rat einzuholen, sondern auch Medikamente zu bestellen und elektronische Rezepte ausgestellt zu bekommen.  

Neben der Allgemeinmedizin soll die App weitere Fachbereiche wie die Psychologie und Kardiologie abdecken. Falls doch ein persönliches Treffen mit einem Arzt oder einer Ärztin nötig ist, könnten Termine über die App gebucht werden.  

Ein Anfang 

Zurzeit befindet sich das Start-Up im Austausch mit dem Gesundheitsministerium Botsuanas, um eine gute Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern in ländlichen Gegenden und der Doctors E-Consult App zu ermöglichen. Bis jetzt kann die App nicht heruntergeladen und genutzt werden, dies soll sich laut der Webseite allerdings bald ändern. 

Quelle:  

o.A. / “Pressespiegel KW 5/2021: An die Urne“ von der Deutschen Afrika Stiftung e.V. 


Tansania: Fernwartung von Medizingeräten mit live Video und Augmented Reality

Gesundheitsdienstleister in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen können ihre medizintechnischen Geräte häufig aufgrund von mangelndem Know-How oder zu hohen Kosten nur unzureichend warten oder reparieren. Mithilfe einer Fernwartungsapplikation unterstützt unsere Bündnisorganisation action medeor das Krankenhauspersonal in Tansania bei der Wartung, Reparatur und Anwendung der Geräte aus der Ferne.

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Tansania: Fernwartung von Medizingeräten mit live Video und Augmented Reality

Die bloße Verfügbarkeit von medizintechnischen Geräten in Gesundheitseinrichtungen reicht nicht aus, um die Gesundheitsversorgung langfristig zu verbessern. Vielen Gesundheitsdienstleistern in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen mangelt es an geeignetem Know-how für die optimale Nutzung und Wartung von Gesundheitstechnologien. Zudem sind finanzielle Mittel begrenzt. Reparaturen selbst kleiner Defekte an Geräten der Gesundheitstechnologie werden aufgrund der hohen Arbeitskosten und Reisekosten der Servicetechnikerinnen und Techniker unerschwinglich. Gesundheitseinrichtungen in ländlichen Regionen werden aufgrund schlechterer Erreichbarkeit noch weiter benachteiligt, da diese Dienstleistungen fast ausschließlich in der Hauptstadt und den wenigen größeren Städten angeboten werden.

Dieses Projekt unserer Bündnisorganisation action medeor soll daher den Zugang zu verbesserten Servicedienstleistungen für medizintechnische Geräte mithilfe einer Fernwartungsapplikation ermöglichen. Die Nutzung dieser Smartphone-Applikation ermöglicht, dass Geräte- und Anwendungsprobleme direkt an TechnikerInnen von action medeor in Deutschland und Tansania übertragen werden können. In beiden Ländern verfügt action medeor über geschultes Personal. Die Kamera- und Tonübertragung vom Smartphone der Ratsuchenden auf den Laptop des action medeor-Medizintechnikingenieurs ermöglicht eine genaue Beurteilung des vorliegenden Problems mit der Möglichkeit einer direkten Hilfestellung.

Um Krankenhaustechnikerinnen und Anwendern in Tansania in der Wartung, Reparatur und Anwendung ihrer medizintechnischen Geräte auch aus der Ferne unterstützen zu können, erhalten insgesamt 20 Gesundheitseinrichtungen kostenlosen Zugang zu einem Fernwartungstool mit Live Video und Augmented Reality. Sie werden in die Nutzung der Applikation eingewiesen und werden mit kostenlosen Smartphones und dem entsprechenden Datenvolumen ausgestattet. Die Fernwartungsapplikation ermöglicht es augmentierte Anweisungen durch Zeichnen und Platzieren im Kamerafeld des Smartphones zu geben, was die Kommunikation erleichtert. So können sowohl Standardwartungen als auch anspruchsvolle Reparaturen von den Krankenhaustechnikerinnen und Technikern vor Ort durchgeführt werden.

Ihre Spende hilft! Unterstützen Sie die Projekte unserer Mitgliedsorganisationen:

Errungenschaften Afrikas von Keith Hamaimbo

In dem Buch "Errungenschaften Afrikas" lernen Leserinnen und Leser viele bemerkenswerte Innovationen aus der Vergangenheit und Gegenwart kennen, die aus afrikanischen Ländern stammen.

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Errungenschaften Afrikas

Errungenschaften Afrikas von Keith Hamaimbo

Für viele Menschen ist es noch immer überraschend, wenn dem afrikanischen Kontinent bemerkenswerte Errungenschaften und positive Besonderheiten der Geschichte und Gegenwart zugeschrieben werden. Dr. Dr. Keith Haimambo vermittelt mit seinem Buch „Errungenschaften Afrikas“ ein anderes Afrika-Bild, das den Horizont erweitern kann.

Es zeigt, dass aktuelle afrikanische Innovationen in einer langen Tradition stehen. Zudem stellt es die bisherigen Vorstellungen von Schwarzen Menschen in Frage. Die alten Ideen werden um neue Bildern – und Vorbilder – ergänzt. Das Buch greift Errungenschaften aus den folgenden Bereichen auf:

  • afrikanische Philosophie,
  • Afrika und die Weltreligionen,
  • naturwissenschaftliche Erfolge.
  • Zudem stellt das Buch aktuelle und historische afrikanische Führungspersönlichkeiten vor.

Wir empfehlen das Kapitel „Wissenswerte Errungenschaften“ (S. 152 bis 162). Im Folgenden stellen wir drei kurze Beispiele daraus vor:

  • Im Jahr 2018 erhielt Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso den „Alternativen Nobelpreis“. Er fand heraus, wie man durch das Pflanzen von Bäumen die Ausbreitung von Wüste verhindern kann. Dazu verwendete er altes landwirtschaftliches Wissen aus seiner Heimat.
  • Bereits 1879 berichtete ein Missionar über eine erfolgreiche Kaiserschnittoperation in Uganda, bei der Mutter und Kind überlebten.
  • Nicht nur in Ägypten gibt es Pyramiden – im Sudan stehen sogar noch mehr davon als im Land am Nil, nicht wenige davon sind Frauen gewidmet.


Durch das Buch „Errungenschaften Afrikas“ lernen wir, dass der Ursprung vieler menschlicher Großleistungen in Afrika liegt. Das Buch wirkt unserer eurozentristischen Sicht entgegen und hilft so, Ungleichheit in der Wahrnehmung der Welt zu verringern. So trägt das Buch „Errungenschaften Afrikas“ auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des zehnten Ziels: weniger Ungleichheit.

Tipp!

Das Buch „Errungenschaften Afrikas“ ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten das Buch „Errungenschaften Afrikas“ im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A21 Errungenschaften Afrikas (Buch) für die Sekundarstufe I und II:


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Brille von Wazi Vision

Die Brillen von Wazi Vision werden aus recyceltem Plastik hergestellt, dadurch wird der Preis geringer und mehr Menschen können sich die Brillen leisten!

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Brille von Wazi Vision

Weltweit haben etwa 285 Millionen Menschen eine Sehbeeinträchtigung. Doch entsprechende Behandlungen und auch Brillen sind sehr teuer. Das gilt für Deutschland, noch mehr aber für andere Länder – so auch für Uganda. Viele Menschen in Uganda können sich keine Sehhilfe leisten. Denn über ein Fünftel der Einwohnerinnen und Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze.[1] Was bedeutet, dass sie mit weniger als zwei Euro am Tag auskommen müssen. Da eine Brille in Uganda aber umgerechnet oft 150 € oder mehr kostet, ist sie für viele Menschen also unbezahlbar.

Deswegen gründete Brenda Katwesigye zusammen mit Mariéme Jamme „Wazi Vision“. Mit ihrem Unternehmen produzieren sie Brillen zu einem deutlich geringeren Preis. Eine Brille von Wazi Vision kostet umgerechnet weniger als 20 €! Das ist möglich, weil das Unternehmen altes Plastik wiederaufbereitet – recycelt – und für das Brillengestell verwendet. Wazi Vision entwickelte außerdem eine Software, die mithilfe von Virtual Reality Augenkontrollen durchführt und die Sehschärfe feststellt. So lässt sich auch ohne professionelle Hilfe schnell feststellen, ob jemand weitsichtig oder kurzsichtig ist. Das ist besonders hilfreich, da über 80 Prozent der Menschen in Uganda auf dem Land leben[2] und für eine Augenuntersuchung einen weiten Weg zurücklegen müssten. Die wenigen Optikerinnen und Optiker sowie Augenärztinnen und -ärzte in Uganda praktizieren nämlich meistens in einer Stadt. Dadurch erleichtert die Innovation vielen Landbewohnerinnen und -bewohnern das Leben erheblich.

Doch für Menschen mit geringem Einkommen sind auch 20 € eine hohe Summe. Daher spendete Wazi Vision bereits viele Brillen an Kinder. Außerdem unterstützt das Unternehmen Frauen, indem es ihnen Ausbildungsmöglichkeiten für die Zukunft bietet: So lernen sie beispielsweise, eine Brille zu entwerfen, Augentests durchzuführen oder wie man Transport, Lagerung und Nachbestellung der Brillen organisiert. Das hilft den Frauen, eine Arbeit zu finden und eigenes Geld zu verdienen.

Wazi Vision ermöglicht Augenkontrollen für Menschen mit geringem Einkommen. Auch Menschen, die für eine solche Untersuchung lange Strecken zurücklegen müssten, profitieren von Wazi Vision. Insgesamt wird so die Augengesundheit von mehr und mehr Menschen verbessert. Außerdem können Menschen mit Sehschwäche dank der günstigen Brillen besser sehen, was ihnen bei der Arbeit und im Alltag enorm hilft. Wazi Vision verwendet zudem alten Kunststoff wieder und stellt daraus die Brillengestelle her. Das führt nicht nur dazu, dass die Brillen sehr günstig sind. Sie sind so auch ein nachhaltiges Produkt, weil das Unternehmen verantwortungsvoll mit bereits vorhandenen Ressourcen umgeht. So tragen die Brillen von Wazi Vision auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion).

Tipp!

Die Brillen von Wazi Vision sind Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten eine Brille von Wazi Vision im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A6 Brillen von Wazi Vision“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A6 Brillen von Wazi Vision für die Sekundarstufe I und II:


[1] Das Länder-Informations-Portal – Uganda www.liportal.de/uganda/wirtschaft-entwicklung/ (Zugriff am 19.08.2020)

[2] www.bruehl-stiftung.de/l%C3%A4nderinfos/uganda-im-%C3%BCberblick/armutssituation/


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African Giant von Burna Boy – und das Musikgenre Afrofusion

Die Musik von Burna Boy setzt sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinander. Er will mit seiner Musik aufklären, kritisieren und unterhalten.

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African Giant von Burna Boy – und das Musikgenre Afrofusion

Damini Ebunoluwa Ogulu, besser bekannt als Burna Boy, ist ein Sänger, Rapper und Songwriter aus Nigeria. Er wurde am 2. Juli 1991 in Port Harcourt geboren und lebte kurzzeitig in London, wo seine Karriere begann. Burna Boy singt und rappt auf Englisch und Yoruba, eine Sprache, die hauptsächlich in Nigeria und Benin gesprochen wird. Seit 2011 macht Burna Boy professionell Musik, jedoch wird die Veröffentlichung seines Songs „Like to Party“ des darauffolgenden Albums „L.I.F.E.“ im Jahr 2013 als sein wirklicher Durchbruch in der Musikbranche bezeichnet. Mittlerweile hat Burna Boy mehr als 600 Millionen Aufrufe auf YouTube und musizierte bereits zusammen mit Beyoncé.

Innovatives Genre „Afrofusion“

Burna Boys weltweiter Erfolg spiegelt sich besonders in seiner Grammy-Nominierung wider, die er 2019 in der Kategorie „Best World Music Album“ für sein Album „African Giant“ erhielt. Dort hört man sehr gut, was Burna Boy musikalisch so einzigartig und innovativ macht: Das von ihm mit begründete Genre Afrofusion; auch als „Afrobeats“ oder „Nigerian Pop“ bekannt, hat diese Musikrichtung ihre Wurzeln in Nigeria, Ghana und auch in England. Dabei Afrofusion ist keine strikte Stilrichtung, sondern eher ein Überbegriff für die Verschmelzung verschiedener Stile, die jede Künstlerin und jeder Künstler für sich definieren kann. „Es ist wie eine Pizza […]”, sagte Burna Boy in einem Interview mit dem amerikanischen Talk-Show Host Trevor Noah, „[…] Afrobeat ist der Teig, also die Basis, und Reggae, Dancehall, R&B und Hip-Hop die Toppings, also der Belag.” Inspiriert wurde der nigerianische Superstar von dem Menschrechtsaktivisten und musikalischen Multi-Talent Fela Kuti, der als Begründer des Afrobeat gilt.

Burna Boys Musik ist nicht nur unterhaltsam und eignet sich perfekt zum Tanzen, sondern beinhaltet auch politische und gesellschaftskritische Texte. In dem Song „Another Story“ singt er über die komplizierte Kolonialgeschichte Nigerias, in „Dangote“ geht es um Arbeitslosigkeit. „Der Grund, für das was ich tue und wie ich es tue, hat nur ein Ziel, und zwar die Vereinigung Afrikas. […] Ich möchte, dass meine Kinder und ihre Kinder stolz sind, afrikanisch zu sein.”, sagt Burna Boy in einem Interview zu der Message, die hinter seiner Musik steht.

