Volle Kraft voraus – Kenia nimmt Afrikas größten Windpark in Betrieb

Am Turkanasee im Norden Kenias ist ein riesiger Windpark in Betrieb genommen worden. Er soll 17 Prozent von Kenias Strombedarf decken.
Lake Turkana Windpark _©Lake Turkana Wind Power

Volle Kraft voraus – Kenia nimmt Afrikas größten Windpark in Betrieb

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat die nach eigenen Angaben größte Windenergieanlage Afrikas in Betrieb genommen. Das Projekt Lake Turkana wurde bereits 2018 an das Stromnetz angeschlossen und soll nun 17 Prozent des Energiebedarfs abdecken.
Kenyatta erklärte, sein Land werde das einzige in Afrika sein, das 75 Prozent seines Strombedarfs mit erneuerbaren Energien erzeugt. Die Regierung hofft auch darauf, dass günstige Strompreise Kenia für Investoren interessant macht.

Der Turkana-Windpark ist ein Rekordprojekt

Es ist ein Projekt mit Symbolwirkung: Der Lake Turkana-Windpark in Kenia ist Afrikas größter Windpark südlich der Sahara. Und das, obwohl die Leistungen der insgesamt 365 Turbinen mit 850 kW pro Turbinevergleichsweise gering ist. Der Windpark bricht auch in anderen Bereichen Rekorde. Er ist bis dato das größte Investitionsprojekt aus privater Hand in Kenia. Dabei liegt der Standort mitten im dünn besiedelten Bezirk Marsabit im Norden des Landes, 600 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt. Der Lake Turkana Windpark entstand auf einer Landfläche, die am südöstlichen Ufer des Turkana-Sees beginnt und zwischen den Bergen Mt. Kulal und Mt. Nyiru endet. Dort herrschen außerordentlich hohe durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 11,1 Metern pro Sekunde – und damit höher als an den meisten Offshore-Standorten. Die Energieausbeute am Standort ist demzufolge überdurchschnittlich hoch, der Kapazitätsfaktor soll bei 68 % liegen. Möglich ist dies durch den „Turkana Korridorwind“, einem Druckgefälle zwischen Indischem Ozean und Sahara, der für konstant gute Windbedingungen sorgt.

Erfolgreiche Investition in saubere Energie

Kenia hat in den letzten Jahren erfolgreich in erneuerbare Energiequellen investiert und will seinen Anteil an der Windenergie bis 2030 auf über 2000 Megawatt ausbauen. Geplant ist ein Anteil der erneuerbaren Energien von 60 Prozent am Strommix bis 2020. Bis dahin kann dann hoffentlich auch das Netz mithalten. Denn eines der größten Herausforderungen des Lake Turkana Projektes ist der Netzanschluss. Die Leitungen mussten erst aufwendig in den unerschlossenen Norden des Landes gelegt werden. Trotzdem besteht die Gefahr, dass das relativ kleine Stromnetz des Landes mit der Menge an Energie überfordert sein könnte. Bislang hatte das Land vor allem auf Wasserkraft gesetzt. Wegen des Klimawandels schwinden allerdings die Wasserressourcen.

Lokale Bevölkerung profitiert noch nicht von der Windanlage

Von den 47 Millionen Kenianern verfügen längst nicht alle über Strom. Paradoxerweise gilt das trotz des neuen Windparks auch für die Fischer vom Turkanasee. Sie hatten sich mehr von dem Park erhofft. Starre Strukturen verhindern, dass die Betreiberfirma den Strom direkt an die dörflichen Gemeinschaften abgeben kann und die Fischer ans Stromnetz angeschlossen werden. Es ist aber hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die lokale Bevölkerung vom sauberen Strom der Windkraftanlage profitiert.

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UN-Report: Weltweit hungern 820 Millionen Menschen

Laut einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen litt 2018 jeder neunte Mensch an Hunger – das sind fast 820 Millionen Menschen weltweit. 2017 waren es schätzungsweise noch 811 Millionen Menschen.
_© R.Maro/version-foto.de

UN-Report: Weltweit hungern 820 Millionen Menschen

Dem letzte Woche in New York veröffentlichten UN-Report „Die Situation der Nahrungssicherheit und Ernährung in der Welt” zufolge, ist die Zahl der Hungernden damit das dritte Jahr in Folge angestiegen.

Hunger ist in nahezu allen Regionen Afrikas auf dem Vormarsch

Ein Großteil der weltweit hungernden Menschen lebt mit 256,1 Millionen (31%) auf dem afrikanischen Kontinent. Der Anteil der chronisch Hungernden blieb in den letzten drei Jahren unverändert hoch – bei fast 11% weltweit. Die prozentual am stärksten von Unterernährung betroffene Region ist dabei weiterhin Afrika: Dort hungern fast 20% der Bevölkerung. „Hunger ist in nahezu allen Regionen Afrikas auf dem Vormarsch“, so der Bericht. Besonders ernst ist die Lage in Ostafrika. Dort sind knapp ein Drittel der Bevölkerung (30,8%) unterernährt. Neben dem Klimawandel und diversen Konflikten sind laut UN auch Konjunkturabschwächungen und -rückgänge ein Grund für den Anstieg.

Nachhaltige Entwicklungsziele in Gefahr

Angesichts dieser Trends sei der Sieg gegen den Hunger bis 2030 eine „gewaltigen Herausforderung“, so die UN-Organisationen. Bei dem Ziel, die Anzahl der chronisch mangelernährten Kinder zu halbieren und die Anzahl der Kinder mit zu geringem Geburtsgewicht zu reduzieren, seien die Fortschritte zu langsam. Dadurch rücke auch die Umsetzung der globalen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) zu Ernährung in weitere Ferne.

„Wir müssen entschlossener handeln, um diese besorgniserregenden Trends anzugehen“, schreiben die Leiter der UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO), des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), des Kinderhilfswerk UNICEF, des Welternährungsprogramms (WFP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem gemeinsamen Vorwort zu dem Report.

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Jubiläum: Ein Jahr mit unserer Botschafterin Ischtar Isik

Seit nun genau einem Jahr unterstützt die Influencerin Ischtar Isik die Arbeit unseres Bündnisses als Botschafterin. Zum Jubiläum blicken wir zurück auf ein Jahr, in dem wir gemeinsam viel erlebt und bewegt haben.
Influencerin Ischtar Isik ist seit Juli 2018 Botschafterin für GEMEINSAM FÜR AFRIKA. _© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Jubiläum: Ein Jahr mit unserer Botschafterin Ischtar Isik

 

Gemeinsam in Sambia

Der Grundstein für die Zusammenarbeit wurde bereits im November 2017 gelegt. Zusammen mit Influencern und Youtuberinnen reisten wir nach Sambia – mit dabei: Ischtar Isik. Wir besuchten verschiedene Projekte unserer Bündnisorganisationen, um uns ein direktes Bild davon zu machen, welch wertvolle Arbeit von unseren Organisationen und ihren lokalen Partnern auf den Weg gebracht wird. Auf der Reise nahmen wir auch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) unter die Lupe und zeigten auf, was wir tun können, um diese zu erreichen.

Dem Kakao auf der Spur in Ghana

Neues Jahr – neue Reise: Im November 2018 begeleitete Ischtar Isik uns auf unserer #SpurensucheKakao in Ghana. Wir wollten wissen: Mit welchen Hindernissen haben die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern vor Ort zu kämpfen? Unter welchen Bedingungen wird der Kakao, der die Basis unserer geliebten Schokolade darstellt, eigentlich angebaut und geerntet? Und wie können wir in Deutschland dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Menschen in den Herkunftsländern des Kakaos vor dem Hintergrund der 17 Ziele verbessern?

Wir sind mit Afrika verbunden!

Für unsere Videotrilogie Was verbindet dich mit „Afrika“? machten wir zum Jahreswechsel 2018/19 direkt noch einmal gemeinsame Sache: In drei kurzen Videos haben wir aufgezeigt, wie eng unsere Lebenswelten hier im globalen Norden mit denen von Menschen im globalen Süden verbunden sind. Anhand von drei alltäglichen Beispielen aus unterschiedlichen Lebensbereichen haben wir deutlich gemacht, dass unsere Art und Weise zu leben, zu wirtschaften und zu konsumieren direkten Einfluss auf das Leben von Menschen in afrikanischen Länder hat – positiv wie negativ. Dabei haben wir auch Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die jede und jeder ganz einfach anwenden und so direkt einen kleinen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten kann.

Auf der Grünen Woche

Anfang 2019 begleitete Ischtar Isik uns auf die Internationale Grüne Woche in Berlin, wo auch unsere Reise-Doku auf großer Leinwand einem breiten Publikum präsentiert wurde. Hier kam es unter anderem auch zu einem kurzen Treffen unserer Botschafterin mit Entwicklunsminister Müller (CSU).

