Sudan: Medizinische Geräte und Materialien für Krankenhaus

Hochspezialisierte, gebrauchte, medizinische Gegenstände aus Deutschland können sinnvoll in afrikanischen Ländern eingesetzt werden und dadurch weiterhin Leben retten.
Sudan: Medizinisches Material für Krankenhaus©Aktion Canchanabury

Sudan: Medizinische Geräte und Materialien für Krankenhaus

Recyclen tut der Umwelt gut. Doch gut gemeint ist nicht gleichzeitig gut gemacht und nicht alles was gut für die Umwelt ist, ist auch gut für die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Recyceln von manchen Gegenständen wie z.B. Altkleidern, ist nicht unproblematisch, da die afrikanische Textilindustrie nicht mit den Preisen des Recycel-Guts aus Europa konkurrieren kann. Gerade hochspezialisierte, gebrauchte, medizinische Gegenstände aus Deutschland dagegen können sinnvoll eingesetzt werden und dadurch weiterhin Leben retten.

Recyceln von medizinischen Bedarf

Unsere Mitgliedsorganisation Aktion Canchanabury unterstützt so das „Mother of Mercy Hospital“ in Gidel, in den Nuba-Bergen im Sudan. Täglich werden Kranke und Verwundete zum Hospital gebracht, die untergebracht und behandelt werden müssen. In Spitzenzeiten versorgt das Hospital 250 ambulante und 180 stationäre Patient*innen. Es ist die einzige funktionierende Institution in den Nuba Mountains, die nahezu alle chirurgischen Eingriffe und Operationen vornehmen kann. Hilfsgutcontainer aus Deutschland mit gebrauchten medizintechnischen Geräten und Materialien für den klinischen Bedarf erreichen auch während des gewaltsamen Konflikts das „Mother of Mercy Hospital“. Damit kann weiterhin Hunderten von Patient*innen geholfen werden und chirurgische Eingriffe und OPs durchgeführt werden.

Zurzeit kann das Krankenhaus nur die Patienten medikamentös behandeln, die von sich aus ins Krankenhaus kommen. Was allerdings ebenso wichtig wäre, ist eine gezielte Ausbildung lokaler Gesundheitshelfer, die im Rahmen mobiler medizinischer Erstversorgung und Präventionsarbeit die Menschen in den Dörfern aufsuchen. Auf diese Weise könnten viele andere Krankheiten verhindert, bzw. schon im Frühstadium erkannt und behandelt, werden. HIV/AIDS ist hier zwar noch nicht die größte Problematik, allerdings steigen auch hier die Infektionszahlen.

Aufgrund der aktuellen Situation haben die Verantwortlichen vor Ort die Aktion jedoch gebeten, diese Vorhaben zunächst hinten anzustellen und um Unterstützung bei der Bewältigung der dringlichsten Herausforderungen gebeten.

Personalausbildungen und Notfall-Medikamente

Außerdem wurden Pflegerinnen und -pfleger sowie Laborpersonal mit der Unterstützung von Aktion Canchanabury vor dem Konfliktausbruch 2011 geschult. Nach dem erneuten Ausbruch des Krieges wurden fast alle ausländischen Fachkräfte – vornehmlich aus Uganda und Kenia – evakuiert. Aktion Canchanabury finanziert die Ausbildung von einheimischen Studenten am „Catholic Health Training Institute in Wau/Republik Süd-Sudan, um das qualifizierte ausländische Personal aus Kenia und Uganda zu ersetzen.

Zusätzlich ermöglicht Aktion Canchanabury den Kauf von Notfall-Medikamenten und Lebensmitteln.

Aktuell ist Aktion Canchanabury die einzige Organisation, die noch Hilfsgutsendungen zum Hospital in Gidel auf den Weg bringt. Durch die undurchsichtige und gefährliche Lage in der Region gestaltet sich das zwar immer schwieriger, zur Freude aller Beteiligten sind bisher jedoch alle Sendungen mit dringend benötigten medizinischen Materialien unbeschadet angekommen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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