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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Räume konnte unsere Bündnisorganisation ADRA die Gesundheitsversorgung an der Kinderklinik in Mekele wesentlich verbessern.

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Äthiopien: Verbesserte Ausstattung für Kinderklinik

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Äthiopien bietet eine allgemeine medizinische Versorgung. Sie hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend erneuert werden. Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Klinikräume konnte die Gesundheitsversorgung dank der Unterstützung der Spenderschaft unserer Bündnisorganisation ADRA wesentlich verbessert werden. Die Kinder erhalten eine bessere Behandlung. 

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Sierra Leone hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten der Welt. Das Gesundheitssystem ist durch einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal stark beeinträchtigt. Unsere Bündnisorganisation action medeor setzt sich zusammen mit ihrer Partnerorganisation Caritas Bo mit mehreren Maßnahmen für die Stärkung der Hebammenausbildung ein, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu verbessern.

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Sierra Leone: Praktische Aus- und Weiterbildung von Hebammen

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gab es 2018 circa 650 Hebammen in Sierra Leone, benötigt würden aber 3.000. Im Projektgebiet im Süden des Landes versorgen nur 65 Hebammen eine Bevölkerung von 894.066 Menschen. 

Das gemeinsame Projekt von action medeor und ihrer Partnerorganisation Caritas Bo zielt darauf ab, die praktische Hebammenausbildung zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, wird unter anderem das Kurrikulum der Hebammenausbildung gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und relevanten Organisationen und Vertretern anderer Hebammenschulen im Land überarbeitet. Zudem werden Hebammen aus ländlichen Gesundheitseinrichtungen zu zertifizierten Praxisanleitenden weitergebildet. 

Neben der Verbesserung der Ausbildung werden im Rahmen des Projektes zwei bestehende Gemeindegesundheitszentren zu Zentren für klinische Hebammenausbildung und qualitativ hochwertige (Notfall-)Geburtshilfe entwickelt. Hierzu werden notwendige Sanierungsarbeiten durchgeführt, insbesondere im Bereich der Entbindungsstation. 

In diesen zwei Zentren für klinische Hebammenausbildung werden regelmäßige Übungseinheiten durchgeführt, um den Transfer von Wissen und Fähigkeiten zu stärken, vor allem im Umgang mit Komplikationen. Zudem werden Verantwortliche des Distrikts in die Überwachung der Praxiseinsätze stärker eingebunden. 

Durchführung von kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung an der Hebammenschule Bo 

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium von Sierra Leone wird ein Weiterbildungsplan für praktizierende Hebammen entwickelt. Für insgesamt 150 Hebammen – hiervon 60 Praxisanleitende – sollen drei Weiterbildungen angeboten werden, in denen sie ihre fachlichen und personalen Kompetenzen ausbauen können. Die Weiterbildungen werden an der Hebammenschule in Bo und im Ausbildungszentrum Gerihun stattfinden, wodurch die Hebammenschule zusätzlich als Weiterbildungszentrum etabliert wird. 

Beschaffung von 60 Hebammentaschen für Praxisanleitende 

Im Rahmen der kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung erhalten die 60 Praxisanleitende Hebammentaschen, die untere anderem mit einem Stethoskop, Blutdruckmessgerät, Beatmungsbeutel, Fieberthermometer sowie einer Erstausstattung Verbrauchsmaterial ausgestattet sind. Diese Materialien sind elementar für eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe. Aus dem Vorprojekt wurden ebenfalls alle graduierten Hebammen mit einer solchen Tasche ausgestattet. 

Vernetzung und Verbesserung von Arbeitsbedingungen 

Neben der Verbesserung der Aus- und Weiterbildung besteht das Ziel des Projektes darin, die Koordination und Vernetzung von Hebammen auf Distrikt- und regionaler Ebene zu verbessern. Hier wird eng mit der sierra-leonischen Hebammenvereinigung zusammengearbeitet. Durch Netzwerke sollen ca. 800 Hebammen besser mit relevanten Informationen versorgt werden und gegenseitige Unterstützung und Beratung erhalten. Außerdem werden sie in die Lage versetzt, auf Grundlage von nationalen Richtlinien und Aktionsplänen ihre Rechte einzufordern. Dadurch sollen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Hebammen in ländlichen Gemeinden verbessert werden. Ihre Integration in den ländlichen Gemeinden soll durch Dialoge mit Vertreterinnen und Vertretern der aufnehmenden Gemeinden gefördert werden. 