Coming soon …

Auch für 2019 haben wir gemeinsam große Pläne. Die Vorbereitungen für unsere nächste Aktion laufen bereits auf Hochtouren. In wenigen Wochen ist es soweit.

Worum es dabei geht? Seid gespannt!

© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

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Afrikanische Union bringt „größte Freihandelszone der Welt“ auf den Weg

Gut 17 Jahre haben sich die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen AfCFTA hingezogen. Mit der so wichtigen Unterschrift Nigerias am vergangenen Wochenende soll die Freihandelszone jetzt endlich Wirklichkeit werden.
Ein LKW auf den Straßen Algeriens.

Afrikanische Union bringt „größte Freihandelszone der Welt“ auf den Weg

Mit Nigeria hatte sich das wirtschaftlich stärkste Land des Kontinents mit seiner Unterschrift lange Zeit gelassen. Die Regierung hatte befürchtet, dass ausländische Billigprodukte den nigerianischen Markt ungehindert überschwemmen und heimischen Unternehmen schaden könnten. Der größte Ölexporteur des Kontinents hat eine Bevölkerung von rund 200 Millionen Menschen und ist vor Südafrika die größte Volkswirtschaft Afrikas.
Letztlich unterzeichnete der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari aber das wegweisende Abkommen auf dem Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in Niger am vergangenen Wochenende. Da auch Benin am Ende seine Zustimmung gab, sind nun 54 der insgesamt 55 Mitgliedstaaten der AU dem Abkommen beigetreten – nur Eritrea ist nicht dabei. 

Große Hoffnung auf eine florierende Zukunft

Der Präsident von Niger, Mahmadou Issoufou, sprach von einem historischen Moment: „Der Start der afrikanischen Freihandelszone ist das wichtigste Ereignis auf unserem Kontinent seit der Gründung der UN und der Afrikanischen Union. Es ist ein Ereignis, das Hoffnung gibt, ein geeintes und florierendes Afrika zu schaffen.“

Bisher liegt der Anteil des Handels zwischen den afrikanischen Staaten bei nur etwa 15 Prozent. Gehandelt wird stattdessen mit den einstigen europäischen Kolonialmächten sowie China. Perspektivisch soll durch die „Afrikanische Freihandelszone“ ein panafrikanischer Binnenmarkt nach EU-Vorbild entstehen – mit freiem Waren- und Personenverkehr sowie der Liberalisierung von Dienstleistungen. Zum Vergleich: Der Anteil des Handels zwischen Ländern Europas liegt bei knapp 70 Prozent.
Ab sofort sollen die Mitgliedsstaaten bestehende Handelshemmnisse, wie z. B. hohe Einfuhrzölle oder bürokratische Hürden, abbauen und so den innerafrikanischen Handel ankurbeln. Handelsstreitigkeiten sollen künftig untereinander nach gemeinsamen Regeln geklärt werden. Das Fernziel der AU: Bis zum Jahr 2063 soll Afrika geeint und wohlhabend sein.

 

Es gibt auch Sorge und Kritik

Allerdings gibt es auch Sorgen und Kritik, dass der steigende Wettbewerbsdruck gerade den besonders schwachen Ländern zu schaffen machen könnte: Kleine Produzenten in Industrie und Landwirtschaft würden Gefahr laufen, einen Preiskampf gegen Billigimporte aus Nachbarländern zu verlieren. Die Wirtschaftsstruktur vieler afrikanischer Länder ist eher schwach. Sie produzieren selbst wenig, viele Länder sind von Rohstoffexporten abhängig.

Albert Muchanga, Kommissar für Handel und Industrie der Afrikanischen Union, sieht die größte Herausforderung aber in der kulturellen Vermittlung des Projektes. „Es gibt einige Leute, die noch immer glauben, dass dieses Projekt zu groß, zu ambitioniert sei, es könne nicht realisiert werden. Aber das Problem ist, dass es notwendig ist. Afrika hat keine andere Wahl“, erklärt Muchanga. „Wenn man den globalen Handel betrachtet, dann ist die Nachfrage nach Rohstoffen nicht mehr gesichert.“ Es müssten also die internen Möglichkeiten und Potenziale ausgeschöpft werden, um die Entwicklung des Kontinents voranzutreiben.

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In Ghana kommen Medikamente jetzt per Drohne

Bereits seit 2016 werden in Ruanda Drohnen des kalifornischen Start-ups Zipline zur Auslieferung von Blutprodukten eingesetzt. Seit April operiert das Unternehmen nun auch Ghana.
Zipline Lieferung per Drohne _© Zipline

In Ghana kommen Medikamente jetzt per Drohne

Fast 15.000 Lieferungen hat Zipline bereits in Ruanda per Drohne durchgeführt und so nach eigenen Angaben schon tausende Leben gerettet. Seit Kurzem liefern die Drohnen des Unternehmens auch in Ghana lebensrettende Impfstoffe, Blutprodukte und Medikamente an Patienten aus. Am 24. April diesen Jahres hob die erste Zipline-Drohne ab. Mit an Bord: eine Lieferung von Impfstoffen gegen Gelbfieber. Drei weitere Verteilerzentren, von denen aus die Drohnen starten, sollen folgen.

Mediziner vor Ort können ganz einfach telefonisch, über Whatsapp, per E-Mail oder SMS eine Bestellung aufgeben, wenn ihre Vorräte an Medikamenten und Impfstoffen zur Neige gehen. Die Drohnen fliegen dann von einem der Verteilerzentren zum Zielort und lassen die Lieferung mit winzigen Fallschirmen fallen. „Der Plan ist, dass von den vier Verteilerzentren aus 600 Flüge am Tag stattfinden. Mit der Zeit soll die Zahl der Flüge dann bis zu 2000 (pro Tag) steigen.“, erklärt Seth Berkley, Geschäftsführer der Impfallianz Gavi. Dann will Zipline insgesamt 2000 Gesundheitseinrichtungen und rund 12 Millionen Menschen mit Arzneimitteln versorgen.

Geschwindigkeit kann Leben retten

Das Ziel soll sein, dass die Sendungen innerhalb von 30 Minuten an ihrem Bestimmungsort ankommen. So sollen insbesondere wichtige Notfall-Medikamente – wie z.B. Antivenine gegen Schlangenbisse oder Tollwut-Impfungen – rechtzeitig ankommen, um Leben zu retten. Bis zu 12 Routine- und Notfallimpfstoffe sollen künftig verfügbar sein – darunter Gelbfieberimpfungen, Polioimpfungen, Masernimpfungen, Meningitis und Tetanus sowie 148 Blutprodukte und andere wichtige Arzneimittel. Dafür sollen 120 Drohnen permanent im Einsatz sein, die komplett autonom fliegen und bis zu 1,8 kg Fracht transportieren können.

Bereits 2018 führten der Drohnenhersteller Wingcopter, DHL und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ein erfolgreiches Pilotprojekt zur Lieferung von Medikamenten per Drohne in Tansania durch.

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Botswana entkriminalisiert Homosexualität

Nachdem im Februar bereits Angola Gesetze abgeschafft hatte, mit denen homosexuelle Handlungen bestraft werden konnten, folgte das Oberste Gericht in Bostwana nun diesem Beispiel.
Botswana entkriminalisiert Homosexualität © Photo by Peter Hershey on Unsplash / edit by GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Botswana entkriminalisiert Homosexualität

Der Jubel der Aktivistinnen und Aktivisten im Gerichtssaal war groß: Es ist ein hart erkämpfter Sieg für die LGBTQ-Community in Botswana, wo das Oberste Gericht am vergangenen Dienstag (11.06.) das gesetzliche Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex abgeschafft hat.

Das Strafgesetzbuch, das noch unter britischer Kolonialherrschaft verfasst wurde, enthielt einen Paragraphen, der „Geschlechtsverkehr mit jeder Person gegen die Ordnung der Natur“ mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestrafte. „Unanständige Praktiken zwischen Personen“ in der Öffentlichkeit sowie im Privaten wurden mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet.

 

„Diskriminierung hat auf dieser Welt keinen Platz. Alle Menschen sind gleich geboren. Homosexualität ist eine Form der Sexualität, die seit Jahren unterdrückt wird“, sagte Richter Michael Leburu. „Eine demokratische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die Toleranz, Vielfalt und Aufgeschlossenheit umfasst.“

Noch ein weiter Weg zu gehen

Kürzlich hatte der Oberste Gerichtshof in Kenia die auch dort seit der Kolonialzeit bestehenden Anti-Homosexualitäts-Gesetzte bestätigt. Gleichgeschlechtliche Beziehungen können in Kenia weiterhin mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Von den Vereinten Nationen so wie Menschenrechtsaktivisten weltweit wurde diese Entscheidung massiv kritisiert.

