Reise nach Uganda 2016

2016 reiste das Team von GEMEINSAM FÜR AFRIKA vom 20. bis 26. November nach Uganda, begleitet von den reichweitenstarken und bekannten YouTuber*innen begleitet: Flo, Jung & Naiv und ItsColeslaw. Von vor Ort berichteten wir über die erfolgreiche Projektarbeit unserer Mitgliedsorganisationen und gingen der Frage nach, wie die Vorteile der liberalen Flüchtlingspolitik Ugandas im Land sichtbar werden.
YouTuber-Reise nach Uganda 2016._©GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Reise nach Uganda 2016

Vom 20. bis 26. November 2016 reiste das Team von GEMEINSAM FÜR AFRIKA nach Uganda. Erstmalig wurden wir von reichweitenstarken und bekannten YouTuber*innen begleitet:

Flo, Jung & Naiv und ItsColeslaw reisten mit uns nach Uganda und berichteten über ihre Kanäle von ihren Erlebnissen. Ihr Zielpublikum sind Hunderttausende junge Menschen, die an politischen und sozialen Themen interessiert sind.

Vor Ort berichteten wir über die erfolgreiche Projektarbeit unserer Mitgliedsorganisationen und gingen der Frage nach, wie die Vorteile der liberalen Flüchtlingspolitik Ugandas im Land sichtbar werden. Die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA bauen in Uganda zum Beispiel neue Schulen, Krankenhäuser und sorgen für sauberes Trinkwasser. Das Besondere: Die in der Region lebende ugandische Bevölkerung profitiert von der Versorgung der Geflohenen, denn sie können die Infrastrukturen mitnutzen.

Uganda gehört zu den zehn Ländern, die mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit aufnehmen. Rund eine halbe Million Menschen aus den umliegenden Bürgerkriegsländern suchen Schutz in Uganda: aus der Demokratischen Republik Kongo, Südsudan, Somalia, Eritrea und Burundi. Täglich erreichen weitere Menschen die gigantischen Flüchtlingscamps des Landes und werden offenherzig empfangen. Die Vorteile dieser Willkommenspolitik sind im ganzen Land spürbar.

Wir besuchten eine der größten Flüchtlingssiedlungen im Norden des Landes, in der vor allem Menschen aus dem Südsudan aufgenommen werden. Weitere Stationen unserer Reise waren die Projektstandorte der Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA in Bombo und Wakiso.

Hier findest Du die Filme, die zur Reise nach Uganda veröffentlicht wurden:

GEMEINSAM FÜR AFRIKA:  GFA-Reise nach Uganda

Flo: THIRD WORLD PROBLEMS – Unterwegs in Afrika

Jung & Naiv: Uganda – Jung & Naiv: Folge 292 (Doku)

ItsColeslaw: WIE ES IST, ALS FRAU AUF DER FLUCHT ZU SEIN – Frauen in Uganda

Hier berichten wir von unseren Erlebnissen und persönlichen Eindrücken auf der Reise:

21. November – Tag 1

Nach 15-stündiger Anreise kommen wir erschöpft am Flughafen in Entebbe an. Weiter geht es in die 40 Kilometer entfernte Hauptstadt Kampala. Dort angekommen, treffen wir uns zum wohlverdienten Mittagessen. Nachdem dieses mit zwei Stunden Verspätung serviert wird, ist uns sofort klar, dass Zeit in Uganda eine andere Bedeutung hat. Im Anschluss fahren wir zum ersten Projektbesuch in die Don-Bosco-Einrichtung CALM (Children and Life Mission) in Namugongo.

Dort empfängt uns eine Blaskapelle! Wir fühlen uns wie Ehrengäste und sind sehr neugierig, die Einrichtung endlich kennenzulernen.

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Einer der Leiter der Einrichtung, Br. Hubert Twagirayezu, stellt uns die vielfältigen Aktivitäten und Projekte vor, die bei Don Bosco CALM stattfinden. Mit Stolz berichtet er zum Beispiel von der neuen Grundschule, die im Januar dieses Jahres eröffnet wurde. In der Don-Bosco-Einrichtung CALM (Children and Life Mission) in Namugongo werden seit 2006 Straßenkinder, vernachlässigte Kinder, ehemalige Kindersoldaten, Waisen und von HIV/AIDS betroffene Kinder von den Salesianern Don Boscos betreut. Im Fokus stehen deren Stärkung und Befähigung durch schulische und berufliche Bildung. Die Vision: Rehabilitierung und Reintegration in die Gesellschaft durch Grundversorgung, soziokulturelle Aktivitäten und vor allem Bildung –  für eine selbstbestimmte Zukunft. Aktuell werden in der Don-Bosco-Einrichtung CALM 200 Kinder und Jugendliche betreut. 110 gehen in die Grundschule, 37 in die weiterführende Schule. 53 machen eine Ausbildung.

