Innovation_Reise

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Mara Phone – Das erste Smartphone „Made in Africa“

Das Mara Phone bringt frischen Wind in die Welt der mobilen Endgeräte.

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Mara Phone – Das erste Smartphone „Made in Africa“

Mit seiner Innovation fördert Eddy Sebera die afrikanische Smartphone Produktion und regionale Märkte. Die Rohstoffe, die für die Produktion von Smartphones benötigt werden, kommen größtenteils aus afrikanischen Ländern. Große Hersteller produzieren allerdings meist in asiatischen Ländern. In unserem Video erklärt Eddy Sebera wie das Unternehmen Arbeitsplätze in Ruanda schafft und vielen Menschen eine kostengünstige und nachhaltige Alternative für herkömmliche Mobilgeräte bietet.

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DEXT – Der Wissenschaftsbaukasten

Das DEXT Science Set aus Ghana ist ein vielfältiger Wissenschaftsbaukasten in einer kleinen Box.

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DEXT – Der Wissenschaftsbaukasten

In unserem Video stellt der Erfinder Charles Ofori Antipem seine Innovation vor und verrät spannende Experimente, die mithilfe des Baukastens durchgeführt werden können. Das umfangreiche Set bietet Schülerinnen und Schülern in afrikanischen Ländern einen Zugang zu den nötigen Ressourcen, die an vielen Schulen nicht vorhanden sind. Damit ebnet er vielen jungen Menschen den Weg und ermöglicht gleichwertige Bildung. Das DEXT Science Set ermöglicht Kindern und Jugendlichen, ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.

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BRCK – Der mobile WLAN-Router

Der mobile WLAN-Router bietet innovative Lösungen, die einer Vielzahl von Menschen einen Zugang zum Internet ermöglichen.

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BRCK – Der mobile WLAN-Router

Der WLAN-Router „BRCK“ ist eine Innovation, die optimal an die äußeren Bedingungen vieler afrikanischer Länder angepasst ist. So kann der Router beispielsweise bis zu acht Stunden ohne den Anschluss an eine Stromversorgung verwendet werden. In unserem Video erklären die Erfinder, wie sie eine Internetanbindung für Menschen weltweit garantieren möchten. Abgesehen davon trägt der Router zum Wissensgewinn und insgesamt zur Erreichung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung bei.

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Bamboo Bikes – Bambusfahrräder aus Ghana

Die Bamboo Bike Initiative aus Ghana greift für die Herstellung ihrer Fahrräder auf den Rohstoff Bambus zurück.

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Bamboo Bikes – Bambusfahrräder aus Ghana

Der Rahmen der Bambusfahrräder ist komplett recycelbar. Die Räder, Bremsen und weitere Teile sind größtenteils aus zweiter Hand. Die kluge Innovation sieht nicht nur toll aus, sondern ist zudem ein nachhaltiges Produkt. Mit ihrer Initiative schaffte Bernice Dapaah neue Arbeitsplätze und einen Produktionsstandort in Ghana. In unserem Video stellt die Erfinderin das eindrucksvolle Produkt vor und berichtet von dem positiven Einfluss, den die Fahrräder auf die Gesellschaft haben.

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AB3D – Der 3D-Drucker aus Kenia

Das Unternehmen AB3D stellt seine 3D-Drucker aus recyceltem Elektroschrott her. Dies macht den 3D-Druck nicht nur deutlich kostengünstig, sondern auch nachhaltig.

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AB3D – Der 3D-Drucker aus Kenia

Das Unternehmen bietet dadurch vielen Menschen einen kostengünstige Alternative des 3D-Drucks und fördert die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung. In unserem Video stellen wir sowohl den 3D-Drucker aus Kenia, als auch den Erfinder, Roy Mwangi Ombatti, vor. Roy berichtet zu den Hintergründen und erzählt, was die kluge Innovation inspirierte.

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BRCK WLAN-Router

Das kenianische Unternehmen BRCK entwickelte einen gleichnamigen WLAN-Router, der ideal an das heiße Klima in afrikanischen Ländern angepasst ist und dank seines Akkus sogar 8 Stunden ohne Strom auskommt.

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Logo: BRCK

BRCK WLAN-Router

Das kenianische Unternehmen BRCK hat es sich zum Ziel gesetzt ganz Afrika zu vernetzen. BRCK baut dafür Modems, die besser an die Witterungsverhältnisse in Ostafrika angepasst sind als Produkte aus Europa: Die BRCK sind hitze- und staubbeständig und dank eines Akkus sind sie außerdem gegen die häufigen Stromausfälle geschützt. So kann man bis zu acht Stunden online bleiben, auch ohne funktionierende Steckdose.

