Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Wetterextreme und der anhaltende Konflikt führen zur prekären Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung in der Region Hiraan in Zentral-Somalia. Durch diverse Maßnahmen setzte sich unsere Bündnisorganisation action medeor mit ihrer Partnerorganisation WARDI für die Nahrungssicherheit in der Region ein.

Weitersagen

Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Die ländliche Bevölkerung im Beledweyne Distrikt in Hiraan lebt hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Allerdings hat sich die Ernährungssituation der Menschen in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: Anbau und Handel von Lebensmitteln sind aufgrund von gewaltsamen Anschlägen und Überfällen oft unterbrochen. Hinzu kommen extreme Wetterlagen wie Starkregen und auch extreme Dürreperioden, die zu Ernteausfällen und Verringerung der Viehbestände führen. 

Der Konflikt und die Fragilität des Staates haben zu einer fast nicht existenten oder mangelhaften Verfügbarkeit von öffentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sanitärversorgung geführt. Besonders ländliche Gemeinden haben keinen Zugang zu öffentlicher Infrastruktur. Die Wasserversorgung in der Region Hiraan ist eingeschränkt, da Brunnen nicht ausreichend gewartet und Bewässerungssysteme marode sind. Der resultierende Mangel an sicherem Wasser führt häufig zu Durchfallerkrankungen wie Cholera. 

Das inzwischen erfolgreich abgeschlossene Projekt von action medeor und der lokalen Partnerorganisation WARDI hatte das Ziel, den Hunger der Familien zu reduzieren und deren Widerstandsfähigkeit in Notlagen zu verbessern. Das Projekt umfasste eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Nahrungssicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner der zwölf ausgewählten Dörfer nachhaltig verbesserte und somit die Unterernährung besonders von Frauen und Kindern reduzierte. 

Ein besonderer Fokus des Projektes lag auf der Stärkung von Frauen und Mädchen, da diese häufig benachteiligt werden und somit einen schlechteren Zugang zu Bildung und Arbeit haben. Da Frauen traditionell für die Erziehung der Kinder zuständig sind, wirkt sich ihre Situation zudem unmittelbar auf den Gesundheits- und Ernährungszustand ihrer Kinder aus. 

Ihre Spende hilft! Unterstützen Sie die Projekte unserer Mitgliedsorganisationen: