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Burundi: Verbesserung des Wassermanagements in den Provinzen Muyinga und Giteda

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützt Frauen und Mädchen in Burundi beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen.

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Burundi: Verbesserung des Wassermanagements in den Provinzen Muyinga und Giteda

Extreme Wetterereignisse, politische Unruhen, Fluchtbewegungen und Hunger: Die Menschen in Burundi müssen vielen Herausforderungen trotzen. Während der Regenzeit im Frühjahr 2021 traten Seen und Flüsse über die Ufer. Insgesamt waren 50.000 Menschen von den Fluten betroffen, 20.000 mussten ihre Häuser verlassen. 2,3 Millionen Menschen in Burundi benötigen dringend humanitäre Hilfe. Epidemien wie Corona, Cholera und Ebola verschärfen die ohnehin schon schwierige humanitäre Situation zusätzlich. 2021 belegte Burundi bereits zum fünften Mal einen Platz in den Top 10 der am wenigsten beachteten Krisen weltweit.

Unsere Mitgliedsorganisation CARE ist seit 1994 in Burundi aktiv. Frauen und junge Menschen stehen im Mittelpunkt aller Projekte. Mit der Hilfe von Kleinspargruppen und dem Training von wirtschaftlichen Fähigkeiten können sie selbst Geld verdienen. CARE setzt auch für die Infrastruktur wichtige Projekte in Bereichen wie Wasserversorgung und Landwirtschaft um. Zudem arbeitet CARE mit Gemeinden und staatlichen Institutionen zusammen, um gleiche Chancen und Rechte für alle Geschlechter zu ermöglichen und gesellschaftlichen Konflikten vorzubeugen.

Verbesserung des Wassermanagements

Obwohl Burundi reich an Wasserressourcen ist, ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser besonders in ländlichen Gebieten nach wie vor unzureichend. CARE fördert die Instandsetzung und den bedarfsgerechten Ausbau von Wasserversorgungssystemen, die Bereitstellung und die Rehabilitierung von Sanitäranlagen. CARE-Helfer*innen führen Sensibilisierungsmaßnahmen für die Bevölkerung zum hygienischen Umgang mit Wasser durch und unterstützen lokale Akteur*innen bei der Verbesserung des Managements und des Schutzes der Wasserressourcen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist von extremer Trockenheit geprägt. Ein großes Problem für das Volk der Massai und ihre Tiere. Unsere Bündnisorganisation ora Kinderhilfe unterstützt vor Ort mit dem Bau von Brunnen, um die Erträge aus der Landwirtschaft und Viehhaltung zu steigern.

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Kenia: Dem Hunger und der Armut begegnen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Die Region Ilbisil im Massai-Land ist extrem trocken. Für das Volk der Massai, das hauptsächlich von Viehhaltung lebt, ist das ein großes Problem: Weil die Felder und Pflanzen verdorren, sind die Massai gezwungen, mit den viel zu mageren Tieren von Wasserstelle zu Wasserstelle zu ziehen. So können die Familien nicht sesshaft werden und die Kinder nicht regelmäßig zur Schule gehen. Alles hängt am Wasser! Sind die Tiere zu mager, haben die Menschen zu wenig zu essen. Haben die Menschen zu wenig zu essen, wachsen die Kinder mit extremen Mangelerscheinungen auf.  

Wasser für Mensch und Tier 

Deshalb hat ora Kinderhilfe in Ilbisil einen Brunnen gebaut und entwickelt derzeit ein spezielles Landwirtschaftsprojekt. Das Projekt sichert ganzjährig Wasser für Mensch und Tier. Die Familien können endlich an einem Ort heimisch werden und die Kinder regelmäßig in die von ora Kinderhilfe initiierte Schule gehen.  

Das Wasser befördert ora Kinderhilfe aus 280 Meter Tiefe über eine Solarpumpe an die Oberfläche. Über einen Teil des Wassers kann die Gemeinschaft selbständig verfügen. Die zweite Hälfte des Ertrages ist für ein „Drip-Drop-System“ bestimmt. Durch gezielte Tröpfchenabgabe aus Schläuchen werden die angebauten Pflanzen direkt an der Wurzel bewässert und der Ertrag des Bodens deutlich gesteigert. Die Tiere erhalten mehr Nahrung und neue Gemüsesorten können zur eigenen Nutzung sowie zum Verkauf angebaut werden. So werden das Einkommen und der Lebensstandard der Gemeinschaft gesteigert. 

Patenschaftsprogramm 

Derzeit kümmert sich ora Kinderhilfe um 165 Patenkinder in der Region. Sie können sich satt essen, gehen in die Schule, erhalten Kleidung und Medikamente. Möglich wird all das durch die ora-Pateninnen und -Paten. 