Burna Boy singt über gesellschaftlich relevante Themen wie Arbeitslosigkeit oder die Kolonialgeschichte. Er möchte aufklären, unterhalten und kritisieren, aber vor allem Menschen zueinander bringen. So setzt er sich für Frieden und Gerechtigkeit auf dem afrikanischen Kontinent ein. So trägt Burna Boy auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 16. Zieles: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

Tipp!

Die Musik von Burna Boy ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie die Musik von Burna Boy im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A15 African Giant von Burna Boy – und das Musikgenre Afrofusion“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A15 African Giant von Burna Boy – und das Musikgenre Afrofusion für die Sekundarstufe I und II:


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„Was ist was: Pyramiden“ (Dokumentation)

Im "Was ist was"-Film wird Kindern die Geschichte der Pyramiden von Gizeh erklärt. Wie und warum sie gebaut wurden und was es mit dem Sphinx auf sich hat.

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Was ist was: Pyramiden DVD

„Was ist was: Pyramiden“ (Dokumentation)

Der „Was ist was“-Film beschäftigt sich mit den Pyramiden von Gizeh. Ein Archäologie-Student nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf seine Entdeckungsreise. Die Pyramiden – diese gewaltigen Grabmäler der Pharaonen – wurden vor 4.500 Jahren am Westufer des Nils erbaut. Über die Pyramide sollte der König in den Himmel zum Sonnengott Re aufsteigen. Bis heute geben die Pyramiden, die schon in der Antike zu den sieben Weltwundern zählten, viele Rätsel auf. Denn es blieb kein einziger Bauplan erhalten.

Die Zuschauenden erfahren mehr darüber, wie die Pyramiden wahrscheinlich gebaut wurden, welche Funktion der Sphinx hatte und vieles mehr. Der Film geht auch auf das Niltal und auf das Leben der Bäuerinnen und Bauern von damals ein.

Viele Kinder und Erwachsene aus Europa kennen wenige Errungenschaften anderer Kulturen von anderen Kontinenten als Europa und Nordamerika. Der Film über die Pyramiden zeigt Kindern, dass es in Afrika schon 2.500 Jahre v. Chr. eine Hochkultur gab. So trägt der „Was ist was“-Film auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des 10. Zieles: Weniger Ungleichheit.

Tipp!

Der „Was ist was“-Film über die Pyramiden ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den „Was ist was“-Film über die Pyramiden im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A18 Was ist was – Pyramiden“ für die Grundschule:



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Hidden Figures

"Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" erzählt die Geschichte von drei afroamerikanischen Wissenschaftlerinnen bei der NASA, in Zeiten des kalten Krieges.

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Hidden Figures DVD

Hidden Figures

Hidden Figures ist ein US-amerikanischer Film über drei Schwarze Mathematikerinnen, die in den 1950er- und 60er-Jahren maßgeblich am Mercury- und Apollo-Programm der NASA beteiligt waren: Katherine Johnson berechnet die Flugbahnen für den Flug des ersten Amerikaners ins Weltall. Mary Jackson arbeitet in der Abteilung für Raumkapselentwicklung, dort wird ihr empfohlen, Ingenieurin zu werden. Um diese Stelle zu erlangen, muss sie allerdings an einer Universität studieren, die keine Schwarzen Frauen zulässt. Mary zieht vor Gericht und bekommt Recht. Sie wird die erste Schwarze Ingenieurin bei der NASA. Dorothy Vaughan übernimmt aufgrund der Erkrankung ihrer Vorgesetzten die Aufgaben einer Supervisorin der „Colored Computers“-Abteilung, erhält aber nicht deren Stelle oder das Gehalt. Aufgrund eines neuentwickelten Computers geraten die Stellen der Rechnerinnen in ihrer Abteilung in Gefahr. Deshalb eignet sich Dorothy die Fähigkeit an, die Maschine zu programmieren und gibt dieses Wissen an die anderen Frauen in ihrer Abteilung weiter. So sichert sie die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiterinnen und wurde die erste afroamerikanische Supervisorin der NASA.

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte dreier herausragender Schwarzer Frauen in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika.

Hidden Figures steht allerdings auch in der Kritik, „White Saviorism“ abzubilden. Der „White Savior“ (weißer Retter) ist eine regelmäßig wiederkehrende Figur in amerikanischen Büchern und Filmen. Der Begriff sowohl wird in der Filmkritik verwendet als auch als Filmgenre sowie als Stereotyp verstanden. Dabei retten weiße Menschen in Eigenregie Schwarze aus einer Notlage, dadurch wird impliziert, dass Schwarze Menschen außerstande seien, sich selbst zu helfen.Al Harrison ist der Chef von Katherine Johnson und spielt eine entscheidende Rolle im Film, in vielen Schlüsselszenen ist er der weiße Mann, der Katherine erst den Erfolg ermöglicht, weil er ihr – im übertragenen und wörtlichen Sinn – „Türen öffnet“. Diese Person hat es allerdings in Wirklichkeit nie gegeben.

Externe Filmkritik

Zwei Filmkritiken, die bei der Betrachtung und Analyse des Films mit Schülerinnen und Schülern hilfreich sein könnten und die Vielschichtigkeit der Themen des Films aufzeigen:

Wolfgang M. Schmitt, Filmanalyse (2017): „Hidden Figures – unerkannte Heldinnen – Kritik & Analyse“ (YouTube): www.youtube.com/watch?v=XwytyxlyY-E

Carolin Gasteiger, Süddeutsche Zeitung (2017): „Warum ‚Hidden Figures‘ den Oscar verdient hat“: www.sueddeutsche.de/kultur/academy-awards-warum-hidden-figures-den-oscar-verdient-1.3378452

Der Film erzählt die Geschichte von drei afroamerikanischen Frauen, die sich in einer von (hauptsächlich) weißen Männern dominierten Branche durchsetzen. Die Geschichte macht schwarzen Mädchen und Frauen Mut, dass sie alles erreichen können, was sie wollen. So trägt AB3D auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des fünften Zieles: Geschlechtergleichheit.

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Die DVD „Hidden Figures“ ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die DVD „Hidden Figures“ im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A23 Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen für die Sekundarstufe I und II:


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Odo (Buch und Puppe)

Das Bilderbuch Odo erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, welches sich eine Puppe wünscht, die aussieht wie sie und wie sich ihr Wunsch erfüllt.

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Odo Buch und Puppe

Odo (Buch und Puppe)

Die Heldin dieses Bilderbuchs heißt Odo. Sie ist sechs Jahre alt und kommt aus Ghana. Als Odo eines Tages auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin eine Schwarze Puppe sieht, ist sie hin und weg. Sie kann an nichts anderes mehr denken, als eines Tages auch so eine schwarze Puppe zu besitzen. Denn die Puppe sieht so aus wie Odo. Odo wünscht sie sich zu ihrem nächsten Geburtstag von ihrer Mutter. Doch Odos Mutter hat zu wenig Geld und kann ihr den Wunsch nicht erfüllen. Dafür organisiert sie eine wunderschöne Geburtstagsfeier für ihre Tochter und backt leckere Muffins für sie und ihre Freundinnen. Da kommt Odo die innovative Idee, wie sie und ihre Mutter etwas Geld verdienen könnten: ihre Mutter backt Muffins und Odo verkauft sie.

Odo und ihre Mama setzen ihre Idee in die Tat um und werden zu Kleinunternehmerinnen. Schon bald hat die kleine Familie genug Geld zusammen, damit Odo auf eine bessere Schule gehen kann und die beiden in ein größeres Haus ziehen können. Odo bekommt so sogar ein eigenes Zimmer. Am Ende erfüllt sich auch Odos sehnlichster Wunsch nach einer eigenen schwarzen Puppe und sie ist überglücklich.

Die Autorin Dayan Kodua schreibt im Vorwort des Buches, dass es in deutschen Kinderbüchern an Vielfalt mangelt, was Kultur und Hautfarbe betrifft. Deshalb hat sie die Geschichte von Odo geschrieben.

Durch die Geschichte von Odo ist die deutsche Kinder- und Jugendliteratur um eine schwarze Heldin reicher. Durch die Repräsentation von People of Color (PoC)[1] in den Medien wird die Medienlandschaft inklusiver und vielfältiger. So trägt das Kinderbuch Odo auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des 10. Zieles: Weniger Ungleichheit.

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Das Bilderbuch und die Odo-Puppe sind Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die Geschichte von Odo und die dazugehörige Puppe im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A16 Odo Bilderbuch und Puppe“ für die Grundschule:


[1] Als Begriff bezieht sich ‚People of Color‘ auf alle rassifizierten Menschen, die in unterschiedlichen Anteilen über afrikanische, asiatische, lateinamerikanische, arabische, jüdische, indigene oder pazifische Herkünfte oder Hintergründe verfügen. Er verbindet diejenigen, die durch die weiße Dominanzkultur marginalisiert sowie durch die Gewalt kolonialer Tradierungen und Präsenzen kollektiv abgewertet werden. Aus: „People of Color als Diversity-Ansatz in der antirassistischen Selbstbenennungs- und Identitätspolitik“ von Kien Nghi Ha, Heinrich-Böll-Stiftung: heimatkunde.boell.de/2009/11/01/people-color-als-diversity-ansatz-der-antirassistischen-selbstbenennungs-und (Zugriff am 19.08.2020)


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Farmerline

Farmerline bietet einen SMS-Dienst an, der Menschen, die im landwirtschaftlichen Bereich in Afrika arbeiten über das Wetter oder neue Anbautechniken informiert.

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Logo: Farmerline

Farmerline

Das große Problem der „letzten Meile“ macht die Ungleichheit zwischen den digitalen Metropolen in afrikanischen Ländern und den ländlichen Gebieten deutlich erkennbar. Damit ist der letzte Abschnitt des Weges gemeint, den ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Information zurücklegen muss, bevor sie bei der Person ankommt, die sie braucht. Bei einem Paket ist das beispielsweise der Weg aus dem Postauto in die Wohnung. Bei einer Information aus dem Internet wäre es der Datenübertragungsprozess auf einen persönlichen Computer.

In vielen ländlichen Gebieten Afrikas ist die Internetverbindung unzureichend. Dies beraubt die dort lebende Bevölkerung der vielen Vorteile der modernen Technologie. Farmerline versucht, Landwirte auf dem ghanaischen Land das globale Wissen über Landwirtschaft über das Mobiltelefon zu vermitteln. Landwirte erhalten Informationen, z. B. über das Wetter in ihrer Region, welcher Dünger eine Pflanze am besten wachsen lässt, wann welche Samen gepflanzt werden sollten, welche natürlichen Pflanzenschutzmittel sie verwenden können und wie sie ihre Ernteprodukte am besten vermarkten, um einen guten Gewinn zu erzielen. Um allen Menschen in landwirtschaftlichen Betrieben einen Zugang zu diesen Informationen zu ermöglichen, schickt Farmerline Sprach- und Textnachrichten in 9 lokalen Sprachen an Landwirtinnen und Landwirte. Für den Fall, dass bereits eine Internetverbindung vorhanden ist, bietet der Dienstleister auch eine Online-Plattform. Das Unternehmen wurde 2013 von Shandorf Adu Bright gegründet und hat bisher über 200.000 Nutzerinnen und Nutzer in 11 Ländern Afrikas.


Farmerline ist eine innovative Lösung für Menschen im landwirtschaftlichen Bereich in Afrika. Durch die schlechte Internetanbindung in ländlichen Gebieten blieben den Menschen, die in diesen Regionen leben, viele neue Erkenntnisse und aktuelle Neuigkeiten anderenfalls vorenthalten. Durch das SMS-System von Farmerline kann dieses Problem gelöst werden. Durch die Informationen, die von Farmerline bereitgestellt werden, können Nahrungsmittel ertragreicher angebaut und verkauft werden. Das schafft Nahrungsmittelsicherheit. Die Bevölkerung ist so nicht auf Importe angewiesen. Das bringt den Vorteil, dass die Nahrungsmittelsicherheit im Land gegeben ist, auch wenn der Wechselkurs sich verschlechtert oder die Preise in den Exportländern steigen. So trägt das Dext Science Set auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 2 (Kein Hunger) und 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur).

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Farmerline ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten Farmerline im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A18 Farmerline – Hotline zum grünen Daumen für die Sekundarstufe I und II:


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M-Pesa Bezahlsystem

M-Pesa ist ein lokales und mobiles Bezahlsystem aus Kenia. So können Menschen in Kenia statt über ein Bankkonto über ihre SIM-Karte bezahlen.

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Logo: M-pesa

M-Pesa Bezahlsystem

Wie würde Ihr Alltag aussehen, wenn Sie kein Bankkonto hättet? Wie würden Sie die Miete oder einen Kredit für ein Haus bezahlen? Stellen Sie sich vor, Sie würden Landwirtschaft betreiben oder ein kleines Café. Was würden Sie mit dem Geld machen, das Sie verdienen? Vielleicht würden Sie die Einnahmen im Haus oder unter der Matratze verstecken. Natürlich wäre es nicht ungefährlich, eine große Menge an Bargeld zu Hause zu haben oder mit sich herumzutragen. Denn Gelegenheit macht Diebe.