Die Partnerorganisation: Caritas Bo 

Caritas Bo ist Mitglied von Caritas International und für die Entwicklungs- und Wohltätigkeitsarbeit der Diözese Bo zuständig. Durch ihre Arbeit in Sierra Leone unterstützt die Caritas Bo die Regierung bei der Bereitstellung von medizinischer Grundversorgung und trägt durch die qualitativ hochwertige Hebammenausbildung zur Senkung der Mütter- und Neugeborenensterblichkeit bei. Durch regelmäßige Schulungen wird der Partner in der Umsetzung des Projektes gestärkt. Gemeinsam haben action medeor und Caritas Bo im Jahr 2017 eine Hebammenschule in Bo gegründet – die erst dritte Schule des Landes. 

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

Die Gesundheitsversorgung in Tansania und Malawi wird bereits seit vielen Jahren von action medeor unterstützt. Für eine ausreichende, effektive und vor allem qualitativ hochwertige Medikamentenversorgung wurden inzwischen insgesamt vier action medeor-Niederlassungen in den beiden Ländern aufgebaut.

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Tansania und Malawi: action medeor-Standorte

In Malawi gibt es seit 2015 eine Niederlassung unserer Bündnisorganisation action medeor, die Medikamente und medizinisches Material an Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Apotheken von kirchlichen, öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern sowie Nichtregierungsorganisationen liefert. Die Mehrheit dieser Gesundheitseinrichtungen behandelt die arme Bevölkerung in abgelegenen Regionen kostenlos oder gegen einen geringen Beitrag. Darüber hinaus bietet das achtköpfige Team von action medeor Malawi rund um Landesdirektorin Susann Held pharmazeutische Fachberatung an, um die lokale Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken. action medeor und die Niederlassungen verfügen dabei über jahrelange Erfahrung und Kompetenzen in verschiedenen praxisorientierten Trainings, Workshops und individueller Beratung. 

Anlass für die Gründung der Niederlassung in Malawi waren die guten Erfahrungen aus Tansania. Dort gibt es inzwischen drei Niederlassungen, die unter anderem dafür Sorge tragen, dass auch Menschen in ländlichen Gebieten ausreichend medizinisch versorgt werden können. Neben den Medikamentenlagern in Dar es Salaam und Masasi wurde im März 2018 auch dank der Unterstützung des action medeor-Kooperationspartners Jungheinrich eine Niederlassung in Makambako eröffnet. Der Ort liegt im südlichen Hochland, 650 km von Dar es Salaam entfernt. Von Makambako aus wird der ländliche Südwesten des Landes direkt versorgt. Lokale Partner können nun auch innerhalb eines Arbeitstages beliefert werden. Für action medeor ist es ein weiterer Schritt, um die medizinische Versorgung vor allem in den entlegenen Gebieten Tansanias zu verbessern. 

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Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasser ist die Quelle des Lebens, doch in ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar leider auch Quelle von Krankheit und Tod. Damit das nicht so bleibt, baut unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Sanitär- und Trinkwasseranlagen und klärt über Verunreinigungen im Wasser auf.

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_©Helvetas

Madagaskar: Wasser als Quelle des Lebens

Wasserquellen sind oft verunreinigt

In den ländlichen Gegenden im Norden von Madagaskar erhalten viele Familien ihr Wasser aus einem nahegelegenen Fluss oder anderen natürlichen Quellen. Das Wasser ist jedoch häufig verunreinigt, da nahezu alle Bewohnerinnen und Bewohner ihr Bedürfnis aufgrund fehlender Toiletten im Freien verrichten und so Keime ins Wasser gelangen. Kaum ein Haushalt verfügt über Toiletten oder Waschräume. Das verunreinigte Wasser führt zu Krankheiten und einer hohen Kindersterblichkeit. Außerdem können die kranken Menschen gar nicht oder nur eingeschränkt arbeiten und somit nicht zum Familieneinkommen beitragen. Die Folge ist, dass viele Familien in Armut leben müssen.