Im Anschluss an die Präsentation laden uns die Salesianer zum Abendessen ein. Danach fallen wir alle todmüde und voller neuer Eindrücke ins Bett.

22. November – Tag 2

Am Morgen starten wir früh und fahren aus Kampala in Richtung Norden. Nach ca. zweistündiger Fahrt erreichen wir Bombo, wo wir eine weitere Einrichtung von Don Bosco Mondo besuchen. In Bombo betreiben die Salesianer mit Unterstützung von Don Bosco Mondo eine Berufsschule, eine weiterführende Schule und ein Mädchenwohnheim. In der Berufsschule lernen insgesamt 200 Schüler*innen die klassischen Ausbildungsberufe Tischler bzw. Holzverarbeitung, Maurer, Schneider, Schweißer bzw. Metallverarbeitung, Elektriker und Friseur. Rund ein Viertel der Auszubildenden sind Mädchen und junge Frauen.

Es scheint bei den Salesianern generell üblich zu sein, denn auch hier empfängt uns eine großartige Blaskapelle. Danach führen Jugendliche traditionelle Tänze auf, die kulturelle Traditionen des Landes erzählen.

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Beide Don-Bosco-Einrichtungen haben einen sehr positiven Eindruck bei uns hinterlassen. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter nach Gulu, wo wir heute übernachten werden.

23. November – Tag 3

Heute geht es weiter in Richtung Norden Ugandas, nach Adjumani, wo viele Flüchtlinge aus dem Südsudan in sogenannten Settlements aufgenommen werden. Unsere Mitgliedsorganisation Welthungerhilfe unterstützt diese Settlements unter anderem mit dem Bau von Schulen und Krankenhäusern, der Bereitstellung von Saatgut und Werkzeugen für die Landwirtschaft, Schulung von Bäuer*innen und durch die Verbesserung der Wasserversorgung.

Nachdem wir zunächst auf dem Weg in die Settlements stecken geblieben sind, kommen wir doch noch heil an und werden von den Bewohner*innen einer Dorfgemeinschaft in Adjumani empfangen.

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Der offenen Flüchtlingspolitik Ugandas ist es zu verdanken, dass südsudanesische Flüchtlinge nicht einfach in abgeschottete Flüchtlingsunterkünfte abgeschoben werden, sondern dass sich diese ganz in der Nähe der einheimischen Dorfgemeinschaften ein neues Leben aufbauen können. Wir wollen wir der Frage auf den Grund gehen, wie sich die offene Flüchtlingspolitik Ugandas zum Vorteil für die Bevölkerung vor Ort auswirkt. Durch Gespräche mit Vertreter*innen des UNHCR und dem Flüchtlingsbeauftragten der ugandischen Regierung in Adjumani erfahren wir, dass die mehr als 200.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan, die in Adjumani leben, nicht in geschlossenen Flüchtlingsunterkünften aufgenommen werden, sondern ihnen von der ugandischen Regierung mit Unterstützung der Welthungerhilfe ein Stück Land zugewiesen wird, auf dem sie sich ein neues Zuhause aufbauen und Nahrung anbauen können.

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Wir wollen uns selber ein Bild von der Situation der Geflohenen machen und fahren weiter in die Settlements hinein. Es fängt an stark zu regnen. Die unbefestigten Straßen verwandeln sich enorm schnell in rutschige Matschstraßen. Immer wieder müssen wir anhalten, den Weg begutachten und mit angehaltenem Atem unseren kleinen Bus durch tiefe Pfützen und aufgeweichte Kurven manövrieren. Endlich kommen wir in den Settlements an, was wir zunächst kaum bemerken, denn die Unterkünfte erinnern in keiner Weise an die riesigen Zeltstädte, die man sofort im Kopf hat, wenn man an afrikanische Flüchtlingscamps denkt. Vielmehr hat man das Gefühl, in einer Dorfgemeinschaft zu sein. Diese hier unterscheidet sich kaum von der ugandischen Dorfgemeinschaft, die wir heute besucht haben.

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Wir sprechen mit den Bewohner*innen, die vorwiegend weiblich sind. 85 Prozent der geflohenen Südsudanesen sind Frauen und Kinder. Viele ihrer Männer wurden im Bürgerkrieg im Südsudan getötet. Hier erzählt uns eine aus dem Südsudan geflüchtete Frau von ihren Erlebnissen und der Versorgung innerhalb der Siedlung.