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Sauberes Wasser durch eine neue Technologie

Ein neues System für Wasseraufbereitung könnte schon bald Menschen in ländlichen Regionen des südlichen Afrikas sauberes Wasser ermöglichen.

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Sauberes Wasser durch eine neue Technologie

Nur etwa ein Viertel der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara haben Zugang zu sauberem Wasser. Verschmutztes Wasser stellt ein großes Gesundheitsrisiko dar, vor allem für die Kinder der Region.  

Eine Kooperation von europäischen und afrikanischen Unternehmen entwickelte mit Förderung der EU und mit Hilfe des Fraunhofer IST in Braunschweig eine Lösung für das Problem:  

Eine autarke Wasseraufbereitungsstation soll nun dafür sorgen, dass Menschen in ländlichen Regionen, die von Infrastrukturen wie Strom oder Kanalisation abgeschnitten sind, trotzdem mit 10.000 Liter sauberem Wasser pro Tag versorgt werden können.  

Die Wasseraufbereitung funktioniert durch zwei speziell beschichtete Elektroden, zwischen denen eine niedrige Spannung angelegt wird, wodurch Wassermoleküle (H2O) in Ozon (O3) und reaktive OH-Radikale gespalten werden. Dieser Vorgang wird elektrochemische Oxidation genannt und wurde am Fraunhofer IST entwickelt. Die Endprodukte der Reaktion, Ozon und OH-Radikale, zersetzen Viren, Keime und andere organische Schadstoffe. 

Damit der Vorgang funktioniert, müssen die Stationen mit Strom versorgt werden, dieser wird durch Solaranlagen auf dem Dach erzeugt.  

Das Projekt wurde im Rahmen des von der EU geförderten Horizon 2020-Projekts “Self-Sustaining Cleaning Technology for Safe Water Supply and Management in Rural African Areas”, kurz “SafeWaterAfrica”, realisiert.  

Mit einer Anlage können bis zu 300 Menschen am Tag versorgt werden. Die Aufbereitungsanlagen sollen in Afrika hergestellt und gewartet werden, um Arbeitsplätze zu schaffen und unabhängig von europäischer Hilfe zu sein. In der Zukunft sollen die Anlagen industriell gefertigt und in verschiedenen Größen produziert werde.  

Zusammenfassung des Artikels: Sauberes Wasser für Afrika – “Made in Africa” von Kristin Rinortner, vom 06.12.2020  

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Sambia: Wasser ist Leben

Im Oktober 2019 startete das neue Wasser-Projekt unserer Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care im Itezhi Tezhi-Distrikt. Denn hier ist nicht nur Wassermangel, sondern auch die Verschmutzung des vorhandenen Wassers ein großes Problem. Neue Trinkwasserbrunnen sowie Hygieneschulungen sind Hauptbestandteil des Projekts.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Sambia: Wasser ist Leben

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist von Wassermangel bedroht. 80 % aller Krankheiten in armen Ländern gehen auf verschmutztes Trinkwasser zurück. Die WHO hat in einem Bericht vom April 2013 festgestellt, dass 29 % aller Todesfälle von Kindern auf Lungenentzündung und Durchfall zurückzuführen sind. Das sind jährlich 2 Millionen Kinder weltweit. Kinder in armen und entlegenen Gebieten sind hier besonders betroffen.

Seit Jahren engagiert sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care für sauberes Trinkwasser in Afrika. Im Oktober 2019 hat ihr neues Wasserprojekt in Sambia mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) begonnen. Es beinhaltet den Bau von sechs Trinkwasserbrunnen in entlegenen Dörfern. Auf Bitten der Vizepräsidentin Sambias werden die Brunnen im Itezhi Tezhi-Distrikt gebohrt. Die Menschen benötigen dringend Hilfe und kaum Hilfsorganisationen sind dort bisher tätig.

Der Itezhi Tezhi-Distrikt mit ca. 68.599 Einwohnern erstreckt sich über eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern. Es weist eine der höchsten Armutsniveaus in Sambia auf und ist bekannt als eine der dürreanfälligsten Regionen des Landes. Die Provinz hat zwar einen der größten Flüsse in Sambia, den Fluss Kafue, doch trocknen die Nebenflüsse in der Trockenzeit fast gänzlich aus. Damit ist der größte Teil der Bevölkerung von dem Damm, von Wasserlöchern oder dem Grundwasser abhängig, wenn es denn vorhanden ist. Dazu kommt das Problem der Entfernung. Die Wasserstellen liegen in einem Abstand von drei bis sechs Kilometern von den Dörfern entfernt und die Menschen benötigen täglich viel Zeit, um Wasser zu holen. Oft werden Mädchen für diese und andere häusliche Arbeiten herangezogen. Dies hat zur Folge, dass Mädchen noch weniger in die Schule gehen als Jungen und geringere Chancen auf Ausbildung haben. Daher verbessern Investitionen in sauberes und leicht zugängliches Wasser nicht nur das gesundheitliche Niveau und die Lebensbedingung der Bevölkerung, sondern haben auch einen wesentlichen Einfluss auf das Ausbildungsniveau der Kinder.