In Kenia haben viele Menschen keine Ersparnisse. Sie erhalten häufig keinen Zugang zu einem normalen Konto bei der Bank. Bis 2007 waren all die oben beschriebenen Probleme für sie alltäglich. In diesem Jahr wurde jedoch M-Pesa erfunden, ein lokales mobiles Bezahlsystem. Das „M“ steht für mobil, „Pesa“ ist Suaheli und bedeutet Geld. Suaheli ist neben Englisch Amtssprache in Kenia. Ein mobiles Bezahlsystem bedeutet für die Nutzerinnen und Nutzer, dass sie von überall mit einem elektronischen Gerät bezahlen können. Sie benötigen also kein Bargeld, sondern nur ihr Handy. Selbst in sehr kleinen Geschäften auf dem Land wird M-Pesa darum inzwischen verwendet. Die Menschen zahlen jedoch nicht nur Lebensmittel oder Kleidung aus dem Laden auf diese Weise, sondern auch ihre Mieten oder Rechnungen. Alles, was sie benötigen, ist eine passende SIM-Karte und ein Ausweis. Sie bekommen dann eine Nummer und ein Passwort zugewiesen. Von nun an kann die Karte bei einem der M-Pesa-Agenten aufgeladen werden. Das können zum Beispiel Tankstellenbesitzerinnen oder Kioskverkäufer sein. Dort müssen die Kundinnen und Kunden nur noch echtes Geld in virtuelles eintauschen und schon haben sie ihr eigenes mobiles Konto.

Das Unternehmen Safaricom ist Kenias größter Anbieter für Kommunikation über das Mobiltelefon. Es entwickelte M-Pesa ursprünglich, damit die Menschen geliehenes Geld von der Bank, also Kredite, unkompliziert zurückzahlen können. Die Kenianerinnen und Kenianer begannen allerdings schnell, sich mithilfe der App auch privat Geld hin und her zu schicken. Das hat Safaricom bemerkt und daraufhin ein großes Netzwerk aus M-Pesa-Agenten aufgebaut. Im ganzen Land gibt es inzwischen mehr als 160.000 Standorte.[1] Bezahlen ist daher um ein Vielfaches einfacher geworden. Das ist auch ein großer Vorteil für die Gründung von Unternehmen. In Kenias Hauptstadt Nairobi gibt es viele Start-ups, die überhaupt erst entstehen konnten, weil M-Pesa existiert. Das System ist zur Grundlage für die Entwicklung von Apps und weiteren digitalen Innovationen geworden.


Neue Technologien wie M-Pesa sind der Grundbaustein für viele Unternehmen. Kundinnen und Kunden können so ganz einfach die Leistungen bezahlen, die sie gebucht haben. Das erhöht auch die Erfolgschancen der Unternehmen und kurbelt die Wirtschaft an. Lange Zeit durften in Kenia nur die Menschen ein Konto eröffnen, die genügend Geld und ein geregeltes Einkommen haben. Dank M-Pesa wurde diese Ungleichheit aufgehoben. Auch diejenigen, die nicht so viel Geld besitzen, können nun über ein mobiles Konto verfügen. Das ermöglicht ihnen, online Dinge zu bestellen oder zum Verkauf anzubieten. Außerdem erleichtert das System das Leben in vielen Bereichen. Die Miete oder Rechnungen zu zahlen, dauert jetzt nur noch wenige Sekunden. So trägt M-Pesa auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 8 (Gute Arbeit und Wirtschaftswachstum) und 10 (Weniger Ungleichheit).

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Sie möchten den M-Pesa im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A17 M-Pesa (Bezahlapp)“ für die Sekundarstufe I und II:


[1] www.safaricom.co.ke/personal/m-pesa/getting-started/experience-m-pesa


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Ampelroboter

Die Ampelroboter aus der Demokratischen Republik Kongo helfen auf großen Kreuzungen in Kinshasa den Verkehr zu lenken.

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Ampelroboter

Deutsche lieben Ampeln. In ganz Deutschland gibt es ungefähr 1,5 Millionen von ihnen. Ein Mensch, der hierzulande Auto fährt, steht rund zwei Wochen seines oder ihres Lebens vor einer roten Ampel. Wir bleiben sogar dann vor ihnen stehen, wenn weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen ist.

In der Demokratischen Republik Kongo stehen weitaus weniger dieser Verkehrsleitsysteme als in Deutschland, dafür gibt es dort aber etwas Besonderes: intelligente Ampelroboter. Statt mindestens acht Ampeln für eine Kreuzung zu benötigen, schafft ein Ampelroboter die Arbeit auch allein. Mit den Robotern lässt sich der Verkehr auf den großen Kreuzungen Kinshasas sehr gut lenken: Auf den Kreuzungen, an denen sie aufgestellt wurden, kam es zu 40 Prozent weniger Unfällen. Ein mit Solarenergie betriebener Ampelroboter kann zudem auch als Blitzer oder Radarsystem eingesetzt werden.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO[1] sind Unfälle im Straßenverkehr eine der zehn häufigsten Todesursachen in Afrika. Die Ampelroboter sind eine flexible und nachhaltige Alternative zur traditionellen Ampel. Hergestellt werden sie zu 50–60 Prozent aus recycelten Materialien.

Mit seinem Erfindungsreichtum schaffte es William Der Ampelroboter macht Kreuzungen sicherer und kann viele Verkehrsunfälle verhindern. Das hat direkte positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen. Besonders in Großstädten ist der Autoverkehr Quelle für Unfälle. Der Ampelroboter ist vielseitig und flexibel einsetzbar. Er kann auf verschiedene Verkehrssituationen oder -aufkommen individuell reagieren. Anhand des enormen Rückgangs der Unfälle an den Einsatzorten um 40 Prozent wird deutlich, wie gut die Erfindung funktioniert. Da weniger Ampelroboter als Ampeln gebaut werden müssen, sie aus bis zu 60 Prozent recyceltem Material bestehen und mit Solarenergie betrieben werden, sind sie eine innovative und nachhaltige Alternative zu traditionellen Ampeln. So tragen die Ampelroboter auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion).

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Ein Clip über die Ampelroboter ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den Clip über die Ampelroboter im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A12 Ampelroboter – Roboter statt Verkehrschaos (Videoclip)“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A12 Ampelroboter – Roboter statt Verkehrschaos (Videoclip) für die Sekundarstufe I und II:


[1] www.africacheck.org/factsheets/factsheet-africas-leading-causes-death/ (Zugriff: 21.08.2020)


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Yacouba Sawadogo, der die Wüste aufhielt

Der Dokumentarfilm „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ erzählt die Geschichte des Bauern Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso.

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Der Mann, der die Wüste auffhielt (DVD)

Yacouba Sawadogo, der die Wüste aufhielt

2018 erhielt Yacouba Sawadogo für seine innovativen Anbaumethoden den „Right Livelihood Award“, der auch als „Alternativer Nobelpreis“ bezeichnet wird.

Inhalt der Dokumentation

Yacouba wächst in Burkina Faso und Mali in einfachen Verhältnissen auf dem Land auf. Seine Eltern schicken ihn auf eine Koranschule, als er noch ein Kind ist. In einer solchen Schule lernen muslimische Kinder vieles über den Islam. Dort muss er körperlich hart arbeiten und den Koran auswendig lernen.

Dürren führen zu Hungersnöten

Als er nach Hause zurückkehrt, eröffnet er einen Stand auf dem Markt, der gut läuft und ihm ein ausreichendes Einkommen ermöglicht. Dennoch entscheidet er sich, die Region zu verlassen, um Bauer zu werden. Diese Entscheidung können viele nicht nachvollziehen, doch wenig später zeigt sich, dass sie richtig war. Denn Trockenheit, Dürre und Ernteausfälle führen zu einer Hungersnot. Die Händlerinnen und Händler auf dem Markt haben kaum noch etwas zum Verkaufen und hungern – Yacouba hingegen kann auf seinem bewirtschafteten Land genug Nahrungsmittel anbauen und muss keinen Hunger leiden.

Mit der Zeit nehmen Trockenheit und Dürre zu und Ernteausfälle werden häufiger. Viele verlassen die Dörfer, um in der Stadt Arbeit zu finden. Yacouba hingegen bleibt, beobachtet die Natur sehr genau und entwickelt Methoden, mit denen er auch in der trockenen Gegend Nahrungsmittel anbauen – und durch Wiederaufforstung sogar die Wüste zurückdrängen kann.

Yacouba entwickelt eine neue Anbaumethode

Yacouba bewirtschaftet seine Felder mit der traditionellen Zaï-Methode und verbessert diese sogar. Bei dieser Methode werden kleine Löcher in den Boden gehackt, in die die Samen gesetzt werden. Dies macht man, damit diese nicht vom Wind weggetragen werden. Zudem kann sich in den Löchern Wasser sammeln. Yacouba entscheidet sich dazu, die Löcher größer und tiefer zu graben, als es üblich ist, damit die Samen so viel Wasser bekommen wie möglich. Seine wichtigste Innovation besteht jedoch darin, dass er die Löcher schon vor der Regenzeit gräbt. Da es die Tradition in seiner Region eigentlich verbietet, vor der Regenzeit auf den Feldern zu arbeiten, halten ihn viele für verrückt und verurteilen ihn. Doch Yacouba macht weiter: Er füllt Tierdung in die Löcher. Dies lockt Termiten an, die den Boden umgraben und auflockern. In der Regenzeit kann sich das Wasser so besser im Boden verteilen. Yacoubas Innovationskraft geht aber noch weiter: Er legt Steine in langen Reihen auf die Erde, sie halten das Wasser davon ab, zu schnell abzufließen. Auch Bäume lässt Yacouba stehen, obwohl er dadurch Land für den Anbau seines Getreides verliert. Doch die Bäume haben eine wichtige Funktion: Sie spenden Schatten und werfen Blätter ab, die den Boden feucht halten, außerdem sorgen sie für große Artenvielfalt.

Er erweitert seine Felder und entschließt sich, sein Wissen weiter zu geben. Er beginnt in den benachbarten Dörfern, heute profitieren tausende Menschen in Westafrika von Yacoubas Erkenntnissen und Innovationen. Auch Wissenschaftler aus Ländern des Globalen Nordes fragen ihn um Rat und lernen von ihm. Seine neuen Methoden führen auch dazu, dass in vielen Gegenden wieder Pflanzen und Bäume wachsen und die Menschen zurückkehren.

Durch seine innovativen Anbaumethoden hat Yacouba Sawadogo es tausenden Menschen in der Sahelzone ermöglicht, ihr Land ertragreicher zu bestellen. Die Menschen, die seine Methoden anwenden, können sich und ihre Familien von ihrer Ernte ernähren und sind nicht gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Die neue Anbaumethode von Yacouba wird von Menschen über Ländergrenzen hinweg angewendet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Ländern des Globalen Südens und Globalen Nordens arbeiten zusammen, um die Verwüstung aufzuhalten und für Nahrungssicherheit in afrikanischen Ländern zu sorgen. So trägt die Dokumentation „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 2 (Partnerschaft zur Erreichung der Ziele).

Weitere Informationen in unserem Artikel „Der Mann, der die Wüste stoppte“.

Tipp!

Die Dokumentation „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ ist Teil unseres Lernkoffers Innovation. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler Erfinderinnen und Erfinder aus Afrika und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den Gesichtsschutz von AB3D im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A10 Der Mann, der die Wüste aufhielt“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A10 Der Mann, der die Wüste aufhielt für die Sekundarstufe I und II:


LIZENZHINWEIS
Dieser Text steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz
www.creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
Der Name des Urhebers soll bei Weiterverwendung wie folgt genannt werden:
GEMEINSAM FÜR AFRIKA

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Der digitale Fortschritt verändert Unternehmen in Afrika

Die Veröffentlichung ‘Digital Entrepreneurship in Sub-Saharan Africa: Challenges, Opportunities and Prospects’ behandelt Studien über Wirtschaftssektoren in Afrika, in denen digitale Technologien einen positiven Einfluss haben: 

In der Landwirtschaft 

Digitale Technologien werden bspw. in Ghana im landwirtschaftlichen Sektor eingesetzt, in sogenannten Agri-Tech Unternehmen („Agri-Tech“ setzt sich zusammen aus dem englischen Wort “agriculture”, auf Deutsch: Landwirtschaft, und dem Wort Technology). Diese Unternehmen, wie Farmable, Farmerline oder Esoko, versorgen Landwirtinnen und Landwirte mit Informationen zu aktuellen Preisen ihrer Ware. Zudem ermöglichen sie Menschen in landwirtschaftlichen Betrieben, sich mit Käuferinnen und Käufern zu vernetzen.  

Im Unterhaltungssektor 

Vor allem in Kenia und Nigeria wird auch im Unterhaltungssektor vermehrt auf digitale Technologien gesetzt. Studien ergaben, dass kleine und mittelständische Unternehmen in Nigeria Mobilfunktechnologien nutzen, um Medieninhalte schneller und flexibler zu teilen und zu bewerben. 

Auch Nigerias Filmbranche profitiert von neuen digitalen Möglichkeiten: die Qualität von Filmen kann, trotz kürzeren Produktionszeiten, steigen. Zudem trägt die digitale Verbreitung von Filmen zu einer größeren Zuschauerzahl bei. Dies steigert das Interesse von ausländischen Investorinnen und Investoren. 

Im künstlerischen Bereich könnte die Vielzahl der digitalen Werke allerdings auch zu einer Verminderung der Sichtbarkeit einzelner Künstler führen. Kenianische Künstlerinnen und Künstler konnten sich jedoch ein Netzwerk auf Social-Media aufbauen, welches ihnen sogar Zugang zu physischen Galerien ermöglicht.  

Ein erster Schritt 

Digitalisierung kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Investitionen in Unternehmen reichen nicht aus. Auch die Regierungen der einzelnen Länder müssen klarere Regelungen aufstellen, bspw. zum Schutz des Urheberrechts von Kunstschaffenden. 

In der Veröffentlichung ‘Digital Entrepreneurship in Sub-Saharan Africa: Challenges, Opportunities and Prospects’ wird klargestellt, dass in einer Region mit großen sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen Regierungen und Unternehmen Diskurse darüber führen müssen, wie sie die 17 Ziele der Nachhaltigkeit in ihr Handeln integrieren können. 

Übersetzte Zusammenfassung des Artikels “Digital technologies are transforming African businesses, but obstacles remain” von Bolat, E. und Taura, N. veröffentlicht in The Conversation, ohne Datum. 


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Afrikas Programmiererinnen und Programmierer entwickeln innovative Technologien für den Kampf gegen die Covid-19 Pandemie.

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In Deutschland musste bei der Einreise aus einem anderen Land bis vor Kurzem noch ein Papierformular ausgefüllt werden, um die Frage zu beantworten, ob ein negativer Coronatest vorliegt. Zum Vergleich: In Simbabwe kann diese Frage mit Hilfe eines QR-Codes auf dem Handy beantwortet werden, der bei der Grenzkontrolle gescannt wird. 

2020 untersuchte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) 1.000 Technologien, die Möglichkeiten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schufen. 12% der untersuchten Technologien stammen aus Afrika. Der WHO-Mitarbeiter Moredreck Chibi, gibt an, dass die junge Bevölkerung Afrikas ein Grund für die schnelle Entwicklung von technischen Innovationen ist. Es gibt viele gut ausgebildete und innovative Programmiererinnen und Programmierer. Auch die gut ausgebaute Internetinfrastruktur in vielen Ländern Afrikas trägt zu den Erfolgen bei. In Ghana gab es bspw. schon seit April 2020 eine Corona-App, in Deutschland erst ab Juni.   

Unter der Schnelligkeit der Entwicklung litt allerdings der Datenschutz der ghanaischen Corona-App: Die Bewegungsdaten der Bevölkerung werden direkt an die Regierung übermittelt. Datenschutzprobleme können die Akzeptanz neuer Technologien bei der Bevölkerung verringern. 

Doch auch bereits existierende Technologien wurden weiterentwickelt und an die aktuelle Situation angepasst: so konnten bspw. Gesundheitsapps durch Selbstdiagnose-Tools erweitert werden. Eine Innovation aus Kenia machte es möglich, die Kontaktnachverfolgung in Kleinbussen zu ermöglichen, indem die Handy-Überweisungen der Fahrkartenkäufe verwendet wurden. Neben Kenia sind auch Ruanda, Südafrika und Nigeria sehr aktiv in der Technikbranche, so Chibi.  

Innovationen aus Afrika bekommen größere globale Relevanz. Dadurch wird es für mehr und mehr Tech-Firmen interessant, in Afrika zu investieren. Dieses Potenzial kann allerdings nur voll ausgeschöpft werden, wenn Probleme wie hohe Logistik- oder Personalkosten und die Korruption gelöst werden. 


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Student entwickelt Übersetzungssoftware für die Sprache „Fon”

Um die Sprachnachrichten seiner Mutter zu verstehen, entwickelt Bonaventure Doussaus eine Übersetzungssoftware für die afrikanische Sprache „Fon”.

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Student entwickelt Übersetzungssoftware für die Sprache „Fon”

Da Bonaventure Doussaus in seiner Kindheit und Jugend sechs Tage die Woche in der Schule war und dort Französisch sprach, beherrscht er seine Muttersprache Fon nur mittelmäßig gut. Als der junge Mann aus Benin dann zu seinem Studium für Data-Engineering nach Bremen geht, fehlen ihm die Gestik und Mimik seiner Mutter, um ihre Sprachnachrichten vollkommen zu verstehen.  

Das Internet ist ihm keine Hilfe, da es kein Übersetzungsprogramm für Fon gibt. Er beschließt, dies zu ändern und eine eigene Software zu programmieren. Da Fon allerdings fast ausschließlich mündlich überliefert wurde, steht er vor einer schwierigen Aufgabe. Bei den einzigen schriftlichen Überlieferungen der Sprache handelt es sich um alte missionarische Schriften. Doussaus entwickelt eine eigene Tastatur für die Sprache. Außerdem bittet er auf Social Media um Unterstützung: Menschen die Fon sprechen, sollen die 20 Sätze, welche sie am häufigsten verwenden, zusammen mit ihrer französischen Übersetzung einschicken.  

Durch diese Methode kommen 25.000 Datensätze zusammen. Das Programm ist ein großer Erfolg und andere afrikanische Länder haben angekündigt, die Software für weitere Sprachen nutzen zu wollen. 

Durch seine Beschäftigung mit der Sprache versteht Doussaus die Sprachnachrichten seiner Mutter heute auch schon fast ohne die eigene Software! 

Weitere Informationen: 

F. Boeselager, Student entwickelt Übersetzungssoftware für eine afrikanische Sprache in Deutschlandfunk Nova am 26.12.2020 


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Der Royal Academy of Engineering Africa Prize für technische Innovationen ging 2020 erstmals an eine Frau

Charleen N'Guessan gewann den Preis für die Entwicklung einer Software die Gesichtserkennung und künstliche Intelligenz zur Identitätssicherstellung einsetzt. Die BACE API nutzt Handy oder Computerkameras und benötigt keine besondere Hardware. Die Software ist vor allem für den Einsatz in Banken auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt worden.

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Mikro Chip

Der Royal Academy of Engineering Africa Prize für technische Innovationen ging 2020 erstmals an eine Frau

Die Erste Gewinnerin des Preises 

Charleen N’Guessan ist die erste Frau, die den Preis mit samt dem Preisgeld von 25.000 GBP (etwa 27.370€) gewinnt. Sie ist geschäftsführende Managerin und Mitgründerin eines ghanaischen Software-Unternehmens namens BACE Group. Auf die Idee zur Entwicklung dieser speziellen Software sei sie zuerst während ihres Studiums in Accra, Ghana gekommen, teilte sie in einem Interview mit CCN mit. Bei Untersuchungen in Unternehmen und Banken sei ihr und ihrem Team klar geworden, dass es im Bankwesen Ghanas ein großes Problem im Bereich Cyberkriminalität und Identitätsbetrug gäbe. 

Ihre Recherchen ergaben, dass in diesem Bereich zur Verhinderung von Identitätsbetrug jährlich bis zu 400 Millionen Dollar ausgegeben würden. „Wir haben uns als Software-Ingenieure und Datenspezialisten entschlossen auf diesem Gebiet einen Beitrag zu leisten, der für den Markt nützlich sein kann.“ 

Charleen N´Guessans Werdegang 

N’Guessans Interesse an technischen Entwicklungen bildete sich schon in jungen Jahren. Aufgewachsen an der Elfenbeinküste entdeckte sie schon früh ihr Interesse und ihre Begabung für naturwissenschaftliche Fächer und begann nach der High-School ein Informatikstudium an der Melwater Entrepreneurial School of Technology (MEST) in Accra. Hier wurden die Idee für BACE API 2018 geboren.  

Mit der Auswahl für die “Vorrunde” des Royal Academy of Engineering Africa Prize war dann ein siebenmonatiges Mentoringprogramm verbunden, dass vor allem beim Marktzugang und der Kommerzialisierung der Idee Unterstützung leisten konnte.  

N’Guessan sagt im Gespräch mit CCN, dass sie hofft, dass ihre Leistungen mehr Frauen motivieren, Karrieren im technischen Bereich anzustreben.  

Der Africa Prize for Engineering Innovation 

Der Africa Prize for Engineering Innovation (Afrika-Preis für Innovationsentwicklung) ist Afrikas wichtigster Preis, der sich der Auszeichnung von Innovationen widmet. Gegründet wurde er von der Royal Academy of Engineering.  

Er unterstützt Erfinderinnen und Erfinder darin, ihre Innovationen zu einem erfolgreichen Unternehmen zu machen. Dabei möchte dieser Preis zeigen, wie wichtig technische Entwicklung ist, um Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben. Ziel ist es, afrikanische Erfindungen zu fördern, sichtbar zu machen und anzuerkennen. 

Bewerben können sich Ingenieure und Unternehmer aus Subsahara-Afrika, die ein innovatives Produkt oder einen innovativen Service entwickelt haben, die lokale Herausforderungen angehen. Dabei steht die Nachhaltigkeit sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung im Vordergrund. Ein realistischer Business-Plan ist wichtiger Bestandteil der Bewerbung.  

Die Royal Academy of Engineering setzt sich für eine nachhaltige Gesellschaft und inklusive Wirtschaft ein. 1976 gegründet, unterstützt sie seit 2014 Innovationen aus Afrika und gibt Unternehmen eine wichtige Starthilfe. 

Quelle:

Salaudeen, A., 
CNN: A 26-year-old is first woman to win Royal Academy of Engineering’s Africa Prize for innovation 07.09.2020 

First woman to win the Africa Prize for Engineering Innovation 03.09.2020 

Ogar, J., Preis der Rocal Academy of Engineering 28.06.2020 

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Foresight – eine Prognosesoftware für die Entwicklungsarbeit

Foresight ist eine Software, die Voraussagungen zu Flüchtlingsbewegungen ermöglicht und so humanitäre Hilfsorganisationen unterstützen könnte.

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Foresight – eine Prognosesoftware für die Entwicklungsarbeit

Die Prognosesoftware “Foresight” wurde vom Danish Refugee Council entwickelt und wertet innerhalb kürzester Zeit 120 Datenquellen aus, um Flüchtlingsbewegungen vorauszusagen. 

Mit Hilfe von Daten Prognosen zu liefern, ist in der Wirtschaft gang und gäbe. Dass dieses Prinzip erst jetzt in der Entwicklungshilfe ankommt, liegt vermutlich an der geringen technischen Kompetenz und fehlender Kapazitäten in diesem Bereich, so Datenexperte Miguel Luengo Oroz. 

Die Software sagte voraus, dass etwa eine Million Menschen in den Ländern Burkina Faso, Niger, Mali und Nigeria auf Grund der Folgen der Corona-Pandemie fliehen werden.  

Natürlich sind diese Prognosen nichts weiter als Voraussagen auf Datenbasis, welche sich nicht bewahrheiten müssen. Trotzdem wird die Software die humanitäre Arbeit in ihrer Planung von effizientem Mitteleinsatz sicherlich unterstützen könne.  

Zusammenfassung des Artikels Eine Software, die Fluchtbewegungen vorhersieht von Sonja Peteranderl, vom 26.08.2020 

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Sauberes Wasser durch eine neue Technologie

Ein neues System für Wasseraufbereitung könnte schon bald Menschen in ländlichen Regionen des südlichen Afrikas sauberes Wasser ermöglichen.

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Nur etwa ein Viertel der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara haben Zugang zu sauberem Wasser. Verschmutztes Wasser stellt ein großes Gesundheitsrisiko dar, vor allem für die Kinder der Region.  

Eine Kooperation von europäischen und afrikanischen Unternehmen entwickelte mit Förderung der EU und mit Hilfe des Fraunhofer IST in Braunschweig eine Lösung für das Problem:  

Eine autarke Wasseraufbereitungsstation soll nun dafür sorgen, dass Menschen in ländlichen Regionen, die von Infrastrukturen wie Strom oder Kanalisation abgeschnitten sind, trotzdem mit 10.000 Liter sauberem Wasser pro Tag versorgt werden können.  

Die Wasseraufbereitung funktioniert durch zwei speziell beschichtete Elektroden, zwischen denen eine niedrige Spannung angelegt wird, wodurch Wassermoleküle (H2O) in Ozon (O3) und reaktive OH-Radikale gespalten werden. Dieser Vorgang wird elektrochemische Oxidation genannt und wurde am Fraunhofer IST entwickelt. Die Endprodukte der Reaktion, Ozon und OH-Radikale, zersetzen Viren, Keime und andere organische Schadstoffe. 

Damit der Vorgang funktioniert, müssen die Stationen mit Strom versorgt werden, dieser wird durch Solaranlagen auf dem Dach erzeugt.  

Das Projekt wurde im Rahmen des von der EU geförderten Horizon 2020-Projekts “Self-Sustaining Cleaning Technology for Safe Water Supply and Management in Rural African Areas”, kurz “SafeWaterAfrica”, realisiert.  

