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Äthiopien: Sustainable Utilisation and Conservation Through Compensation for Eco-System Services (SUCCESS)

Das Projekt SUCCESS unserer Mitgliedsorganisation Helvetas arbeitet an der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft im äthiopischen Hochland.

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Äthiopien: Sustainable Utilisation and Conservation Through Compensation for Eco-System Services (SUCCESS)

Die Verschlechterung der Bodenqualität ist seit mehreren Jahrzehnten das wichtigste Entwicklungsproblem im äthiopischen Hochland. SUCCESS setzt sich dafür ein, das anhaltende und sich verschärfende Problem der Bodendegradation im Tekeze-Becken und seine Folgen zu lindern. Die Bodendegradation stört nicht nur das Ökosystem, sondern behindert auch die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft in den flussabwärts gelegenen Stauseen. Viele Faktoren haben zu dem Problem der Bodendegradation beigetragen: die raue Topografie, Klimaschwankungen und -veränderungen, wiederkehrende Dürren, die Ausdehnung der Anbauflächen auf empfindliche Ökosysteme und steile Hänge sowie die übermäßige Beweidung. Grundlegende Ursachen wie Armut, unsichere Grundbesitzverhältnisse, ungeeignete Landbewirtschaftungssysteme und eine schwache Landverwaltung verschärfen das Problem. Ein kritischer und unbehandelter Aspekt bleibt jedoch bestehen – die geringe Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft, die ein gemeinsamer Nenner all dieser Faktoren ist. 

Projektphase: 2021 bis 2022 

Ziel: 

Die Verbesserung der Ökosystemleistungen von Wassereinzugsgebieten, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohner des Wassereinzugsgebiets und zur Verlängerung der Lebensdauer der flussabwärts gelegenen Infrastruktur, insbesondere des Tekeze-Staudamms. 

Durchführung: 

SUCCESS arbeitet an der Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft, indem es einen Mechanismus einsetzt, der sich in anderen Kontexten als erfolgreich erwiesen hat: Ausgleichszahlungen für Umweltleistungen (CES). Integriertes Landmanagement (ILM), einschließlich der Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten, des Bodenschutzes, des Schutzes von Gullys und der Schließung von Gebieten, wurde zwar eingesetzt, um die Bodendegradation zu bekämpfen, aber die hohen Vorlaufkosten, die mit ihrer Umsetzung verbunden sind, schrecken die armen Landwirte ab. Um diese Hürde zu überwinden, hat SUCCESS einen innovativen Ansatz gewählt: Es hat das CES-Finanzierungsinstrument auf eine neue Beziehung zwischen mehreren Partnern angewandt, nämlich zwischen Energieversorgungsunternehmen und Landwirten im Bergland, die an Aktivitäten zur Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten beteiligt sind. Das Projekt wird die folgenden Hauptinterventionsstrategien anwenden 

  • Entwicklung und Erprobung von Instrumenten und Leitlinien für die Entschädigung und/oder Bezahlung von Ökosystemleistungen in Zusammenarbeit mit den Community Watershed Committees und der Ethiopian Electric Power (EEP) Administration of Tekeze Hydropower Station 
  • Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur nachhaltigen Landbewirtschaftung auf der Grundlage einer Kofinanzierung und Überprüfung der Auswirkungen auf die Sedimentausbeute in Bächen und Flüssen 
  • Dokumentation und Bestätigung der Instrumente, Leitlinien und Ansätze durch die Basins Development Authority (BDA) und das Ministerium für Wasser, Bewässerung und Energie (MoWIE), um sie im Tekeze-Becken und möglicherweise darüber hinaus zu replizieren 

Weitere Informationen zu unserer Partnerorganisation Helvetas finden Sie hier.

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Madagaskar: Climate Resilient Cocoa Landscapes

Unsere Mitgliedsorganisation Helvetas trägt zu widerstandsfähigen Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung in Sambirano, Madagaskar durch nachhaltig bewirtschaftete Landschaft bei.

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Madagaskar: Climate Resilient Cocoa Landscapes

Trotz jahrzehntelanger internationaler Schutzbemühungen schrumpfen die Tropenwälder weltweit, vor allem aber in Madagaskar, immer noch, um Platz für landwirtschaftliche Nutzflächen zu machen. Der Verlust dieser wichtigen Reservoirs für biologische Vielfalt und Biomasse hat zahlreiche Auswirkungen auf die Bereitstellung von Ökosystemleistungen für die lokale und weit entfernte Bevölkerung und somit negative Folgen für die Lebensgrundlagen. Abholzung und Bodendegradation sind vor allem auf fragile Lebensgrundlagen, schwache Regierungssysteme, die traditionelle Brandrodung für den Regenreisanbau, aber auch auf die steigende internationale Nachfrage nach Cash Crops wie Vanille oder Kakao zurückzuführen. Eine nachhaltige Kakaoproduktion in Verbindung mit der Erhaltung der biologischen Vielfalt kann nur dann gewährleistet werden, wenn die Akteure aus verschiedenen Sektoren, die die Zivilgesellschaft, den Privatsektor sowie die nationalen und lokalen Behörden vertreten, eine gemeinsame Strategie für die Landschaft haben, in der sie tätig sind. Daher wird das Projekt die Entwicklung und Umsetzung eines geeigneten Planungsinstruments unterstützen, das die konkurrierenden Interessen in dieser multifunktionalen Landschaft berücksichtigt und die institutionelle Verankerung fördert 

Projektphase: 2020 bis 2022 

Ziele: 

Das Gesamtziel dieser Zusammenarbeit ist, dass „nachhaltig bewirtschaftete Landschaften in Sambirano zu widerstandsfähigen Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung beitragen“ 

  • Die Akteure aus öffentlichen, privaten und kommunalen Einrichtungen bewirtschaften die Kakaolandschaften nachhaltig und stellen damit die Bereitstellung wesentlicher Umweltleistungen sicher. 
  •  Die Landwirte steigern den Umsatz aus diversifizierten und klimaresistenten Agroforstsystemen für die Kakaoproduktion. 

Durchführung: 

Das Projekt verfolgt einen partizipativen, sektorübergreifenden und maßstabsgetreuen Ansatz für die gesamte Kakaolandschaft des Sambirano, der den Landschaftsansatz und den Ansatz der integrierten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen kombiniert. Die Intervention besteht darin, eine Analyse der Akteure, des Kontexts und der Landschaft vorzunehmen, eine Struktur (Plattform) für die Konsultation aller Akteure einzurichten, einen Governance-Mechanismus zu schaffen und den Prozess der Entwicklung eines Bewirtschaftungsplans einzuleiten 

Projektpartner:  

  • Earthworm Foundation 
  • Centre for Development and Environment (CDE) 
  • Ramanandraible Exportation (Rama Ex) 
  • Public limited company with capital of MGA (SCIM) 

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Mali: Nyèsigi – Herausforderung des Klimawandels durch nachhaltige Energie und widerstandsfähige Landwirtschaft meistern  

Unsere Mitgliedsorganisation Helvetas arbeitet mit Kleinbauer*innen zusammen, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel auf verschiedenen Ebenen zu stärken.

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Mali: Nyèsigi – Herausforderung des Klimawandels durch nachhaltige Energie und widerstandsfähige Landwirtschaft meistern  

In Mali sind in den letzten 30 Jahren die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher geworden. Der Niederschlag konzentriert sich nun auf einen viel kürzeren Zeitraum und ist oft extrem ergiebig. Manchmal sind Stürme so heftig, dass sie lokale Überschwemmungen verursachen. Wenn Dürreperioden auftreten, sind sie ebenfalls schwerwiegender. Der Raubbau am Boden verschlimmert die Situation: Die Böden sind durch konventionelle Anbaumethoden ausgelaugt und können das Wasser nicht mehr halten. Die Kleinbauernfamilien sind daher jedes Jahr versucht, neues Ackerland zu erschliessen, indem sie das wenige verbliebene Waldland abholzen, was die Wüstenbildung und die Ernährungsunsicherheit weiter verstärkt. 

Projektphase: 2020 bis 2023 

Ziel: 

Das Projekt Nyèsigi, was in der Bambara-Sprache „Bauen wir unsere Zukunft“ bedeutet, arbeitet mit Kleinbäuerinnen und -bauern und Partnerorganisationen zusammen, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel auf verschiedenen Ebenen zu stärken. 

Durchführung: 

Die sich ändernden Bedingungen verlangen von den Bäuerinnen und Bauern, den Hirten und ihren Familien, dass sie ihre Arbeitsweise ändern und ein neues Gleichgewicht mit den Ökosystemen herstellen, von denen ihr Lebensunterhalt abhängt. Der erste Schritt besteht darin, zu lernen, wie man Feldaktivitäten anders planen kann. Dafür ist es unerlässlich, Zugang zu zeitnahen und zuverlässigen Informationen über die Niederschlagsmenge zu haben. Zu diesem Zweck werden junge Menschen darin geschult, meteorologische Daten mit Hilfe von Smartphones zu sammeln. Diese Daten werden an den nationalen meteorologischen Dienst zur Analyse und zur Ausarbeitung von landwirtschaftlichen Ratschlägen geschickt, die dann per Telefon und Radio oder in Dorfversammlungen an die Bauern weitergegeben werden. Die Bauernfamilien lernen, neue, nachhaltigere Produktionstechniken anzuwenden, um verarmtes Land zu sanieren und Wasser zu sparen. Sie verwenden angepasstes Saatgut. Die Bauern werden auch ermutigt, das Beste aus schwierigen Situationen zu machen: zum Beispiel Futtermittel und sogar kurzzyklische Kulturen im Schlamm überfluteter Felder anzubauen. 

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit und Qualität der natürlichen Ressourcen, von denen die Menschen in Mali abhängen, bedrohen die Lebensgrundlagen der Haushalte und drohen Konflikte zu schüren, insbesondere um den Zugang zu Wasser und Land. Ressourcen zu schonen ist eine der wichtigsten Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel. Das Nyèsigi-Projekt arbeitet daran, Dämme zu sanieren und die Wasserverfügbarkeit zu erhöhen. Es fördert auch den Einsatz alternativer Technologien wie z.B. verbesserte Herde und Öfen, die weniger Holz zum Kochen benötigen, und hilft, Waldgebiete zu schützen.  
Darüber hinaus schult und begleitet das Projekt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Anbietern junge Menschen bei der Förderung von Solaranlagen wie z.B. Pumpen, die in Gärtnereigeländen installiert werden, um den Zugang zu Wasser zu erleichtern und die Produktion zu steigern. 

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Tansania: Climate Smart Organic Cotton Projekt 

Unsere Mitgliedsorganisation Helvetas fördert klimaintelligente Landwirtschaftssysteme, kollektives Handeln und nachhaltige Lebensgrundlagen in ausgewählten Biozonen in Tansania.

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Tansania: Climate Smart Organic Cotton Projekt 

Der zentrale Korridor Tansanias ist den gravierenden Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels ausgesetzt. In den letzten Jahren haben die Unregelmäßigkeiten und Unvorhersehbarkeiten bei den Niederschlägen zugenommen. Ländliche Gemeinschaften in dieser Region sind auf diese Herausforderungen nicht vorbereitet, und es besteht die ernste Gefahr, dass die Abwanderung, insbesondere der jüngeren Generationen, angesichts der Anfälligkeit der landwirtschaftlichen Haushalte für diese agroklimatischen Herausforderungen beschleunigt wird. Die erste Phase des Bio-Baumwollanbaus hat gezeigt, dass der ökologische Landbau und das Potenzial von Frauen als Unternehmerinnen lebensfähig sind, und hat die Möglichkeit geschaffen, sich auf eine widerstandsfähige Landwirtschaft mit einem starken Fokus auf Klimaintelligenz zu konzentrieren. 

Projektphase: 2020-2023 

Ziel:  

Klimaintelligente Landwirtschaftssysteme und kollektives Handeln auf Dorfebene und widerstandsfähige und nachhaltige Lebensgrundlagen in ausgewählten Biozonen Tansanias schaffen. 

Ergebnisse:  

  • Klimaintelligente und widerstandsfähige ökologische Baumwollanbaugemeinschaften, einschließlich Schulung von Landwirten, Kapazitätsaufbau von AMCOs, wirtschaftliche Stärkung von Frauen durch VSLA und Entwicklung von Unternehmertum sowie kollektives Handeln auf Dorfebene für mehr Klimaresilienz 
  • Förderung eines klimafreundlichen, nachhaltigen und widerstandsfähigen landwirtschaftlichen Systemansatzes für Bio-Zonen durch lokale Regierungsbehörden 
  • Bio-Zertifizierung und Erleichterung von Marktverknüpfungen zur Schaffung zuverlässiger Märkte für Bio-Produkte 

Begünstigte des Projekts: 

Es wird erwartet, dass das Projekt direkt 25.000 Bio-Baumwollbauern und ihren Gemeinschaften zugutekommt, darunter 100 dörfliche Spar- und Kreditgruppen (VSLA) und 50 landwirtschaftliche Vermarktungs- und Genossenschaftsverbände (AMCOS)  

Projektpartner:                                                                                   

  •   GIZ Tanzania 
  •   BioSustain Tanzania Ltd 
  •   Alliance Ginneries Ltd 
  •  Tanzania Organic Agricultural Movement (TOAM) 

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Äthiopien: Buildung Opportunities for Resilience in the Horn of Africa 

Im Grenzgebiet zwischen Äthiopien, Somalia und Kenia unterstützt unsere Mitgliedsorganisation CARE die gerechte und nachhaltige gemeinsame Nutzung natürlicher Ressourcen, den Schutz von Weideflächen sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung der Bevölkerung.

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Äthiopien: Buildung Opportunities for Resilience in the Horn of Africa 

In Äthiopien sind Millionen von Menschen aufgrund des gewaltsamen Konfliktes in der Tigray-Region gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen führen zu weit verbreiteter Ernährungsunsicherheit und Unterernährung sowie zu Krankheitsausbrüchen aufgrund schlechter Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung in den vertriebenen Gemeinden.  

Die durch den Klimawandel zunehmend starken saisonalen Regenfälle haben katastrophale Auswirkungen auf die Ernten. Und wie auch andere Länder in der Region hat auch Äthiopien zusätzlich mit einer verheerenden Heuschreckenplage zu kämpfen, die zu noch höheren Ernteverlusten führt. Die Auswirkungen der Coronapandemie verschärfen die Situation zusätzlich.  

Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung  

Im Grenzgebiet zwischen Äthiopien, Somalia und Kenia unterstützt unsere Mitgliedsorganisation CARE die gerechte und nachhaltige gemeinsame Nutzung natürlicher Ressourcen, den Schutz von Weideflächen sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung der Bevölkerung. CARE installiert Regenwassersammelanlagen und errichtet und saniert neun Wasserstellen im gesamten Grenzgebiet. Ziel ist, dass weniger Menschen innerhalb der Grenzregion vertrieben werden oder sie aufgrund von Hunger und Armut verlassen müssen.  

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Ägypten: Anpassung an den Klimawandel – Stärkung der Zivilgesellschaft und Jugend für den Klimaschutz

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt die ägyptische Zivilgesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel und der Reduktion seiner Auswirkungen.

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Ägypten: Anpassung an den Klimawandel – Stärkung der Zivilgesellschaft und Jugend für den Klimaschutz

Armut und Arbeitslosigkeit bestimmen das Leben eines Großteils der ägyptischen Bevölkerung. Hinzu kommt, dass das Land immer wieder den Auswirkungen des Klimawandels in Form von schweren Regenfällen und Dürren ausgesetzt ist. Vor allem ärmere, ländliche Bevölkerungsgruppen sind von den Krisen betroffen: Ihre landwirtschaftlichen Möglichkeiten und Einkommen leiden unter der abnehmenden Wasserverfügbarkeit. Seit das Coronavirus Ägypten erreicht hat, hat sich die Situation deutlich verschärft: Frauen und Kinder, Flüchtlinge und ältere Menschen leiden besonders und brauchen dringend Unterstützung.

Stärkung der Zivilgesellschaft und Jugend für den Klimaschutz

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt die ägyptische Zivilgesellschaft bei der Anpassung an den Klimawandel und der Reduktion seiner Auswirkungen. Zehn zivilgesellschaftliche Organisationen erhalten Zuwendungen und Schulungen, um landwirtschaftliche Prozesse in ihren Gemeinden an den Klimawandel anzupassen und so ihre Resilienz zu stärken. Außerdem werden 50 junge Menschen im Monitoring ausgebildet, um Mechanismen zur sozialen Rechenschaftspflicht in ihren Gemeinden zu etablieren und Good-Governance-Praktiken zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Partizipation von Frauen und Jugendlichen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Burundi: Verbesserung des Wassermanagements in den Provinzen Muyinga und Giteda

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt Frauen und Mädchen in Burundi beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen.

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Burundi: Verbesserung des Wassermanagements in den Provinzen Muyinga und Giteda

Extreme Wetterereignisse, politische Unruhen, Fluchtbewegungen und Hunger: Die Menschen in Burundi müssen vielen Herausforderungen trotzen. Während der Regenzeit im Frühjahr 2021 traten Seen und Flüsse über die Ufer. Insgesamt waren 50.000 Menschen von den Fluten betroffen, 20.000 mussten ihre Häuser verlassen. 2,3 Millionen Menschen in Burundi benötigen dringend humanitäre Hilfe. Epidemien wie Corona, Cholera und Ebola verschärfen die ohnehin schon schwierige humanitäre Situation zusätzlich. 2021 belegte Burundi bereits zum fünften Mal einen Platz in den Top 10 der am wenigsten beachteten Krisen weltweit.

Unsere Mitgliedsorganisation CARE ist seit 1994 in Burundi aktiv. Frauen und junge Menschen stehen im Mittelpunkt aller Projekte. Mit der Hilfe von Kleinspargruppen und dem Training von wirtschaftlichen Fähigkeiten können sie selbst Geld verdienen. CARE setzt auch für die Infrastruktur wichtige Projekte in Bereichen wie Wasserversorgung und Landwirtschaft um. Zudem arbeitet CARE mit Gemeinden und staatlichen Institutionen zusammen, um gleiche Chancen und Rechte für alle Geschlechter zu ermöglichen und gesellschaftlichen Konflikten vorzubeugen.