Gefiltertes Trinkwasser und Strom für die Gesundheitsstation

Um diese missliche Lage zu verbessern, trägt HELVETAS mit seiner lokalen Partnerorganisation SANTATRA zu besseren Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gemeinden bei. In den nordmadagassischen Dörfern Ambohitrandriana, Maevatanana und Anjiabory reparieren sie zusammen mit den Dorfbewohnern die mangelhafte Infrastruktur von zwei Gesundheitsstationen und drei Grundschulen. Mit fachgerechten Chlorfiltern wird zudem in Zukunft Trinkwasser aus allen installierten Wasserhähnen kommen. Zudem wird die Gesundheitsstation in Ambohitrandriana mit Strom ausgestattet, sodass diese nun auch in der Nacht beleuchtet und Medikamente angemessen gekühlt werden können.

Ausbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung zum Umgang mit Hygiene

Damit aber nicht nur die Gesundheitsstationen und Grundschulen Zugang zu Hygieneinfrastruktur erhalten, werden zudem Freiwillige ermutigt, eine Maurerausbildung zu erhalten, um so genannte mourabas – Latrinen auf Dorfebene aus natürlichen Materialien – mit den Familien zu bauen. Denn das Projekt wäre wenig nachhaltig, wenn nicht alle Dorfbewohner auch außerhalb des Schulalltages oder eines Besuches der Gesundheitsstationen Latrinen nutzen würden. Außerdem werden die grundsätzlichen Hygiene-Botschaften in das Schulkurrikulum mit aufgenommen, welche dann von den Schülern Zuhause weitergeben werden.

Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass auch Frauen und Mütter hierüber informiert werden, da sie primär die Haushalte organisieren, sich um die Kinder kümmern, diese waschen und das Essen für die Familien kochen. Die Lehrpersonen und das medizinische Personal werden ebenfalls aktiv dazu angeregt, die WASH-Botschaften zu verbreiten und vorbildlich anzuwenden. Sie sind Vorbildfunktionen und somit wichtige Multiplikatoren für ein erfolgreiches Projekt. Überdies werden Partnerschaften (Public Private Partnerships) mit privaten Investoren eingegangen, die für finanzielle und technische Wartungen der Sanitäranlagen aufkommen. Sie werden auch nach Projektende weiterhin für die Instandhaltung verantwortlich sein.

Wasser ist Quelle des Lebens. Zugang zu sauberen Trinkwasser und einer adäquaten Hygiene wird den Menschen dazu verhelfen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern und somit auf Dauer ihre ökonomischen Bedingungen zu verbessern und die Kindersterblichkeit zu verringern.

Finanziert wird das Projekt durch die W.P. Schmitz-Stiftungen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Dieses Projekt wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Mehr Informationen zu unserer Mitgliedsorganisation Helvetas finden Sie hier.

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Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions unterstützt in der Elfenbeinküste den Zugang zu augenmedizinischen Untersuchungen - speziell für Kinder.

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Patienten warten vor der Augenklinik_©HDL

Elfenbeinküste: Lichtblicke für Kinder

In der Republik Elfenbeinküste, Westafrika, gilt mehr als die Hälfte der Bevölkerung als arm. Die allgemeine Gesundheitsversorgung ist lückenhaft. Es gab bisher keine speziellen Vorsorge-, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder, sodass insbesondere diese einem hohen Erblindungsrisiko ausgesetzt sind. Unsere Mitgliedsorganisation Stiftung der Deutschen Lions möchte diese Situation für Kinder nachhaltig verbessern.

Infrastruktur, Fachpersonal und ein geschärftes Bewusstsein für Sehbehinderungen

Mit dem Bau von zwei neuen augenmedizinischen Abteilungen an den Universitätskliniken Bouake und Abidjan und dem armenorientierten Krankenhaus Centre Medico Social El Rapha (CMSER) in Abidjan sowie der Weiterbildung von Ärzt*innen werden Behandlungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen. Die Erfassung und Überweisung der kleinen Patienten wird durch die Vernetzung mit Regionalkrankenhäusern gewährleistet. Um ein effektives Überweisungssystem auf- und auszubauen, wird medizinisches Personal im ländlichen Raum geschult und weitergebildet: Augen- und Kinderärzt*innen, Hebammen, augenmedizinische Fachpfleger*innen und Gemeindegesundheitshelfer*innen vertiefen ihre Kenntnisse in der Vorsorge und Diagnose von Augenkrankheiten bei Kindern.

Informationskampagnen zu Blindheit und Sehbehinderungen

Gemeinsam mit diesen Maßnahmen werden Informationskampagnen über Ursachen und Prävention sowie eine allgemeine Sensibilisierung der Bevölkerung für die Themen Blindheit und Sehbehinderungen die Nachhaltigkeit sichern. Um sehbehinderte Kinder in Zukunft besser fördern zu können, werden Sonderpädagog*innen, die behinderte Kinder unterrichten und betreuen, fortgebildet.