Noch immer sind gleichgeschlechtliche Beziehungen in mehr als 70 Ländern weltweit illegal. Fast die Hälfte dieser Länder befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent, wo Homosexualität oft noch immer als Tabu-Thema gilt und die Verfolgung homosexueller Menschen weit verbreitet ist. Das Strafmaß reicht mancherorts bis zu lebenslanger Haft oder gar zur Todesstrafe.

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Fast jedes zehnte Kind auf der Welt wird zur Arbeit gezwungen

Noch immer müssen weltweit 152 Millionen Mädchen und Jungen arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Kinder verkaufen Lebensmittel auf einem Markt in der Elfenbeinküste_© UNICEF/Frank Dejongh

Fast jedes zehnte Kind auf der Welt wird zur Arbeit gezwungen

Anlässlich des heutigen Welttags gegen Kinderarbeit fordern das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Kinderschutzorganisation Terre des Hommes zu mehr Engagement gegen Kinderarbeit auf. Regierungen, Zivilgesellschaft und Unternehmen müssten die Ursachen von Kinderarbeit – wie extreme Armut, fehlende Bildungschancen und die Diskriminierung von Mädchen – stärker bekämpfen.

Kinder auf dem afrikanischen Kontinent besonders betroffen

Zwar gehe die Zahl der arbeitet Kinder zurück, diese Entwicklung habe sich zuletz aber stark verlangsamt. „Wenn der Fortschritt lediglich im aktuellen Tempo weitergeht, werden auch im Jahr 2025 noch 121 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen sein“, so die UN-Organisation. 152 Millionen Mädchen und Jungen – also fast jedes zehnte Kind auf der Welt – sind laut dem Kinderarbeitsreport 2019 von Terre des Hommes von Kinderarbeit betroffen. Fast die Hälfte von ihnen (73 Millionen) leidet unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Die meisten von Kinderarbeit betroffenen Jungen und Mädchen leben in Afrika (72 Millionen), gefolgt von Asien (62 Millionen). Über 70 Prozent der arbeitenden Mädchen und Jungen sind in der Landwirtschaft tätig.

Die Lebensbedingungen der Kinder müssen sich ändern

Es würde nicht reichen, Kinderarbeit zu verurteilen und offziell zu verbieten, sagte UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider. „Um Kinder wirksam vor Ausbeutung zu schützen, müssen sich die Lebensbedingungen der betroffenen Kinder ändern: Erstens müssen Kinder, die gezwungen sind zu arbeiten, aus ihrer Lage befreit werden. Zweitens sind mehr Investitionen in Bildung, aber auch in faire Arbeitsmöglichkeiten für Eltern sowie in Gesundheits- und soziale Sicherungssysteme nötig. Neben den Regierungen tragen deshalb auch Unternehmen eine große gesellschaftliche Verantwortung, die über ein striktes Verbot von Kinderarbeit in ihrer globalen Lieferkette weit hinausgeht.“

Fast alle Staaten der Welt haben im Rahmen der „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ beschlossen, alle Formen der Kinderarbeit bis zum Jahr 2025 vollständig abzuschaffen. Den Worten müssen jetzt Taten folgen.

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Eine Welt Camp 2019 – wir waren dabei!

Vom 29. Mai bis zum 02. Juni fand das Eine Welt Camp 2019 statt: Eine gute Gelegenheit, um die Bildungsarbeit von GEMEINSAM FÜR AFRIKA zu präsentieren und mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Kontakt zu kommen.
_© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Eine Welt Camp 2019 – wir waren dabei!

Besonders junge Erwachsene, die einen Freiwilligendienst in einem Land des Globalen Südens absolviert haben, kommen während des alle zwei Jahre stattfindenden Camps zusammen. Thematisch drehte sich dieses Jahr alles um das Thema „In der Welt zu Haus“: Wie wohne ich und wie wohnen andere? Gibt es auch andere, solidarische Möglichkeiten? Wie gestalten wir gutes Zusammenleben? In Workshops, freien Angeboten und dem „Markt der Möglichkeiten“ wurden den Teilnehmenden Handlungsoptionen für eine gerechtere Welt aufgezeigt.

Die Teilnehmenden informierten sich an unserem Stand über die Bildungsarbeit von GEMEINSAM FÜR AFRIKA. Besonders die vielen Unterrichtsmodule zu afrikaspezifischen Themen sowie die Möglichkeit, als Referent*in an Schulen für Gemeinsam für Afrika tätig zu werden, stießen dabei auf große Begeisterung.

Das Eine Welt Camp auf dem Jakobsberg bei Bingen gibt es seit mehr als 25 Jahren und wird von einem Team aus jungen Frauen und Männern vorbereitet und organisiert. Mit dabei sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft MaZ der Orden, des Klosters Jakobsberg, von missio und den zurückgekehrten Missionar*innen auf Zeit.

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Das war unsere Protestaktion gegen #KinderImKrieg

Um auf das oft vergessene Schicksal von Kindern im Krieg aufmerksam zu machen, haben wir am Freitag, den 24. Mai 2019, in sieben deutschen Großstädten eine bundesweite Awareness-Aktion durchgeführt.

Das war unsere Protestaktion gegen #KinderImKrieg

Mit hunderten verlassenen Kinderschuhen haben wir in sieben deutschen Städten ein Zeichen für das Leid der zahlreichen Kinder gesetzt, die täglich durch Kriege und bewaffnete Konflikte ihr Leben verlieren. Wir haben mit der Aktion klar gemacht, dass der Schutz von Kindern eine zentrale Herausforderung unserer Zeit ist, die jeden etwas angeht.

Hintergrundinformationen, unsere 10 Forderungen sowie Tipps dazu, was man selbst tun kann, finden Sie HIER (klick).

Hier gibts die besten Bilder der Aktion aus allen Städten:

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Stündlich stirbt eine Schulklasse durch Krieg

GEMEINSAM FÜR AFRIKA setzt mit hunderten verlassenen Kinderschuhen in sieben deutschen Städten ein eindrucksvolles Zeichen.
© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Stündlich stirbt eine Schulklasse durch Krieg

Berlin, 24. Mai 2019 – Hunderte verlassene Kinderschuhe auf zentralen Plätzen in Berlin, Frankfurt/Main, Köln, Hamburg, München, Stuttgart und Leipzig stehen symbolisch für hunderte Kinder, die in Kriegen und bewaffneten Konflikten ihr Leben lassen müssen. Mit dieser Demonstration erinnerte das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA an das tägliche Sterben von Kindern im Krieg.

„In dem Jahr, in dem die UN-Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt wird, dürfen wir das Leid von Kindern nicht vergessen, auch wenn es weit weg von uns geschieht“, mahnte GEMEINSAM FÜR AFRIKA zeitgleich in den sieben Städten Deutschlands mit dem großflächigen Aufstellen hunderter verlassener Kinderschuhe und dem Schriftzug „Jede Stunde stirbt eine Schulklasse durch Krieg“.

Besonders bedroht sei das Leben der Kinder in Afrika. „Auf die Gesamtzahl der Todesopfer betrachtet, sterben allein auf dem afrikanischen Kontinent 28 Kinder stündlich an den Folgen bewaffneter Konflikte. Das entspricht einer Schulklasse“, erklärte Susanne Anger, Sprecherin des Bündnisses. Immer häufiger würden Kinder auch gezielt getötet und verletzt, zum Beispiel durch bewusste Anschläge auf Schulen. Das Ausmaß an Gewalt und Angst sowie die indirekten Auswirkungen, wie Hunger, schlechtes Trinkwasser oder fehlende medizinische Versorgung, führten dazu, dass Kindern in Konfliktgebieten oftmals die ersten Opfer würden. Das Leid von Kindern in Kriegen sei gegenwärtig so dramatisch wie nie zuvor in den letzten 20 Jahren. „Rund 420 Millionen Jungen und Mädchen auf der Welt wachsen in einem Konfliktgebiet auf. Das ist fast jedes fünfte Kind“, kritisierte Anger und forderte die strikte Einhaltung des Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, in dem es heißt: „Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen“.

GEMEINSAM FÜR AFRIKA fordert zum Schutz von Kindern in Kriegen insbesondere die Sicherung von Schulen in Konfliktgebieten, eine konsequente Strafverfolgung von Verantwortlichen sexualisierter Gewalt als auch einen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in Konfliktregionen Afrikas.

 

Infografiken, Hintergrundinformationen, Pressefotos und ein Interview mit Susanne Anger zur Aktion können Sie hier herunterladen: https://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/ueber-uns/presse/

Bitte Beachten Sie das Copyright der Fotos: © GEMEINSAM FÜR AFRIKA/Steffen Junghanß

Weitere Informationen zum Thema „Kinder im Krieg“ finden unter https://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/KinderImKrieg.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch ein Interview mit Susanne Anger, Sprecherin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA.