Verbesserung des Wassermanagements

Obwohl Burundi reich an Wasserressourcen ist, ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser besonders in ländlichen Gebieten nach wie vor unzureichend. CARE fördert die Instandsetzung und den bedarfsgerechten Ausbau von Wasserversorgungssystemen, die Bereitstellung und die Rehabilitierung von Sanitäranlagen. CARE-Helfer*innen führen Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung zum hygienischen Umgang mit Wasser durch und unterstützen lokale Akteur*innen bei der Verbesserung des Managements und des Schutzes der Wasserressourcen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Äthiopien: Nachhaltiges Ressourcenmanagement zur Adaption an den Klimawandel

Im Südwesten Äthiopiens unterstützt die Stiftung der Deutschen Lions die Nahrungsmittelsicherung und Wasserversorgung unter Berücksichtigung ökologischen Landbaus.

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Äthiopien: Nachhaltiges Ressourcenmanagement zur Adaption an den Klimawandel

Obwohl Äthiopien mit einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum von ca. 8-10 % auf einem guten Weg ist, die Lebensverhältnisse im Land nachhaltig zu verbessern, lebt trotzdem rund ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Ein eindeutig bremsender Faktor ist das in weiten Gebieten des Landes fehlende Wasser.

Äthiopien hat fast 100 Millionen Einwohner und ist mit 1,1 Millionen Quadratkilometer Fläche etwa drei Mal so groß wie Deutschland. Derzeit nimmt Äthiopien im weltweiten Vergleich die meisten Schutzsuchenden auf, über 800.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr registriert, hauptsächlich aus Südsudan, Somalia und Eritrea. All diese Menschen müssen sich nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Nahrungsmitteln versorgen. Neben dem Problem immer längeren Trockenzeiten und ausbleibendem Regen wodurch Reservoirs austrocknen und Brunnen trocken fallen, fehlt es auch an Wissen zu angepassten Anbaumethoden und Verhinderung von Monokulturen und Erosion.

Wasser fehlt überall

In der Projektregion im Südwesten des Landes, in den Verwaltungsbezirken (Woredas) Shashogo und Misrak Badawachu, die sich in der Provinz SNNPR (Southern Nations Nationalities People´s Region) befinden, sind fast alle Bewohner als Kleinbäuerinnen und Kleinbauern oder Tagelöhner in der Landwirtschaft tätig. Mangels Wasser und anderer Arbeitsmöglichkeiten wandern die Menschen jedes Jahr vor allem in der auch als „Hunger Season“ beschriebenen Trockenzeit für 2-4 Monate in die Städte ab, wo sie auf Hilfslieferungen angewiesen sind. Nur etwa 17,5 % der Menschen hat Zugang zu einer (lokal als angemessen bewerteten) Trinkwasserversorgung (im Landesdurchschnitt 57 %). Lokal angemessen bedeutet: in einer Entfernung von bis zu 1,5 km sind für jede Person „einige Liter“ trinkbares Wasser erreichbar.

Wasser fehlt überall: Als Trinkwasser und in der Landwirtschaft aber auch für die persönliche Hygiene. Fehlenden Sanitäreinrichtungen begünstigen die Ausbreitung der sogenannten „Water Borne Diseases“, der wasserverursachten Krankheiten die ursächlich für eine hohe Kindersterblichkeit sind. Armut, Perspektivlosigkeit und totale Abhängigkeit von Hilfslieferungen führen vermehrt zur Flucht, nicht nur vom Land in die Stadt sondern auch über die Landesgrenzen hinaus.

Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions leistet Hilfe zur Selbsthilfe

Mit diesem Projekt soll die Lebenssituation von rund 25.000 Menschen, selbstversorgenden Kleinbäuer*innen und ihren Familien, dauerhaft verbessert werden. Dazu werden an vier Standorten Brunnen gebohrt und Pumpen installiert, die mit Solarpaneels betrieben werden. Sind die Brunnen gebohrt und in Betrieb, werden von der Zielgruppe in Eigenleistung unter Anleitung des lokalen Partners SMART, die einfachen Gebäude und Einrichtungen erstellt: Auf Betonfundamenten entstehen die „Wasserkioske“ zur Abnahme von Frischwasser in guter Qualität aus dem Brunnen und Duscheinrichtungen sowie Geräteschuppen. Das für die landwirtschaftliche Nutzung vorgesehene Gelände wird eingezäunt. Um zusätzlich Regenwasser oder gepumptes Wasser längerfristig für die Bewässerung nutzen zu können, entstehen Hochbehälter. In Schulungen wird Basiswissen zur Körperhygiene und den Umgang mit dem wertvollen (Über-) Lebensmittel vermittelt.

Wasser ist die Voraussetzung für nachhaltige Landwirtschaft

Weitere Schwerpunkte des Projekts liegen anschließend in der nachhaltigen Nahrungsmittelsicherung durch Vermittlung von Know-how in aktivem Bodenmanagement, einer dem Klima und den lokalen Bedingungen angepasster Bewirtschaftung und Vermarktung. Die Antonia-Ruut-Stiftung arbeitet seit mehreren Jahren eng mit der lokalen Nichtregierungsorganisation SMART (Sustainable Management of Alternative and Renewable Technologies) zusammen. Es gibt bereits ein Trainingscenter für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Die Nutzung von organischem Material zur Bodenverbesserung ist in Äthiopien weitgehend unbekannt, Viehdung wurde bisher verbrannt. SMART hat ein Verfahren entwickelt und veröffentlicht, wie mit organischen „Abfällen“, auch aus den entstehenden Toiletten, wertvoller Kompost gewonnen und zur Bodenverbesserung eingesetzt wird. Das Verfahren wird inzwischen schon seit mehreren Jahren erfolgreich angewandt.

In diesem Projekt sollen 2.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit einfachen Werkzeugen ausgestattet, intensiv geschult und begleitet werden, bei einer durchschnittlichen Familiengröße von 6-7 Personen werden damit in der Projektlaufzeit ca. 13.000 Menschen erreicht, weitere durch den nachhaltigen Wissenstransfer von geschulten Multiplikator*innen. Es werden Bäume angepflanzt, diese spenden  Schatten für empfindliche Anpflanzungen und tragen wertvolle Früchte zur Eigennutzung und Vermarktung. Es wird reproduzierbarer Samen gewonnen, Keimlinge und Anpflanzungen werden dank ganzjähriger Bewässerungsmöglichkeiten durch die Dürrezeiten gebracht. Anbau, ertragreiche Ernten und Viehwirtschaft sind nur mit zuverlässiger und ganzjähriger Verfügbarkeit von ausreichend Wasser möglich.

Das Projekt wurde von der Stiftung der Deutschen Lions in bewährter Kooperation mit der Antonia-Ruut-Stiftung initiiert und umgesetzt.

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Äthiopien: Agroforst – Nachhaltigkeit verwurzeln

Das umfassende und nachhaltige Projekt zur Ernährungssicherung und Wiederaufforstung der Stiftung der Deutschen Lions unterstützt Menschen in Äthiopien, den Herausforderungen der Klimakrise entgegenzutreten.

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Äthiopien: Agroforst – Nachhaltigkeit verwurzeln

Folgen der Klimakrise in Äthiopien

Weltweit hungern nach Angaben des UN-Reports vom Juli 2021 rund 700 Millionen Menschen. Die Covid-Pandemie hat die Lage verschärft und es wird vermutet, dass die Zahlen sogar höher liegen und weiter ansteigen. In Äthiopien sind schätzungsweise 49 Prozent der Bevölkerung unterernährt. Nur jede*r zweite äthiopische Bürger*in hat Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Ursachen des Hungers sind Dürre und Überschwemmungen, verschärft durch verbreitete Entwaldung und Erosion. Das Land ist daher auch besonders stark von der Klimakrise betroffen. Durch den Bevölkerungszuwachs werden mehr Lebensraum, Wasser und Nahrung benötigt. Wo Wälder abgeholzt werden, gehen wertvolle Ressourcen verloren, Brachland und Wüsten dehnen sich aus. Wenn das Überleben immer schwieriger wird, verlassen Menschen ihren angestammten Lebensraum.

Die Stiftung der Deutschen Lions ist im südlichen Äthiopien aktiv

Mit der Planung eines umfassenden und nachhaltigen Projekts zur Ernährungssicherung und Wiederaufforstung wollen die Lions den Menschen in Äthiopien helfen, diesen Herausforderungen durch geeignete Maßnahmen entgegenzutreten.

Beginnend mit der Sicherung der Ernährung ist eine spürbare Verbesserung der Lebenssituation für Kleinbäuerinnen, Klein­bauern und ihre Familien das oberste Ziel.

Wie wird das Ziel erreicht?

Erreicht wird dies durch Stärkung, Unterstützung und Begleitung von 18 bestehenden Farmer-Trainingscentern (FTC).

In theoretischen und praktischen Trainings wird ver­mittelt, wie sich durch gezielte Bodenverbesserungen die Ernteerträge steigern lassen. Einzelne Frucht-Bäu­me auf landwirtschaftlichen Flächen ermöglichen Obsternten und die Beschattung der Anbauflächen, großflächige Anpflanzungen geeigneter Baumarten verbessern neben der Wasserversorgung auch das Mikroklima in der Projektregion.

Was ist der Erfolg?

Langfristig wird so die Erosion der Böden verringert und die CO2-Bilanz verbessert. Basierend auf bewährten Erfahrungen und der Weitergabe von neuen Erkenntnissen wird die Resili­enz der Zielgruppe gestärkt.

Der lokale Partner berät und begleitet die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auch bei der Vermarktung ihrer Produkte. So schaf­fen die im Rahmen dieses Projekts umzusetzenden Maßnahmen die Voraussetzungen für bescheidenes Einkommen und die Vermeidung von Fluchtursachen.

Projektziele

  • Erwerb und Weitergabe von Know-How
  • Eigenverantwortlichkeit stärken
  • Erhöhung landwirtschaftlicher Erträge
  • Generierung von Einkommen
  • Erhöhung Grundwasserspiegel

Maßnahmen innerhalb der Projektlaufzeit

  • Unterstützung und Ausbau von 18 bestehenden Farmer-Trainingscentern (FTC)
  • Trainings & Begleitung für 10.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
  • Gewinnung und Verbesserung von Anbauflächen
  • regional angepasste (Wieder-) Aufforstungen
  • Anbau von Fruchtbäumen (100.000 neue Bäume)
  • Holzkohle-Produktion und -Vermarktung

Trainingsinhalte

  • Bodenverbesserung, Erosionsvermeidung
  • ertragssteigernde Bewirtschaftung
  • Bäume pflanzen und pflegen
  • Gewinnung Samen und Setzlinge
  • Vermarktung produzierter Erzeugnisse

„Green Belt“ gegen Wüstenwachstum

Afrikas „Grüne Mauer“ ist die Vorzeigeinitiative der Afrikanischen Union, um die Effekte des Klimawandels und der Desertifikation zu bekämpfen.

Mehr Infos zum Green Belt-Movement und der Initiatorin Wangari Muta Maathai:

Projektregion Derashe im Süden Äthiopiens

Die Projektregion Derashe liegt ca. 500 km südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba im Regie­rungsbezirk SNNPR (Southern Nations, Nationalities, and Peoples Region) und ist von der Stadt Arba Minch (mit Universität und Flughafen) in einer Autostunde erreichbar.

Auf 790 km² und in Höhenlagen von 1.250-2.600 m leben 170.000 Menschen vorwiegend von dem, was sie in der Landwirtschaft produzieren. Durch ihr Klima ist die Projektregion sehr gut geeignet zur Einführung von Agroforstwirtschaft. Die lokal anerkannte Organisation GPDA (Gardulla People Development Association) ist ein erfahrener Projekt­partner, der in den letzten Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt hat.

Im Rahmen dieses 4-jährigen Projekts erhält GPDA die nötige Unterstützung und das Know-How zur Einführung der bisher dort unbekannten Agroforst­wirtschaft: 10.000 Kleinbäuerinnen, Kleinbauern, ihre Familien und die gesamte Projektregion Derashe werden von deutlichen Verbesserungen profitieren.

Hier können Sie mehr über die Fortschritte im Projekt erfahren.

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Uganda: Landwirtschaftshilfe für Betroffene der Heuschreckenplage

Nach den Ernteverlusten durch die Heuschreckenplage sichert das Kinderhilfswerk Global Care mit Landwirtschaftshilfen die Ernährung betroffener Familien.

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Uganda: Landwirtschaftshilfe für Betroffene der Heuschreckenplage

Heuschreckenplage in Uganda im Jahr 2020

Am 09. Februar 2020 erreichte ein erster Schwarm Uganda. Weitere Schwärme folgten und verteilten sich auf 22 Distrikte im Nordosten des Landes. Wüstenheuschrecken fressen pro Tag in etwa ihr eigenes Gewicht und haben es auf Nahrungspflanzen und Futtermittel abgesehen. So zerstören sie die Ernten und verstärken die Not der Menschen, die von der Landwirtschaft leben und bereits vor der Plage um ihre Versorgung kämpften.

Ernährung sichern

In den drei betroffenen Dörfern der Distrikte Kitgum, Pader und Katakwi hilft das Kinderhilfswerk GLOBAL CARE gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation K.I.D.S. und sichert die Grundversorgung von insgesamt 60 Familien. Angemietetes Land ermöglicht den Anbau und Verkauf von Erdnüssen, Sesam, Mais und Sonnenblumen. Ausgewählte Familien erhalten Ziegen als Nutztiere und Ochsen für die Feldarbeit.

Wiederaufbau der Landwirtschaft

Projektleiterin Colleen Stevenson ist gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von einem Einsatz zurückgekehrt: „Mit zwei Teams sind wir in die drei Dörfer gereist und haben jeweils 3-tägige Workshops durchgeführt. Die von der Heuschreckenplage betroffenen Menschen haben effektive Techniken für den Anbau, die Ernte und die Pflege der Böden und Pflanzen erlernt. Wir haben mit ihnen die Benutzung von technischen Hilfsmitteln geübt und ihnen Informationen zur Lagerung der Ernte, zur sicheren Benutzung von Pflanzenschutzmitteln und zur Tierhaltung vermittelt. Auch Hausbesuche gehörten zu unserem Programm. Wir sind sehr dankbar, dass dies nach der langen Zeit des Lockdowns möglich war und freuen uns über das Ansehen unseres Hilfsprojekts bei den Regierungsvertreter*innen.“

Mit diesem Projekt werden Bauernfamilien bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt und nachhaltig eine Verbesserung ihrer Lebenssituation bewirkt.

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Uganda: Mit Kochen und Nähen die eigene Zukunft gestalten

Beruflicher Bildung schafft Einkommen und Zukunftsperspektiven für HIV-Infizierte.

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Uganda: Mit Kochen und Nähen die eigene Zukunft gestalten

HIV/Aids vorbeugen

Unter dem Namen t.a.p.p. (= tumaini aids prevention program) engagiert sich das Kinderhilfswerk GLOBAL CARE in Uganda. Tumaini bedeutet Hoffnung, die für viele der 40 Millionen Menschen im ostafrikanischen Uganda eine wichtige Bedeutung hat. Denn rund 2,6 Millionen (Weltbank, 2016) von ihnen sind betroffen vom Immunschwäche-Virus HIV/Aids, der bis heute nicht heilbar ist. Viele Infizierte haben große Angst vor der Zukunft. Oft wagen sie es nicht, ihren Familien die Wahrheit über ihre Krankheit zu sagen. Fragen über die Zukunft der Kinder und den Tod begleiten sie täglich.

Ausbildung von Köchinnen und Köchen

An über 40 Standorten hilft t.a.p.p. den Betroffenen eigene Verdienst- und Sparmöglichkeiten zu schaffen und schenkt einen Weg in die Selbständigkeit.

Schon am Eingang des t.a.p.p.-Zentrums in Mutungo, Uganda hört man es klappern und zischen. 30 Auszubildende schneiden Gemüse, braten Eier und rühren Maniokbrei in großen Töpfen. Im Rahmen einer sechsmonatigen Ausbildung lernen sie hier im Zentrum für HIV-Infizierte das Kochen und Catering für Feierlichkeiten. Es ist der erste Durchlauf der Ausbildung und die zukünftigen Köche und Köchinnen sind stolz, ausgewählt worden zu sein. Sie erhalten grundlegende Kenntnisse über gesunde Ernährung, lernen mit Kochutensilien umzugehen und Lebensmittel richtig zu lagern. Das Kochen von nahrhaften und gesunden Gerichten steht im Mittelpunkt. Außerdem werden Anforderungen und Abläufe für ein gelungenes Catering erarbeitet.

Nähen und Schneidern lernen

Keine 50 km entfernt, in einem weiteren HIV-Zentrum ist die Geräuschkulisse eine ganz andere. Die Maschinen rattern und übertönen fast die Nähanweisungen der Lehrerin. Sechs Monate lang lernen hier 30 Auszubildende Muster herzustellen und auf Stoffe zu übertragen, Stoffe passend auszuschneiden und mit Nadel und Nähmaschine umzugehen.

In Mutungo hat sich die Schneiderausbildung bereits erfolgreich bewährt. In Kakiri wird dieses Bildungs-Modell jetzt übernommen. Eine hochwertige berufliche Bildung ist für die Auszubildenden eine Besonderheit. Sie stammen aus armen Verhältnissen, sind HIV-positiv, haben die Schule abgebrochen, sind verwitwet oder alleinerziehend.

Einkommen und Selbstwert steigern

Durch die Ausbildung erhalten sie Fähigkeiten und Wissen, damit sie anschließend ein Einkommen generieren und für sich und ihre Familien sorgen können. Gleichzeitig wird ihr Selbstwert gestärkt und Stigmatisierung überwunden, indem sie lernen, sich als wertvollen Teil einer Gruppe und der Gesellschaft zu fühlen.

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Mali: Stärkung des Wissens- und Kompetenztransfers für bessere Durchsetzung der Kinderrechte

Wissenstransfer: Kinderrechte Afrika gibt bewährte Ansätze aus der Kinderrechts-Arbeit und nachhaltiger Landwirtschaft an lokale NROs weiter.

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Mali: Stärkung des Wissens- und Kompetenztransfers für bessere Durchsetzung der Kinderrechte

Weitergabe bewährter Ansätze an lokale Organisationen

Die Ansätze die Kinderrechte Afrika in den Projekten  in den vergangenen Jahren mit der lokalen Partnerorganisation GRADEM in den ländlichen Regionen Ségou, Koulikoro und Mopti umsetzen konnten, haben erfolgreich dazu beigetragen, die Kinderrechtssituation in insgesamt 76 Dörfern maßgeblich zu verbessern. Ökologische Anbaumethoden wurden eingeführt, die in der kargen Sahelregion nachhaltig zu höheren Ernteerträgen führen. Die Versorgungslage, das Einkommen der Familien und damit auch die Bildungs- und Zukunftsperspektiven der Kinder haben sich verbessert. Gemeinschaftsinitiativen der neu gegründeten Kooperativen fördern die Schulbildung der Kinder. Die Landflucht junger Mädchen konnte eingedämmt werden. Kinderrechte wurden in lokale Sprachen übertragen und verbreitet und in Schulen und Familien ist ein Wandel hin zu gewaltfreien Erziehungsmethoden zu beobachten!