Mit dem Service „moja“ stellt BRCK den Menschen außerdem freies WLAN zur Verfügung, beispielsweise in Bussen oder Kiosks. Moja wird über Werbung finanziert. Ein weiteres Projekt des Unternehmens sind die „KioKits“, ein digitales Klassenzimmer in einem Koffer, der mit Solarenergie betrieben werden kann. Darin befinden sich ein „SupaBRCK“, der als Modem, Server und Speicher dient sowie 40 Tablets. Alles ist mit Kindern und Lehrkräften zusammen entwickelt worden und auf ihre Bedürfnisse angepasst. Die KioKits werden bereits an über 100 Standpunkten in 17 Ländern verwendet. Gegründet wurde BRCK 2013 von Juliana Rotich und Erik Hersman, bis jetzt haben sie mehr als 500 SupaBRCKS und über 300 KioKits hergestellt.

Durch die KioKits wird Schulkindern die Chance gegeben, die Ressourcen des Internets zu nutzen und digitale Tools kennenzulernen. Die digitale Welt und das Internet eröffnen uns allen viele Möglichkeiten und den Zugang zu fast unbegrenztem Wissen. Durch das öffentliche WLAN-Netzwerk Moja ist es allen Menschen möglich, das Internet zu benutzen. Dadurch kann potenziell jeder und jede an Informationen kommen, die früher nur einer kleinen Anzahl an reichen und gutgebildeten Menschen zur Verfügung standen. Dies kann zu mehr (Wissens-)Gleichheit führen. So trägt BRCK auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 4 (Hochwertige Bildung) und 10 (Weniger Ungleichheit).

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Tipp

Den WLAN-Router von BRCK stellen wir in unserem Lernkoffer Innovationen mittels eines kurzen Clips vor. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten BRCK im Unterricht behandeln? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A19 BRCK für die Sekundarstufe I und II:


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Dieser Text steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz
www.creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
Der Name des Urhebers soll bei Weiterverwendung wie folgt genannt werden:
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Gesichtsschutz von AB3D – African born 3D Printing

Das kenianische 3D-Druck-Unternehmen AB3D macht 3D-Druck für alle zugänglich, denn sie stellen ihre Drucker aus recyceltem Elektroschrott her. Das macht sie nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger. Während der Corona-Pandemie reagierten sie schell und stellten Gesichtsvisiere für medizinisches Personal her.

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AB3D Gesichtsschutz

Gesichtsschutz von AB3D – African born 3D Printing

Dreidimensionaler Druck ist inzwischen weltweit beliebt und in vielen Bereichen im Einsatz. Doch lange waren 3D-Drucker sehr teuer. Unternehmen, die gerade erst gegründet wurden, können sich deshalb – damals wie heute – 3D-Druck oft nicht leisten.

AB3D steht für „African Born 3D Printing“ und ist der Name eines kenianischen Unternehmens. AB3D möchte allen Menschen 3D-Druck zugänglich machen, besonders in Afrika. Das gelingt ihnen unter anderem, indem sie ihre 3D-Drucker aus Elektroschrott bauen. Das Unternehmen verwendet also außerdem Teile wieder, die in der Umwelt nicht abgebaut werden können. Denn oft landet Elektroschrott, auch der aus Deutschland, auf riesigen Müllkippen in afrikanischen Ländern und wird dort nicht richtig entsorgt. Insbesondere westafrikanische Länder wie Ghana oder Togo haben mit gigantischen Müllhalden und giftigen Dämpfen zu kämpfen. Weil die Druckgeräte von AB3D nicht aus teuren Neuanfertigungen bestehen, sind sie viel günstiger als andere 3D-Drucker und somit für mehr Menschen erschwinglich.

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Das Team von AB3D veranstaltet zudem Workshops und stellt Anleitungen zur Verfügung, damit ihre Kundinnen und Kunden lernen, die Drucker richtig zu verwenden. Mit den Geräten kann man beispielsweise günstige Ersatzteile herstellen. Sie erlauben jeder und jedem, zur Produzentin oder zum Produzenten zu werden.

Gegründet wurde das Unternehmen von den ehemaligen Schulkameraden Roy Ombatti aus Kenia und Karl Heinz aus Kamerun. Sie wollen Menschen motivieren, mit 3D-Druck kreative Lösungen für Probleme zu finden. Auf diese Weise haben sie bereits einen Schuh entworfen und gedruckt, der seine Trägerin oder seinen Träger vor Sandflöhen schützt – einer Flohart, die sich gerne in den Füßen von Menschen verbeißt. Der Floh ist in besonders sandigen Gebieten der Erde heimisch. In Ostafrika, und dazu gehört auch Kenia, leiden besonders viele Menschen unter dem Parasiten.