 

GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist ein Zusammenschluss von Hilfs- und Entwicklungsorganisationen, die sich für bessereLebensbedingungen in Ländern Afrikas einsetzen. Wir bündeln unsere Kräfte, um gemeinsam in der deutschen Öffentlichkeit ein realistisches Bild des afrikanischen Kontinents zu vermitteln – einschließlich seiner Potenziale und Stärken. Das Bündnis möchte ein größeres öffentliches Bewusstsein für globale Zusammenhänge und die Notwendigkeit der weltweiten Armutsbekämpfung schaffen. Der Schirmherr der Kampagne ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Infos finden Sie unter https://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/ueber-uns/.

Pressekontakt: Julia Masannek, GEMEINSAM FÜR AFRIKA, Tel. 030 / 2977 24 17, E-Mail: presse@gemeinsam-fuer-afrika.de

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Aktion zum Afrikatag: Kinder im Krieg

Am 24. Mai verleihen wir mit unserer bundesweiten Straßenaktion in sieben deutschen Großstädten unseren Forderungen zum Schutz von Kindern in Kriegen Nachdruck.
© Pierre Holtz / CC BY-SA 2.0

Aktion zum Afrikatag: Kinder im Krieg

Jedes Paar Kinderschuhe steht symbolisch für ein totes Kind. Am 24. Mai setzen wir auf zentralen Plätzen in sieben deutschen Städten mit hunderten Kinderschuhen ein Zeichen – für die vielen Kinder, die tagtäglich in Kriegen und bewaffneten Konflikten ihr Leben lassen müssen.

„Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen“, heißt es in Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, die vor 30 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Doch das Leid von Kindern in Kriegen ist heute so dramatisch wie nie zuvor in den letzten 20 Jahren. Auf die Gesamtzahl der Todesopfer betrachtet, sterben allein auf dem afrikanischen Kontinent 28 Kinder stündlich an den Folgen bewaffneter Konflikte – das entspricht einer Schulklasse!

Wir, das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA, werden am Vortag des Internationalen Afrikatages mit unserer bundesweiten Aktion in sieben Großstädten unseren Forderungen zum Schutz von Kindern in Kriegen Nachdruck verleihen. Hunderte Kinderschuhe auf zentralen Plätzen in jeder Stadt erinnern an das Leid der unschuldigen Opfer und rufen dazu auf, sich für die Rechte von Kindern stark zu machen.

  • Berlin – Pariser Platz am Brandenburger Tor, 11:00 – 12:00 Uhr
  • Köln – Roncalliplatz am Kölner Dom, 12:00 – 13:00 Uhr
  • Hamburg – Flaggenplatz am Jungfernstieg, 12:00 – 13:00 Uhr
  • Leipzig – Augustusplatz, 12:00 – 13:00 Uhr
  • München – Max-Joseph-Platz, 12:00 – 13:00 Uhr
  • Frankfurt am Main – An der Hauptwache, 12:00 – 13:00 Uhr
  • Stuttgart – Schlossplatz, 12:00 – 13:00 Uhr

Das Schicksal von Kindern im Krieg geht uns alle an! Darauf machen wir am 24. Mai mit unserer diesjährigen Straßenaktion aufmerksam!

#KinderImKrieg

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„Fahrrad first“: Kenia fördert nicht-motorisierten Verkehr

Ein Großteil der Wege in Kenia wird zu Fuß oder auf dem Rad zurückgelegt. Nur 15 Prozent des Verkehrs entfallen auf private PKW, größtenteils in der Hauptstadt Nairobi. Bislang entsprach die Lage auf den Straßen allerdings nicht den Bedürfnissen der Mehrheit.

„Fahrrad first“: Kenia fördert nicht-motorisierten Verkehr

Jahrzehntelang hat die Verkehrsplanung in Kenias Städten nur teilweise Rücksicht auf die Bedürfnisse von nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern genommen. Eine geeignete Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger wurde beim Neu- und Ausbau von Straßen nur teilweise berücksichtigt.

Nach der Ausarbeitung einer nicht-motorisierten Verkehrspolitik im Jahr 2015 – einer gemeinsamen Initiative des „Share the Road“-Programms des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und des Stadtbezirks Nairobi – hat die Regierung jedoch bemerkenswerte Fortschritte dabei gemacht, ein besseres Umfeld für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Auch wurden vermehrt Investitionen in den nicht-motorisierten Verkehr angestoßen. Im Verwaltungsbezirk Nairobi fließen nun gut 20 Prozent des Budgets für den Straßenbau in die Infastruktur für den nicht-motorisierten Verkehr. So ist nun auch vorgeschrieben, dass alle neuen und erneuerten Straßen Komponenten für den nicht-motorisierten Verkehr aufweisen müssen. Vertreter der Zivilgesellschaft, wie zum Beispiel die „Kenya Alliance for Residence Association (KARA)“, haben die Regierung kontinuierlich dazu aufgefordert, die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern zu priorisieren.

Kenia kann auf internationale Förderung bauen

Der nicht-motorisierte Verkehr hat auch bei den Entwicklungspartnern großes Interesse hervorgerufen. Im Jahr 2016 finanzierte die Weltbank zwei Programme: das „Kenya Municipal Programme“ und das „Kenya Informal Settlements Improvement Project“, bei dem der Bau der Sosiani-Fußgängerbrücke als eine der vielen nicht-motorisierten Transportanlagen im Bezirk Uasin Gishu erfolgte. In Eldoret wurden mehr als 80 Kilometer Fußwege und Radwege angelegt. Infolgedessen hat die nicht-motorisierte Verkehrsinfrastruktur viele Einwohner in Eldoret zum Gehen oder Radfahren inspiriert und damit zur Verbesserung ihrer Gesundheit beigetragen. Die Lebensbedingungen von landesweit über 6,5 Millionen Stadtbewohnern wurden durch diese Projekte nachhaltig verbessert.

Die Europäische Union und die Regierung von Kenia haben gemeinsam die Projekte „Missing Link Roads“ und „Non-Motorized Transport Facilities“ in Nairobi finanziert, das von der Kenya Urban Roads Authority umgesetzt wird. Im Oktober 2018, im Vorfeld des Weltstädtetags, fand ein Aufklärungstag zur Sensibilisierung für nicht-motorisierte Mobilität und Verkehrssicherheit statt.

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Zyklon „Kenneth“: Regen, Flut und knappe Nahrung (Update)

Nur knapp sechs Wochen nachdem Zyklon „Idai“ in Mosambik schwere Überschwemmungen verursacht und Hunderte Menschen das Leben gekostet hat, traf jetzt ein weiterer Zyklon das südostafrikanische Land. Helfer berichten von schweren Überschwemmungen und starken Verwüstungen – und besonders die starken Regenfälle bereiten Sorge.

Zyklon „Kenneth“: Regen, Flut und knappe Nahrung (Update)

Update vom 29.04.2019

Tausende Menschen haben in Mosambiks nördlichster Provinz Cabo Delagado ihr Zuhause verloren. Der Wirbelsturm „Kenneth“ hatte am Donnerstag das Land erreicht und schwere Verwüstungen angerichtet. In der Hafenstadt Pemba sind Straßen und Brücken überflutet. In einigen Vierteln steht das Wasser bereits hüfthoch. Die Stromversorgung ist in einigen der betroffenen Gebiete zusammengebrochen. Andernorts drohen Schlammlawinen und bis zu vier Meter hohe Flutwellen. Nach vorläufigen Angaben der mosambikanischen Katastrophenschutzbehörde sind bis zu 700.000 Menschen von der Katastrophe betroffen, davon allein 200.000 in Pemba. Laut der Behörde wurden bis Sonntag 35.000 Menschen obdachlos und 23.000 Häuser zerstört. Ganze Dörfer sollen wie ausgelöscht sein. Mindestens fünf Menschen starben.

Behörden warnten vor Überschwemmungen

Der tropische Wirbelsturm bildete sich nördlich von Madagaskar und zog bereits mit Kategorie vier von maximal fünf über den Inselstaat der Komoren, wo etwa 760.000 Menschen leben. Drei Menschen sollen dabei ihr Leben verloren haben. In Mosambik traf „Kenneth“ im Norden in der Provinz Cabo Delgado auf Land. Die Vereinten Nationen hatten bereits im Vorfeld des Sturms vor Sturzfluten und Überschwemmungen gewarnt. Die Katstrophenschutzbehörde hatte rechtzeitig 30.000 Menschen in Sicherheit gebracht, Lebensmittel waren im Norden des Landes deponiert worden. Flüge wurden gestrichen und Schulen blieben geschlossen. Ninja Taprogge von unserer Bündnisorganisation CARE warnte, für die Folgen eines zweiten Sturms in Mosambik seien „schlichtweg nicht genügend Ressourcen verfügbar“.