Um eine größere Reichweite zu erzielen, sollen diese erfolgreichen Projektansätze nun an drei lokale Organisationen (NRO) weitergegeben werden. GRADEM arbeitet mit ihnen im Netzwerk malischer Kinderrechtsorganisationen zusammen, ist aber bislang der einzige Akteur, der diese Ansätze beherrscht. Im neuen Projekt nimmt GRADEM nun eine Coaching-Funktion ein, gibt seine Erfahrungen und Kenntnisse weiter und begleitet die drei NRO bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen in je fünf Pilotdörfern mit dem Ziel, dass sie die Ansätze später eigenständig ausweiten können.

 Projektziele und Maßnahmen:

Ziel ist es, einen Beitrag zu einem wirksameren Kinderschutz in den drei benachteiligten ländlichen Regionen Dioïla, Koulikoro und San in Mali zu leisten. Dort setzten die drei Nichtregierungsorganisationen (NRO) Kabu-Wolo, SOLI-AM und Séniwè  in 15 Dörfern  einen integrierten Ansatz für Kinderrechte und nachhaltige Entwicklung um.

Maßnahmen:

    • Schulungen der NRO zu Kinderrechten und deren Vermittlung in den Lokalsprachen, zur Realisierung von Radiobeiträgen, zur Förderung gewaltfreier Erziehungsmethoden, zum Konzept der (vor)genossenschaftlichen Vereinigungen sowie zur Agroökologie
    • Weiterbildung von 120 Mitgliedern aus 15 (vor)genossenschaftlichen Vereinigungen in nachhaltigen Anbaumethoden und Kleintierhaltung nach agroökologischen Grundsätzen sowie Treffen (vor)genossenschaftlichen Vereinigungen zum Erfahrungsaustausch
    • Begleitung von 15 Dörfern bei der Gründung einer (vor)genossenschaftlichen Vereinigung sowie Schulungen der Mitglieder
    • Förderung von Gemeinschaftsinitiativen in allen 15 Projektdörfern
    • Sensibilisierung von 2.000 Kindern und Jugendlichen zu Kinderrechten sowie ihrer eigenen Rolle bei der Durchsetzung ihrer Rechte
    • Förderung der Sekundarschulbildung, insbesondere für Mädchen, in den 15 Projektdörfern

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Togo: Kinderrechts-Arbeit schützt vor schädlichen kulturellen Praktiken

Kinderrechte Afrika setzt sich in Togo ein, Kinder wirksamer vor schädlichen kulturellen Praktiken wie Früh- und Zwangsheirat, Kinderhandel oder Exorzismus zu schützen

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Togo: Kinderrechts-Arbeit schützt vor schädlichen kulturellen Praktiken

Verletzung der Kinderrechte aufgrund kultureller Praktiken

In den vergangenen vier Jahren konnte CREUSET, die lokale Partnerorganisation unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V.  in den Regionen Kara und Centrale in Togo über 1.000 Kinder begleiten, die schwere Kinderrechtsverletzungen erfahren hatten. Darunter ist insbesondere auch die Anschuldigung der Hexerei zu nennen, die für die betroffenen Kinder oftmals sozialen Ausschluss, schwere körperliche und psychische Gewalt oder gar den Tod bedeutet. Eine enge Zusammenarbeit mit Medien, Polizei- und Sicherheitskräften, Jugendrichter*innen, Sozialarbeiter*innen, traditionellen und religiösen Führungspersonen, Familien, Schulen und Gemeinden konnte darüber hinaus bewirken, dass die Problematik zunehmend wahr- und ernst genommen wird und sich immer mehr Akteure für den Schutz der Kinder engagieren.

Weiter nördlich, in den ländlich geprägten Grenzgebieten zu Ghana und Benin, sind diese Phänomene ebenfalls alltäglich. Der Aberglauben ist in dieser traditionell geprägten und wenig alphabetisierten Region noch stärker verbreitet. Die Armut vieler Familien tut ihr Übriges um diese und weitere schädliche Praktiken wie Frühverheiratung und Kinderhandel zu fördern. Die Coronakrise sowie längere Dürreperioden haben die Armut der Bevölkerung noch einmal verstärkt. Bislang gab es in dieser Region noch keine Maßnahmen der Sensibilisierung für die Rechte der Kinder, der Schulung zentraler Akteur*innen oder des Aufbaus von Begleitangeboten für betroffene Kinder.

Kinderrechtsarbeit in 50 Dörfern

In diesem neuen Projekt werden bewährte Ansätze aus den vergangenen Jahren, wie die Arbeit mit Medien, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren oder die Übertragung von Kinderrechten in lokale Sprachen und den kulturellen Kontext auf diese neue Projektregion – die Präfekturen Dankpen, Oti und Oti-Sud – übertragen und erweitert. In den 25 Kommunen des Projektgebiets sollen 50 ausgewählte Dörfer zu gewaltfreien Pilotdörfern werden.

Hierfür unterzeichnen verschiedene zuvor geschulte Personengruppen, eligiöse und traditionelle Führungspersonen, Lehr- und Gesundheitspersonal, Vertreter*innen von Kinder- und Jugendclubs sowie der Gemeindeverwaltungen, Polizei- und Sicherheitskräfte eine Charta für ihren Beitrag zu einem wirksamen Schutz der Kinder vor schädlichen kulturellen Praktiken.

Lokale nachhaltige Begleitangebote sollen aufgebaut und fachlich gestärkt werden, darunter Rechtsclubs und ehrenamtliche Beratungsstellen. Zudem ist ein Austausch mit den Partner*innen von Kinderrechte Afrika e. V. in Ghana und Benin vorgesehen, insbesondere auch vor dem Hintergrund einer Zusammenarbeit gegen den transnationalen Kinderhandel.

Konkrete Ziele

Ziel des Projektes ist es, Kinder in Togo wirksamer vor schädlichen kulturellen Praktiken wie Früh- und Zwangsheirat, Kinderhandel oder Exorzismus schützen.

  1. In 50 Projektdörfern sind die Kinderschutzakteure von Staat und Zivilgesellschaft in der Lage, für einen effektiven und nachhaltigen Schutz von Kindern vor schädlichen kulturellen Praktiken wirksam zusammenzuarbeiten.
  2. Kinder im Projektgebiet, die von schädlichen kulturellen Praktiken betroffen oder gefährdet sind, haben in ihren Dörfern Zugang zu konkreten Unterstützungsangeboten (1.000 Kinder während der Projektlaufzeit).
  3. In der Bevölkerung der Projektregion ist das Bewusstsein für die Rechte und das Wohl des Kindes gestärkt.
  4. Zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure auf regionaler und nationaler Ebene sind mit den Projektthematiken und ihrer eigenen Rolle für den Schutz von Kindern in Togo vor schädlichen kulturellen Praktiken vertraut.
  5. Vier Partnerorganisationen von Kinderrechte Afrika e. V. sind für die grenzübergreifende Zusammenarbeit bei der Eindämmung schädlicher kultureller Praktiken gestärkt.

Beispiel: Begleitung von zwei Kindern, die der Hexerei beschuldigt wurden

Gleich in der ersten Woche des Projekts wurde CREUSET zu einem Fall hinzugerufen, bei dem zwei Grundschüler beschuldigt wurden, ihre Mitschüler*innen und Lehrer*innen verhext zu haben. Die beiden wurden öffentlich vorgeführt und zu einem grausamen Ritual gezwungen, der die übernatürlichen Kräfte der beiden vertreiben sollte. CREUSET begleitete die beiden Jungen und nahm eine aufklärende Arbeit mit Schüler- und Lehrerschaft auf. So konnten sie die Stigmatisierung abzubauen, die den beiden Jungen anhaftete und sie vorrübergehend vom weiteren Schulbesuch abhielt.

 

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Somalia: Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Familien

Der Mangel an landwirtschaftlichen Produktionsmitteln, das Auftreten von Extremwetterereignissen und mangelnde Infrastruktur sind für Ernährungsunsicherheit in vielen Familien verantwortlich. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor ist vor Ort und hilft, die Situation zu verbessern.

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Somalia: Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Familien

Eine der größten humanitären Krisen der Welt

Durch den jahrelang andauernden Konflikt, politische Instabilität und immer wiederkehrende Extremwetterereignisse herrscht in Somalia weiterhin einer der größten humanitären Krisen der Welt vor. Ein Großteil der somalischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Der Mangel an landwirtschaftlichen Produktionsmitteln, fehlendem Wissen über effektive Anbaumethoden, das Auftreten von Extremwetterereignissen und mangelnde Infrastruktur sind jedoch mitunter Gründe dafür, dass Haushalte in Somalia unter Ernährungsunsicherheit leiden.

Aus diesem Grund haben WARDI und unsere Mitgliedsorganisation action medeor in der Vergangenheit bereits Projekte zur Verbesserung der Ernährungssicherheit in der Region Hiraan umgesetzt. Aufgrund des anhaltenden Bedarfes in der Region startete im September 2021 ein neues gemeinsames Projekt von action medeor und WARDI, welches mit vielfältigen Maßnahmen zur Verbesserung von Ernährungssituation, Lebensbedingungen und Gesundheit im Projektgebiet beitragen soll.
Durchgeführt wird das Projekt in zehn flussnahmen Gemeinden in den Distrikten Beletweyn und Bulaburte in der Region Hiraan. Die Lebensgrundlage der Bevölkerung in diesen Gemeinden basiert vornehmlich auf Ackerbau und Viehzucht.

Stärkung der Gemeindestrukturen

In der Anfangsphase des Projektes wird pro Gemeinde ein Projektmanagement-Komitee aus Gemeindemitgliedern gebildet, das bei der Auswahl der begünstigten Haushalte sowie bei der Durchführung und Organisation der Projektaktivitäten unterstützt. Diese enge Einbindung der Menschen aus den Projektgemeinden trägt dazu bei, dass das Projekt nächtig einen positiven Einfluss haben kann: unter anderem organisieren die Komitees auch die Instandhaltung von Infrastruktur wie Straßen und Bewässerungsanlegen, die im Rahmen des Projektes gebaut werden.

Bewässerungssysteme aufbauen

Der Zugang zu Wasser für die Bewässerung von Ackerflächen stellt viele der Kleinbäuer*innen im Projektgebiet vor große Herausforderungen und ist eine zentrale Ursache für niedrige Erträge, besonders vor dem Hintergrund von immer häufiger auftretenden Dürreperioden. Auch wenn die Ackerflächen der Kleinbäuer*innen oftmals flussnah gelegen sind, fehlen Mittel wie Bewässerungspumpen oder intakte Bewässerungskanäle für eine effektive Bewässerung der Flächen.

Um diese Situation zu verbessern, werden unter anderem bestehende Bewässerungskanälen ausgebessert und wiederhergestellt. Zudem werden Bewässerungspumpen durch das Projekt bereitgestellt – teilweise mit Diesel betrieben, als Neuerung in der Region aber auch Solar-betriebene Pumpen.

Schulungen und Verteilung von Gerät und Saatgut

Um die landwirtschaftliche Produktion der Zielgruppe nachhaltig zu verbessern, ist eine Kombination aus Verteilungen von Saatgut, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Geräten sowie die Durchführung von Schulungen zu verbesserten Anbaumethoden geplant.

Auf neu angelegten Demonstrationsfeldern erlernen Kleinbäuer*innen verbesserte Anbaumethoden und können im Austausch miteinander und mit den über das Projekt angestellten vier landwirtschaftlichen Berater*innen verschiedene Pflanzensorten und Methoden erproben. Zusätzlich erhalten 1.000 kleinbäuerliche Haushalte Saatgut, Düngemittel sowie Werkzeuge. Verschiedene Trainingseinheiten vermitteln unter anderem die eigenständige Herstellung von organischem Düngemittel, um die Bodenqualität und Ernteerträge nachhaltig zu verbessern.

Ernährungssituation verbessern

Eine weitere Projektmaßnahme zielt auf eine bessere Ernährungsvielfalt und Gesundheit ab: 1.000 Frauen werden mit Gemüsesaatgut und Obstbaumsetzlingen ausgestattet und beim Anlegen und der Pflege von Gemüsegärten unterstützt.

Eine zusätzliche Herausforderung für die Kleinbäuer:innen im Projektgebiet stellt die zunehmende Gefahr von Überschwemmungen dar, insbesondere in den flussnahen Gebieten. Um dieses Risiko zukünftig zu reduzieren und den Verlust von Ernten und Lebensgrundlagen zu reduzieren, sollen circa 10km des Fluss-Damms repariert und verstärkt werden. Zusätzlich werden zwei Regenmesser angeschafft, um die Niederschläge in der Region überwachen und schneller auf Auffälligkeiten reagieren zu können.

Lebensgrundlagen sichern durch ein erhöhtes Haushaltseinkommen

Um die Ernährungssicherheit und das Haushaltseinkommen der Zielgruppe zu verbessern, sind Verteilungen von Hühnern, Ziegen und Eseln (plus Karren) geplant. Da in Somalia Frauen traditionell für die Versorgung von Nutztieren verantwortlich sind und Nutztiere eine hervorragende Möglichkeit der Einkommensgenerierung darstellen, richtet sich die Aktivitäten explizit an Frauen in den Zielgemeinden. So trägt etwa der Verkauf von Küken und Eiern zu einer Erhöhung des Haushaltseinkommens bei. Die Milch von Ziegen kann für den eigenen Konsum genutzt oder verkauft werden.

Viele Frauen in den Zielgemeinden sind bereits erfahren mit der Haltung von Tieren, jedoch kam es in den vergangenen Jahren zu starken Dezimierungen der Bestände aufgrund von Dürren oder Krankheiten. Um Fehler bei der Haltung von Nutztieren zu vermeiden, erhalten die Frauen im Anschluss an die Verteilungen ein zweitägiges Training zur korrekten Haltung der Tiere und werden nach dem Training von WARDI weiter beraten. Zudem ist im Rahmen dieses Projektes erstmalig geplant, auch eine regelmäßige Beratung durch Tierärzt:innen zu ermöglichen.

Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung des Haushaltseinkommens wird durch die Anschaffung von Mahlmaschinen und Ölpressmaschinen erzielt: diese Maschinen werden es den Kleinbäuer:innen zukünftig ermöglichen, ihre Produkte selbst weiterzuverarbeiten und somit höhere Preise erzielen zu können.

Verbesserte Ernährungs- und Hygienesituation

In neu gebildeten und über das Projekt betreute Müttergruppen werden Frauen in wöchentlichen Sitzungen Themen wie Säuglings- und Kleinkindernährung und die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von akuter Mangelernährung bei Kindern thematisiert. Zusätzlich werden in diesen Gruppentreffen auch verschiedene altersgerechte Rezepte aus lokalen Lebensmitteln zubereitet und besonders auch der hygienisch sichere Umgang mit Lebensmitteln besprochen.

Da traditionellerweise Väter in Somalia nicht für die Versorgung und Pflege von Kindern verantwortlich sind, sollen sie im Rahmen des Projekts daher erstmals für die Bedeutung von Ernährung für die Kindesgesundheit und -entwicklung sensibilisiert werden. Hierzu sollen über einen Zeitraum von vier Jahren jeweils eine Aufklärungsveranstaltung pro Jahr und Gemeinde für Väter bzw. Männer stattfinden.

Für eine weitere Verbesserung der Gesundheits- und Hygienesituation werden außerdem Schulungen zu Wasseraufbereitung und Hygiene durchgeführt sowie Brunnen in den Projektgemeinden gebaut oder wiederinstandgesetzt. Somit haben Gemeindemitglieder einen verbesserten und dauerhaften Zugang zu sauberem Wasser und das Risiko für die Übertragung von wasser- und hygienebasierten Krankheiten kann vermindert werden.

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie werden die Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Hygiene um weitere Aktivitäten ergänzt: diese beinhaltenen Informationskampagnen, den Aufbau von Handwasch-Stationen sowie die Verteilungen von Schutzmasken und Hygienekits an Haushalte.

Das Projekt wird gefödert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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DR Kongo: Verbesserung der Gesundheit und Ernährungssicherung in Süd-Kivu

Unsere Mitgliedsorganisation action medeor setzt sich in der Provinz Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo dafür ein, die Ernährung zu sichern und den Zugang zu Gesundheitseinrichtungen zuverbessern. Insbesondere verwitwete und alleinstehende Frauen kämpfen dort ums Überleben ihrer Familien.

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DR Kongo: Verbesserung der Gesundheit und Ernährungssicherung in Süd-Kivu

Situation in Süd-Kivu in der DR Kongo

Die Provinz Süd Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo gehört zu einer der am stärksten benachteiligten Regionen des ohnehin armen Landes in Zentralafrika. Anhaltende Konflikte innerhalb des Landes und politische Unruhen in den Nachbarländern führen zu einer hohen Zahl an Binnenvertriebenen, Geflüchteten und Rückkehrenden. Viele Familien kämpfen ums blanke Überleben. Besonders hart trifft es verwitwete und alleinstehende Frauen, die ihre Familie alleine versorgen müssen.

Süd-Kivu: mangelnde Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherung

Das staatliche Gesundheitssystem der DR Kongo ermöglicht den Menschen nur eine unzureichende und unzuverlässige Versorgung: Es mangelt an qualifiziertem Personal, Ausstattung und Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen. Fehlende soziale Sicherungssysteme führen dazu, dass besonders die ärmsten Familien keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, da sie sich die Behandlungen nicht leisten können. Diese schwierigen Rahmenbedingungen führen in Kombination mit der angespannten Sicherheitslage und einer oft durch Flucht und Vertreibung traumatisierten Bevölkerung zu einer dramatischen Situation.

Die häufigsten Krankheiten im Projektgebiet sind Malaria, Cholera, andere wasserbasierte Krankheiten. Auch vernachlässigte Tropenkrankheiten wie Wurmerkrankungen oder chronische Krankheitsbilder wie Diabetes und HIV/Aids kommen häufig vor. Zudem zählen Malaria und Unterernährung zu den Hauptursachen von Krankheit und Todesfällen in der Region Süd-Kivu und betreffen vor allem Frauen und Kinder.

