Uganda: Mit Kochen und Nähen die eigene Zukunft gestalten

Beruflicher Bildung schafft Einkommen und Zukunftsperspektiven für HIV-Infizierte.

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Uganda: Mit Kochen und Nähen die eigene Zukunft gestalten

HIV/Aids vorbeugen

Unter dem Namen t.a.p.p. (= tumaini aids prevention program) engagiert sich das Kinderhilfswerk GLOBAL CARE in Uganda. Tumaini bedeutet Hoffnung, die für viele der 40 Millionen Menschen im ostafrikanischen Uganda eine wichtige Bedeutung hat. Denn rund 2,6 Millionen (Weltbank, 2016) von ihnen sind betroffen vom Immunschwäche-Virus HIV/Aids, der bis heute nicht heilbar ist. Viele Infizierte haben große Angst vor der Zukunft. Oft wagen sie es nicht, ihren Familien die Wahrheit über ihre Krankheit zu sagen. Fragen über die Zukunft der Kinder und den Tod begleiten sie täglich.

Ausbildung von Köchinnen und Köchen

An über 40 Standorten hilft t.a.p.p. den Betroffenen eigene Verdienst- und Sparmöglichkeiten zu schaffen und schenkt einen Weg in die Selbständigkeit.

Schon am Eingang des t.a.p.p.-Zentrums in Mutungo, Uganda hört man es klappern und zischen. 30 Auszubildende schneiden Gemüse, braten Eier und rühren Maniokbrei in großen Töpfen. Im Rahmen einer sechsmonatigen Ausbildung lernen sie hier im Zentrum für HIV-Infizierte das Kochen und Catering für Feierlichkeiten. Es ist der erste Durchlauf der Ausbildung und die zukünftigen Köche und Köchinnen sind stolz, ausgewählt worden zu sein. Sie erhalten grundlegende Kenntnisse über gesunde Ernährung, lernen mit Kochutensilien umzugehen und Lebensmittel richtig zu lagern. Das Kochen von nahrhaften und gesunden Gerichten steht im Mittelpunkt. Außerdem werden Anforderungen und Abläufe für ein gelungenes Catering erarbeitet.

Nähen und Schneidern lernen

Keine 50 km entfernt, in einem weiteren HIV-Zentrum ist die Geräuschkulisse eine ganz andere. Die Maschinen rattern und übertönen fast die Nähanweisungen der Lehrerin. Sechs Monate lang lernen hier 30 Auszubildende Muster herzustellen und auf Stoffe zu übertragen, Stoffe passend auszuschneiden und mit Nadel und Nähmaschine umzugehen.

In Mutungo hat sich die Schneiderausbildung bereits erfolgreich bewährt. In Kakiri wird dieses Bildungs-Modell jetzt übernommen. Eine hochwertige berufliche Bildung ist für die Auszubildenden eine Besonderheit. Sie stammen aus armen Verhältnissen, sind HIV-positiv, haben die Schule abgebrochen, sind verwitwet oder alleinerziehend.

Einkommen und Selbstwert steigern

Durch die Ausbildung erhalten sie Fähigkeiten und Wissen, damit sie anschließend ein Einkommen generieren und für sich und ihre Familien sorgen können. Gleichzeitig wird ihr Selbstwert gestärkt und Stigmatisierung überwunden, indem sie lernen, sich als wertvollen Teil einer Gruppe und der Gesellschaft zu fühlen.

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