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Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

CARE und die kenianischen Ayierea Inititiative schenken Kindern im Korogocho-Slum Zukunftsperspektiven.

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_©2018 Thienken/CARE

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

In der 14-Millionen-Metropole Nairobi gibt es riesige Slums, in denen katastrophale Lebensbedingungen vorherrschen. Besonders herausfordernd ist das Leben und Überleben in Korogocho, dem Slum, der sich um die größte Müllkippe von Nairobi herum gebildet hat. 150.000 Menschen leben hier in Wellblechhütten auf engstem Raum zusammen. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Korogocho ist nach Kibera und Mathare der drittgrößte Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder und Jugendliche suchen täglich auf der Müllhalde nach Essen und Verwertbarem. Sie atmen dabei giftige, gesundheitsschädigende Mülldämpfe ein. Viele sind unterernährt und krank. Zudem sind sieauf der Müllkippe vielfach Gewalt ausgesetzt. Oft haben sie keine Eltern mehr und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Jedes dritte Kind in Korogocho geht nicht zur Schule.

Diese Kinder brauchen Unterstützung

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und der späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Kindern und Jugendlichen im Slum von Korogocho-Gomongo.  Erreicht werden soll dies mit Hilfe des Fußballs. Die Grundidee ist, dass Kinder und Jugendliche durch Sport wertvolle soziale Verhaltensweisen spielend erlernen und einüben. Ihre Leistungsbereitschaft wird geweckt und sie entwickeln soziale Beziehungen. Leadership, Teamwork und kritisches Denken werden gefördert. Zurzeit erreicht das Projekt ca. 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Ein Drittel nimmt zudem am Bildungsprogramm und an den Aktivitäten im Kinder- und Jugendbildungszentrum teil. Das Projekt unserer Bündnisorganisation CARE soll schrittweise auf den gesamten Slum ausgedehnt werden. Schon heute wirkt es als Vorbild für ähnliche Vorhaben anderer lokaler Organisationen.

Unter anderem wurde die Sanierung des Fußballplatzes, der Bau von drei Primarschulen und eine Evaluierung des Gesamtvorhabens mit Unterstützung des BMZ und der Ayiera Initiative umgesetzt. Das Projekt hat sich sehr vielversprechendentwickelt. Das Kinder- und Jugendzentrum ist ein Vorzeigeprojekt im Korogocho Slum und der Stolz seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Sambia gehört zu den Ländern des afrikanischen Kontinents, in denen sich die Lebensbedingungen in den letzten Jahren im Durchschnitt verbessert haben. Dennoch ist die Zahl der Mangelernährung bei Kleinkindern und bei Müttern besonders in ländlichen Regionen noch immer sehr hoch.

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_©CARE

Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Ziel des Projekts unserer Bündnisorganisation CARE ist es der Mangelernährung durch den Anbau neuer Gemüse-, Obst- und Getreidesorten entgegenzuwirken. Wichtig ist auch die Aufklärung über die schonende Zubereitung von Speisen, bei der Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Ohne Bildung keine Gesundheit

In enger Zusammenarbeit mit dem „Program Against Malnutrition“ (PAM)  der sambischen Regierung und den zuständigen Ministerien, schult CARE staatliche Gesundheitshelfer und -helferinnen sowie Freiwillige in den Gemeinden. Sie lernen die Vermittlung gesunder Ernährungspraktiken und von Hygienemaßnahmen, um anschließend Beratungen sowie Sensibilisierungskampagnen durchzuführen. Darüber hinaus erhalten Gemeinden gezielte Trainings zu klimagerechter Landwirtschaft, zu auf die neuen klimatischen Verhältnisse angepassten Anbaumethoden, effektiven Bewässerungssystemen, Viehzucht, Nahrungsverarbeitung sowie abwechslungsreicher Ernährung.

Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen werden in den Gemeinden Ernährungskomitees gegründet. Um die Umstellung auf neue Sorten zu erleichtern wird Nutzvieh (Ziegen, Hühner) und Saatgut für Obstbäume (Mango, Guave, Pawpaw, Mexikanischer Apfel, Avocado, Orangen) verteilt. Außerdem wird die Reparatur von neun Bohrlöchern und die Ausbildung von Verantwortlichen aus den Zielgemeinden zu deren Instandhaltung der Wasserlöcher umgesetzt. Weiterhin werden Workshops zur Trocknung und Konservierung von Lebensmitteln für die Trockenzeit sowie zum Anlegen und Bewirtschaften von Gemüsegärten durchgeführt.

Weitere CARE-Projekte in Sambia finden Sie hier.

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Uganda: Schulen in Kampala

Der Zugang zu Bildung stellt für viele Kinder in Uganda die einzige Möglichkeit dar, sich aus der Armut zu befreien. In Kampala unterstützt daher unsere Mitgliedsorganistation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care den Bau und Ausbau von Schulen und trägt so schon seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lernsituation bei.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Schulen in Kampala

Kasubi Schule in Kampala

Der Stadtteil Kasubi ist ein sozialer Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Armut, katastrophale Straßenverhältnisse und viele Menschen, die keine Perspektive haben. Sie leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten oder dem Verkauf der eigenen Ernte. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt. Die Wohnverhältnisse der Familien sind oft erschreckend, so drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar.

Krankheiten wie Malaria, Durchfall, TBC oder AIDS und die unzureichende medizinische Versorgung führen zu einer niedrigen Lebenserwartung. Viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und sie damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care erwarb damals ein Grundstück von 10.000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder. Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das lokale KHW-Landesbüro und eine Kirche.

Die Naomi Froese Schule

1998 wurde die spätere Naomi Froese Schule in dem ärmlichen Stadtteil Wabigalo gegründet. Einfache Holzverschläge als Behausungen, enge Straßen und Abfälle an jeder Ecke prägen das Bild in dem riesigen Slum-Viertel. Schnell gewann die Schule an Bedeutung und hatte bald über 300 Schüler, doch die besondere Problematik dieses Stadtteils machte die Arbeit immer schwerer. Die Lehr- und Lernbedingungen in kleinen Klassenräumen und die Gefahr von Seuchen stellten eine unhaltbare Situation dar. Doch der gute Teamgeist und die Einsatzfreude der Lehrer motivierten zur Weiterarbeit. Durch persönliches Engagement einer deutschen Familie konnte der Grundstock für eine neue Schule gelegt werden. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat sich dieses Projektes für die Kinder Ugandas angenommen und ein großes Grundstück im Stadtteil Murchison Bay erworben. Der Unterricht läuft nun schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schulgebäuden und hat so zu einer echten Veränderung der Lern- und Lehrsituation beigetragen.

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Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bekommen und sich damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung befreien können. In Uganda setzt sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care in dem Dorf Mawanga für den Ausbau von Klassenzimmern ein.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Grund- und Hauptschule in Mawanga

In dem Mittelpunktdorf Mawanga, Iganga Distrikt im Osten von Uganda, leben 5.000 Menschen. Zuzüglich des gesamten Einzugsbereichs von weiteren sechs Dörfern steigt die Zahl auf 20.000. Die Familien betreiben größtenteils Subsistenzwirtschaft. Bei normalem Niederschlag gibt es genügend Nahrungsmittel für die Bewohner. Allerdings sind die finanziellen Mittel je nach Ernteerträgen recht unterschiedlich und teilweise erschreckend niedrig. Viele Familien müssen mit umgerechnet 10 EUR im Monat auskommen. Die Kinder müssen auf den Feldern mithelfen. Den Familien fehlt das Geld für die Bezahlung der Schulgebühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nach Kasaala zur nächstgelegenen Schule in der Regenzeit kaum passierbar und besonders für Kinder sehr gefährlich ist.

In einer Eigeninitiative haben Eltern, Lehrer und Kinder im Jahr 1986 im Dorf Mawanga eine Schule gegründet. Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren werden hier von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet. In einer Selbsthilfe-Aktion wurden zehn Klassenräume aufgebaut. Allerdings waren dies überwiegend einfache Lehmhäuser mit Grasabdeckung. Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden waren katastrophal. Mit einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten neue Räumlichkeiten entstehen. Durch ansteigende Schülerzahlen leidet der Unterricht immer wieder unter der räumlichen Enge. So wurden inzwischen wieder einige der alten Klassenräume als Übergangslösung provisorisch hergerichtet. Für den Dauerbetrieb sind sie jedoch nicht geeignet. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care engagiert sich für den Ausbau der Schule mit der Entstehung neuer, zusätzlicher Klassenräume.

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Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Mit dem AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche Projekte rund um das Thema Beratung und Aufklärung in Bezug auf HIV/AIDS. Besonders Frauen bekommen die Möglichkeit, trotz ihrer Erkrankung eine Ausbildung zu machen und schöpfen somit neue Hoffnung.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Das Tumaini AIDS Prevention Program (t.a.p.p.)

Tumaini bedeutet Hoffnung. Die hat für viele der 40 Millionen Menschen im ostafrikanischen Uganda eine wichtige Bedeutung, denn rund 2,6 Millionen (Weltbank, 2016) von ihnen sind betroffen vom Immunschwäche-Virus HIV/AIDS, der bis heute nicht heilbar ist. Viele Infizierte haben große Angst vor der Zukunft. Fragen über die Zukunft der Kinder und den Tod begleiten sie täglich. Unter dem Namen t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche HIV/AIDS-Projekte in Uganda. Hier finden die Betroffenen Lebenshilfe in Form von Beratung, Zuwendung und Aufklärung. Die bereits schwierige Arbeitssituation in Uganda wird durch eine HIV/AIDS-Erkrankung enorm verstärkt. Aus diesem Grund hilft t.a.p.p. den Betroffenen, eigene Verdienst- und Sparmöglichkeiten zu schaffen.

Ausbildung schenkt Zukunft

„Ich bin dankbar, dass ich trotz meiner Krankheit wieder neuen Lebensmut habe. Es macht mich stolz, dass ich dank t.a.p.p. einen Beruf erlernen durfte“, freut sich die 22-jährige Esther, die in der t.a.p.p. Tailoring School in Mutungo, Uganda ihre Ausbildung zur Näherin absolviert und letztes Jahr ihr Diplom erhalten hat. In einem zweijährigen Trainingsprogramm lernen HIV-infizierte Jugendliche hier das Schneiderhandwerk.

Aktuell gibt es zwei Näh-Klassen, die jeweils 25 Azubis aufnehmen können und eine Klasse, die im Bereich des Schusterhandwerks ausgebildet wird. Darüber hinaus ist zukünftig eine mögliche Berufsausbildung zum Friseur geplant. „Ich freue mich über jeden, der an meinem Stand stehenbleibt“, erzählt Esther. Vor dem kleinen Laden ihrer Schwester hat sie jetzt ihr eigenes Geschäft eröffnet. Sie ist sehr fleißig und hat stets geöffnet – nur in den Ferien fährt sie in ihr Dorf zurück, um bei der Ernte zu helfen und zusätzlich Geld zu verdienen. Bis jetzt läuft in ihrer kleinen Schneiderei alles gut, am liebsten näht sie Damenkleidung. „Es wäre toll, wenn ich noch mehr Stoffe für meine Auslage kaufen könnte, um meine kleine Näherei noch weiter auszubauen.“ Die Ausbildung hat Esthers Leben trotz ihrer HIV/AIDS-Erkrankung neue Hoffnung geschenkt. Sie ist stolz, dass sie mit dem erlangten Wissen und ihrer eigenen Nähmaschine nun ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

An über 40 Stellen in Uganda bekommen infizierte Frauen die Möglichkeit, sich durch die Herstellung von Papierschmuck, Kleidung, Geldbörsen, Taschen und weiteren Handarbeiten ein Einkommen zu schaffen, das mehr für sie bedeutet, als nur eine Einnahmequelle. Die wertvolle Gemeinschaft, in der sie zweimal wöchentlich zusammentreffen, die sinnvolle Beschäftigung, die ihnen Anerkennung und Wertschätzung verleiht und die wichtige Bedeutung, selbst zu einer Veränderung ihrer eigenen Situation beitragen zu können, machen Mut und schenken Hoffnung.

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Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

Im Flüchtlingscamp Palorinya im Norden Ugandas leben rund 120.000 Geflüchtete aus dem Südsudan, viele davon sind Kinder und Jugendliche. Um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Integration zu erleichtern, unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care Parolinya unter anderem mit dem Bau einer Sekundarschule und eines Internats.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

In Uganda leben über 850.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Nach tagelangen Fußmärschen durch gefährliche und unsichere Regionen erreichen sie das Nachbarland. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan 2013 aus dem jüngsten Land der Welt in die Nachbarländer geflohen sind. Ugandas Flüchtlingspolitik ist besonders. Die Geflüchteten leben in dorfähnlichen Strukturen und haben die Möglichkeit, sich eine Arbeit zu suchen. Jedem wird ein Stück Land zugeordnet, auf dem eine Hütte gebaut und der Boden kultiviert werden kann. Sie sind eingeladen zu bleiben, für immer. Auberginen, Tomaten und anderes Gemüse werden von den Familien auf dem eigenen Grundstück angebaut. Trotz dieser Besonderheiten und Hilfen stehen die Geflüchteten vor großen Herausforderungen. Die gesundheitliche Versorgung und Schulbildung ist nur begrenzt vorhanden und die selbst angebauten Lebensmittel zur Ernährung der Familien reichen nicht aus.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingscamp Palorinya in Norduganda. Dort leben über 120.000 Geflüchtete, 87 % davon sind Frauen, Kinder oder Ältere. Im Rahmen des Projekts wurde durch den Bau einer Sekundarschule die Bildungssituation für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan verbessert. Die Kinder erhalten Unterricht nach Vorgaben des Bildungsministeriums und damit eine Chance auf eine positive und erfolgreiche Zukunft.

Die Versorgung der SchülerInnen mit einer Mahlzeit während der Schulzeit sichert die Ernährung der Kinder. Lernen funktioniert nur, wenn der Hunger gestillt ist. Zudem führen Mangel- und Unterernährung zu einem geschwächten Immunsystem, geringer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen. Mit dem Projekt stellt das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend ernährt und die Familien entlastet werden. Da es im weitläufigen Flüchtlingscamp an weiterführenden Schulen mangelt, können viele Kinder und Jugendliche die Schule aufgrund der Entfernung nicht besuchen. Ein Internatsgebäude beherbergt und versorgt zukünftig einige der Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsmonate. Auch ein Fußballfeld für die Fußballbegeisterten unter ihnen wird neu hinzukommen. Um eine gute Integration der Flüchtlingskinder in ihrem Lebensumfeld in Uganda zu erreichen, bestehen die Schulklassen aus 80 % Flüchtlings- und 20 % einheimischen Kindern. Durch den Bau der Schule und den regelmäßigen Schulunterricht erhalten die traumatisierten Kindern eine stabile Bildungssituation, ein sicheres Umfeld und eine Rückkehr in den Schulalltag.

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Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care unterstützt mit lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in ländlichen Regionen Ugandas, um die dort völlig unzureichende medizinische Versorgung zu verbessern. So können Krankheiten behandelt und Geburten betreut werden sowie Impfungen und Hygieneschulungen durchgeführt werden.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sind die weitverbreitetsten Krankheiten und die Haupttodesursachen in Uganda. Trotz Verbesserungen in der Lebenserwartung, in der Kindersterblichkeitsrate und in der Müttersterblichkeit steht das Gesundheitssystem vor Herausforderungen. So sind nicht überall ausreichend Krankenstationen vorhanden oder ihre Kapazitäten reichen nicht für die Anzahl an Menschen aus. Eingeschränkter Zugang zu Operationen, bestimmten Therapien und Medikamenten machen behandelbare Krankheiten lebensgefährlich. Das ugandische Gesundheitssystem ist wie eine Pyramide aufgebaut und gliedert sich in verschiedene Stufen. Je nach Schwere der Erkrankung wird ein Patient jeweils an die nächste Stufe überwiesen. An der Spitze stehen zwei nationale Krankenhäuser.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt mit ihren lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in Uganda und trägt damit zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Sie gehören alle der Kategorie II oder III an und sind daher für eine grundlegende Basisversorgung zuständig. Die meisten dieser Stationen liegen in ländlichen Regionen, wo die medizinische Versorgung sehr gering ist. In den Krankenstationen werden verschiedene Tests und Behandlungen durchgeführt, Patienten können über Nacht beherbergt und Medikamente fachgerecht aufbewahrt und verabreicht werden. Hebammen und Geburtsräume ermöglichen eine sichere Geburt, Vor- und Nachsorge. Regelmäßige Impfkampagnen erhöhen den Schutz vor Krankheiten, wie Masern, Polio, Diphtherie oder Hepatitis B. Kostenfreie Kondome sollen vor Krankheiten wie HIV/AIDS und ungewollten Schwangerschaften schützen. Von den Krankenstationen organisierte Hygieneschulungen in den umliegenden Dörfern und Stadtteilen zeigen ihre Wirkung. Durchfallerkrankungen kann vorgebeugt und der allgemeine Gesundheitszustand erhöht werden.

Häufig sind die Krankenstationen eng mit den Schulen des Kinderhilfswerks Global-Care verbunden, wodurch die Schülerinnen und Schüler medizinisch versorgt werden können. Der enge Kontakt reduziert zudem Ängste der Kinder und Jugendlichen, sich bei Beschwerden untersuchen zu lassen. Ein neues Labor und Fortbildungen zum Einsatz von Ultraschallgeräten verbessern das Erkennen und Behandeln von Erkrankungen.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

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Benin: Aufbau einer nachhaltigen Ausbildungsfarm zur Stärkung des Kinderschutzzentrums La Passerelle

In Benin unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. den Träger des Kinderschutzzentrums La Passerelle durch den Aufbau einer modellhaften Ausbildungsfarm bei der Selbstversorgung des Zentrums.