Frauen sind der Schlüssel zu Entwicklung

Das gemeinsame Projekt richtet sich sowohl an Binnenvertriebene, Geflüchtete und Rückkehrende als auch an die lokale Bevölkerung der Projektregion, vor allem in den Dörfer Sange, Kiliba und Luvungi. Circa 80 Prozent der Zielgruppe sind schwangere und stillende Frauen sowie Kinder unter fünf Jahren. Der Großteil der Menschen im Projektgebiet sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die von einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 20 US Dollar pro Familie leben.

Frauen spielen im Kontext von Ernährungssicherung, Gesundheit und ländlicher Entwicklung eine entscheidende Rolle. Um die Potenziale der Frauen besonders zu nutzen und zu fördern, arbeitet die lokale Partnerorganisation AFPDE bereits seit fast 20 Jahren mit lokalen Frauengruppen zusammen. Sie hat bisher in ganz Süd-Kivu ungefähr 300 selbst organisierte Gruppen zu den Themen Landwirtschaft und wirtschaftliche Selbstbestimmung, Mikrokredite, Alphabetisierung sowie Kinder- und Frauenrechte ins Leben gerufen. Dies ermöglicht es auch im vorliegenden Projekt auf dieses Netzwerk zurückzugreifen und die Frauen in allen Phasen einzubeziehen.

Gesundheitsversorgung und Ernährung

Um die Lebensbedingungen der Menschen im Projektgebiet nachhaltig zu verbessern, setzt das Projekt auf kombinierte Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Ernährungssituation der Familien.

Zur Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung werden drei Krankenhäuser im Projektgebiet mit Medikamenten, medizinischen Verbrauchsmaterialien und therapeutischer Nahrung zur Behandlung von mangelernährten Patient*innen versorgt. Ein besonderer Fokus des Projektes liegt hierbei auf der Versorgung von Kindern unter fünf Jahren, Schwangeren und stillenden Müttern. Medikamente zur Behandlung von Malaria machen einen wichtigen Teil der Unterstützung aus: die DR Kongo gehört zu den Hochrisikogebieten, in denen Malaria ganzjährig auftritt. Besonders in Kombination mit schwerer und chronischer Mangelernährung verlaufen diese Malariainfektionen oft tödlich.

Neben der Unterstützung der Malaria-Therapie werden die Gesundheitseinrichtungen insbesondere mit Medikamenten gegen opportunistische Infektionen HIV-infizierter Menschen, durch Wasser übertragene Erkrankungen (u.a. Durchfälle und Cholera) und chronische Erkrankungen wie Diabetes unterstützt. Die Region ist endemisch für Cholera; auch Augenerkrankungen und vernachlässigte Tropenkrankheiten (z.B. Flussblindheit) treten häufig auf.

Ein weiterer Fokus des Projektes liegt in der Verbesserung der Ernährungssituation und Behandlung von Mangelernährung. Bislang gibt es an den drei ausgewählten Gesundheitseinrichtungen keine spezialisierten Präventions- und Behandlungszentren für Mangel- und Unterernährung. Patient*innen müssen durchschnittlich zwischen sieben und 33 km zum nächsten Behandlungszentrum zurücklegen. Im Projekt erhalten die Patient*innen, insbesondere Kinder unter fünf Jahren, eine ernährungsmedizinische Therapie, die aus einer stationären Behandlung, Betreuung durch Ernährungsberater*innen, ambulante Behandlung mit therapeutischer Zusatznahrung und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen besteht. In der abschließenden Phase werden die betroffenen Menschen mit Nahrungsergänzungsmitteln auf den Übergang zu regulärer Nahrung vorbereitet.

In Aufklärungsveranstaltungen und über Radioprogramme wird zudem regelmäßig über Themen wie Mutter-Kind-Gesundheit, Unter- und Mangelernährung, gesunde Ernährung, die Bedeutung des Stillens und des Konsums von Jodsalz, von Hygiene und Vorbeugung vor wasserübertragbaren Infektionskrankheiten informiert.

Nachhaltige Verbesserung der Ernährungssituation

Im Rahmen des Projektes werden 563 kleinbäuerliche Haushalte durch die Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten unterstützt und erlernen verbesserte landwirtschaftliche Anbaupraktiken, um ihre landwirtschaftliche Produktion zu steigern und ihre Nahrungsmittel zu diversifizieren. Hierfür werden Demonstrationsfelder angelegt, die im Projektverlauf als Schulungs- und Demonstrationsflächen dienen. Auf den Flächen erlernen die lokalen Kleinbauern und –bäuerinnen verschiedene Techniken, wie z. B. zur Bewässerung und Klimaanpassung, Herstellung von biologischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, und Aufbewahrung und Konservierung von landwirtschaftlichen Produkten. Um den Marktzugang zu verbessern werden Maschinen (Mahl- und Schälmaschinen) zur Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten wie Mais, Maniok und Reis bereitgestellt sowie Lager- und Trocknungsflächen gebaut, damit die Bevölkerung ihre Produkte besser trocknen und lagern kann und so Ernteverluste vermieden werden.

Eine starke Partnerschaft: action medeor und AFPDE

Bereits seit 1999 arbeitet die lokale Organisation Association des Femmes pour la Promotion et le Développement Endogène (AFPDE) in der Region Uvira in Süd-Kivu. Die Mitarbeiter*innen engagieren sich in vier Bereichen: Gesundheit, Rechte (v.a. Frauenrechte), Bekämpfung von Armut und Hunger sowie Bildung.

Seit April 2011 ist AFPDE Partnerorganisation von action medeor: Sieben Projekte wurden bereits erfolgreich gemeinsam durchgeführt. Das Team von AFPDE genießt hohes Vertrauen der Zielgruppen und ist lokal anerkannt und gut vernetzt.

Teil der gemeinsamen Projektaktivitäten ist immer auch der Aufbau von Kapazitäten bei der lokalen Partnerorganisation: in den vergangenen Projekten wurden Mitarbeiter*innen insbesondere in Gesundheitsthemen geschult. Hierbei lag der Fokus auf HIV/Aids-Prävention und -Behandlung. Durch diese gewachsene Kompetenz im Gesundheitsbereich übernimmt AFPEDE mittlerweile die Leitung des UN Sub-Cluster Gesundheit, WASH und Ernährung, der die humanitären Hilfsmaßnahmen aller Organisationen in der Region koordiniert.

Im Rahmen des Projektes werden zwei Schulungen über Prävention und Früherkennung sowie die Behandlung von Mangel- und Unterernährung und gute Ernährungsgewohnheiten organisiert, an denen auch die medizinische Leiterin, die Ernährungsberaterin und die Apothekerin von AFPDE teilnehmen. 

Das Projekt wird gefödert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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Benin: Familienmediationen auf lokaler Ebene zur Förderung der elterlichen Verantwortung

In Benin fördert Kinderrechte Afrika e. V. den Aufbau eines nachhaltigen und flächendeckenden Angebots der Familienmediation zur Stärkung der elterlichen Verantwortung.

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Benin: Familienmediationen auf lokaler Ebene zur Förderung der elterlichen Verantwortung

Kinderrechte Afrika e. V. will den Aufbau eines nachhaltigen und flächendeckenden Angebots der Familienmediation zur Stärkung der elterlichen Verantwortung und eines schützenden familiären Umfeldes, das die ganzheitliche Entwicklung von Kindern unterstützt, in den Departements Ouémé und Plateau in Bénin fördern.

Das Projekt setzt dabei auf folgende Maßnahmen:

  • Schulung der lokalen Mediator(inn)en, Einrichtung der Mediationsstellen und Begleitung der lokalen Mediator(inn)en bei der Durchführung von Familienmediationen
  • Erfahrungsaustausch der Mediator(inn)en untereinander und mit staatlichen Sozialdiensten
  • Formalisierung von Partnerschaftsvereinbarungen mit staatlichen Diensten
  • Erstellung eines Handbuchs zu Kinderrechten in leichter Sprache und in Lokalsprachen sowie Neuauflage des Handbuchs zur elterlichen Verantwortung in 2 weiteren Lokalsprachen
  • Organisation von Plädoyer- und Sensibilisierungsveranstaltungen, Produktion von Radiosendungen
  • Gründung und Schulung von lokalen Kinderschutzkomitees in den Kommunen
  • Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen zur Unterstützung von 140 alleinerziehenden Eltern für die Aufnahme Einkommen schaffender Maßnahmen
  • Aufnahme, gesundheitliche, psychosoziale und rechtliche Begleitung der Kinder im Zentrum La Passerelle
  • Unterstützung der Mädchen für den Schulbesuch oder die Aufnahme einer Ausbildung
  • Wiedereingliederung und Nachbegleitung der Mädchen
  • Ergänzung der landwirtschaftlichen Aktivitäten von ESGB zur Selbstversorgung des Kinderschutzzentrums und Ausbildung älterer Mädchen
  • Ausstattung eines Schulungssaals sowie von 3 Übernachtungszimmern zur Vermietung

Nachhaltige Verbesserungen

In 14 Kommunen der Departments Ouémé und Plateau soll es dauerhaft Mediationsstellen geben, die Familien dabei unterstützen, bei Konflikten einen ausreichenden Schutz des Kindeswohls zu gewährleisten. In den Projektkommunen sollen Kinderrechte sowie die gesetzlichen elterlichen Fürsorgepflichten bekannt gemacht werden. 2.300 Kinder, die aufgrund elterlicher Konflikte bzw. Trennung in Not geraten sind (2000 im offenen Milieu und 300 im Zentrum La Passerelle) sollen eine angemessene Begleitung erhalten, die es ihnen erlaubt, ihr Trauma zu überwinden und wieder aufzuleben. Der lokale Partner soll nachhaltig in seiner finanziellen Unabhängigkeit gestärkt werden, insbesondere für den Betrieb des Kinderschutzzentrums La Passerelle. Damit wollen Kinderrechte Afrika e. V. die Kinderrechte und das Kindeswohl von ca. 10.000 Kindern in den Departements Plateau und Ouémé, die unter den Konflikten ihrer Eltern leiden, schützen.

Hintergrund

Bei der Begleitung von Kindern auf der Straße hat Espace Solidarité Globale Bénin (ESGB), der lokale Partner von Kinderrechte Afrika, festgestellt, dass oft zerrüttete Familienverhältnisse und mangelnde elterliche Verantwortung, insbesondere bei einer Trennung, ursächlich für die Notsituation der Kinder sind. Hinzu kommt die Unkenntnis bestehender Gesetze zum Kinderschutz und zur elterlichen Verantwortung. In einer Pilotphase wurde der Ansatz der Familienmediationen erprobt, um für Kinder in Not wieder ein schützendes familiäres Umfeld zu schaffen. Über 2.000 Elternpaare haben die Mediation gesucht, um ihre Konflikte zu lösen. Die Evaluierungen belegen, dass für über 3.000 Kinder dadurch die Situation nachhaltig verbessert wurde. Die Nachfrage an Familienmediationen ist jedoch derart hoch, dass das Projektteam von ESGB dieser nicht gerecht werden kann. Immer häufiger gab es auch dringende Anfragen aus dem Department Plateau, in dem es bisher kein solches Angebot gibt. Das Projekt unterstützt den nachhaltigen Aufbau eines Angebots von Familienmediationen in den 14 Kommunen der Departements Ouémé und Plateau über hierfür geschulte Akteure, die bereits traditionell eine Vermittlungs- und Beratungsfunktion einnehmen (traditionelle und religiöse Würdenträger, Sozialarbeiter(innen), spezialisierte Vereine).

Weitere Informationen zu dem Projekt von Kinderrechte Afrika e. V. in Benin finden sie hier.

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Sierra Leone: Schutz vor Hunger und Armut

Die Folgen der Ebola-Epidemie sind in Sierra Leone immer noch spürbar. Mit unterschiedlichen Projekten in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft und Einkommensförderung unterstützt unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe die lokale Bevölkerung.

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Sierra Leone: Schutz vor Hunger und Armut

Leben in Sierra Leone  

Sierra Leone gehört zu den schwächsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) belegt es Platz 179 von 188. Armut, Krankheit und Perspektivlosigkeit bestimmen das Leben der Menschen. 

Die Not der Bevölkerung 

60 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Ein besonderes Problem ist die Jugendarbeitslosigkeit, die mit 70 Prozent extrem hoch ist. Armut und ein völlig überfordertes Gesundheitssystem haben dazu geführt, dass Sierra Leone besonders unter der 2014 ausgebrochenen Ebola-Epidemie zu leiden hatte. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Sierra Leone erst am 7. November 2015 für ebolafrei erklärt. 

Die Folgen der verheerenden Epidemie sowie die des Bürgerkriegs von 1991 bis 2002 sind allerdings überall im Land schmerzhaft spürbar. Viele Familien sind zerrissen. Mütter und Väter sind gestorben. Die Kinder sind als Waisen zurückgeblieben. Großes Elend beherrscht das Land – physisch wie psychisch. 

Familien stärken 

Nachdem ora Kinderhilfe während der Ebola-Krise Nothilfe leistete, wird das Land seit 2016 dauerhaft und nachhaltig von der Organisation unterstützt. Dazu wurde noch im Jahr 2015 die Vineyard Community Development (VCD) gegründet. In Zusammenarbeit mit ora Kinderhilfe lindert VCD das Leid der Menschen in Makeni im Landesinneren und in Grafton in der Nähe der Hauptstadt Freetown. 

Makeni 

In Makeni hat ora Kinderhilfe ein Patenschaftsprogramm für Kinder ins Leben gerufen. Die Jungen und Mädchen erhalten gesunde Nahrung, Kleidung und Schulmaterialien. Zudem hat ora Kinderhilfe Land für ein Landwirtschaftsprojekt als Einkommen generierende Maßnahme gekauft. Hier werden die Familienmitglieder der Patenkinder vor Ort in Landwirtschaft geschult. Auf dem Acker werden unter anderem Erdnüsse und Kartoffeln angebaut. Die Erlöse vom Verkauf der Ernte fließen als Löhne in die Familien, in den Erwerb von neuem Saatgut und in den weiteren Ausbau des Projektes. Parallel dazu lernen die Erwachsenen lesen und schreiben und werden in Buchführung sowie Hygienemaßnahmen unterrichtet. 

Grafton 

In Grafton haben wir im Juni 2017 eine Bäckerei eröffnet, die als Ausbildungsbetrieb dient. Junge Frauen erlernen dort das Handwerk und können so später selbst für sich und ihre Familien sorgen. In der Bäckerei wird hauptsächlich Bananenbrot und „Rich Cake“ gebacken und zum Verkauf angeboten. 

Zudem gibt es seit einiger Zeit eine Fußballmannschaft. Dort spielen ca. 30 Jugendliche im Alter zwischen 8 und 17 Jahren mit. Ziel ist es, den Jungen eine sinnvolle Beschäftigung neben der Schule zu geben, um sie Disziplin, Zielstrebigkeit, Erfolgserlebnisse und Teamgeist zu lehren und sie davon abzuhalten, auf die schiefe Bahn zu geraten. 

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Ruanda: Langfristige Entwicklungszusammenarbeit

Die Folgen des Völkermordes 1994 in Ruanda sind bis heute zu spüren: Viele Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe setzt sich in unterschiedlichen Projekten dafür ein, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und leistet Grundversorgung und Bildung für die Hinterbliebenen der Opfer des Völkermords.

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Ruanda: Langfristige Entwicklungszusammenarbeit

Leben in Ruanda  

Ruanda ist das am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Auf einer Fläche kleiner als Brandenburg leben mehr als zehn Millionen Menschen. Im Jahr 1994 fand hier einer der blutigsten Völkermorde des 20. Jahrhunderts statt – eine Million Kinder, Frauen und Männer wurden in nur 100 Tagen getötet. Die Folgen des grausamen Genozids sind bis heute allgegenwärtig in dem kleinen zentralafrikanischen Staat. Zwar herrscht nun Frieden und die Verhältnisse sind einigermaßen stabil, doch die Probleme sind unübersehbar.  

Land der Witwen und Waisen  

Seit dem grausamen Völkermord 1994 hat Ruanda starke wirtschaftliche Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch liegt die Lebenserwartung bei nur 58 Jahren. Viele Familien leben unterhalb der Armutsgrenze. Begründet liegt dies in der hohen Bevölkerungsanzahl. Die Landknappheit ist groß und die Erträge reichen zur Versorgung nicht aus. Regional und saisonal kommt es immer wieder zu Hungersnöten. In manchen Gebieten herrscht chronische Unterernährung. Besonders betroffen davon sind die durch den Genozid verarmten Frauen. Traumatisiert und häufig angesteckt mit Infektionskrankheiten, vor allem mit HIV und AIDS, leben sie außerhalb der Städte im Elend. Viele Frauen sind durch Vergewaltigungen infiziert worden. Sie mussten diese während des Genozids erleiden. Gewaltverbrechen und Misshandlungen waren Teil der Strategie der Kämpfer. Sie zielten bewusst darauf, die Körper und Seelen der Frauen zu zerstören. 

Die Projektarbeit von ora Kinderhilfe in Ruanda 

Gemeinsam mit der ruandischen Organisation Solace Ministries hilft ora Kinderhilfe Kindern und Familien in sieben Regionen – unter anderem in Runda, Kabuga, Nyagasambu und Bicumbi.  

In den Communities haben sich aus den Witwen und Waisen oft neue Familien gebildet. Ihnen helfen sie auf unterschiedliche Weise. Es gibt ein Landwirtschaftsprojekt, das besonders die Frauen darin unterstützt, ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Darüber hinaus hilft ora Kinderhilfe mit Tieren das Auskommen zu sichern. Besonders trächtige Kühe, Ziegen und Hühner helfen den Frauen. Sie geben Milch, Fell, Eier und Fleisch. Die Frauen nutzen die Erzeugnisse für sich und ihre Kinder und verkaufen einen Teil auch an Nachbarn und Bekannte. So entwickelt sich nach und nach ein kleiner wirtschaftlicher Kreislauf.  

Viele Frauen und Kinder erhalten zudem psychologische Hilfe, um die traumatischen Erfahrungen des Völkermordes zu verarbeiten. Den Kindern wird der Schulbesuch ermöglicht und alle werden krankenversichert.  

Patenschaftsprogramm  

Seit 12 Jahren engagiert sich ora Kinderhilfe in Ruanda. Derzeit sind 483 ora-Patenkinder in ihrem Programm. Ihnen allen wird der Schulbesuch ermöglicht. Sie erhalten Kleidung, Schuhe, Schulmaterialen und bei Bedarf auch Medikamente. 

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Kenia: Neue Anbaumethoden in Kinari und Karangatha

In Kinari und Karangatha reicht die Ernte der einheimischen Bauernfamilien nicht aus, um davon leben zu können. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe arbeitet mit ihnen zusammen und schult sie in neuen Anbaumethoden, sodass die Familien höhere Einkommen erzielen.