Dieses Projekt wurde Ende 2018 erfolgreich abgeschlossen. Weitere Informationen zum aktuellen Lichtblick-Projekt in Kamerun finden Sie hier.

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

In den «Écoles Bleues», den «blauen Schulen» von Burkina Faso lernen die Kinder viel über die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Gesundheit. Sie erzählen das Gelernte daheim in den Familien und werden so zu fröhlichen Botschafterinnen und Botschaftern für die Gesundheit.

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Burkina Faso: Gesunde Schulkinder und Familien dank sauberem Wasser und Hygiene

Kinder tragen das Hygienewissen nach Hause

Zwei von drei Menschen in Burkina Faso haben heute Zugang zu sauberem Trinkwasser. Diese überraschende Zahl belegt eine erfreuliche Entwicklung. Ebenso überraschend – aber unerfreulich – ist die Tatsache, dass vier von fünf Menschen keinen Zugang zu einer Latrine haben. Sie müssen ihr Geschäft draussen in den Feldern oder in den Büschen verrichten, und sie sind sich oft nicht bewusst, dass sie damit die Gesundheit ihrer Dorfgemeinschaft gefährden.In der Provinz Gnagna ist das besonders ausgeprägt. Dort haben sogar neun von zehn Menschen keine Latrine.

Um das zu ändern, machen unsere Mitgliedsorganisation Helvetas und lokale Fachleute die Kinder zu Botschafterinnen und Botschaftern für Hygiene. In der Schule sehen und benutzen sie zum ersten Mal eine Latrine und lernen, die Hände regelmässig zu waschen. Daheim erzählen sie von der neu gebauten Latrine, vom Händewaschen, von der Seife, von Mikroben und wie man Wasser sauber halten kann.

Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft

Helvetas unterstützt die so genannten «Écoles Bleues» und ihre Hygieneerziehung. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, sind auch Botschafterinnen und Botschafter für eine bessere Zukunft. Denn sauberes Wasser und Hygiene sind eine fundamentale Bedingung dafür, dass eine Gesellschaft sich entwickelt. In Burkina sterben 89 von 1000 Kinder, bevor sie fünf Jahre alt sind. Hinzu kommen all jene Kinder, die sich wegen Durchfallkrankheiten nicht richtig entwickeln, Erwachsene, die ihre Arbeit nicht bewältigen können, weil sie krank sind. Ein guter Teil der Krankheiten könnte mit sanitären Einrichtungen und mit Aufklärung über Hygiene verhindert werden.

Im Projekt Laafia – was «Gesundheit» bedeutet – profitieren jährlich 1200 Kinder und ihre Familien in 15 Dörfern von diesem Wandel zu besseren Lebensbedingungen.Im Rahmen des Projekts erhalten Behördenmitglieder Anleitungen, wie sie den Latrinenbau planen und fördern können. Private Anbieter werden dafür sensibilisiert, gute Produkte zu fairen Preisen anzubieten. Mittlerweile interessieren sich Behörden und andere Entwicklungsorganisationen für die «Écoles Bleues» und für das Konzept, Kinder zu Gesundheitsbotschaftern zu machen.

Weitere Helvetas Projekte zu Wasser und Infrastruktur finden Sie hier.

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Sudan: Medizinische Geräte und Materialien für Krankenhaus

Hochspezialisierte, gebrauchte, medizinische Gegenstände aus Deutschland können sinnvoll in afrikanischen Ländern eingesetzt werden und dadurch weiterhin Leben retten.

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Sudan: Medizinisches Material für Krankenhaus©Aktion Canchanabury

Sudan: Medizinische Geräte und Materialien für Krankenhaus

Recyclen tut der Umwelt gut. Doch gut gemeint ist nicht gleichzeitig gut gemacht und nicht alles was gut für die Umwelt ist, ist auch gut für die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent. Das Recyceln von manchen Gegenständen wie z.B. Altkleidern, ist nicht unproblematisch, da die afrikanische Textilindustrie nicht mit den Preisen des Recycel-Guts aus Europa konkurrieren kann. Gerade hochspezialisierte, gebrauchte, medizinische Gegenstände aus Deutschland dagegen können sinnvoll eingesetzt werden und dadurch weiterhin Leben retten.

