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Sierra Leone: Schutz vor Hunger und Armut

Die Folgen der Ebola-Epidemie sind in Sierra Leone immer noch spürbar. Mit unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft und Einkommensförderung unterstützt unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe die lokale Bevölkerung.

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Sierra Leone: Schutz vor Hunger und Armut

Leben in Sierra Leone  

Sierra Leone gehört zu den schwächsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) belegt es Platz 179 von 188. Armut, Krankheit und Perspektivlosigkeit bestimmen das Leben der Menschen. 

Die Not der Bevölkerung 

60 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Ein besonderes Problem ist die Jugendarbeitslosigkeit, die mit 70 Prozent extrem hoch ist. Armut und ein völlig überfordertes Gesundheitssystem haben dazu geführt, dass Sierra Leone besonders unter der 2014 ausgebrochenen Ebola-Epidemie zu leiden hatte. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Sierra Leone erst am 7. November 2015 für ebolafrei erklärt. 

Die Folgen der verheerenden Epidemie sowie die des Bürgerkriegs von 1991 bis 2002 sind allerdings überall im Land schmerzhaft spürbar. Viele Familien sind zerrissen. Mütter und Väter sind gestorben. Die Kinder sind als Waisen zurückgeblieben. Großes Elend beherrscht das Land – physisch wie psychisch. 

Familien stärken 

Nachdem ora Kinderhilfe während der Ebola-Krise Nothilfe leistete, wird das Land seit 2016 dauerhaft und nachhaltig von der Organisation unterstützt. Dazu wurde noch im Jahr 2015 die Vineyard Community Development (VCD) gegründet. In Zusammenarbeit mit ora Kinderhilfe lindert VCD das Leid der Menschen in Makeni im Landesinneren und in Grafton in der Nähe der Hauptstadt Freetown. 

Makeni 

In Makeni hat ora Kinderhilfe ein Patenschaftsprogramm für Kinder ins Leben gerufen. Die Jungen und Mädchen erhalten gesunde Nahrung, Kleidung und Schulmaterialien. Zudem hat ora Kinderhilfe Land für ein Landwirtschaftsprojekt als Einkommen generierende Maßnahme gekauft. Hier werden die Familienmitglieder der Patenkinder vor Ort in Landwirtschaft geschult. Auf dem Acker werden unter anderem Erdnüsse und Kartoffeln angebaut. Die Erlöse vom Verkauf der Ernte fließen als Löhne in die Familien, in den Erwerb von neuem Saatgut und in den weiteren Ausbau des Projektes. Parallel dazu lernen die Erwachsenen lesen und schreiben und werden in Buchführung sowie Hygienemaßnahmen unterrichtet. 

Grafton 

In Grafton haben wir im Juni 2017 eine Bäckerei eröffnet, die als Ausbildungsbetrieb dient. Junge Frauen erlernen dort das Handwerk und können so später selbst für sich und ihre Familien sorgen. In der Bäckerei wird hauptsächlich Bananenbrot und „Rich Cake“ gebacken und zum Verkauf angeboten. 

Zudem gibt es seit einiger Zeit eine Fußballmannschaft. Dort spielen ca. 30 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 17 Jahren mit. Ziel ist es, den Jungen eine sinnvolle Beschäftigung neben der Schule zu geben, um sie Disziplin, Zielstrebigkeit, Erfolgserlebnisse und Teamgeist zu lehren und sie davon abzuhalten, auf die schiefe Bahn zu geraten. 

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Ruanda: Langfristige Entwicklungszusammenarbeit

Die Folgen des Völkermordes 1994 in Ruanda sind bis heute zu spüren: Viele Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe setzt sich in unterschiedlichen Projekten dafür ein, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und leistet Grundversorgung und Bildung für die Hinterbliebenen der Opfer des Völkermords.

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Ruanda: Langfristige Entwicklungszusammenarbeit

Leben in Ruanda  

Ruanda ist das am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Auf einer Fläche kleiner als Brandenburg leben mehr als zehn Millionen Menschen. Im Jahr 1994 fand hier einer der blutigsten Völkermorde des 20. Jahrhunderts statt – eine Million Kinder, Frauen und Männer wurden in nur 100 Tagen getötet. Die Folgen des grausamen Genozids sind bis heute allgegenwärtig in dem kleinen zentralafrikanischen Staat. Zwar herrscht nun Frieden und die Verhältnisse sind einigermaßen stabil, doch die Probleme sind unübersehbar.  

Land der Witwen und Waisen  

Seit dem grausamen Völkermord 1994 hat Ruanda starke wirtschaftliche Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch liegt die Lebenserwartung bei nur 58 Jahren. Viele Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Begründet liegt dies in der hohen Bevölkerungsanzahl. Die Landknappheit ist groß und die Erträge reichen zur Versorgung nicht aus. Regional und saisonal kommt es immer wieder zu Hungersnöten. In manchen Gebieten herrscht chronische Unterernährung. Besonders betroffen davon sind die durch den Genozid verarmten Frauen. Traumatisiert und häufig angesteckt mit Infektionskrankheiten, vor allem mit HIV und AIDS, leben sie außerhalb der Städte im Elend. Viele Frauen sind durch Vergewaltigungen infiziert worden. Sie mussten diese während des Genozids erleiden. Gewaltverbrechen und Misshandlungen waren Teil der Strategie der Kämpfer. Sie zielten bewusst darauf, die Körper und Seelen der Frauen zu zerstören. 

Die Projektarbeit von ora Kinderhilfe in Ruanda 

Gemeinsam mit der ruandischen Organisation Solace Ministries hilft ora Kinderhilfe Kindern und Familien in sieben Regionen – unter anderem in Runda, Kabuga, Nyagasambu und Bicumbi.  

In den Communities haben sich aus den Witwen und Waisen oft neue Familien gebildet. Ihnen helfen sie auf unterschiedliche Weise. Es gibt ein Landwirtschaftsprojekt, das besonders die Frauen darin unterstützt, ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Darüber hinaus hilft ora Kinderhilfe mit Tieren das Auskommen zu sichern. Besonders trächtige Kühe, Ziegen und Hühner helfen den Frauen. Sie geben Milch, Fell, Eier und Fleisch. Die Frauen nutzen die Erzeugnisse für sich und ihre Kinder und verkaufen einen Teil auch an Nachbarn und Bekannte. So entwickelt sich nach und nach ein kleiner wirtschaftlicher Kreislauf.  

Viele Frauen und Kinder erhalten zudem psychologische Hilfe, um die traumatischen Erfahrungen des Völkermordes zu verarbeiten. Den Kindern wird der Schulbesuch ermöglicht und alle werden krankenversichert.  

Patenschaftsprogramm  

Seit 12 Jahren engagiert sich ora Kinderhilfe in Ruanda. Derzeit sind 483 ora-Patenkinder in ihrem Programm. Ihnen allen wird der Schulbesuch ermöglicht. Sie erhalten Kleidung, Schuhe, Schulmaterialen und bei Bedarf auch Medikamente. 

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Kenia: Neue Anbaumethoden in Kinari und Karangatha

In Kinari und Karangatha reicht die Ernte der einheimischen Bauernfamilien nicht aus, um davon leben zu können. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe arbeitet mit ihnen zusammen und schult sie in neuen Anbaumethoden, sodass die Familien höhere Einkommen erzielen.

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Kenia: Neue Anbaumethoden in Kinari und Karangatha

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Ernte in Kinari  und Karangatha

In Kinari arbeitet ora Kinderhilfe mit einheimischen Bauernfamilien zusammen. Sie leben nur von dem, was sie auf ihren Feldern ernten – meistens viel zu wenig. Armut, Hunger und Elend sind die Folge. Die Anbaumethoden stammen häufig noch aus dem vorletzten Jahrhundert, das Saatgut ist minderwertig, hochwertiger biologischer Dünger ist kaum vorhanden. Dazu kommt, dass es keine Lagermöglichkeiten für die Ernte gibt und z.B. die Kartoffeln ungesäubert direkt an der Straße verkauft werden müssen. ora Kinderhilfe schult die Bauern vor Ort in fortschrittlicheren Anbaumethoden. Zusätzlich schaffen sie Lagermöglichkeiten für die Ernte. Dadurch können die Familien höhere Einkommen erzielen und ihre Kinder eine Schulausbildung ermöglichen bzw. medizinisch versorgen lassen. In Kinari ermöglicht ora Kinderhilfe so ca. 40-50 Familien mit ca. 100 Kindern ein eigenes Einkommen zu generieren.   

Auch in Karangatha arbeitet ora Kinderhilfe mit den einheimischen Bauern zusammen. Mehr als 70 Kinder befinden sich in dem ora-Patenschaftsprogramm, werden also gesund ernährt, medizinisch versorgt und können regelmäßig in die Schule gehen. Aber auch ihre Eltern nehmen am ora-Patenschaftsprogramm als Teilnehmer des Landwirtschaftsprojekt in Karangatha teil. Auf einem zwei Hektar großen Acker erlernen sie moderne Anbaumethoden sowie den ökologischen Umgang mit der Natur. Auf dem Feld werden Süßkartoffeln und Kohl angebaut. Das Projekt konnte bereits mehr als vier erfolgreiche Ernten verzeichnen.  

Patenschaftsprogramm  

In dem ora-Patenschaftsprogramm befinden sich derzeit etwa 200 Kinder aus Kinari und Karangatha. Während ihre Eltern an den Einkommen schaffenden Maßnahmen teilnehmen, gehen die Kinder in die Schule. Außerdem werden sie gesund ernährt, haben ausreichend Kleidung und Schulmaterial und erhalten, wenn nötig, Medikamente. 

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist von extremer Trockenheit geprägt. Ein großes Problem für das Volk der Massai und ihre Tiere. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe unterstützt vor Ort mit dem Bau von Brunnen, um die Erträge aus der Landwirtschaft und Viehhaltung zu steigern.

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist extrem trocken. Für das Volk der Massai, das hauptsächlich von Viehhaltung lebt, ist das ein großes Problem: Weil die Felder und Pflanzen verdorren, sind die Massai gezwungen, mit den viel zu mageren Tieren von Wasserstelle zu Wasserstelle zu ziehen. So können die Familien nicht sesshaft werden und die Kinder nicht regelmäßig zur Schule gehen. Alles hängt am Wasser! Sind die Tiere zu mager, haben die Menschen zu wenig zu essen. Haben die Menschen zu wenig zu essen, wachsen die Kinder mit extremen Mangelerscheinungen auf.  

Wasser für Mensch und Tier 

Deshalb hat ora Kinderhilfe in Ilbisil einen Brunnen gebaut und entwickelt derzeit ein spezielles Landwirtschaftsprojekt. Das Projekt sichert ganzjährig Wasser für Mensch und Tier. Die Familien können endlich an einem Ort heimisch werden und die Kinder regelmäßig in die von ora Kinderhilfe initiierte Schule gehen.  

Das Wasser befördert ora Kinderhilfe aus 280 Meter Tiefe über eine Solarpumpe an die Oberfläche. Über einen Teil des Wassers kann die Gemeinschaft selbständig verfügen. Die zweite Hälfte des Ertrages ist für ein „Drip-Drop-System“ bestimmt. Durch gezielte Tröpfchenabgabe aus Schläuchen werden die angebauten Pflanzen direkt an der Wurzel bewässert und der Ertrag des Bodens deutlich gesteigert. Die Tiere erhalten mehr Nahrung und neue Gemüsesorten können zur eigenen Nutzung sowie zum Verkauf angebaut werden. So werden das Einkommen und der Lebensstandard der Gemeinschaft gesteigert. 

Patenschaftsprogramm 

Derzeit kümmert sich ora Kinderhilfe um 165 Patenkinder in der Region. Sie können sich satt essen, gehen in die Schule, erhalten Kleidung und Medikamente. Möglich wird all das durch die ora-Pateninnen und -Paten. 

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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Nur selten bekommen sie staatliche Unterstützung. In dem Chafisi Waisenhaus unserer Bündnisorganisation ora Kinderhilfe finden sie ein liebevolles Zuhause. Außerdem können sie wieder zur Schule gehen und werden mit gesunder Nahrung versorgt.

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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Aids – ein großes Problem 

HIV und Aids sind zu einem großen Problem geworden. Allein rund 180.000 Kinder leben mit dem Virus. Hinzu kommt, dass viele Kinder ihre Eltern an die Krankheit verlieren: In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Sie erhalten nur selten staatliche Unterstützung. Wenn die Kinder niemanden finden, der sich um sie kümmert, sind sie allein auf sich gestellt: Sie leben auf der Straße, müssen arbeiten und können nicht zur Schule gehen. 

Das Chafisi Waisenhaus für Aids-Waisen

Seit 2008 setzt sich ora Kinderhilfe in der Nähe von Malindi dafür ein, dass Aids-Waisen ein neues liebevolles Zuhause finden. Sie unterhalten das von William Fondo gegründete „Chafisi Waisenhaus“ mit angegliedertem Internat in Watamu. Etwa 250 Kinder leben dort in sicheren Verhältnissen. 

Bildungsförderung: Die „Wings of Mercy“ Schule 

Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Deshalb wurde die Schule „Wings of Mercy Academy“ gegründet, die mittlerweile etwa 200 Kinder besuchen. Mehr und mehr Patenkinder lernen hier Lesen, Schreiben und Rechnen. ora Kinderhilfe unterstützt Pastor William Fondo und sein Team und hilft, die Kosten für den Schulbesuch von Waisenkindern und Kindern aus armen Familien zu tragen.  

Dank der Spenden in den vergangenen Jahren ist es ihnen gelungen, das Projekt nach und nach weiter auszubauen. Es sind Klassenräume, neue Waschräume, mehr Lehrer und mehr Schüler hinzugekommen. Auch ein Acker gehört inzwischen zum Eigentum der Schule: Er stellt die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit gesunder Nahrung sicher.  

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Paten der ora-Patenkinder: Jeder Pate fördert sein Patenkind persönlich, aber zugleich auch das gesamte Projekt (Lehrergehälter, Ausbau der Räume, Neuanschaffungen für den Unterricht, Saatgut zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler etc.). Etwa 100 der Schülerinnen und Schüler sind ora-Patenkinder.  

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Burundi: Ernährung sichern

Unsere Mitgliedsorganisation ora Kinderhilfe arbeitet seit 2016 mit dem Projektpartner "Sojpae" zusammen. Unter anderem in Gihanga und Murenge: Dort unterstützen sie Familien bei der Schweine- und Ziegenzucht, bei Landwirtschaftsprojekten und bieten Alphabetisierungskurse an.