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Kenia: Neue Anbaumethoden in Kinari und Karangatha

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Ernte in Kinari  und Karangatha

In Kinari arbeitet ora Kinderhilfe mit einheimischen Bauernfamilien zusammen. Sie leben nur von dem, was sie auf ihren Feldern ernten – meistens viel zu wenig. Armut, Hunger und Elend sind die Folge. Die Anbaumethoden stammen häufig noch aus dem vorletzten Jahrhundert, das Saatgut ist minderwertig, hochwertiger biologischer Dünger ist kaum vorhanden. Dazu kommt, dass es keine Lagermöglichkeiten für die Ernte gibt und z.B. die Kartoffeln ungesäubert direkt an der Straße verkauft werden müssen. ora Kinderhilfe schult die Bauern vor Ort in fortschrittlicheren Anbaumethoden. Zusätzlich schaffen sie Lagermöglichkeiten für die Ernte. Dadurch können die Familien höhere Einkommen erzielen und ihre Kinder eine Schulausbildung ermöglichen bzw. medizinisch versorgen lassen. In Kinari ermöglicht ora Kinderhilfe so ca. 40-50 Familien mit ca. 100 Kindern ein eigenes Einkommen zu generieren.   

Auch in Karangatha arbeitet ora Kinderhilfe mit den einheimischen Bauern zusammen. Mehr als 70 Kinder befinden sich in dem ora-Patenschaftsprogramm, werden also gesund ernährt, medizinisch versorgt und können regelmäßig in die Schule gehen. Aber auch ihre Eltern nehmen am ora-Patenschaftsprogramm als Teilnehmer des Landwirtschaftsprojekt in Karangatha teil. Auf einem zwei Hektar großen Acker erlernen sie moderne Anbaumethoden sowie den ökologischen Umgang mit der Natur. Auf dem Feld werden Süßkartoffeln und Kohl angebaut. Das Projekt konnte bereits mehr als vier erfolgreiche Ernten verzeichnen.  

Patenschaftsprogramm  

In dem ora-Patenschaftsprogramm befinden sich derzeit etwa 200 Kinder aus Kinari und Karangatha. Während ihre Eltern an den Einkommen schaffenden Maßnahmen teilnehmen, gehen die Kinder in die Schule. Außerdem werden sie gesund ernährt, haben ausreichend Kleidung und Schulmaterial und erhalten, wenn nötig, Medikamente. 

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist von extremer Trockenheit geprägt. Ein großes Problem für das Volk der Massai und ihre Tiere. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe unterstützt vor Ort mit dem Bau von Brunnen, um die Erträge aus der Landwirtschaft und Viehhaltung zu steigern.

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist extrem trocken. Für das Volk der Massai, das hauptsächlich von Viehhaltung lebt, ist das ein großes Problem: Weil die Felder und Pflanzen verdorren, sind die Massai gezwungen, mit den viel zu mageren Tieren von Wasserstelle zu Wasserstelle zu ziehen. So können die Familien nicht sesshaft werden und die Kinder nicht regelmäßig zur Schule gehen. Alles hängt am Wasser! Sind die Tiere zu mager, haben die Menschen zu wenig zu essen. Haben die Menschen zu wenig zu essen, wachsen die Kinder mit extremen Mangelerscheinungen auf.  

Wasser für Mensch und Tier 

Deshalb hat ora Kinderhilfe in Ilbisil einen Brunnen gebaut und entwickelt derzeit ein spezielles Landwirtschaftsprojekt. Das Projekt sichert ganzjährig Wasser für Mensch und Tier. Die Familien können endlich an einem Ort heimisch werden und die Kinder regelmäßig in die von ora Kinderhilfe initiierte Schule gehen.  

Das Wasser befördert ora Kinderhilfe aus 280 Meter Tiefe über eine Solarpumpe an die Oberfläche. Über einen Teil des Wassers kann die Gemeinschaft selbständig verfügen. Die zweite Hälfte des Ertrages ist für ein „Drip-Drop-System“ bestimmt. Durch gezielte Tröpfchenabgabe aus Schläuchen werden die angebauten Pflanzen direkt an der Wurzel bewässert und der Ertrag des Bodens deutlich gesteigert. Die Tiere erhalten mehr Nahrung und neue Gemüsesorten können zur eigenen Nutzung sowie zum Verkauf angebaut werden. So werden das Einkommen und der Lebensstandard der Gemeinschaft gesteigert. 

Patenschaftsprogramm 

Derzeit kümmert sich ora Kinderhilfe um 165 Patenkinder in der Region. Sie können sich satt essen, gehen in die Schule, erhalten Kleidung und Medikamente. Möglich wird all das durch die ora-Pateninnen und -Paten. 

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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Nur selten bekommen sie staatliche Unterstützung. In dem Chafisi Waisenhaus unserer Bündnisorganisation ora Kinderhilfe finden sie ein liebevolles Zuhause. Außerdem können sie wieder zur Schule gehen und werden mit gesunder Nahrung versorgt.

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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Aids – ein großes Problem 

HIV und Aids sind zu einem großen Problem geworden. Allein rund 180.000 Kinder leben mit dem Virus. Hinzu kommt, dass viele Kinder ihre Eltern an die Krankheit verlieren: In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Sie erhalten nur selten staatliche Unterstützung. Wenn die Kinder niemanden finden, der sich um sie kümmert, sind sie allein auf sich gestellt: Sie leben auf der Straße, müssen arbeiten und können nicht zur Schule gehen. 

Das Chafisi Waisenhaus für Aids-Waisen

Seit 2008 setzt sich ora Kinderhilfe in der Nähe von Malindi dafür ein, dass Aids-Waisen ein neues liebevolles Zuhause finden. Sie unterhalten das von William Fondo gegründete „Chafisi Waisenhaus“ mit angegliedertem Internat in Watamu. Etwa 250 Kinder leben dort in sicheren Verhältnissen. 

Bildungsförderung: Die „Wings of Mercy“ Schule 

Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Deshalb wurde die Schule „Wings of Mercy Academy“ gegründet, die mittlerweile etwa 200 Kinder besuchen. Mehr und mehr Patenkinder lernen hier Lesen, Schreiben und Rechnen. ora Kinderhilfe unterstützt Pastor William Fondo und sein Team und hilft, die Kosten für den Schulbesuch von Waisenkindern und Kindern aus armen Familien zu tragen.  

Dank der Spenden in den vergangenen Jahren ist es ihnen gelungen, das Projekt nach und nach weiter auszubauen. Es sind Klassenräume, neue Waschräume, mehr Lehrer und mehr Schüler hinzugekommen. Auch ein Acker gehört inzwischen zum Eigentum der Schule: Er stellt die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit gesunder Nahrung sicher.  

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Paten der ora-Patenkinder: Jeder Pate fördert sein Patenkind persönlich, aber zugleich auch das gesamte Projekt (Lehrergehälter, Ausbau der Räume, Neuanschaffungen für den Unterricht, Saatgut zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler etc.). Etwa 100 der Schülerinnen und Schüler sind ora-Patenkinder.  

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Burundi: Ernährung sichern

Unsere Mitgliedsorganisation ora Kinderhilfe arbeitet seit 2016 mit dem Projektpartner "Sojpae" zusammen. Unter anderem in Gihanga und Murenge: Dort unterstützen sie Familien bei der Schweine- und Ziegenzucht, bei Landwirtschaftsprojekten und bieten Alphabetisierungskurse an.

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Burundi: Ernährung sichern

Leben in Burundi  

Der dicht bevölkerte Binnenstaat gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung belegt es den 185. Platz von insgesamt 189 Rängen. 2018 hatte das kleine Land das niedrigste BIP der Welt. Die Übernutzung der Böden, die Auswirkungen des Klimawandels, aber besonders die gravierenden Mängel in der Regierungsführung verhindern jeglichen Aufschwung. Politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und fortwährende Menschenrechtsverletzungen sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Elend und Armut verbleibt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 60 Jahren. 

Die Not der Bevölkerung 

Mit 70 Prozent hat Burundi laut der Weltbank eine der höchsten Armutsraten der Welt. Das bedeutet, dass 1,4 Menschen von unter einem Dollar am Tag leben müssen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hungert. Etwa 2 Millionen Menschen drohen zu verhungern. 

Die Kinder leiden besonders. Burundi ist ein sehr junges Land. 46 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Umso schlimmer ist es, dass die Quote der Analphabeten bei 40 Prozent liegt. Kinder stellen die ärmste Bevölkerungsschicht dar. Etwa 11 Prozent aller lebend geborenen Kinder erleben ihr 5. Lebensjahr nicht. Sie sterben an Auszehrung oder vermeidbaren Krankheiten. 

Tausende Mädchen und Jungen müssen Kinderarbeit verrichten. Ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen schuftet schwer körperlich. Besonders schlimm sind die gewaltsamen und sexuellen Übergriffe auf Mädchen. Häufig geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern, werden versklavt, verkauft und zur Prostitution gezwungen. 

Gihanga und Murenge: Landwirtschaftsprojekte und Ziegenzucht  

Nördlich der Hauptstadt Bujumbura in Gihanga und im Landesinneren in Murenge unterhält ora Kinderhilfe gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaftsprojekte. Über 130 Familien profitieren davon, dass gemeinsam gesät, geerntet, gegessen und ein Teil der Ernte verkauft wird. Die Erlöse fließen zu gleichen Teilen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bohnen, Mais, Maniok und verschiedene andere Gemüsesorten werden regelmäßig gepflanzt und geerntet. Besonders die Ernährungssituation und der gesundheitliche Zustand der Kinder haben sich seitdem sehr verbessert. 

Zudem hat ora Kinderhilfe in den Dörfern eine Schweine- und Ziegenzucht ins Leben gerufen. 150 Familien konnten bereits ein oder mehrere Tiere erhalten. Mit der Schweine- und Ziegenzucht hat sich die Gesamtsituation im Dorf sehr verbessert. Nicht nur Milch und Fleisch erhalten die Menschen gesünder, auch das Kümmern um die Tiere hat positive Auswirkungen auf die Dorfgemeinschaft.  

In den Alphabetisierungskursen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur lesen und schreiben, sie erlernen auch Dinge wie Haushaltsführung, Planbarkeit und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Hygieneschulungen gehören ebenso zum Programm wie der Austausch über Neuigkeiten und das Hören von Gottes Wort. Neben den Alphabetisierungskursen gibt es in Murenge außerdem noch mehrere Trommelkurse für Kinder und Erwachsene. Das gemeinsame Musizieren macht den Musikerinnen und Musikern viel Spaß; bei allen öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen bieten die Gruppen ihr Können dar. 

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Burundi: Von Ernährungszentrum bis Bäckerei

Unsere Mitgliedsorganisation ora Kinderhilfe arbeitet seit 2016 mit dem Projektpartner "Sojpae" zusammen. Unter anderem in Musaga: Dort haben sie ein Ernährungs- und Freizeitzentrum eingerichtet, unterstützen Familien bei der Hühner- und Ziegenzucht und fördern mit einer Bäckerei das Einkommen von Müttern.

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Burundi: Von Ernährungszentrum bis Bäckerei

Leben in Burundi

Der dicht bevölkerte Binnenstaat gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung belegt es den 185. Platz von insgesamt 189 Rängen. 2018 hatte das kleine Land das niedrigste BIP der Welt. Die Übernutzung der Böden, die Auswirkungen des Klimawandels, aber besonders die gravierenden Mängel in der Regierungsführung verhindern jeglichen Aufschwung. Politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und fortwährende Menschenrechtsverletzungen sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Elend und Armut verbleibt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 60 Jahren.

Die Not der Bevölkerung

Mit 70 Prozent hat Burundi laut der Weltbank eine der höchsten Armutsraten der Welt. Das bedeutet, dass 1,4 Menschen von unter einem Dollar am Tag leben müssen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hungert. Etwa 2 Millionen Menschen drohen zu verhungern.

Die Kinder leiden besonders. Burundi ist ein sehr junges Land. 46 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Umso schlimmer ist es, dass die Quote der Analphabeten bei 40 Prozent liegt. Kinder stellen die ärmste Bevölkerungsschicht dar. Etwa 11 Prozent aller lebend geborenen Kinder erleben ihr 5. Lebensjahr nicht. Sie sterben an Auszehrung oder vermeidbaren Krankheiten.

Tausende Mädchen und Jungen müssen Kinderarbeit verrichten. Ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen schuftet schwer körperlich. Besonders schlimm sind die gewaltsamen und sexuellen Übergriffe auf Mädchen. Häufig geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern, werden versklavt, verkauft und zur Prostitution gezwungen.

Vielseitige Projektarbeit in Musaga

Das mit wenigen Mitteln begonnene Ernährungszentrum der ora Kinderhilfe hat sich zu einem großen Projekt entwickelt. Weiterhin werden stark mangel- und unternährte Kinder dort mit einer speziellen hochkalorischen Diät aus natürlichen Zutaten versorgt. Deren Eltern erhalten Kurse zum Thema gesunde Ernährung. Sie lernen, was Vitamine sind, welche Inhaltsstoffe es gibt und was der Körper braucht, um ihn gesund zu erhalten. Der Erfolg der Behandlungen wird durch nachfolgende Hausbesuche bei den Kindern und Familien sichergestellt.

Darüber hinaus haben sich Behandlungen für Mütter im Ernährungszentrum etabliert. Mit Wurmkuren und anderen Behandlungen werden kranke Mütter behandelt. Für Schwangere gibt es ebenfalls Wurmkuren, Folsäuretabletten, ergänzende Lebensmittel bei gefährlichem Untergewicht der werdenden Mütter sowie Kurse zum Thema Ernährung und zur Schwangeren- und Kindergesundheit. Auch Hilfe im Umgang mit Behörden gehört dazu; seitdem ora Kinderhilfe das macht, haben deutlich mehr Kinder eine Geburtsurkunde erhalten.

Neben dem Ernährungszentrum gibt es im Freizeitzentrum zahlreiche Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Hausaufgabenhilfe, Tanz- oder Englischkurse machen den Teilnehmenden viel Freude.

Besonders arme Familien unterstützt ora Kinderhilfe mit Hühnern, Ziegen und Saatgut. Mehr als 400 Familien besitzen inzwischen Hühner und Ziegen. Die Zucht der Hühner hat sich auf über 2.500 Stück erhöht (Stand Oktober 2020).

Seit 2019 gibt es noch eine Bäckerei. Die dort produzierten Brote und Kuchen werden für den Einkaufspreis an die Mütter der ora-Patenkinder abgegeben. Diese wiederum verkaufen die Backwaren an Kundinnen und Kunden weiter. Die daraus erzielten Erlöse helfen den Familien ihre Situation zu verbessern.

 

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Togo: Aufbau ökologischer Landwirtschaft

Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt Menschen in Togo bei der Einführung einer ökologischen Landwirtschaft, damit sie die Armut überwinden können.

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Togo: Aufbau ökologischer Landwirtschaft

In der Maritime Region, im Süden Togos, schließen sich Kleinbauern in Kooperativen zusammen, um ihre Ernte und ihr Einkommen zu verbessern. Gemeinsam möchten sie mit der Einführung einer ökologischen Landwirtschaft die Qualität ihrer Agrarprodukte verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen. ADRA unterstützt 1.500 Kleinbauern und ihre Familien, dieses Ziel zu erreichen. Sie erhalten Bio-Saatgut und Arbeitswerkzeuge. Zudem erlernen die Menschen neue Anbautechniken. Schließlich wird bei administrativen Belangen Hilfe angeboten. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation 

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Tansania: Rauchfrei kochen mit energiesparenden Kochherden

Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt Massai-Dörfer u.a. mit Kochherden und Solarstrom.

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Tansania: Rauchfrei kochen mit energiesparenden Kochherden

In den Massai-Dörfern im Norden Tansanias sind die Menschen arm und sozial benachteiligt. Sie wohnen in einem trockenen Gebiet. Es mangelt an Wasser, Lebensmittel und Brennmaterialien. ADRA setzt sich für die Einwohner ein, um ihren Alltag zu erleichtern. Mit dem Bau von Brunnen wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser sichergestellt. Die Begünstigten erhalten energiesparende Kochherde. Zudem erhalten die Häuser Strom über Solarzellen, die ebenfalls im Rahmen des Projektes installiert werden. Die Hilfe kommt 100 Haushalten zugute.  

Dieses Projekt wird gefördert durch: Aktion Deutschland Hilft, GEMEINSAM FÜR AFRIKA, Erbacher Stiftung 

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Somalia: Bildung für alle

Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben mit eigenem Einkommen. In diesem Projekt fördert unsere Bündnisorganisation ADRA die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für eine Oberschule.

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Somalia: Bildung für alle

In Somalia hat sich ADRA zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung für alle zu verbessern. Lange stand der Bau von Grundschulen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Rahmen dieses Projektes wendet sich ADRA dem Aufbau einer funktionierenden Oberschule für 4.300 Schülerinnen und Schülern zu. Zentral für dieses Vorhaben ist auch die Fort- und Weiterbildung von 320 Lehrkräften. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Ausbildung von Frauen, die noch oft benachteiligt werden.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Die Quote der Analphabeten in Somalia ist eine der höchsten weltweit. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA setzt sich für gerechte Bildungschancen für Kinder und Erwachsene ein, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben mit eigenem Einkommen zu ermöglichen.

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Seit 28 Jahren fördert ADRA den Aufbau des somalischen Bildungssystems. Der Bedarf ist groß. In Somalia können nur wenige Menschen lesen oder schreiben. Mit einem verbesserten Zugang zu Bildung möchte ADRA den Menschen helfen, ein selbständiges Leben ohne Armut zu führen. Schulen werden aus- und aufgebaut. Lehrkräfte werden ausgebildet sowie Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung gestellt. In diesem Projekt erhalten 48.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Hilfe. Die ganze Gemeinschaft profitiert davon, wenn Kinder lernen.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

Das Bildungssystem Somalias ist aufgrund jahrelanger politischer Konflikte und Bürgerkriege fast völlig zerbrochen und ist bis heute stark geschwächt. Unsere Bündnisorganisation ADRA engagiert sich seit über 25 Jahren im somalischen Bildungssektor, um gerechte Bildungschancen für Kinder zu ermöglichen.