Recyceln von medizinischen Bedarf

Unsere Mitgliedsorganisation Aktion Canchanabury unterstützt so das „Mother of Mercy Hospital“ in Gidel, in den Nuba-Bergen im Sudan. Täglich werden Kranke und Verwundete zum Hospital gebracht, die untergebracht und behandelt werden müssen. In Spitzenzeiten versorgt das Hospital 250 ambulante und 180 stationäre Patient*innen. Es ist die einzige funktionierende Institution in den Nuba Mountains, die nahezu alle chirurgischen Eingriffe und Operationen vornehmen kann. Hilfsgutcontainer aus Deutschland mit gebrauchten medizintechnischen Geräten und Materialien für den klinischen Bedarf erreichen auch während des gewaltsamen Konflikts das „Mother of Mercy Hospital“. Damit kann weiterhin Hunderten von Patient*innen geholfen werden und chirurgische Eingriffe und OPs durchgeführt werden.

Zurzeit kann das Krankenhaus nur die Patienten medikamentös behandeln, die von sich aus ins Krankenhaus kommen. Was allerdings ebenso wichtig wäre, ist eine gezielte Ausbildung lokaler Gesundheitshelfer, die im Rahmen mobiler medizinischer Erstversorgung und Präventionsarbeit die Menschen in den Dörfern aufsuchen. Auf diese Weise könnten viele andere Krankheiten verhindert, bzw. schon im Frühstadium erkannt und behandelt, werden. HIV/AIDS ist hier zwar noch nicht die größte Problematik, allerdings steigen auch hier die Infektionszahlen.

Aufgrund der aktuellen Situation haben die Verantwortlichen vor Ort die Aktion jedoch gebeten, diese Vorhaben zunächst hinten anzustellen und um Unterstützung bei der Bewältigung der dringlichsten Herausforderungen gebeten.

Personalausbildungen und Notfall-Medikamente

Außerdem wurden Pflegerinnen und -pfleger sowie Laborpersonal mit der Unterstützung von Aktion Canchanabury vor dem Konfliktausbruch 2011 geschult. Nach dem erneuten Ausbruch des Krieges wurden fast alle ausländischen Fachkräfte – vornehmlich aus Uganda und Kenia – evakuiert. Aktion Canchanabury finanziert die Ausbildung von einheimischen Studenten am „Catholic Health Training Institute in Wau/Republik Süd-Sudan, um das qualifizierte ausländische Personal aus Kenia und Uganda zu ersetzen.

Zusätzlich ermöglicht Aktion Canchanabury den Kauf von Notfall-Medikamenten und Lebensmitteln.

Aktuell ist Aktion Canchanabury die einzige Organisation, die noch Hilfsgutsendungen zum Hospital in Gidel auf den Weg bringt. Durch die undurchsichtige und gefährliche Lage in der Region gestaltet sich das zwar immer schwieriger, zur Freude aller Beteiligten sind bisher jedoch alle Sendungen mit dringend benötigten medizinischen Materialien unbeschadet angekommen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Kenia: Hoffnung für ausgestoßene Frauen

Rund zwei Millionen Frauen weltweit leiden unter Geburtsfisteln, weil sie keine angemessene medizinische Hilfe bei der Geburt ihrer Kinder erhalten. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland verhalf erkrankten Frauen in Kenia zu einem neuen Leben.

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Kenia: Hoffnung für ausgestoßene Frauen

Rund zwei Millionen Frauen weltweit leiden unter Geburtsfisteln, weil sie keine angemessene medizinische Hilfe bei der Geburt ihrer Kinder erhalten. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland verhalf erkrankten Frauen in Kenia zu einem neuen Leben. Die Geburtsfisteln führen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen und machen betroffene Frauen häufig zu sozial Ausgestoßenen. Die Frauen verarmen und vereinsamen.