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Burundi: Ernährung sichern

Leben in Burundi  

Der dicht bevölkerte Binnenstaat gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung belegt es den 185. Platz von insgesamt 189 Rängen. 2018 hatte das kleine Land das niedrigste BIP der Welt. Die Übernutzung der Böden, die Auswirkungen des Klimawandels, aber besonders die gravierenden Mängel in der Regierungsführung verhindern jeglichen Aufschwung. Politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und fortwährende Menschenrechtsverletzungen sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Elend und Armut verbleibt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 60 Jahren. 

Die Not der Bevölkerung 

Mit 70 Prozent hat Burundi laut der Weltbank eine der höchsten Armutsraten der Welt. Das bedeutet, dass 1,4 Menschen von unter einem Dollar am Tag leben müssen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hungert. Etwa 2 Millionen Menschen drohen zu verhungern. 

Die Kinder leiden besonders. Burundi ist ein sehr junges Land. 46 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Umso schlimmer ist es, dass die Quote der Analphabeten bei 40 Prozent liegt. Kinder stellen die ärmste Bevölkerungsschicht dar. Etwa 11 Prozent aller lebend geborenen Kinder erleben ihr 5. Lebensjahr nicht. Sie sterben an Auszehrung oder vermeidbaren Krankheiten. 

Tausende Mädchen und Jungen müssen Kinderarbeit verrichten. Ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen schuftet schwer körperlich. Besonders schlimm sind die gewaltsamen und sexuellen Übergriffe auf Mädchen. Häufig geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern, werden versklavt, verkauft und zur Prostitution gezwungen. 

Gihanga und Murenge: Landwirtschaftsprojekte und Ziegenzucht  

Nördlich der Hauptstadt Bujumbura in Gihanga und im Landesinneren in Murenge unterhält ora Kinderhilfe gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaftsprojekte. Über 130 Familien profitieren davon, dass gemeinsam gesät, geerntet, gegessen und ein Teil der Ernte verkauft wird. Die Erlöse fließen zu gleichen Teilen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bohnen, Mais, Maniok und verschiedene andere Gemüsesorten werden regelmäßig gepflanzt und geerntet. Besonders die Ernährungssituation und der gesundheitliche Zustand der Kinder haben sich seitdem sehr verbessert. 

Zudem hat ora Kinderhilfe in den Dörfern eine Schweine- und Ziegenzucht ins Leben gerufen. 150 Familien konnten bereits ein oder mehrere Tiere erhalten. Mit der Schweine- und Ziegenzucht hat sich die Gesamtsituation im Dorf sehr verbessert. Nicht nur Milch und Fleisch erhalten die Menschen gesünder, auch das Kümmern um die Tiere hat positive Auswirkungen auf die Dorfgemeinschaft.  

In den Alphabetisierungskursen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur lesen und schreiben, sie erlernen auch Dinge wie Haushaltsführung, Planbarkeit und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Hygieneschulungen gehören ebenso zum Programm wie der Austausch über Neuigkeiten und das Hören von Gottes Wort. Neben den Alphabetisierungskursen gibt es in Murenge außerdem noch mehrere Trommelkurse für Kinder und Erwachsene. Das gemeinsame Musizieren macht den Musikerinnen und Musikern viel Spaß; bei allen öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen bieten die Gruppen ihr Können dar. 

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Burundi: Von Ernährungszentrum bis Bäckerei

Unsere Mitgliedsorganisation ora Kinderhilfe arbeitet seit 2016 mit dem Projektpartner "Sojpae" zusammen. Unter anderem in Musaga: Dort haben sie ein Ernährungs- und Freizeitzentrum eingerichtet, unterstützen Familien bei der Hühner- und Ziegenzucht und fördern mit einer Bäckerei das Einkommen von Müttern.

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Burundi: Von Ernährungszentrum bis Bäckerei

Leben in Burundi

Der dicht bevölkerte Binnenstaat gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung belegt es den 185. Platz von insgesamt 189 Rängen. 2018 hatte das kleine Land das niedrigste BIP der Welt. Die Übernutzung der Böden, die Auswirkungen des Klimawandels, aber besonders die gravierenden Mängel in der Regierungsführung verhindern jeglichen Aufschwung. Politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und fortwährende Menschenrechtsverletzungen sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Elend und Armut verbleibt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 60 Jahren.

Die Not der Bevölkerung

Mit 70 Prozent hat Burundi laut der Weltbank eine der höchsten Armutsraten der Welt. Das bedeutet, dass 1,4 Menschen von unter einem Dollar am Tag leben müssen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hungert. Etwa 2 Millionen Menschen drohen zu verhungern.

Die Kinder leiden besonders. Burundi ist ein sehr junges Land. 46 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Umso schlimmer ist es, dass die Quote der Analphabeten bei 40 Prozent liegt. Kinder stellen die ärmste Bevölkerungsschicht dar. Etwa 11 Prozent aller lebend geborenen Kinder erleben ihr 5. Lebensjahr nicht. Sie sterben an Auszehrung oder vermeidbaren Krankheiten.

Tausende Mädchen und Jungen müssen Kinderarbeit verrichten. Ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen schuftet schwer körperlich. Besonders schlimm sind die gewaltsamen und sexuellen Übergriffe auf Mädchen. Häufig geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern, werden versklavt, verkauft und zur Prostitution gezwungen.

Vielseitige Projektarbeit in Musaga

Das mit wenigen Mitteln begonnene Ernährungszentrum der ora Kinderhilfe hat sich zu einem großen Projekt entwickelt. Weiterhin werden stark mangel- und unternährte Kinder dort mit einer speziellen hochkalorischen Diät aus natürlichen Zutaten versorgt. Deren Eltern erhalten Kurse zum Thema gesunde Ernährung. Sie lernen, was Vitamine sind, welche Inhaltsstoffe es gibt und was der Körper braucht, um ihn gesund zu erhalten. Der Erfolg der Behandlungen wird durch nachfolgende Hausbesuche bei den Kindern und Familien sichergestellt.

Darüber hinaus haben sich Behandlungen für Mütter im Ernährungszentrum etabliert. Mit Wurmkuren und anderen Behandlungen werden kranke Mütter behandelt. Für Schwangere gibt es ebenfalls Wurmkuren, Folsäuretabletten, ergänzende Lebensmittel bei gefährlichem Untergewicht der werdenden Mütter sowie Kurse zum Thema Ernährung und zur Schwangeren- und Kindergesundheit. Auch Hilfe im Umgang mit Behörden gehört dazu; seitdem ora Kinderhilfe das macht, haben deutlich mehr Kinder eine Geburtsurkunde erhalten.

Neben dem Ernährungszentrum gibt es im Freizeitzentrum zahlreiche Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Hausaufgabenhilfe, Tanz- oder Englischkurse machen den Teilnehmenden viel Freude.

Besonders arme Familien unterstützt ora Kinderhilfe mit Hühnern, Ziegen und Saatgut. Mehr als 400 Familien besitzen inzwischen Hühner und Ziegen. Die Zucht der Hühner hat sich auf über 2.500 Stück erhöht (Stand Oktober 2020).

Seit 2019 gibt es noch eine Bäckerei. Die dort produzierten Brote und Kuchen werden für den Einkaufspreis an die Mütter der ora-Patenkinder abgegeben. Diese wiederum verkaufen die Backwaren an Kundinnen und Kunden weiter. Die daraus erzielten Erlöse helfen den Familien ihre Situation zu verbessern.

 

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Togo: Aufbau ökologischer Landwirtschaft

Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt Menschen in Togo bei der Einführung einer ökologischen Landwirtschaft, damit sie die Armut überwinden können.

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Togo: Aufbau ökologischer Landwirtschaft

In der Maritime Region, im Süden Togos, schließen sich Kleinbauern in Kooperativen zusammen, um ihre Ernte und ihr Einkommen zu verbessern. Gemeinsam möchten sie mit der Einführung einer ökologischen Landwirtschaft die Qualität ihrer Agrarprodukte verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen. ADRA unterstützt 1.500 Kleinbauern und ihre Familien, dieses Ziel zu erreichen. Sie erhalten Bio-Saatgut und Arbeitswerkzeuge. Zudem erlernen die Menschen neue Anbautechniken. Schließlich wird bei administrativen Belangen Hilfe angeboten. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation 

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Tansania: Rauchfrei kochen mit energiesparenden Kochherden

Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt Massai-Dörfer u.a. mit Kochherden und Solarstrom.

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Tansania: Rauchfrei kochen mit energiesparenden Kochherden

In den Massai-Dörfern im Norden Tansanias sind die Menschen arm und sozial benachteiligt. Sie wohnen in einem trockenen Gebiet. Es mangelt an Wasser, Lebensmittel und Brennmaterialien. ADRA setzt sich für die Einwohner ein, um ihren Alltag zu erleichtern. Mit dem Bau von Brunnen wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser sichergestellt. Die Begünstigten erhalten energiesparende Kochherde. Zudem erhalten die Häuser Strom über Solarzellen, die ebenfalls im Rahmen des Projektes installiert werden. Die Hilfe kommt 100 Haushalten zugute.  

Dieses Projekt wird gefördert durch: Aktion Deutschland Hilft, GEMEINSAM FÜR AFRIKA, Erbacher Stiftung 

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Somalia: Bildung für alle

Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben mit eigenem Einkommen. In diesem Projekt fördert unsere Bündnisorganisation ADRA die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für eine Oberschule.

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Somalia: Bildung für alle

In Somalia hat sich ADRA zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung für alle zu verbessern. Lange stand der Bau von Grundschulen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Rahmen dieses Projektes wendet sich ADRA dem Aufbau einer funktionierenden Oberschule für 4.300 Schülerinnen und Schülern zu. Zentral für dieses Vorhaben ist auch die Fort- und Weiterbildung von 320 Lehrkräften. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Ausbildung von Frauen, die noch oft benachteiligt werden.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Die Quote der Analphabeten in Somalia ist eine der höchsten weltweit. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA setzt sich für gerechte Bildungschancen für Kinder und Erwachsene ein, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben mit eigenem Einkommen zu ermöglichen.

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Seit 28 Jahren fördert ADRA den Aufbau des somalischen Bildungssystems. Der Bedarf ist groß. In Somalia können nur wenige Menschen lesen oder schreiben. Mit einem verbesserten Zugang zu Bildung möchte ADRA den Menschen helfen, ein selbständiges Leben ohne Armut zu führen. Schulen werden aus- und aufgebaut. Lehrkräfte werden ausgebildet sowie Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung gestellt. In diesem Projekt erhalten 48.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Hilfe. Die ganze Gemeinschaft profitiert davon, wenn Kinder lernen.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

Das Bildungssystem Somalias ist aufgrund jahrelanger politischer Konflikte und Bürgerkriege fast völlig zerbrochen und ist bis heute stark geschwächt. Unsere Bündnisorganisation ADRA engagiert sich seit über 25 Jahren im somalischen Bildungssektor, um gerechte Bildungschancen für Kinder zu ermöglichen.

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

In Somalia gehen schätzungsweise 7 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen zur Schule. Der Grund für den niedrigen Bildungsstand ist der andauernde Bürgerkrieg, der die Bevölkerung in die Armut stürzt. ADRA setzt sich zusammen mit Save the Children dafür ein, den somalischen Kindern eine sichere und würdevolle Bildung zu ermöglichen. In den Schulen werden sanitäre Einrichtungen ausgebaut. Lehrkräfte erhalten eine bessere Ausbildung und ein Gehalt für ihre Arbeit. Kinder und ihre Familien erhalten zudem Bargeld, um die Schulkosten zu bezahlen. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: Aktion Deutschland Hilft, Europäische Union 

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Madagaskar: Ernährungssicherheit für die Bevölkerung

Umweltkatastrophen, Klimawandel und schlechte Anbaubedingungen in Madagaskar führen zu enormer Nahrungsmittelknappheit. Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt die Bevölkerung dabei, widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu werden und ihre Ernährungssituation zu verbessern.

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Madagaskar: Ernährungssicherheit für die Bevölkerung

In den letzten Jahren hat der Süden Madagaskars eine lange Dürrezeit erlebt. Die Ernte ging verloren und ca. 200.000 Menschen leiden nun unter Hunger. Unsere Bündnisorganisation ADRA möchte diesen Zustand nicht hinnehmen und hilft den Menschen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Mit dem Bau von Brunnen erhalten 68.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem lernen 7.500 Kleinbauern neue Anbaumethoden kennen, um ihre Ernteerträge zu steigern. Somit sinkt der Hunger in der Region und die Freude über eine gute Mahlzeit steigt. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation 

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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Räume konnte unsere Bündnisorganisation ADRA die Gesundheitsversorgung an der Kinderklinik in Mekele wesentlich verbessern.

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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Äthiopien bietet eine allgemeine medizinische Versorgung. Sie hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend erneuert werden. Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Klinikräume konnte die Gesundheitsversorgung dank der Unterstützung der Spenderschaft unserer Bündnisorganisation ADRA wesentlich verbessert werden. Die Kinder erhalten eine bessere Behandlung. 

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in Äthiopien ohne Beschäftigung. Gleichzeitig ermöglicht der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA bietet ihnen mit einem Ausbildungsmodell neue Zukunftsperspektiven.

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

In den Regionen Oromia und Tigray hilft ADRA jungen Menschen, sich ein regelmäßiges Einkommen zu verschaffen. In Äthiopien ist der Arbeitsmarkt sehr angespannt. Es gibt kaum Jobs und oft sind sie schlecht bezahlt. Ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien soll den Menschen neue Perspektiven geben. Die Ausbildung wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Um den Arbeitsmarkt zu beleben, werden zudem junge Äthiopier bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Wetterextreme und der anhaltende Konflikt führen zur prekären Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung in der Region Hiraan in Zentral-Somalia. Durch diverse Maßnahmen setzte sich unsere Bündnisorganisation action medeor mit ihrer Partnerorganisation WARDI für die Nahrungssicherheit in der Region ein.

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Die ländliche Bevölkerung im Beledweyne Distrikt in Hiraan lebt hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Allerdings hat sich die Ernährungssituation der Menschen in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: Anbau und Handel von Lebensmitteln sind aufgrund von gewaltsamen Anschlägen und Überfällen oft unterbrochen. Hinzu kommen extreme Wetterlagen wie Starkregen und auch extreme Dürreperioden, die zu Ernteausfällen und Verringerung der Viehbestände führen. 