Mit dem Bau von 3D-Druckern aus Elektroschrott bietet AB3D den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, selbst etwas herzustellen! Wer eine kreative Idee hat, kann mithilfe eines 3D-Druckers direkt loslegen und probieren, diese umzusetzen. So können neue Unternehmen entstehen und der 3D-Druck wird zu einem wichtigen Bestandteil der technologischen Infrastruktur. Durch die Wiederverwendung bereits vorhandener Gegenstände vermeidet AB3D, dass noch mehr Müll entsteht. So schont das Unternehmen die Umwelt und trägt zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion).

Tipp!

Der Gesichtsschutz von AB3D ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten den Gesichtsschutz von AB3D im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A5 Gesichtsschutz AB3D“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A5 Gesichtsschutz AB3D für die Sekundarstufe I und II:


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DEXT Science Set

Mit dem Dext Science Set können Schülerinnen und Schüler Experimente durchführen und spielerisch mehr über Naturwissenschaft und Technik lernen.

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DEXT Science Set

Das „DEXT Science Set“ ist ein Baukasten für Neugierige jeden Alters mit 30 verschiedenen Übungen und Anleitungen. Er besteht aus über 40 Teilen und dient zum Lernen und Experimentieren in den verschiedensten Bereichen, etwa Elektronik, Energien, Mechanik oder Landwirtschaft. Unterrichtsfächer, die diese Themen behandeln, werden oft unter der Abkürzung MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammengefasst. Entworfen wurde das Set vom Geschäftsführer von „DEXT Technologies“, Charles Ofori Antipem aus Ghana. Charles wollte die Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen an Schülerinnen und Schüler einfacher und anschaulicher gestalten. Durch Ausprobieren und Experimentieren sollen sie so ein besseres Verständnis für Technik und Wissenschaft entwickeln. Außerdem lernen sie, Schwierigkeiten eigenständig anzugehen, kreativ zu werden und Probleme zu lösen.

Mit dem DEXT Science Set kann man unter anderem Stromkreise schalten, eine Alarmanlage bauen und sogar einen kleinen Roboter konstruieren, der laufen kann. Das Set wird komplett in Ghana gefertigt und dort bereits an 5.000 Schulen genutzt. Viele von ihnen sind nicht so gut ausgestattet und haben keine Labore. Oft fehlen die Werkzeuge, die es den Lernenden ermöglichen würde, sich bestimmte Vorgänge vorzustellen. Deswegen ist es manchmal schwierig, das Interesse für MINT-Fächer oder für technische Berufe zu wecken. Das große Ziel für das Team hinter dem „DEXT Science Set“ ist es deshalb, das Set an Schulen in ganz Afrika verfügbar zu machen.

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Dank einer Partnerschaft mit der „Royal Academy of Engineering“, einer Gemeinschaft zur Förderung von Ingenieurwesen in Großbritannien, wird das Set auch dort an Hunderten Schulen eingesetzt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der „Royal Academy of Engineering“ für die Ausleihe eines speziellen „Royal Academy Sets“! Darin sind zwei „DEXT Science Sets“ enthalten, außerdem werden fünf Erfinderinnen und Erfinder vorgestellt und passende Experimente zum Nachbauen mit Erklärungen und Anleitungen bereitgestellt.

Eine der ersten Übungen im DEXT Science Set ist der Bau eines Stromkreises. Mithilfe eines Schaltplanes erfahren die Schülerinnen und Schüler, wo sich die Leitungsdrähte, Batterien und Dioden befinden müssen. Und anhand einer Anleitung finden sie heraus, was wie platziert werden muss und in welche Richtung der Strom fließt. Durch Hinzufügung einer weiteren Komponente in den Stromkreis können die Lernenden außerdem Licht erzeugen.

Mit dem „DEXT Science Set“ können Schülerinnen und Schüler experimentieren und lernen. Sie können sich Vorgänge, die sie sonst nur aus der Theorie kennen, direkt vor Augen führen. Der Baukasten trägt so dazu bei, eine hochwertige Bildung für alle zu fördern. Das DEXT Science Set ermutigt Schülerinnen und Schüler, technische Berufe zu ergreifen. Als Erwachsene können sie dazu beitragen, die ihre Länder in diesem Bereich voranzubringen und das Ziel 9 zu erreichen. So trägt das DEXT Science Set auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 4 (Chancengerechte und hochwertige Bildung) und 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur).

Tipp!

