Die Stiftung der Deutschen Lions in Malawi: Wasser ist Leben

In Zusammenarbeit mit Habitat for Humanity Malawi werden auf Basis vorhandener Erfahrungen aus einem ähnlichen Projekt mit den Menschen vor Ort wirksame und nachhaltige Lösungen für die Probleme des mangelhaften Zugangs zu sauberem Trinkwasser und fehlender oder unzureichender Hygienepraktiken entwickelt.

Projektgebiet: Thyolo-Distrikt
Laufzeit: 2021-2022
Zielgruppe: ländliche Bevölkerung
Projektkosten: 600 000 Euro

Zusammenfassung:

Malawi ist ein kleines ostafrikanisches Land. Laut dem gemeinsamen Monitoring-Programm zur WaSH-Situation von WHO und UNICEF gibt es vor allem im ländlichen Malawi weder ausreichend sicheres Trinkwasser noch sichere sanitäre Einrichtungen.Die Situation in Bezug auf Wasser- und Sanitärversorgung ist dramatisch: Fast ein Drittel der Menschen müssen zum Wasser holen über eine halbe Stunde zu Fuß gehen. Wasser bedeutet jedoch nicht gleich sicheres und sauberes Trinkwasser, die Wasserstellen sind oft nicht mehr als ein Tümpel oder Bachlauf. Ebenso prekär ist die sanitäre Situation: Der Großteil der Familien muss sich eine Toilette mit anderen teilen.

Die ländliche Bevölkerung ist auf Subsistenzlandwirtschaft angewiesen. Der der letzte Monat der Trockenzeit wird gemeinhin als „Hungerzeit“ bezeichnet, da die Erträge oft nicht ausreichen. Zu jeder Jahreszeit können die Familien kaum oder gar kein Geld für andere Bedarfe, geschweige denn für die Reparatur von Pumpen und Brunnen, ansparen. Von staatlicher Seite ist die Hilfe unzureichend. Oft liegen Brunnen und Latrinen nach kurzer Zeit brach und sind unbrauchbar, da bei der Errichtung Wartung und Reparaturen nicht mit bedacht wurden.

Das Lions-Projekt steht für umfassende und nachhaltige Hilfsmaßnahmen. Mit dem Bau von zwei Brunnen mit Wassertanks sowie 200 Latrinen für die bedürftigsten Familien stoßen wir einen Lernprozess zur Schaffung lokaler Wertschöpfungsketten im WaSH-Bereich an. Um die Instandhaltung der Brunnen kümmern sich zukünftig im Rahmen des Projekts neu gebildete WaSH-Komitees in jeder Gemeinde, die kleine Entgelte zur Wassernutzung erheben und so zukünftig gemeinschaftlich die Kosten decken können. Ausreichende Hygienepraktiken sind neben sauberem Wasser und sicheren Sanitäranlagen ein Schlüsselpunkt. Mit Aufklärungskampagnen und Hygienetrainings für die Familien in der Region wird ein größeres Bewusstsein für persönliche Hygiene, auch Menstruationshygiene, sowie Hygiene im Haushalt geschaffen. Damit werden langfristig die Ursachen für die sogenannten „water borne diseases“, wasserbedingte Krankheiten, die als Folgen kontaminierten Wassers u.a. für eine hohe Kindersterblichkeit verantwortlich sind, reduziert.

Weitere Informationen zum WaSH-Projekt der Lions in Malawi finden Sie hier.