Mit einer Anlage können bis zu 300 Menschen am Tag versorgt werden. Die Aufbereitungsanlagen sollen in Afrika hergestellt und gewartet werden, um Arbeitsplätze zu schaffen und unabhängig von europäischer Hilfe zu sein. In der Zukunft sollen die Anlagen industriell gefertigt und in verschiedenen Größen produziert werde.  

Zusammenfassung des Artikels: Sauberes Wasser für Afrika – “Made in Africa” von Kristin Rinortner, vom 06.12.2020  

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Ashish J. Thakkar aus Ruanda

Früh übt sich: Ashishs J. Thakkars gründete mit nur 15 Jahren sein heutiges Unternehmen Mara Phones und brachte 2019 das erste Smartphone mit dem Zusatz „Made in Africa“ heraus.

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Ashishs J. Thakkars Familiengeschichte ist von Flucht und Migration geprägt. Seine Familie ist vor über Hundert Jahren aus Indien nach Uganda migriert.  Die Vertreibung dort lebender Asiaten durch den damaligen Diktator Idi Amin zwang sie jedoch, ihr Leben 1972 dort aufzugeben. Sie bauten eine neue Existenz im Vereinigten Königreich auf, wo auch Ashish zur Welt kam. Zwei Jahre vor einem der größten Völkermorde der Geschichte zog die Familie nach Ruanda. 1994 führten jene Ereignisse jedoch zu einer erneuten Vertreibung. Die Familie flüchtete zunächst nach Burundi und ließ sich dann in Ugandas Hauptstadt Kampala nieder. Zu diesem Zeitpunkt war Ashish 12 Jahre alt.

Ashish ging in Uganda zur Schule, doch bereits als Teenager wollte er lieber Geschäfte machen. Er konnte seine Eltern überzeugen, ihm etwa 4.500 Euro zu leihen. Er beendete die Schule daraufhin frühzeitig. Ashish versprach, wieder zu Schule zu gehen, wenn seine Geschäfte nicht aufgehen sollten. Mit dem Geld seiner Eltern flog Ashish regelmäßig nach Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort kaufte er günstige Computerteile ein, um sie in Uganda wieder mit Gewinn zu verkaufen. Er hatte schnell Erfolg. Als er nur 15 Jahre alt war, gründete er sein heutiges Unternehmen Mara Phones. Das Unternehmen machte erstaunlich schnell Gewinn. So konnte Ashish bald in andere Geschäftszweige einsteigen, wie Immobilien, Tourismus, Bankenwesen und erneuerbare Energien. 2019 brachte die Mara Group, die inzwischen ihren Sitz in Ruanda hat, das erste Smartphone mit dem Zusatz „Made in Africa“ heraus.

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Textquellen:

https://yourstory.com/2018/01/ashish-thakkar

https://www.forbes.com/sites/mfonobongnsehe/2012/06/18/young-successful-and-african-ashish-thakkar-ceo-of-mara-group/#2c7a4ad88334

https://www.bbc.com/news/business-26420868

Bildquelle: : „#EndPoverty 2030 – Millennials Take on the Challenge“ von der Welt Bank Photo Collection ist lizenziert unter CC BY-NC-ND 2.0.


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Bernice Dapaah aus Ghana

Bernice Dapaah leitet das Unternehmen „Ghana Bamboo Bikes Initiative“. Das Unternehmen möchte nicht nur Gewinn erwirtschaften, sondern auch etwas Gutes für die Umwelt tun und Arbeitsplätze schaffen.

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Bernice Dapaah kommt aus der ghanaischen Stadt Kumasi. Heute leitet sie das Unternehmen „Ghana Bamboo Bikes Initiative“. Das Unternehmen stellt Fahrräder aus Bambus her. Bambus ist sehr stark und eignet sich daher sehr gut für Fahrradrahmen. Sie hat inzwischen über 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und mit sozialen Unternehmen. Bevor sie den großen Erfolg mit der „Ghana Bamboo Bikes Initiative“ hatte, studierte sie in ihrer Heimatstadt Kumasi und ging anschließend für ein weiterführendes Studium in das Vereinigte Königreich. Als Bernice vor der Wahl stand, was sie mit ihrem Studium anfangen würde, entschloss sie sich, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Sie wollte lieber Jobs schaffen, als welche zu suchen. Sie gründete gemeinsam mit Winnifred Selby die „Ghana Bamboo Bikes Initiative“ im Jahr 2009.

Das Unternehmen möchte nicht nur Gewinn erwirtschaften, sondern auch etwas Gutes für die Umwelt tun und Arbeitsplätze schaffen. Solche Unternehmen nennen wir soziale Unternehmen. Ihren Erfolg nutzt die Ghanaerin auch für andere gute Dinge. Sie ist beispielsweise Koordinatorin des „National Free Shoes and Educational Supply“ Programms. Das ist eine Initiative, die Kinder mit Schulmaterialien, Schuluniformen und Schuhen unterstützt. Denn es kommt nicht selten vor, dass Kinder die Schule nicht besuchen können, weil sie keine Schuhe besitzen. Diese sind jedoch ein fester Bestandteil der Schuluniform und nicht jede Familie kann sie sich leisten. Kinder werden ohne ein Paar Schuhe außerdem schnell zu Außenseitern und sind zudem anfälliger für Krankheiten. Bernice hat inzwischen viele Preise gewonnen und setzt sich mit ihrem Erfolg für Mensch und Natur ein.

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Textquelle: Bernice Dapaah (Ghana)

Bildquelle: „Green Leadership: Sustainability as Strategy“ von World Economic Forum ist unter CC BY-NC-SA 2.0. lizenziert.


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Roy Ombatti aus Kenia

Seine Begeisterung für Technik und Design und sein Ziel Menschen mit technischen Lösungen zu unterstützen, brachten Roy Ombatti dazu, gemeinsam mit seinem Studienkollegen Karl Heinz das Unternehmen AB3D zu gründen. AB3D stellt 3D-Drucker aus Elektroschrott her.

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Roy Ombatti aus Kenia

Roy Ombatti kommt aus Kenia und war schon immer begeistert von Design und Technologie. An der Universität von Nairobi, in Kenias Hauptstadt, studierte er darum Maschinenbau. Dort machte er seinen ersten Abschluss, den Bachelor. Für seinen zweiten Abschluss, den Master, ging er an die Stanford Universität nach Kalifornien, in den Vereinigten Staaten. Roy benutzt gerne Maschinen und möchte auf diese Weise Innovationen schaffen. Sein Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, indem er technische Lösungen für ihre Probleme entwickelt. Roy möchte am liebsten, dass alle so begeistert von Technik werden wie er. Deshalb ist er einer der Mitbegründer des Nairobi Fablab Robotics Outreach Program (auf Deutsch: Nairobi Bildungsprogramm für Labor- und Robotertechnik). Bei diesem Programm engagieren sich Studierende, die gerne Ingenieure werden möchten. Sie fördern und unterrichten vor allem benachteiligte Kinder.

Roys Traum ist es, dass es den Menschen in seinem Heimatland immer besser geht. Das heißt, er möchte langfristige Lösungen finden, die auch im Einklang mit der Natur und der Umwelt existieren können. Deswegen nahm er an der 3D4D-Challenge teil: Bei diesem Wettbewerb sollten die Teilnehmenden Lösungen von Problemen innerhalb ihrer Gemeinschaft finden. Als Mittel zum Zwecke diente der 3D-Druck. Der 3D-Drucker schmilzt Material wie etwa Kunststoff und druckt daraus jede gewünschte Form. Diese Form kann alles Mögliche sein: Eine Tasse, kleine Figuren oder Ersatzteile für eine Maschine. Roy entwarf Schuhe aus recyceltem Plastik mithilfe des 3D-Druckers und wurde zu einem der Finalisten gewählt. So kam er auf die Idee, gemeinsam mit seinem Studienkollegen Karl Heinz das Unternehmen AB3D zu gründen. AB3D stellt 3D-Drucker aus Elektroschrott her.

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Textquellen

`https://www.3d4dchallenge.org/‘

https://about.me/royombatti

Bildquelle: Copyright Berlin Producers


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Juliana Rotich aus Kenia

Juliana Rotich gründete 2008 zusammen mit Erik Hersman, die Plattform Ushahidi, was auf Swahili „Zeuge“ bedeutet. Aus Ushahidi ging das Unternehmen BRCK hervor.

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Juliana Rotich aus Kenia

Juliana Rotich wurde 1977 in Kenia geboren. Sie ist die Pionierin der kenianischen IT-Szene. Sie interessierte sich schon früh für Technik und ihr Vater ermutigte sie, ihre Interessen zu verfolgen. Mae Jemison, die erste Afroamerikanerin im All, und die Schwarze Lieutenant Nyota Uhura aus Star Trek waren Julianas Vorbilder. Sie zeigten ihr, dass alles möglich ist.

Juliana studierte Computer-Technik in den USA und arbeitete bei verschiedenen Tech-Unternehmen. 2008 gründete sie, zusammen mit Erik Hersman, die Plattform Ushahidi, was auf Swahili „Zeuge“ bedeutet. Mit Hilfe dieser App können Zeugenaussagen über verschiedene Kanäle zusammengetragen werden. Zum ersten Mal eingesetzt wurde das Programm 2007/8 bei der Parlamentswahl in Kenia. Bei Ushahidi handelt es sich außerdem um eine Open Source Plattform, die an andere Bedürfnisse angepasst werden kann. Juliana Rotich entschied sich nach Kenia zurückzukehren, weil sie wusste, dass sie dort mehr bewirken konnte als in den USA.

Aus Ushahidi ging das Unternehmen BRCK hervor, welches sie auch zusammen mit Erik Hersman gründete. Das Ziel von BRCK ist es, eine kostenlose Internetverbindung für alle zu ermöglichen. Zuvor war Juliana an der Gründung von iHub beteiligt, welches als eine Art Start-Up-Schmiede gilt und schon 150 Start-Ups hervorgebracht hat. Bei allem was Juliana Rotich tut, fragt sie sich stets: Wem kann ich helfen und welche Probleme kann ich lösen? Sie erhielt 2019 den deutschen Afrika-Preis.

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Quellen

Welt.de (24.10.2019) „Es lohnt sich, in Afrikas Zukunft zu investieren“ letzter Zugriff am 06.10.2020

Bildquelle: „Innovation Unlimited: Juliana Rotich“ by World Economic Forum und steht unter einer CC BY-NC-SA 2.0 Lizenz.


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Charles Ofori Antipem aus Ghana

Charles Ofori Antipem ist Gründer des Unternehmens "Dext Technology". Mit dem Dext Science Set ermöglicht er Kindern das Experimentieren im Unterricht.

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Charles Ofori Antipem aus Ghana

Charles Ofori Antipem kommt aus Nsoatre, einer Stadt im Westen Ghanas. Sein Vater war Lehrer für Naturwissenschaft. Von ihm hat er seine Leidenschaft fürs Erfinden. Nicht alle Familien haben dort genug Geld, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Doch Charles hatte Glück und durfte die Schule besuchen. Schon als Kind verbrachte er viel Zeit in der Bibliothek. Erfinderinnen und Erfinder haben ihn immer fasziniert.

In der Schule konnte Charles auf Anhieb viele Dinge verstehen und sich merken. Das ging anderen Kindern oft nicht so. Denn oft fehlten Materialien, um z. B. im Unterricht Experimente durchzuführen. Das machte ihnen das Lernen schwer. Charles hat jedoch eine sehr gute Vorstellungskraft. Seine erste Erfindung entstand bereits, als er 15 Jahre alt war: eine wasserfeste, zusammenklappbare Tastatur. Darauf folgten zahlreiche weitere Innovationen.

Die bisher erfolgreichste ist das Science Set (ein Wissenschafts-Set). Das wird mittlerweile auf der ganzen Welt genutzt. Mit dem Set kann man z. B. einen Stromkreis bauen. Die erste kleine Version des Science Sets baute Charles 2015 im Schlafsaal seiner Universität. Während der Ferien unterrichtete er damit Naturwissenschaften in Nsoatre. Die Kinder waren begeistert und konnten die Inhalte mit dem Science Set viel besser verstehen als zuvor. Gemeinsam mit seinem damaligen Mitbewohner Michael Asante-Afrifa gründete Charles das Unternehmen „Dext Technology“. Das stellt heute die Science Sets her. Dext hat mittlerweile mehrere Auszeichnungen für das Science Set gewonnen.

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Quellen

Centro de Comercio Internacional (2018) „Championing science for change: Charles Ofori Antipem of Dext Technology, Ghana“  letzter Zugriff am 01.10.2020

Bild:Charles Ofori Antipem, Mitbegründer von Dext Technology, sprach beim „UK-Africa Investment Summit in London“, 20 January 2020″. Das Bild stammt von DFID – UK Department for International Development und steht unter einer CC BY 2.0 Lizenz.


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BRCK WLAN-Router

Das kenianische Unternehmen BRCK entwickelte einen gleichnamigen WLAN-Router, der ideal an das heiße Klima in afrikanischen Ländern angepasst ist und dank seines Akkus sogar 8 Stunden ohne Strom auskommt.