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_@Kinderrechte Afrika e.V.

Benin: Aufbau einer nachhaltigen Ausbildungsfarm zur Stärkung des Kinderschutzzentrums La Passerelle

Mädchen, die Gewalt, sexuelle oder wirtschaftliche Ausbeutung, Kinderhandel, Früh- und Zwangsheirat, Ausgrenzung oder Vernachlässigung erlebt haben, erfahren im Zentrum „La Passerelle“ Schutz und Förderung. Der Träger ESGB steht jedoch vor der Herausforderung, die Aufnahme, Versorgung und Begleitung der Mädchen langfristig aus eigenen Mitteln finanzieren zu müssen. Durch den Aufbau einer modellhaften Ausbildungsfarm durch unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. soll zum einen die Grundversorgung im Zentrum, insbesondere die ausgewogene Ernährung, von mindestens 200 Mädchen jährlich nachhaltig gesichert werden. Zum anderen wird auf der Farm die Möglichkeit einer Grundausbildung in landwirtschaftlichen Aktivitäten für jährlich 10 Mädchen geschaffen. Diese sind damit in ihrer Eigenständigkeit gestärkt und künftig weniger gefährdet von Armut, Ausbeutung und Gewalt.

Hintergründe und Lösungsansatz 

Unser Partner ESGB begleitet Kinder, insbesondere Mädchen in Notsituationen. Bis sich eine Möglichkeit für ihre Wiedereingliederung bietet, finden sie im Kinderschutzzentrum von ESGB „La Passerelle“ Schutz und Förderung.

Die Grundversorgung (Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel, notwendige medizinische Versorgung) für ein Mädchen im Zentrum kostet pro Tag ca. 1,50 €. Zusammen mit weiteren laufenden Kosten (Strom, Wasser, Betreuung und Begleitung) sind es 4,00 €, die pro Tag pro Mädchen anfallen. ESGB hat große Anstrengungen unternommen, lokale Spenden und Finanzierungen hierfür einzuwerben, allerdings können diese nur einen kleinen Teil des Bedarfs decken und stellen kein nachhaltiges Finanzierungskonzept dar. Der beninische Staat leistet keine finanzielle Unterstützung für zivilgesellschaftliche Sozialeinrichtungen. ESGB steht nun vor der Herausforderung, die Versorgung der Kinder und den laufenden Betrieb seiner Einrichtung selbst sicherzustellen.

Das Projekt unterstützt den Aufbau einer Ausbildungsfarm, die mit nachhaltigen biologischen Anbaumethoden zur Selbstversorgung des Zentrums beitragen soll. Der Anbau von Getreide, Obst, Gemüse und Heilpflanzen unterstützt die gesunde und ausgewogene Ernährung der Kinder und mit dem Verkauf von Überschüssen können weitere Ausgaben des Zentrums (Kleidung, Hygieneprodukte, Schulmaterialien etc.) finanziert werden.

Zudem soll die Farm eine Ausbildungsmöglichkeit für Mädchen ab 14 Jahren bieten, für die eine Einschulung nicht mehr möglich oder sinnvoll ist und die sich für eine Zukunft in der Landwirtschaft interessieren. Die meisten der Mädchen kommen aus ländlichen Regionen, erhalten also eine Zukunftsperspektive in einem ihnen bekannten Milieu.

Ziele des Projekts

Oberziel: Verbesserung des Kinderschutzes sowie der Bildungs- und Zukunftschancen für Mädchen in der Region Ouémé in Benin

Projektziel: Die Ausbildungsfarm von ESGB trägt zur nachhaltigeren Grundversorgung, insbesondere einer ausgewogenen Ernährung, sowie zu verbesserten Zukunftsperspektiven der Kinder im Zentrum La Passerelle bei.

Unterziele:

  1. Das Kinderschutzzentrum La Passerelle ist in seiner finanziellen Unabhängigkeit gestärkt und kann jährlich mindestens 200 Kinder in Not während ihrer Aufnahme und Begleitung in der Einrichtung weitgehend selbst versorgen.
  2. Das Zentrum bietet jährlich 10 interessierten Mädchen eine Grundausbildung in ökologischen landwirtschaftlichen Aktivitäten und im Gartenanbau.

Projektmaßnahmen

  • Aufbau der Infrastrukturen auf der Farm, darunter
    • einfache Unterkünfte
    • einfache geschlechtergetrennte Sanitäreinrichtungen (Latrine und Dusche)
    • Küche mit energiesparender Kochstelle, Waschbecken für Geschirr und Kleidung
    • offene Rundhütte als sozialer Mittelpunkt der Farm, für Mahlzeiten, Gespräche, kulturelle Aktivitäten und theoretische Ausbildungseinheiten
    • Lagerraum für Geräte, Saatgut und Agrarprodukte
    • einfache Ställe für Ziegen, Schafe, Hasen, Hühner, Perlhühner
  • Ausstattung der Farmgebäude mit Betten, Matratzen, Tischen, Stühlen, Bänken, Regalen, Tafel, Motorrad
  • Aufbau und Durchführung landwirtschaftlicher Aktivitäten für die Selbstversorgung des Zentrums La Passerelle, darunter
    • Getreide- und Gemüseanbau,
    • Pflanzung von Obst- und Nutzholzbäumen (z. B. Orange, Papaya, Avocado, Banane, Zitrone, Palmen),
    • Anbau von Medizin- und Heilpflanzen,
    • Tierhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner und Perlhühner)
    • Kompostierung zur Düngung und natürlichen Schädlingsbekämpfung
  • Grundausbildung von 10 Mädchen über 14 Jahren, die sich für eine Zukunft in der Landwirtschaft interessieren
  • Unterstützung der Mädchen für den Start in die Selbstständigkeit (Arbeitsgerät, Saatgut, Küken…) nach abgeschlossenem Lehrgang

Finanzierung

Projektkosten: 33.080 Euro

Finanzpartner:

  • Mit finanzieller Unterstützung des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Staatsministerium Baden-Würtemberg
  • Hinzu kommen Eigenmittel von ESGB und Kinderrechte Afrika e. V. (d.h. Spenden)

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Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In Togo fördert unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika zivilgesellschaftliche Kinderschutzeinrichtungen. Diese werden bei der Umsetzung nationaler Normen und Standards sowie der Einführung eines kinderrechtsbasierten Arbeitsansatzes unterstützt.

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_©Kinderrechte Afrika

Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In den Regionen Plateaux Centrale und Kara in Togo arbeitet unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. gemeinsam mit ihrem lokalen Projektpartner CREUSET-Togo daran, 6 Kinderschutzzentren bei der Umsetzung nationaler Standards zu unterstützen und einen kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz einzuführen.

Das Kinderschutzzentrum Kandyaa von CREUSET, das in einem gemeinsamen Projekt mit Kinderrechte Afrika e. V. aufgebaut wurde, hat sich in Togo als Modellzentrum etabliert. Bei einer landesweiten Evaluierung von 120 Kinderschutzeinrichtungen wurde Kandyaa als eine von wenigen als leistungsfähig eingestuft. Andere Zentren wurden als verbesserungswürdig, nicht funktionell oder gar misshandelnd beurteilt. Mit diesem Projekt möchte CREUSET seine Erfahrungen beim Aufbau, Führen und Verwalten eines Kinderschutzzentrums nun an die Betreiber 6 anderer Einrichtungen weitergeben und sie bei der Erfüllung nationaler und internationaler Normen unterstützen. Dazu gehört u. a. die Renovierung bzw. der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen sowie die Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts, einer transparenten (Finanz-)Verwaltung und Einkommen schaffender Maßnahmen für eine zunehmend eigenständige Finanzierung der Zentren.

Ausgangssituation in den Kinderschutzzentren

In Togo leben viele Kinder in prekären Notsituationen, auf der Straße, in ausbeuterischen (sklaven-ähnlichen) Arbeitsverhältnissen, werden aufgrund von Anschuldigungen der Hexerei von ihren Familien oder Stieffamilien verstoßen, misshandelt oder geraten in die Hände von Kinderhändlern.

Ca. 4.000 dieser Kinder finden derzeit Zuflucht in Kinderschutzzentren.

Viele Kinder, die in Not geraten, werden von Sozialarbeiter(inne)n, Richter(inne)n, Polizeieinheiten, lokalen und traditionellen Autoritäten oder anderen Akteuren an CREUSET vermittelt, dessen Zentrum landesweit einen guten Ruf für die Aufnahme und Begleitung von Kindern in Not hat. Dadurch kommt Kandyaa aber auch täglich an die Grenzen seiner Kapazitäten. In Togo besteht daher ein großer Bedarf an weiteren leistungsfähigen Einrichtungen für den Kinderschutz.

Die 6 im Rahmen dieses Projekts begleiteten Zentren nehmen Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen auf (Waisen und Halb-Waisen; Kinder, die auf der Straße Leben; Kinder, die der Hexerei bezichtigt werden; Kinder aus instabilen Familienverhältnissen etc.) und bieten ihnen Schutz. Jedoch fehlt ihnen u. a. ein pädagogisches Konzept, dass auch sozio-pädagogische, spielerische, künstlerische oder sportliche Aktivitäten vorsieht, die Beteiligung von Kindern berücksichtigt oder ein Konzept für die Wiedereingliederung von Kindern enthält. Es fehlen Bereiche für Sport und Spiel oder Gemeinschaftsräume zum Essen und Lernen.

Die Sanitärbereiche sind marode, unhygienisch und nicht nach Geschlechtern getrennt. Teilweise versickern die Abwässer einfach im Boden oder die Kinder müssen sich in die Büsche schlagen. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist unzureichend. Schlafräume sind z. T. baufällig durch starke Abnutzung, undichte Fenster, Termitenbefall oder schlechte Elektroinstallationen (offene Kabel stellen ein großes Risiko für die Kinder dar: Kurzschlüsse, Stromschlag o.ä.). Sie sind teilweise dunkel und schlecht belüftet, was nicht nur Gesundheitsrisiken birgt, sondern auch Ungeziefer anzieht. Die Betten und Matratzen reichen meist nicht für alle aufgenommenen Kinder und/oder fallen auseinander.

Die hygienischen Bedingungen für die Lagerung der Nahrungsvorräte und Essenszubereitung sind verbesserungswürdig. Es fehlen Schornsteine oder Abzugsschächte für den Rauch und Essensdämpfe über den Kochstellen (die auch teilweise brüchig sind). Es gibt einen großen Bedarf an Küchenutensilien, aber auch an Sport-, Spiel- und Lernmaterialien.

Die Leitungen der ausgewählten Zentren sind sehr engagiert für die Kinder und bringen sich auch in großem Umfang ehrenamtlich ein, jedoch fehlen ihnen derzeit die finanziellen und personellen Ressourcen sowie spezifisches Know-How, um die Aufnahme- und Betreuungsbedingungen für die Kinder zu verbessern. Das Projekt soll sie in dieser Hinsicht unterstützen und begleiten.

Ziele des Projekts

Oberziel: Das Projekt trägt dazu bei, den institutionellen zivilgesellschaftlichen Kindesschutz in 3 der 5 Regionen Togos zu stärken.

Projektziel: In 6 Kinderschutzeinrichtungen Togos entsprechen Aufnahme und Begleitung der Kinder den Kinderrechten sowie nationalen Normen und Standards.

Unterziele:

  1. Die Aufnahmekapazitäten von 6 zivilgesellschaftlichen Kinderschutzzentren entsprechen nationalen Normen und Standards, die Unterbringungsbedingungen für Kinder sind nachhaltig verbessert, darunter insgesamt 240 Kinder während der Projektlaufzeit.
  2. Das Personal der 6 Zentren betreut und begleitet die aufgenommenen Kinder gemäß einem kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz.
  3. Die Lebensfähigkeit der 6 Zentren ist nachhaltig gestärkt.
  4. Die dezentralisierten staatlichen Dienste und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen in den Projektgemeinden unterstützen die Arbeit der Zentren.

Projektmaßnahmen

6 Kinderschutzzentren in Togo werden für die Erfüllung nationaler Normen und Standards unterstützt. Dazu gehört u. a.

  • Die Renovierung/der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen in 6 ausgewählten Zentren.
  • Die Unterstützung der Einrichtungen für die Selbstversorgung und die Aufnahme bzw. Professionalisierung von Einkommen schaffenden Maßnahmen, sodass sie nachhaltig geführt und auch in Zukunft für die Grundbedürfnisse von Kindern in Not aufkommen können
  • Die Schulung und Begleitung der Zentren bei der Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts und einer transparenten (Finanz-)Verwaltung.

Weitere Maßnahmen betreffen die Unterstützung/Vernetzung der Zentren in ihrem gesellschaftlichen und politischen Umfeld, darunter

  • Die Arbeit mit Medien (insbesondere Radioprogramme) und Informationsveranstaltungen zur Information der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Arbeit der Zentren und ihren Unterstützungsbedarf sowie zur elterlichen Verantwortung
  • Die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen in den Projektgemeinden, um die Stigmatisierung der Kinder aus den Zentren zu reduzieren
  • Netzwerkarbeit für einen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Lobbyarbeit der Kinderschutzeinrichtungen gegenüber staatlichen Stellen
  • Die Arbeit mit lokalen, religiösen und traditionellen Führungspersonen sowie staatlichen Stellen (Sozialdienst, Richter(innen), Polizeistellen etc.) für eine Unterstützung bei der Wiedereingliederung von Kindern

Finanzierung und Laufzeit

Die Projektkosten belaufen sich auf 624.800 Euro und werden durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),  Sternstunden e. V. (private Fördermittel) und Kinderrechte Afrika e. V. (Eigenmittel, d.h. Spenden) finanziert.

Die geplante Projektlaufzeit ist vom 15.11.2019 bis 15.01.2023.

 

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

Unsere Mitgliedsorganisation DON BOSCO MONDO gibt Straßenkindern in Nairobi ein sicheres Zuhause und sorgt so für ihr leibliches und seelisches Wohl.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

 

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, Betteln und Stehlen durch, sind meist unterernährt, leiden an Krankheiten oder sind drogenabhängig. Einige von ihnen sind AIDS-Waisen. Andere Straßenkinder haben zwar Familie, sind aber vor Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung weggelaufen. Staatliche Hilfe für Straßenkinder gibt es kaum. Deshalb schließen sich die Kinder in Gangs zusammen, um zu überleben. Für viele ein Einstieg in Kriminalität und Drogenkonsum.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Hilfe für Straßenkinder ein Schwerpunkt der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos in Nairobi. Seit 1990 setzen sie sich für Straßenkinder ein und gründeten das „Bosco Boys“-Zentrum in Nairobi. Das Herzstück von Bosco Boys bildet ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. Die Jungen werden dort rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut, finden hier ein neues Zuhause, werden verpflegt, medizi­nisch versorgt und nehmen an Freizeit- und Bildungsangeboten teil. Auf dem gleichen Gelände gibt es eine Grundschule und zwei Ausbildungswerkstätten für Metall- und Holzverarbeitung. Vor allem Schulabbrecher erhalten durch die Ausbildung die Chance, später eigenes Geld zu verdienen.

Auch Kinder aus den benachbarten Slums können am Unterricht in der Grundschule teilnehmen. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen die Kinder und Jugendlichen, damit sie ein selbstbestimmtes und würde­volles Leben führen können – ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos. Zudem werden auch Stipendien für weiterführende Schulen und Universitäten vergeben.

Auf unserer Reise nach Kenia besuchten wir das Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town in Nairobi, in dem Jugendliche im Alter von 18-22 Jahre in einer 2-jährigen Ausbildung in Metall- und Holzverarbeitung, als Techniker oder als Schneider ausgebildet werden.

 

PROJEKTZIELE

  • Straßenkindern ein Zuhause geben, Verpflegung und medizinische Versorgung, Schulbildung
  • Perspektiven schaffen durch Ausbildungsplätze im Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Bis zu 300 Kinder können die Schule besuchen und werden von den Don Bosco Mitarbeitern betreut. Rund 60 Jungen sind in der Einrichtung untergebracht. Viele von ihnen finden später eine Arbeit, einige sogar als Sozialarbeiter in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos.

Manche der Jugendlichen studieren später und übernehmen verantwortungsvolle Posten in der lokalen Politik.

 

 

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

In Kenias Hauptstadt Nairobi kümmert sich unsere Mitgliedsorganisation ISLAMIC RELIEF DEUTSCHLAND um Waisenkinder, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

 

In den benachteiligten Regionen des Landes und den sogenannten „Slums“ der Hauptstadt Nairobi haben zahlreiche Kinder ein oder beide Elternteile verloren. Sie wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, weil sich das zurückbleibende Elternteil allein um die Finanzierung der gesamten Familie kümmern muss oder Großeltern oder andere Verwandte die Kinder aufnehmen und versorgen. Islamic Relief ist seit 1993 in Kenia aktiv, um diese Waisenkinder zu unterstützen.