Die Hilfsorganisationen arbeiten am Limit

Für die kommenden Tage sind weitere Gewitter und starke Regenfälle vorhergesagt, sodass nicht mit einer Entspannung der Lage zu rechnen ist. Das World Food Programme (WFP) hat damit begonnen, Lebensmittel auszugeben. Wie lange das nötig sein wird, ist noch unklar. Denn noch immer ist Mosambik auch damit beschäftigt, mit den Folgen von Zyklon „Idai“ klarzukommen, der sechs Wochen vorher gewütet hatte – und die Hilfsorganisationen vor Ort arbeiten bereits an Limit.

 

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Wirbelsturm Idai hat In Mosambik, Simbabwe und Malawi für Verwüstung gesorgt. Hunderttausende Menschen haben alles verloren! So helfen Sie mit Ihrer Spende!

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Seit 1959 unterstützt die Kindernothilfe benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben.

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Unter dem Motto „Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben“ feiert unsere Bündnisorganisation Kindernothilfe e.V. dieses Jahr ihren 60. Geburtstag.

Auch wenn bereits viel für benachteiligte Kinder und ihre Familien erreicht wurde, gibt es weiterhin viel zu tun. Denn noch immer leben überall auf der Welt zu viele Kinder in Angst, Hunger und Not. Ob Straßenkinder, Waisen, Kinder mit Behinderungen oder geflüchtete Kinder – sie alle träumen von einer Welt, in der sie geschützt sind, faire Chancen bekommen und die sie mitgestalten können. Sie träumen davon, dazuzugehören und teilzuhaben.

Die Träume Realität werden lassen

Diesen Träumen widmet die Kindernothilfe ihr Jubiläumsjahr – um durch ihren nimmermüden Einsatz diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Sie möchte dazu so viele Menschen wie möglich dafür gewinnen, bei der Verwirklichung der Kinderrechte zu helfen. Möglichkeiten mitzumachen gibt es viele: Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen sind an verschiedenen Orten in ganz Deutschland im Jubiläumsjahr geplant. Auch freiwillige Helfer sucht die Kindernothilfe fortlaufend – als einmalige Unterstützer bei den Events oder auch im Rahmen eines dauerhaften ehrenamtlichen Engagements. Die aktuelle Jubiläumsausgabe des Kindernothilfe-Magazins erzählt von den Träumen der Kinder in den Projekten vor Ort und wie sich Partner, ehrenamtliche Mitarbeiter, Stifter, Botschafter und viele mehr dafür einsetzen, dass diese Träume auch in Erfüllung gehen

 

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Nachdem Zyklon Idai sind hunderttausende Menschen auf Nahrung, sauberes Trinkwasser und Obachdach angewiesen. Die Zahl der Todesopfer und Cholera-Erkrankungen steigt weiter.
Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen verteilen UNHCR-Helfer lebensrettende Güter an die Überlebenden des Zyklons in Mosambik, Simbabwe und Malawi. _© UNHCR / David Banda

Wirbelsturm „Idai“: Nach der Flut droht jetzt der Hunger (Update)

(Update vom 16.04.2019)

In Mosambik, Simbabwe und Malawi bleibt die Lage auch einen Monat nach dem Zyklon „Idai“ weiter angespannt. Rund 5500 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit dem Durchzug des Zyklons Mitte März an Cholera erkrankt. Um die Gefahr einer weiteren Ausbreitung einzudämmen, wurden im April bereits etwa 745.000 Menschen in der mosambikanischen Hafenstadt Beira sowie den am meisten gefährdeten Camps und Regionen gegen die Durchfallerkrankung geimpft.  Zahlreiche Behandlungszentren wurden dazu eingerichtet. Die meisten Kranken erholen sich, wenn sie schnell behandelt werden, innerhalb weniger Tage. Unbe­handelt kann die Erkrankung tödlich enden – sechs Menschen sind seit Durchzug des Wirbelsturms bereits daran gestorben. Auch Hunderttausende imprägnierte Moskitonetze wurden von den Helfern verteilt, um einen Anstieg der Malaria-Erkrankungen zu bremsen – circa 7.500 Fälle habe es schon gegeben.

Nach den direkten Folgen des Sturms und den Krankheiten droht jetzt die nächste Notlage. Die Überschwemmungen haben laut Regierung unmittelbar vor der Ernte mehr als 700.000 Hektar Ackerland zerstört. Etwa eine halbe Million Kleinbauern und deren Familien haben zum Teil ihre Lebensgrundlage verloren. Angesichts der angespannten Ernährungslage warnt die Welthungerhilfe bereits vor einer „Katastrophe nach der Katastrophe“.

Der Tropensturm Idai hatte Mitte März das südostafrikanische Mosambik sowie die Nachbarstaaten Malawi und Simbabwe verwüstet. Es kam zu verheerenden Zerstörungen und Überflutungen, in Folge derer mindestens 1000 Menschen ums Leben gekommen sind. Rund 3,5 Millionen Menschen sind durch den Verlust ihrer Häuser, durch Krankheiten, zerstörte Infrastruktur und Ernteverluste von Hunger und Tod bedroht.

Wie unsere Bündnisorganisationen vor Ort helfen, können Sie hier nachlesen.

 

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Wirbelsturm Idai hat In Mosambik, Simbabwe und Malawi für Verwüstung gesorgt. Hunderttausende Menschen haben alles verloren! So helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

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Wirbelsturm „Idai“: Die Folgen sind dramatisch – Erster Todesfall durch Cholera (Update)

Hunderttausenden Menschen auf dringende Nothilfe angewiesen – Unsere Bündnisorganisationen sind im Einsatz – Ihre Unterstützung dringend notwendig
_© Siphiwe Sibeko/Ritzau Scanpix

Wirbelsturm „Idai“: Die Folgen sind dramatisch – Erster Todesfall durch Cholera (Update)

*UPDATE vom 01.04.2019*

Auch Tage nachdem der Wirbelsturm Idai über Mosambik, Simbabwe und Malawi hinweg fegte, ist das Ausmaß der Katastrophe kaum fassbar. Auf den heftigen Sturm folgte anhaltender Starkregen. Die Wasserfluten haben allein in Mosambik mehr als 3.000 Quadratkilometer Landfläche unter Wasser gesetzt. Ganze Dörfer und Städte wurden weitgehend zerstört, überlebensnotwendige Ernten gingen verloren und hunderttausende Menschen sind obdachlos. Nach aktuellen Schätzungen der Vereinten Nationen sind mittlerweile rund 3 Millionen Menschen in Mosambik, Malawi und Simbabwe auf dringende humanitäre Hilfe angewiesen. Die offizielle Zahl der Toten in Mosambik ist auf 518 gestiegen. Insgesamt verloren nach bislang vorliegenden Zahlen mehr als 700 Menschen ihr Leben in Mosambik, Simbabwe und Malawi. Noch immer werden viele Menschen vermisst, weshalb die Zahl der Opfer weiter steigen dürfte.

 

Die Folgen des Wirbelsturms Idai sind dramatisch!

Krankheiten verschlimmern die Not der Menschen

Nach den ersten überstandenden Tagen droht den Notleidenden nun die nächste Katastrophe: der Ausbruch von Krankheiten. Da es aktuell kaum sauberes Trinkwasser gibt, drohen Seuchen wie Cholera weiträumig auszubrechen. In den kleinen Notunterkünften stehen derzeit nur wenige Toiletten zur Verfügung. In vielen Gebieten müssen die Menschen verunreinigtes Wasser trinken, in dem Fäkalien und anderer Unrat schwimmen. Das Risiko eines Epidemie-Ausbruchs steigt – die Zahl der Cholera-Erkrankungen in Mosambik hat sich seit Donnerstag von 139 auf nun 271 bestätigte Fälle fast verdoppelt. Am Montag wurde nun der erste Todesfall als Folge der Durchfallerkrankung bekannt. Das bestätigte das Gesundheitsministerium in Mosambik. Schon jetzt ist absehbar, dass die Zahl der Menschen, die eine medzinischen Versorgung benötigen werden, in den kommenden Wochen massiv ansteigt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits 900.000 Dosen eines Cholera-Impfstoffs nach Mosambik geliefert.

Luftbrücke für Soforthilfe eingerichtet

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), Partner unserer Bündnisorganisation UNO-Flüchtlingshilfe, hat zugunsten der Opfer des Wirbelsturms „Idai“ eine Luftbrücke gestartet: Ein Flugzeug mit Hilfsgütern landete am frühen Mittwochmorgen (27.03) in Mosambiks Hauptstadt Maputo (01:00 Uhr Ortszeit). An Bord der Maschine waren Familienzelte, Plastikplanen, Schlafmatten, Decken, Moskitonetze, Solarlaternen, Kochsets, Kanister und andere Hilfsgüter. Die Maschine war eine der ersten drei Flüge, die rund 30.000 Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi mit lebensrettenden Gütern versorgen sollen. Weitere Hilfsflüge sind geplant.