Der Konflikt und die Fragilität des Staates haben zu einer fast nicht existenten oder mangelhaften Verfügbarkeit von öffentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sanitärversorgung geführt. Besonders ländliche Gemeinden haben keinen Zugang zu öffentlicher Infrastruktur. Die Wasserversorgung in der Region Hiraan ist eingeschränkt, da Brunnen nicht ausreichend gewartet und Bewässerungssysteme marode sind. Der resultierende Mangel an sicherem Wasser führt häufig zu Durchfallerkrankungen wie Cholera. 

Das inzwischen erfolgreich abgeschlossene Projekt von action medeor und der lokalen Partnerorganisation WARDI hatte das Ziel, den Hunger der Familien zu reduzieren und deren Widerstandsfähigkeit in Notlagen zu verbessern. Das Projekt umfasste eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Nahrungssicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner der zwölf ausgewählten Dörfer nachhaltig verbesserte und somit die Unterernährung besonders von Frauen und Kindern reduzierte. 

Ein besonderer Fokus des Projektes lag auf der Stärkung von Frauen und Mädchen, da diese häufig benachteiligt werden und somit einen schlechteren Zugang zu Bildung und Arbeit haben. Da Frauen traditionell für die Erziehung der Kinder zuständig sind, wirkt sich ihre Situation zudem unmittelbar auf den Gesundheits- und Ernährungszustand ihrer Kinder aus. 

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DR Kongo: Gesundheits- und Hygieneversorgung für Geflüchtete und lokale Bevölkerung

Im Jahr 2015 führte eine innenpolitische Krise in Burundi zum Beginn einer großen Fluchtbewegung in angrenzende Staaten. Vier Jahre später lebten in der DR Kongo bereits mehr als 40.000 burundische Geflüchtete. Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation AFPDE setzt sich unsere Mitgliedsorganisation action medeor für einen besseren Zugang zur Gesundheits- und Hygieneversorgung in der Region Süd-Kivu ein.

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DR Kongo: Gesundheits- und Hygieneversorgung für Geflüchtete und lokale Bevölkerung

Der Osten der DR Kongo und im speziellen die Region Süd-Kivu gehören zu den ärmsten und fragilsten Regionen in der DR Kongo: Die Gesundheits-, Wasser-, und Sanitärversorgung ist prekär. Binnenvertriebene aus anderen Regionen des Landes sowie burundische Geflüchtete belasten zusätzlich die ohnehin schwachen Kapazitäten der lokalen Strukturen in der Region. 

Hohe Belastungen für das Gesundheitssystem 

Die staatlichen Gesundheitsstrukturen in direkter Nachbarschaft zu den beiden Flüchtlingscamps sind durch das erhöhte Patientenaufkommen extrem überlastet. Die marode Gesundheitsinfrastruktur im Land geht mit einer hohen Krankheits- und Sterblichkeitsrate einher. 80% der Bevölkerung Süd-Kivus hat derzeit keinen sicheren Zugang zu medizinischer Versorgung, da es an Materialien, Medikamenten und ausgebildetem Gesundheitspersonal fehlt. Die Folge: Malaria und Unterernährung zählen zu den Hauptursachen für Krankheit und Todesfälle in der Region Süd-Kivu und betreffen vor allem Frauen und Kinder. Hinzu kommen wiederkehrende Epidemien von Cholera und Masern. 

Das Projekt: Gesundheits-, Wasser- und Sanitärversorgung für burundische Geflüchtete, IDPs und lokale Bevölkerung

Das gemeinsame Projekt von action medeor und der lokalen Partneroganisation AFPDE verfolgt das Ziel, eine Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistungen in den Sektoren Gesundheit und WASH für burundische Geflüchtete, IDPs und der Lokalbevölkerung in zwei Gesundheitszonen der Provinz Süd-Kivu, im Osten der Demokratischen Republik Kongo herzustellen. 

Besondere Berücksichtigung finden dabei die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung, Überlebender sexualisierter Gewalt, HIV-Betroffener. Die Aktivitäten sehen vor, lokale Gesundheitseinrichtungen zu erweitern, Personal zu schulen und in ihrem Betrieb zu unterstützen. Zudem werden in den UNHCR Camps Familientoiletten errichtet. In einem breiten Spektrum an Schulungen und Sensibilisierungsveranstaltungen soll Wissen rund um Zusammenhänge von Hygieneverhalten und Gesundheit vermittelt werden. Außerdem werden durch zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Inklusion und Schutz und Betreuung von Menschen, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt wurden, wichtige Querschnittsthemen abgedeckt. 

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Sierra Leone hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt. Das Gesundheitssystem ist durch einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal stark beeinträchtigt. Unsere Bündnisorganisation action medeor setzt sich zusammen mit ihrer Partnerorganisation Caritas Bo mit mehreren Maßnahmen für die Stärkung der Hebammenausbildung ein, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu verbessern.

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gab es 2018 circa 650 Hebammen in Sierra Leone, benötigt würden aber 3.000. Im Projektgebiet im Süden des Landes versorgen nur 65 Hebammen eine Bevölkerung von 894.066 Menschen. 

Das gemeinsame Projekt von action medeor und ihrer Partnerorganisation Caritas Bo zielt darauf ab, die praktische Hebammenausbildung zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, wird unter anderem das Kurrikulum der Hebammenausbildung gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und relevanten Organisationen und Vertretern anderer Hebammenschulen im Land überarbeitet. Zudem werden Hebammen aus ländlichen Gesundheitseinrichtungen zu zertifizierten Praxisanleitenden weitergebildet. 

Neben der Verbesserung der Ausbildung werden im Rahmen des Projektes zwei bestehende Gemeindegesundheitszentren zu Zentren für klinische Hebammenausbildung und qualitativ hochwertige (Notfall-)Geburtshilfe entwickelt. Hierzu werden notwendige Sanierungsarbeiten durchgeführt, insbesondere im Bereich der Entbindungsstation. 

In diesen zwei Zentren für klinische Hebammenausbildung werden regelmäßige Übungseinheiten durchgeführt, um den Transfer von Wissen und Fähigkeiten zu stärken, vor allem im Umgang mit Komplikationen. Zudem werden Verantwortliche des Distrikts in die Überwachung der Praxiseinsätze stärker eingebunden. 

Durchführung von kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung an der Hebammenschule Bo 

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium von Sierra Leone wird ein Weiterbildungsplan für praktizierende Hebammen entwickelt. Für insgesamt 150 Hebammen – hiervon 60 Praxisanleitende – sollen drei Weiterbildungen angeboten werden, in denen sie ihre fachlichen und personalen Kompetenzen ausbauen können. Die Weiterbildungen werden an der Hebammenschule in Bo und im Ausbildungszentrum Gerihun stattfinden, wodurch die Hebammenschule zusätzlich als Weiterbildungszentrum etabliert wird. 

Beschaffung von 60 Hebammentaschen für Praxisanleitende 

Im Rahmen der kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung erhalten die 60 Praxisanleitende Hebammentaschen, die untere anderem mit einem Stethoskop, Blutdruckmessgerät, Beatmungsbeutel, Fieberthermometer sowie einer Erstausstattung Verbrauchsmaterial ausgestattet sind. Diese Materialien sind elementar für eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe. Aus dem Vorprojekt wurden ebenfalls alle graduierten Hebammen mit einer solchen Tasche ausgestattet. 

Vernetzung und Verbesserung von Arbeitsbedingungen 

Neben der Verbesserung der Aus- und Weiterbildung besteht das Ziel des Projektes darin, die Koordination und Vernetzung von Hebammen auf Distrikt- und regionaler Ebene zu verbessern. Hier wird eng mit der sierra-leonischen Hebammenvereinigung zusammengearbeitet. Durch Netzwerke sollen ca. 800 Hebammen besser mit relevanten Informationen versorgt werden und gegenseitige Unterstützung und Beratung erhalten. Außerdem werden sie in die Lage versetzt, auf Grundlage von nationalen Richtlinien und Aktionsplänen ihre Rechte einzufordern. Dadurch sollen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Hebammen in ländlichen Gemeinden verbessert werden. Ihre Integration in den ländlichen Gemeinden soll durch Dialoge mit Vertreterinnen und Vertretern der aufnehmenden Gemeinden gefördert werden. 

Die Partnerorganisation: Caritas Bo 

Caritas Bo ist Mitglied von Caritas International und für die Entwicklungs- und Wohltätigkeitsarbeit der Diözese Bo zuständig. Durch ihre Arbeit in Sierra Leone unterstützt die Caritas Bo die Regierung bei der Bereitstellung von medizinischer Grundversorgung und trägt durch die qualitativ hochwertige Hebammenausbildung zur Senkung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit bei. Durch regelmäßige Schulungen wird der Partner in der Umsetzung des Projektes gestärkt. Gemeinsam haben action medeor und Caritas Bo im Jahr 2017 eine Hebammenschule in Bo gegründet – die erst dritte Schule des Landes. 

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

Die Gesundheitsversorgung in Tansania und Malawi wird bereits seit vielen Jahren von action medeor unterstützt. Für eine ausreichende, effektive und vor allem qualitativ hochwertige Medikamentenversorgung wurden inzwischen insgesamt vier action medeor-Niederlassungen in den beiden Ländern aufgebaut.

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

In Malawi gibt es seit 2015 eine Niederlassung unserer Bündnisorganisation action medeor, die Medikamente und medizinisches Material an Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Apotheken von kirchlichen, öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern sowie Nichtregierungsorganisationen liefert. Die Mehrheit dieser Gesundheitseinrichtungen behandelt die arme Bevölkerung in abgelegenen Regionen kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag. Darüber hinaus bietet das achtköpfige Team von action medeor Malawi rund um Landesdirektorin Susann Held pharmazeutische Fachberatung an, um die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken. action medeor und die Niederlassungen verfügen dabei über jahrelange Erfahrung und Kompetenzen in verschiedenen praxisorientierten Trainings, Workshops und individueller Beratung. 

Anlass für die Gründung der Niederlassung in Malawi waren die guten Erfahrungen aus Tansania. Dort gibt es inzwischen drei Niederlassungen, die unter anderem dafür Sorge tragen, dass auch Menschen in ländlichen Gebieten ausreichend medizinisch versorgt werden können. Neben den Medikamentenlagern in Dar es Salaam und Masasi wurde im März 2018 auch dank der Unterstützung des action medeor-Kooperationspartners Jungheinrich eine Niederlassung in Makambako eröffnet. Der Ort liegt im südlichen Hochland, 650 km von Dar es Salaam entfernt. Von Makambako aus wird der ländliche Südwesten des Landes direkt versorgt. Lokale Partner können nun auch innerhalb eines Arbeitstages beliefert werden. Für action medeor ist es ein weiterer Schritt, um die medizinische Versorgung vor allem in den entlegenen Gebieten Tansanias zu verbessern. 

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Tansania: Fernwartung von Medizingeräten mit live Video und Augmented Reality

Gesundheitsdienstleister in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen können ihre medizintechnischen Geräte häufig aufgrund von mangelndem Know-How oder zu hohen Kosten nur unzureichend warten oder reparieren. Mithilfe einer Fernwartungsapplikation unterstützt unsere Bündnisorganisation action medeor das Krankenhauspersonal in Tansania bei der Wartung, Reparatur und Anwendung der Geräte aus der Ferne.

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Tansania: Fernwartung von Medizingeräten mit live Video und Augmented Reality

Die bloße Verfügbarkeit von medizintechnischen Geräten in Gesundheitseinrichtungen reicht nicht aus, um die Gesundheitsversorgung langfristig zu verbessern. Vielen Gesundheitsdienstleistern in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen mangelt es an geeignetem Know-how für die optimale Nutzung und Wartung von Gesundheitstechnologien. Zudem sind finanzielle Mittel begrenzt. Reparaturen selbst kleiner Defekte an Geräten der Gesundheitstechnologie werden aufgrund der hohen Arbeitskosten und Reisekosten der Servicetechnikerinnen und Techniker unerschwinglich. Gesundheitseinrichtungen in ländlichen Regionen werden aufgrund schlechterer Erreichbarkeit noch weiter benachteiligt, da diese Dienstleistungen fast ausschließlich in der Hauptstadt und den wenigen größeren Städten angeboten werden.

Dieses Projekt unserer Bündnisorganisation action medeor soll daher den Zugang zu verbesserten Servicedienstleistungen für medizintechnische Geräte mithilfe einer Fernwartungsapplikation ermöglichen. Die Nutzung dieser Smartphone-Applikation ermöglicht, dass Geräte- und Anwendungsprobleme direkt an TechnikerInnen von action medeor in Deutschland und Tansania übertragen werden können. In beiden Ländern verfügt action medeor über geschultes Personal. Die Kamera- und Tonübertragung vom Smartphone der Ratsuchenden auf den Laptop des action medeor-Medizintechnikingenieurs ermöglicht eine genaue Beurteilung des vorliegenden Problems mit der Möglichkeit einer direkten Hilfestellung.

Um Krankenhaustechnikerinnen und Anwendern in Tansania in der Wartung, Reparatur und Anwendung ihrer medizintechnischen Geräte auch aus der Ferne unterstützen zu können, erhalten insgesamt 20 Gesundheitseinrichtungen kostenlosen Zugang zu einem Fernwartungstool mit Live Video und Augmented Reality. Sie werden in die Nutzung der Applikation eingewiesen und werden mit kostenlosen Smartphones und dem entsprechenden Datenvolumen ausgestattet. Die Fernwartungsapplikation ermöglicht es augmentierte Anweisungen durch Zeichnen und Platzieren im Kamerafeld des Smartphones zu geben, was die Kommunikation erleichtert. So können sowohl Standardwartungen als auch anspruchsvolle Reparaturen von den Krankenhaustechnikerinnen und Technikern vor Ort durchgeführt werden.

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Äthiopien: Frauenförderung und Ressourcenschutz

In Äthiopien fördert ChildFund gezielt Frauen, um ihre Familien nachhaltig zu stärken. Den Frauen werden Erwerbsalternativen aufgezeigt, so wird die Ernährung ganzer Dörfer gesichert.

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Äthiopien: Frauenförderung und Ressourcenschutz

Leere Augen, ausgemergelte Körper, eingefallene Gesichter: Die Bilder von 1984/85 haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Eine Dürre hatte in Äthiopien die Ernten und Viehherden vernichtet, die folgende Hungersnot traf Millionen Menschen. Zehntausende wurden in Zeltlagern versorgt, bis zu 500.000 starben. Die Welt war erschüttert: Das durfte sich nicht wiederholen. Doch auch 2006 und 2011 wütete am Horn von Afrika der Hunger. Erneut hatten Entwaldung und Erosion Dürren begünstigt. ChildFund setzt sich dafür ein, die natür­lichen Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten und ihnen zu helfen, ihre Existenz auf nachhaltige Weise zu sichern.

