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Sambia: Wasser ist Leben

Im Oktober 2019 startete das neue Wasser-Projekt unserer Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care im Itezhi Tezhi-Distrikt. Denn hier ist nicht nur Wassermangel, sondern auch die Verschmutzung des vorhandenen Wassers ein großes Problem. Neue Trinkwasserbrunnen sowie Hygieneschulungen sind Hauptbestandteil des Projekts.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Sambia: Wasser ist Leben

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist von Wassermangel bedroht. 80 % aller Krankheiten in armen Ländern gehen auf verschmutztes Trinkwasser zurück. Die WHO hat in einem Bericht vom April 2013 festgestellt, dass 29 % aller Todesfälle von Kindern auf Lungenentzündung und Durchfall zurückzuführen sind. Das sind jährlich 2 Millionen Kinder weltweit. Kinder in armen und entlegenen Gebieten sind hier besonders betroffen.

Seit Jahren engagiert sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care für sauberes Trinkwasser in Afrika. Im Oktober 2019 hat ihr neues Wasserprojekt in Sambia mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) begonnen. Es beinhaltet den Bau von sechs Trinkwasserbrunnen in entlegenen Dörfern. Auf Bitten der Vizepräsidentin Sambias werden die Brunnen im Itezhi Tezhi-Distrikt gebohrt. Die Menschen benötigen dringend Hilfe und kaum Hilfsorganisationen sind dort bisher tätig.

Der Itezhi Tezhi-Distrikt mit ca. 68.599 Einwohnern erstreckt sich über eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern. Es weist eine der höchsten Armutsniveaus in Sambia auf und ist bekannt als eine der dürreanfälligsten Regionen des Landes. Die Provinz hat zwar einen der größten Flüsse in Sambia, den Fluss Kafue, doch trocknen die Nebenflüsse in der Trockenzeit fast gänzlich aus. Damit ist der größte Teil der Bevölkerung von dem Damm, von Wasserlöchern oder dem Grundwasser abhängig, wenn es denn vorhanden ist. Dazu kommt das Problem der Entfernung. Die Wasserstellen liegen in einem Abstand von drei bis sechs Kilometern von den Dörfern entfernt und die Menschen benötigen täglich viel Zeit, um Wasser zu holen. Oft werden Mädchen für diese und andere häusliche Arbeiten herangezogen. Dies hat zur Folge, dass Mädchen noch weniger in die Schule gehen als Jungen und geringere Chancen auf Ausbildung haben. Daher verbessern Investitionen in sauberes und leicht zugängliches Wasser nicht nur das gesundheitliche Niveau und die Lebensbedingung der Bevölkerung, sondern haben auch einen wesentlichen Einfluss auf das Ausbildungsniveau der Kinder.

Anfang Dezember 2019 waren alle Bohrlöcher erfolgreich gebohrt. In den kommenden Wochen ist die Installation der Pumpen geplant. Auch Hygiene- und Wartungsschulungen sind Teil der Hilfe und finden für alle Dörfer statt. Vor Beginn des BMZ-Projekts wurden acht weitere Brunnen gebohrt, die wir zusätzlich mit Eigenmitteln realisiert haben. Ab Juni 2020 ist dann ein mehrjähriges BMZ-Projekt mit 46 Trinkwasserbrunnen im Itezihi-Tezhi-Distrikt geplant, für das das Kinderhilfswerk Global-Care vom Bundesentwicklungsministerium die höchste Prioritätsstufe bekommen haben.

Einer der sechs neuen Brunnen befindet sich in dem Dorf Kasamba mit 250 Einwohnern. Früher mussten die Dorfbewohner Wasser aus einem Wasserloch holen aus dem auch die Tiere trinken und in dem in der Trockenzeit kaum Wasser vorhanden ist. Durch den Brunnen verbessert sich das Leben von 250 Menschen nachhaltig! Die Dorfbewohner haben unmittelbaren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Kinder können zur Schule zu gehen, weil weite Wege zum Wasserholen entfallen. Was diese Hilfe für die Menschen vor Ort bedeutet, können wir nur erahnen.

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Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

Mit Hilfe unserer Bündnisorganisation STIFTUNG DER DEUTSCHEN LIONS konnte an der Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) ein Internat aufgebaut werden, das es Massai-Kindern erlaubt, die Schule ganzjährig zu besuchen und die Abschlussprüfungen abzulegen.