Genitalbeschneidung und frühe Verheiratung

Genitalbeschneidung der Frau und frühe Verheiratung von Mädchen sind in Kenia nach wie vor weit verbreitet. Die Beschneidung wird meist unter unhygienischen Bedingungen durchgeführt. Oft wird viel Gewebe entfernt, sodass Narben und Engstellen zurückbleiben können. Aufgrund dieser Genitalverstümmelung und fehlender ärztlicher Versorgung kommt es bei der Geburt immer wieder zu Komplikationen bis hin zu Geburtsstillstand. Wird der Fötus dann nicht durch einen Kaiserschnitt geboren, reißt in vielen Fällen das Beckenbodengewebe der Mutter ein und es entsteht ein Loch oder eine Fistel zwischen den anliegenden Organen. Durch diese Öffnung verlieren die Frauen unkontrolliert Stuhl und/oder Urin. Die mangelnde Hygiene bei Temperaturen über 30 Grad führt zudem zu einer starken Geruchsbildung. Oft werden diese Frauen von ihren Männern verlassen und aus der Gesellschaft ausgestoßen. Alleine in Kenia sind jährlich über 3000 Frauen von diesem Problem betroffen und führen ein Leben in Armut und Isolation.

ADRA fördert Präventionsmaßnahmen und die Behandlung der Erkrankung

Das abgeschlossene Projekt von ADRA umfasste sowohl Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Geburtsfisteln als auch die Behandlung der Erkrankung. Denn der Zugang zu guter Geburtshilfe und notärztlicher Versorgung ist in den ländlichen Regionen Kenias sehr beschränkt.

ADRA konzentrierte sich auf die Distrikte Kisii, Nyamira und Homa und hilft 510 Frauen, die an Geburtsfisteln leiden, durch rekonstruktive Chirurgie und medizinische Versorgung. Zudem haben bildungsfördernde Maßnahmen und Mikrokredite sie dazu befähigt, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und der Armut zu entfliehen. Aufklärung der Gemeinschaften sowie Schulungen von Hebammen, Krankenschwestern und regionalem medizinischem Personal trugen zur Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bei.

Foto: ADRA Deutschland e. V.

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Ägypten: Frühförderung für Kinder mit Behinderungen

Islamic Relief unterstützt Kinder mit Behinderungen in einem Therapie- und Behandlungszentrum.

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Kinder vom Rehabilitations- und Therapiezentrum in Kairo rennen um die Wette_©Islamic Relief

Ägypten: Frühförderung für Kinder mit Behinderungen

Er redet unentwegt davon, schon Tage zuvor ist er aufgeregt: Ridha Al-Sayid liebt Sportfeste. Mit strahlenden Augen verfolgt der Siebenjährige die Schritte seiner Freunde. Er feuert sie an, jubelt mit ihnen.

98 Prozent der Kinder mit Behinderungen sind ohne Unterstützung

Ridha selbst kann nicht laufen, sein Nervensystem ist schwer geschädigt. Essen, sprechen oder auch nur den Kopf halten – seine Betreuung hält die Familie rund um die Uhr in Atem. „Wir können uns die teure medizinische Behandlung nicht leisten“, sagt Hanan Al-Sayid, Ridhas Mutter. Nach staatlichen Statistiken gibt es in Ägypten mehr als zwei Millionen Menschen mit Behinderungen, von denen etwa 45 Prozent Kinder sind. Von diesen sind wiederum rund 98 Prozent ohne jegliche Unterstützung oder Förderung – so wie Ridha.

Unterstützung eines Therapie- und Behandlungszentrums

Doch der Junge hat Glück: Seit zwei Jahren kommt er in das Therapie- und Behandlungszentrum EIRC, das Islamic Relief in Helwan bei Kairo unterstützt. Regelmäßig übt er mit seiner Therapeutin Bewegungsabläufe vor einem Spiegel. Er lernt, seinen Körper zu kontrollieren und sich zu konzentrieren. Hier hat er Spielgefährten und wird liebevoll angenommen. Auch Hanan lernt, wie sie mit ihrem Sohn zu Hause arbeiten kann. Hartes Training, tägliche Übung, Zuwendung – dank der frühen Förderung und gezielten Therapie macht Ridha erstaunliche Fortschritte.

 

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Ghana: Soziale Mobilisierung

Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – mit diesem Ziel arbeitet unsere Mitgliedsorganisation Das Hunger Projekt in acht afrikanischen Staaten. Kern der Strategie ist die Gründung von sogenannten „Epizentren“.

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Ghana: Soziale Mobilisierung

Eigenverantwortung und Selbstbestimmung – mit diesem Ziel arbeitet unsere Mitgliedsorganisation Das Hunger Projekt in acht afrikanischen Staaten. Kern der Strategie ist die Gründung von sogenannten „Epizentren“.