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

In Somalia gehen schätzungsweise 7 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen zur Schule. Der Grund für den niedrigen Bildungsstand ist der andauernde Bürgerkrieg, der die Bevölkerung in die Armut stürzt. ADRA setzt sich zusammen mit Save the Children dafür ein, den somalischen Kindern eine sichere und würdevolle Bildung zu ermöglichen. In den Schulen werden sanitäre Einrichtungen ausgebaut. Lehrkräfte erhalten eine bessere Ausbildung und ein Gehalt für ihre Arbeit. Kinder und ihre Familien erhalten zudem Bargeld, um die Schulkosten zu bezahlen. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: Aktion Deutschland Hilft, Europäische Union 

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Madagaskar: Ernährungssicherheit für die Bevölkerung

Umweltkatastrophen, Klimawandel und schlechte Anbaubedingungen in Madagaskar führen zu enormer Nahrungsmittelknappheit. Unsere Bündnisorganisation ADRA unterstützt die Bevölkerung dabei, widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu werden und ihre Ernährungssituation zu verbessern.

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Madagaskar: Ernährungssicherheit für die Bevölkerung

In den letzten Jahren hat der Süden Madagaskars eine lange Dürrezeit erlebt. Die Ernte ging verloren und ca. 200.000 Menschen leiden nun unter Hunger. Unsere Bündnisorganisation ADRA möchte diesen Zustand nicht hinnehmen und hilft den Menschen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Mit dem Bau von Brunnen erhalten 68.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem lernen 7.500 Kleinbauern neue Anbaumethoden kennen, um ihre Ernteerträge zu steigern. Somit sinkt der Hunger in der Region und die Freude über eine gute Mahlzeit steigt. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation 

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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Räume konnte unsere Bündnisorganisation ADRA die Gesundheitsversorgung an der Kinderklinik in Mekele wesentlich verbessern.

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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Äthiopien bietet eine allgemeine medizinische Versorgung. Sie hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend erneuert werden. Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Klinikräume konnte die Gesundheitsversorgung dank der Unterstützung der Spenderschaft unserer Bündnisorganisation ADRA wesentlich verbessert werden. Die Kinder erhalten eine bessere Behandlung. 

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in Äthiopien ohne Beschäftigung. Gleichzeitig ermöglicht der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA bietet ihnen mit einem Ausbildungsmodell neue Zukunftsperspektiven.

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

In den Regionen Oromia und Tigray hilft ADRA jungen Menschen, sich ein regelmäßiges Einkommen zu verschaffen. In Äthiopien ist der Arbeitsmarkt sehr angespannt. Es gibt kaum Jobs und oft sind sie schlecht bezahlt. Ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien soll den Menschen neue Perspektiven geben. Die Ausbildung wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Um den Arbeitsmarkt zu beleben, werden zudem junge Äthiopier bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Wetterextreme und der anhaltende Konflikt führen zur prekären Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung in der Region Hiraan in Zentral-Somalia. Durch diverse Maßnahmen setzte sich unsere Bündnisorganisation action medeor mit ihrer Partnerorganisation WARDI für die Nahrungssicherheit in der Region ein.

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Wetterextreme führen zu Ernteausfällen

Die ländliche Bevölkerung im Beledweyne Distrikt in Hiraan lebt hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht und Fischerei, allerdings hat sich die Ernährungssituation der Menschen in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: der Anbau und Handel von Lebensmitteln sind aufgrund von gewaltsamen Anschlägen und Überfällen oft unterbrochen. Weiterhin mangelt es der Bevölkerung oftmals an der notwendigen Ausstattung wie Saatgut, Düngemittel und modernen Geräten, sowie an Wissen über effektivere Anbaumethoden, sodass es vor allem in den Trockenzeiten (Januar bis März und Juli bis September) immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit und Hungerperioden der Familien kommt. Hinzu kommen extreme Wetterlagen wie Starkregen und auch extreme Dürreperioden, die zu Ernteausfällen und Verringerung der Viehbestände führen.

Kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser und Gesundheitsfürsorge

Der Konflikt und die Fragilität des Staates haben zu einer fast nicht existenten oder mangelhaften Verfügbarkeit von öffentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sanitärversorgung geführt. Besonders ländliche Gemeinden haben keinen Zugang zu öffentlicher Infrastruktur. Die Wasserversorgung in der Region Hiraan ist eingeschränkt, da Brunnen nicht ausreichend gewartet und Bewässerungssysteme marode sind. Der resultierende Mangel an sicherem Wasser führt häufig zu Durchfallerkrankungen wie Cholera.

Ernährung sichern

Das gemeinsame Projekt von action medeor und der lokalen Partnerorganisation WARDI hat das Ziel, den Hunger der Familien zu reduzieren und deren Widerstandsfähigkeit in Notlagen zu verbessern. Das Projekt umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Nahrungssicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner der zwölf ausgewählten Dörfer nachhaltig verbessern und somit die Unterernährung besonders von Frauen und Kindern reduzieren soll.

Stärkung von Frauen und Mädchen

Ein besonderer Fokus des Projektes liegt auf der Stärkung von Frauen und Mädchen, da diese häufig benachteiligt werden und somit einen schlechteren Zugang zu Bildung und Arbeit haben. Da Frauen traditionell für die Erziehung der Kinder zuständig sind, wirkt sich ihre Situation zudem unmittelbar auf den Gesundheits- und Ernährungszustand ihrer Kinder aus.

Verbesserung der Erträge aus der Landwirtschaft und des Marktzugangs

Das Anlegen von Demonstrationsfeldern in den Projektgemeinden und Schulungen zu verbesserten Anbaumethoden ermöglichen den Kleinbauern ihre Erträge zu steigern. Frauen erhalten Gemüsesaatgut für den Anbau und Kochunterricht, um die Nahrungssituation ihre Familien zu verbessern. Bewässerungssysteme werden rehabilitiert, um die Bewässerung der Felder in allen Dörfern zu ermöglichen. Alphabetisierungskurse werden angeboten, um die Menschen zu befähigen, erfolgreicher an lokalen Märkten agieren zu können und ihre Kleinbetrieben besser führen zu können. Durch das umfassende Konzept werden Kompetenzen und Kapazitäten für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Dörfer ermöglicht, um deren Lebenssituation zu verbessern.

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Sierra Leone hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt. Das Gesundheitssystem ist durch einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal stark beeinträchtigt. Unsere Bündnisorganisation action medeor setzt sich zusammen mit ihrer Partnerorganisation Caritas Bo mit mehreren Maßnahmen für die Stärkung der Hebammenausbildung ein, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu verbessern.

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gab es 2018 circa 650 Hebammen in Sierra Leone, benötigt würden aber 3.000. Im Projektgebiet im Süden des Landes versorgen nur 65 Hebammen eine Bevölkerung von 894.066 Menschen. 

Das gemeinsame Projekt von action medeor und ihrer Partnerorganisation Caritas Bo zielt darauf ab, die praktische Hebammenausbildung zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, wird unter anderem das Kurrikulum der Hebammenausbildung gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und relevanten Organisationen und Vertretern anderer Hebammenschulen im Land überarbeitet. Zudem werden Hebammen aus ländlichen Gesundheitseinrichtungen zu zertifizierten Praxisanleitenden weitergebildet. 

Neben der Verbesserung der Ausbildung werden im Rahmen des Projektes zwei bestehende Gemeindegesundheitszentren zu Zentren für klinische Hebammenausbildung und qualitativ hochwertige (Notfall-)Geburtshilfe entwickelt. Hierzu werden notwendige Sanierungsarbeiten durchgeführt, insbesondere im Bereich der Entbindungsstation. 

In diesen zwei Zentren für klinische Hebammenausbildung werden regelmäßige Übungseinheiten durchgeführt, um den Transfer von Wissen und Fähigkeiten zu stärken, vor allem im Umgang mit Komplikationen. Zudem werden Verantwortliche des Distrikts in die Überwachung der Praxiseinsätze stärker eingebunden. 

Durchführung von kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung an der Hebammenschule Bo 

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium von Sierra Leone wird ein Weiterbildungsplan für praktizierende Hebammen entwickelt. Für insgesamt 150 Hebammen – hiervon 60 Praxisanleitende – sollen drei Weiterbildungen angeboten werden, in denen sie ihre fachlichen und personalen Kompetenzen ausbauen können. Die Weiterbildungen werden an der Hebammenschule in Bo und im Ausbildungszentrum Gerihun stattfinden, wodurch die Hebammenschule zusätzlich als Weiterbildungszentrum etabliert wird. 

Beschaffung von 60 Hebammentaschen für Praxisanleitende 

Im Rahmen der kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung erhalten die 60 Praxisanleitende Hebammentaschen, die untere anderem mit einem Stethoskop, Blutdruckmessgerät, Beatmungsbeutel, Fieberthermometer sowie einer Erstausstattung Verbrauchsmaterial ausgestattet sind. Diese Materialien sind elementar für eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe. Aus dem Vorprojekt wurden ebenfalls alle graduierten Hebammen mit einer solchen Tasche ausgestattet. 

Vernetzung und Verbesserung von Arbeitsbedingungen 

Neben der Verbesserung der Aus- und Weiterbildung besteht das Ziel des Projektes darin, die Koordination und Vernetzung von Hebammen auf Distrikt- und regionaler Ebene zu verbessern. Hier wird eng mit der sierra-leonischen Hebammenvereinigung zusammengearbeitet. Durch Netzwerke sollen ca. 800 Hebammen besser mit relevanten Informationen versorgt werden und gegenseitige Unterstützung und Beratung erhalten. Außerdem werden sie in die Lage versetzt, auf Grundlage von nationalen Richtlinien und Aktionsplänen ihre Rechte einzufordern. Dadurch sollen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Hebammen in ländlichen Gemeinden verbessert werden. Ihre Integration in den ländlichen Gemeinden soll durch Dialoge mit Vertreterinnen und Vertretern der aufnehmenden Gemeinden gefördert werden. 

Die Partnerorganisation: Caritas Bo 

Caritas Bo ist Mitglied von Caritas International und für die Entwicklungs- und Wohltätigkeitsarbeit der Diözese Bo zuständig. Durch ihre Arbeit in Sierra Leone unterstützt die Caritas Bo die Regierung bei der Bereitstellung von medizinischer Grundversorgung und trägt durch die qualitativ hochwertige Hebammenausbildung zur Senkung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit bei. Durch regelmäßige Schulungen wird der Partner in der Umsetzung des Projektes gestärkt. Gemeinsam haben action medeor und Caritas Bo im Jahr 2017 eine Hebammenschule in Bo gegründet – die erst dritte Schule des Landes. 

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

Die Gesundheitsversorgung in Tansania und Malawi wird bereits seit vielen Jahren von action medeor unterstützt. Für eine ausreichende, effektive und vor allem qualitativ hochwertige Medikamentenversorgung wurden inzwischen insgesamt vier action medeor-Niederlassungen in den beiden Ländern aufgebaut.

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

In Malawi gibt es seit 2015 eine Niederlassung unserer Bündnisorganisation action medeor, die Medikamente und medizinisches Material an Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Apotheken von kirchlichen, öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern sowie Nichtregierungsorganisationen liefert. Die Mehrheit dieser Gesundheitseinrichtungen behandelt die arme Bevölkerung in abgelegenen Regionen kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag. Darüber hinaus bietet das achtköpfige Team von action medeor Malawi rund um Landesdirektorin Susann Held pharmazeutische Fachberatung an, um die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken. action medeor und die Niederlassungen verfügen dabei über jahrelange Erfahrung und Kompetenzen in verschiedenen praxisorientierten Trainings, Workshops und individueller Beratung. 

Anlass für die Gründung der Niederlassung in Malawi waren die guten Erfahrungen aus Tansania. Dort gibt es inzwischen drei Niederlassungen, die unter anderem dafür Sorge tragen, dass auch Menschen in ländlichen Gebieten ausreichend medizinisch versorgt werden können. Neben den Medikamentenlagern in Dar es Salaam und Masasi wurde im März 2018 auch dank der Unterstützung des action medeor-Kooperationspartners Jungheinrich eine Niederlassung in Makambako eröffnet. Der Ort liegt im südlichen Hochland, 650 km von Dar es Salaam entfernt. Von Makambako aus wird der ländliche Südwesten des Landes direkt versorgt. Lokale Partner können nun auch innerhalb eines Arbeitstages beliefert werden. Für action medeor ist es ein weiterer Schritt, um die medizinische Versorgung vor allem in den entlegenen Gebieten Tansanias zu verbessern. 

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Äthiopien: Frauenförderung und Ressourcenschutz

In Äthiopien fördert ChildFund gezielt Frauen, um ihre Familien nachhaltig zu stärken. Den Frauen werden Erwerbsalternativen aufgezeigt, so wird die Ernährung ganzer Dörfer gesichert.

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Äthiopien: Frauenförderung und Ressourcenschutz

Leere Augen, ausgemergelte Körper, eingefallene Gesichter: Die Bilder von 1984/85 haben sich in unser Gedächtnis eingebrannt. Eine Dürre hatte in Äthiopien die Ernten und Viehherden vernichtet, die folgende Hungersnot traf Millionen Menschen. Zehntausende wurden in Zeltlagern versorgt, bis zu 500.000 starben. Die Welt war erschüttert: Das durfte sich nicht wiederholen. Doch auch 2006 und 2011 wütete am Horn von Afrika der Hunger. Erneut hatten Entwaldung und Erosion Dürren begünstigt. ChildFund setzt sich dafür ein, die natür­lichen Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten und ihnen zu helfen, ihre Existenz auf nachhaltige Weise zu sichern.

Das Projekt setzt dabei auf 4 Schwerpunkte:

  • Existenzsicherung durch nachhaltige Erwerbsalternativen: 600 Frauen lernen, Baumschulen anzulegen, Obstbaum-Setzlinge zu ziehen, Energiesparöfen zu bauen und ihre Produkte zu vermarkten
  • Ressourcen- und Umweltschutz: weniger Abholzung durch Alternativen zum Brennholzverkauf, Verbreitung der Energiesparöfen senkt Holzverbrauch, Aufforstung der Dorfumgebung
  • Frauenförderung und Familienstärkung: die geförderten Frauen erlangen Selbstbewusstsein, übernehmen Verantwortung für ihre Dörfer, verbessern die Ernährung ihrer Familien und schicken ihre Kinder zur Schule
  • Umweltbildung: Aufklärung zu Folgen der Abholzung und Möglichkeiten des nachträglichen Handelns, gemeinsame Baumpflanz-Aktionen in Projektdörfern, Gründung von Umwelt-Clubs an Schulen, diverse Schul-Aktionen und Infotage

Nachhaltige Verbesserungen

In 12 Dörfern hat ChildFund je 50 Frauen, die zuvor Brennholz sammelten und Holzkohle verkauften, in Kooperativen (Spar- und Kleinkreditgruppen) vereint, sie in Grundlagen der Betriebswirtschaft eingeführt und ihnen Erwerbsalternativen ermöglicht, die die Umwelt nicht schädigen und zudem mehr einbringen. Heute legen sie Baumschulen an, ziehen Obstbäume, bauen Energiesparöfen und vermarkten ihre Produkte. Deren Verbreitung schützt Gehölze wie Böden und mildert so die Auswirkungen von Dürren. Dort, wo Mangel- und Unterernährung stark verbreitet sind, können die geförderten Frauen ihre Kinder heute gut ernähren, sie zur Schule schicken und die Lebensqualität ihrer Familien dauerhaft verbessern.

Hintergrund

Über 80 % der etwa 105 Millionen Äthiopier und Äthiopierinnen leben auf dem Land, viele ohne Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen. Mehr als jede dritte Person gilt als extrem arm, etwa 25 % der Kleinkinder sind unterernährt. Das Land hängt von der Landwirtschaft ab, doch Bevölkerungsdruck und veraltete Techniken bringen diese an ihre Grenzen. Zudem nehmen mit dem Klimawandel auch Dürren zu, deren Folgen durch Entwaldung und Überweidung verstärkt werden. Um Hungersnöte zu verhindern gilt es, auf diese Herausforderungen Antworten zu finden. Wichtig ist dabei die Rolle von Frauen: Sie sind es, die das Überleben ihrer Familien sichern und für alles offen sind, was ihnen diese Aufgabe erleichtert.

Weitere Informationen zu dem Projekt von ChildFund Deutschland in Äthiopien finden Sie hier.

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Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

Weil mit dem Klimawandel auch die Häufigkeit von Dürren zunimmt, ist Ernährungssicherheit für Länder wie Äthiopien zur Überlebensfrage geworden. Im Distrikt Soddo unterstützt ChildFund 1.080 Familien aus 9 Dörfern dabei, ihre Ernten zu verbessern, ihre Umwelt zu bewahren und sich alternative Einkommenswege zu erschließen. So wird letztlich auch ihre Klimaresistenz erhöht – und das bedeutet: mehr Schutz vor Armut und Hunger.

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Äthiopien: Nahrungssicherheit und Krisenresistenz

Immer wieder zwingen schwere Dürren in Äthiopien Bauern und Hirten dazu, ihre Existenz aufzugeben und in Hilfe in Flüchtlingscamps suchen, wo ein Leben in Armut und Abhängigkeit auf sie wartet. Doch warum kommt es eigentlich dazu – gerade in einem stabilen, aufstrebenden Land wie Äthiopien? Das Hauptproblem: Einer wachsenden, vor allem bäuerlichen Bevölkerung steht eine veraltete Landwirtschaft gegenüber. Intensive Nutzung, Entwaldung und Überweidung schädigen die Böden, machen sie anfällig für Dürren und lassen die Erträge weiter sinken. Während so für immer mehr Menschen die natürlichen Lebensgrundlagen wegbrechen, gibt es zugleich keine Alternativen zur Feldarbeit, die sie ernähren könnten.

Das Engagement von ChildFund

Im Distrikt Soddo südlich von Addis Abeba unterstützt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. 500 Familien aus 5 Dörfern dabei, Armut zu überwinden und ihre Dürreresistenz zu erhöhen. Die Menschen dort lernen, wie sie ihre Felderträge mit neuem Saatgut, Dünger und effizienten Anbautechniken steigern können. Zugleich tragen Aufklärung, Aufforstung sowie Bau und Vertrieb von holzsparenden Öfen zur Regeneration von natürlichen Ressourcen bei. Um Ernährung und Einkommen weiter zu stärken, werden Viehzucht, Imkerei und der Anbau von Obst und Gemüse gefördert. Über dörfliche Spar- und Kleinkreditgruppen können auch andere Geschäftsideen realisiert werden, die weniger krisenanfällig sind als die Landwirtschaft.