Das DEXT Science Set ist Teil unseres Lernkoffers Innovationen. Mit Hilfe des Lernkoffers lernen Schülerinnen und Schüler inspirierende Erfinderinnen und Erfinder aus afrikanischen Ländern und ihre Innovationen kennen.

Sie möchten das DEXT Science Set im Unterricht einsetzen? Wir haben für Sie Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Aufgaben erstellt, die Sie hier herunterladen können. Gerne können Sie die Arbeitsaufträge verändern und erweitern, um sie an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Arbeitsblatt „A4 DEXT Science Set“ für die Grundschule:

Arbeitsblatt „A4 DEXT Science Set für die Sekundarstufe I und II:


LIZENZHINWEIS
Dieser Text steht unter einer CC BY-SA 4.0 Lizenz
www.creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de.
Der Name des Urhebers soll bei Weiterverwendung wie folgt genannt werden:
GEMEINSAM FÜR AFRIKA

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Fahrräder aus Bambus: die Ghana Bamboo Bikes Initiative

Warum Bambus, Afrika und Fahrräder gut zusammen passen, erfahren Sie in diesem Artikel. Außerdem lernen Sie Bernice Dapaah aus Ghana kennen, die eine außergewöhnliche Bambus-Idee hatte, die selbst den ehemaligen UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begeistern lässt.

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Fahrräder aus Bambus: die Ghana Bamboo Bikes Initiative

Wer an Bambus denkt, denkt vermutlich vorrangig erst einmal an den asiatischen Raum, vornehmlich an Japan oder China. Dennoch ist diese erstaunliche Pflanze auch in afrikanischen Ländern heimisch und findet dort ideale Bedingungen vor, um zu gedeihen. So beispielsweise auch in Ghana. Und das ist gut so, denn Ghanas Wälder schrumpfen kontinuierlich. Die Bäume wurden über Jahrzehnte abgeholzt, weil sie riesigen Plantagen zum Anbau von Kakao oder Kautschuk weichen mussten. Die erschreckende Bilanz ist, dass Ghana zwischen 1990 und 2010 einen Waldverlust von insgesamt etwa 34 % erlebt hat. Und neue Messungen zeigen sogar, dass der Verlust des Regenwaldes zwischen 2016 und 2017 um 60% zugenommen hat!

Während Regenwälder Jahre oder gar Jahrzehnte brauchen um nachzuwachsen, wächst hingegen Bambus je nach Sorte innerhalb eines Tages um bis zu einen Meter. Hinzu kommt, dass die Pflanze ständig neue Stämme produziert, so werden beim Fällen der Halme keine Bestände gefährdet. Und auch in Sachen Klima bring die Bambus-Pflanze viel Gutes, denn sie kann außerordentlich viel CO2 speichern.

Da es sich um ein extrem widerstandsfähiges Gras (richtig, es ist kein Baum!) handelt, welches oft wild wächst, finden zudem Pestizide und andere Chemikalien kaum Anwendung.

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Die idealen Voraussetzungen zur Weiterverarbeitung

Doch ist Bambus eigentlich zur Weiterverarbeitung geeignet? Die Antwort ist eindeutig und lautet: ja! Bambus benötigt etwa drei bis fünf Jahre, um komplett auszuhärten. Doch wenn es erst einmal so weit ist, dann erfüllt er alle Bedingungen: Er lässt sich gut weiterverarbeiten, ist extrem leicht und dabei besonders stabil. Besonders diese Kombination aus geringem Gewicht und Robustheit macht ihn zu einem beliebten Baumaterial. Ein gutes Beispiel dafür sind Bambusfahrräder, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreuen.

Mehr als bloß Fahrräder: Die Ghana Bamboo Bikes Initiative

Etwas Nachhaltiges, Umweltfreundliches zu schaffen, war einer der Gründe für Bernice Dapaah aus Ghana, um auf Bambus zurückzugreifen. Sie gründete die „Ghana Bamboo Bikes Initiative“ und entwickelte ein Fahrrad, dessen Rahmen komplett recycelbar ist. Und auch andere Teile, wie beispielsweise Räder und Bremsen, sind oft aufbereitete Teile aus zweiter Hand. Zur Herstellung und Verarbeitung des Materials hat sie viele Arbeitsplätze geschaffen, vor allem Frauen und Jugendliche werden ausgebildet und ihnen wird so eine Perspektive ermöglicht. Einblicke in die Herstellung der Fahrräder gibt ein Video des Unternehmens (auf Englisch):

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Das Team stellt nicht nur Fahrräder her, sondern pflanzt außerdem für jede geerntete Bambuspflanze zehn neue. Darüber hinaus hat Bernice Dapaah mehrere Fahrräder an Kinder gespendet und setzt sich für den Bau von Fahrradwegen ein.