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BRCK WLAN-Router

Das kenianische Unternehmen BRCK hat es sich zum Ziel gesetzt ganz Afrika zu vernetzen. BRCK baut dafür Modems, die besser an die Witterungsverhältnisse in Ostafrika angepasst sind als Produkte aus Europa: Die BRCK sind hitze- und staubbeständig und dank eines Akkus sind sie außerdem gegen die häufigen Stromausfälle geschützt. So kann man bis zu acht Stunden online bleiben, auch ohne funktionierende Steckdose.

Mit dem Service „moja“ stellt BRCK den Menschen außerdem freies WLAN zur Verfügung, beispielsweise in Bussen oder Kiosks. Moja wird über Werbung finanziert. Ein weiteres Projekt des Unternehmens sind die „KioKits“, ein digitales Klassenzimmer in einem Koffer, der mit Solarenergie betrieben werden kann. Darin befinden sich ein „SupaBRCK“, der als Modem, Server und Speicher dient sowie 40 Tablets. Alles ist mit Kindern und Lehrkräften zusammen entwickelt worden und auf ihre Bedürfnisse angepasst. Die KioKits werden bereits an über 100 Standpunkten in 17 Ländern verwendet. Gegründet wurde BRCK 2013 von Juliana Rotich und Erik Hersman, bis jetzt haben sie mehr als 500 SupaBRCKS und über 300 KioKits hergestellt.

Durch die KioKits wird Schulkindern die Chance gegeben, die Ressourcen des Internets zu nutzen und digitale Tools kennenzulernen. Die digitale Welt und das Internet eröffnen uns allen viele Möglichkeiten und den Zugang zu fast unbegrenztem Wissen. Durch das öffentliche WLAN-Netzwerk Moja ist es allen Menschen möglich, das Internet zu benutzen. Dadurch kann potenziell jeder und jede an Informationen kommen, die früher nur einer kleinen Anzahl an reichen und gutgebildeten Menschen zur Verfügung standen. Dies kann zu mehr (Wissens-)Gleichheit führen. So trägt BRCK auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 4 (Hochwertige Bildung) und 10 (Weniger Ungleichheit).

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Tipp

Den WLAN-Router von BRCK stellen wir in unserem Lernkoffer Innovationen mittels eines kurzen Clips vor. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten BRCK im Unterricht behandeln? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A19 BRCK für die Sekundarstufe I und II:


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Ushahidi: Die Menschenrechts-Plattform

Die Menschenrechtsplattform Ushahidi gibt Menschen in Krisengebieten und besonders denen, die durch Benachteiligung weniger gehört werden, eine Stimme. Zeugenaussagen oder andere Beobachtungen können auf der Open Source Plattform gemeldet werden.

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Logo: Ushahidi

Ushahidi: Die Menschenrechts-Plattform

Die Menschenrechts-Plattform Ushahidi nutzt Crowdsourcing, um Aussagen von Menschen in Krisengebieten auf einer Karte darzustellen. Crowdsourcing bedeutet, dass viele verschiedene Personen als Quelle von Informationen herangezogen werden. Wenn jemand also beobachtet, wie sich beispielweise Beamte, Polizistinnen oder Soldaten z.B. unangebracht, oder gar übergriffig verhalten, kann diese Person den Vorfall an Ushahidi melden. Diese Möglichkeit hilft auch in Situationen, in denen sich der Beobachter nicht traut, das Geschehen direkt – z. B. auf dem Polizeirevier – zu melden. Menschen, denen sonst vielleicht nicht zugehört wird, bekommen durch Ushahidi eine Stimme. Zeugenaussagen, Videos und Fotos können per E-Mail, Twitter, SMS oder Webformular abgegeben werden.

Das Programm wird heute weltweit eingesetzt – es wurde beispielsweise für die Überwachung der Wahlen in Kenia 2008 und 2017 benutzt, im Syrienkonflikt oder nach dem Tsunami in Japan. Denn auch bei Naturkatastrophen ist Ushahidi nützlich: Wenn Menschen eine zerstörte Straße oder ein zusammengestürztes Haus sehen, können sie dies auf der Plattform angeben. Sie können auch melden, wenn sie selbst Hilfe brauchen. Die Anwendung ist ein sogenanntes „Open-Source-Programm“, jede und jeder kann eigene Karten erstellen und das Programm an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Das Unternehmen wurde 2008 in Nairobi von Erik Hersman, Ory Okolloh, Juliana Rotich und David Kobiage gegründet. Bis heute sind über Ushahidi schon über 10.000.000 Beobachtungen gepostet worden.

Oft werden nur wenige privilegierte Personen gehört. Ushahidi gibt Menschen, egal welchen Geschlechts, mit welchem sozio-ökonomischen Status und welcher Herkunft eine Stimme. Ushahidi kann auch zur Überwachung staatlicher Institutionen dienen, wie die Wahl in Kenia 2017 bewies. So trägt Ushahidi auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des 10. Zieles: Weniger Ungleichheit.

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Die Menschenrechts-Plattform Ushahidi ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen für die Sekundarstufe I und II. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die Menschenrechts-Plattform Ushahidi im Unterricht behandeln? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A20 Ushahidi für die Sekundarstufe I und II:


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Gesichtsschutz von AB3D – African born 3D Printing

Das kenianische 3D-Druck-Unternehmen AB3D macht 3D-Druck für alle zugänglich, denn sie stellen ihre Drucker aus recyceltem Elektroschrott her. Das macht sie nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger. Während der Corona-Pandemie reagierten sie schell und stellten Gesichtsvisiere für medizinisches Personal her.

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AB3D Gesichtsschutz

Gesichtsschutz von AB3D – African born 3D Printing

Dreidimensionaler Druck ist inzwischen weltweit beliebt und in vielen Bereichen im Einsatz. Doch lange waren 3D-Drucker sehr teuer. Unternehmen, die gerade erst gegründet wurden, können sich deshalb – damals wie heute – 3D-Druck oft nicht leisten.

AB3D steht für „African Born 3D Printing“ und ist der Name eines kenianischen Unternehmens. AB3D möchte allen Menschen 3D-Druck zugänglich machen, besonders in Afrika. Das gelingt ihnen unter anderem, indem sie ihre 3D-Drucker aus Elektroschrott bauen. Das Unternehmen verwendet also außerdem Teile wieder, die in der Umwelt nicht abgebaut werden können. Denn oft landet Elektroschrott, auch der aus Deutschland, auf riesigen Müllkippen in afrikanischen Ländern und wird dort nicht richtig entsorgt. Insbesondere westafrikanische Länder wie Ghana oder Togo haben mit gigantischen Müllhalden und giftigen Dämpfen zu kämpfen. Weil die Druckgeräte von AB3D nicht aus teuren Neuanfertigungen bestehen, sind sie viel günstiger als andere 3D-Drucker und somit für mehr Menschen erschwinglich.

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Das Team von AB3D veranstaltet zudem Workshops und stellt Anleitungen zur Verfügung, damit ihre Kundinnen und Kunden lernen, die Drucker richtig zu verwenden. Mit den Geräten kann man beispielsweise günstige Ersatzteile herstellen. Sie erlauben jeder und jedem, zur Produzentin oder zum Produzenten zu werden.

Gegründet wurde das Unternehmen von den ehemaligen Schulkameraden Roy Ombatti aus Kenia und Karl Heinz aus Kamerun. Sie wollen Menschen motivieren, mit 3D-Druck kreative Lösungen für Probleme zu finden. Auf diese Weise haben sie bereits einen Schuh entworfen und gedruckt, der seine Trägerin oder seinen Träger vor Sandflöhen schützt – einer Flohart, die sich gerne in den Füßen von Menschen verbeißt. Der Floh ist in besonders sandigen Gebieten der Erde heimisch. In Ostafrika, und dazu gehört auch Kenia, leiden besonders viele Menschen unter dem Parasiten.

Mit dem Bau von 3D-Druckern aus Elektroschrott bietet AB3D den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, selbst etwas herzustellen! Wer eine kreative Idee hat, kann mithilfe eines 3D-Druckers direkt loslegen und probieren, diese umzusetzen. So können neue Unternehmen entstehen und der 3D-Druck wird zu einem wichtigen Bestandteil der technologischen Infrastruktur. Durch die Wiederverwendung bereits vorhandener Gegenstände vermeidet AB3D, dass noch mehr Müll entsteht. So schont das Unternehmen die Umwelt und trägt zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion).

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Der Gesichtsschutz von AB3D ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den Gesichtsschutz von AB3D im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A5 Gesichtsschutz AB3D“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A5 Gesichtsschutz AB3D für die Sekundarstufe I und II:


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„Willi wills wissen: Wie erfinden Erfinder?“ (Video)

Das Video "Wie erfinden Erfinder?" von Willi zeigt, wie Menschen innovative Ideen zu praktischen Gegenständen weiter entwickeln.

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Logo: Willi wills wissen

„Willi wills wissen: Wie erfinden Erfinder?“ (Video)

Willi will wissen, wie Erfinderinnen und Erfinder erfinden. Dafür besucht er zunächst Bruno Gruber – einen echten Erfinder. Bruno zeigt Willi seine Werkstatt und erklärt, wie Erfindungen entstehen. Zum Erfinden muss man viel nachdenken und Dinge aus neuen Perspektiven betrachten. Einige Erfindungen wurden auch durch Zufall entdeckt, beispielsweise, dass Blitze elektrisch aufgeladen sind.

Willi hat sich daraufhin eine ganz eigene Erfindung ausgedacht – eine „Naschhilfe“. Nach dem Besuch bei Bruno möchte Willi die Naschhilfe beim Patentamt anmelden. Dort wird ihm erklärt, dass ein Patent wichtig ist, um Geld mit seiner Erfindung zu verdienen. Ein Patent schützt die eigene Idee. Andere, die die Erfindung gut finden und nachbauen wollen, müssen die Erfinderin oder den Erfinder erst fragen. Als Nächstes geht Willi ins Deutsche Museum und sieht sich die Erfindung an, die schließlich zum Flugzeug führte: Otto Lilienthals Gleiter. Otto Lilienthal war ein experimenteller Forscher. Er orientierte sich bei seinem Gleiter an Vögeln und ihren Flügeln.

Zur gleichen Zeit findet im Museum der Wettbewerb „Jugend forscht“ statt. Hier können Schülerinnen und Schüler, die sich für Physik, Mathe, Bio, Chemie, Informatik oder Technik interessieren, eigene Erfindungen konzipieren und vorstellen. Schon ab der 4. Klasse können Lernende daran teilnehmen. Nach dem Museumsbesuch geht es für Willi noch in ein Gewächshaus. Hier wird erklärt, was Bionik ist und wie praktisch der Lotuseffekt ist.

Willi erklärt in seinem Film, wie Erfindungen entwickelt werden, und macht so der nächsten Generation Lust am innovativen Denken. Er ermutigt Kinder, selbst erfinderisch tätig zu sein. So trägt das Video „Wie erfinden Erfinder?“ auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des 9. Ziels: Industrie, Innovation und Infrastruktur.

Tipp!

Das Video „Wie erfinden Erfinder?“ ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten das Video „Wie erfinden Erfinder?“ im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A17 Willi wills wissen – Wie erfinden Erfinder?“ für die Grundschule:


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Windrad von William Kamkwamba

William Kamkwamba erzählt in seinen TED-Talks, wie er sich selbst beibrachte eine Windmühle zu bauen und damit Strom zu erzeugen.

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Windrad von William Kamkwamba

William Kamkwamba wurde 1987 in Malawi geboren. Er wuchs zusammen mit seinen vier Schwestern im Dorf Wimbe auf, 32 km östlich von der Stadt Kasungu. Seine Eltern bauten Mais an und ermöglichten es den Kindern zur Schule zu gehen. Doch nachdem es 2001 zu Überschwemmungen in Malawi kam, die zu einer Hungersnot führten, hatten Williams Eltern keine Möglichkeit mehr, das Schulgeld für ihren Sohn zu zahlen. Er ging allerdings weiterhin in die Schulbücherei und las dort Bücher über Energieerzeugung und Windmühlen. Dies brachte ihn dazu, im Alter von nur 14 Jahren eine eigene Windmühle zu bauen, die das Haus seiner Eltern mit Strom für vier Lampen und zwei Radios versorgte. Er baute die Windmühle aus Teilen, die er auf einem Schrottplatz gefunden hatte, sowie mit dem Dynamo des Fahrrads seines Vaters.

2007 wurde er zu einem TED-Talk[1] eingeladen. In seinem Vortrag erzählte er seine Geschichte und stellte seine Windmühle vor. Bei TED-Talks stellen verschiedene Menschen ihre Ideen und Gedanken in kurzen Reden vor. William erklärte dort, er wolle eine weitere Windmühle bauen, die ausreichend Strom erzeugt, um eine Pumpe betreiben und die Felder seiner Eltern bewässern zu können.

Als er 2009 zu einem weiteren TED-Talk eingeladen wurde, hatte er es geschafft, die zweite Windmühle zu bauen. Außerdem erzählte er mehr über die Verhältnisse in Zeiten der Hungersnot und was ihn zu seiner Erfindung gebracht hat.

