Uganda: Schulessen und Gesundheitsclubs für Flüchtlinge

Der Bürgerkrieg im Südsudan und die anhaltende Dürre treiben die Menschen über die Grenzen nach Uganda. Schulmahlzeiten und Gesundheitsclubs erfüllen die dringendsten Bedürfnisse der Flüchtlinge.
Uganda: Lebensmittel und Gesundheitsfürsorge für Flüchtlinge© AWO International e.V. / Felix Neuhaus

Uganda: Schulessen und Gesundheitsclubs für Flüchtlinge

Seit dem Bürgerkrieg im Südsudan kamen rund eine Million Flüchtlinge nach Uganda, wo sie ein kleines Stück Land bekamen und in Sicherheit leben können. In vielen Gebieten sind die Böden trocken und steinig und es gibt nicht genügend Arbeit, wodurch viele Familien ein hartes Leben und wenig zu essen haben. Unserer Mitgliedsorganisation AWO International e.V.  ist vor Ort und unterstützt die Geflüchteten mit Lebensmitteln und Gesundheitsfürsorge.

Sicherung der Ernährung durch Schulmahlzeiten

Viele Kinder haben einen langen Schulweg und verbringen den achtstündigen Schultag ohne Nahrung. „Unsere Schulkinder erhalten täglich ein warmes „Porridge“, einen Maisbrei mit Milchpulver und Speiseöl. Das ist wichtig, weil mehr Kinder in die Schule kommen und sich besser konzentrieren können“, sagt Schulleiter Mathew Amanzuro. In den Flüchtlingssiedlungen Maaji, Agojo, Mungula und Pagirinya im Adjumani-Distrikt erhalten Kinder und Jugendliche Schulmahlzeiten mit dem Ziel, die Ernährung zu sichern und einen Anreiz zu schaffen, dass eine größere Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen zur Schule geht. Gerade in Krisensituationen bieten Schulen den Kindern ein wenig Normalität und Fürsorge.

Gründung von Gesundheitsclubs

Mit Unterstützung von AWO International e.V. wurden zusätzlich in 28 Schulen Gesundheitsclubs gegründet, um Erkrankungen vorzubeugen. Dabei erhalten insbesondere Kinder und Jugendliche Trainings im Bereich Hygiene.

Die neunjährige Lily besucht die 4. Klasse und ist eine von 30 Botschafter*innen im Gesundheitsclub der Schule: „Wir sorgen dafür, dass sich die anderen Kinder die Hände mit Seife waschen und sehen, ob die Toiletten geputzt sind, ob das Wasser im Schulbrunnen sauber ist und holen Hilfe, wenn ein Kind krank ist. Außerdem haben wir gelernt, dass es weniger Giftschlangen vor unserem Rundhaus gibt, wenn das Gras kurz geschnitten ist“.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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