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_©Lions Club Münster Landois & Lions Club Thika Chania Falls

Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

 

Massai-Kinder konnten die Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) bisher nur für etwa drei Monate im Jahr besuchen. Denn als Halbnomaden mussten sie in der Trockenzeit zusammen mit ihren Eltern bis zu 30 Kilometer zurücklegen, um Futter für ihre Herden zu finden. Das 30 acres große Grundstück der bisherigen Tages-Schule wurde vor Jahren von einem Vertreter der Massai erworben. Obwohl er selbst nicht lesen und schreiben konnte, war er der Meinung, dass jedes Kind Bildung braucht. Das Grundstück wurde dem Staat übereignet, da auch die Mehrheit der Eltern der Schülerinnen und Schüler möchte, dass ihre Kinder ganzjährig zur Schule gehen und so zumindest einen Hauptschulabschluss erwerben. Das Distrikt-Erziehungs-Ministerium stellte daraufhin die meisten Mittel für die Errichtung der sehr einfachen Gebäude der Tagesschule auf dem Grundstück zur Verfügung.

Über Spenden und einem Zuschuss vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit konnte der Lions Club Münster Landau mit lokaler Unterstützung des Lions Clubs Thika Chania Falls in Kenia die Umwandlung der Tagesschule IAPS in ein Internat finanzieren. Diese Errungenschaft erlaubt es den Kindern jetzt, in der Schule zu bleiben, wenn die Eltern weiterziehen. So können die Kinder ganzjährig im Internat lernen und die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren. Staatliche Mittel stehen für den Ausbau zum Grundschul-Internat (mit Schlafräumen und Speisesaal) in ganz Kenia grundsätzlich nicht zur Verfügung. Damit können viele andere Massai-Kinder aufgrund der nomadischen Lebensweise die auch in Kenia bestehende Schulpflicht nicht wahrnehmen.

 

Projektziele

Das Projekt hat insgesamt fünf konkrete Projektziele:

  • Bau von stabilen Schulgebäuden (vorher eher provisorische Bauten)
  • Menschenwürdige Unterbringung der Kinder während des gesamten Schuljahres
  • Bau von Unterkünften für sieben Lehrer und ihre Familien
  • Einrichtung eines Verwaltungsbüros und Einstellung eines Verwaltungsbeamten für die Schule
  • Versorgung der Kinder mit Trinkwasser durch Anbindung der Schule an die staatliche Wasserleitung

 

Was bisher erreicht wurde

Ende Mai 2019 fand unter großer Beteiligung der lokalen Bevölkerung und der Anwesenheit des Vizepräsidenten des Landes Kenia sowie von zahlreichen Repräsentanten der weltweiten Organisation Lions Clubs International (LCI) aus Deutschland und Kenia die offizielle Feier der Eröffnung der IAPS statt. Der II. Bauabschnitt ist damit fertig gestellt, der für die Zukunft 500 Internatskindern der Massai eine menschenwürdige Unterbringung bietet. Zusätzlich können ca. 200 Vorschüler und Tagesschülerinnen dort unterrichtet werden.

Langfristig sollte die Schule mindestens 1.000 Kinder aufnehmen, da der Staat erst dann das Essen mitfinanziert.

 

 

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Äthiopien: Die tägliche Sorge um Wasser

Unsere Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen unterstützt den Aufbau von Trinkwasserversorgungssystemen in Äthiopien.

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Projektgebiet Dano_©Menschen für Menschen / Rainer Kwiotek

Äthiopien: Die tägliche Sorge um Wasser

Wenn ein Kind stirbt, sagen die Äthiopier, muss es nicht unbedingt von einem Priester beerdigt werden. Eine junge Seele, sagen die Leute, findet den Weg ins Paradies auch ohne Zeremonie.  Schließlich ist sie frei von Sünden. Die kleine Gitu wurde im Kreis ihrer engsten Familie auf einem Hügel vor der Stadt begraben. Als die Fieberkrämpfe, das Erbrechen und der Durchfall immer schlimmer wurden, brachte die Gifare, die Mutter, Gitu zur Gesundheitsstation. „Sie haben alles getan“, sagt Gifare. Vergeblich. Am zehnten Tag ihrer Krankheit starb Gitu. Sie wurde sechs Jahre alt.

Zwei Wasserstellen für 15.000 Einwohner

2016 wurde die Kleinstadt Seyo, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Addis Abeba gelegen, von einer schweren Epidemie heimgesucht. Hunderte Menschen wurden mit Symptomen wie heftigem Fieber, Durchfall und Erbrechen zur Gesundheitsstation gebracht. „Die Wurzel des Problems ist die schlechte Wasserversorgung in dieser Stadt“, sagt Sintayehu Gowalu. Die Stadt, die er regiert, zählt 15.000 Einwohner – und zwei Wasserstellen. Beide wurden von unserer Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen errichtet. Alle weiteren Quellfassungen und Brunnen in der Stadt sind versiegt. Und so bilden sich täglich lange Warteschlangen vor den wenigen Zapfhähnen, aus denen noch Wasser sprudelt. „Wenn sie zu lange warten müssen, weichen die Menschen auf Wasserstellen in der Umgebung aus“, sagt Sintayehu. Viele aber wollen sich den langen Marsch mit einem schweren Kanister auf dem Rücken ersparen und holen ihr Wasser am Fluss. Wo das Vieh säuft und die Autos gewaschen werden. Kurz: Wo das Wasser voller Keime ist. „Im Grunde ist es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Epidemie ausbricht.“

