Sambia: Verbesserte Gesundheitsversorgung

Unsere Mitgliedsorganisation, das Hilfswerk der deutschen Lions e.V., setzt sich in Sambia für eine verbesserte Gesundheitsversorgung ein.

Sambia: Verbesserte Gesundheitsversorgung

Unsere Mitgliedsorganisation, das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. leitet in Sambia mehrer Augenkliniken und verbessert so die Gesundheitsversorgung

In Europa ist es für die meisten von uns normal, schnell medizinische und psychologische Hilfe zu bekommen, wenn es uns nicht gut geht. So können viele Krankheiten und Todesfälle vermieden werden. In vielen Ländern Afrikas bietet sich jedoch noch oft ein sehr anderes Bild. Unsere Mitgliedsorganisation, das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. setzt sich in Sambia dafür ein, dass Menschen dieses Recht auch in Anspruch nehmen können.

Mangelnde Gesundheitsversorgung in Sambia

Von Sambias 13 Millionen Einwohnern sind rund 100.000 Menschen blind. Ein Großteil – rund 80 Prozent – dieser Erblindungen wären mit adäquater, medizinischer Versorgung vermeidbar. Mit Hilfe der Lions wird in Sambia die augenmedizinische Behandlung verbessert, um Erblindungen und bleibende Schäden zu vermeiden.

Blindheit hält einen Großteil der Betroffenen davon ab, eine Ausbildung zu erhalten und einem Beruf nachzugehen. Dadurch rutschen viele von ihnen in die Armut und geraten in Abhängigkeit ihrer Familien. Die Bekämpfung von vermeidbarer Blindheit ist daher immer im direkten Sinne die Bekämpfung von Armut.

Drei Projekte der Deutschen Lions in Sambia

In der Landeshauptstadt Lusaka ermöglichen die Lions den Bau eines Rehabilitationszentrums mit  speziellen Klassenzimmern für Kinder mit Seh-,Hör- und anderen Behinderungen. Es werden Untersuchungseinrichtungen für Kinder, Rehabilitations- und Behandlungsräume und Beratungsräume für Familien geschaffen sowie ein Hörsaal zur Aus- und Weiterbildung von Lehramtsstudenten im Bereich Inklusive Bildung eingerichtet.

In der Ostprovinz Sambias wird eine Augenklinik am Chipata General Hospital errichtet. Zusätzlich werden die  augenmedizinischen Abteilungen des St. Francis und Mwami Hospitals ausgebaut und damit der Zugang zu augenmedizinischen Diensten in der Ostprovinz wesentlich verbessert.

In Kitwe, im Norden Sambias sind die Lions bereits seit Anfang 2012 tätig. Am 30. Mai 2013 wurde in Sambia feierlich eine Kinderaugenklink am Kitwe Central Hospital eröffnet. Das Kitwe Central Hospital, ist die einzige Anlaufstelle für augenmedizinische Behandlungen in einem Einzugsbereich für fünf Millionen Menschen. Außerdem werden Schulungen für Fachpersonal durchgeführt. Geleitet wurde das Krankenhaus von Dr. Seneadza, einem Lions Augenarztstipendiaten. Inzwischen hat Dr. Seneadza seine Arbeitsstelle aus familiären Gründen gewechselt.

„In Afrika sind Krankheiten, die Blindheit verursachen, stark verbreitet. Dazu gehören Grauer und Grüner Star sowie Erkrankungen der Netzhaut (Retina). In Sambia ist Diabetische Netzhauterkrankung die viertgrößte Ursache von Blindheit. Rund acht Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Durch die steigende Zahl an Unfällen im Bergbau werden es stets mehr. Bisher gibt es im ganzen Land keine Möglichkeit, diese und andere Erkrankungen der Retina zu operieren“, so Dr. Seneadza. Deshalb ist es dort besonders wichtig, in die Ausbildung von Augenärzten auf diesem Gebiet zu investieren. Die Fortbildung von Dr. Seneadza war dabei ein wichtiger Schritt.

Große Fortschritte

Im Jahr 2000 arbeitete am Kitwe Central Hospital gerade einmal ein Augenarzt an der Klinik, die Zahl der Patientenkonsultationen lag bei nur 5.000 pro Jahr. Heute arbeiten rund 33 Mitarbeiter in der Augenmedizin des Kitwe Central Hospital. Die Zahl der Patientenkonsultationen pro Jahr ist auf fast 40.000 gestiegen und es werden rund 3.500 Operationen allein am Grauen Star durchgeführt. Mittlerweile gibt es außerdem eine Sehschule, eine augenmedizinische Apotheke und eine Abteilung zur Vermessung und Bestimmung der Sehschärfe.

Mehr Informationen zu dem Projekt des Hilfswerk der deutschen Lions e.V.

Foto: GEMEINSAM FÜR AFRIKA / Trappe

 

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