Mit einer 1:1-Patenschaft wird ein einzelnes Waisenkind mit einem festen monatlichen Beitrag unterstützt. Dieser Betrag ermöglicht es, das Kind mit Lebensmitteln, Unterkunft, medizinischer Betreuung und emotionalem Beistand zu versorgen. Die Hilfe, die dem Waisenkind gegeben wird, kommt auch seiner Familie zugute. Mit der Patenschaft wird die körperliche und mentale Gesundheit des Kindes verbessert, ihm wird eine Unterkunft und Schulbildung ermöglicht und die Chancen für sein zukünftiges Leben verbessert.

Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist der Waisenfonds. Die Spenden dieses Fonds verwendet Islamic Relief für Projekte, die bedürftigen Waisen, ihren Familien und Gemeinden zugutekommen. Es sind Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Einkommenssicherung und Verbesserung des sozialen Umfelds.

 

PROJEKTZIELE

  • Versorgen der Waisenkinder mit Essen, Unterkunft und Schulbildung
  • Unterstützung der Familien der Waisenkinder bei ihren eigenen Mikroprojekten zur Einkommenssicherung

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Islamic Relief arbeitet seit 1993 mit Waisenkindern in Kenia. Heute werden über 2.800 Waisenkinder durch eine 1:1 Patenschaft oder durch den Waisenfonds unterstützt.

 

 

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St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

Im St. John's Gemeinwesenentwicklungsprojekt in Kenias Hauptstadt Nairobi setzt sich unserer Bündnisorganisation KINDERNOTHILFE für den Schutz und die Stärkung von Kinder- und Frauenrechten ein und sorgt dafür, daß Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung und Gesundheit erhalten.

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_©Kirsten Milhahn // Kindernothilfe

St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

 

Das ST. JOHN’S GEMEINWESENENTWICKLUNGSPROJEKT ist im Projektgebiet Pumwani in Kenias Hauptstadt Nairobi angesiedelt und umfasst sechs Slums. Seit 2005 setzt sich die KINDERNOTHILFE gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation vor Ort, dem St. John’s Community Centre, für die Menschen in Pumwani ein. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Stärkung von Kinderrechten sowie Frauenrechten. Hier wird u.a. durch Kinderclubs, in denen sich Mädchen und Jungen regelmäßig treffen um ihre Themen zu besprechen und Aktionen zu planen, ein größeres Bewusstsein für die Kinderrechte in der Projektregion verbreitet. Ein Kinderparlament setzt sich zudem an Schulen für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein. Die Kindergremien sind ein Sprachrohr bei wichtigen Entscheidungen und bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler von der Schulleitung in wichtige Entscheidungen einbezogen werden.

Das Projekt bietet verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche. Dabei soll vor allem sichergestellt werden, dass sie die Schule besuchen und altersgerecht gefördert werden. Auch Workshops zur Berufswahl und Talentförderung gehören dazu, sowie eine informelle Bildungseinrichtung, in der sich Jungen und Mädchen auf die jährliche Abschlussprüfung vorbereiten können, die nicht in die Regelschulen integriert werden können.

Ein dritter Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Unterstützung von Eltern und Pflegeeltern durch Fortbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Sorgen und Problemen sowie Aufklärungsarbeit in Eltern-Workshops. Zuletzt wird über die Bildung von Selbsthilfegruppen die Hilfe und Unterstützung der Slumbewohner untereinander gestärkt, z.B. durch Frauenselbsthilfegruppen um sich gegenseitig bei dem Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz zu unterstützen.

PROJEKTZIELE

Das Projekt hat insgesamt vier konkrete Projektziele:

  • Schutz und Stärkung der Kinderrechte
  • Zugang der Kinder und Jugendlichen zu Bildung und Gesundheit
  • Aufklärung und Stärkung von Familien
  • Aufbau von Perspektiven z.B. über Selbsthilfegruppen und Workshops

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Insgesamt haben 1554 Waisen- oder Halbwaisen sowie 1339 weitere Jugendliche an den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts teilgenommen, vor allem durch den Zugang zu Schulbildung und der Hilfe bei den Hausaufgaben. Das zahlte sich aus, 22 Schülerinnen und Schüler legten 2017 exzellente Abschlussprüfungen ab; einige von ihnen erhielten sogar ein Stipendium für die weiterführenden Schulen. 196 Schülerinnen und Schüler erhielten einen Platz an der informellen Bildungseinrichtung des Projekts.

Für den Schutz der Kinderrechte wurde 2017 durch eine Gruppe von Repräsentantinnen verschiedener Selbsthilfegruppen (CLA) in einem Workshop über die negativen Auswirkungen zum Konsum von Kath, einer viel genutzten pflanzlichen Droge in Kenia, aufgeklärt und betroffene Eltern über ihre Pflichten in der Kindesfürsorge hingewiesen. Eine weitere CLA intervenierte bei Fällen von Gewalt gegen Frauen und Kinder und beriet die Betroffenen zu umfassenden Hilfsangeboten. Eine dritte Gruppe brachte Jungen, die sich die Zeit auf der Straße vertrieben, mit den bestehenden Fußballteams in Verbindung, sodass sie nun regelmäßig am Training teilnehmen und gemeinsam Turniere bestreiten.

Auch die Kinderclubs haben 2017 wieder dazu beigetragen, das Bewusstsein für Kinderrechte in der Projektregion zu verbreiten und es wurden drei neue Kinderclubs ins Leben gerufen. Schließlich haben auch verschiedene Maßnahmen für Eltern zum Wohl der Kinder beigetragen: 2017 haben 80 Erwachsene an den Eltern-Workshops teilgenommen und es wurden drei Unterstützungsgruppen für den nachfolgenden Austausch gebildet. Dank der Selbsthilfegruppen konnten positive Ergebnisse erzielt werden, z. B. in der Selbsthilfegruppe „Frauen mit Visionen“, die gemeinsam spart und das Geld aus Kleinkrediten vielseitig einsetzt: u.a. um Schulgelder zu bezahlen, ein Stück Land zur Bewirtschaftung zu kaufen oder eine Kuh für die Milchproduktion anzuschaffen, um somit eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

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Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasser ist die Quelle des Lebens, doch in ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar leider auch Quelle von Krankheit und Tod. Damit das nicht so bleibt, baut unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Sanitär- und Trinkwasseranlagen und klärt über Verunreinigungen im Wasser auf.

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_©Helvetas

Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasserquellen sind oft verunreinigt

In den ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar erhalten viele Familien ihr Wasser aus einem nahegelegenen Fluss oder anderen natürlichen Quellen. Das Wasser ist jedoch häufig verunreinigt, da nahezu alle Bewohnerinnen und Bewohner ihr Bedürfnis aufgrund fehlender Toiletten im Freien verrichten und so Keime ins Wasser gelangen. Kaum ein Haushalt verfügt über Toiletten oder Waschräume. Das verunreinigte Wasser führt zu Krankheiten und einer hohen Kindersterblichkeit. Außerdem können die kranken Menschen gar nicht oder nur eingeschränkt arbeiten und somit nicht zum Familieneinkommen beitragen. Die Folge ist, dass viele Familien in Armut leben müssen.

Gefiltertes Trinkwasser und Strom für die Gesundheitsstation

Um diese missliche Lage zu verbessern, trägt HELVETAS mit seiner lokalen Partnerorganisation SANTATRA zu besseren Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gemeinden bei. In den nordmadagassischen Dörfern Ambohitrandriana, Maevatanana und Anjiabory reparieren sie zusammen mit den Dorfbewohnern die mangelhafte Infrastruktur von zwei Gesundheitsstationen und drei Grundschulen. Mit fachgerechten Chlorfiltern wird zudem in Zukunft Trinkwasser aus allen installierten Wasserhähnen kommen. Zudem wird die Gesundheitsstation in Ambohitrandriana mit Strom ausgestattet, sodass diese nun auch in der Nacht beleuchtet und Medikamente angemessen gekühlt werden können.

Ausbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung zum Umgang mit Hygiene

Damit aber nicht nur die Gesundheitsstationen und Grundschulen Zugang zu Hygieneinfrastruktur erhalten, werden zudem Freiwillige ermutigt, eine Maurerausbildung zu erhalten, um so genannte mourabas – Latrinen auf Dorfebene aus natürlichen Materialien – mit den Familien zu bauen. Denn das Projekt wäre wenig nachhaltig, wenn nicht alle Dorfbewohner auch außerhalb des Schulalltages oder eines Besuches der Gesundheitsstationen Latrinen nutzen würden. Außerdem werden die grundsätzlichen Hygiene-Botschaften in das Schulkurrikulum mit aufgenommen, welche dann von den Schülern Zuhause weitergeben werden.

Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass auch Frauen und Mütter hierüber informiert werden, da sie primär die Haushalte organisieren, sich um die Kinder kümmern, diese waschen und das Essen für die Familien kochen. Die Lehrpersonen und das medizinische Personal werden ebenfalls aktiv dazu angeregt, die WASH-Botschaften zu verbreiten und vorbildlich anzuwenden. Sie sind Vorbildfunktionen und somit wichtige Multiplikatoren für ein erfolgreiches Projekt. Überdies werden Partnerschaften (Public Private Partnerships) mit privaten Investoren eingegangen, die für finanzielle und technische Wartungen der Sanitäranlagen aufkommen. Sie werden auch nach Projektende weiterhin für die Instandhaltung verantwortlich sein.

Wasser ist Quelle des Lebens. Zugang zu sauberen Trinkwasser und einer adäquaten Hygiene wird den Menschen dazu verhelfen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und somit auf Dauer ihre ökonomischen Bedingungen zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu verringern.

Finanziert wird das Projekt durch die W.P. Schmitz-Stiftungen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

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Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Die daraus resultierende Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen – insbesondere für Frauen und Mädchen.

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_© Peter Catons Mac/CARE

Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

Malawi gehört zu den Ländern der Welt, deren Bewohnerinnen und Bewohner besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten, vornehmlich Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, leiden unter Mangelernährung und Hunger. In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Phänomene wie El Nino verschärfen die ohnehin schon angespannte Lage.

Besonders Frauen und Mädchen betroffen

Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen speziell für die Entwicklung von Babys und Kleinkindern. Nicht selten beginnt die Mangelernährung schon im Mutterleib. Entwicklungsverzögerungen und -störungen sind die Folgen. Hauptursache sind extremwetterbedingten Ernteausfälle und eine einseitige Ernährung mit Mais. Traditionelle Geschlechterrollen, die Frauen und Kinder bei der Verteilung von Nahrung benachteiligt, vertiefen die ohnehin schon dramatische Lage.  Denn Frauen und Mädchen essen oft als letzte oder gehen leer aus, wenn nicht genügend zu essen da ist.

Langfristig die Erträge der Kleinbauern sichern

Eine Region, in der Bewohner besonders von Hunger betroffen sind, ist der 100 km von der Landeshauptstadt Lilongwe entfernte Distrikt Salima im Zentrum Malawis. Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. stattet hier rund 200 Gemeinden mit Nutztieren aus, um Familien dazu zu ermächtigen ihre Ernährung selbstständig und nachhaltig zu verbessern. Zudem verteilt CARE Saatgut und Düngemittel und führt Trainings zu neuen und verbesserten Anbaumethoden durch. Damit sollen langfristig die Erträge der Kleinbauern gesichert werden. CARE saniert und modernisiert auch die Bewässerungssysteme, damit das angebaute Getreide die Dürren besser überstehen kann. Die Menschen lernen, sich besser auf zukünftige Dürren vorzubereiten. Vielen Familien gelingt es, ihre Ernte durch Mulchen zu retten. Dabei werden organische Materialien auf die Felder gestreut, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Außerdem pflanzen die Menschen schattenspendende Bäume an und bewässern ihre Felder. Oft sind es Frauen, die dies vorantreiben und eine Abkehr von den jahrzehntealten Traditionen befürworten. Es ist ein schrittweiser Prozess, dessen Ergebnisse erst langsam sichtbar werden.

Ziel dieses konkreten Projektes ist es, die Ernährungssituation für Schwangere, Mütter sowie für Klein-, Vorschul- und Grundschulkinder zu verbessern. Erreicht werden sollen fast 14.000 Menschen in 200 Dörfern.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Malawi finden Sie hier.

 

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Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai zerstörte am 14. März 2019 weite Teile Mosambiks. Millionen von Menschen waren und sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Neben schneller und konkreter Nothilfe ist auch die Unterstützung beim Wiederaufbau von großer Bedeutung.

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_© Josh Estey/CARE

Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Zyklon Idai, eine der schlimmsten Wetterkatastrophen, die die südliche Hemisphäre je getroffen hat, zerstörte im März 2019 weite Teile Mosambiks, Simbabwes und Malawis. Viele Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. 11,5 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen, 2,6 Millionen wurden obdachlos, 1,8 Millionen Menschen davon in Mosambik. Die Provinz Sofala in Mosambik wurde besonders stark geschädigt. Hier traf Zyklon Idai mit 210 Kilometern pro Stunde auf Land und zerstörte rund 90 Prozent rund um die Küstenstadt Beira. Dem Zyklon folgten langanhaltende, sintflutartige Regenfälle und Stürme, die in der Region zu schweren Überschwemmungen führten.

Nothilfe vor Ort

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V., seit 1984 mit umfangreichen Not- und Entwicklungsprogrammen und einem vorwiegend lokalen Mitarbeiter-Team in Mosambik aktiv, startete sofort nach der Katastrophe erste Rettungs- und Überlebenshilfe und begann mit der Verteilung eingelagerter Hilfsgüter. In den ersten Tagen nach der Katastrophe konnten die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie CARE dabei aufgrund der Wassermassen nur per Boot und Helikopter Hilfe leisten.

Das wichtigste, was die Menschen brauchen sind Lebensmittel, da viele Familie ihre Ernten und ihre Äcker verloren haben. CARE verteilt zudem Zelte, Planen, Seile und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften sowie Wasserentkeimungsmittel, Hygienepakete und Hilfsgüter.

Katastrophensichere Klassenzimmer für 2.525 Schulkinder

Ein Projekt, dass CARE besonders am Herzen liegt, ist der Wiederaufbau von Schulen. Zuletzt war CARE nach dem verheerenden Wirbelsturm Dineo 2017 für die Sanierung von zerstörten Klassenzimmern in der Provinz Inhambane verantwortlich. In den kommenden 12 Monaten übernimmt CARE die Sanierung und Instandsetzung von 95 Klassenzimmern nach den Richtlinien von UN-HABITAT. Alle Wiederaufbaumaßnahmen setzt CARE in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern um. CARE führt dabei die Bauaufsicht und gibt sein Wissen zu katastrophensicheren Baumaßnahmen an alle beteiligten, lokalen Akteure weiter. Das sichert die Nachhaltigkeit und eine weitere Verbreitung katastrophensicherer Baumethoden in der Region über das Projekt hinaus. CARE stellt zudem bei allen Wiederaufbaumaßnahmen sicher, dass die besonderen Schutzbedürfnisse von Mädchen bei der Gebäude-, der Waschraum- und Toilettenplanung berücksichtigt werden, eine ausreichende Anzahl getrennter Latrinen für Mädchen und Jungen vorhanden sind und jede Schule über ausreichende Handwaschstationen zur Aufrechterhaltung der Basishygiene verfügt. Durch ein flankierendes Hygieneprojekt werden die Lehrpersonen und Klassen nach Abschluss aller Bauarbeiten in der Umsetzung von Basishygiene- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Cholera geschult.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Mosambik finden Sie hier.

 

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Niger: Das stille Leiden der Kinder

Im Niger entziehen extreme klimatische Verhältnisse – wie Überschwemmungen und Dürren – den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Insbesondere Kinder sind betroffen.

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_© Johanna Mitscherlich/CARE

Niger: Das stille Leiden der Kinder

Der Niger ist das zweitärmste Land der Erde. Extreme klimatische Verhältnisse wie Starkregen oder viel zu lange Trockenperioden sorgen für Überschwemmungen und Dürren. Diese entziehen den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Am meisten leiden die Kleinsten. Angetrieben durch den Klimawandel haben sich die Bedingungen in den letzten Jahren weiter zugespitzt. Der Tschadsee – Lebensquelle für viele Fischer und Bauern – ist wegen klimatischer Veränderungen in den vergangen Jahren um rund 90 Prozent zurückgegangen.

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. setzt sich dafür ein, dass alle Kinder gesund groß werden können. Schwer unternährte Kinder werden mit medizinischer Spezialnahrung versorgt und CARE-Pakete mit Bohnen, Mais und Öl an hungernde Familien verteilt. Langfristig wird mit dürreresistentem Saatgut, intelligenten Bewässerungssystemen und Getreidebanken dafür gesorgt, dass die Menschen auch in Trockenzeiten genug zu essen haben.

Auf nachhaltige Lösungen setzen

Eine Anbaumethode stellt CARE-Klimaheldin Haoua Abdoulaye vor. „Früher sind die Mütter und Väter hier im Dorf morgens früh aufgebrochen, auf der Suche nach etwas zu essen für ihre Kinder. Und sie kamen erst nach Sonnenuntergang zurück, meist mit leeren Händen. Wir haben ständig gehungert. Ich fürchtete um das Leben meiner elf Kinder.“ Doch dann kamen die ‚Halbmonde‘ nach Kobio. Die Halbmonde sind Gruben, die in den trockenen Boden gegraben werden. Wie sie es im Projekt gelernt hat füllt Haoua diese anschließend mit Kompost um darin Bäume zu pflanzen. Ihre Arbeit macht sich bezahlt: Regenwasser wird gespeichert und der Anbau von Hirse und Bohnen ist ertragreicher. Heute baut Haoua Getreide an, hat fünf Schafe und zwei Kühe und legt in einer Kleinspargruppe mit anderen Frauen Geld zurück, um auch in größere Anschaffungen investieren zu können.