Die Schwerpunkte des Engagements:

  • Effiziente Landwirtschaft: Neues Saatgut und bessere Anbau-, Bewässerungs- und Düngetechniken helfen, die Felderträge zu steigern und deren Dürreanfälligkeit zu senken.
  • Diversifizierung: Durch die Förderung von Viehzucht, Imkerei, Obst- und Gemüseanbau werden Ernährung und Einkommen verbessert; die Abhängigkeit vom Getreide sinkt.
  • Alternatives Einkommen: Spargruppen ermöglichen den Menschen, kleine Kredite aufzunehmen und sich z.B. eine Tierzucht aufzubauen oder eine Geschäftsidee zu verwirklichen.
  • Natürliche Lebensgrundlagen: Umweltaufklärung, Aufforstung, Schonung der Holzbestände durch Bau und Vertrieb von Energiesparöfen, Regeneration der Böden (Erosionsschutz).

Die Arbeit von ChildFund in Äthiopien kommt am Ende vor allem den Kindern zugute und sichert ihre Zu­kunfts­chan­­cen: Sie haben stets genug zu essen und müssen nicht mit ihrer Arbeit zum Überleben ihrer Familien beitragen. Das bedeutet mehr Zeit zum Lernen und bessere Bildungschancen. Es fehlt nicht mehr an Geld, um sie zum Arzt zu schicken oder für die Schule auszustatten. Und sie lernen früh, dass Umwelt, Ernährung und Einkommen zusammenhängen – und dass man für sich selbst und für die Gemeinschaft Verantwortung übernehmen muss, wenn man etwas erreichen will.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

In Sambia schafft Childfund Deutschland für rund 1.500 Kinder ein Lernumfeld, von dem nicht nur sie selbst, sondern später auch ihre Fami­lien und Gemeinschaften profitieren.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School („kinderfreundliche Schule“​​​​​​​​​​​​​​) verbessert unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Nachhaltige Verbesserungen

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Hintergrund

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: „Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert“, sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. „Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser.“

Weitere Informationen zu dem Projekt von ChildFund Deutschland in Sambia finden Sie hier.

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Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

CARE und die kenianischen Ayierea Inititiative schenken Kindern im Korogocho-Slum Zukunftsperspektiven.

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_©2018 Thienken/CARE

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

In der 14-Millionen-Metropole Nairobi gibt es riesige Slums, in denen katastrophale Lebensbedingungen vorherrschen. Besonders herausfordernd ist das Leben und Überleben in Korogocho, dem Slum, der sich um die größte Müllkippe von Nairobi herum gebildet hat. 150.000 Menschen leben hier in Wellblechhütten auf engstem Raum zusammen. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Korogocho ist nach Kibera und Mathare der drittgrößte Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder und Jugendliche suchen täglich auf der Müllhalde nach Essen und Verwertbarem. Sie atmen dabei giftige, gesundheitsschädigende Mülldämpfe ein. Viele sind unterernährt und krank. Zudem sind sieauf der Müllkippe vielfach Gewalt ausgesetzt. Oft haben sie keine Eltern mehr und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Jedes dritte Kind in Korogocho geht nicht zur Schule.

Diese Kinder brauchen Unterstützung

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und der späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Kindern und Jugendlichen im Slum von Korogocho-Gomongo.  Erreicht werden soll dies mit Hilfe des Fußballs. Die Grundidee ist, dass Kinder und Jugendliche durch Sport wertvolle soziale Verhaltensweisen spielend erlernen und einüben. Ihre Leistungsbereitschaft wird geweckt und sie entwickeln soziale Beziehungen. Leadership, Teamwork und kritisches Denken werden gefördert. Zurzeit erreicht das Projekt ca. 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Ein Drittel nimmt zudem am Bildungsprogramm und an den Aktivitäten im Kinder- und Jugendbildungszentrum teil. Das Projekt unserer Bündnisorganisation CARE soll schrittweise auf den gesamten Slum ausgedehnt werden. Schon heute wirkt es als Vorbild für ähnliche Vorhaben anderer lokaler Organisationen.

Unter anderem wurde die Sanierung des Fußballplatzes, der Bau von drei Primarschulen und eine Evaluierung des Gesamtvorhabens mit Unterstützung des BMZ und der Ayiera Initiative umgesetzt. Das Projekt hat sich sehr vielversprechendentwickelt. Das Kinder- und Jugendzentrum ist ein Vorzeigeprojekt im Korogocho Slum und der Stolz seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Sambia gehört zu den Ländern des afrikanischen Kontinents, in denen sich die Lebensbedingungen in den letzten Jahren im Durchschnitt verbessert haben. Dennoch ist die Zahl der Mangelernährung bei Kleinkindern und bei Müttern besonders in ländlichen Regionen noch immer sehr hoch.

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_©CARE

Sambia: Nahrung ist nicht gleich gute Ernährung

Ziel des mittlerweile abgeschlossenen Projekts unserer Bündnisorganisation CARE war es der Mangelernährung durch den Anbau neuer Gemüse-, Obst- und Getreidesorten entgegenzuwirken. Wichtig war auch die Aufklärung über die schonende Zubereitung von Speisen, bei der Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben.

Ohne Bildung keine Gesundheit

In enger Zusammenarbeit mit dem „Program Against Malnutrition“ (PAM)  der sambischen Regierung und den zuständigen Ministerien, schulte CARE staatliche Gesundheitshelfer und -helferinnen sowie Freiwillige in den Gemeinden. Sie lernten die Vermittlung gesunder Ernährungspraktiken und von Hygienemaßnahmen, um anschließend Beratungen sowie Sensibilisierungskampagnen durchzuführen. Darüber hinaus erhielten Gemeinden gezielte Trainings zu klimagerechter Landwirtschaft, zu auf die neuen klimatischen Verhältnisse angepassten Anbaumethoden, effektiven Bewässerungssystemen, Viehzucht, Nahrungsverarbeitung sowie abwechslungsreicher Ernährung.

Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, wurden in den Gemeinden Ernährungskomitees gegründet. Um die Umstellung auf neue Sorten zu erleichtern, wurde Nutzvieh (Ziegen, Hühner) und Saatgut für Obstbäume (Mango, Guave, Pawpaw, Mexikanischer Apfel, Avocado, Orangen) verteilt. Außerdem wurde die Reparatur von neun Bohrlöchern und die Ausbildung von Verantwortlichen aus den Zielgemeinden zu deren Instandhaltung der Wasserlöcher umgesetzt. Weiterhin wurden Workshops zur Trocknung und Konservierung von Lebensmitteln für die Trockenzeit sowie zum Anlegen und Bewirtschaften von Gemüsegärten durchgeführt.

Weitere CARE-Projekte in Sambia finden Sie hier.

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Uganda: Schulen in Kampala

Der Zugang zu Bildung stellt für viele Kinder in Uganda die einzige Möglichkeit dar, sich aus der Armut zu befreien. In Kampala unterstützt daher unsere Mitgliedsorganistation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care den Bau und Ausbau von Schulen und trägt so schon seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lernsituation bei.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Schulen in Kampala

Kasubi Schule in Kampala

Der Stadtteil Kasubi ist ein sozialer Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Armut, katastrophale Straßenverhältnisse und viele Menschen, die keine Perspektive haben. Sie leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten oder dem Verkauf der eigenen Ernte. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt. Die Wohnverhältnisse der Familien sind oft erschreckend, so drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar.

Krankheiten wie Malaria, Durchfall, TBC oder AIDS und die unzureichende medizinische Versorgung führen zu einer niedrigen Lebenserwartung. Viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und sie damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care erwarb damals ein Grundstück von 10.000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder. Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das lokale KHW-Landesbüro und eine Kirche.

Die Naomi Froese Schule

1998 wurde die spätere Naomi Froese Schule in dem ärmlichen Stadtteil Wabigalo gegründet. Einfache Holzverschläge als Behausungen, enge Straßen und Abfälle an jeder Ecke prägen das Bild in dem riesigen Slum-Viertel. Schnell gewann die Schule an Bedeutung und hatte bald über 300 Schüler, doch die besondere Problematik dieses Stadtteils machte die Arbeit immer schwerer. Die Lehr- und Lernbedingungen in kleinen Klassenräumen und die Gefahr von Seuchen stellten eine unhaltbare Situation dar. Doch der gute Teamgeist und die Einsatzfreude der Lehrer motivierten zur Weiterarbeit. Durch persönliches Engagement einer deutschen Familie konnte der Grundstock für eine neue Schule gelegt werden. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat sich dieses Projektes für die Kinder Ugandas angenommen und ein großes Grundstück im Stadtteil Murchison Bay erworben. Der Unterricht läuft nun schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schulgebäuden und hat so zu einer echten Veränderung der Lern- und Lehrsituation beigetragen.

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Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bekommen und sich damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung befreien können. In Uganda setzt sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care in dem Dorf Mawanga für den Ausbau von Klassenzimmern ein.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Grund- und Hauptschule in Mawanga

In dem Mittelpunktdorf Mawanga, Iganga Distrikt im Osten von Uganda, leben 5.000 Menschen. Zuzüglich des gesamten Einzugsbereichs von weiteren sechs Dörfern steigt die Zahl auf 20.000. Die Familien betreiben größtenteils Subsistenzwirtschaft. Bei normalem Niederschlag gibt es genügend Nahrungsmittel für die Bewohner. Allerdings sind die finanziellen Mittel je nach Ernteerträgen recht unterschiedlich und teilweise erschreckend niedrig. Viele Familien müssen mit umgerechnet 10 EUR im Monat auskommen. Die Kinder müssen auf den Feldern mithelfen. Den Familien fehlt das Geld für die Bezahlung der Schulgebühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nach Kasaala zur nächstgelegenen Schule in der Regenzeit kaum passierbar und besonders für Kinder sehr gefährlich ist.

In einer Eigeninitiative haben Eltern, Lehrer und Kinder im Jahr 1986 im Dorf Mawanga eine Schule gegründet. Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren werden hier von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet. In einer Selbsthilfe-Aktion wurden zehn Klassenräume aufgebaut. Allerdings waren dies überwiegend einfache Lehmhäuser mit Grasabdeckung. Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden waren katastrophal. Mit einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten neue Räumlichkeiten entstehen. Durch ansteigende Schülerzahlen leidet der Unterricht immer wieder unter der räumlichen Enge. So wurden inzwischen wieder einige der alten Klassenräume als Übergangslösung provisorisch hergerichtet. Für den Dauerbetrieb sind sie jedoch nicht geeignet. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care engagiert sich für den Ausbau der Schule mit der Entstehung neuer, zusätzlicher Klassenräume.

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Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Mit dem AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche Projekte rund um das Thema Beratung und Aufklärung in Bezug auf HIV/AIDS. Besonders Frauen bekommen die Möglichkeit, trotz ihrer Erkrankung eine Ausbildung zu machen und schöpfen somit neue Hoffnung.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Hoffnung dank AIDS-Präventions-Programm t.a.p.p.

Das Tumaini AIDS Prevention Program (t.a.p.p.)

Tumaini bedeutet Hoffnung. Die hat für viele der 40 Millionen Menschen im ostafrikanischen Uganda eine wichtige Bedeutung, denn rund 2,6 Millionen (Weltbank, 2016) von ihnen sind betroffen vom Immunschwäche-Virus HIV/AIDS, der bis heute nicht heilbar ist. Viele Infizierte haben große Angst vor der Zukunft. Fragen über die Zukunft der Kinder und den Tod begleiten sie täglich. Unter dem Namen t.a.p.p. unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care zahlreiche HIV/AIDS-Projekte in Uganda. Hier finden die Betroffenen Lebenshilfe in Form von Beratung, Zuwendung und Aufklärung. Die bereits schwierige Arbeitssituation in Uganda wird durch eine HIV/AIDS-Erkrankung enorm verstärkt. Aus diesem Grund hilft t.a.p.p. den Betroffenen, eigene Verdienst- und Sparmöglichkeiten zu schaffen.

Ausbildung schenkt Zukunft

„Ich bin dankbar, dass ich trotz meiner Krankheit wieder neuen Lebensmut habe. Es macht mich stolz, dass ich dank t.a.p.p. einen Beruf erlernen durfte“, freut sich die 22-jährige Esther, die in der t.a.p.p. Tailoring School in Mutungo, Uganda ihre Ausbildung zur Näherin absolviert und letztes Jahr ihr Diplom erhalten hat. In einem zweijährigen Trainingsprogramm lernen HIV-infizierte Jugendliche hier das Schneiderhandwerk.

Aktuell gibt es zwei Näh-Klassen, die jeweils 25 Azubis aufnehmen können und eine Klasse, die im Bereich des Schusterhandwerks ausgebildet wird. Darüber hinaus ist zukünftig eine mögliche Berufsausbildung zum Friseur geplant. „Ich freue mich über jeden, der an meinem Stand stehenbleibt“, erzählt Esther. Vor dem kleinen Laden ihrer Schwester hat sie jetzt ihr eigenes Geschäft eröffnet. Sie ist sehr fleißig und hat stets geöffnet – nur in den Ferien fährt sie in ihr Dorf zurück, um bei der Ernte zu helfen und zusätzlich Geld zu verdienen. Bis jetzt läuft in ihrer kleinen Schneiderei alles gut, am liebsten näht sie Damenkleidung. „Es wäre toll, wenn ich noch mehr Stoffe für meine Auslage kaufen könnte, um meine kleine Näherei noch weiter auszubauen.“ Die Ausbildung hat Esthers Leben trotz ihrer HIV/AIDS-Erkrankung neue Hoffnung geschenkt. Sie ist stolz, dass sie mit dem erlangten Wissen und ihrer eigenen Nähmaschine nun ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

An über 40 Stellen in Uganda bekommen infizierte Frauen die Möglichkeit, sich durch die Herstellung von Papierschmuck, Kleidung, Geldbörsen, Taschen und weiteren Handarbeiten ein Einkommen zu schaffen, das mehr für sie bedeutet, als nur eine Einnahmequelle. Die wertvolle Gemeinschaft, in der sie zweimal wöchentlich zusammentreffen, die sinnvolle Beschäftigung, die ihnen Anerkennung und Wertschätzung verleiht und die wichtige Bedeutung, selbst zu einer Veränderung ihrer eigenen Situation beitragen zu können, machen Mut und schenken Hoffnung.

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Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

Im Flüchtlingscamp Palorinya im Norden Ugandas leben rund 120.000 Geflüchtete aus dem Südsudan, viele davon sind Kinder und Jugendliche. Um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Integration zu erleichtern, unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care Parolinya unter anderem mit dem Bau einer Sekundarschule und eines Internats.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

In Uganda leben über 850.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Nach tagelangen Fußmärschen durch gefährliche und unsichere Regionen erreichen sie das Nachbarland. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan 2013 aus dem jüngsten Land der Welt in die Nachbarländer geflohen sind. Ugandas Flüchtlingspolitik ist besonders. Die Geflüchteten leben in dorfähnlichen Strukturen und haben die Möglichkeit, sich eine Arbeit zu suchen. Jedem wird ein Stück Land zugeordnet, auf dem eine Hütte gebaut und der Boden kultiviert werden kann. Sie sind eingeladen zu bleiben, für immer. Auberginen, Tomaten und anderes Gemüse werden von den Familien auf dem eigenen Grundstück angebaut. Trotz dieser Besonderheiten und Hilfen stehen die Geflüchteten vor großen Herausforderungen. Die gesundheitliche Versorgung und Schulbildung ist nur begrenzt vorhanden und die selbst angebauten Lebensmittel zur Ernährung der Familien reichen nicht aus.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingscamp Palorinya in Norduganda. Dort leben über 120.000 Geflüchtete, 87 % davon sind Frauen, Kinder oder Ältere. Im Rahmen des Projekts wurde durch den Bau einer Sekundarschule die Bildungssituation für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan verbessert. Die Kinder erhalten Unterricht nach Vorgaben des Bildungsministeriums und damit eine Chance auf eine positive und erfolgreiche Zukunft.

Die Versorgung der SchülerInnen mit einer Mahlzeit während der Schulzeit sichert die Ernährung der Kinder. Lernen funktioniert nur, wenn der Hunger gestillt ist. Zudem führen Mangel- und Unterernährung zu einem geschwächten Immunsystem, geringer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen. Mit dem Projekt stellt das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend ernährt und die Familien entlastet werden. Da es im weitläufigen Flüchtlingscamp an weiterführenden Schulen mangelt, können viele Kinder und Jugendliche die Schule aufgrund der Entfernung nicht besuchen. Ein Internatsgebäude beherbergt und versorgt zukünftig einige der Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsmonate. Auch ein Fußballfeld für die Fußballbegeisterten unter ihnen wird neu hinzukommen. Um eine gute Integration der Flüchtlingskinder in ihrem Lebensumfeld in Uganda zu erreichen, bestehen die Schulklassen aus 80 % Flüchtlings- und 20 % einheimischen Kindern. Durch den Bau der Schule und den regelmäßigen Schulunterricht erhalten die traumatisierten Kindern eine stabile Bildungssituation, ein sicheres Umfeld und eine Rückkehr in den Schulalltag.

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Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care unterstützt mit lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in ländlichen Regionen Ugandas, um die dort völlig unzureichende medizinische Versorgung zu verbessern. So können Krankheiten behandelt und Geburten betreut werden sowie Impfungen und Hygieneschulungen durchgeführt werden.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Eine Chance auf Gesundheit

HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria, Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sind die weitverbreitetsten Krankheiten und die Haupttodesursachen in Uganda. Trotz Verbesserungen in der Lebenserwartung, in der Kindersterblichkeitsrate und in der Müttersterblichkeit steht das Gesundheitssystem vor Herausforderungen. So sind nicht überall ausreichend Krankenstationen vorhanden oder ihre Kapazitäten reichen nicht für die Anzahl an Menschen aus. Eingeschränkter Zugang zu Operationen, bestimmten Therapien und Medikamenten machen behandelbare Krankheiten lebensgefährlich. Das ugandische Gesundheitssystem ist wie eine Pyramide aufgebaut und gliedert sich in verschiedene Stufen. Je nach Schwere der Erkrankung wird ein Patient jeweils an die nächste Stufe überwiesen. An der Spitze stehen zwei nationale Krankenhäuser.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt mit ihren lokalen Partnern fünf Gesundheitszentren in Uganda und trägt damit zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Sie gehören alle der Kategorie II oder III an und sind daher für eine grundlegende Basisversorgung zuständig. Die meisten dieser Stationen liegen in ländlichen Regionen, wo die medizinische Versorgung sehr gering ist. In den Krankenstationen werden verschiedene Tests und Behandlungen durchgeführt, Patienten können über Nacht beherbergt und Medikamente fachgerecht aufbewahrt und verabreicht werden. Hebammen und Geburtsräume ermöglichen eine sichere Geburt, Vor- und Nachsorge. Regelmäßige Impfkampagnen erhöhen den Schutz vor Krankheiten, wie Masern, Polio, Diphtherie oder Hepatitis B. Kostenfreie Kondome sollen vor Krankheiten wie HIV/AIDS und ungewollten Schwangerschaften schützen. Von den Krankenstationen organisierte Hygieneschulungen in den umliegenden Dörfern und Stadtteilen zeigen ihre Wirkung. Durchfallerkrankungen kann vorgebeugt und der allgemeine Gesundheitszustand erhöht werden.