Heute engagiert sich William auf der ganzen Welt für innovative Problemlösungen. In seinem Heimatdorf hat er sogar eine Schule gebaut, deren Dach mit Solarpanels ausgerüstet ist. Jedes der Schulkinder hat außerdem einen eigenen Laptop. Williams Ziel ist es, dass mehr Kinder in seine Fußstapfen treten können und selbst zu Erfinderinnen und Erfindern werden.

Die zwei TED-Talks von William Kamkwamba finden Sie unter den folgenden Links, beide Talks sind auf Englisch und mit deutschen Untertiteln versehen:

Erster Videoclip „How I built a windmill“ (2007):
www.ted.com/talks/william_kamkwamba_how_i_built_a_windmill (4 Minuten)

Zweiter Videoclip „How I harnessed the wind” (2009):
www.ted.com/talks/william_kamkwamba_how_i_harnessed_the_wind (6 Minuten)


Mit seinem Erfindungsreichtum schaffte es William Kamkwamba seine Familie und später sein ganzes Dorf mit Strom zu versorgen. Durch seine Windmühle können Handys aufgeladen, Wasser erhitzt, Wohnungen beleuchtet und Felder bewässert werden. Das Beispiel von William zeigt, dass sich jede und jeder für die Erreichung der 17 Ziele einsetzen und einen Unterschied machen kann. In seinem Fall insbesondere Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie.

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Die TED-Talks von William Kamkwamba sind Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die TED-Talks von William Kamkwamba im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A11 William Kamkwamba, der den Wind einfing (2 Videoclips)“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A11 William Kamkwamba, der den Wind einfing (2 Videoclips) für die Sekundarstufe I und II:


[1] Vortrag auf einer TED-Konferenz, einer ursprünglich alljährlich stattfindenden Innovationskonferenz. TED steht für „Technology, Entertainment, Design“. Die Vorträge auf den Konferenzen behandeln unterschiedliche Themen, stehen alle aber unter dem Motto „Ideas Worth Spreading“ (Ideen, die es wert sind, verbreitet zu werden) und werden auf der Website TED.com unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.


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Imagine Africa 2060

In diesem Sammelband erzählen afrikanische Autorinnen und Autoren Kurzgeschichten über Zukunftsvisionen aus zehn afrikanischen Ländern. Mit ihren unterschiedlichen Themen und Erzählweisen vermitteln sie einen Eindruck vom Reichtum der afrikanischen Literaturszene.

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Imagine Africa 2060 (Buch)

Imagine Africa 2060

Im Sammelband „Imagine Africa 2060“ sind 10 Kurzgeschichten über Zukunftsvisionen von afrikanischen Autorinnen und Autoren zusammengefasst. Drei Geschichten sind besonders interessant:

Als die Welt untergegangen war…

„Als die Welt untergegangen war, sind wir in den Himmel gegangen…“ So beginnt die Geschichte von José Eduardo Agualsa. Der Klimawandel hat eine große Überschwemmung ausgelöst, die die Erde unbewohnbar gemacht hat. Daraufhin ist die Bevölkerung in die Lüfte geflohen: Einfache Menschen wohnen in Luftballons, die Reichen in luxuriösen Luftschiffen. Der Protagonist Carlos Benjamin Tucano ist Abenteurer. Er sucht seinen Vater, der bei einem Sturm verschwunden ist. Dabei begegnet er Aimée auf dem Luftschiff Paris. Zusammen gehen sie auf Entdeckungstouren und lernen dabei auch, wie es den armen Menschen geht, die ebenfalls auf dem Luftschiff leben.

Utopie und Die Rückkehr

Die Geschichten zeichnen zwei unterschiedliche Zukunftsversionen von der Beziehung zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent. Die Geschichte „Utopie“ wurde von Ken Bugul (Senegal) verfasst. „Die Rückkehr“ stammt aus der Feder von Aya Cissoko. Aya ist Tochter malischer Eltern und in Paris großgeworden.

In „Utopie“ wehren sich die Völker des Königreichs Adjagba gegen das Königreich des Nordens, das von „der Clique“ gesteuert wird. Ein Auszug: „Jetzt im Zeitalter der Globalisierung konnten die jungen Generationen nicht mehr hinnehmen, dass sie nur den Müll aus dem Königreich des Nordens konsumieren sollten. Dessen radioaktiven Müll, den der Handys, den der Computer und Drucker hatten sie unter Einsatz ihres Lebens abgebaut. Sie hatten dessen Altkleider getragen. Sie hatten dessen Produkte mit verfallenen Haltbarkeitsdaten verzehrt“ (S. 45f.). Doch eines Tages erhebt sich über das Königreich des Nordens eine eisige Kälte, die sich immer weiter verbreitet. Sie macht das Land schließlich unbewohnbar. Adjagba muss entscheiden, wie es mit den Flüchtlingen aus dem Norden umgehen möchte. Zeigt es Menschlichkeit oder ist die Zeit der Rache gekommen?

In der Novelle „Die Rückkehr“, die in den 2030-ern spielt, müssen alle Schwarze Menschen, die ihre Heimat in Frankreich gefunden haben, das Land verlassen. „Es gab nur die Wahl von Flucht oder Tod“ (S. 62). Massou, die in den 1980er-Jahren Mali verlassen hat, um nach Frankreich zu gehen, entscheidet sich für die Flucht. Sie beschreibt, wie sie sich in Frankreich nie wirklich zu Hause gefühlt hat. Ihre Kinder dachten sie seien angekommen, aber das Gefühl täuschte. Das Wiederankommen in Mali ist aber auch nicht einfach, sondern mit weiteren Herausforderungen verbunden. Die Gesellschaft muss sich auf die Rückkehrenden einstellen und schlägt einen ganz neuen Weg ein.

Anhand der Zukunftsvisionen aus zehn afrikanischen Ländern soll mit dem Buch „Imagine Africa“ die Vielfalt unseres Nachbarkontinents aufgezeigt werden. So sollen populistische Stimmen nach Abschottung zum Schweigen gebracht und Diversität gefeiert werden. So trägt das Buch auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere Ziel Nummer 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

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Der Sammelband „Imagine Africa 2060“ ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers, lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den Sammelband „Imagine Africa 2060“ im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A22 Imagine Africa 2060 für die Sekundarstufe I und II:


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Sprechende Bücher und Stifte von Mavis Education

Mit den sprechenden Büchern und Stiften von Mavis Education lernen Kinder in Nigeria Sprachen wie Hausa, Yoruba und Igbo.

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Mavis Stifte und Bücher

Sprechende Bücher und Stifte von Mavis Education

Sprachen Westafrikas: Hausa, Yoruba und Igbo

Nigeria ist ein Land mit großer sprachlicher Vielfalt. Obwohl das westafrikanische Land nur eine offizielle Sprache, nämlich Englisch, hat, gibt es dort insgesamt über 500 weitere Sprachen und Dialekte. Das ist auf die etwa 250 unterschiedlichen ethnischen Gruppen des Landes zurückzuführen, die eigene Sprachen oder Dialekte sprechen.[1] Die größten darunter sind Hausa, Yoruba und Igbo. Die Sprache mit den meisten Sprecherinnen und Sprechern ist Hausa, sie ist in West-Zentral-Afrika eine sehr wichtige Handelssprache. Sie wird nämlich nicht nur in Nigeria gesprochen, sondern auch in anderen westafrikanischen Ländern, wie Burkina Faso, Ghana und Benin. In diesen Ländern verfügt Hausa auch über offiziellen Status.

Sprechende Bücher und Stifte: die Mavis Talking Books and Pens

Nigerianische Schulklassen sind nicht selten sehr voll und es gibt zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Diese können sich daher ihren Schülerinnen und Schülern nicht immer in dem Maße widmen, wie sie gerne würden. Chizaram Ucheaga hat nach einer Lösung gesucht, um die Lernenden so gut wie möglich zu unterstützen, und gründete deshalb das Unternehmen „Mavis Education“. Er entwickelte die „Talking Books and Pens“ (sprechende Bücher und Stifte). Ein Set besteht aus einem digitalen Stift und einem Buch. Der Stift liest das Buch bei Berührung vor. Neben einfachen Texten gibt es je nach Buch auch mehrsprachige Übersetzungen, Spiele, Quizze, und Rechenaufgaben.

Mittlerweile hat „Mavis Education“ bereits 51 verschiedene Bücher zu unterschiedlichen Themen entwickelt: Mathematik, Sprachen oder Lesenlernen sind nur einige der Auswahlmöglichkeiten. Das erste Buch der Reihe war das Hausa-Englisch-Buch, das die Sprache Hausa vermitteln soll.

Englisch bedroht die Sprachenvielfalt Nigerias,[2] denn es ist an wichtigen Orten die einzige Sprache, z. B. in den Universitäten, in der staatlichen Verwaltung oder in großen Unternehmen. Mehr und mehr Eltern sprechen auch zu Hause mit ihren Kindern Englisch, damit diese für die Zukunft besser gerüstet sind.[3] Einige Eltern und Sprachforscherinnen und -forscher haben Angst, dass Sprachen wie Hausa, Yoruba und Igbo deswegen in den Hintergrund geraten und irgendwann vielleicht gar nicht mehr gesprochen werden. Mit dem „Vergessen“ einer Sprache verringert sich nicht nur die Sprachenvielfalt. Es gehen auch wichtige kulturelle Informationen, wie Redewendungen und Geschichten, oder anderes kulturelles Wissen verloren.

Mit den sprechenden Mavis-Büchern auf Igbo, Hausa oder Yoruba können Schülerinnen und Schüler auf ihrer Erstsprache lernen und erfahren, dass deren Anwendung großen Spaß machen kann. So können die Bücher dazu beitragen, dass Wissen auch auf anderen Sprachen als auf Englisch vermittelt wird und diese Sprachen weiterhin eine wichtige Bedeutung in den Ländern haben und im Alltag selbstverständlich genutzt werden.

Mit den Talking Books and Pens können Schülerinnen und Schüler auch in sehr vollen Klassen auf einfache Art die lokalen Sprachen Nigerias lernen. Dank der Sprachfunktion der Bücher müssen keine Lehrkräfte anwesend sein, um die Sätze und Wörter vorzulesen. Mit diesen Büchern zu lernen bringt zudem Spaß und es zeigen sich daher schnelle Fortschritte beim Lernen! So tragen die sprechenden Mavis Stifte und Bücher auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere Ziel Nummer 4 (Chancengerechte und hochwertige Bildung).

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Die sprechenden Bücher und Stifte von Mavis Education sind Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die sprechenden Bücher und Stifte von Mavis Education im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A9 Talking Books and Pens von Mavis Education“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A9 Talking Books and Pens von Mavis Education für die Sekundarstufe I und II:


[1] Konrad Adenauer Stiftung: www.kas.de/de/web/nigeria/kleines-woerterbuch-nigerianischer-sprachen (Zugriff am 15.08.2020)

[2] Deutsche Welle: www.dw.com/de/englisch-bedroht-sprachenvielfalt-in-nigeria/a-48545120 (Zugriff am 15.08.2020)

[3] Deutschlandfunk: www.deutschlandfunk.de/nigeria-zurueck-zur-muttersprache.680.de.html?dram:article_id=441059 (Zugriff am 15.08.2020)


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DEXT Science Set

Mit dem Dext Science Set können Schülerinnen und Schüler Experimente durchführen und spielerisch mehr über Naturwissenschaft und Technik lernen.

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DEXT Science Set

Das „DEXT Science Set“ ist ein Baukasten für Neugierige jeden Alters mit 30 verschiedenen Übungen und Anleitungen. Er besteht aus über 40 Teilen und dient zum Lernen und Experimentieren in den verschiedensten Bereichen, etwa Elektronik, Energien, Mechanik oder Landwirtschaft. Unterrichtsfächer, die diese Themen behandeln, werden oft unter der Abkürzung MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammengefasst. Entworfen wurde das Set vom Geschäftsführer von „DEXT Technologies“, Charles Ofori Antipem aus Ghana. Charles wollte die Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen an Schülerinnen und Schüler einfacher und anschaulicher gestalten. Durch Ausprobieren und Experimentieren sollen sie so ein besseres Verständnis für Technik und Wissenschaft entwickeln. Außerdem lernen sie, Schwierigkeiten eigenständig anzugehen, kreativ zu werden und Probleme zu lösen.

Mit dem DEXT Science Set kann man unter anderem Stromkreise schalten, eine Alarmanlage bauen und sogar einen kleinen Roboter konstruieren, der laufen kann. Das Set wird komplett in Ghana gefertigt und dort bereits an 5.000 Schulen genutzt. Viele von ihnen sind nicht so gut ausgestattet und haben keine Labore. Oft fehlen die Werkzeuge, die es den Lernenden ermöglichen würde, sich bestimmte Vorgänge vorzustellen. Deswegen ist es manchmal schwierig, das Interesse für MINT-Fächer oder für technische Berufe zu wecken. Das große Ziel für das Team hinter dem „DEXT Science Set“ ist es deshalb, das Set an Schulen in ganz Afrika verfügbar zu machen.