Das Projekt setzt dabei auf 4 Schwerpunkte:

  • Existenzsicherung durch nachhaltige Erwerbsalternativen: 600 Frauen lernen, Baumschulen anzulegen, Obstbaum-Setzlinge zu ziehen, Energiesparöfen zu bauen und ihre Produkte zu vermarkten
  • Ressourcen- und Umweltschutz: weniger Abholzung durch Alternativen zum Brennholzverkauf, Verbreitung der Energiesparöfen senkt Holzverbrauch, Aufforstung der Dorfumgebung
  • Frauenförderung und Familienstärkung: die geförderten Frauen erlangen Selbstbewusstsein, übernehmen Verantwortung für ihre Dörfer, verbessern die Ernährung ihrer Familien und schicken ihre Kinder zur Schule
  • Umweltbildung: Aufklärung zu Folgen der Abholzung und Möglichkeiten des nachträglichen Handelns, gemeinsame Baumpflanz-Aktionen in Projektdörfern, Gründung von Umwelt-Clubs an Schulen, diverse Schul-Aktionen und Infotage

Nachhaltige Verbesserungen

In 12 Dörfern hat ChildFund je 50 Frauen, die zuvor Brennholz sammelten und Holzkohle verkauften, in Kooperativen (Spar- und Kleinkreditgruppen) vereint, sie in Grundlagen der Betriebswirtschaft eingeführt und ihnen Erwerbsalternativen ermöglicht, die die Umwelt nicht schädigen und zudem mehr einbringen. Heute legen sie Baumschulen an, ziehen Obstbäume, bauen Energiesparöfen und vermarkten ihre Produkte. Deren Verbreitung schützt Gehölze wie Böden und mildert so die Auswirkungen von Dürren. Dort, wo Mangel- und Unterernährung stark verbreitet sind, können die geförderten Frauen ihre Kinder heute gut ernähren, sie zur Schule schicken und die Lebensqualität ihrer Familien dauerhaft verbessern.

Hintergrund

Über 80 % der etwa 105 Millionen Äthiopier und Äthiopierinnen leben auf dem Land, viele ohne Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Mehr als jede dritte Person gilt als extrem arm, etwa 25 % der Kleinkinder sind unterernährt. Das Land hängt von der Landwirtschaft ab, doch Bevölkerungsdruck und veraltete Techniken bringen diese an ihre Grenzen. Zudem nehmen mit dem Klimawandel auch Dürren zu, deren Folgen durch Entwaldung und Überweidung verstärkt werden. Um Hungersnöte zu verhindern gilt es, auf diese Herausforderungen Antworten zu finden. Wichtig ist dabei die Rolle von Frauen: Sie sind es, die das Überleben ihrer Familien sichern und für alles offen sind, was ihnen diese Aufgabe erleichtert.

Weitere Informationen zu dem Projekt von ChildFund Deutschland in Äthiopien finden Sie hier.

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Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

Weil mit dem Klimawandel auch die Häufigkeit von Dürren zunimmt, ist Ernährungssicherheit für Länder wie Äthiopien zur Überlebensfrage geworden. Im Distrikt Soddo unterstützt ChildFund 1.080 Familien aus 9 Dörfern dabei, ihre Ernten zu verbessern, ihre Umwelt zu bewahren und sich alternative Einkommenswege zu erschließen. So wird letztlich auch ihre Klimaresistenz erhöht – und das bedeutet: mehr Schutz vor Armut und Hunger.

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Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

Immer wieder zwingen schwere Dürren in Äthiopien Bauern und Hirten dazu, ihre Existenz aufzugeben und in Hilfe in Flüchtlingscamps suchen, wo ein Leben in Armut und Abhängigkeit auf sie wartet. Doch warum kommt es eigentlich dazu – gerade in einem stabilen, aufstrebenden Land wie Äthiopien? Das Hauptproblem: Einer wachsenden, vor allem bäuerlichen Bevölkerung steht eine veraltete Landwirtschaft gegenüber. Intensive Nutzung, Entwaldung und Überweidung schädigen die Böden, machen sie anfällig für Dürren und lassen die Erträge weiter sinken. Während so für immer mehr Menschen die natürlichen Lebensgrundlagen wegbrechen, gibt es zugleich keine Alternativen zur Feldarbeit, die sie ernähren könnten.

Das Engagement von ChildFund

Im Distrikt Soddo südlich von Addis Abeba unterstützt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. 500 Familien aus 5 Dörfern dabei, Armut zu überwinden und ihre Dürreresistenz zu erhöhen. Die Menschen dort lernen, wie sie ihre Felderträge mit neuem Saatgut, Dünger und effizienten Anbautechniken steigern können. Zugleich tragen Aufklärung, Aufforstung sowie Bau und Vertrieb von holzsparenden Öfen zur Regeneration von natürlichen Ressourcen bei. Um Ernährung und Einkommen weiter zu stärken, werden Viehzucht, Imkerei und der Anbau von Obst und Gemüse gefördert. Über dörfliche Spar- und Kleinkreditgruppen können auch andere Geschäftsideen realisiert werden, die weniger krisenanfällig sind als die Landwirtschaft.

Die Schwerpunkte des Engagements:

  • Effiziente Landwirtschaft: Neues Saatgut und bessere Anbau-, Bewässerungs- und Düngetechniken helfen, die Felderträge zu steigern und deren Dürreanfälligkeit zu senken.
  • Diversifizierung: Durch die Förderung von Viehzucht, Imkerei, Obst- und Gemüseanbau werden Ernährung und Einkommen verbessert; die Abhängigkeit vom Getreide sinkt.
  • Alternatives Einkommen: Spargruppen ermöglichen den Menschen, kleine Kredite aufzunehmen und sich z.B. eine Tierzucht aufzubauen oder eine Geschäftsidee zu verwirklichen.
  • Natürliche Lebensgrundlagen: Umweltaufklärung, Aufforstung, Schonung der Holzbestände durch Bau und Vertrieb von Energiesparöfen, Regeneration der Böden (Erosionsschutz).

Die Arbeit von ChildFund in Äthiopien kommt am Ende vor allem den Kindern zugute und sichert ihre Zu­kunfts­chan­­cen: Sie haben stets genug zu essen und müssen nicht mit ihrer Arbeit zum Überleben ihrer Familien beitragen. Das bedeutet mehr Zeit zum Lernen und bessere Bildungschancen. Es fehlt nicht mehr an Geld, um sie zum Arzt zu schicken oder für die Schule auszustatten. Und sie lernen früh, dass Umwelt, Ernährung und Einkommen zusammenhängen – und dass man für sich selbst und für die Gemeinschaft Verantwortung übernehmen muss, wenn man etwas erreichen will.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

In Sambia schafft Childfund Deutschland für rund 1.500 Kinder ein Lernumfeld, von dem nicht nur sie selbst, sondern später auch ihre Fami­lien und Gemeinschaften profitieren.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School („kinderfreundliche Schule“​​​​​​​​​​​​​​) verbessert unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Nachhaltige Verbesserungen

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Hintergrund

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: „Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert“, sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. „Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser.“

Weitere Informationen zu dem Projekt von ChildFund Deutschland in Sambia finden Sie hier.

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Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

CARE und die kenianischen Ayierea Inititiative schenken Kindern im Korogocho-Slum Zukunftsperspektiven.

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_©2018 Thienken/CARE

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

In der 14-Millionen-Metropole Nairobi gibt es riesige Slums, in denen katastrophale Lebensbedingungen vorherrschen. Besonders herausfordernd ist das Leben und Überleben in Korogocho, dem Slum, der sich um die größte Müllkippe von Nairobi herum gebildet hat. 150.000 Menschen leben hier in Wellblechhütten auf engstem Raum zusammen. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Korogocho ist nach Kibera und Mathare der drittgrößte Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder und Jugendliche suchen täglich auf der Müllhalde nach Essen und Verwertbarem. Sie atmen dabei giftige, gesundheitsschädigende Mülldämpfe ein. Viele sind unterernährt und krank. Zudem sind sieauf der Müllkippe vielfach Gewalt ausgesetzt. Oft haben sie keine Eltern mehr und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Jedes dritte Kind in Korogocho geht nicht zur Schule.

Diese Kinder brauchen Unterstützung

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und der späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Kindern und Jugendlichen im Slum von Korogocho-Gomongo.  Erreicht werden soll dies mit Hilfe des Fußballs. Die Grundidee ist, dass Kinder und Jugendliche durch Sport wertvolle soziale Verhaltensweisen spielend erlernen und einüben. Ihre Leistungsbereitschaft wird geweckt und sie entwickeln soziale Beziehungen. Leadership, Teamwork und kritisches Denken werden gefördert. Zurzeit erreicht das Projekt ca. 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Ein Drittel nimmt zudem am Bildungsprogramm und an den Aktivitäten im Kinder- und Jugendbildungszentrum teil. Das Projekt unserer Bündnisorganisation CARE soll schrittweise auf den gesamten Slum ausgedehnt werden. Schon heute wirkt es als Vorbild für ähnliche Vorhaben anderer lokaler Organisationen.

Unter anderem wurde die Sanierung des Fußballplatzes, der Bau von drei Primarschulen und eine Evaluierung des Gesamtvorhabens mit Unterstützung des BMZ und der Ayiera Initiative umgesetzt. Das Projekt hat sich sehr vielversprechendentwickelt. Das Kinder- und Jugendzentrum ist ein Vorzeigeprojekt im Korogocho Slum und der Stolz seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Sambia gehört zu den Ländern des afrikanischen Kontinents, in denen sich die Lebensbedingungen in den letzten Jahren im Durchschnitt verbessert haben. Dennoch ist die Zahl der Mangelernährung bei Kleinkindern und bei Müttern besonders in ländlichen Regionen noch immer sehr hoch.

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_©CARE

Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Ziel des Projekts unserer Bündnisorganisation CARE ist es der Mangelernährung durch den Anbau neuer Gemüse-, Obst- und Getreidesorten entgegenzuwirken. Wichtig ist auch die Aufklärung über die schonende Zubereitung von Speisen, bei der Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Ohne Bildung keine Gesundheit

In enger Zusammenarbeit mit dem „Program Against Malnutrition“ (PAM)  der sambischen Regierung und den zuständigen Ministerien, schult CARE staatliche Gesundheitshelfer und -helferinnen sowie Freiwillige in den Gemeinden. Sie lernen die Vermittlung gesunder Ernährungspraktiken und von Hygienemaßnahmen, um anschließend Beratungen sowie Sensibilisierungskampagnen durchzuführen. Darüber hinaus erhalten Gemeinden gezielte Trainings zu klimagerechter Landwirtschaft, zu auf die neuen klimatischen Verhältnisse angepassten Anbaumethoden, effektiven Bewässerungssystemen, Viehzucht, Nahrungsverarbeitung sowie abwechslungsreicher Ernährung.

Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen werden in den Gemeinden Ernährungskomitees gegründet. Um die Umstellung auf neue Sorten zu erleichtern wird Nutzvieh (Ziegen, Hühner) und Saatgut für Obstbäume (Mango, Guave, Pawpaw, Mexikanischer Apfel, Avocado, Orangen) verteilt. Außerdem wird die Reparatur von neun Bohrlöchern und die Ausbildung von Verantwortlichen aus den Zielgemeinden zu deren Instandhaltung der Wasserlöcher umgesetzt. Weiterhin werden Workshops zur Trocknung und Konservierung von Lebensmitteln für die Trockenzeit sowie zum Anlegen und Bewirtschaften von Gemüsegärten durchgeführt.

Weitere CARE-Projekte in Sambia finden Sie hier.

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Uganda: Schulen in Kampala

Der Zugang zu Bildung stellt für viele Kinder in Uganda die einzige Möglichkeit dar, sich aus der Armut zu befreien. In Kampala unterstützt daher unsere Mitgliedsorganistation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care den Bau und Ausbau von Schulen und trägt so schon seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lernsituation bei.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Schulen in Kampala

Kasubi Schule in Kampala

Der Stadtteil Kasubi ist ein sozialer Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Armut, katastrophale Straßenverhältnisse und viele Menschen, die keine Perspektive haben. Sie leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten oder dem Verkauf der eigenen Ernte. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt. Die Wohnverhältnisse der Familien sind oft erschreckend, so drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar.

Krankheiten wie Malaria, Durchfall, TBC oder AIDS und die unzureichende medizinische Versorgung führen zu einer niedrigen Lebenserwartung. Viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und sie damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care erwarb damals ein Grundstück von 10.000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder. Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das lokale KHW-Landesbüro und eine Kirche.

Die Naomi Froese Schule

1998 wurde die spätere Naomi Froese Schule in dem ärmlichen Stadtteil Wabigalo gegründet. Einfache Holzverschläge als Behausungen, enge Straßen und Abfälle an jeder Ecke prägen das Bild in dem riesigen Slum-Viertel. Schnell gewann die Schule an Bedeutung und hatte bald über 300 Schüler, doch die besondere Problematik dieses Stadtteils machte die Arbeit immer schwerer. Die Lehr- und Lernbedingungen in kleinen Klassenräumen und die Gefahr von Seuchen stellten eine unhaltbare Situation dar. Doch der gute Teamgeist und die Einsatzfreude der Lehrer motivierten zur Weiterarbeit. Durch persönliches Engagement einer deutschen Familie konnte der Grundstock für eine neue Schule gelegt werden. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat sich dieses Projektes für die Kinder Ugandas angenommen und ein großes Grundstück im Stadtteil Murchison Bay erworben. Der Unterricht läuft nun schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schulgebäuden und hat so zu einer echten Veränderung der Lern- und Lehrsituation beigetragen.

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Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bekommen und sich damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung befreien können. In Uganda setzt sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care in dem Dorf Mawanga für den Ausbau von Klassenzimmern ein.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Grund- und Hauptschule in Mawanga

In dem Mittelpunktdorf Mawanga, Iganga Distrikt im Osten von Uganda, leben 5.000 Menschen. Zuzüglich des gesamten Einzugsbereichs von weiteren sechs Dörfern steigt die Zahl auf 20.000. Die Familien betreiben größtenteils Subsistenzwirtschaft. Bei normalem Niederschlag gibt es genügend Nahrungsmittel für die Bewohner. Allerdings sind die finanziellen Mittel je nach Ernteerträgen recht unterschiedlich und teilweise erschreckend niedrig. Viele Familien müssen mit umgerechnet 10 EUR im Monat auskommen. Die Kinder müssen auf den Feldern mithelfen. Den Familien fehlt das Geld für die Bezahlung der Schulgebühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nach Kasaala zur nächstgelegenen Schule in der Regenzeit kaum passierbar und besonders für Kinder sehr gefährlich ist.