Aufbau von Trinkwasserversorgungssysteme

In Seyo setzt unsere Mitgliedsorganisation derzeit ein lokales Versorgungssystem um. Bis heute hat Menschen für Menschen in vier äthiopischen Kleinstädten Trinkwasserversorgungssysteme umgesetzt. Ungleich höher ist die Zahl der Brunnen mit Handpumpen und Quellfassungen, die die Stiftung gebaut hat: Bis Ende 2017 belief sich ihre Zahl auf 2.416. Im zersiedelten Äthiopien sorgen diese Wasserstellen noch in den entlegensten Gegenden für einen sicheren Zugang der Menschen zu Trinkwasser. Nach Möglichkeit werden sie zudem um Waschplätze, Duschkabinen, Tiertränken oder Nachtspeicher für die landwirtschaftliche Bewässerung ergänzt. Alle neuen Wasserstellen werden außerdem von Aufklärungsprogrammen zur Gesundheitspflege begleitet. In Seyo haben die Arbeiten vor Kurzem begonnen. Wenn sie beendet sind, werden die Einwohner nicht mehr stundenlang um ein paar Liter Wasser anstehen müssen. Niemand wird mehr viele Kilometer zur nächsten Wasserstelle gehen, niemand mehr seinen Wasserkanister im Fluss füllen müssen.

Mehr zu Wasser-Projekten von Menschen für Menschen erfahren Sie hier.

 

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Uganda: Wasserversorgung gewährleisten

Das Kinderhilfswerk Global Care sorgt in Kididima im Osten Ugandas für sauberes Trinkwasser.

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Uganda: Wasserversorgung gewährleisten

Die Menschen in Kididima im Masindi Distrikt im Osten Ugandas hoffen auf ein Wunder. Denn in ihrem Dorf gibt es kein Trinkwasser. Eigentlich war das schon immer so. Niemand der 800 Einwohner kann sich an eine andere Situation erinnern. So marschieren die Frauen und oft genug die Kinder täglich sechs Kilometer zu einem stehenden Gewässer.

Das Wasser ist trübe und zum Verzehr nicht geeignet. Dennoch müssen die vollen Kanister – trotz Hitze und Schmutz – nach Hause getragen werden. Mit Wasserprojekten in Uganda und Sambia leistet das Kinderhilfswerk Global Care dringende Abhilfe bei der Trinkwasserversorgung.

Während in vielen Entwicklungsländern zehn Liter Trinkwasser pro Tag eine große Hilfe bedeuten, liegt der Tagesbedarf in Europa pro Einwohner bei etwa 140 Litern. Unzählige Menschen in Afrika haben nur zwei Liter ungereinigtes Wasser pro Tag zur Verfügung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) formulierte folgendes Ziel: Sauberes Wasser für jeden Menschen zu Hause oder in einem Umkreis von 15 Minuten Wegdistanz. Das Kinderhilfswerk Global Care wird immer wieder mit den traurigen Realitäten konfrontiert. Wege zur Wasserstelle von vier bis acht Kilometer gehören in Afrika zu den normalen Lebensbedingungen. Aber auch dann kann von Trinkwasser nicht immer die Rede sein. Die entnommene Flüssigkeit aus einem Tümpel, Fluss oder See verdient nicht unbedingt den Namen „Wasser“. Oft gibt es an diesen Wasserstellen nicht ganzjährig ausreichend Wasser, so müssen die Menschen schon sehr früh unterwegs sein. Wer zu spät kommt, kriegt nichts mehr ab.

Ursache für viele Krankheiten

Leben ohne Trinkwasser ist aber nicht nur ein Problem der Entfernung. Eine wesentliche Ursache für Krankheiten und nachfolgende Notsituationen besteht gerade in der unbefriedigenden Qualität des Wassers. Die mindere Wasserqualität und die ungeschützten Wasserstellen, die auch vom Vieh als Tränke genutzt werden, sind Ursache für viele Erkrankungen (z.B. Ruhr, Durchfall, Würmer…) und auch Todesfälle. Gerade an diesen Wasserstellen warten die Moskitos auf ihre Opfer und übertragen Malaria. Ein Brunnen im Dorf bringt aber nicht nur eine gesundheitliche Verbesserung, er bedeutet auch eine Erleichterung für die Situation der Frauen und Kinder, die für das Herbeischaff en des Wassers verantwortlich sind. Kinder, die nicht jeden Tag stundenlang mit Wasserholen beschäftigt sind, können in die Schule gehen.

