Wachsende Not in Simbabwe: Medikamente werden knapp

Im Januar lösten ernorme Preissteigerungen für Benzin Unruhen in Simbabwe aus. Auch Medikamente werden knapp.
Medikamente in Simbabwe werden knapp. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor ist im Einsatz._©action medeor

Wachsende Not in Simbabwe: Medikamente werden knapp

Im Januar lösten ernorme Preissteigerungen für Benzin Unruhen in Simbabwe aus. Immer mehr Medikamentenregale in Simbabwe bleiben leer. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor ist im Einsatz und bereitet aktuell weitere Hilfslieferungen vor.

Krankenhäuser müssen bereits Patienten abweisen

Die Preise für Benzin steigen auf Rekordhöhen, Lebensmittel werden unbezahlbar, Unruhen breiten sich aus: die Lage für die Bevölkerung im südafrikanischen Simbabwe verschärft sich zunehmend. Auch die Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Material verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die action medeor Mitarbeiterin Mareike Illing reiste Mitte Januar nach Simbabwe, um Gesundheitseinrichtungen im Land zu besuchen und erlebte die Eskalation hautnah mit. „Die Regale in den Apotheken sind leer. Krankenhäuser müssen bereits Patienten abweisen, weil keine Medikamente für die Versorgung mehr verfügbar sind“ berichtet sie nach ihrer Rückkehr nach Tönisvorst.

Ausweitung der Hilfslieferungen an die Partner vor Ort

Mehrere Lieferungen mit Medikamenten und medizinischem Material für die Partner in Simbabwe stehen aktuell versandbereit im Medikamentenlager von action medeor. Eine weitere Sendung wird gerade vorbereitet. Empfängerin ist die aus Willich stammende Dominikaner-Schwester Christiana Ebel im Regina-Coeli Mission Hospital im Osten Simbabwes. Die Liste der Medikamente aus ihrer Bestellung ist lang: Schmerzmittel, Antibiotika, Vitamintabletten, Desinfektionsmittel und spezielle Sets zur Behandlung von Schlangenbissen. Auch wenn die Abwicklung der Hilfslieferungen durch die angespannte Situation und den Treibstoffmangel im Land weiter erschwert, läuft die Vorbereitung für weitere Hilfslieferungen bei action medeor auf Hochtouren. „Wir müssen jetzt eingreifen, um unsere langjährigen Partner zu unterstützen, denn eine Verbesserung der Lage scheint aktuell nicht absehbar. Als Notapotheke der Welt dürfen wir unsere Partner und die Bevölkerung in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine lassen!“ sagt action medeor Vorstandssprecher Bernd Pastors.

In den vergangenen fünf Jahren hat action medeor Hilfslieferungen in einem Umfang von insgesamt 3,6 Millionen Euro an Gesundheitseinrichtungen in Simbabwe verschickt. Partner vor Ort sind in erster Linie christliche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die die ländliche Bevölkerung des Landes versorgen.

Weitere Informationen zur Lage in Simbabwe erhalten Sie hier im interessanten Podcast unserer Mitgliedsorganisation action medeor.