In einer Eigeninitiative haben Eltern, Lehrer und Kinder im Jahr 1986 im Dorf Mawanga eine Schule gegründet. Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren werden hier von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet. In einer Selbsthilfe-Aktion wurden zehn Klassenräume aufgebaut. Allerdings waren dies überwiegend einfache Lehmhäuser mit Grasabdeckung. Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden waren katastrophal. Mit einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten neue Räumlichkeiten entstehen. Durch ansteigende Schülerzahlen leidet der Unterricht immer wieder unter der räumlichen Enge. So wurden inzwischen wieder einige der alten Klassenräume als Übergangslösung provisorisch hergerichtet. Für den Dauerbetrieb sind sie jedoch nicht geeignet. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care engagiert sich für den Ausbau der Schule mit der Entstehung neuer, zusätzlicher Klassenräume.

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Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Mit dem AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche Projekte rund um das Thema Beratung und Aufklärung in Bezug auf HIV/AIDS. Besonders Frauen bekommen die Möglichkeit, trotz ihrer Erkrankung eine Ausbildung zu machen und schöpfen somit neue Hoffnung.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Das Tumaini AIDS Prevention Program (t.a.p.p.)

Tumaini bedeutet Hoffnung. Die hat für viele der 40 Millionen Menschen im ostafrikanischen Uganda eine wichtige Bedeutung, denn rund 2,6 Millionen (Weltbank, 2016) von ihnen sind betroffen vom Immunschwäche-Virus HIV/AIDS, der bis heute nicht heilbar ist. Viele Infizierte haben große Angst vor der Zukunft. Fragen über die Zukunft der Kinder und den Tod begleiten sie täglich. Unter dem Namen t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche HIV/AIDS-Projekte in Uganda. Hier finden die Betroffenen Lebenshilfe in Form von Beratung, Zuwendung und Aufklärung. Die bereits schwierige Arbeitssituation in Uganda wird durch eine HIV/AIDS-Erkrankung enorm verstärkt. Aus diesem Grund hilft t.a.p.p. den Betroffenen, eigene Verdienst- und Sparmöglichkeiten zu schaffen.

Ausbildung schenkt Zukunft

„Ich bin dankbar, dass ich trotz meiner Krankheit wieder neuen Lebensmut habe. Es macht mich stolz, dass ich dank t.a.p.p. einen Beruf erlernen durfte“, freut sich die 22-jährige Esther, die in der t.a.p.p. Tailoring School in Mutungo, Uganda ihre Ausbildung zur Näherin absolviert und letztes Jahr ihr Diplom erhalten hat. In einem zweijährigen Trainingsprogramm lernen HIV-infizierte Jugendliche hier das Schneiderhandwerk.

Aktuell gibt es zwei Näh-Klassen, die jeweils 25 Azubis aufnehmen können und eine Klasse, die im Bereich des Schusterhandwerks ausgebildet wird. Darüber hinaus ist zukünftig eine mögliche Berufsausbildung zum Friseur geplant. „Ich freue mich über jeden, der an meinem Stand stehenbleibt“, erzählt Esther. Vor dem kleinen Laden ihrer Schwester hat sie jetzt ihr eigenes Geschäft eröffnet. Sie ist sehr fleißig und hat stets geöffnet – nur in den Ferien fährt sie in ihr Dorf zurück, um bei der Ernte zu helfen und zusätzlich Geld zu verdienen. Bis jetzt läuft in ihrer kleinen Schneiderei alles gut, am liebsten näht sie Damenkleidung. „Es wäre toll, wenn ich noch mehr Stoffe für meine Auslage kaufen könnte, um meine kleine Näherei noch weiter auszubauen.“ Die Ausbildung hat Esthers Leben trotz ihrer HIV/AIDS-Erkrankung neue Hoffnung geschenkt. Sie ist stolz, dass sie mit dem erlangten Wissen und ihrer eigenen Nähmaschine nun ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

An über 40 Stellen in Uganda bekommen infizierte Frauen die Möglichkeit, sich durch die Herstellung von Papierschmuck, Kleidung, Geldbörsen, Taschen und weiteren Handarbeiten ein Einkommen zu schaffen, das mehr für sie bedeutet, als nur eine Einnahmequelle. Die wertvolle Gemeinschaft, in der sie zweimal wöchentlich zusammentreffen, die sinnvolle Beschäftigung, die ihnen Anerkennung und Wertschätzung verleiht und die wichtige Bedeutung, selbst zu einer Veränderung ihrer eigenen Situation beitragen zu können, machen Mut und schenken Hoffnung.

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Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

Im Flüchtlingscamp Palorinya im Norden Ugandas leben rund 120.000 Geflüchtete aus dem Südsudan, viele davon sind Kinder und Jugendliche. Um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Integration zu erleichtern, unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care Parolinya unter anderem mit dem Bau einer Sekundarschule und eines Internats.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

In Uganda leben über 850.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Nach tagelangen Fußmärschen durch gefährliche und unsichere Regionen erreichen sie das Nachbarland. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan 2013 aus dem jüngsten Land der Welt in die Nachbarländer geflohen sind. Ugandas Flüchtlingspolitik ist besonders. Die Geflüchteten leben in dorfähnlichen Strukturen und haben die Möglichkeit, sich eine Arbeit zu suchen. Jedem wird ein Stück Land zugeordnet, auf dem eine Hütte gebaut und der Boden kultiviert werden kann. Sie sind eingeladen zu bleiben, für immer. Auberginen, Tomaten und anderes Gemüse werden von den Familien auf dem eigenen Grundstück angebaut. Trotz dieser Besonderheiten und Hilfen stehen die Geflüchteten vor großen Herausforderungen. Die gesundheitliche Versorgung und Schulbildung ist nur begrenzt vorhanden und die selbst angebauten Lebensmittel zur Ernährung der Familien reichen nicht aus.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingscamp Palorinya in Norduganda. Dort leben über 120.000 Geflüchtete, 87 % davon sind Frauen, Kinder oder Ältere. Im Rahmen des Projekts wurde durch den Bau einer Sekundarschule die Bildungssituation für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan verbessert. Die Kinder erhalten Unterricht nach Vorgaben des Bildungsministeriums und damit eine Chance auf eine positive und erfolgreiche Zukunft.

Die Versorgung der SchülerInnen mit einer Mahlzeit während der Schulzeit sichert die Ernährung der Kinder. Lernen funktioniert nur, wenn der Hunger gestillt ist. Zudem führen Mangel- und Unterernährung zu einem geschwächten Immunsystem, geringer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen. Mit dem Projekt stellt das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend ernährt und die Familien entlastet werden. Da es im weitläufigen Flüchtlingscamp an weiterführenden Schulen mangelt, können viele Kinder und Jugendliche die Schule aufgrund der Entfernung nicht besuchen. Ein Internatsgebäude beherbergt und versorgt zukünftig einige der Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsmonate. Auch ein Fußballfeld für die Fußballbegeisterten unter ihnen wird neu hinzukommen. Um eine gute Integration der Flüchtlingskinder in ihrem Lebensumfeld in Uganda zu erreichen, bestehen die Schulklassen aus 80 % Flüchtlings- und 20 % einheimischen Kindern. Durch den Bau der Schule und den regelmäßigen Schulunterricht erhalten die traumatisierten Kindern eine stabile Bildungssituation, ein sicheres Umfeld und eine Rückkehr in den Schulalltag.

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Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care unterstützt mit lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in ländlichen Regionen Ugandas, um die dort völlig unzureichende medizinische Versorgung zu verbessern. So können Krankheiten behandelt und Geburten betreut werden sowie Impfungen und Hygieneschulungen durchgeführt werden.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sind die weitverbreitetsten Krankheiten und die Haupttodesursachen in Uganda. Trotz Verbesserungen in der Lebenserwartung, in der Kindersterblichkeitsrate und in der Müttersterblichkeit steht das Gesundheitssystem vor Herausforderungen. So sind nicht überall ausreichend Krankenstationen vorhanden oder ihre Kapazitäten reichen nicht für die Anzahl an Menschen aus. Eingeschränkter Zugang zu Operationen, bestimmten Therapien und Medikamenten machen behandelbare Krankheiten lebensgefährlich. Das ugandische Gesundheitssystem ist wie eine Pyramide aufgebaut und gliedert sich in verschiedene Stufen. Je nach Schwere der Erkrankung wird ein Patient jeweils an die nächste Stufe überwiesen. An der Spitze stehen zwei nationale Krankenhäuser.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt mit ihren lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in Uganda und trägt damit zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Sie gehören alle der Kategorie II oder III an und sind daher für eine grundlegende Basisversorgung zuständig. Die meisten dieser Stationen liegen in ländlichen Regionen, wo die medizinische Versorgung sehr gering ist. In den Krankenstationen werden verschiedene Tests und Behandlungen durchgeführt, Patienten können über Nacht beherbergt und Medikamente fachgerecht aufbewahrt und verabreicht werden. Hebammen und Geburtsräume ermöglichen eine sichere Geburt, Vor- und Nachsorge. Regelmäßige Impfkampagnen erhöhen den Schutz vor Krankheiten, wie Masern, Polio, Diphtherie oder Hepatitis B. Kostenfreie Kondome sollen vor Krankheiten wie HIV/AIDS und ungewollten Schwangerschaften schützen. Von den Krankenstationen organisierte Hygieneschulungen in den umliegenden Dörfern und Stadtteilen zeigen ihre Wirkung. Durchfallerkrankungen kann vorgebeugt und der allgemeine Gesundheitszustand erhöht werden.

Häufig sind die Krankenstationen eng mit den Schulen des Kinderhilfswerks Global-Care verbunden, wodurch die Schülerinnen und Schüler medizinisch versorgt werden können. Der enge Kontakt reduziert zudem Ängste der Kinder und Jugendlichen, sich bei Beschwerden untersuchen zu lassen. Ein neues Labor und Fortbildungen zum Einsatz von Ultraschallgeräten verbessern das Erkennen und Behandeln von Erkrankungen.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global-Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

 

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

Unsere Mitgliedsorganisation DON BOSCO MONDO gibt Straßenkindern in Nairobi ein sicheres Zuhause und sorgt so für ihr leibliches und seelisches Wohl.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

 

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, Betteln und Stehlen durch, sind meist unterernährt, leiden an Krankheiten oder sind drogenabhängig. Einige von ihnen sind AIDS-Waisen. Andere Straßenkinder haben zwar Familie, sind aber vor Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung weggelaufen. Staatliche Hilfe für Straßenkinder gibt es kaum. Deshalb schließen sich die Kinder in Gangs zusammen, um zu überleben. Für viele ein Einstieg in Kriminalität und Drogenkonsum.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Hilfe für Straßenkinder ein Schwerpunkt der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos in Nairobi. Seit 1990 setzen sie sich für Straßenkinder ein und gründeten das „Bosco Boys“-Zentrum in Nairobi. Das Herzstück von Bosco Boys bildet ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. Die Jungen werden dort rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut, finden hier ein neues Zuhause, werden verpflegt, medizi­nisch versorgt und nehmen an Freizeit- und Bildungsangeboten teil. Auf dem gleichen Gelände gibt es eine Grundschule und zwei Ausbildungswerkstätten für Metall- und Holzverarbeitung. Vor allem Schulabbrecher erhalten durch die Ausbildung die Chance, später eigenes Geld zu verdienen.

Auch Kinder aus den benachbarten Slums können am Unterricht in der Grundschule teilnehmen. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen die Kinder und Jugendlichen, damit sie ein selbstbestimmtes und würde­volles Leben führen können – ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos. Zudem werden auch Stipendien für weiterführende Schulen und Universitäten vergeben.

Auf unserer Reise nach Kenia besuchten wir das Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town in Nairobi, in dem Jugendliche im Alter von 18-22 Jahre in einer 2-jährigen Ausbildung in Metall- und Holzverarbeitung, als Techniker oder als Schneider ausgebildet werden.

 

PROJEKTZIELE

  • Straßenkindern ein Zuhause geben, Verpflegung und medizinische Versorgung, Schulbildung
  • Perspektiven schaffen durch Ausbildungsplätze im Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Bis zu 300 Kinder können die Schule besuchen und werden von den Don Bosco Mitarbeitern betreut. Rund 60 Jungen sind in der Einrichtung untergebracht. Viele von ihnen finden später eine Arbeit, einige sogar als Sozialarbeiter in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos.

Manche der Jugendlichen studieren später und übernehmen verantwortungsvolle Posten in der lokalen Politik.

 

 

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

In Kenias Hauptstadt Nairobi kümmert sich unsere Mitgliedsorganisation ISLAMIC RELIEF DEUTSCHLAND um Waisenkinder, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

 

In den benachteiligten Regionen des Landes und den sogenannten „Slums“ der Hauptstadt Nairobi haben zahlreiche Kinder ein oder beide Elternteile verloren. Sie wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, weil sich das zurückbleibende Elternteil allein um die Finanzierung der gesamten Familie kümmern muss oder Großeltern oder andere Verwandte die Kinder aufnehmen und versorgen. Islamic Relief ist seit 1993 in Kenia aktiv, um diese Waisenkinder zu unterstützen.

Mit einer 1:1-Patenschaft wird ein einzelnes Waisenkind mit einem festen monatlichen Beitrag unterstützt. Dieser Betrag ermöglicht es, das Kind mit Lebensmitteln, Unterkunft, medizinischer Betreuung und emotionalem Beistand zu versorgen. Die Hilfe, die dem Waisenkind gegeben wird, kommt auch seiner Familie zugute. Mit der Patenschaft wird die körperliche und mentale Gesundheit des Kindes verbessert, ihm wird eine Unterkunft und Schulbildung ermöglicht und die Chancen für sein zukünftiges Leben verbessert.

Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist der Waisenfonds. Die Spenden dieses Fonds verwendet Islamic Relief für Projekte, die bedürftigen Waisen, ihren Familien und Gemeinden zugutekommen. Es sind Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Einkommenssicherung und Verbesserung des sozialen Umfelds.

 

PROJEKTZIELE

  • Versorgen der Waisenkinder mit Essen, Unterkunft und Schulbildung
  • Unterstützung der Familien der Waisenkinder bei ihren eigenen Mikroprojekten zur Einkommenssicherung

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Islamic Relief arbeitet seit 1993 mit Waisenkindern in Kenia. Heute werden über 2.800 Waisenkinder durch eine 1:1 Patenschaft oder durch den Waisenfonds unterstützt.