Ursache für fehlende Nahrung

Zur Zeit führt das Kinderhilfswerk Global Care Wasserprojekte in Uganda und Sambia durch. Die Menschen in den ländlichen Regionen leben größtenteils von kleinen landwirtschaftlichen Anbauprojekten. Die Produkte werden für die eigene Familie gebraucht oder auf dem Markt verkauft. Dabei ist der durchschnittliche Verdienst der Familien zwischen einem und fünf Euro im Monat erschreckend niedrig. Dazu kommt, dass der Anbau von Agrarprodukten durch das fehlende Wasser problematisch ist.

Ein Brunnen für das Dorf

Global-Care hat es sich zum Ziel gesetzt, die Trinkwasserversorgung für die Menschen in den ländlichen Regionen zu verbessern. Diese Zielsetzung soll durch den Bau von Bohrbrunnen und den Einbau von Handpumpen erreicht werden. Die vorgesehene Handpumpe fördert bei einer Einbautiefe von 30 m in einer Stunde 1.350 Liter Wasser. Bei einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von 650 Personen können in zwölf Stunden ca. 25 Liter pro Person gefördert werden. In der Praxis wird es sicher zu geringeren Fördermengen kommen, aber allein der Gegensatz vom Sumpf- zum Trinkwasser stellt eine absolute Verbesserung der Situation für die Menschen dar.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Foto: KHW Global Care

 

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Gambia: Verbesserung der Wasserversorgung

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht, für dessen Einhaltung sich unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland im Rahmen eines Brunnenprojekts in Gambia eingesetzt hat.

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Bunnenbau_©ChildFund

Gambia: Verbesserung der Wasserversorgung

Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht, für dessen Einhaltung sich unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland im Rahmen eines Brunnenprojekts in Gambia eingesetzt hat.

Recht auf Zugang zu sauberem Wasser

Kann der fehlende Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrechtsverletzung angeprangert werden, obwohl das Recht auf Wasser nicht völkerrechtlich verbindlich ist? Wir finden: JA! Erst 2010 erkannte die UN-Vollversammlung das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht an – nach wie vor sprechen die Zahlen Bände über die genannte Verbindlichkeit: Mehr als 1,1 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,4 Milliarden keine akzeptablen sanitären Einrichtungen. In Subsahara-Afrika fehlt ca. 60 Prozent der Bevölkerung der Wasserzugang (UNESCO 2014). Mangelnder Zugang zu Wasser und Trinkwasser hat weitreichende schlimme Konsequenzen. Neben Krankheiten durch verunreinigtes Trinkwasser lösen Wassermangel und Dürren schlechte Ernten aus und führen letztlich zu Nahrungsmittelknappheit und Hunger. Unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland setzte sich mit ihrem Brunnenprojekt in Gambia mit allen Kräften für die Verwirklichung dieses Menschenrechts ein.

Es gibt genügend Wasser – die Qualität ist das Problem

Jedes Jahr sterben in Gambia viele Kleinkinder an Krankheiten, die vermeidbar gewesen wären: durch sauberes Trinkwasser. Dabei gibt es eigentlich genug Wasser, denn das Land ist reich an Feuchtgebieten. Das Problem ist aber nicht die Menge des Wassers, sondern die oft schlechte Qualität. Weil die Infrastruktur vieler gambischer Dörfer aufgrund der herrschenden Armut sehr marode ist oder gar komplett fehlt, müssen die Bewohner ihren Durst aus Flüssen, alten Brunnen oder schlammigen Wasserlöchern stillen. Eine ständige Gefahr für die Gesundheit: Süßwasserparasiten und Erreger aus Abwässern können Durchfall und ernste Infektionskrankheiten wie Cholera und Typhus übertragen. Auch die Augenkrankheit Trachom wird häufig auf diesem Weg übertragen. Sie trifft vor allem Kinder und ist für Millionen Erblindungen in ganz Afrika verantwortlich.

ChildFund unterstützt

All das ließe sich vermeiden: Durch sauberes Wasser, bessere Hygiene und Aufklärung. Genau hier setzte das Projekt von ChildFund an: Durch Bau und Instandsetzung von Brunnen und Sanitäranlagen auf dem Land sicherte unsere Bündnisorganisation Gesundheit von Zehntausenden Menschen. Begleitend dazu fanden Gesundheitsschulungen statt. Dabei wurden gezielt junge Frauen und Mädchen angesprochen, weil sie es sind, die die Wasserversorgung ihrer Familien verantworten. Von den neuen Brunnen profitieren sie in besonderer Weise – allein schon durch die kürzeren Wege und Wartezeiten beim Wasserholen.

Dieses Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen.

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