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Niger finden Sie hier.

 

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Niger: Einsatz für den Frieden

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt fördert unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. im Niger Projekte, die eine Kultur des Friedens, des Dialogs und der positiven Konfliktlösung etablieren.

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_© HED-Tamat

Niger: Einsatz für den Frieden

Niger liegt in Westafrika, einer Region, die seit Jahrzehnten geprägt ist von bewaffneten Konflikten, hoher politischer Instabilität und Armut. Besonders die kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen und in Mali und die Einflussnahme der Sekte Boko Haram gefährden die Sicherheit und Entwicklung der Menschen im Niger. Die Dauerarbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bewegt manche von ihnen dazu, sich trotz der dramatischen Zustände vor Ort Perspektiven im Nachbarstaat Libyen zu suchen.

Langfristige Perspektiven schaffen

In den Regionen Agadez, Tahoua und Zinder bemüht sich die von CARE unterstütze NRO HED Tamat seit 2012 darum, Friedens- und Präventionsprojekte umzusetzen, die sich einer religiösen Fundamentalisierung entgegenstellen und zur Stabilisierung der lokalen Gemeinschaften beitragen.

Einige der wichtigsten Aktivitäten sind Aufklärungskampagnen, die religiösen Fundamentalismus entmystifizieren. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in den Schulen. Mit Diskussionsrunden un der Ausbildung von Religionslehrern außerhalb des fundamentalen Spektrums sollen die Identitäten der lokalen Bevölkerung gestärkt und eine Kultur des Friedens etabliert werden. Aber auch mit Fernsehspots wird auf die Gefahren religiösen Dogmatismus hingwiesen.

Jungen Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern wird durch die Vergabe von ca. 500 Schul- oder Ausbildungsstipendien ein Weg aus der Kriminalität geboten.

Der Einsatz lohnt sich: Die Projektarbeit von HED-Tamat trägt maßgeblich dazu bei, dass die Region im Norden des Nigers stabil bleibt.

Weitere Informationen zur Arbeit von Care in Niger finden Sie hier.

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Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

In Äthiopien, wo 2017 hunderttausende Kinder an Unterernährung litten, hilft unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. den Menschen dabei, ihre Ernten zu verbessern, ihre Umwelt zu bewahren und sich alternative Einkommenswege zu erschließen.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

Immer wieder zwingen schwere Dürren in Äthiopien Bauern und Hirten dazu, ihre Existenz aufzugeben und in Hilfe in Flüchtlingscamps suchen, wo ein Leben in Armut und Abhängigkeit auf sie wartet. Doch warum kommt es eigentlich dazu – gerade in einem stabilen, aufstrebenden Land wie Äthiopien? Das Hauptproblem: Einer wachsenden, vor allem bäuerlichen Bevölkerung steht eine veraltete Landwirtschaft gegenüber. Intensive Nutzung, Entwaldung und Überweidung schädigen die Böden, machen sie anfällig für Dürren und lassen die Erträge weiter sinken. Während so für immer mehr Menschen die natürlichen Lebensgrundlagen wegbrechen, gibt es zugleich keine Alternativen zur Feldarbeit, die sie ernähren könnten.

Das Engagement von ChildFund

Im Distrikt Soddo südlich von Addis Abeba unterstützt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. 500 Familien aus 5 Dörfern dabei, Armut zu überwinden und ihre Dürreresistenz zu erhöhen. Die Menschen dort lernen, wie sie ihre Felderträge mit neuem Saatgut, Dünger und effizienten Anbautechniken steigern können. Zugleich tragen Aufklärung, Aufforstung sowie Bau und Vertrieb von holzsparenden Öfen zur Regeneration von natürlichen Ressourcen bei. Um Ernährung und Einkommen weiter zu stärken, werden Viehzucht, Imkerei und der Anbau von Obst und Gemüse gefördert. Über dörfliche Spar- und Kleinkreditgruppen können auch andere Geschäftsideen realisiert werden, die weniger krisenanfällig sind als die Landwirtschaft.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Zehntausende Kinder wachsen in Kenia als Waisen oder Sozialwaisen auf. Viele wurden von ihren Großmüttern aufgenommen, die selbst kaum genug zum Leben haben.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Vor 15 Jahren starben in Kenia mehr Menschen an AIDS als an Malaria und Tuberkulose. Über 1,5 Millionen waren der Infektion bereits erlegen – vor allem junge Erwachsene, mit Familien, Kindern, einem Einkommen. Eine der traurigen Folgen: Noch 2015, als das Virus längst auf dem Rückzug war, gab es im Land 660.000 AIDS-Waisen. Einige von ihnen hatten Glück. Ihre Großmütter nahmen sich ihrer an. Starke Frauen, die im Leben viel gekämpft hatten und sich nun ihrem größten Kampf stellten. Oft verwitwet und selbst bitter arm, kümmern sie sich bis heute oft zeitgleich um 3 oder 4 Kinder und ersparen ihnen so Hunger, Elend und Schlimmeres. Doch sie stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

Verbesserung des Einkommens

Die meisten Großmütter haben kaum Geld für Lebensmittel, geschweige denn für einen Arzt oder Schulbedarf. Unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. unterstützt 600 Frauen, die sich um rund 2.400 Waisen kümmern, bei der Verbesserung ihres Einkommens. Die Frauen gründen Spar- und Kleinkreditgruppen, die es ihnen ermöglichen, kleine Geschäftsideen umzusetzen. Sie lernen, gut mit ihrem Geld umzugehen und der Armut als Gemeinschaft zu trotzen. Den Jugendlichen in ihrer Obhut werden unternehmerische Kompetenzen vermittelt und auf dem Weg in einen Beruf oder die Selbstständigkeit begleitet. So können sie ihren Großmüttern, denen sie alles verdanken, eines Tages eine Stütze sein.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Trotz großer Rohstoffvorkommen ist die DR Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. Bis heute herrscht eine Art Dauerkrieg bei dem bewaffnete Gruppen in wechselnden Allianzen durch den Dschungel ziehen und die Bevölkerung terrorisieren. Vergewaltigung von Frauen und Mädchen wird dabei zum Teil gezielt eingesetzt.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer

Kongos Segen ist auch sein Fluch. Der Roh­stoff­reichtum ist zum Treib­stoff eines Dauer­kriegs zwischen Rebel­len, Nach­bar­staa­ten und Re­gie­rung gewor­den. Das Land ist ver­wüstet, es gibt über 5,5 Mio. Tote und Hun­dert­tau­sen­de Flücht­lin­ge. Die Zivil­be­völ­ke­rung steht zwi­schen den Fron­ten; nichts ist vor der Gewalt sicher. Besonders perfide: Alle Sei­ten set­zen Ver­ge­wal­ti­gun­gen als Waffe ein. Die Folgen: Trau­mati­sier­te Frauen, zer­stör­te Fami­lien – und Kinder, die nie­mand haben will. Im Ort Kaniola setzt sich unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland e.V. für diese Verge­wal­tigungs­kin­der ein. Mit Si­che­rung von Ernährung und Unterkunft, Integration in die Familien und sozialer Rehabilitation.

Tiefe Narben in der Gesellschaft

Fast 25 Jahre dauert „Afrikas Weltkrieg“ nun bereits an, dutzende Armeen, Rebellen und Milizen waren oder sind darin verwickelt. Die Gewalt, mit der auch die Bevöl­ke­rung über­zogen wird, schreckt dabei selbst vor Schulen, Kran­ken­häu­sern und Flücht­lings­lagern nicht zurück. Zehn­taus­ende Frauen und Mädchen wurden ver­ge­wal­tigt: ob im Ge­walt­rausch, aus Rache oder um soziale Struk­turen zu zerstören und Menschen gefügig zu machen. Was bleibt, sind Scham, soziale Äch­tung und zer­störte Familien. Und Ver­gewal­tigungs­kin­der, deren Zahl keiner kennt. Sie werden aus der Gesellschaft ver­stoßen, sind nicht regis­triert und gehen nicht zur Schule.

Kinder brauchen Perspektiven

In Kaniola, einem Ort nahe Buka­vu, der gleich mehr­fach Ziel von bru­ta­len Über­fäl­len war, hilft Childfund Deutschland e.V. 57 dieser Kinder. Der­zeit leben sie unter der Obhut einer mu­ti­gen Frau, deren Familie ermordet und die selbst verge­wal­tigt wurde. Viele der Kinder waren un­ter­er­nährt oder krank; es fehlte ein­fach an allem. So­fort haben wurde Nah­rung, Bet­ten, Klei­dung, Medikamente und ein Arzt orga­ni­siert. Die schlimm­ste Not konn­te damit gelindert werden. Doch wei­tere Hilfe ist drin­gend nötig. Denn die Kin­der von Kanio­la brau­chen viel mehr als ein Bett und ge­nug zu essen. Sie brau­chen eine echte Chance.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarkeit

Im äußersten Norden Kameruns trägt unsere Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V. dazu bei, das System der Jugendgerichtsbarkeit zu stärken und den Kinderschutz wirksamer und nachhaltiger zu gestalten.

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Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarke_@ALDEPA

Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarkeit

Der Norden gehört zu den ärmsten und bevölkerungsreichsten Gegenden des Landes. Vor allem die großen Städte erfahren in den letzten Jahren einen starken Bevölkerungszuwachs. Insbesondere Minderjährigen ziehen auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Stadt. Auch der Zustrom von Flüchtlingen und eine wachsende Anzahl oft bettelnder Koranschüler(innen) trägt zu die Situation bei.

Eine rasante Zunahme der auf der Straße lebenden und arbeitenden Kindern ist die Folge. Dort sind die Kinder schutzlos den Gefahren der Straße ausgesetzt – sie werden Opfer von Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung oder gar Kinderhandel. Aufgrund kleiner Diebstähle finden sich viele Kinder irgendwann in Polizeigewahrsam oder Gefängnissen wieder und sehen sich, vor allem in Kaélé, mit Haftbedingung konfrontiert, die ihre Menschen- und Kinderrechte grob missachten. Wirksame staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen zum Schutz der Kinder und ihrer Rechte fehlen meist noch oder sind unzureichend.

Kinder auf der Straße sind zudem ein leichtes Ziel für die Terrorgruppe Boko Haram, die die Kinder zwangsrekrutiert. Einige Kinder werden bereits in Nigeria von der Miliz entführt, nach Kamerun verschleppt und dort für Anschläge eingesetzt, bei denen die Kinder selbst oft ums Leben kommen.

Das vom 01.05.2016 – 31.12.2019 durchgeführte Projekt unserer Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V. sollte u. a. staatliche Akteure in einer kindgerechten Jugendgerichtsbarkeit und einem wirksamen und nachhaltigen Kinderschutze schulen. Gefährdete oder von wirtschaftlicher Ausbeutung und Kinderhandel betroffene Kinder sollten nachhaltiger geschützt und erfolgreich bei ihrer Rehabilitation und familiären Wiedereingliederung unterstützt werden. Die Haftbedingungen für Kinder und Jugendliche, die einer Straftat verdächtigt, beschuldigt oder überführt werden sowie mit ihren Kleinkindern inhaftierte Mütter sollten verbessert werden. Auch wurden sie bei ihrer sozialen und schulischen bzw. beruflichen Wiedereingliederung begleitet. Das Projekt wurde Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden sie hier.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Der Kongo ist das, was man einen gescheiterten Staat nennt. 20 Jahre Krieg und Zerstörung haben eine soziale Katastrophe verursacht. Familien und ganze Dörfer haben sich aufgelöst, es gibt Millionen Kriegs- und Aidswaisen. Zusammen mit jenen, die vor Armut und Hunger geflohen sind, landen sie als Ausgestoßene auf der Straße. In der Provinz Süd-Kivu, einst ein Epizentrum der Gewalt, gibt unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland Straßenkindern ein Zuhause, schickt sie zur Schule und führt sie wieder mit ihren Familien zusammen.

Reintegration in eine Gemeinschaft

In Uvira, einer Stadt am Nordufer des Tanganjikasees, unterstützt ChildFund bereits seit 2001 ein Heim, in dem derzeit 40 Straßenkinder ein Zuhause auf Zeit gefunden haben. Hier bekommen sie alles , was für sie lange größter Luxus war: warmes Essen, saubere Kleidung und ein eigenes Bett, Duschen, Toiletten sowie medizinische Versorgung. Vor allem aber besuchen die Kinder hier auch die Schule.

Vier Betreuer und eine Sozialarbeiterin kümmern sich um die Kinder und strukturieren für sie den Alltag. Die Kinder sollen aber auch lernen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zurückzustellen und respektvoll miteinander umzugehen. Das „Gesetz der Straße“ wird im Heim durch Regeln ersetzt, die sich die Bewohner selbst geben. Das stellt eine Legitimität her, die jeder Neuankömmling sofort versteht.

Wiedervereinigung mit den Familien

Kein Heim kann die Geborgenheit einer Familie ersetzen – letztlich kann daher nur Reintegration das Ziel sein. Früh werden die Angehörigen der Kinder ausfindig gemacht, unter einem Berg von Schuld, Scham und Verbitterung legt man behutsam die Gründe der Trennung frei. Damit wird eine Basis für Versöhnung geschaftt. Mit einem Konzept, das die Eltern zugleich in die Pflicht nimmt und honoriert, wurden seit 2015 25 Kinder mit ihren Familien wiedervereint.

Hintergrund

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional. Verstecken müssen sich die Täter in der Regel nicht nicht. Niemanden kümmert es, wie es den vor Dreck starrenden, zerlumpten, von Tuberkulose und Malaria geplagten Gestalten ergeht, die überall herumlungern, Passanten belästigen und klauen. Es ist leicht, sie nicht als Menschen zu sehen. Viel leichter, als zu akzeptieren, dass sie Kinder sind, die sich ein Zuhause und etwas Geborgenheit wünschen. Aus der Gesellschaft verstoßen, kämpfen sie täglich ums Überleben – in einer Welt, die ihnen nichts schenkt.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Erziehung und Ernährung in der Familie, fachgerechte medizinische Versorgung, gut ausgebildete, engagierte Lehrer sowie sichere und förderliche Betreuungs- und Lernangebote – all das gehört zusammen. Denn so entsteht ein Umfeld, das Kinder von früh auf stark fürs Leben macht.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Sambia gilt als politisch stabil, die Wirtschaft entwickelt sich positiv. Auf dem Land, wo die meisten der 16 Mio. Einwohner leben, spürt man davon nur wenig. Über zwei Drittel der Haushalte hier sind arm, viele haben keinen Zugang zu Wasser und Hygiene. Bildung ist ein Schlüssel dafür, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Mit der frühen Förderung von Kindern trägt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland an entscheidender Stelle dazu bei.

Die frühe Kindheit ist entscheidend für die physische, kognitive und soziale Entwicklung eines Menschen. Und damit auch für den späteren Bildungserfolg. Von den Kompetenzen, die Kinder in dieser sensiblen Phase erwerben, profitieren sie ein Leben lang. Gerade jetzt brauchen sie viel Schutz und jede erdenkliche Förderung. So können sie ihre Potentiale entfalten und Nachteile durch Herkunft oder Armut überwinden. Für Länder wie Sambia, deren aufstrebende Gesellschaften auf junge, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte angewiesen sind, hängt davon nicht weniger ab als ihre Zukunft.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Hintergrund

Während Lusaka, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, wirtschaftlich und kulturell floriert, versinken viele sambische Dörfer und Ortschaften auf dem Land in Armut und sozialen Problemen wie Gewalt und Vernachlässigung. Die Schulen sind marode und überfüllt, vielerorts fehlt eine gut erreichbare Gesundheitsstation. Die Kindersterblichkeit ist hoch, fast ein Fünftel der unter 5-Jährigen ist unterernährt. Die Vor- und Nachsorge bei Geburten muss dringend ausgebaut werden, ebenso das Wissen um kindliche Hygiene, Ernährung und Erziehung.

Eine durch HIV/AIDS gesunkene Lebenserwartung und hohe Geburtenraten haben dazu geführt, dass Kinder unter 14 Jahren heute fast die Hälfte der Bevölkerung bilden. Kindliche Frühförderung ist für Sambia ein Thema von zentraler Bedeutung – steht jedoch noch ganz am Anfang, vor allem auf dem Land. Mit 5 neuen Förderzentren in zwei Distrikten wird ChildFund dort die Lebenschancen von rund 1.000 Mädchen und Jungen verbessern. Der integrative Ansatz umfasst das ganze Umfeld der Kinder: ihre Entwicklung, Gesundheit und die Kompetenz ihrer Eltern und Lehrer.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

In Sambia schafft Childfund Deutschland für rund 1.500 Kinder ein Lernumfeld, von dem nicht nur sie selbst, sondern später auch ihre Fami­lien und Gemeinschaften profitieren.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School („kinderfreundliche Schule“​​​​​​​​​​​​​​) verbessert unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Nachhaltige Verbesserungen

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Hintergrund

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: „Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert“, sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. „Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser.“

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Ghana: Schutz vor Kinderhandel sowie Früh- und Zwangsheirat

In Teilen Ghanas sind Früh- und Zwangsehen allgegenwärtig. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika stärkt Kinderrechte und gibt vor allem Mädchen die Chance auf ein gebildetes Leben.

