Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt und leiden an Infektionskrankheiten. Unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe unterstützt.
Lachende Kinder_©Kindernothilfe

Swasiland: Ein Ausweg aus bitterer Armut

Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten. Die gesunde Entwicklung der Schwächsten der Gesellschaft – der Kinder – ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Hinzu kommt, dass viele Jungen und Mädchen in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen. Grund dafür sind die hohen Kosten für den Transport, Schuluniformen und Materialien für den Unterricht.

Kinder als Einkommensträger

Viele Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder im Haushalt mithelfen oder arbeiten gehen. Daher nehmen viele Kinder eine Arbeit an, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Über 70.000 Aidswaisen müssen auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Dabei steigt die Zahl der Aidswaisen jedes Jahr weiter an. Circa 26 Prozent der Bevölkerung sind HIV-infiziert. Damit hat Swasiland die höchste HIV-Infiziertenrate der Welt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit der christlichen Organisation Africa Co-operative Action Trust (ACAT) versucht unsere Mitgliedsorganisation Kindernothilfe, die Lebensumstände von (Aids-)Waisen und besonders Bedürftigen zu verbessern. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen, sich selber in Gemeinschaften zu organisieren, sich zu finanzieren und sich selbstständig zu verwalten. Um dies zu erreichen, schult die Partnerorganisation vor Ort die Dorfbewohner*innen.

Die Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen. In eine gemeinsame Kasse zahlt jedes Mitglied monatlich einen Betrag ein. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z.B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden.

Ernährungssicherung und Kampf gegen HIV/Aids

Die Dorfbewohner*innen legen Gemüsegärten an. Dadurch können sie ihre Familien mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen somit noch ein wenig Geld dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren.
Der Kampf gegen HIV/Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. 160 Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen durch die Mitarbeiter unseres Partners vor Ort lernen sie, wie sie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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