Dorfverbände werden in einem Prozess der sozialen Mobilisierung dazu motiviert, gemeinsam ein Entwicklungszentrum für Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und Handel aufzubauen, inklusive einer eigenen kleinen Genossenschaftsbank. Bis zu acht Jahre lang werden sie dabei begleitet, dann führen sie das Zentrum selbstbestimmt – ohne finanzielle oder personelle Hilfe des Hunger Projekts – weiter.

Im ghanaischen Matsekope funktioniert die Epizentren-Strategie und die intensive Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft hervorragend. Kürzlich wurde dort ein Schwesternhaus errichtet, um durch bessere Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal die Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten.

Im Epizentrum Nkawanda in Ghanas Südost-Distrikt existiert ein solches Schwesternhaus noch nicht. Für Dr. Eckhard Müller-Guntrum, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Hunger Projekts Deutschland, war dies das erste Epizentrum, das er besuchte. – Das Regionalzentrum besteht aus einem L-förmigen Gebäudekomplex: im Mittelpunkt ein großer Versammlungsraum, daran anschließend Schulraum, Kindergarten, Getreidespeicher, Gesundheitsstation und sogar eine kleine Bank für die Gewährung von Mikrokrediten. Bei seinem Besuch fiel schnell auf, dass ein Schwesternhaus nach dem Vorbild von Matsekope dringend benötigt wird. Hier berichtet Dr. Müller-Guntrum von seinen Eindrücken in Nkawanda:

„[…] dann geht es ab zur ‚Klinik‘. Hier arbeiten vier Krankenschwestern, davon ist die Chefin Philomena Ounsu mit 27 Jahren die älteste. Sie stammt aus einem kleinen Dorf in Nordghana. „Ich habe nur fünf Geschwister“ – sagt sie, „und ich hatte das Glück, zur Schule gehen und danach sogar Krankenschwester werden zu dürfen.“ Sie weiß, dass dies nicht vielen Mädchen ermöglicht wird und ist immer noch dankbar dafür. Für die Ausbildung zur Krankenschwester besuchte sie zwei Jahre lang die Schwesternschule, auf eigene Kosten. Seit fünf Jahren ist sie in nun in Nkawanda. Ein Arzt kommt einmal im Monat, aber weniger zur Behandlung von Patienten als zur Supervision der Schwestern. Behandelt werden rund 20 Patienten pro Tag, überwiegend Kinder. Da eine Hebamme fehlt, werden Geburten nur selten durchgeführt. Stattdessen müssen die Schwangeren einen langen Weg in das 15 km entfernte Krankenhaus in Nkawka auf sich nehmen. Um regelmäßig Geburten begleiten zu können, müsste man erst einmal eine Übernachtungsmöglichkeit für die Schwestern und Hebammen schaffen, aber daran fehlt es.

Der Verdienst der Schwestern ist nicht üppig, 600 Cedi im Monat, ca. 150 Euro. Bezahlt werden sie vom Ghana National Health Service. Von dem Einkommen gehen 100 Cedi weg für eine schlichte Unterkunft in einem der Dörfer, wohin sie oft weit zu Fuß gehen müssen. Insbesondere angesichts fehlender Unterbringungsmöglichkeit ist die Fluktuation unter den Schwestern leider groß. Hier bemüht sich jetzt das Hunger Projekt um Abhilfe.“

Für 2015 soll mit der Hilfe vom Hunger Projekt neben dem Schwesternhaus in Nkawanda ein weiteres im Epizentrum Kyempo errichtet werden. Ziel in den kommenden Jahren ist es, alle übrigen ghanaischen Epizentren mit diesen Einrichtungen auszustatten.

Anlehnend an die Leitgedanken Mobilisierung zur Eigenverantwortung, Gleichberechtigung von Frau und Mann und Stärkung der lokalen Demokratie verfolgt das Hunger Projekt nachhaltig den Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe.

Finden Sie hier viele spannende Informationen zur nachhaltigen Epizentren-Strategie.

Foto: Das Hunger Projekt

 

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Sambia: Verbesserte Gesundheitsversorgung

Unsere Mitgliedsorganisation, die Stiftung der Deutschen Lions, setzt sich in Sambia für eine verbesserte Gesundheitsversorgung ein.

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Sambia: Verbesserte Gesundheitsversorgung

Unsere Mitgliedsorganisation, die Stiftung der deutschen Lions leitet in Sambia mehrer Augenkliniken und verbessert so die Gesundheitsversorgung

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