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Eine Theateraufführung in Ghana_©Horst Buchmann/Kinderrechte Afrika

Ghana: Schutz vor Kinderhandel sowie Früh- und Zwangsheirat

 

In der Northern Region in Ghana leben fast 90% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Das Durchschnittsalter der Gesellschaft ist sehr niedrig. Weniger als ein Drittel der Bevölkerung ist alphabetisiert, lediglich 37% unter den Alphabeten sind Frauen. In dieser Region sind Polygamie und eine relativ niedrige Stellung der Frau noch immer fest in der Gesellschaft verankert.

Früh- und Zwangsehen sind alltäglich

In Tolon und Umgebung sind schädliche traditionelle Praktiken, insbesondere Früh- und Zwangsehen, alltäglich. Untersuchungen zeigen, dass jedes vierte Mädchen in der Northern Region in Ghana vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet wird. Damit verbunden sind meist sexuelle Ausbeutung, Kinder- und Jugendschwangerschaften sowie eine hohe Anzahl an Schulabbrüchen unter Mädchen – mit weitreichenden Folgen. Trotz nationaler Gesetze, die Früh- und Zwangsehen verbieten (Kinderschutzgesetz von 1998, Verfassung Ghanas), werden in der Praxis unter Berufung auf Tradition, Brauchtum und Gewohnheitsrecht oft weder Alter noch Zustimmung des betroffenen Mädchens berücksichtigt. Tausenden Mädchen wird dadurch die Chance auf (Aus-)Bildung und eine selbstbestimmte Zukunft genommen.

Stärkung des Verständnis von Kinderschutz

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika schafft zusammen mit ihrem lokalen Partner PAORP-VWC (Pan-African Organisation for Research and Protection of Violence on Women and Children) ein verbessertes Verständnis von Kinderschutz und Kinderrechten. Dazu wurden eine Reihe von Maßnahmen initiiert:

  • In kulturellen Theater-, Gesangs- und Tanzveranstaltungen werden schädliche traditionelle Praktiken thematisiert. Auch in sog. Durbars (traditionelle Gemeindeveranstaltungen), in denen Kinder mit Theaterstücken und Sketchen die teils verheerenden Folgen von Früh- und Zwangsehen aufzeigen, wird das Verständnis von Kinderschutz gestärkt.
  • In einem Workshop lernen Führungspersonen und Interessensvertreter(innen), wie sie schädliche Praktiken erkennen und Lösungsansätze finden.
  • In Lern- und Spielzentren werden Kinder über ihre Rechte, insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper, aufgeklärt.
  • Mit Hilfe der Sammlung und Dokumentation von traditionellen Märchen, Fabeln, Sprichwörtern und Weisheiten, die eine positive Botschaft über das Kindeswohl in lokalen Sprachen transportieren, klärt PAORP über Kinderrechte und die elterliche Verantwortung in traditionsgeprägten ländlichen Gebieten auf.
  • Unterstützung bei der Gründung und dem Betreiben eines lokalen Gemeinschaftsradios. Mit Hilfe der Radiosendungen wird die lokale Bevölkerung für Kinderrechte sensibilisiert.
  • Erarbeitung, Veröffentlichen und Verbreiten eines Handbuchs zu Kindesschutzgesetzen welches in drei lokale Sprachen übersetzt wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Benin: Förderung eines schützenden familiären Umfeldes für Kinder

Bei ihrer Arbeit mit Kindern in Notsituationen und deren familiären Wiedereingliederung haben Sozialarbeiter(innen) im Benin festgestellt, dass schwerwiegende Trennungskonflikte zwischen Eltern oft ursächlich für die Notsituation der Kinder sind.

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Benin: Förderung eines schützenden familiären Umfeldes für Kinder

Jedes vierte Kind in Benin lebt derzeit nicht bei beiden Eltern, auch wenn diese am Leben sind, sondern oft bei einem Elternteil und der Stieffamilie. Konflikte zwischen sich trennenden Eltern sind dabei teilweise so gewalttätig, dass die Kinder, die diese miterleben, traumatisiert werden und von Zuhause weglaufen. Ohne Schutz und familiären Halt finden sie sich auf der Straße wieder, wo sie leicht Opfer von Missbrauch, Entführung, Freiheitsberaubung, Frühschwangerschaften oder Früh- und Zwangsehe werden. Viele von ihnen arbeiten auf den Märkten, wobei sie von ihren Arbeitgeber(inne)n oft ausgebeutet werden. Ein Großteil der Kinder, die auf den Märkten im Departement Ouémé arbeiten, ist unter 14 Jahre alt, viele sogar unter 10. Auffällig ist der hohe Anteil an Mädchen (knapp 80%). Diese Kinder tragen ein hohes Risiko, körperliche und psychische Langzeitschäden von der schweren Arbeit davon zu tragen.

Die kritische Situation der Kinder, die ein strukturelles Ausmaß annimmt, hat unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. und deren lokalen Partner Espace Solidarité Globale Bénin (ESGB) alarmiert und dazu bewegt, sich in dieser Problematik zu engagieren. In diesem mittlerweile erfolgreich abgeschlossenen Projekt wurden Kinder, die in Not geraten sind, medizinisch versorgt, psychosozial begleitet und bei ihrer familiären und schulischen oder beruflichen Wiedereingliederung mit Starthilfen unterstützt. Zudem bot ESGB Familienmediationen an, die verhindern sollen, dass Kinder aufgrund elterlicher Konflikte in Not geraten.

Laure, 13 Jahre, benachteiligt und misshandelt.

Laure* wuchs bei ihrem Vater auf, seit sich ihre Eltern vor langer Zeit getrennt haben. Die Stiefmutter jedoch behandelte Laure schlecht und schlug sie oft mit Riemen oder Stöcken. Bei ihrer Mutter konnte sie ab und an Schutz suchen, doch als diese plötzlich starb, nahm das Laure schwer mit. Sie verhielt sich oft wie ein kleines Kind, weinte viel und war ab und an trotzig. Ihre Stiefmutter hatte wenig Verständnis, glaubte gar Laure sei eine Hexe und hätte ihre Mutter getötet. Sie misshandelte das Mädchen, verweigert ihr schließlich den Schulbesuch und ließ sie zu Hause wie eine Dienstmagd schuften. Mit Wunden und einem geschwollenen Auge floh Laure vor weiteren Prügeln. Als sie nachts am Straßenrand schlief, wurde ESGB auf sie aufmerksam und versuchte zu vermitteln.
Das Mädchen wollte die Familie verlassen und zu ihrem Onkel ziehen. Doch auch dort kam es zum Streit. Laure wurde darauf im Kinderschutzzentrum La Passerelle aufgenommen, wo die Psychologin intensiv mit ihr arbeitete. Sie lernte im Zentrum, welche Rechte sie hat und wo sie Unterstützung finden kann. Sie musste allerdings auch verstehen, dass sie Verantwortlichkeiten in der Familie und gegenüber ihren kleinen Geschwistern hat.Gleichzeitig begann eine Mediation in der Familie, um diese auf Laures Rückkehr und das künftige Zusammenleben vorzubereiten. Bereits nach 10 Tagen kehrte Laure auf eigenen Wunsch zu ihrem Vater zurück. Laure und ihre Familie werden weiter begleitet, um gegenseitiges Verständnis aufzubauen und zu festigen.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Projektabschluss

Das vom BMZ und Sternstunden e. V. kofinanzierte Projekt wurde am 31.12.2019 nach 3-jähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Zu Projektende wurden sowohl eine partizipative interne Evaluierung mit dem Projektteam des lokalen Partners ESGB, der Projektverantwortlichen von Kinderrechte Afrika e. V. und Vertreter(inn)en der Zielgruppen, als auch eine externe Abschlussevaluierung von einem unabhängigen Beraterteam durchgeführt. Die wichtigsten Evaluierungsergebnisse finden Sie hier.

 

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Mali: Zugang zu hochwertiger Bildung für benachteiligte Kinder in ländlichen Regionen

Mit der Unterstützung von Kinderrechte Afrika e.V. erhalten viele Kinder in den ländlichen Regionen Ségou, Kolikorou und Mopti Zugang zu qualitativer Bildung. Auch werden Kooperativen aufgebaut und begleitet, um darüber die selbstbestimmte Entwicklung in den ländlichen Regionen zu fördern.

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Mali: Zugang zu hochwertiger Bildung für benachteiligte Kinder in ländlichen Regionen

In den ländlichen Regionen Malis besuchen viele Kinder keine Schule oder brechen sie nach den ersten 1-2 Jahren der Grundschule wieder ab. Ein Großteil der Bevölkerung kann daher nicht lesen und schreiben. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das viel zu geringe Einkommen der Dorfbevölkerung, das es Familien nicht erlaubt für den Schulbesuch, Hefte, Stifte, etc. aufzukommen. In den letzten Jahren konnte unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. gemeinsam mit ihrem malischen Partner GRADEM in den Regionen Ségou und Koulikoro die Gründung von Kooperativen in Dörfern anstoßen und sie in ihrer Entwicklung begleiten.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Ausbildung von Mitgliedern der Kooperativen in nachhaltigen ökologischen Anbaumethoden, um die Lebensgrundlage der Bevölkerung in ländlichen Regionen langfristig zu sichern und damit auch die Bildungschancen der Kinder zu verbessern. Derzeit wird hauptsächlich Monokultur betrieben und den schrumpfenden Ernten mit hohem Düngereinsatz begegnet. In der kargen Sahelregion führt dies zu einer schnellen Auslaugung der Böden und ist weder gesund noch nachhaltig. Die Schulungen finden auf der Farm von GRADEM bei einem erfahrenen Agronomen statt. Das Projektteam begleitet die Kooperativen in den Dörfern dann bei der Umsetzung im eigenen Gemüsegarten/auf den eigenen Feldern. Zum Projektstart wurde das Projektteam zu den nachhaltigen ökologischen Anbaumethoden von einem Experten geschult.

Bildung und Perspektive

Kinder in den ländlichen Regionen Ségou, Kolikorou und Mopti erhalten Zugang zu qualitativer Bildung. D. h. konkret

  • In den 86 Projektdörfern werden die Grundrechte von 13.600 Kindern, insbesondere Grundverständnis einer gewaltfreien Erziehung und das Recht auf Bildung, verstanden, akzeptiert und die Bevölkerung initiiert gemeinsame Aktionen für ihre wirksame Umsetzung.
  • Kinder erhalten über ihre Kooperativen Unterstützung bei der Ausstellung ihrer Geburtsurkunden und haben dadurch Zugang zu einer sekundären Schulbildung.
  • Auf der Farm des Partners lernen Mädchen und Frauen des ländlichen Raums nachhaltige Anbaumethoden mit geringem Einsatz von Ressourcen (Dünger, Wasser…).
  • Mit dem gestiegenen Einkommen können Familien ihren Kindern den Zugang zu Bildung ermöglichen.

Weitere Informationen sowie Details zu den verschiedenen Zielen und Maßnahmen des Projektes finden Sie auf der Seite unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V.

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Togo: Grundrechte und Zukunftschancen für Kinder in Not

Mit diesem Projekt unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. Kinder in Notsituationen bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Grundrechte und bietet Zugang zu Rehabilitierungs- und Wiedereingliederungsangeboten.

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© Horst Buchmann/ Kinderrechte Afrika e. V.

Togo: Grundrechte und Zukunftschancen für Kinder in Not

Das Projekt fördert die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen, die Opfer einer Straftat wurden, vernachlässigt oder besonders gefährdet sind. Diese Kinder erhalten Zugang zu Rechtsschutz und -beistand sowie anderen Diensten der Grundversorgung. Sie werden bei ihrer sozialen, familiären, schulischen und beruflichen Wiedereingliederung unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Rehabilitierung von Kindern, die als Hexen verfolgt werden sowie der Eindämmung des transnationalen Kinderhandels.

Um Kinder in Not vorrübergehend aufzunehmen, angemessen zu versorgen und zu fördern, leitet der Projekt-Partner CREUSET-Togo ein Kinderschutzzentrum sowie eine Farm, auf der Nahrungsmittel für die Kinder angebaut werden.

Kindern eine Zukunft geben

Gemäß der Wachstums- und Arbeitsstrategie der togoischen Regierung erfahren in Togo 93% der Kinder zwischen 2 und 14 Jahren eine gewaltvolle Disziplinierung und vor allem Mädchen häufig auch sexuelle Gewalt. 57% von ihnen befinden sich in besonders gefährlichen Arbeitsverhältnissen. Seit 2013 wurden CREUSET über 1.600 Kinder im Rahmen seiner Kinderschutzmaßnahmen anvertraut. Mehr als die Hälfte dieser Kinder waren Opfer von Straftaten, wie (sexueller) Gewalt, Ausbeutung und Misshandlung.
Auch der Mangel an kompetenten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren und Strukturen in der Begleitung von Kindern (insbesondere mit Gewalterfahrungen), ein falsches Verständnis von Kinderrechten sowie außergerichtliche Einigungen, die oft zugunsten der Täter*innen ausgehen, beeinträchtigen die Lebens- und Entwicklungschancen der Kinder.

Erklärtes Ziel des Projektes ist es daher nicht nur, Kinder in Notsituationen – also von Gewalt, Kinderhandel, Ausbeutung und/oder schädlichen kulturellen Praktiken betroffene oder gefährdete Kinder – bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Grundrechte zu unterstützen und Zugang zu Rehabilitierungs- und Wiedereingliederungsangeboten zu bieten. Auch die Zusammenarbeit und Schulung von staatlichen Stellen, Akteuren der Zivilgesellschaft und die Stärkung des lokalen Partners wird mit verschiedenen Maßnahmen forciert.

Weitere Informationen sowie Details zu den verschiedenen Zielen und Maßnahmen des Projektes finden Sie auf der Seite unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V.

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Äthiopien: Die tägliche Sorge um Wasser

Unsere Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen unterstützt den Aufbau von Trinkwasserversorgungssystemen in Äthiopien.

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Projektgebiet Dano_©Menschen für Menschen / Rainer Kwiotek

Äthiopien: Die tägliche Sorge um Wasser

Wenn ein Kind stirbt, sagen die Äthiopier, muss es nicht unbedingt von einem Priester beerdigt werden. Eine junge Seele, sagen die Leute, findet den Weg ins Paradies auch ohne Zeremonie.  Schließlich ist sie frei von Sünden. Die kleine Gitu wurde im Kreis ihrer engsten Familie auf einem Hügel vor der Stadt begraben. Als die Fieberkrämpfe, das Erbrechen und der Durchfall immer schlimmer wurden, brachte die Gifare, die Mutter, Gitu zur Gesundheitsstation. „Sie haben alles getan“, sagt Gifare. Vergeblich. Am zehnten Tag ihrer Krankheit starb Gitu. Sie wurde sechs Jahre alt.

Zwei Wasserstellen für 15.000 Einwohner

2016 wurde die Kleinstadt Seyo, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abeba gelegen, von einer schweren Epidemie heimgesucht. Hunderte Menschen wurden mit Symptomen wie heftigem Fieber, Durchfall und Erbrechen zur Gesundheitsstation gebracht. „Die Wurzel des Problems ist die schlechte Wasserversorgung in dieser Stadt“, sagt Sintayehu Gowalu. Die Stadt, die er regiert, zählt 15.000 Einwohner – und zwei Wasserstellen. Beide wurden von unserer Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen errichtet. Alle weiteren Quellfassungen und Brunnen in der Stadt sind versiegt. Und so bilden sich täglich lange Warteschlangen vor den wenigen Zapfhähnen, aus denen noch Wasser sprudelt. „Wenn sie zu lange warten müssen, weichen die Menschen auf Wasserstellen in der Umgebung aus“, sagt Sintayehu. Viele aber wollen sich den langen Marsch mit einem schweren Kanister auf dem Rücken ersparen und holen ihr Wasser am Fluss. Wo das Vieh säuft und die Autos gewaschen werden. Kurz: Wo das Wasser voller Keime ist. „Im Grunde ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Epidemie ausbricht.“

Aufbau von Trinkwasserversorgungssysteme

In Seyo setzt unsere Mitgliedsorganisation derzeit ein lokales Versorgungssystem um. Bis heute hat Menschen für Menschen in vier äthiopischen Kleinstädten Trinkwasserversorgungssysteme umgesetzt. Ungleich höher ist die Zahl der Brunnen mit Handpumpen und Quellfassungen, die die Stiftung gebaut hat: Bis Ende 2017 belief sich ihre Zahl auf 2.416. Im zersiedelten Äthiopien sorgen diese Wasserstellen noch in den entlegensten Gegenden für einen sicheren Zugang der Menschen zu Trinkwasser. Nach Möglichkeit werden sie zudem um Waschplätze, Duschkabinen, Tiertränken oder Nachtspeicher für die landwirtschaftliche Bewässerung ergänzt. Alle neuen Wasserstellen werden außerdem von Aufklärungsprogrammen zur Gesundheitspflege begleitet. In Seyo haben die Arbeiten vor Kurzem begonnen. Wenn sie beendet sind, werden die Einwohner nicht mehr stundenlang um ein paar Liter Wasser anstehen müssen. Niemand wird mehr viele Kilometer zur nächsten Wasserstelle gehen, niemand mehr seinen Wasserkanister im Fluss füllen müssen.

Mehr zu Wasser-Projekten von Menschen für Menschen erfahren Sie hier.

 

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Äthiopien: Gesundheit macht Schule

Schmutziges Wasser, mangelnde Hygiene und schlechte medizinische Versorgung führen zur Verbreitung zahlreicher Krankheiten in Äthiopien. Vor allem Kinder sind betroffen. Um sie zu schützen, bietet unsere Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen an Schulen Gesundheitsvorsorge und Hygiene-Trainings an.