 

 

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St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

Im St. John's Gemeinwesenentwicklungsprojekt in Kenias Hauptstadt Nairobi setzt sich unserer Bündnisorganisation KINDERNOTHILFE für den Schutz und die Stärkung von Kinder- und Frauenrechten ein und sorgt dafür, daß Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung und Gesundheit erhalten.

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_©Kirsten Milhahn // Kindernothilfe

St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

 

Das ST. JOHN’S GEMEINWESENENTWICKLUNGSPROJEKT ist im Projektgebiet Pumwani in Kenias Hauptstadt Nairobi angesiedelt und umfasst sechs Slums. Seit 2005 setzt sich die KINDERNOTHILFE gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation vor Ort, dem St. John’s Community Centre, für die Menschen in Pumwani ein. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Stärkung von Kinderrechten sowie Frauenrechten. Hier wird u.a. durch Kinderclubs, in denen sich Mädchen und Jungen regelmäßig treffen um ihre Themen zu besprechen und Aktionen zu planen, ein größeres Bewusstsein für die Kinderrechte in der Projektregion verbreitet. Ein Kinderparlament setzt sich zudem an Schulen für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein. Die Kindergremien sind ein Sprachrohr bei wichtigen Entscheidungen und bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler von der Schulleitung in wichtige Entscheidungen einbezogen werden.

Das Projekt bietet verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche. Dabei soll vor allem sichergestellt werden, dass sie die Schule besuchen und altersgerecht gefördert werden. Auch Workshops zur Berufswahl und Talentförderung gehören dazu, sowie eine informelle Bildungseinrichtung, in der sich Jungen und Mädchen auf die jährliche Abschlussprüfung vorbereiten können, die nicht in die Regelschulen integriert werden können.

Ein dritter Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Unterstützung von Eltern und Pflegeeltern durch Fortbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Sorgen und Problemen sowie Aufklärungsarbeit in Eltern-Workshops. Zuletzt wird über die Bildung von Selbsthilfegruppen die Hilfe und Unterstützung der Slumbewohner untereinander gestärkt, z.B. durch Frauenselbsthilfegruppen um sich gegenseitig bei dem Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz zu unterstützen.

PROJEKTZIELE

Das Projekt hat insgesamt vier konkrete Projektziele:

  • Schutz und Stärkung der Kinderrechte
  • Zugang der Kinder und Jugendlichen zu Bildung und Gesundheit
  • Aufklärung und Stärkung von Familien
  • Aufbau von Perspektiven z.B. über Selbsthilfegruppen und Workshops

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Insgesamt haben 1554 Waisen- oder Halbwaisen sowie 1339 weitere Jugendliche an den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts teilgenommen, vor allem durch den Zugang zu Schulbildung und der Hilfe bei den Hausaufgaben. Das zahlte sich aus, 22 Schülerinnen und Schüler legten 2017 exzellente Abschlussprüfungen ab; einige von ihnen erhielten sogar ein Stipendium für die weiterführenden Schulen. 196 Schülerinnen und Schüler erhielten einen Platz an der informellen Bildungseinrichtung des Projekts.

Für den Schutz der Kinderrechte wurde 2017 durch eine Gruppe von Repräsentantinnen verschiedener Selbsthilfegruppen (CLA) in einem Workshop über die negativen Auswirkungen zum Konsum von Kath, einer viel genutzten pflanzlichen Droge in Kenia, aufgeklärt und betroffene Eltern über ihre Pflichten in der Kindesfürsorge hingewiesen. Eine weitere CLA intervenierte bei Fällen von Gewalt gegen Frauen und Kinder und beriet die Betroffenen zu umfassenden Hilfsangeboten. Eine dritte Gruppe brachte Jungen, die sich die Zeit auf der Straße vertrieben, mit den bestehenden Fußballteams in Verbindung, sodass sie nun regelmäßig am Training teilnehmen und gemeinsam Turniere bestreiten.

Auch die Kinderclubs haben 2017 wieder dazu beigetragen, das Bewusstsein für Kinderrechte in der Projektregion zu verbreiten und es wurden drei neue Kinderclubs ins Leben gerufen. Schließlich haben auch verschiedene Maßnahmen für Eltern zum Wohl der Kinder beigetragen: 2017 haben 80 Erwachsene an den Eltern-Workshops teilgenommen und es wurden drei Unterstützungsgruppen für den nachfolgenden Austausch gebildet. Dank der Selbsthilfegruppen konnten positive Ergebnisse erzielt werden, z. B. in der Selbsthilfegruppe „Frauen mit Visionen“, die gemeinsam spart und das Geld aus Kleinkrediten vielseitig einsetzt: u.a. um Schulgelder zu bezahlen, ein Stück Land zur Bewirtschaftung zu kaufen oder eine Kuh für die Milchproduktion anzuschaffen, um somit eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

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Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasser ist die Quelle des Lebens, doch in ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar leider auch Quelle von Krankheit und Tod. Damit das nicht so bleibt, baut unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Sanitär- und Trinkwasseranlagen und klärt über Verunreinigungen im Wasser auf.

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_©Helvetas

Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasserquellen sind oft verunreinigt

In den ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar erhalten viele Familien ihr Wasser aus einem nahegelegenen Fluss oder anderen natürlichen Quellen. Das Wasser ist jedoch häufig verunreinigt, da nahezu alle Bewohnerinnen und Bewohner ihr Bedürfnis aufgrund fehlender Toiletten im Freien verrichten und so Keime ins Wasser gelangen. Kaum ein Haushalt verfügt über Toiletten oder Waschräume. Das verunreinigte Wasser führt zu Krankheiten und einer hohen Kindersterblichkeit. Außerdem können die kranken Menschen gar nicht oder nur eingeschränkt arbeiten und somit nicht zum Familieneinkommen beitragen. Die Folge ist, dass viele Familien in Armut leben müssen.

Gefiltertes Trinkwasser und Strom für die Gesundheitsstation

Um diese missliche Lage zu verbessern, trägt HELVETAS mit seiner lokalen Partnerorganisation SANTATRA zu besseren Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gemeinden bei. In den nordmadagassischen Dörfern Ambohitrandriana, Maevatanana und Anjiabory reparieren sie zusammen mit den Dorfbewohnern die mangelhafte Infrastruktur von zwei Gesundheitsstationen und drei Grundschulen. Mit fachgerechten Chlorfiltern wird zudem in Zukunft Trinkwasser aus allen installierten Wasserhähnen kommen. Zudem wird die Gesundheitsstation in Ambohitrandriana mit Strom ausgestattet, sodass diese nun auch in der Nacht beleuchtet und Medikamente angemessen gekühlt werden können.

Ausbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung zum Umgang mit Hygiene

Damit aber nicht nur die Gesundheitsstationen und Grundschulen Zugang zu Hygieneinfrastruktur erhalten, werden zudem Freiwillige ermutigt, eine Maurerausbildung zu erhalten, um so genannte mourabas – Latrinen auf Dorfebene aus natürlichen Materialien – mit den Familien zu bauen. Denn das Projekt wäre wenig nachhaltig, wenn nicht alle Dorfbewohner auch außerhalb des Schulalltages oder eines Besuches der Gesundheitsstationen Latrinen nutzen würden. Außerdem werden die grundsätzlichen Hygiene-Botschaften in das Schulkurrikulum mit aufgenommen, welche dann von den Schülern Zuhause weitergeben werden.

Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass auch Frauen und Mütter hierüber informiert werden, da sie primär die Haushalte organisieren, sich um die Kinder kümmern, diese waschen und das Essen für die Familien kochen. Die Lehrpersonen und das medizinische Personal werden ebenfalls aktiv dazu angeregt, die WASH-Botschaften zu verbreiten und vorbildlich anzuwenden. Sie sind Vorbildfunktionen und somit wichtige Multiplikatoren für ein erfolgreiches Projekt. Überdies werden Partnerschaften (Public Private Partnerships) mit privaten Investoren eingegangen, die für finanzielle und technische Wartungen der Sanitäranlagen aufkommen. Sie werden auch nach Projektende weiterhin für die Instandhaltung verantwortlich sein.

Wasser ist Quelle des Lebens. Zugang zu sauberen Trinkwasser und einer adäquaten Hygiene wird den Menschen dazu verhelfen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und somit auf Dauer ihre ökonomischen Bedingungen zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu verringern.

Finanziert wird das Projekt durch die W.P. Schmitz-Stiftungen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Dieses Projekt wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Mehr Informationen zu unserer Mitgliedsorganisation Helvetas finden Sie hier.

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Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Die daraus resultierende Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen – insbesondere für Frauen und Mädchen.

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_© Peter Catons Mac/CARE

Malawi: Hilfe, wenn die Ernten knapp werden

Malawi gehört zu den Ländern der Welt, deren Bewohnerinnen und Bewohner besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten, vornehmlich Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, leiden unter Mangelernährung und Hunger. In ganz Malawi zerstören Extremwetter wie Dürren oder Überschwemmungen fruchtbares Ackerland. Phänomene wie El Nino verschärfen die ohnehin schon angespannte Lage.

Besonders Frauen und Mädchen betroffen

Nahrungsmittelknappheit und einseitige Ernährung haben dramatische Folgen speziell für die Entwicklung von Babys und Kleinkindern. Nicht selten beginnt die Mangelernährung schon im Mutterleib. Entwicklungsverzögerungen und -störungen sind die Folgen. Hauptursache sind extremwetterbedingten Ernteausfälle und eine einseitige Ernährung mit Mais. Traditionelle Geschlechterrollen, die Frauen und Kinder bei der Verteilung von Nahrung benachteiligt, vertiefen die ohnehin schon dramatische Lage.  Denn Frauen und Mädchen essen oft als letzte oder gehen leer aus, wenn nicht genügend zu essen da ist.

Langfristig die Erträge der Kleinbauern sichern

Eine Region, in der Bewohner besonders von Hunger betroffen sind, ist der 100 km von der Landeshauptstadt Lilongwe entfernte Distrikt Salima im Zentrum Malawis. Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. stattet hier rund 200 Gemeinden mit Nutztieren aus, um Familien dazu zu ermächtigen ihre Ernährung selbstständig und nachhaltig zu verbessern. Zudem verteilt CARE Saatgut und Düngemittel und führt Trainings zu neuen und verbesserten Anbaumethoden durch. Damit sollen langfristig die Erträge der Kleinbauern gesichert werden. CARE saniert und modernisiert auch die Bewässerungssysteme, damit das angebaute Getreide die Dürren besser überstehen kann. Die Menschen lernen, sich besser auf zukünftige Dürren vorzubereiten. Vielen Familien gelingt es, ihre Ernte durch Mulchen zu retten. Dabei werden organische Materialien auf die Felder gestreut, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Außerdem pflanzen die Menschen schattenspendende Bäume an und bewässern ihre Felder. Oft sind es Frauen, die dies vorantreiben und eine Abkehr von den jahrzehntealten Traditionen befürworten. Es ist ein schrittweiser Prozess, dessen Ergebnisse erst langsam sichtbar werden.

Ziel dieses konkreten Projektes ist es, die Ernährungssituation für Schwangere, Mütter sowie für Klein-, Vorschul- und Grundschulkinder zu verbessern. Erreicht werden sollen fast 14.000 Menschen in 200 Dörfern.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Malawi finden Sie hier.

 

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Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai zerstörte am 14. März 2019 weite Teile Mosambiks. Millionen von Menschen waren und sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Neben schneller und konkreter Nothilfe ist auch die Unterstützung beim Wiederaufbau von großer Bedeutung.

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_© Josh Estey/CARE

Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Zyklon Idai, eine der schlimmsten Wetterkatastrophen, die die südliche Hemisphäre je getroffen hat, zerstörte im März 2019 weite Teile Mosambiks, Simbabwes und Malawis. Viele Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. 11,5 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen, 2,6 Millionen wurden obdachlos, 1,8 Millionen Menschen davon in Mosambik. Die Provinz Sofala in Mosambik wurde besonders stark geschädigt. Hier traf Zyklon Idai mit 210 Kilometern pro Stunde auf Land und zerstörte rund 90 Prozent rund um die Küstenstadt Beira. Dem Zyklon folgten langanhaltende, sintflutartige Regenfälle und Stürme, die in der Region zu schweren Überschwemmungen führten.

Nothilfe vor Ort

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V., seit 1984 mit umfangreichen Not- und Entwicklungsprogrammen und einem vorwiegend lokalen Mitarbeiter-Team in Mosambik aktiv, startete sofort nach der Katastrophe erste Rettungs- und Überlebenshilfe und begann mit der Verteilung eingelagerter Hilfsgüter. In den ersten Tagen nach der Katastrophe konnten die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie CARE dabei aufgrund der Wassermassen nur per Boot und Helikopter Hilfe leisten.

Das wichtigste, was die Menschen brauchen sind Lebensmittel, da viele Familie ihre Ernten und ihre Äcker verloren haben. CARE verteilt zudem Zelte, Planen, Seile und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften sowie Wasserentkeimungsmittel, Hygienepakete und Hilfsgüter.

Katastrophensichere Klassenzimmer für 2.525 Schulkinder

Ein Projekt, dass CARE besonders am Herzen liegt, ist der Wiederaufbau von Schulen. Zuletzt war CARE nach dem verheerenden Wirbelsturm Dineo 2017 für die Sanierung von zerstörten Klassenzimmern in der Provinz Inhambane verantwortlich. In den kommenden 12 Monaten übernimmt CARE die Sanierung und Instandsetzung von 95 Klassenzimmern nach den Richtlinien von UN-HABITAT. Alle Wiederaufbaumaßnahmen setzt CARE in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern um. CARE führt dabei die Bauaufsicht und gibt sein Wissen zu katastrophensicheren Baumaßnahmen an alle beteiligten, lokalen Akteure weiter. Das sichert die Nachhaltigkeit und eine weitere Verbreitung katastrophensicherer Baumethoden in der Region über das Projekt hinaus. CARE stellt zudem bei allen Wiederaufbaumaßnahmen sicher, dass die besonderen Schutzbedürfnisse von Mädchen bei der Gebäude-, der Waschraum- und Toilettenplanung berücksichtigt werden, eine ausreichende Anzahl getrennter Latrinen für Mädchen und Jungen vorhanden sind und jede Schule über ausreichende Handwaschstationen zur Aufrechterhaltung der Basishygiene verfügt. Durch ein flankierendes Hygieneprojekt werden die Lehrpersonen und Klassen nach Abschluss aller Bauarbeiten in der Umsetzung von Basishygiene- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Cholera geschult.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Mosambik finden Sie hier.