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Wir erfahren, dass täglich rund 3.000 Menschen aus dem Südsudan nach Uganda fliehen. Die Zahl nimmt ständig zu. Über eine halbe Million Menschen sind bereits nach Uganda geflohen. Man erzählt uns, dass der Platz nicht aus reiche und gerade ein weiteres Settlement eröffnet werden soll. Wir fragen, was die ugandische Bevölkerung dazu sage und ob es keinen Widerstand gebe. Die Antwort ist beeindruckend. Die Menschen in Uganda seien selbst viel auf der Flucht gewesen und würden das Schicksal der Menschen gut kennen. Die Bereitschaft der Menschen zu helfen sei groß. Außerdem werde mit den Landbesitzer*innen verhandelt, bevor auf dem Land Settlements errichtet werden. Die Infrastruktur, die für die Flüchtlinge gebaut werde, könne auch von der ugandischen Bevölkerung genutzt werden. In dem strukturschwachen Norden des Landes bedeute dies eine „Win-Win-Situation“. Außerdem würden nur Geflohene auf das Land gelassen, wenn die oder der Landbewohner*in damit einverstanden sei..

                                                                                       

Ulrike Scheurer berichtet aus Adjumani im Norden Ugandas, wo sich mit Unterstützung unserer Mitgliedsorganisation der Welthungerhilfe Tausende Flüchtlinge aus dem Südsudan eine neue Existenz aufbauen können.

24. November – Tag 4

Nach einer ereignis- und lehrreichen Zeit in Adjumani machen wir uns wieder auf den Weg ins Landesinnere. Wir fahren nach Wakiso, einer Stadt in Zentral-Uganda. Morgen besuchen wir dort unsere Mitgliedsorganisationen ChildFund Deutschland und Das Hunger Projekt. Insgesamt zehn Stunden dauert die Fahrt. Wir halten immer wieder an und bestaunen die wunderschöne Landschaft, durch die wir fahren. Es ist Zeit für ein Gruppenfoto mit dem ganzen GEMEINSAM FÜR AFRIKA-Reiseteam Uganda:

 

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25. November – Tag 5

Am letzten Tag unserer Reise besuchen wir Projekte von Das Hunger Projekt e. V. und von ChildFund Deutschland e. V. in Wakiso, einem der ärmsten Stadtteile von Kampala.

Das Hunger Projekt unterstützt in Wakiso ein Epizentrum, zu dem über 2.000 Menschen in den umliegenden Dorfgemeinschaften Zugang haben. Zunächst schauen wir uns die Gemüsegärten an. Hier werden den Dorfbewohner*innen anhand des Anbaus von Spinat, Kohl, Zwiebeln und Bananen Kenntnisse über verbesserte Anbaumethoden für ihre eigenen Gärten vermittelt. Das angebaute Gemüse wird dann auf den lokalen Märkten verkauft. Der Erlös kommt dem Epizentrum zugute.

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Anschließend betreten wir die Gesundheitsstation des Epizentrums. Im Empfangsraum warten die Patient*innen – hauptsächlich junge Frauen mit ihren Kleinkindern – geduldig darauf, behandelt zu werden. 15 Krankenschwestern arbeiten in der Station.

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Die Behandlung von Malaria und HIV/Aids steht hier im Vordergrund. Besonders wird dabei auf die Vorsorge gesetzt. Hier werden Moskitonetze verteilt und HIV-Tests durchgeführt. Infizierte Frauen werden mit Medikamenten versorgt, damit sich die Krankheit nicht auf ihre Kinder überträgt. Die Zahl der HIV-Infizierten in der Gemeinde habe sich so entscheidend reduzieren können, erzählen uns die Krankenschwestern stolz. Derzeit gebe es nur noch 700 mit HIV infizierte Menschen. Wir erschrecken bei dieser Aussage, denn betrachtet man die Gesamtbevölkerungszahl der Gemeinde von rund 2.000 Menschen, erscheint diese Zahl doch extrem hoch.

Wir werden durch die Krankenstation geführt. Es gibt drei winzige Behandlungszimmer, die wie die ganze Einrichtung sehr organisiert und gut strukturiert wirken. In einem Raum werden auf einer einfachen Liege Kinder geboren. Im Schnitt kommen hier 40 Babys im Monat zur Welt.

Heute ist Impftag. Krankenschwester Jessica zeigt uns in dem vollen Empfangsraum stolz den Behälter, in dem die Impfstoffe aufbewahrt werden. Dann beginnen die Sprechstunden und wir gehen weiter.

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Im nächsten Raum summen eifrig fünf alte Nähmaschinen von Singer. Die lokalen Mitarbeiter*innen von Das Hunger Projekt erzählen uns, dass sie der Einrichtung mithilfe von Spendengeldern zwei weitere Nähmaschinen schenken konnten. Hier wird Frauen das Nähen beigebracht, damit sie Kleider selbst schneidern und diese auf dem lokalen Markt verkaufen können. Auf diese Weise soll das Einkommen der Familien gesteigert werden. Leider fehle es derzeit an Mitteln, um so viele Nähmaschinen zu besorgen, dass die Frauen diese auch mit nach Hause nehmen und von dort arbeiten können. So bleibe den bereits gelernten Schneiderinnen nichts anderes übrig, als in das Epizentrum zu kommen, wenn gerade keine Kurse liefen, um ihre Kleider zu nähen, erfahren wir.