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Projektgebiet Dano_©Menschen für Menschen / Rainer Kwiotek

Äthiopien: Gesundheit macht Schule

Einmal im Monat steht Gesundheitsprävention auf dem Stundenplan in der Schule von Abu Dorani, nicht theoretisch, sondern ganz praktisch. So auch an diesem Freitag: Rund 500 Mädchen und Jungen stehen auf dem staubigen Schulhof aufgereiht wie Perlen an einer Kette. Auf Tischen haben Lehrer sowie Mitarbeiter unserer Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen und der lokalen Gesundheitsbehörde die wirkungsvollsten Mittel gegen Krankheitserreger vorbereitet: Schüsseln mit sauberem Wasser und duftende Seifenstücke. Auf Zuruf treten die ersten Kinder vor, feuchten sich die Hände an, verteilen Seife darin und beginnen, sich die Gesichter gründlich einzuschäumen. Anschließend spülen sie die Seife mit Wasser ab und machen Platz für die nächsten Schüler.

Seife – ein Luxusprodukt

„Natürlich kennen die Kinder Wasser und Seife“, sagt Belay Chebud. Er ist Krankenpfleger bei Menschen für Menschen im Projektgebiet Dano. „Doch in vielen Familien spielt Hygiene keine große Rolle.“ Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Viele Familien sind sehr arm. Für sie ist Seife ein Luxusprodukt, auf das man eher verzichten kann, als etwa auf Getreide. Erst trinken und essen, waschen kann warten: Das ist nachvollziehbar – und gefährlich zugleich. Denn wo tägliche Hygiene-Rituale fehlen, haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Wie etwa die Bakterien, die Trachom auslösen, eine in Äthiopien verbreitete, gefährliche Augenentzündung. Die Krankheitserreger werden durch direkten Kontakt, gemeinsam benutzte Gegenstände oder Fliegen übertragen. Die Entzündung, die sie am inneren Augenlid auslösen, ist von einem starken Juckreiz begleitet, schädigt die Hornhaut des Auges und kann unbehandelt zur Erblindung führen. „In dieser Gegend fehlt es an Brunnen und Quellfassungen“, sagt Belay. „Deshalb ist das Trachom weitverbreitet.“

Schulen bauen, Lernbedingungen verbessern

„Wer die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig verändern will, muss verschiedene Bereiche gleichzeitig anpacken“, sagt Demere Anno, Projektmanager in Dano. Beispiel Bildung: Noch in diesem Jahr will Menschen für Menschen mit dem Bau einer neuen Schule in Abu Dorani beginnen. Die dunklen, von Termiten und Sandflöhen befallenen Lehmhütten werden hellen, modernen Gebäuden aus Stein weichen. „Bessere Lernbedingungen verbessern das Bildungsniveau“ sagt Demere. Doch eine neue Schule allein nützt wenig, wenn die Kinder nicht lernen können, weil sie für die Familie Wasser holen oder krank im Bett liegen. Deshalb müssen parallel Brunnen gebaut und eine medizinische Versorgung organisiert werden.

Weniger Fehlzeiten dank Wurmtabletten

Rund 300 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Abu Dorani, im Projektgebiet Wogdi, baut Tegene Fentaw von Menschen für Menschen seine provisorische Ambulanz im Schatten eines Schulgebäudes auf. Ein paar Meter weiter haben sich rund 30 Mädchen und Jungen versammelt und beobachten jeden Handgriff von Tegene genau. Sie wissen längst, was jetzt passiert, schließlich kommt Tegene bereits seit drei Jahren alle sechs Monate hierher, in die Dorfschule von Abye Gurba. Tegene streift sich den weißen Kittel über, reißt den ersten Karton auf und zieht eine Schachtel hervor. Ein Kind nach dem anderen tritt vor, öffnet den Mund, schluckt zwei Tabletten, spült mit Wasser aus dem Kanister nach und schon ist die Prozedur vorbei. Wurmprophylaxe am Fließband, nur so kann Tegene alle versorgen. „Früher waren Wurmparasiten hier weitverbreitet“, erinnert sich Tegene. Vor allem der Spulwurm plagte die Menschen. Er gelangt über verunreinigte Lebensmittel und schmutziges Wasser in den Körper und nistet sich im Darm ein, wo seine Weibchen bis zu 200.000 Eier am Tag legen. Die Larven wandern über Leber, Herz, Lunge und Kehlkopf zurück in den Darm. Die Folgen reichen von Mangelerscheinungen und Müdigkeit bis hin zu Darmlähmungen und Koliken. „Die Parasiten waren dafür verantwortlich, dass viele Kinder nicht zur Schule gehen konnten“, sagt Tegene. „Das ist vorbei, seit wir die Wurmprophylaxe durchführen.“ Das Ergebnis ist eindeutig: Die Schüler fehlen seltener, lernen mehr und schaffen ihren Schulabschluss.

Mehr zu Gesundheitsprojekten von Menschen für Menschen erfahren Sie hier.

 

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Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions unterstützt in der Elfenbeinküste den Zugang zu augenmedizinischen Untersuchungen - speziell für Kinder.

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Patienten warten vor der Augenklinik_©HDL

Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

In der Republik Elfenbeinküste, Westafrika, gilt mehr als die Hälfte der Bevölkerung als arm. Die allgemeine Gesundheitsversorgung ist lückenhaft. Es gab bisher keine speziellen Vorsorge-, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder, sodass insbesondere diese einem hohen Erblindungsrisiko ausgesetzt sind. Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions möchte diese Situation für Kinder nachhaltig verbessern.

Infrastruktur, Fachpersonal und ein geschärftes Bewusstsein für Sehbehinderungen

Mit dem Bau von zwei neuen augenmedizinischen Abteilungen an den Universitätskliniken Bouake und Abidjan und dem armenorientierten Krankenhaus Centre Medico Social El Rapha (CMSER) in Abidjan sowie der Weiterbildung von Ärzt*innen werden Behandlungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen. Die Erfassung und Überweisung der kleinen Patienten wird durch die Vernetzung mit Regionalkrankenhäusern gewährleistet. Um ein effektives Überweisungssystem auf- und auszubauen, wird medizinisches Personal im ländlichen Raum geschult und weitergebildet: Augen- und Kinderärzt*innen, Hebammen, augenmedizinische Fachpfleger*innen und Gemeindegesundheitshelfer*innen vertiefen ihre Kenntnisse in der Vorsorge und Diagnose von Augenkrankheiten bei Kindern.

Informationskampagnen zu Blindheit und Sehbehinderungen

Gemeinsam mit diesen Maßnahmen werden Informationskampagnen über Ursachen und Prävention sowie eine allgemeine Sensibilisierung der Bevölkerung für die Themen Blindheit und Sehbehinderungen die Nachhaltigkeit sichern. Um sehbehinderte Kinder in Zukunft besser fördern zu können, werden Sonderpädagog*innen, die behinderte Kinder unterrichten und betreuen, fortgebildet.

Dieses Projekt wurde Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen. Weitere Informationen zum aktuellen Lichtblick-Projekt in Kamerun finden Sie hier.

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Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Vielen ägyptischen Kindern und Jugendlichen besonders in den armen, ländlichen Regionen fehlen Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese mitzugestalten. In einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt setzte sich CARE dafür ein, Kinderrechte in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten Wirklichkeit werden zu lassen.

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Unterricht zweier Mädchen in Ägypten_©2004 CARE/Josh Estey

Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Der öffentliche Dienst in Ägypten nimmt seine Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit gegenüber den Bürger*innen oft nicht ausreichend wahr. Gleichzeitig fehlt es in Ägypten an zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Dies gilt auch für den Bereich Bildung. Die Teilnahme an Bildungsangeboten ist für Kinder und Jugendliche aus ärmeren und marginalisierten Familien keine Selbstverständlichkeit und oft mit ökonomischen und sozialen Herausforderungen verbunden. Besonders werden Mädchen im Bereich Bildung oft benachteiligt und in ihren Rechten übergangen.

Kinderrechte in der Schule

Deshalb wurde unsere Mitgliedsorganisation CARE in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten aktiv und entwickelte mit den Bezirksregierungen ein Modell, Kinderrechte in den Einrichtungen Wirklichkeit werden zu lassen. In Workshops für Schüler*innen, dem Lehrerkollegium und Eltern klärte CARE zu den Kinderrechten auf. Darüber hinaus wurden Schülerparlamente gegründet, die Kinderrechtsbeauftragte und Vertrauenslehrer wählten, damit Jugendliche und ganz besonders Mädchen ein Forum für ihre Anliegen bekommen. An den Projektschulen verbesserte sich seitdem das Zusammenleben und der Unterricht.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure sollten gestärkt werden

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützte zudem lokale zivilgesellschaftliche Akteure, um soziale und ökonomische Hürden für Kinder aus ärmeren und marginalisierten Familien im Bereich Bildung durch Stärkung der gemeinschaftlichen sozialen Verantwortlichkeit zu verringern. In vier Gemeinden wurden zivilgesellschaftliche Akteure ausgewählt und deren Kapazität in verschiedenen Evaluierungen eruiert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Evaluierungen wurden maßgeschneiderte Trainingseinheiten zu Themen wie Management, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung für die Organisationen entworfen und durchgeführt.

Darüber hinaus unterstützte CARE die Gemeinden bei der Gründung von Eltern- und Schülerinitiativen, bildete Ehrenamtliche in der Arbeit mit Schulabbrechenden aus und stärkte sie im gemeinsamen Gespräch mit Behörden und Schulvertretern.

Gründungen von Jugendgruppen

In allen Projektgemeinden wurden Jugendgruppen gegründet, um junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zudem gab es Trainingsprogramme für Jugendliche um den Austausch unter ihnen anzuregen und Möglichkeit zur Diskussion von bildungsbezogenen Fragestellungen und Probleme zu schaffen. Der Dialog zwischen Schulen und Gemeinden in den Projektgegenden wurde durch gemeinsam erstellte Aktionspläne und der Stärkung von Schülerverbänden verbessert.

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Madagaskar: Schutz von Familien vor Sturm und Hunger

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Durch den Klimawandel gefährden Dürren im Süden und gewaltige Tropenzyklone an der Ostküste das Überleben der sehr armen Kleinbauern.

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Mädchen schöpft Wasser_©Care 2001/Brian Atkinson

Madagaskar: Schutz von Familien vor Sturm und Hunger

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt die Bevölkerung mit Katastrophenschutzmaßnahmen, neuen Anbaumethoden und Saatgut dabei, sich und ihre Ernten besser vor Dürren und Sturm zu schützen. Darüber hinaus verteilt CARE Lebensmittelhilfen an mehr als 5.000 unter Fünfjährige, schwangere und stillende Frauen.

Hunger beenden

In 50 Dörfern entlang der Ostküste schult CARE Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ertragreicheren und sicheren Anbaumethoden, führt Gemüsegärten und vergessene, nahrhafte Gemüsearten wie die Süßkartoffel oder die Yam-Knolle wieder ein. Besseres Saatgut und neue Bewässerungssysteme vervielfältigen die Ernten. Gemeinsam werden Lagerhütten gebaut, die die Ernten vor Sturm und Schädlingen schützen. Teilweise haben sich die Ernten bei den Teilnehmenden bereits verfünffacht.

Vor Stürmen gewappnet

CARE gründet in den Projektdörfern Katastrophenschutz-Teams, führt Frühwarnsysteme ein und schult die Teams in den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Gemeinsam entstehen Evakuierungshütten, Rettungspläne werden erstellt und trainiert und unter den Mädchen im Dorf Katastrophenschutz-Ersthelferinnen ausgebildet. Das stärkt ihre soziale Rolle und hilft der ganzen Gemeinschaft. Denn bei einer Katastrophenwarnung packen die Mädchen intensiv mit an und helfen besonders den schwachen Dorfbewohner*innen, sich in Sicherheit zu bringen.

Wasser – auch in Katastrophenzeiten

Jeder Sturm, jede Überschwemmung gefährdet auch die Trinkwasserversorgung in den Dörfern und damit die Gesundheit aller Bewohner*innen. Während der dreimonatigen Trockenzeit jedoch bleibt das Wasser aus, und das Wasserholen wird zu einer zeitintensiven und nicht immer erfolgreichen Aufgabe. Um dies zu ändern, baut CARE in den Projektdörfern Trinkwasserspeicher und schult freiwillige Wasserkomitees in deren Handhabung und Wartung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Spannender Unterricht, neue Klassenzimmer und Motivation durch Fußball: Diese Ziele standen im Mittelpunkt der fünfjährigen Bildungsoffensive „Spielen und Lernen“, die ChildFund Deutschland in Angola verwirklichte.

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Eine Gruppe Jungs in Angola_©ChildFund

Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Bis ins Jahr 2002 herrschte in Angola Bürgerkrieg. Viele Schulen wurden zerstört, zahlreiche Lehrer*innen kamen ums Leben oder mussten fliehen. Bis heute gibt es vor allem auf dem Land zu wenige intakte Schulgebäude und qualifizierte Lehrkräfte. Hinzu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen, die während oder nach dem Bürgerkrieg aufgewachsen sind, nie gelernt haben, Konflikte konstruktiv und ohne Aggressionen zu lösen. Auch das macht den Schulbetrieb ungemein schwierig. Entmutigt und frustriert brechen deshalb 70 Prozent der Kinder die Schule bereits im Grundschulalter ab – und damit ohne jede Chance, später einen Beruf zu ergreifen, der ihnen Perspektiven bietet.

Bildungschancen verbessern

Unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen zu verbessern. Dies sollte durch Lehrerfortbildungen, Renovierung von Schulgebäuden, Bau von sanitären Anlagen und Sport gelingen. Besonders wichtig war es Bedingungen zu schaffen, unter denen die Kinder wieder mit Freude fürs Leben lernen können. Dazu wurde gemeinsam mit Partnern vor Ort ein komplett neues Bildungskonzept entwickelt, bei dem sich pädagogische Maßnahmen und Fußball optimal ergänzten.

Fußball und Bildung ergänzen sich optimal

Viele angolanische Kinder sind durch die Folgen des Bürgerkriegs so stark traumatisiert, dass sie mit herkömmlichen schulischen Angeboten praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Durch Fußball, auch in Angola die beliebteste Sportart , ist es gelungen, sie wieder zu motivieren und für die Schule zu begeistern. Beim gemeinsamen Fußballspielen übten sie zudem wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamgeist, Disziplin und das gewaltfreie Lösen von Konflikten ein.

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Tansania: Unterstützung des Gesundheitssektors

Unserer Mitgliedsorganisation action medeor unterstützt in Tansania den Gesundheitssektor.

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Tansania: Unterstützung des Gesundheitssektors _©action medeor/Boris Breuer

Tansania: Unterstützung des Gesundheitssektors

Eine qualitativ gut gesicherte Gesundheitsversorgung ist eines der Basismenschenrechte. Leider ist dies in Tansania wie in vielen einkommensschwachen Ländern noch nicht der Fall. Nicht akzeptable Wohnbedingungen, unzureichende regelmäßige Versorgung mit sauberem Wasser und Strom und erhebliche logistische Probleme sind leider immer noch eine Realität – besonders in abgelegenen ländlichen Gebieten. In diesen Situationen bemüht sich unsere Mitgliedsorganisation action medeor einen positiven Beitrag zum Gesundheitssektor zu leisten und den Menschen vor Ort zu helfen.

Verbesserter Zugang zu Menstruationshygiene

Ein Projekt ist die Stärkung von Frauen und Mädchen in Nord-Tansania durch einen verbesserten Zugang zu Menstruationshygiene. Viele Schülerinnen in Tansania verstecken sich während ihrer Periode und gehen nicht zur Schule. Laut UNESCO beträgt die Rate der Schulabbrüche aufgrund von fehlender Menstruationshygiene, Unwissenheit und Tabuisierung bei afrikanischen Mädchen bis zu 10%. Das Projekt von action medeor versucht die Mädchen und Frauen auf verschiedenen Ebenen über alle Aspekte der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Hygiene aufzuklären und Wege zur Selbsthilfe aufzuzeigen.

Versorgung mit Basismedikamenten und medizinischem Equipment

Auch ist die Versorgung der Bevölkerung mit Basismedikamenten und medizinischem Equipment ein Schwerpunkt der Arbeit. In Tansania wurde deshalb ein Transport- und Verteilernetz aufgebaut, mit dem Ziel neben den Hospitälern in den großen Städten auch die Gesundheitseinrichtungen zu erreichen, die weit außerhalb liegen. Von Dar es Salaam aus werden die gesamten Gesundheitsstationen und Krankenhäuser in Tansania beliefert.

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Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt und leiden an Infektionskrankheiten. Unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe unterstützt.

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Lachende Kinder_© Kindernothilfe e.V.

Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten. Die gesunde Entwicklung der Schwächsten der Gesellschaft – der Kinder – ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Hinzu kommt, dass viele Jungen und Mädchen in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen. Grund dafür sind die hohen Kosten für den Transport, Schuluniformen und Materialien für den Unterricht.

