Klimawandel ist Ursache für Armut und Hunger

Die neue interaktive Weltkarte "Menschen im Klimawandel" und der Bericht "Into unknown territory" machen auf die negativen Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam.

Klimawandel ist Ursache für Armut und Hunger

Die Folgen des Klimawandels gefährden die Lebensgrundlagen vor allem von in Armut lebenden Menschen, die oft auf die Verlässlichkeit der Ökosysteme und die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen wie Wasser angewiesen sind. Menschen in armen Ländern tragen am wenigsten zum Klimawandel bei, sind aber am stärksten betroffen. Abnehmende Regenmengen und intensivere Dürreperioden verringern die Ernten und verschlechtern die Trinkwasserversorgung in ohnehin trockenen Gegenden. Es kommt aber auch zu sintflutartigen Regenfällen, die die Felder unbrauchbar machen können, Brunnen verseuchen und die Menschen durch Überschwemmungen direkt in Gefahr bringen.

Oxfam Deutschland, Mitgliedsorganisation von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, hat in dieser Woche die interaktive Weltkarte „Menschen im Klimawandel“ vorgestellt. Die Karte zeigt Orte, an denen Menschen aus den armen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung erleiden.


Die interaktive Karte gibt einen umfangreichen Überblick über die Folgen des Klimawandels weltweit und veranschaulicht mit Videos, Fotos, Bildergalerien und Erlebnisberichten eine der zentralen, globalen Krisen unseres Jahrhunderts. Jeder Erfahrungsbericht ist mit einem Link versehen, so dass Nutzerinnen und Nutzer die Inhalte mit anderen teilen oder auf eigenen Seiten veröffentlichen können. Die Karte enthält die Kategorien Wasser, Migration, Meeresspiegel, Katastrophe, Gesundheit, Ernährung, Entwaldung und Anpassung.
Die Betroffenen kommen mit Hilfe der interaktiven Weltkarte zu Wort und erzählen, wie die klimatischen Veränderungen ihr Leben beeinflusst und wie sie versuchen, sich an die unvermeidbaren Folgen anzupassen.

Ein aktueller gemeinsamer Bericht von CARE, ebenfalls Mitgliedsorganisation von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, und anderen Nichtregierungsorganisationen, beschäftigt sich auch mit dem Klimawandel und dessen negativen Auswirkungen.
Der gemeinsame Bericht trägt den Titel „In unbekanntes Terrain: Die Grenzen der Anpassung und die Realität von Verlust und Beschädigung durch Klimawandel“ und kommt zu dem Schluss, dass Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in der Zukunft nicht mehr ausreichen werden. Regierungen müssten neue Maßnahmen ergreifen, um sich auf unwiderrufliche Verluste vorzubereiten. Wenn nicht sofort umfassende Anstrengungen unternommen würden, um die Treibhausgas-Emissionen zu verringern und klimafreundliche Entwicklung zu fördern, werde sich die Erde in naher Zukunft voraussichtlich um mehr als vier bis sechs Grad Celsius erwärmen.

Die Kosten dafür hätten die Industriestaaten zu tragen, während in ärmeren Weltregionen Entwicklungsanstrengungen weit zurückgeworfen werden könnten, heißt es in dem Bericht. Konservativen Schätzungen zufolge entstünden rund zwei Billionen US-Dollar an wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Schäden bis zum Jahr 2060. Dazu kämen unwiederbringliche Verluste an biologischer Vielfalt und Ökosystemen.

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Foto: Oxfam Deutschland