Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

Simbabwes Regierung hat internationale Abkommen zur Geschlechtergerechtigkeit unterzeichnet und ratifiziert. Trotzdem ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts noch immer weit verbreitet.
Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung© Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

In Simbabwe ist laut Gesetz jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten. Die Realität ist jedoch eine andere, besonders auf dem Land. Daran konnte weder das Gesetz, noch das 2005 gegründete Ministerium für Frauen- und Genderangelegenheiten etwas ändern.

Diskriminierung von Frauen und Mädchen

Häusliche Gewalt wird weitgehend als normal erachtet und ist extrem verbreitet. Mädchen müssen oft die Schule frühzeitig verlassen und werden verheiratet. Witwen werden nicht selten vertrieben, damit das vererbte Land in den Händen eines männlichen Familienvorstands bleibt. Unsere Mitgliedsorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) unterstützt zusammen mit ihrem lokalen Partner Envision Frauengruppen im Mashonaland, im Norden Simbabwes. Unter dem Leitmotiv ‚Women’s Way of Doing things‘ wird den Frauen eine wichtige Rolle zugesprochen, um Frieden und Entwicklung in Simbabwe voranzubringen. Sie kämpfen gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und arbeiten daran, geschlechtsspezifische Diskriminierungen beim Erbrecht abzubauen und die Anzahl der Frauen in den lokalen Entscheidungsgremien zu erhöhen.

Einbindung beider Geschlechter

Um das zu erreichen wird die gesamte Gemeinde, Frauen wie Männer, eingebunden. Denn für eine gesellschaftliche Veränderung bedarf es stets beider Geschlechter. Frauen werden über ihre Rechte informiert und dabei unterstützt, häusliche Gewalt anzuzeigen oder ihr vom Staat zugesichertes Erbrecht einzufordern. Um eine Bewusstseinsveränderung besonders bei den männlichen Entscheidungsträgern zu bewirken, werden Dialogforen mit traditionellen Dorfoberhäuptern, anderen Entscheidungsträgern und Polizisten, organisiert, um gemeinsam über traditionelle Werte zu reflektieren. Durch Gespräche und Rollenspiele werden Lösungen gesucht, für eine gerechte und friedliche Zukunft.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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