Kinder als Einkommensträger

Viele Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder im Haushalt mithelfen oder arbeiten gehen. Daher nehmen viele Kinder eine Arbeit an, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Über 70.000 Aidswaisen müssen auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Dabei steigt die Zahl der Aidswaisen jedes Jahr weiter an. Circa 26 Prozent der Bevölkerung sind HIV-infiziert. Damit hat Swasiland die höchste HIV-Infiziertenrate der Welt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit der christlichen Organisation Africa Co-operative Action Trust (ACAT) versucht unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe, die Lebensumstände von (Aids-)Waisen und besonders Bedürftigen zu verbessern. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen, sich selber in Gemeinschaften zu organisieren, sich zu finanzieren und sich selbstständig zu verwalten. Um dies zu erreichen, schult die Partnerorganisation vor Ort die Dorfbewohner*innen.

Die Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen. In eine gemeinsame Kasse zahlt jedes Mitglied monatlich einen Betrag ein. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z.B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden.

Ernährungssicherung und Kampf gegen HIV/Aids

Die Dorfbewohner*innen legen Gemüsegärten an. Dadurch können sie ihre Familien mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen somit noch ein wenig Geld dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren.
Der Kampf gegen HIV/Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. 160 Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen durch die Mitarbeiter unseres Partners vor Ort lernen sie, wie sie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.

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Malawi: Ausstattung von Kinderkrankenhausstationen

Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Malawi im hohen Umfang auf ausländische Hilfe angewiesen. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor unterstützt.

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Ein kleiner Junge sitzt vor einer Lieferung von action medeor_©action medeor

Malawi: Ausstattung von Kinderkrankenhausstationen

Malawi gehört zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Seit 2015 hat unsere Mitgliedsorganisation action medeor in der Hauptstadt Lilongwe eine Niederlassung, die als lokale Verteilerstelle für Arzneimittel und Medizinprodukte fungiert. So wird den Menschen vor Ort Zugang zu bezahlbaren, qualitativ hochwertigen und notwendigen Medikamenten und medizinischen Materialien ermöglicht und lokale Strukturen gestärkt.

Kindererkrankungen

Kinder in Malawi erkranken besonders häufig an Malaria, Lungenentzündung, Blutvergiftung, Durchfall und Unterernährung. Viele Familien können sich eine Behandlung ihres Kindes nicht leisten und bringen ihr Kind deshalb oft gar nicht oder zu spät ins Krankenhaus. Für diese Fälle soll die Ausstattung der Kinderstationen des Likuni Mission Hospitals und des Mlambe Hospitals mit medizinischem Equipment und Medikamenten unterstützt werden. In den Krankenhäusern wird ein Medikamentenfond eingerichtet, auf den dann zurückgegriffen werden kann. Zusätzlich zur Behandlung der erkrankten Kinder, wird im Likuni Krankenhaus auch über die Ursachen der Krankheiten aufgeklärt. So bietet das Krankenhaus Gesundheitsschulungen für Mütter an, um Unterernährung von Kindern vorzubeugen.

Schwangerschafts- und Geburtenhilfe

Ein weiteres Problem stellt die hohe Sterberate von Frauen und Kindern während der Schwangerschaft oder der Geburt dar. Durch die frisch renovierte Geburtsstation des Likuni Hospitals konnte die Geburtenzahl bereits gesteigert werden. Weiteren durch action medeor geförderten Krankenhäusern fehlen aber die Intensiv-Pflege-Möglichkeiten für kritische Fälle wie Frühgeburten oder schwererkrankte Kinder, die beispielweise an Sichelzellanämie leiden. Medizinische Geräte, die die Ärztinnen und Ärzte bei der Behandlung solcher Fälle unterstützen, sollen angeschafft werden.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Tausende Kinder und Jugendliche leben in der Hauptstadt Freetown auf der Straße – auch als Folge von Ebola. Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul ist eine wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder, (Ebola-)Waisen und ehemalige Kinderprostituierte.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Don Bosco Fambul, das Kinderschutzzentrum unserer Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo, wurde während des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2002) gegründet und hatte das Ziel, ehemalige Kindersoldaten aufzunehmen und zu rehabilitieren. Später verschob sich der Schwerpunkt auf Straßenkinder und Ebola-Waisen. Mit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie 2014 musste das Zentrum über sich hinaus wachsen und dringende Nothilfe leisten.

Nothilfe und Wiederaufbau während und nach Ebola

In jener Zeit war die vertrauensvolle Stellung der Salesianer Don Boscos in einer zutiefst misstrauischen Gesellschaft wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. So konnten sie erfolgreich mobile Hygieneschulungen und Aufklärungsarbeit leisten. Während Ebola wütete und fast 4.000 Menschen in den Tod riss, richtete das Zentrum ein Nottelefon für anonyme Fragen zur Früherkennung und Behandlung der tabuisierten Krankheit ein. Hygienewaschbecken wurden platziert und betreut, ein provisorisches Auffanglager für Waisen eingerichtet, erkrankte und traumatisierte Kinder gepflegt und die Rückkehr in die eigene Familie oder Pflegefamilie vorbereitet.

Kampf gegen Kinderprostitution

Unzählige Mädchen und junge Frauen haben während des Bürgerkriegs oder durch Ebola ihre Eltern und weitere Familienangehörige verloren und leben auf der Straße. Um täglich zu überleben und sich etwas Essen leisten zu können, prostituieren sich viele von ihnen. Sie geraten auf der Straße in einen Kreislauf aus alltäglicher Not, Hunger und Gewalt, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Seit 2016 werden Mädchen und junge Frauen im Rehabilitationsprogramm bei Don Bosco Fambul betreut und versorgt. Doch der raue Ton und Umgang auf der Straße machen sie misstrauisch und vorsichtig. Jeden Tag suchen Father Crisafulli und sein Team aus Streetworkern und Sozialarbeitern den Kontakt zu ihnen und bauen Vertrauen auf.

Rehabilitationsprogramm

Im Rehabilitationsprogramm werden sie dabei unterstützt, traumatische Erfahrungen zu überwinden und sich wieder an einen strukturierten Alltag zu gewöhnen. Bildung ist ihr Schlüssel, um dauerhaft dem Leben auf der Straße fernzubleiben und eine Lebensperspektive zu entwickeln. Im Zentrum können sie eine Ausbildung absolvieren und sich Stück für Stück ein zukünftiges Leben in Selbstbestimmtheit, finanzieller Sicherheit und Würde aufbauen.

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Togo: „Kinder sind keine Hexen! – Macht euch nicht zu Komplizen der Gewalt.“

In Togo werden einige Kinder der Hexerei bezichtigt. Unsere Mitgliedsorganisation kämpft zusammen mit einem lokalen Partner dagegen.

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Ein Junge auf einer Schaukel_©Kinderrechte Afrika e.V.

Togo: „Kinder sind keine Hexen! – Macht euch nicht zu Komplizen der Gewalt.“

Im Rahmen des Engagements unserer Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V in Togo hat sich gezeigt, dass es gängige Praxis und ein gesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen ist, Kinder der Hexerei zu beschuldigen und daraufhin aus der Gemeinschaft auszuschließen. Auch schwere Misshandlungen im Zuge einer Hexenaustreibung passieren immer wieder. Viele unschuldige Kinder, vor allem in ländlichen Regionen, sind dabei grausamen Ritualen ausgesetzt. Aus Angst vor übernatürlichen Kräften oder gesellschaftlicher Missgunst, wagen es nur wenige lokale Akteure dagegen vorzugehen und sich für diese Kinder einzusetzen.

Unerschrocken und mit unerbitterlichem Engagement versucht CREUSET, als lokaler Partner unserer von Kinderrechte Afrika e.V., das Problem an den Ursachen zu bekämpfen, betroffene Kinder zu rehabilitieren und wieder einzugliedern.

Kinder werden der Hexerei bezichtigt

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Kinder der Hexerei bezichtigt werden:

  • Ereilt zum Beispiel ein Schicksalsschlag die Familie eines Kindes, gibt das in aller Regel ein Rätsel auf: War es Unglück, ein Unfall, eine schwere Krankheit? Es „muss“ eine erklärliche, personifizierte Ursache für den Todesfall, das Verschwinden o.ä. gefunden werden. Jemand aus der Familie „muss“ übernatürliche Kräfte besitzen. Jemand muss der Sündenbock sein.
  • Eine körperliche Auffälligkeit eines Kindes, wie beispielsweise ein  vergrößertes Auge, führt dazu, dass das Kind als „Monster“ wahrgenommen wird. Viele Verwandte glauben aufgrund von Äußerlichkeiten, den Kindern magische Kräfte zuordnen zu können. Sie glauben, das Kind stelle eine Gefahr dar, die Unglück erwarten lasse.

Herausragende Eigenschaften, die sich deutlich vom „Normalen“ unterscheiden, werden wenig toleriert und nicht selten bekämpft. Im Extremfall werden Kinder mit besonderen Eigenschaften aus der Gemeinschaft ausgestoßen und sogar zu Tode gebracht. Die Dunkelziffer der Opfer ist hoch, da der Staat mit seinen Institutionen (Polizei, Justiz) diese Praktiken im Allgemeinen toleriert und selbst bei eklatanten Kinderrechtsverletzungen nicht konsequent eingreift. Die Praktiken zur Hexenaustreibung werden im öffentlichen Diskurs weitgehend tabuisiert, angefangen von eher harmlosen Ritualen bis hin zu sozialer Ausgrenzung, wirtschaftlicher Ausbeutung, Gewaltexzessen und brutaler Folter.

Präventionsmaßnahme und Begleitung von beschuldigten Kindern

Kinderrechte Afrika und seine Partnerogranisation legt einen Schwerpunkt auf verschiedene Präventionsmaßnahmen (z. B. Aufklärung, Konferenzen und Schulung wichtiger Akteure) sowie die Begleitung von Kindern, die der Hexerei beschuldigt werden. Diese erhalten im Kinderschutzzentrum Kandyaa in Togo Schutz und Obdach und werden, je nach Bedarf bzw. Notwendigkeit, u. a. medizinisch versorgt, physisch und psychisch stabilisiert, nehmen an Alphabetisierungsaktivitäten teil und können fürsorglich betreut wieder Kind sein. Alle Kinder werden durch verschiedene Maßnahmen auf ihre soziale, familiäre oder schulische bzw. berufliche Wiedereingliederung vorbereitet. Evtl. erhalten sie eine materielle Unterstützung für ihren Schulbesuch, ihre Berufsausbildung oder ihre Unterbringung außerhalb der Familie. Folgebesuche in den Familien, Schulen und Ausbildungsstätten tragen dazu bei, dass die Wiedereingliederung der Kinder und Jugendlichen positiv verläuft.

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Nigeria: Hilfe für Vertriebene

Unsere Mitgliedsorganisation ADRA unterstützt die vertriebenen Menschen vor Ort in Nigeria.

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Binnenvertriebene in Nigeria_©ADRA Deutschland

Nigeria: Hilfe für Vertriebene

Terroristische Gruppierungen in Nordnigeria bedrohen das Leben vieler Menschen. Über eine Million Nigerianer wurden vertrieben und flüchten in andere Bundestaaten. Wegen der immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Lage und den Vertreibungen sind derzeit rund 4,5 Millionen Bewohner Nigerias auf Ernährungshilfe angewiesen.

Mangel an Nahrung

Die Gewalttaten der nigerianischen Terrorgruppierung treiben immer mehr Menschen in Elend und Hunger. Überfüllung, der Mangel an Nahrung und die verheerenden Zustände in den Flüchtlingslagern bringen Betroffene dazu, wieder in ihre Dörfer zurückzukehren. Weil ihre Häuser zerstört und unbewohnbar wurden, versuchen diese Menschen, in Städten unterzukommen. Steigende Nahrungsmittelpreise, fehlender Zugang zum Markt und niedriges Einkommen führen dazu, dass viele der Vertriebenen sich nicht ausreichend ernähren können.

Unterstützung von Rückkehrern

Unsere Mitgliedorganisation ADRA unterstützte in diesem Projekt Rückkehrer in Adamawa und Borno durch die Versorgung mit Nahrung. Witwen, Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden dabei besonders berücksichtigt. ADRA hat an betroffene Haushalte Lebensmittelpakete vergeben, die unter anderem Reis, Bohnen, Mehl und Mais enthalten oder Lebensmittelgutscheine für jeweils fünf Monate. Dadurch wurde der tägliche Kalorienbedarf der Menschen gedeckt und sie mussten nicht länger Hunger leiden.

Rund 1.200 Menschen profitierten von diesem Projekt, dass am 31.07.2018 erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

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Senegal: Honigbienen für Mensch und Natur

Bienenhonig spielt nicht nur für das Einkommen von sengalischen Familien eine wichtige Rolle. Die Honigbienen sichern landwirtschaftliche Erträge und den Erhalt vieler Pflanzen.

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Honigbienen-für Mensch und Natur_©Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Senegal: Honigbienen für Mensch und Natur

Das Gewinnen von Bienenhonig ist im Senegal traditionell verankert. Durch den Rückgang intakter Baum- und Buschbestände ist die Bienenhaltung jedoch in den letzten Jahren stark zurückgegangen.

Honig als wichtige Einkommensquelle

In der subtropischen Casamance im südlichen Senegal gibt es größere Wald und Buschflächen und damit eine gute Voraussetzung für die Bienenhaltung. Besonders arme Menschen sehen im Honig eine wichtige Quelle für ein kleines Einkommen.

Die Techniken der Bienenhaltung sind jedoch meist wenig nachhaltig. Die Bienenzüchter brennen die Bienenstöcke an, um an den Honig zu kommen. Die Waben werden ausgepresst und zerstört. Der Honig ist wässrig, von geringer Qualität und erzielt beim Verkauf keinen guten Preis.

Unsere Mitgliedsorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. hat in der Region zusammen mit ihrem Projektpartner Intermondes gute Erfahrung mit der Ausbildung der Männer und Frauen im Imkern gemacht. In der Region Kolda wurden bereits vor fünf Jahren Imkerinnen und Imker ausgebildet. Ein kleiner Handwerksbetrieb wurde mit der Herstellung von Holzbienenkörben mit ins Boot genommen.

Nachhaltige Bienenhaltung

Bei der Schulung werden den Auszubildenden nachhaltige Methoden zur Bienenhaltung gelehrt. Auch für die Weiterverarbeitung des Bienenwachses erhalten Frauen eine Schulung in der Herstellung von Kerzen. Die Kerzen und der Honig lassen sich sehr gut auf den lokalen Märkten verkaufen. Mit dem zusätzlichen Einkommen können sich die Menschen Lebensmittel kaufen und ihren Familien ein besseres Leben ermöglichen.

Und auch die Natur und die Landwirtschaft profitiert, denn die Haltung der Bienen ist gut für die Artenvielfalt. Zugleich sichern die Bienen die landwirtschaftlichen Erträge und den Erhalt vieler Pflanzen in der Region.

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Algerien: Gärten für die Flüchtlingslager

Eine eigenständige Versorgung ist in der Hammada-Wüste nicht möglich. Inzwischen wächst bereits die dritte Generation heran, die nur ein Leben in der Kargheit der Wüste und Perspektivlosigkeit der Lager kennt. Die Gärten der Solidarität sollen Hunger und Mangelernährung bekämpfen.

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Gärten für die Flüchtlingslager_©Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V./Elisabeth Bäschlin

Algerien: Gärten für die Flüchtlingslager

Seit 41 Jahren harren rund 150.000 sahaurische Flüchtlinge in fünf großen Lagern in Algerien nahe der Stadt Tindouf aus. Eine eigenständige Versorgung ist in der Hammada-Wüste nicht möglich. Inzwischen wächst bereits die dritte Generation heran, die nur ein Leben in der Kargheit der Wüste und Perspektivlosigkeit der Lager kennt. Die internationale Nahrungsmittelhilfe, von der die Menschen in den Lagern völlig abhängig sind, ist in den letzten Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. Es fehlt an Obst und Gemüse sowie an Proteinen. Mehr als die Hälfte der schwangeren Frauen leiden unter Blutarmut und 60 Prozent der Kinder unter 5 Jahren sind ebenfalls von Nahrungsmangel betroffen.

Familiengärten zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung

Die Hoffnung auf ein Leben in Würde bleibt. In den selbstverwalteten Camps der Saharauis versuchen die Menschen auf diese schwierige Notsituation eine Antwort zu finden. Der Agrarexperte Taleb Brahim aus dem Lager Smara hat ein Konzept für Familiengärten entwickelt. „Mein Ziel ist eine unabhängige Versorgung der Lager mit Vitaminen. Permakultur als ökologische Kreislaufwirkung macht dieses möglich“, erklärt er die Grundidee. So können Hunger und Mangelernährung bekämpft werden. Die Gärten der Solidarität schenken den Menschen zudem ein Stück Kraft und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

So entsteht ein Garten der Solidarität

Unsere Mitgliedsorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. unterstützt bei der Entstehung der Gärten. Zunächst werden Weiterbildungen zu Bodenverbesserung und Anbaumethoden für die ausgewählten Familien durchgeführt. Eine Beraterin pro Stadtteil betreut die Anlage und Pflege der Gärten kontinuierlich.

Zentral ist der Anbau von schnellwachsenden Moringa- und Feigenbäumen, die die notwendige Biomasse zur Anreicherung der Böden abwerfen. Eine Steinmauer schützt die angelegten Beete vor Sandstürmen und Ziegen. Die Gewächshäuser verhindern das Austrocknen von Boden und Pflanzen in der gleißenden Sonne. Hier werden Tomaten, Auberginen, Paprika und Erbsen gepflanzt.