Häufig sind die Krankenstationen eng mit den Schulen des Kinderhilfswerks Global-Care verbunden, wodurch die Schülerinnen und Schüler medizinisch versorgt werden können. Der enge Kontakt reduziert zudem Ängste der Kinder und Jugendlichen, sich bei Beschwerden untersuchen zu lassen. Ein neues Labor und Fortbildungen zum Einsatz von Ultraschallgeräten verbessern das Erkennen und Behandeln von Erkrankungen.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global-Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

 

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Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In Togo fördert unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika zivilgesellschaftliche Kinderschutzeinrichtungen. Diese werden bei der Umsetzung nationaler Normen und Standards sowie der Einführung eines kinderrechtsbasierten Arbeitsansatzes unterstützt.

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_©Kinderrechte Afrika

Togo: Stärkung von Kinderschutz-Zentren

In den Regionen Plateaux Centrale und Kara in Togo arbeitet unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. gemeinsam mit ihrem lokalen Projektpartner CREUSET-Togo daran, 6 Kinderschutzzentren bei der Umsetzung nationaler Standards zu unterstützen und einen kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz einzuführen.

Das Kinderschutzzentrum Kandyaa von CREUSET, das in einem gemeinsamen Projekt mit Kinderrechte Afrika e. V. aufgebaut wurde, hat sich in Togo als Modellzentrum etabliert. Bei einer landesweiten Evaluierung von 120 Kinderschutzeinrichtungen wurde Kandyaa als eine von wenigen als leistungsfähig eingestuft. Andere Zentren wurden als verbesserungswürdig, nicht funktionell oder gar misshandelnd beurteilt. Mit diesem Projekt möchte CREUSET seine Erfahrungen beim Aufbau, Führen und Verwalten eines Kinderschutzzentrums nun an die Betreiber 6 anderer Einrichtungen weitergeben und sie bei der Erfüllung nationaler und internationaler Normen unterstützen. Dazu gehört u. a. die Renovierung bzw. der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen sowie die Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts, einer transparenten (Finanz-)Verwaltung und Einkommen schaffender Maßnahmen für eine zunehmend eigenständige Finanzierung der Zentren.

Ausgangssituation in den Kinderschutzzentren

In Togo leben viele Kinder in prekären Notsituationen, auf der Straße, in ausbeuterischen (sklaven-ähnlichen) Arbeitsverhältnissen, werden aufgrund von Anschuldigungen der Hexerei von ihren Familien oder Stieffamilien verstoßen, misshandelt oder geraten in die Hände von Kinderhändlern.

Ca. 4.000 dieser Kinder finden derzeit Zuflucht in Kinderschutzzentren.

Viele Kinder, die in Not geraten, werden von Sozialarbeiter(inne)n, Richter(inne)n, Polizeieinheiten, lokalen und traditionellen Autoritäten oder anderen Akteuren an CREUSET vermittelt, dessen Zentrum landesweit einen guten Ruf für die Aufnahme und Begleitung von Kindern in Not hat. Dadurch kommt Kandyaa aber auch täglich an die Grenzen seiner Kapazitäten. In Togo besteht daher ein großer Bedarf an weiteren leistungsfähigen Einrichtungen für den Kinderschutz.

Die 6 im Rahmen dieses Projekts begleiteten Zentren nehmen Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen auf (Waisen und Halb-Waisen; Kinder, die auf der Straße Leben; Kinder, die der Hexerei bezichtigt werden; Kinder aus instabilen Familienverhältnissen etc.) und bieten ihnen Schutz. Jedoch fehlt ihnen u. a. ein pädagogisches Konzept, dass auch sozio-pädagogische, spielerische, künstlerische oder sportliche Aktivitäten vorsieht, die Beteiligung von Kindern berücksichtigt oder ein Konzept für die Wiedereingliederung von Kindern enthält. Es fehlen Bereiche für Sport und Spiel oder Gemeinschaftsräume zum Essen und Lernen.

Die Sanitärbereiche sind marode, unhygienisch und nicht nach Geschlechtern getrennt. Teilweise versickern die Abwässer einfach im Boden oder die Kinder müssen sich in die Büsche schlagen. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist unzureichend. Schlafräume sind z. T. baufällig durch starke Abnutzung, undichte Fenster, Termitenbefall oder schlechte Elektroinstallationen (offene Kabel stellen ein großes Risiko für die Kinder dar: Kurzschlüsse, Stromschlag o.ä.). Sie sind teilweise dunkel und schlecht belüftet, was nicht nur Gesundheitsrisiken birgt, sondern auch Ungeziefer anzieht. Die Betten und Matratzen reichen meist nicht für alle aufgenommenen Kinder und/oder fallen auseinander.

Die hygienischen Bedingungen für die Lagerung der Nahrungsvorräte und Essenszubereitung sind verbesserungswürdig. Es fehlen Schornsteine oder Abzugsschächte für den Rauch und Essensdämpfe über den Kochstellen (die auch teilweise brüchig sind). Es gibt einen großen Bedarf an Küchenutensilien, aber auch an Sport-, Spiel- und Lernmaterialien.

Die Leitungen der ausgewählten Zentren sind sehr engagiert für die Kinder und bringen sich auch in großem Umfang ehrenamtlich ein, jedoch fehlen ihnen derzeit die finanziellen und personellen Ressourcen sowie spezifisches Know-How, um die Aufnahme- und Betreuungsbedingungen für die Kinder zu verbessern. Das Projekt soll sie in dieser Hinsicht unterstützen und begleiten.

Ziele des Projekts

Oberziel: Das Projekt trägt dazu bei, den institutionellen zivilgesellschaftlichen Kindesschutz in 3 der 5 Regionen Togos zu stärken.

Projektziel: In 6 Kinderschutzeinrichtungen Togos entsprechen Aufnahme und Begleitung der Kinder den Kinderrechten sowie nationalen Normen und Standards.

Unterziele:

  1. Die Aufnahmekapazitäten von 6 zivilgesellschaftlichen Kinderschutzzentren entsprechen nationalen Normen und Standards, die Unterbringungsbedingungen für Kinder sind nachhaltig verbessert, darunter insgesamt 240 Kinder während der Projektlaufzeit.
  2. Das Personal der 6 Zentren betreut und begleitet die aufgenommenen Kinder gemäß einem kinderrechtsbasierten Arbeitsansatz.
  3. Die Lebensfähigkeit der 6 Zentren ist nachhaltig gestärkt.
  4. Die dezentralisierten staatlichen Dienste und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen in den Projektgemeinden unterstützen die Arbeit der Zentren.

Projektmaßnahmen

6 Kinderschutzzentren in Togo werden für die Erfüllung nationaler Normen und Standards unterstützt. Dazu gehört u. a.

  • Die Renovierung/der Ausbau von derzeit gesundheitsschädlichen bzw. dysfunktionalen Räumlichkeiten, Spielbereichen und Sanitäranlagen in 6 ausgewählten Zentren.
  • Die Unterstützung der Einrichtungen für die Selbstversorgung und die Aufnahme bzw. Professionalisierung von Einkommen schaffenden Maßnahmen, sodass sie nachhaltig geführt und auch in Zukunft für die Grundbedürfnisse von Kindern in Not aufkommen können
  • Die Schulung und Begleitung der Zentren bei der Einführung eines kinderrechtsbasierten pädagogischen Konzepts und einer transparenten (Finanz-)Verwaltung.

Weitere Maßnahmen betreffen die Unterstützung/Vernetzung der Zentren in ihrem gesellschaftlichen und politischen Umfeld, darunter

  • Die Arbeit mit Medien (insbesondere Radioprogramme) und Informationsveranstaltungen zur Information der Bevölkerung über die Notwendigkeit der Arbeit der Zentren und ihren Unterstützungsbedarf sowie zur elterlichen Verantwortung
  • Die Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen in den Projektgemeinden, um die Stigmatisierung der Kinder aus den Zentren zu reduzieren
  • Netzwerkarbeit für einen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Lobbyarbeit der Kinderschutzeinrichtungen gegenüber staatlichen Stellen
  • Die Arbeit mit lokalen, religiösen und traditionellen Führungspersonen sowie staatlichen Stellen (Sozialdienst, Richter(innen), Polizeistellen etc.) für eine Unterstützung bei der Wiedereingliederung von Kindern

Finanzierung und Laufzeit

Die Projektkosten belaufen sich auf 624.800 Euro und werden durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),  Sternstunden e. V. (private Fördermittel) und Kinderrechte Afrika e. V. (Eigenmittel, d.h. Spenden) finanziert.

Die geplante Projektlaufzeit ist vom 15.11.2019 bis 15.01.2023.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

Unsere Mitgliedsorganisation DON BOSCO MONDO gibt Straßenkindern in Nairobi ein sicheres Zuhause und sorgt so für ihr leibliches und seelisches Wohl.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

 

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, Betteln und Stehlen durch, sind meist unterernährt, leiden an Krankheiten oder sind drogenabhängig. Einige von ihnen sind AIDS-Waisen. Andere Straßenkinder haben zwar Familie, sind aber vor Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung weggelaufen. Staatliche Hilfe für Straßenkinder gibt es kaum. Deshalb schließen sich die Kinder in Gangs zusammen, um zu überleben. Für viele ein Einstieg in Kriminalität und Drogenkonsum.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Hilfe für Straßenkinder ein Schwerpunkt der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos in Nairobi. Seit 1990 setzen sie sich für Straßenkinder ein und gründeten das „Bosco Boys“-Zentrum in Nairobi. Das Herzstück von Bosco Boys bildet ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. Die Jungen werden dort rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut, finden hier ein neues Zuhause, werden verpflegt, medizi­nisch versorgt und nehmen an Freizeit- und Bildungsangeboten teil. Auf dem gleichen Gelände gibt es eine Grundschule und zwei Ausbildungswerkstätten für Metall- und Holzverarbeitung. Vor allem Schulabbrecher erhalten durch die Ausbildung die Chance, später eigenes Geld zu verdienen.

Auch Kinder aus den benachbarten Slums können am Unterricht in der Grundschule teilnehmen. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen die Kinder und Jugendlichen, damit sie ein selbstbestimmtes und würde­volles Leben führen können – ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos. Zudem werden auch Stipendien für weiterführende Schulen und Universitäten vergeben.

Auf unserer Reise nach Kenia besuchten wir das Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town in Nairobi, in dem Jugendliche im Alter von 18-22 Jahre in einer 2-jährigen Ausbildung in Metall- und Holzverarbeitung, als Techniker oder als Schneider ausgebildet werden.

 

PROJEKTZIELE

  • Straßenkindern ein Zuhause geben, Verpflegung und medizinische Versorgung, Schulbildung
  • Perspektiven schaffen durch Ausbildungsplätze im Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Bis zu 300 Kinder können die Schule besuchen und werden von den Don Bosco Mitarbeitern betreut. Rund 60 Jungen sind in der Einrichtung untergebracht. Viele von ihnen finden später eine Arbeit, einige sogar als Sozialarbeiter in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos.

Manche der Jugendlichen studieren später und übernehmen verantwortungsvolle Posten in der lokalen Politik.

 

 

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

In Kenias Hauptstadt Nairobi kümmert sich unsere Mitgliedsorganisation ISLAMIC RELIEF DEUTSCHLAND um Waisenkinder, um ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

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Kenia: Patenschaften für Waisenkinder

 

In den benachteiligten Regionen des Landes und den sogenannten „Slums“ der Hauptstadt Nairobi haben zahlreiche Kinder ein oder beide Elternteile verloren. Sie wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, weil sich das zurückbleibende Elternteil allein um die Finanzierung der gesamten Familie kümmern muss oder Großeltern oder andere Verwandte die Kinder aufnehmen und versorgen. Islamic Relief ist seit 1993 in Kenia aktiv, um diese Waisenkinder zu unterstützen.

Mit einer 1:1-Patenschaft wird ein einzelnes Waisenkind mit einem festen monatlichen Beitrag unterstützt. Dieser Betrag ermöglicht es, das Kind mit Lebensmitteln, Unterkunft, medizinischer Betreuung und emotionalem Beistand zu versorgen. Die Hilfe, die dem Waisenkind gegeben wird, kommt auch seiner Familie zugute. Mit der Patenschaft wird die körperliche und mentale Gesundheit des Kindes verbessert, ihm wird eine Unterkunft und Schulbildung ermöglicht und die Chancen für sein zukünftiges Leben verbessert.

Die zweite Möglichkeit der Unterstützung ist der Waisenfonds. Die Spenden dieses Fonds verwendet Islamic Relief für Projekte, die bedürftigen Waisen, ihren Familien und Gemeinden zugutekommen. Es sind Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Einkommenssicherung und Verbesserung des sozialen Umfelds.

 

PROJEKTZIELE

  • Versorgen der Waisenkinder mit Essen, Unterkunft und Schulbildung
  • Unterstützung der Familien der Waisenkinder bei ihren eigenen Mikroprojekten zur Einkommenssicherung

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Islamic Relief arbeitet seit 1993 mit Waisenkindern in Kenia. Heute werden über 2.800 Waisenkinder durch eine 1:1 Patenschaft oder durch den Waisenfonds unterstützt.

 

 

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St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

Im St. John's Gemeinwesenentwicklungsprojekt in Kenias Hauptstadt Nairobi setzt sich unserer Bündnisorganisation KINDERNOTHILFE für den Schutz und die Stärkung von Kinder- und Frauenrechten ein und sorgt dafür, daß Kinder und Jugendliche Zugang zu Bildung und Gesundheit erhalten.

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_©Kirsten Milhahn // Kindernothilfe

St. John’s Gemeinwesenentwicklungsprojekt – Stärkung der Kinderrechte und Zugang zu Bildung

 

Das ST. JOHN’S GEMEINWESENENTWICKLUNGSPROJEKT ist im Projektgebiet Pumwani in Kenias Hauptstadt Nairobi angesiedelt und umfasst sechs Slums. Seit 2005 setzt sich die KINDERNOTHILFE gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation vor Ort, dem St. John’s Community Centre, für die Menschen in Pumwani ein. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Stärkung von Kinderrechten sowie Frauenrechten. Hier wird u.a. durch Kinderclubs, in denen sich Mädchen und Jungen regelmäßig treffen um ihre Themen zu besprechen und Aktionen zu planen, ein größeres Bewusstsein für die Kinderrechte in der Projektregion verbreitet. Ein Kinderparlament setzt sich zudem an Schulen für die Belange der Schülerinnen und Schüler ein. Die Kindergremien sind ein Sprachrohr bei wichtigen Entscheidungen und bewirken, dass die Schülerinnen und Schüler von der Schulleitung in wichtige Entscheidungen einbezogen werden.

Das Projekt bietet verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche. Dabei soll vor allem sichergestellt werden, dass sie die Schule besuchen und altersgerecht gefördert werden. Auch Workshops zur Berufswahl und Talentförderung gehören dazu, sowie eine informelle Bildungseinrichtung, in der sich Jungen und Mädchen auf die jährliche Abschlussprüfung vorbereiten können, die nicht in die Regelschulen integriert werden können.

Ein dritter Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Unterstützung von Eltern und Pflegeeltern durch Fortbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Sorgen und Problemen sowie Aufklärungsarbeit in Eltern-Workshops. Zuletzt wird über die Bildung von Selbsthilfegruppen die Hilfe und Unterstützung der Slumbewohner untereinander gestärkt, z.B. durch Frauenselbsthilfegruppen um sich gegenseitig bei dem Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz zu unterstützen.

PROJEKTZIELE

Das Projekt hat insgesamt vier konkrete Projektziele:

  • Schutz und Stärkung der Kinderrechte
  • Zugang der Kinder und Jugendlichen zu Bildung und Gesundheit
  • Aufklärung und Stärkung von Familien
  • Aufbau von Perspektiven z.B. über Selbsthilfegruppen und Workshops

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Insgesamt haben 1554 Waisen- oder Halbwaisen sowie 1339 weitere Jugendliche an den verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts teilgenommen, vor allem durch den Zugang zu Schulbildung und der Hilfe bei den Hausaufgaben. Das zahlte sich aus, 22 Schülerinnen und Schüler legten 2017 exzellente Abschlussprüfungen ab; einige von ihnen erhielten sogar ein Stipendium für die weiterführenden Schulen. 196 Schülerinnen und Schüler erhielten einen Platz an der informellen Bildungseinrichtung des Projekts.

Für den Schutz der Kinderrechte wurde 2017 durch eine Gruppe von Repräsentantinnen verschiedener Selbsthilfegruppen (CLA) in einem Workshop über die negativen Auswirkungen zum Konsum von Kath, einer viel genutzten pflanzlichen Droge in Kenia, aufgeklärt und betroffene Eltern über ihre Pflichten in der Kindesfürsorge hingewiesen. Eine weitere CLA intervenierte bei Fällen von Gewalt gegen Frauen und Kinder und beriet die Betroffenen zu umfassenden Hilfsangeboten. Eine dritte Gruppe brachte Jungen, die sich die Zeit auf der Straße vertrieben, mit den bestehenden Fußballteams in Verbindung, sodass sie nun regelmäßig am Training teilnehmen und gemeinsam Turniere bestreiten.

Auch die Kinderclubs haben 2017 wieder dazu beigetragen, das Bewusstsein für Kinderrechte in der Projektregion zu verbreiten und es wurden drei neue Kinderclubs ins Leben gerufen. Schließlich haben auch verschiedene Maßnahmen für Eltern zum Wohl der Kinder beigetragen: 2017 haben 80 Erwachsene an den Eltern-Workshops teilgenommen und es wurden drei Unterstützungsgruppen für den nachfolgenden Austausch gebildet. Dank der Selbsthilfegruppen konnten positive Ergebnisse erzielt werden, z. B. in der Selbsthilfegruppe „Frauen mit Visionen“, die gemeinsam spart und das Geld aus Kleinkrediten vielseitig einsetzt: u.a. um Schulgelder zu bezahlen, ein Stück Land zur Bewirtschaftung zu kaufen oder eine Kuh für die Milchproduktion anzuschaffen, um somit eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

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