 

Die Folgen des Wirbelsturms Idai sind dramatisch!

Unsere Bündnisorganisationen sind im Einsatz

Neben der UNO-Flüchtlingshilfe sind weitere Bündnisorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA im Einsatz: Das Medikamentenhilfswerk action medeor hat bereits erste Hilfspakete in den Süden Malawis verschickt – die Hilfe nach Mosambik und Simbabwe wurde ebenfalls ausgeweitet. Die Kindernothilfe hat in ersten Nothilfemaßnahmen in Simbabwe Lebensmittel, Sanitätsartikel und Tabletten zur Wasseraufbereitung für 2.500 Kinder und ihre Eltern bereitgestellt. Auch die Kinderhilfswerke Childfund Deutschland und Global-Care sind vor Ort und versorgen die Notleidenden mit dem Nötigsten. Islamic Relief hat sich sofort vor Ort begeben und beteiligt sich an der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und richtet Nothilfe ein. Auch Nothilfe-Teams unserer Bündnisorganisation CARE sind im Katastrophengebiet im Einsatz und haben Lastwagen mit dringend benötigten Hilfsgütern beladen: darunter 500 Zelte, 2.800 Überlebens-Pakete für Familien und 2.000 Hygiene-CARE-Pakete, gefüllt mit Wasserkanistern, Moskitonetzen, Planen und Decken, um der größten Not zu begegnen. „Die CARE-Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr, um die am schwersten zu erreichenden Menschen zu unterstützen“, berichtet CARE-Helferin Jennifer Bose aus Beira. „Eines unserer wichtigsten Anliegen ist jetzt, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Deswegen sorgen wir dafür, dass zudem Seife und Wasserreinigungstabletten in den Hygiene-Paketen enthalten sind.“

 

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Wirbelsturm Idai hat In Mosambik, Simbabwe und Malawi für Verwüstung gesorgt. Hunderttausende Menschen haben alles verloren! So helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe | CARE Deutschland e.V.

 

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Nothilfe: Zyklon-Opfer in Südostafrika benötigen Unterstützung

Wirbelsturm Idai sorgte in Südostafrika für Verwüstung. Die Lage vor Ort verschärft sich - dringende Soforthilfe ist notwendig.
Wirbelsturm Idai hat In Mosambik, Simbabwe und Malawi für Verwüstung gesorgt. Hunderttausende Menschen haben alles verloren! _© care.de/Josh Estey

Nothilfe: Zyklon-Opfer in Südostafrika benötigen Unterstützung

vor wenigen Tagen ist der Wirbelsturm Idai mit 160 Kilometern pro Stunde an der mosambikanischen Küstenstadt Beira auf Land getroffen – mit furchtbaren Folgen: 1,7 Millionen Menschen im Katastrophengebiet sind auf schnelle Hilfe angewiesen. Mehr als 400.000 Menschen sind obdachlos, hunderte Tote wurden bereits geborgen. Verletzte Menschen, zerstörte Dörfer, überflutete Landstriche und verlorene Ernten prägen derzeit das Bild in den betroffenen Regionen.

Die Verwüstung, die der Wirbelsturm in Mosambik, Simbabwe, und Malawi angerichtet hat, ist enorm. Allein in Mosambik stehen aktuell mehr als 3.000 Quadratkilometer Land unter Wasser. Hilfsorganisationen vor Ort gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigt und sich Krankheiten ausbreiten.

Die Bündnisorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA sind im Einsatz und leisten Soforthilfe! 

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Große Verwüstung – Hunderttausende Menschen sind betroffen

Das Ausmaß der Zerstörung durch den Wirbelsturm Idai wird nach und nach ersichtlich. Die Schäden in Mosambik, Simbabwe und Malawi sind enorm. „Die Straßen, die zu den betroffenen Gebieten führen, sind komplett von Schutt und umgestürzten Bäumen blockiert“, berichtet Länderdirektor Marc Nosbach von unserer Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V. aus Mosambik. „Wir erhalten erste Berichte von erheblichen Schäden an Krankenhäusern und Schulen, zudem gab es einen kompletten Stromausfall in der Stadt Beira.“ Tausende Menschen haben alles verloren und sind obdachlos. Viele Gebiete sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Allein in Mosambik sind Schätzungen zufolge 400.000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen.

Besonders betroffen ist auch das Flüchtlingslager Tongogara in Simbabwe, in dem mehr als 19.000 Menschen leben, vor allem aus der Demokratischen Republik Kongo und Mosambik. Der Zyklon hat die Unterkünfte von mehr als 800 im Lager lebenden Flüchtlingen vollständig zerstört, auch hier ist die Tendenz steigend. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinen Nationen (UNHCR) verlegt derzeit betroffene Flüchtlingsfamilien in sichere Unterkünfte und stellt stabile Zelte auf, um die Menschen unterzubringen. Die Notunterkünfte sind jedoch bereits überfüllt, und Dutzende von Familien leben unter einem Dach. Die schweren Stürme und Überschwemmungen haben die Stromversorgung, Bohrlöcher und Latrinen beschädigt, wodurch die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Durchfall besteht.

Soforthilfe dringend notwendig!

Die UNO-Flüchtlingshilfe, Bündnisorganisation von GEMEINSAM FÜR AFRIKA und der nationale Partner des UNHCR, berichtet von ersten Direktmaßnahmen vor Ort: Mindestens 300 Familienzelte sollen jetzt nach Tongogara gebracht werden, dazu 12.000 Quadratmeter Plastikplanen, um beschädigte Unterkünfte zu reparieren und um Gemeinschaftsräume wie Küchen und Latrinen zu schützen. „Wie so oft treffen diese verheerenden Umweltkatastrophen Menschen, die bereits Not leiden: Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Menschen brauchen nun unsere Unterstützung. Wir benötigen Unterstützung für Frischwassertanks und Wasserreinigungstabletten, um die betroffenen Familien mit sauberem Wasser zu versorgen und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Je schneller wir handeln, desto schneller können wir weitere Schäden und Katastrophen verhindern.„, appelliert Peter-Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.“

 

Ihre Spende ermöglicht dringende Nothilfe

 

Wirbelsturm Idai hat In Mosambik, Simbabwe und Malawi für Verwüstung gesorgt. Hunderttausende Menschen haben alles verloren! So helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

Stand: 25.03.2019 11:35 Uhr | Aktualisierungen folgen

Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe & CARE Deutschland e.V. | Foto: © care.de/Josh Estey

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Infolge eines starken tropischen Wirbelsturms und heftigen Regenfällen sind in Mosambik, Malawi und Simbabwe bislang mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen. Das komplette Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen.
_© NASA Worldview, Earth Observing System Data and Information System (EOSDIS)

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Angola schafft Gesetze ab, mit denen homosexuelle Handlungen bestraft werden konnten. Ein großer Erfolg für die Menschenrechte und im Kampf gegen Homophobie.
In Angola wird Homosexualität entkriminalisiert. Ein großer Erfolg für die Menschenrechte und im Kampf gegen Homophobie. © Photo by Peter Hershey on Unsplash / edit by GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Angola entkriminalisiert Homosexualität und stärkt LGBT-Rechte

Von 55 afrikanischen Staaten hatten bis zum Beginn des Jahres 2019 lediglich 24 Länder Homosexualität entkriminalisiert. Vor wenigen Wochen hat nun auch Angola die Bestrafung aufgrund einer homosexuellen Orientierung abgeschafft.

Erfolg für die Durchsetzung von Menschenrechten

Für viele Menschen in Angola, die sich über Jahre hinweg für gleiche Rechte von Homosexuellen eingesetzt haben, ist dies ein großer Erfolg und ein Meilenstein in der Durchsetzung von Menschenrechten im südwestafrikanischen Land. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Organisation „Associação Íris Angola“ – deren Mitglieder sich seit 2013 für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (LGBT) in Angola einsetzen – offiziell anerkannt und der rechtlichen Status verliehen.

Kampf gegen Homophobie

In Angola wurde durch die neue Gesetzeslage nicht nur das Verbot von Homosexualität abgeschafft. Nach der Gesetzesänderung durch das angolanische Parlament wurde zudem die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung unter Strafe gestellt. So drohen beispielsweise Personen, die es ablehnen, Bewerber*innen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu beschäftigen, bis zu zwei Jahre Gefängnis. Carlos Fernandes, Leiter von Iris Angola, sagte im Interview mit DW Deutsche Welle zur neuen Gesetzeslage: „Ich glaube, jetzt gibt es eine rechtliche Grundlage, um homophobe Verbrechen zu ahnden.“

Koloniales Erbe

Gesetzliche Verankerungen, die gleichgeschlechtliches Verhalten verbieten und die Diskriminierung von Homosexualität befeuern, stammen in vielen afrikanischen Ländern noch aus der Kolonialzeit und wurden im Zuge der Unabhängigkeit in die Strafgesetzbücher übernommen –  so auch in Angola. Die homosexuellenfeindlichen Gesetze unterstützten über Jahrzehnte hinweg die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten stillschweigend und führten zu einem Klima der Straflosigkeit.