Anfang Dezember 2019 waren alle Bohrlöcher erfolgreich gebohrt. In den kommenden Wochen ist die Installation der Pumpen geplant. Auch Hygiene- und Wartungsschulungen sind Teil der Hilfe und finden für alle Dörfer statt. Vor Beginn des BMZ-Projekts wurden acht weitere Brunnen gebohrt, die wir zusätzlich mit Eigenmitteln realisiert haben. Ab Juni 2020 ist dann ein mehrjähriges BMZ-Projekt mit 46 Trinkwasserbrunnen im Itezihi-Tezhi-Distrikt geplant, für das das Kinderhilfswerk Global-Care vom Bundesentwicklungsministerium die höchste Prioritätsstufe bekommen haben.

Einer der sechs neuen Brunnen befindet sich in dem Dorf Kasamba mit 250 Einwohnern. Früher mussten die Dorfbewohner Wasser aus einem Wasserloch holen aus dem auch die Tiere trinken und in dem in der Trockenzeit kaum Wasser vorhanden ist. Durch den Brunnen verbessert sich das Leben von 250 Menschen nachhaltig! Die Dorfbewohner haben unmittelbaren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Kinder können zur Schule zu gehen, weil weite Wege zum Wasserholen entfallen. Was diese Hilfe für die Menschen vor Ort bedeutet, können wir nur erahnen.

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

In den «Écoles Bleues», den «blauen Schulen» von Burkina Faso lernen die Kinder viel über die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Gesundheit. Sie erzählen das Gelernte daheim in den Familien und werden so zu fröhlichen Botschafterinnen und Botschaftern für die Gesundheit.

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

Kinder tragen das Hygienewissen nach Hause

Zwei von drei Menschen in Burkina Faso haben heute Zugang zu sauberem Trinkwasser. Diese überraschende Zahl belegt eine erfreuliche Entwicklung. Ebenso überraschend – aber unerfreulich – ist die Tatsache, dass vier von fünf Menschen keinen Zugang zu einer Latrine haben. Sie müssen ihr Geschäft draussen in den Feldern oder in den Büschen verrichten, und sie sind sich oft nicht bewusst, dass sie damit die Gesundheit ihrer Dorfgemeinschaft gefährden.In der Provinz Gnagna ist das besonders ausgeprägt. Dort haben sogar neun von zehn Menschen keine Latrine.

Um das zu ändern, machen unsere Mitgliedsorganisation Helvetas und lokale Fachleute die Kinder zu Botschafterinnen und Botschaftern für Hygiene. In der Schule sehen und benutzen sie zum ersten Mal eine Latrine und lernen, die Hände regelmässig zu waschen. Daheim erzählen sie von der neu gebauten Latrine, vom Händewaschen, von der Seife, von Mikroben und wie man Wasser sauber halten kann.

Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft

Helvetas unterstützt die so genannten «Écoles Bleues» und ihre Hygieneerziehung. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, sind auch Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft. Denn sauberes Wasser und Hygiene sind eine fundamentale Bedingung dafür, dass eine Gesellschaft sich entwickelt. In Burkina sterben 89 von 1000 Kinder, bevor sie fünf Jahre alt sind. Hinzu kommen all jene Kinder, die sich wegen Durchfallkrankheiten nicht richtig entwickeln, Erwachsene, die ihre Arbeit nicht bewältigen können, weil sie krank sind. Ein guter Teil der Krankheiten könnte mit sanitären Einrichtungen und mit Aufklärung über Hygiene verhindert werden.

Im Projekt Laafia – was «Gesundheit» bedeutet – profitieren jährlich 1200 Kinder und ihre Familien in 15 Dörfern von diesem Wandel zu besseren Lebensbedingungen.Im Rahmen des Projekts erhalten Behördenmitglieder Anleitungen, wie sie den Latrinenbau planen und fördern können. Private Anbieter werden dafür sensibilisiert, gute Produkte zu fairen Preisen anzubieten. Mittlerweile interessieren sich Behörden und andere Entwicklungsorganisationen für die «Écoles Bleues» und für das Konzept, Kinder zu Gesundheitsbotschaftern zu machen.

Weitere Helvetas Projekte zu Wasser und Infrastruktur finden Sie hier.

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