Auch der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat das Bambusfahrrad bereits ausprobiert:

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Bambus macht sich als Hauptbestandteil eines Fahrrades ganz hervorragend – es bietet aber darüber hinaus noch viel mehr Möglichkeiten! Es kann durchaus als Baumaterial für Möbel oder sogar Häuser herhalten und wird in Zukunft mit Sicherheit noch viel öfter als umweltfreundliche Alternative zum Tropenholz Verwendung finden.

Quellen und weiterführende Links:

WWF: Die Wälder der Welt – Ein Zustandsbericht. WWF Schweiz und WWF Deutschland (2011)

World Resources Institute, Bericht über Verlust der Regenwälder 2018: https://www.wri.org/blog/2019/04/world-lost-belgium-sized-area-primary-rainforests-last-year (25.04.2019)

Artikel über Bambus als umweltfreundlicher und fairer Rohstoff: https://utopia.de/ratgeber/wie-gruen-ist-bambus/ (01.09.2019)

Video über Eco-Bikes aus Ghana: https://www.youtube.com/watch?time_continue=6&v=8YHH-Iq-0ac&feature=emb_title (19.01.2016)

Anwärterliste für den Africa Prize for Engineering Innovation 2020: https://www.raeng.org.uk/global/sustainable-development/africa-prize/current-and-recent-awardees/2020

Website der Ghana Bamboo Bikes Initiative: http://ghanabamboobikes.org/

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Erstes Smartphone „Made in Africa“ auf dem Markt

Das Unternehmen Mara Group in Ruanda hat große Ambitionen. So hofft es, Ruanda zu einem regionalen Technologiezentrum machen zu können, und ist diesem Ziel nun einen Schritt näher gekommen. Denn im September 2019 hat Mara zwei Smartphones auf den Markt gebracht, die ausschließlich in Afrika hergestellt wurden.

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Erstes Smartphone „Made in Africa“ auf dem Markt

Zwar werden auch Smartphones in afrikanischen Ländern wie Ägypten, Algerien oder Südafrika hergestellt, doch bei dieser Herstellung handelt es sich lediglich um den Zusammenbau importierter Komponenten. Das Unternehmen Mara geht einen neuen Weg: In einer neu gebauten High-Tech-Fabrik in Ruanda stellt es Smartphones vom Motherboard bis zur Verpackung her. Lediglich einzelne Chips müssen die Hersteller importieren, alles andere stellt das Unternehmen direkt vor Ort her. Damit tragen die Smartphones der Mara Group als erste weltweit den Zusatz „Made in Africa“.

Technische Details und Preis

Mara startet erst einmal mit zwei Modellen auf den Markt: Das Mara X ist mit 16 Gigabyte Speicher ausgestattet, das Mara Z mit 32 Gigabyte. Ansonsten laufen beide Modelle auf dem Google Android Betriebssystem und sind mit einer 13-Megapixel-Kamera und einem 5,7 Zoll großen 720p-Display ausgestattet.

Das Mara X kostet umgerechnet 130 Dollar, das Mara Z-Modell liegt bei 190 Dollar. Damit sind beide Versionen etwas teurer als viele chinesische Smartphones mit vergleichbarer Ausstattung. Der Hersteller ist aber zuversichtlich, dass genügend Kundinnen und Kunden die Herkunft der Geräte zu schätzen wissen und daher auch etwas höhere Preise akzeptieren.

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Ruandas Plan für die Zukunft: High-Tech-Hotspot werden

Ruanda arbeitet daran, zu einem wichtigen Standort der Technologie-Branche zu werden und so sagte Ruandas Präsident Paul Kagame bei der Eröffnung der neuen Produktionsstätte: „Die neue Fabrik reiht sich in eine steigende Zahl von Hightech-Produkten ein, die in unserem Land produziert werden.“ Das Land hat sich mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Innovationsführer in der Region entwickelt. Im Mai 2018 richtete Ruanda das Weltwirtschaftsforum für Afrika aus und die Hauptstadt Kigali soll schon bald zur Innovation City werden – mit Innovationslaboren und finanzieller Unterstützung von Technologieunternehmen.

Quellen und weitere Informationen:

Rwanda just released the first smartphone made entirely in Africa (Fastcompany.com, 10.09.2019)

Mara aus Ruanda: Erste komplett in Afrika gebaute Smartphones (winfuture.de, 11.10.2019)

Made in Afrika:Ruanda baut das unwahrscheinlichste Smartphone des Jahres (sueddeutsche.de, 12.10.2019)

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