 

Quellen: Allafrica; DW

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#Spurensuche-QUIZ jetzt mit zwei Erweiterungen

Hast du schon dein Wissen über Afrika in unserem Online-Quiz getestet und herausgefunden, wie viel dich mit den Ländern Afrikas verbindet? Zwei neue Erweiterung garantieren jetzt noch mehr Spannung im Kampf um den Highscore!

#Spurensuche-QUIZ jetzt mit zwei Erweiterungen

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Ab jetzt kannst du auch eigene Fragen erstellen und damit deine Mitspieler*innen herausfordern. Nach Prüfung durch unsere Redaktion werden diese Fragen in das Quiz aufgenommen und damit auch für alle anderen Nutzer*innen spielbar. Wann immer andere Spieler*innen deine Fragen zum ersten Mal beantworten, bekommst du dafür zusätzliche Punkte auf dein Konto und verbesserst deinen Highscore.

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Um die Sprache auf Englisch zu wechseln, klicke einfach auf „English“ ganz rechts oben in der Navigationsleiste.

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Wachsende Not in Simbabwe: Medikamente werden knapp

Im Januar lösten ernorme Preissteigerungen für Benzin Unruhen in Simbabwe aus. Auch Medikamente werden knapp.
Medikamente in Simbabwe werden knapp. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor ist im Einsatz._©action medeor

Wachsende Not in Simbabwe: Medikamente werden knapp

Im Januar lösten ernorme Preissteigerungen für Benzin Unruhen in Simbabwe aus. Immer mehr Medikamentenregale in Simbabwe bleiben leer. Unsere Mitgliedsorganisation action medeor ist im Einsatz und bereitet aktuell weitere Hilfslieferungen vor.

Krankenhäuser müssen bereits Patienten abweisen

Die Preise für Benzin steigen auf Rekordhöhen, Lebensmittel werden unbezahlbar, Unruhen breiten sich aus: die Lage für die Bevölkerung im südafrikanischen Simbabwe verschärft sich zunehmend. Auch die Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Material verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die action medeor Mitarbeiterin Mareike Illing reiste Mitte Januar nach Simbabwe, um Gesundheitseinrichtungen im Land zu besuchen und erlebte die Eskalation hautnah mit. „Die Regale in den Apotheken sind leer. Krankenhäuser müssen bereits Patienten abweisen, weil keine Medikamente für die Versorgung mehr verfügbar sind“ berichtet sie nach ihrer Rückkehr nach Tönisvorst.

Ausweitung der Hilfslieferungen an die Partner vor Ort

Mehrere Lieferungen mit Medikamenten und medizinischem Material für die Partner in Simbabwe stehen aktuell versandbereit im Medikamentenlager von action medeor. Eine weitere Sendung wird gerade vorbereitet. Empfängerin ist die aus Willich stammende Dominikaner-Schwester Christiana Ebel im Regina-Coeli Mission Hospital im Osten Simbabwes. Die Liste der Medikamente aus ihrer Bestellung ist lang: Schmerzmittel, Antibiotika, Vitamintabletten, Desinfektionsmittel und spezielle Sets zur Behandlung von Schlangenbissen. Auch wenn die Abwicklung der Hilfslieferungen durch die angespannte Situation und den Treibstoffmangel im Land weiter erschwert, läuft die Vorbereitung für weitere Hilfslieferungen bei action medeor auf Hochtouren. „Wir müssen jetzt eingreifen, um unsere langjährigen Partner zu unterstützen, denn eine Verbesserung der Lage scheint aktuell nicht absehbar. Als Notapotheke der Welt dürfen wir unsere Partner und die Bevölkerung in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine lassen!“ sagt action medeor Vorstandssprecher Bernd Pastors.

In den vergangenen fünf Jahren hat action medeor Hilfslieferungen in einem Umfang von insgesamt 3,6 Millionen Euro an Gesundheitseinrichtungen in Simbabwe verschickt. Partner vor Ort sind in erster Linie christliche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die die ländliche Bevölkerung des Landes versorgen.

Weitere Informationen zur Lage in Simbabwe erhalten Sie hier im interessanten Podcast unserer Mitgliedsorganisation action medeor.

 

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Vier Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht zur Schule

Menschen auf der Flucht brauchen zu allererst Schutz und Sicherheit. Doch wenn die Nothilfe geleistet und dieses Ziel erreicht ist, was dann?
_© UNHCR / S.Rich

Vier Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht zur Schule

Insbesondere für jüngere Menschen sind der Zugang zu Bildung und eine Perspektive entscheidend. Dass dies bislang noch nicht ausreichend gelingt, zeigen entsprechenden Zahlen aus einem Bericht des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR. Neben der lebensrettenden Nothilfe ist die Unterstützung von Bildungsprogrammen für Flüchtlinge ein Hauptanliegen unserer Mitgliedsorganisation, der UNO-Flüchtlingshilfe. Mit knapp drei Millionen Euro unterstützte sie 2018 internationale Bildungsprojekte. Fast 150.000 Euro gingen darüber hinaus an Bildungsprojekte in Deutschland für junge Geflüchtete.

„Wenn Menschen fliehen, geht es oft ums reine Überleben und darum, die Familie in Sicherheit zu bringen. Doch nach der Nothilfe muss Bildung wieder eine Rolle spielen. Es ist wichtig, dass gerade junge Flüchtlinge weiterlernen, damit sie für sich Perspektiven entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben führen können. Darum müssen wir insbesondere geflüchteten Kindern die Chance auf Bildung ermöglichen“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Die Zahlen aus einem Bericht (2018) des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR, dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist, belegen die Herausforderungen: Nur 61 Prozent der Flüchtlingskinder besuchen die Grundschule, im Vergleich zu einem internationalen Durchschnitt von 91 Prozent, zudem sind nur 23 Prozent der Flüchtlingskinder in einer Sekundarschule eingeschrieben.

Laut UNHCR-Bericht leben zudem rund 92 Prozent der Flüchtlingskinder in Entwicklungsländern. Die Mittel für die Förderung der Schulbildung sind entsprechend gering. Es fehlt an allem: Schulgebäude, Tische, Bänke und Tafeln, Lehrpersonal, Bücher und Hefte. Die Voraussetzungen für das Erlernen der Grundkenntnisse sind daher in den meisten Aufnahmeländern von Flüchtlingen sehr schlecht. Und die Situation wird mit zunehmendem Alter nicht besser: Nur ein Prozent der Flüchtlinge weltweit besucht die Universität.

UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt national und international

In 2018 hat der Verein beispielsweise Bildungsprogramme in Kenia mit knapp 1,9 Millionen Euro unterstützt, u.a. das Programm „Educate a child“: einem Projekt für Flüchtlingskinder im Grundschulalter in den Flüchtlingscamps in Kenia, durch das mehr Kinder Zugang zu Unterricht bekommen und gleichzeitig Lehrer gefördert werden, um einen besseren Unterricht zu ermöglichen. Und auch in Deutschland fördert der Verein Projekte: „Angekommen in Deiner Stadt Dortmund“ vom Träger Schul.inn.do e.V. begleitet jugendliche Flüchtlinge auf ihrem Bildungsweg und unterstützt die Berufskollegs in der Arbeit mit internationalen Förderklassen.

Denn heute wie morgen sind Bildung und der Zugang dazu unerlässlich für eine nachhaltige Entwicklung und die Chance auf eine Teilnahme an der Gesellschaft.

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Fairer geht‘s nicht? Warum einigen Start-ups der Faire Handel von Kakao noch nicht fair genug ist

Ist der Faire Handel mit zertifiziertem Kakao tatsächlich die beste und einzige aller Lösungen? Oder geht da vielleicht noch mehr? Junge Start-ups versuchen, den noch immer bestehenden Ungerechtigkeiten mit anderen Ansätzen zu begegnen.
© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Fairer geht‘s nicht? Warum einigen Start-ups der Faire Handel von Kakao noch nicht fair genug ist

Immer mehr Menschen greifen bewusst zur Fair-Trade-Schokolade, um sich damit auch für fairere Bedingungen in der Kakao-Industrie stark zu machen. Denn noch immer lebt die Mehrheit der Kakaobäuerinnen und -bauern unter der Armutsgrenze (1). Im Schnitt verdient ein Kleinbauer oder eine Kleinbäuerin rund 0,76 Euro am Tag. Nach einer Schätzung von Fairtrade International liegt das Existenzminimum jedoch bei umgerechnet ca. 2,19 Euro am Tag.