Das für die Bewässerungsanlage benötigte Wasser wird mit Lastwagen herbei geschafft. Dazu braucht es verbindliche Absprachen mit der zuständigen Regierungsstelle, denn Wasser ist knapp hier in der Wüste.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Ruanda: Selbsthilfegruppen gewinnen Kampf gegen Armut

In Ruanda gibt es insgesamt über 6 700 Selbsthilfegruppen. Die Mitglieder einer Gruppe stärken sich gegenseitig indem sie gemeinsam sparen und somit ihre Lebensumstände verbessern können.

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Ruanda: Selbsthilfegruppen gewinnen den Kampf gegen die Armut_©Kindernothilfe

Ruanda: Selbsthilfegruppen gewinnen Kampf gegen Armut

Unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe e.V. stärkt durch ihren Selbsthilfegruppen-Ansatz Frauen und Kinder sozial, wirtschaftlich und politisch. In Projekten lokaler Partner finden sich je 15 – 20 Frauen in Gruppen zusammen, um gemeinsam gegen ihre Ausgrenzung und Armut zu kämpfen.

Selbsthilfegruppen in Ruanda

In Ruanda gibt es mittlerweile insgesamt über 6. 700 Selbsthilfegruppen, in denen 145. 000 Frauen organisiert sind. Die Mitglieder einer Gruppe stärken sich gegenseitig indem sie gemeinsam sparen, Buchhaltung lernen, sich Geschäftsideen überlegen und Kredite an einzelne Mitglieder vergeben. Durch den Zusammenschluss mehrerer Gruppen zu Dachverbänden und Föderationen erhalten die Frauen auch die Möglichkeit, politisch aktiv zu werden und mit politischen Akteuren auf Augenhöhe zu interagieren.

Positive Veränderungen durch Selbsthilfegruppen

Die dreizehnjährige Chantal erzählt wie sich ihr Leben veränderte, nachdem ihre Mutter Mitglied einer Selbsthilfegruppen in Ruanda wurde: „Nach einiger Zeit konnten wir uns statt einer zwei Mahlzeiten am Tag leisten, und circa ein halbes Jahr später gingen meine Geschwister wieder zur Schule. Nach zwei Jahren hat Mutter unser Haus gründlich repariert, es ist jetzt wie neu! Wir sind krankenversichert und haben drei Mahlzeiten am Tag: Porridge zum Frühstück, Mittag und Abendessen. Wir sind darüber alle sehr glücklich und wir fühlen, dass wir zur Dorfgemeinschaft dazugehören.“

Weitere Informationen zu Projekten in Afrika der Kindernothilfe finden Sie hier.

 

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

In den «Écoles Bleues», den «blauen Schulen» von Burkina Faso lernen die Kinder viel über die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Gesundheit. Sie erzählen das Gelernte daheim in den Familien und werden so zu fröhlichen Botschafterinnen und Botschaftern für die Gesundheit.

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

Kinder tragen das Hygienewissen nach Hause

Zwei von drei Menschen in Burkina Faso haben heute Zugang zu sauberem Trinkwasser. Diese überraschende Zahl belegt eine erfreuliche Entwicklung. Ebenso überraschend – aber unerfreulich – ist die Tatsache, dass vier von fünf Menschen keinen Zugang zu einer Latrine haben. Sie müssen ihr Geschäft draussen in den Feldern oder in den Büschen verrichten, und sie sind sich oft nicht bewusst, dass sie damit die Gesundheit ihrer Dorfgemeinschaft gefährden.In der Provinz Gnagna ist das besonders ausgeprägt. Dort haben sogar neun von zehn Menschen keine Latrine.

Um das zu ändern, machen unsere Mitgliedsorganisation Helvetas und lokale Fachleute die Kinder zu Botschafterinnen und Botschaftern für Hygiene. In der Schule sehen und benutzen sie zum ersten Mal eine Latrine und lernen, die Hände regelmässig zu waschen. Daheim erzählen sie von der neu gebauten Latrine, vom Händewaschen, von der Seife, von Mikroben und wie man Wasser sauber halten kann.

Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft

Helvetas unterstützt die so genannten «Écoles Bleues» und ihre Hygieneerziehung. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, sind auch Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft. Denn sauberes Wasser und Hygiene sind eine fundamentale Bedingung dafür, dass eine Gesellschaft sich entwickelt. In Burkina sterben 89 von 1000 Kinder, bevor sie fünf Jahre alt sind. Hinzu kommen all jene Kinder, die sich wegen Durchfallkrankheiten nicht richtig entwickeln, Erwachsene, die ihre Arbeit nicht bewältigen können, weil sie krank sind. Ein guter Teil der Krankheiten könnte mit sanitären Einrichtungen und mit Aufklärung über Hygiene verhindert werden.

Im Projekt Laafia – was «Gesundheit» bedeutet – profitieren jährlich 1200 Kinder und ihre Familien in 15 Dörfern von diesem Wandel zu besseren Lebensbedingungen.Im Rahmen des Projekts erhalten Behördenmitglieder Anleitungen, wie sie den Latrinenbau planen und fördern können. Private Anbieter werden dafür sensibilisiert, gute Produkte zu fairen Preisen anzubieten. Mittlerweile interessieren sich Behörden und andere Entwicklungsorganisationen für die «Écoles Bleues» und für das Konzept, Kinder zu Gesundheitsbotschaftern zu machen.

Weitere Helvetas Projekte zu Wasser und Infrastruktur finden Sie hier.

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Äthiopien: Wasser, Saatgut und Tiere für nachhaltige Hungerbekämpfung

Dürrephasen, Bodenerosion und Schädlinge führen zu mageren Ernten in der Amhara-Region. Besonders die Kinder leiden unter der Nahrungsmitelknappheit.

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Äthopien: Bessere Ernten zur nachhaltigen Hungerbekämpfung© Kindernothilfe, Frank Rothe

Äthiopien: Wasser, Saatgut und Tiere für nachhaltige Hungerbekämpfung

Äthiopien liegt am Horn von Afrika und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die meisten äthopischen Familien können nur sechs bis neun Monate im Jahr von ihren eigenen Ernten leben. In manchen Haushalten reichen die Vorräte sogar nur für drei Monate im Jahr. Danach kommt der Hunger. Durch Dürrephasen, Bodenerosion und Schädlinge, welche die Böden stark auszehren und die Erträge schrumpfen lassen, entstehen magere Ernten. Auch die Viehzucht reicht bei weitem nicht aus, um die Menschen zu versorgen.

Kinder leiden unter der Nahrungsknappheit

Die fünfjährige Haila wohnt in der Amhara-Region in Äthiopien.  Die meisten Familien, die Haila kennt, leben von den Nahrungsmitteln, die sie selbst auf ihren Feldern anbauen. Doch die Ernte fällt meistens sehr gering aus. Viele Familien halten deshalb Ziegen oder Schafe, deren Fleisch sie während der Trockenzeiten essen können. Da Äthiopien aber immer häufiger von langen und schlimmen Dürren heimgesucht wird, reichen Ernte und Fleisch nicht mehr aus, um die Menschen zu versorgen. Besonders die Kinder leiden unter Nahrungsknappheit, und verunreinigtes Trinkwasser führt zu Cholera und Durchfallerkrankungen.

Verbesserung der Ernte und Renovierung von Schulen

Unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe e.V. unterstützt Kinder wie Haila und ihre Familien, damit sie ihre Situation verbessern können. Hochwertiges Saatgut, Schulungen zur Verbesserung des Bodens sowie der Bau von Bewässerungskanälen erhöhen die Ernteerträge. Einige Familien werden in der Viehzucht unterstützt, so dass mehr Tiere als Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Schulen werden durch das Projekt der Kindernothilfe mit Unterrichtmaterialien und Regenwassertanks ausgestattet. Außerdem schließen sich die Menschen in den Dörfern zu Verbänden zusammen, um die verschiedenen Entwicklungsmaßnahmen gemeinsam abzustimmen. Durch die Unterstützung der Kindernothilfe kann Haila jetzt jeden Tag zur Schule gehen.

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Togo: Kinderrechte in lokalen Sprachen verdeutlichen

Kinderrechte Afrika hat ein Handbuch erstellt, in dem kulturell angepasste, ortsübliche Ausdrucksweisen sowie traditionelle Sprichwörter verwendet werden, um Kinderechte zu erklären.

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Togo: Kinderrechte in den lokalen Sprachen verdeutlichen_©Laura Schmohl (für Kinderrechte Afrika e. V.)

Togo: Kinderrechte in lokalen Sprachen verdeutlichen

Die wesentlichen Elemente der UN Kinderrechtskonvention und der Afrikanischen Charta für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes sind im ländlichen Raum Togos, wo die französische Amtssprache wenig gesprochen wird, kaum bekannt. Doch insbesondere in den ländlichen Gebieten werden Kindern oft basierend auf Traditionen oder kulturellen Praktiken elementare Kinderrechte abgesprochen.

Sprachbarrieren als Problem

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. versucht das zusammen mit lokalen Partnern zu ändern. Bisherige Versuche Verständnis und Unterstützung für die Grundrechte von Kindern zu wecken, scheiterten auch oft daran, dass es in vielen afrikanischen Lokalsprachen keine Entsprechung für zentrale Ausdrücke wie z.B. Kinderrechte und Kindeswohl gibt. Häufig werden dabei Kinderrechte mit „die Macht der Kinder“ übersetzt, welches Verwirrung und Ablehnung in der Bevölkerung hervorruft. Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen müssen daher kulturell- und kontextangepasst in der lokalen Umgangssprache konzipiert und durchgeführt werden, um der Beachtung von Kinderrechten für diese große und bisher weitgehend unerreichte Zielgruppe zum Durchbruch zu verhelfen.

Handbuch über Kinderrechte

Kinderrechte Afrika hat ein Handbuch erstellt, in einfachem Französisch sowie in den sieben lokalen Sprachen: (Bassar (N’tcham), Ewè, Kabyè, Lam(b)a, Moba, Nawdm und Tem (Kotokoli)). Das Handbuch verwendet kulturell angepasste, ortsübliche Ausdrucksweisen sowie traditionelle Sprichwörter der Regionen Kara und Centrale in Togo. Kinder werden dadurch besser geschützt, dass ihre Sozialgemeinschaft über deren Rechte informiert ist, Kinder und Erwachsene das Konzept in Bezug auf lokale Gegebenheiten verstehen und wissen, welche Verantwortlichkeiten sie dabei haben. Ähnliche Publikationen entstehen auch in Mali, Benin und Kamerun.

Das Projekt in Togo wurde Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen, aktuell läuft es in Mali.

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Mali: Kleinbäuerinnen verhandeln faire Preise

Viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Distrikt Banamba in Mali bauen Sesam an, aber nur wenige von ihnen können dadurch genug verdienen, um der Armut zu entkommen. Die landwirtschaftlichen Erträge decken meist nur den Eigenbedarf.

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Mali: Kleinbäuerin in Sahel-Region© ADRA

Mali: Kleinbäuerinnen verhandeln faire Preise

Durch den Klimawandel werden die landwirtschaftlichen Erträge in vielen Sahel-Regionen Malis immer geringer und die Ernte deckt meist nur den Eigenbedarf, wenn überhaupt. Viele Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Distrikt Banamba bauen Sesam an, aber nur wenige von ihnen können dadurch genug verdienen, um der Armut zu entkommen. Mit Einzug der Trockenzeit beginnt auch die Unterbeschäftigung der Landwirte. Erschwerend kommt hinzu, dass es keine „gemeinsamen“ Parzellen für den Anbau von Sesam gibt, weshalb die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern lediglich ihren eigenen Grund bewirtschaften können. Die Kooperativen und Verbände der jeweiligen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern vernetzen sich zu wenig, sodass die Landwirte über eine schlechte Position innerhalb des Sesam-Marktes verfügen.

Die Nachteile der Kleinbäuerinnen

Besonders schwer haben es Frauen, die in der Landwirtschaft tätig sind: Sie dürfen das Land zwar für den Sesamanbau nutzen, haben aber meist keine Landrechte. Dennoch ist die Sesamproduktion für Frauen enorm wichtig, da sie dadurch ein gesichertes Einkommen erhalten.

Verbesserte Anbautechniken und Bildung

Deshalb unterstützt unsere Mitgliedsorganisation ADRA über tausend Kleinbäuerinnen und -bauern durch verbesserte Anbautechniken ihre Sesamproduktion zu erhöhen und die Einkommen zu steigern und wirkt dadurch Armut und Hunger entgegen. Die verbesserten Anbautechniken erleichtern ihnen auch den Umgang mit schlechten Klimabedingungen.

Zusätzlich erhalten die Kleinbäuerinnen und -bauern die Möglichkeit, sich in Alphabetisierungs- und Managementkursen weiterzubilden. Dadurch können diese zukünftig besser an Entscheidungsprozessen teilnehmen und die Preise ihrer Waren verhandeln. Damit erzielen sie höhere Gewinne.

Kleinbauern Zugang zum Markt erleichtern

Des Weiteren zielt das Projekt darauf ab, effektive Markt-Informationskanäle für Sesam zu fördern und durch leichtere Zugänge zu Krediten die Produktion und Vermarktung zu verbessern. Durch diese Maßnahmen werden Produzenten, Genossenschaften und Verbände gestärkt.

Weitere Informationen zu ADRA Projekten in Somalia finden Sie hier.

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Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

Simbabwes Regierung hat internationale Abkommen zur Geschlechtergerechtigkeit unterzeichnet und ratifiziert. Trotzdem ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts noch immer weit verbreitet.

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Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung© Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

In Simbabwe ist laut Gesetz jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten. Die Realität ist jedoch eine andere, besonders auf dem Land. Daran konnte weder das Gesetz, noch das 2005 gegründete Ministerium für Frauen- und Genderangelegenheiten etwas ändern.

Diskriminierung von Frauen und Mädchen

Häusliche Gewalt wird weitgehend als normal erachtet und ist extrem verbreitet. Mädchen müssen oft die Schule frühzeitig verlassen und werden verheiratet. Witwen werden nicht selten vertrieben, damit das vererbte Land in den Händen eines männlichen Familienvorstands bleibt. Unsere Mitgliedsorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) unterstützt zusammen mit ihrem lokalen Partner Envision Frauengruppen im Mashonaland, im Norden Simbabwes. Unter dem Leitmotiv ‚Women’s Way of Doing things‘ wird den Frauen eine wichtige Rolle zugesprochen, um Frieden und Entwicklung in Simbabwe voranzubringen. Sie kämpfen gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und arbeiten daran, geschlechtsspezifische Diskriminierungen beim Erbrecht abzubauen und die Anzahl der Frauen in den lokalen Entscheidungsgremien zu erhöhen.

Einbindung beider Geschlechter

Um das zu erreichen wird die gesamte Gemeinde, Frauen wie Männer, eingebunden. Denn für eine gesellschaftliche Veränderung bedarf es stets beider Geschlechter. Frauen werden über ihre Rechte informiert und dabei unterstützt, häusliche Gewalt anzuzeigen oder ihr vom Staat zugesichertes Erbrecht einzufordern. Um eine Bewusstseinsveränderung besonders bei den männlichen Entscheidungsträgern zu bewirken, werden Dialogforen mit traditionellen Dorfoberhäuptern, anderen Entscheidungsträgern und Polizisten, organisiert, um gemeinsam über traditionelle Werte zu reflektieren. Durch Gespräche und Rollenspiele werden Lösungen gesucht, für eine gerechte und friedliche Zukunft.

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Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Durch die Hungerkatastrophe in Ostafrika sind auch in Äthopien viele Familien gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Ein möglicher Schulbesuch kann Flüchtlingskindern helfen in einen strukturierten Alltag zurückzukehren.

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Äthiopien: Schulbesuch für geflüchtete Nomaden©Kinderhilfswerk Global-Care

Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Über 10 Millionen Menschen sind in Äthiopien von der Hungerkatastrophe betroffen. Auf der Flucht vor der Dürre verlassen Familien ihr Zuhause und damit auch ihr soziales Umfeld. Fathi, ein äthopisches Mädchen, lebt mit ihren Eltern, sieben Schwestern und zwei Brüdern in einer kleinen Lehmhütte im Bezirk Jarar im Nordosten Äthiopiens. Wie viele anderen hat auch ihre Familie hat keine feste Heimat.

Flucht vor der Hungerkatastrophe

Als Nomaden sind sie an das Leben auf der Flucht vor Hunger und Durst gewöhnt. Die neun Geschwister sind dankbar, wenn ihre Mutter genug Mehl hat, um Injera-Brot zu backen. Doch inzwischen dauern die Dürrezeiten immer länger. Die Äcker verdorrten. Auf dem kleinen familieneigenen Feld wuchs nichts mehr. Als auch alle Tiere ihrer Rinderherde verendeten, sah die Familie keinen Ausweg mehr und trat erneut die Flucht an.

Bildung als Schlüssel für ein besseres Leben

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care setzt sich für Familien und Kinder ein und legt dabei viel Gewicht auf die Schulbildung. Ein möglicher Schulbesuch bedeutet nicht nur Bildung, sondern auch die Versorgung mit Essen und sauberem Wasser. Vor allem Flüchtlingskinder sind auf ein beständiges soziales Umfeld, Schutz und eine gesicherte Betreuung angewiesen. Mit der Unterstützung des Kinderhilfswerks Global-Care kann Fathi heute zur Schule gehen. Der Schulbesuch hilft Fathi in einen strukturierten Alltag zurückzufinden. „Mein großer Wunsch ist es, einmal Ärztin zu werden!“, sagt das Mädchen. „Dann kann ich die Hilfe, die meine Familie hier bekommt, eines Tages anderen Menschen geben!“

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