 

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Niger: Das stille Leiden der Kinder

Im Niger entziehen extreme klimatische Verhältnisse – wie Überschwemmungen und Dürren – den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Insbesondere Kinder sind betroffen.

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_© Johanna Mitscherlich/CARE

Niger: Das stille Leiden der Kinder

Der Niger ist das zweitärmste Land der Erde. Extreme klimatische Verhältnisse wie Starkregen oder viel zu lange Trockenperioden sorgen für Überschwemmungen und Dürren. Diese entziehen den ohnehin schon armen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern jede Lebensgrundlage. Die Folgen sind Hunger und Mangelernährung. Am meisten leiden die Kleinsten. Angetrieben durch den Klimawandel haben sich die Bedingungen in den letzten Jahren weiter zugespitzt. Der Tschadsee – Lebensquelle für viele Fischer und Bauern – ist wegen klimatischer Veränderungen in den vergangen Jahren um rund 90 Prozent zurückgegangen.

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. setzt sich dafür ein, dass alle Kinder gesund groß werden können. Schwer unternährte Kinder werden mit medizinischer Spezialnahrung versorgt und CARE-Pakete mit Bohnen, Mais und Öl an hungernde Familien verteilt. Langfristig wird mit dürreresistentem Saatgut, intelligenten Bewässerungssystemen und Getreidebanken dafür gesorgt, dass die Menschen auch in Trockenzeiten genug zu essen haben.

Auf nachhaltige Lösungen setzen

Eine Anbaumethode stellt CARE-Klimaheldin Haoua Abdoulaye vor. „Früher sind die Mütter und Väter hier im Dorf morgens früh aufgebrochen, auf der Suche nach etwas zu essen für ihre Kinder. Und sie kamen erst nach Sonnenuntergang zurück, meist mit leeren Händen. Wir haben ständig gehungert. Ich fürchtete um das Leben meiner elf Kinder.“ Doch dann kamen die ‚Halbmonde‘ nach Kobio. Die Halbmonde sind Gruben, die in den trockenen Boden gegraben werden. Wie sie es im Projekt gelernt hat füllt Haoua diese anschließend mit Kompost um darin Bäume zu pflanzen. Ihre Arbeit macht sich bezahlt: Regenwasser wird gespeichert und der Anbau von Hirse und Bohnen ist ertragreicher. Heute baut Haoua Getreide an, hat fünf Schafe und zwei Kühe und legt in einer Kleinspargruppe mit anderen Frauen Geld zurück, um auch in größere Anschaffungen investieren zu können.

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Niger finden Sie hier.

 

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Niger: Einsatz für den Frieden

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt fördert unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. im Niger Projekte, die eine Kultur des Friedens, des Dialogs und der positiven Konfliktlösung etablieren.

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_© HED-Tamat

Niger: Einsatz für den Frieden

Niger liegt in Westafrika, einer Region, die seit Jahrzehnten geprägt ist von bewaffneten Konflikten, hoher politischer Instabilität und Armut. Besonders die kriegerischen Auseinandersetzungen in Libyen und in Mali und die Einflussnahme der Sekte Boko Haram gefährden die Sicherheit und Entwicklung der Menschen im Niger. Die Dauerarbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bewegt manche von ihnen dazu, sich trotz der dramatischen Zustände vor Ort Perspektiven im Nachbarstaat Libyen zu suchen.

Langfristige Perspektiven schaffen

In den Regionen Agadez, Tahoua und Zinder bemüht sich die von CARE unterstütze NRO HED Tamat seit 2012 darum, Friedens- und Präventionsprojekte umzusetzen, die sich einer religiösen Fundamentalisierung entgegenstellen und zur Stabilisierung der lokalen Gemeinschaften beitragen.

Einige der wichtigsten Aktivitäten sind Aufklärungskampagnen, die religiösen Fundamentalismus entmystifizieren. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt in den Schulen. Mit Diskussionsrunden un der Ausbildung von Religionslehrern außerhalb des fundamentalen Spektrums sollen die Identitäten der lokalen Bevölkerung gestärkt und eine Kultur des Friedens etabliert werden. Aber auch mit Fernsehspots wird auf die Gefahren religiösen Dogmatismus hingwiesen.

Jungen Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern wird durch die Vergabe von ca. 500 Schul- oder Ausbildungsstipendien ein Weg aus der Kriminalität geboten.

Der Einsatz lohnt sich: Die Projektarbeit von HED-Tamat trägt maßgeblich dazu bei, dass die Region im Norden des Nigers stabil bleibt.

Weitere Informationen zur Arbeit von Care in Niger finden Sie hier.

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Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Zehntausende Kinder wachsen in Kenia als Waisen oder Sozialwaisen auf. Viele wurden von ihren Großmüttern aufgenommen, die selbst kaum genug zum Leben haben.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Vor 15 Jahren starben in Kenia mehr Menschen an AIDS als an Malaria und Tuberkulose. Über 1,5 Millionen waren der Infektion bereits erlegen – vor allem junge Erwachsene, mit Familien, Kindern, einem Einkommen. Eine der traurigen Folgen: Noch 2015, als das Virus längst auf dem Rückzug war, gab es im Land 660.000 AIDS-Waisen. Einige von ihnen hatten Glück. Ihre Großmütter nahmen sich ihrer an. Starke Frauen, die im Leben viel gekämpft hatten und sich nun ihrem größten Kampf stellten. Oft verwitwet und selbst bitter arm, kümmern sie sich bis heute oft zeitgleich um 3 oder 4 Kinder und ersparen ihnen so Hunger, Elend und Schlimmeres. Doch sie stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

Verbesserung des Einkommens

Die meisten Großmütter haben kaum Geld für Lebensmittel, geschweige denn für einen Arzt oder Schulbedarf. Unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. unterstützt 600 Frauen, die sich um rund 2.400 Waisen kümmern, bei der Verbesserung ihres Einkommens. Die Frauen gründen Spar- und Kleinkreditgruppen, die es ihnen ermöglichen, kleine Geschäftsideen umzusetzen. Sie lernen, gut mit ihrem Geld umzugehen und der Armut als Gemeinschaft zu trotzen. Den Jugendlichen in ihrer Obhut werden unternehmerische Kompetenzen vermittelt und auf dem Weg in einen Beruf oder die Selbstständigkeit begleitet. So können sie ihren Großmüttern, denen sie alles verdanken, eines Tages eine Stütze sein.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer – ChildFund

Trotz großer Rohstoffvorkommen ist die DR Kongo eines der ärmsten Länder der Welt. Bis heute herrscht eine Art Dauerkrieg bei dem bewaffnete Gruppen in wechselnden Allianzen durch den Dschungel ziehen und die Bevölkerung terrorisieren. Vergewaltigung von Frauen und Mädchen wird dabei zum Teil gezielt eingesetzt.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kongo: Hilfe für Vergewaltigungsopfer – ChildFund

Kongos Segen ist auch sein Fluch. Der Roh­stoff­reichtum ist zum Treib­stoff eines Dauer­kriegs zwischen Rebel­len, Nach­bar­staa­ten und Re­gie­rung gewor­den. Das Land ist ver­wüstet, es gibt über 5,5 Mio. Tote und Hun­dert­tau­sen­de Flücht­lin­ge. Die Zivil­be­völ­ke­rung steht zwi­schen den Fron­ten; nichts ist vor der Gewalt sicher. Besonders perfide: Alle Sei­ten set­zen Ver­ge­wal­ti­gun­gen als Waffe ein. Die Folgen: Trau­mati­sier­te Frauen, zer­stör­te Fami­lien – und Kinder, die nie­mand haben will. Im Ort Kaniola setzte sich unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland e.V. für diese Verge­wal­tigungs­kin­der ein. Mit Si­che­rung von Ernährung und Unterkunft, Integration in die Familien und sozialer Rehabilitation.

Tiefe Narben in der Gesellschaft

Fast 25 Jahre dauert „Afrikas Weltkrieg“ nun bereits an, dutzende Armeen, Rebellen und Milizen waren oder sind darin verwickelt. Die Gewalt, mit der auch die Bevöl­ke­rung über­zogen wird, schreckt dabei selbst vor Schulen, Kran­ken­häu­sern und Flücht­lings­lagern nicht zurück. Zehn­taus­ende Frauen und Mädchen wurden ver­ge­wal­tigt: ob im Ge­walt­rausch, aus Rache oder um soziale Struk­turen zu zerstören und Menschen gefügig zu machen. Was bleibt, sind Scham, soziale Äch­tung und zer­störte Familien. Und Ver­gewal­tigungs­kin­der, deren Zahl keiner kennt. Sie werden aus der Gesellschaft ver­stoßen, sind nicht regis­triert und gehen nicht zur Schule.

Kinder brauchen Perspektiven

In Kaniola, einem Ort nahe Buka­vu, der gleich mehr­fach Ziel von bru­ta­len Über­fäl­len war, half Childfund Deutschland e.V. 57 dieser Kinder. Sie lebten unter der Obhut einer mu­ti­gen Frau, deren Familie ermordet und die selbst verge­wal­tigt wurde. Viele der Kinder waren un­ter­er­nährt oder krank; es fehlte ein­fach an allem. So­fort wurde Nah­rung, Bet­ten, Klei­dung, Medikamente und ein Arzt orga­ni­siert. Die schlimm­ste Not konn­te damit gelindert werden. Doch wei­tere Hilfe war drin­gend nötig. Denn die Kin­der von Kanio­la brau­chen viel mehr als ein Bett und ge­nug zu essen. Sie brau­chen eine echte Chance. Deshalb setzte sich ChildFund dafür ein, die Unterkunft kinngerecht auszustatten, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen sowie einen Austausch und psychologische Wiedereingliederung der Kinder in die Familien zu schaffen.

Dieses Projekt wurde 2019 erfolgreich abgeschlossen. Mehr Informationen zu dem beendeten Projekt finden Sie hier.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Der Kongo ist das, was man einen gescheiterten Staat nennt. 20 Jahre Krieg und Zerstörung haben eine soziale Katastrophe verursacht. Familien und ganze Dörfer haben sich aufgelöst, es gibt Millionen Kriegs- und Aidswaisen. Zusammen mit jenen, die vor Armut und Hunger geflohen sind, landen sie als Ausgestoßene auf der Straße. In der Provinz Süd-Kivu, einst ein Epizentrum der Gewalt, gibt unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland Straßenkindern ein Zuhause, schickt sie zur Schule und führt sie wieder mit ihren Familien zusammen.

Reintegration in eine Gemeinschaft

In Uvira, einer Stadt am Nordufer des Tanganjikasees, unterstützt ChildFund bereits seit 2001 ein Heim, in dem derzeit 40 Straßenkinder ein Zuhause auf Zeit gefunden haben. Hier bekommen sie alles , was für sie lange größter Luxus war: warmes Essen, saubere Kleidung und ein eigenes Bett, Duschen, Toiletten sowie medizinische Versorgung. Vor allem aber besuchen die Kinder hier auch die Schule.

Vier Betreuer und eine Sozialarbeiterin kümmern sich um die Kinder und strukturieren für sie den Alltag. Die Kinder sollen aber auch lernen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zurückzustellen und respektvoll miteinander umzugehen. Das „Gesetz der Straße“ wird im Heim durch Regeln ersetzt, die sich die Bewohner selbst geben. Das stellt eine Legitimität her, die jeder Neuankömmling sofort versteht.

Wiedervereinigung mit den Familien

Kein Heim kann die Geborgenheit einer Familie ersetzen – letztlich kann daher nur Reintegration das Ziel sein. Früh werden die Angehörigen der Kinder ausfindig gemacht, unter einem Berg von Schuld, Scham und Verbitterung legt man behutsam die Gründe der Trennung frei. Damit wird eine Basis für Versöhnung geschaftt. Mit einem Konzept, das die Eltern zugleich in die Pflicht nimmt und honoriert, wurden seit 2015 25 Kinder mit ihren Familien wiedervereint.

Hintergrund

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional. Verstecken müssen sich die Täter in der Regel nicht nicht. Niemanden kümmert es, wie es den vor Dreck starrenden, zerlumpten, von Tuberkulose und Malaria geplagten Gestalten ergeht, die überall herumlungern, Passanten belästigen und klauen. Es ist leicht, sie nicht als Menschen zu sehen. Viel leichter, als zu akzeptieren, dass sie Kinder sind, die sich ein Zuhause und etwas Geborgenheit wünschen. Aus der Gesellschaft verstoßen, kämpfen sie täglich ums Überleben – in einer Welt, die ihnen nichts schenkt.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Erziehung und Ernährung in der Familie, fachgerechte medizinische Versorgung, gut ausgebildete, engagierte Lehrer sowie sichere und förderliche Betreuungs- und Lernangebote – all das gehört zusammen. Denn so entsteht ein Umfeld, das Kinder von früh auf stark fürs Leben macht.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Sambia gilt als politisch stabil, die Wirtschaft entwickelt sich positiv. Auf dem Land, wo die meisten der 16 Mio. Einwohner leben, spürt man davon nur wenig. Über zwei Drittel der Haushalte hier sind arm, viele haben keinen Zugang zu Wasser und Hygiene. Bildung ist ein Schlüssel dafür, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Mit der frühen Förderung von Kindern trägt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland an entscheidender Stelle dazu bei.

Die frühe Kindheit ist entscheidend für die physische, kognitive und soziale Entwicklung eines Menschen. Und damit auch für den späteren Bildungserfolg. Von den Kompetenzen, die Kinder in dieser sensiblen Phase erwerben, profitieren sie ein Leben lang. Gerade jetzt brauchen sie viel Schutz und jede erdenkliche Förderung. So können sie ihre Potentiale entfalten und Nachteile durch Herkunft oder Armut überwinden. Für Länder wie Sambia, deren aufstrebende Gesellschaften auf junge, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte angewiesen sind, hängt davon nicht weniger ab als ihre Zukunft.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Hintergrund

Während Lusaka, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, wirtschaftlich und kulturell floriert, versinken viele sambische Dörfer und Ortschaften auf dem Land in Armut und sozialen Problemen wie Gewalt und Vernachlässigung. Die Schulen sind marode und überfüllt, vielerorts fehlt eine gut erreichbare Gesundheitsstation. Die Kindersterblichkeit ist hoch, fast ein Fünftel der unter 5-Jährigen ist unterernährt. Die Vor- und Nachsorge bei Geburten muss dringend ausgebaut werden, ebenso das Wissen um kindliche Hygiene, Ernährung und Erziehung.