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Dank einer Partnerschaft mit der „Royal Academy of Engineering“, einer Gemeinschaft zur Förderung von Ingenieurwesen in Großbritannien, wird das Set auch dort an Hunderten Schulen eingesetzt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der „Royal Academy of Engineering“ für die Ausleihe eines speziellen „Royal Academy Sets“! Darin sind zwei „DEXT Science Sets“ enthalten, außerdem werden fünf Erfinderinnen und Erfinder vorgestellt und passende Experimente zum Nachbauen mit Erklärungen und Anleitungen bereitgestellt.

Eine der ersten Übungen im DEXT Science Set ist der Bau eines Stromkreises. Mithilfe eines Schaltplanes erfahren die Schülerinnen und Schüler, wo sich die Leitungsdrähte, Batterien und Dioden befinden müssen. Und anhand einer Anleitung finden sie heraus, was wie platziert werden muss und in welche Richtung der Strom fließt. Durch Hinzufügung einer weiteren Komponente in den Stromkreis können die Lernenden außerdem Licht erzeugen.

Mit dem „DEXT Science Set“ können Schülerinnen und Schüler experimentieren und lernen. Sie können sich Vorgänge, die sie sonst nur aus der Theorie kennen, direkt vor Augen führen. Der Baukasten trägt so dazu bei, eine hochwertige Bildung für alle zu fördern. Das DEXT Science Set ermutigt Schülerinnen und Schüler, technische Berufe zu ergreifen. Als Erwachsene können sie dazu beitragen, die ihre Länder in diesem Bereich voranzubringen und das Ziel 9 zu erreichen. So trägt das DEXT Science Set auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 4 (Chancengerechte und hochwertige Bildung) und 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur).

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Das DEXT Science Set ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten das DEXT Science Set im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A4 DEXT Science Set“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A4 DEXT Science Set für die Sekundarstufe I und II:


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Bisa Gesundheitsapp

Die Bisa Gesundheitsapp aus Ghana ermöglicht es Menschen in ländlichen Gebieten anonym mit Ärztinnen und Ärzten zu kommunizieren.

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Bisa Gesundheitsapp

Der Erfinder der App, Raindolf Owusu, wird oft als der „afrikanische Mark Zuckerberg“ bezeichnet. Er entwickelte Bisa, um Menschen in ländlichen Gebieten eine ärztliche Versorgung zu ermöglichen – und für Menschen, die sich schämen, persönlich über Sexualität oder Gesundheit mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen und dies lieber anonymisiert im Internet erledigen möchten. Bisa bedeutet nämlich „zu Fragen“.

Bisa ist für Menschen, die abseits großer Städte wohnen, besonders wichtig: Auf dem Land in Ntonso im Norden Ghanas, gibt es keine medizinische Versorgung vor Ort. Trotzdem müssen die Menschen nicht auf ärztliche Betreuung verzichten. Durch die Bisa-App können sie Fragen rund um ihre Gesundheit an echte Ärztinnen und Ärzte stellen.

Das alles funktioniert kostenlos und anonym. Bereits 25.000 Menschen nutzen die App, sie stellen ihre Fragen an 27 Ärztinnen und Ärzte, die ihnen innerhalb von 24 Stunden antworten.

Durch die Bisa-App können kostenlos und anonym Fragen zu Sexualität und Gesundheit gestellt werden. So können Menschen auf dem Land oder solche, die sich für ihre Fragen schämen, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tipp!

Die Bisa Gesundheitsapp ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus verschiedenen afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die Bisa Gesundheitsapp im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A13 Bisa-App – der Online Doktor“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A13 Bisa-App – der Online Doktor! für die Sekundarstufe I und II:

Arbeitsblatt „A16 Ask without shame (App)“ zu Hinweis aus A13 für die Sekundarstufe I und II:


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www.creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
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GEMEINSAM FÜR AFRIKA

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Bamboo Bike Fahrradteile

Die Bamboo Bikes aus Ghana werden zum Großteil aus Bambus hergestellt. Der Rahmen ist komplett recycelbar.

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Bamboo Bike Fahrradteile

Bamboo Bike Fahrradteile

Bambus aus Afrika

Bambus ist ein robustes Gras und wächst an unterschiedlichen Orten der Welt, zum Beispiel in den Ländern am Äquator, wo die Sonneneinstrahlung ganzjährig sehr hoch ist. Doch auch in der gemäßigten Klimazone, die eindeutige Jahreszeitwechsel aufzeigt, gefällt es ihm. Er wächst ebenso in den Subtropen, die dazwischen liegen. Auch in afrikanischen Ländern ist das Gras heimisch, etwa im westafrikanischen Ghana. Hier findet es ideale Wachstumsbedingungen. Es gilt als eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt. Bambus kann bis zu einem Meter am Tag wachsen.

Regenwälder hingegen brauchen Jahre oder sogar Jahrzehnte, um nachzuwachsen. So zum Beispiel auch in Ghana: Der dortige Regenwald wurde jahrelang abgeholzt, weil er riesigen Plantagen zum Anbau von Kakao oder Kautschuk weichen musste. Zwischen 1990 und 2010 hat Ghana deswegen ungefähr ein Drittel seiner Wälder verloren.[1] Neue Messungen zeigen, dass die Bäume heute sogar immer schneller abgeholzt werden.[2] Bambus ist eine umweltfreundliche Alternative zu Tropenholz – also zu vielen Holzarten, die aus der tropischen und subtropischen Zone stammen und manchmal sogar illegal geschlagen wurden, trotz gefährdeter Waldbestände.

Bambus produziert ständig neue Stämme, sodass er häufig geerntet werden kann und trotzdem genügend Substanz zum Nachwachsen übrigbleibt. Die Pflanze kann zudem außerordentlich viel Kohlenstoffdioxid (CO2) speichern und besonders viel Sauerstoff erzeugen – sie ist also außerordentlich umweltfreundlich. Bambus ist ein beliebter Rohstoff zum Bau von Alltagsgegenständen und Möbeln, kann aber auch eine Brennstoffalternative zu Holz sein. Einige Bambusarten sind sogar essbar.

Die Pflanze ist bereits nach etwa fünf Jahren komplett ausgehärtet und kann geerntet werden. In diesem Zustand ist sie auch so gut wie einsatzbereit. Innen ist der Halm meistens hohl und nach außen verdichten sich die Fasern, sodass er sehr stark und robust ist. Die äußere Schicht besteht zudem meistens aus einer Art natureigenem Lack, der dem Halm Schutz bietet. Der ausgehärtete Halm ist dann so stabil, dass sogar Baugerüste aus Bambus hergestellt werden.

Die Ghana Bamboo Bikes Initiative

Fahrräder können zum Großteil aus Bambus bestehen. Wie das geht, zeigt die „Ghana Bamboo Bikes Initiative“ (Bambus-Fahrräder-Initiative) aus Ghana. Sie fertigt Fahrräder, die bis zu 80 Prozent aus Bambus bestehen. Bambus hat tolle Eigenschaften, die es zur Weiterverarbeitung ideal machen: Es ist sehr leicht, doch wenn es vollkommen ausgehärtet ist, ist es extrem widerstandsfähig und haltbar. Fahrräder werden meistens aus Stahl, Aluminium oder Carbon gefertigt. Bambus ist mindestens genauso stabil und verfügt über eine hohe Belastbarkeit.

Bernice Dapaah gründete die Initiative in der ghanaischen Stadt Kumasi. Eines ihrer Ziele ist es, etwas Nachhaltiges und Umweltfreundliches zu schaffen. Deswegen ist der Rahmen komplett recycelbar. Sobald das Fahrrad also nicht mehr zu gebrauchen ist, wird das Material wiederverwendet und landet nicht im Müll. Die Teile, die nicht aus Bambus hergestellt werden können, wie Bremsen oder Räder, stammen oft aus zweiter Hand. Das Unternehmen beschäftigt zur Herstellung der Fahrräder vor allem Frauen und Jugendliche. So wird es diesen Menschen eine Perspektive für die Zukunft ermöglicht. Bamboo Bikes ist zudem sehr umweltbewusst: Für jede geerntete Bambuspflanze werden zehn neue gepflanzt.

Gefertigt werden die Räder komplett in Ghana. Doch inzwischen hat das Unternehmen weltweite Partner, beispielsweise in Australien oder den Niederlanden. Die Fahrräder gibt es in unterschiedlichen Ausfertigungen: für Frauen oder Männer, für Kinder oder sogar als Tandem. Das neueste Projekt ist ein Elektrorad aus Bambus.

Die Ghana Bamboo Bikes Initiative nutzt mit Bambus ein umweltfreundliches Material für die Herstellung der Fahrräder. Zudem sind fast alle Teile entweder wiederverwendbar oder werden bereits zum zweiten Mal verwendet. Das heißt, dass das Unternehmen bedacht mit Materialien umgeht und weniger Müll produziert. Die Bamboo Bikes Initiative pflanzt außerdem immer wieder neue Bambusgräser, um die Wälder Ghanas zu erhalten. Durch die Arbeitsplätze bei der Bamboo Bikes Initiative bekommen besonders Jugendliche und Frauen die Möglichkeit, etwas zu lernen und genügend Geld zu verdienen. Das gibt ihnen die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen und möglichst unabhängig von anderen zu sein. So tragen die Bamboo Bikes auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion) und 8 (Gute Arbeit und Wirschaftswachstum).

Tipp!

Die Bamboo Bikes sind Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten die Bamboo Bikes im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A7 Bamboo Bikes (Fahrradteile)“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A7 Bamboo Bikes (Fahrradteile) für die Sekundarstufe I und II:


[1] WWF Schweiz und WWF Deutschland (2011): Die Wälder der Welt – Ein Zustandsbericht

[2] World Resources Institute „The World Lost a Belgium-sized Area of Primary Rainforests Last Year“ (2019) www.wri.org/blog/2019/04/world-lost-belgium-sized-area-primary-rainforests-last-year (Zugriff am 19.08.2020)


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Ask without Shame – Aufklärungsapp

Die "Ask without Shame"-App klärt über Sex, Schwangerschaft, Gesundheit und Körper auf. Die App widerlegt außerdem verbreitete Mythen.

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Logo: Ask without Shame

Ask without Shame – Aufklärungsapp

Das Thema Sex ist für viele Menschen in afrikanischen Ländern ein Tabu (das gilt übrigens auch für viele Europäerinnen und Europäer). Das führt oft dazu, dass junge Menschen auf Fragen zu ihrer Sexualität keine Antworten bekommen. Mit dem Problem einer mangelnden Aufklärung hatte auch Ruth Nabembezi in Uganda zu kämpfen und entwickelte deshalb eine App mit dem Namen „Ask without shame“ (Frage ohne Scham). Mithilfe der englischsprachigen App kann man anonym Informationen rund um das Thema Sexualität und Aufklärung sowie über sexuell übertragbare Krankheiten bekommen.

Ruths Schwester ist leider viel zu früh an AIDS verstorben. Sie war seit ihrer Geburt mit HIV infiziert, einem Virus, der das Immunsystem angreift. Mit HIV kann man, wenn man die richtige medizinische Behandlung erhält, ein gutes und langes Leben führen. Aber bei Ruths Schwester wurde der Erreger erst spät diagnostiziert. So erkrankte sie schwer und bekam AIDS. Aufklärungsarbeit hilft. Denn je früher sich Menschen auf HIV testen lassen, desto eher können sie behandelt werden. So kam Ruth darauf, die App „Ask without shame“ zu entwickeln.

Gemeinsam mit der „Social Innovation Academy“ (Akademie für soziale Innovation) entwickelte Ruth 2015 die Aufklärungs-App. Die „Social Innovation Academy“ ist eine Stiftung, die vor allem Menschen in Ostafrika dabei unterstützt, Lösungen für die Probleme ihrer Gemeinschaften zu entwickeln.

„Ask Without Shame“ richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 35 Jahren. Die App ist in vier Kategorien aufgeteilt: Sex, Schwangerschaft, Gesundheit und Körper. Innerhalb der Kategorien stellt die App Informationen bereit und widerlegt Mythen. Denn oft sind nicht nur fehlende Informationen das Problem, sondern auch falsche Informationen. Darüber hinaus bietet „Ask Without Shame“ die Möglichkeit, Fragen an Expertinnen und Experten zu stellen. Die Nutzerinnen und Nutzer stellen die Fragen direkt in der App und bekommen innerhalb kurzer Zeit eine Antwort.

Mittlerweile hat sich um die App herum ein Unternehmen mit einer eigenen Klinik gegründet. Hier gibt es nicht nur psychologische und medizinische Beratung, sondern es werden auch kleinere Operationen durchgeführt. Das hauseigene Call-Center beantwortet inzwischen täglich über 200 Fragen und hat insgesamt schon über 85.000 Jugendlichen geholfen.

Die App klärt junge Erwachsene auf und das Team beantwortet ihre Fragen. Die Nutzerinnen und Nutzer können so die Fragen stellen, die ihnen im Normalfall unangenehm gewesen wären. Durch die Beratung erhalten sie nicht nur medizinische, sondern auch psychologische Hilfe. Das ist sehr wichtig, um gesund aufzuwachsen. Zudem kann mithilfe der Aufklärung vermieden werden, dass Krankheiten unentdeckt bleiben. So trägt die „Ask without Shame“-App auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere des 3. Ziels: Gesundheit und Wohlergehen.

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Die „Ask without Shame“-App ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

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