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Beim zweiten Projektbesuch der Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland lernen wir ein Projekt kennen, das sich für Kinder aller Altersstufen einsetzt. Weil jedes Kind für seine Entwicklung ein intaktes Umfeld braucht, kommt die Unterstützung stets der gesamten Projektgemeinschaft zugute, in der es lebt. Als Erstes besuchen wir eine Grundschule, in der ChildFund Deutschland einen Regenwassertank installiert hat. Die Kinder bereiten täglich zwei große Eimer Wasser zu Trinkwasser auf. In der Trockenzeit holen hier auch die Familien der Kinder sauberes Wasser für den Heimgebrauch. Vor dem Klassenraum steht ein „Tipi-Tap“, das uns eines der Kinder, Adrian, stolz präsentiert. Anstelle von Seife benutzt er etwas Asche aus der kleinen Flasche, reibt seine Hände damit ein und wäscht sie anschließend mit Wasser aus dem gelben Kanister. Durch einen Tritt auf den Ast kippt der Kanister und gießt einen feinen Strahl Wasser auf die Hände. Mit diesen Maßnahmen wird die vor allem für Kinder von Diarrhö-, oder Typhus-Erregern ausgehende Gefahr minimiert.

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Nach dem Besuch in der Schule fahren wir zu einer Motorradwerkstatt, in der von ChildFund Deutschland unterstützte Jugendliche eine Berufsausbildung besuchen. Die Jungs arbeiten im Betrieb mit und erlernen so das Handwerk des Zweiradmechanikers. An einem guten Tag können sie hier bis zu 20.000 Ugandische Schilling verdienen (rund fünf U$-Dollar). Ihr Wunsch ist es, in Zukunft eine noch größere Werkstatt aufzumachen.

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Auch diese junge Mutter hat mit ChildFund Deutschlands Unterstützung ein kleines Business starten können. Ihr Geschäft lief so gut, dass sie vor zwei Monaten umgezogen ist und ihren Lebensmittel-Kiosk vergrößern konnte.

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Zum Abschluss besuchen wir auch noch eine der 53 Spar- und Kleinkreditgruppen, die von ChildFund Deutschland ins Leben gerufen worden sind. Die 26 Mitglieder dieser Gruppe, zumeist Frauen, treffen sich wöchentlich zur Besprechung und tragen dabei die geliehenen und gesparten Beträge in ihre Sparbücher ein. Die Gemeinschaft verleiht einem Mitglied jeweils 150.000 Ugandische Schilling (rund 40 U$-Dollar). Die Kreditnehmerin muss das Geld innerhalb von drei Monaten mit einem Zinssatz von 10 Prozent zurückzahlen. In Uganda liegen die Zinssätze für einen Kredit von einer Bank bei bis zu 26 Prozent. Das in der Gruppe gesparte Geld wird Ende des Jahres an alle Teilnehmenden ausgezahlt.

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Was wir aus der Uganda-Reise lernen konnten

Die Reise durch Uganda war für das ganze Team eine eindrucksvolle Erfahrung. Wir haben sehr viele positive Eindrücke aus dem Land und den Projekten unserer Mitgliedsorganisationen mitnehmen können. Die Projektbesuche bei Don Bosco Mondo, Welthungerhilfe, ChildFund Deutschland sowie Das Hunger Projekt haben uns einmal mehr klargemacht, welchen Stellenwert die Arbeit der Bündnisorganisationen für die Bevölkerung vor Ort hat. Ohne die wertvolle Projektarbeit sähe die Realität vieler Menschen in Uganda bedeutend schlechter aus.

Einen bleibenden Eindruck haben die Settlements in Ugandas Norden bei uns hinterlassen. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die Siedlungen für Geflüchtete und die einheimische Bevölkerung funktionieren. Wir haben kaum einen Unterschied zwischen ugandischen Dorfgemeinschaften und denen der geflohenen Menschen aus dem Südsudan festmachen können. Flüchtlinge stellen für das Land eine Bereicherung und keine Last dar, das haben wir  überall spüren können. Besonders beeindruckt hat uns aber die Bereitschaft der einheimischen, oft selber sehr armen Menschen, zu helfen, wo es möglich ist. Wir waren uns einig: Deutschland sollte sich an diesem positiven Umgang mit geflüchteten Menschen ein Beispiel nehmen.

_©GEMEINSAM FÜR AFRIKA