Eine durch HIV/AIDS gesunkene Lebenserwartung und hohe Geburtenraten haben dazu geführt, dass Kinder unter 14 Jahren heute fast die Hälfte der Bevölkerung bilden. Kindliche Frühförderung ist für Sambia ein Thema von zentraler Bedeutung – steht jedoch noch ganz am Anfang, vor allem auf dem Land. Mit 5 neuen Förderzentren in zwei Distrikten wird ChildFund dort die Lebenschancen von rund 1.000 Mädchen und Jungen verbessern. Der integrative Ansatz umfasst das ganze Umfeld der Kinder: ihre Entwicklung, Gesundheit und die Kompetenz ihrer Eltern und Lehrer.

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Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions unterstützt in der Elfenbeinküste den Zugang zu augenmedizinischen Untersuchungen - speziell für Kinder.

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Patienten warten vor der Augenklinik_©HDL

Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

In der Republik Elfenbeinküste, Westafrika, gilt mehr als die Hälfte der Bevölkerung als arm. Die allgemeine Gesundheitsversorgung ist lückenhaft. Es gab bisher keine speziellen Vorsorge-, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder, sodass insbesondere diese einem hohen Erblindungsrisiko ausgesetzt sind. Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions möchte diese Situation für Kinder nachhaltig verbessern.

Infrastruktur, Fachpersonal und ein geschärftes Bewusstsein für Sehbehinderungen

Mit dem Bau von zwei neuen augenmedizinischen Abteilungen an den Universitätskliniken Bouake und Abidjan und dem armenorientierten Krankenhaus Centre Medico Social El Rapha (CMSER) in Abidjan sowie der Weiterbildung von Ärzt*innen werden Behandlungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen. Die Erfassung und Überweisung der kleinen Patienten wird durch die Vernetzung mit Regionalkrankenhäusern gewährleistet. Um ein effektives Überweisungssystem auf- und auszubauen, wird medizinisches Personal im ländlichen Raum geschult und weitergebildet: Augen- und Kinderärzt*innen, Hebammen, augenmedizinische Fachpfleger*innen und Gemeindegesundheitshelfer*innen vertiefen ihre Kenntnisse in der Vorsorge und Diagnose von Augenkrankheiten bei Kindern.

Informationskampagnen zu Blindheit und Sehbehinderungen

Gemeinsam mit diesen Maßnahmen werden Informationskampagnen über Ursachen und Prävention sowie eine allgemeine Sensibilisierung der Bevölkerung für die Themen Blindheit und Sehbehinderungen die Nachhaltigkeit sichern. Um sehbehinderte Kinder in Zukunft besser fördern zu können, werden Sonderpädagog*innen, die behinderte Kinder unterrichten und betreuen, fortgebildet.

Dieses Projekt wurde Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen. Weitere Informationen zum aktuellen Lichtblick-Projekt in Kamerun finden Sie hier.

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Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Vielen ägyptischen Kindern und Jugendlichen besonders in den armen, ländlichen Regionen fehlen Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese mitzugestalten. In einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt setzte sich CARE dafür ein, Kinderrechte in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten Wirklichkeit werden zu lassen.

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Unterricht zweier Mädchen in Ägypten_©2004 CARE/Josh Estey

Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Der öffentliche Dienst in Ägypten nimmt seine Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit gegenüber den Bürger*innen oft nicht ausreichend wahr. Gleichzeitig fehlt es in Ägypten an zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Dies gilt auch für den Bereich Bildung. Die Teilnahme an Bildungsangeboten ist für Kinder und Jugendliche aus ärmeren und marginalisierten Familien keine Selbstverständlichkeit und oft mit ökonomischen und sozialen Herausforderungen verbunden. Besonders werden Mädchen im Bereich Bildung oft benachteiligt und in ihren Rechten übergangen.

Kinderrechte in der Schule

Deshalb wurde unsere Mitgliedsorganisation CARE in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten aktiv und entwickelte mit den Bezirksregierungen ein Modell, Kinderrechte in den Einrichtungen Wirklichkeit werden zu lassen. In Workshops für Schüler*innen, dem Lehrerkollegium und Eltern klärte CARE zu den Kinderrechten auf. Darüber hinaus wurden Schülerparlamente gegründet, die Kinderrechtsbeauftragte und Vertrauenslehrer wählten, damit Jugendliche und ganz besonders Mädchen ein Forum für ihre Anliegen bekommen. An den Projektschulen verbesserte sich seitdem das Zusammenleben und der Unterricht.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure sollten gestärkt werden

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützte zudem lokale zivilgesellschaftliche Akteure, um soziale und ökonomische Hürden für Kinder aus ärmeren und marginalisierten Familien im Bereich Bildung durch Stärkung der gemeinschaftlichen sozialen Verantwortlichkeit zu verringern. In vier Gemeinden wurden zivilgesellschaftliche Akteure ausgewählt und deren Kapazität in verschiedenen Evaluierungen eruiert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Evaluierungen wurden maßgeschneiderte Trainingseinheiten zu Themen wie Management, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung für die Organisationen entworfen und durchgeführt.

Darüber hinaus unterstützte CARE die Gemeinden bei der Gründung von Eltern- und Schülerinitiativen, bildete Ehrenamtliche in der Arbeit mit Schulabbrechenden aus und stärkte sie im gemeinsamen Gespräch mit Behörden und Schulvertretern.

Gründungen von Jugendgruppen

In allen Projektgemeinden wurden Jugendgruppen gegründet, um junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zudem gab es Trainingsprogramme für Jugendliche um den Austausch unter ihnen anzuregen und Möglichkeit zur Diskussion von bildungsbezogenen Fragestellungen und Probleme zu schaffen. Der Dialog zwischen Schulen und Gemeinden in den Projektgegenden wurde durch gemeinsam erstellte Aktionspläne und der Stärkung von Schülerverbänden verbessert.

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Madagaskar: Schutz von Familien vor Sturm und Hunger

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Durch den Klimawandel gefährden Dürren im Süden und gewaltige Tropenzyklone an der Ostküste das Überleben der sehr armen Kleinbauern.

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Mädchen schöpft Wasser_©Care 2001/Brian Atkinson

Madagaskar: Schutz von Familien vor Sturm und Hunger

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt die Bevölkerung mit Katastrophenschutzmaßnahmen, neuen Anbaumethoden und Saatgut dabei, sich und ihre Ernten besser vor Dürren und Sturm zu schützen. Darüber hinaus verteilt CARE Lebensmittelhilfen an mehr als 5.000 unter Fünfjährige, schwangere und stillende Frauen.

Hunger beenden

In 50 Dörfern entlang der Ostküste schult CARE Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in ertragreicheren und sicheren Anbaumethoden, führt Gemüsegärten und vergessene, nahrhafte Gemüsearten wie die Süßkartoffel oder die Yam-Knolle wieder ein. Besseres Saatgut und neue Bewässerungssysteme vervielfältigen die Ernten. Gemeinsam werden Lagerhütten gebaut, die die Ernten vor Sturm und Schädlingen schützen. Teilweise haben sich die Ernten bei den Teilnehmenden bereits verfünffacht.

Vor Stürmen gewappnet

CARE gründet in den Projektdörfern Katastrophenschutz-Teams, führt Frühwarnsysteme ein und schult die Teams in den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Gemeinsam entstehen Evakuierungshütten, Rettungspläne werden erstellt und trainiert und unter den Mädchen im Dorf Katastrophenschutz-Ersthelferinnen ausgebildet. Das stärkt ihre soziale Rolle und hilft der ganzen Gemeinschaft. Denn bei einer Katastrophenwarnung packen die Mädchen intensiv mit an und helfen besonders den schwachen Dorfbewohner*innen, sich in Sicherheit zu bringen.

Wasser – auch in Katastrophenzeiten

Jeder Sturm, jede Überschwemmung gefährdet auch die Trinkwasserversorgung in den Dörfern und damit die Gesundheit aller Bewohner*innen. Während der dreimonatigen Trockenzeit jedoch bleibt das Wasser aus, und das Wasserholen wird zu einer zeitintensiven und nicht immer erfolgreichen Aufgabe. Um dies zu ändern, baut CARE in den Projektdörfern Trinkwasserspeicher und schult freiwillige Wasserkomitees in deren Handhabung und Wartung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Spannender Unterricht, neue Klassenzimmer und Motivation durch Fußball: Diese Ziele standen im Mittelpunkt der fünfjährigen Bildungsoffensive „Spielen und Lernen“, die ChildFund Deutschland in Angola verwirklichte.

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Eine Gruppe Jungs in Angola_©ChildFund

Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Bis ins Jahr 2002 herrschte in Angola Bürgerkrieg. Viele Schulen wurden zerstört, zahlreiche Lehrer*innen kamen ums Leben oder mussten fliehen. Bis heute gibt es vor allem auf dem Land zu wenige intakte Schulgebäude und qualifizierte Lehrkräfte. Hinzu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen, die während oder nach dem Bürgerkrieg aufgewachsen sind, nie gelernt haben, Konflikte konstruktiv und ohne Aggressionen zu lösen. Auch das macht den Schulbetrieb ungemein schwierig. Entmutigt und frustriert brechen deshalb 70 Prozent der Kinder die Schule bereits im Grundschulalter ab – und damit ohne jede Chance, später einen Beruf zu ergreifen, der ihnen Perspektiven bietet.

Bildungschancen verbessern

Unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen zu verbessern. Dies sollte durch Lehrerfortbildungen, Renovierung von Schulgebäuden, Bau von sanitären Anlagen und Sport gelingen. Besonders wichtig war es Bedingungen zu schaffen, unter denen die Kinder wieder mit Freude fürs Leben lernen können. Dazu wurde gemeinsam mit Partnern vor Ort ein komplett neues Bildungskonzept entwickelt, bei dem sich pädagogische Maßnahmen und Fußball optimal ergänzten.

Fußball und Bildung ergänzen sich optimal

Viele angolanische Kinder sind durch die Folgen des Bürgerkriegs so stark traumatisiert, dass sie mit herkömmlichen schulischen Angeboten praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Durch Fußball, auch in Angola die beliebteste Sportart , ist es gelungen, sie wieder zu motivieren und für die Schule zu begeistern. Beim gemeinsamen Fußballspielen übten sie zudem wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamgeist, Disziplin und das gewaltfreie Lösen von Konflikten ein.

Dieses Projekt wurde 2013 erfolgreich abgeschlossen.

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Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt und leiden an Infektionskrankheiten. Unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe unterstützt.

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Lachende Kinder_© Kindernothilfe e.V.

Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten. Die gesunde Entwicklung der Schwächsten der Gesellschaft – der Kinder – ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Hinzu kommt, dass viele Jungen und Mädchen in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen. Grund dafür sind die hohen Kosten für den Transport, Schuluniformen und Materialien für den Unterricht.

Kinder als Einkommensträger

Viele Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder im Haushalt mithelfen oder arbeiten gehen. Daher nehmen viele Kinder eine Arbeit an, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Über 70.000 Aidswaisen müssen auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Dabei steigt die Zahl der Aidswaisen jedes Jahr weiter an. Circa 26 Prozent der Bevölkerung sind HIV-infiziert. Damit hat Swasiland die höchste HIV-Infiziertenrate der Welt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit der christlichen Organisation Africa Co-operative Action Trust (ACAT) versucht unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe, die Lebensumstände von (Aids-)Waisen und besonders Bedürftigen zu verbessern. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen, sich selber in Gemeinschaften zu organisieren, sich zu finanzieren und sich selbstständig zu verwalten. Um dies zu erreichen, schult die Partnerorganisation vor Ort die Dorfbewohner*innen.

Die Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen. In eine gemeinsame Kasse zahlt jedes Mitglied monatlich einen Betrag ein. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z.B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden.

Ernährungssicherung und Kampf gegen HIV/Aids

Die Dorfbewohner*innen legen Gemüsegärten an. Dadurch können sie ihre Familien mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen somit noch ein wenig Geld dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren.
Der Kampf gegen HIV/Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. 160 Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen durch die Mitarbeiter unseres Partners vor Ort lernen sie, wie sie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Tausende Kinder und Jugendliche leben in der Hauptstadt Freetown auf der Straße – auch als Folge von Ebola. Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul ist eine wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder, (Ebola-)Waisen und ehemalige Kinderprostituierte.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Don Bosco Fambul, das Kinderschutzzentrum unserer Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo, wurde während des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2002) gegründet und hatte das Ziel, ehemalige Kindersoldaten aufzunehmen und zu rehabilitieren. Später verschob sich der Schwerpunkt auf Straßenkinder und Ebola-Waisen. Mit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie 2014 musste das Zentrum über sich hinaus wachsen und dringende Nothilfe leisten.

Nothilfe und Wiederaufbau während und nach Ebola

In jener Zeit war die vertrauensvolle Stellung der Salesianer Don Boscos in einer zutiefst misstrauischen Gesellschaft wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. So konnten sie erfolgreich mobile Hygieneschulungen und Aufklärungsarbeit leisten. Während Ebola wütete und fast 4.000 Menschen in den Tod riss, richtete das Zentrum ein Nottelefon für anonyme Fragen zur Früherkennung und Behandlung der tabuisierten Krankheit ein. Hygienewaschbecken wurden platziert und betreut, ein provisorisches Auffanglager für Waisen eingerichtet, erkrankte und traumatisierte Kinder gepflegt und die Rückkehr in die eigene Familie oder Pflegefamilie vorbereitet.

Kampf gegen Kinderprostitution

Unzählige Mädchen und junge Frauen haben während des Bürgerkriegs oder durch Ebola ihre Eltern und weitere Familienangehörige verloren und leben auf der Straße. Um täglich zu überleben und sich etwas Essen leisten zu können, prostituieren sich viele von ihnen. Sie geraten auf der Straße in einen Kreislauf aus alltäglicher Not, Hunger und Gewalt, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Seit 2016 werden Mädchen und junge Frauen im Rehabilitationsprogramm bei Don Bosco Fambul betreut und versorgt. Doch der raue Ton und Umgang auf der Straße machen sie misstrauisch und vorsichtig. Jeden Tag suchen Father Crisafulli und sein Team aus Streetworkern und Sozialarbeitern den Kontakt zu ihnen und bauen Vertrauen auf.

Rehabilitationsprogramm

Im Rehabilitationsprogramm werden sie dabei unterstützt, traumatische Erfahrungen zu überwinden und sich wieder an einen strukturierten Alltag zu gewöhnen. Bildung ist ihr Schlüssel, um dauerhaft dem Leben auf der Straße fernzubleiben und eine Lebensperspektive zu entwickeln. Im Zentrum können sie eine Ausbildung absolvieren und sich Stück für Stück ein zukünftiges Leben in Selbstbestimmtheit, finanzieller Sicherheit und Würde aufbauen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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