In der herkömmlichen Wertschöpfungskette von Schokolade findet die komplette Weiterverabreitung nicht in den Erzeugerländern statt. Die Bohnen werden nach der Ernte exportiert, die Wertschöpfung in Ländern des Globalen Nordens, wie z. B. Deutschland verlagert. Zahlreiche Akteure verdienen daran – für die Kakaobäuerinnen und -bauern selbst bleiben am Ende nur zwischen 6 und 7 Prozent des Kaufpreises einer Tafel Schokolade. Unfair, oder?

Fairer Handel ist ein erster, wichtiger Schritt

Die Qualitätsstandards, Siegel und Kampagnenarbeit haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen ein Bewusstein für einen Fairen Handel entwickelt haben und ihr Kaufverhalten ändern. Millionen von Produzent*innen wurde dadurch bereits zu einem besseren Leben verholfen. Aber ist Fairer Handel allein wirklich das bestmögliche und fairste System? Oder geht da noch mehr?

Mehr als fair

Das Start-up Fairafric beschreitet bei der Produktion seiner Schokolade einen anderen Weg. Von der Bohne bis zur fertig verpackten Tafel findet der Herstellungsprozess der fair und seit 2017 in Bio-Qualität produzierten Schokolade im westafrikanischen Ghana statt. Auf diese Weise verlegte das Unternehmen quasi die komplette Wertschöpfungskette in das Erzeugerland und schaffte damit vor Ort eine eigene Infrastruktur für die Schokoladenherstellung. Das bringt nicht nur viele qualifizierte Arbeitsplätze, sondern auch eine erhebliche Steigerung des Einkommens für die Kakaobäuerinnen und –bauern. Und natürlich eine Schokolade, die von sich behaupten kann, komplett „Made in Africa“ zu sein.

Künftig will Fairafric noch mehr für Kakaofarmer*innen und den Umweltschutz tun:

  • Durch eine Crowdfunding-Kampagne will Fairafric eine Stiftung ins Leben rufen, die im Namen der Kakaobäuerinnen und -bauern Anteile an dem Unternehmen hält. Dadurch sollen nicht nur die direkten Beziehungen verbessert werden, sondern die Kakaobäuerinnen und -bauern partizipieren direkt am Wachstum und Gewinn.
  • Um die Verpackung der Schokolade umweltfreundlicher zu gestalten, soll künfig anstatt Aluminumfolie eine kompostierbare Folie aus Holzzellulose verwendet werden.
  • Nachdem Fairafric bereits das Bio-Siegel erhalten hat, möchte man in einem nächsten Schritt die Schokolade komplett klimaneutral produzieren. Alle Treibhausgas-Emissionen, die in Verbindung zur Produktion, Vertrieb, etc. stehen, sollen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Unabhängigkeit ist ein hohes Gut

Auch Priscilla und Kimberly Addison staunten nicht schlecht, als sie erfahren haben, dass Ghana zwar der zweitgrößte Kakaoproduzent der Welt ist, selbst aber kaum Schokolade produziert. „Wenn Länder wie die Schweiz oder Belgien ohne eine einzige Kakaoplantage zu einer Schokoladennation werden können, wie kann es sein, dass Ghana nur einen einzigen Produzenten hat?“, dachten sich die ghanaischen Schwestern, die besonders während des Besuches einer Schokoladenfabrik von Maison Callier in der Schweiz inspiriert wurden. Ohne jeglichen kulinarischen Hintergrund, geschweige denn Erfahrung in der Schokoladenherstellung, entschlossen die beiden sich im Jahr 2014 dazu, ihre eigene Schokolade „Made in Ghana“ zu produzieren.

Bevor sie 2016 ihre erste komplett handgemachte Schokolade auf den Markt brachten, besuchten sie diverse Kurse zur Schokoladenherstellung, lasen Fachliteratur, schauten YouTube-Tutorials, sprachen mit Kakaobäuerinnen und -bauern auf den Feldern und suchten Rat und Unterstützung bei Menschen, die bereits im Kakaosektor tätig waren. Die Rezepte für ihre Schokolade entwickelten sie durch Ausprobieren („trial and error“), mit ihren Freunden und ihrer Familie als „Vorkoster“.

Ein großer Ansporn für Priscilla und Kimberly Addison war und ist es, die Menschen in Ghana und anderen afrikanischen Ländern – insbesondere die Jugend – dazu zu ermutigen, nicht einfach nur die natürlichen Ressourcen und Rohstoffe des Landes zu verkaufen, sondern ihre Kreativtät und ihren Verstand zu nutzen, um daraus selbst großartige Produkte von hoher Qualität zu entwickeln und herzustellen.
Damit das Geld, das sie mit ihrer Schokolade erwirtschaften, auch im Land bleibt, arbeiten sie so gut wie möglich ohne importierte Zutaten und lassen auch die Verpackung vor Ort herstellen. So wollen sie langfristig die Wirtschaft des Landes stärken und Gleichgesinnte aus anderen Bereichen dazu inspirieren, einen ähnlichen Weg zugehen.

Nicht zufällig haben die Schwestern ihre Schokolade „’57 Chocolate“ genannt – die Zahl im Namen erinnert an die ghanaische Unabhängigkeit im Jahr 1957.

Quellen:
(1) Kakao-Barometer 2018 (PDF)

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Großartiger Erfolg: Schutz für minderjährige Haushaltshilfen in Mali

In der malischen Hauptstadt Bamako erhalten minderjährige Haushaltshilfen dank unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. mehr Schutz vor Ausbeutung.
Minderjährige Mädchen in Mali erhalten eine hauswirtschaftliche Grundausbildung. Diese führt zu besseren Arbeitsbedinungen, da die Mädchen auch ihre Rechte kennenlernen._©Kinderrechte Afrika e.V.

Großartiger Erfolg: Schutz für minderjährige Haushaltshilfen in Mali

Im Januar 2016 startete unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. in Mali ein neues Projekt zur Durchsetzung der Rechte minderjähriger Haushaltshilfen. Zwei Jahre später wird dieses Projekt nun mit tollen Ergebnissen abgeschlossen. Bereits seit vielen Jahren setzt sich der Verein Kinderrechte Afrika für das Wohl und die Rechte junger Menschen auf dem afrikanischen Kontinent ein – so auch in der malischen Hauptstadt Bamako.

Ausgangssituation: Mädchen schuften oft unter prekären Arbeitsverhältnissen und erfahren Missbrauch

Für unverheiratete Mädchen in der Projektregionen Ségou und Koulikoro in Mali ist die Beschäftigung als ungelernte Haushaltshilfe in der Stadt oft die einzige Perspektive, ihre eigene Aussteuer zu verdienen oder ihre Familien mit Geld zu unterstützen. Viele Mädchen, auf dem Weg in die Stadt, sind erst 12 Jahre alt. Im Jahr 2009 war in 288.176 Haushalten in Bamako mindestens ein minderjähriges Mädchen als Hilfe beschäftigt. In der Stadt schuften die Mädchen oft unter prekären Arbeitsverhältnissen. Grundlegende Arbeitnehmerrechte werden ihnen verwehrt, wie etwa ein Minimum an sozialer Sicherung, geregelte Arbeitszeiten oder Anspruch auf einen freien Tag pro Woche, geschweige denn Urlaub. Die wirtschaftliche Ausbeutung der Mädchen geht in ca. 50% der Fälle mit sexuellem Missbrauch oder Gewalt einher. Ihre Ausbeutungssituation wird verstärkt, da sie ihre Rechte nicht kennen und ihnen ein soziales Umfeld fehlt. Erwarten die Mädchen ein Kind, so sind sie auf sich allein gestellt.

Schulungen, Ausbildungsprogramme und eine breite Öffentlichkeit

Um den Schutz minderjähriger Haushaltshilfen langfristig zu verbessern, hat unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. einen umfangreichen Programmplan umgesetzt. Hierzu gehörte zunächst die Schulung von staatlichen und zivilgesellschaftliche Akteuren, um den Schutz arbeitender Kinder und insbesondere minderjähriger Haushaltshilfen, der in Mali in nationalen und internationalen Gesetzen verankert ist, wirksamer umzusetzen.

Zudem wurden Ausbildungsprogramme initiiert. Mädchen, die in Bamako als Haushaltshilfen ausgebeutet und misshandelt wurden, konnten eine hauswirtschaftliche Grundausbildung beginnen. In dieser, sowie in Betreuungsangeboten und Treffen zum Erfahrungsaustausch erwarben die Mädchen, Kenntnisse und Fertigkeiten, um künftig qualifiziert einer Arbeit nachgehen und bessere Arbeitsbedingungen einfordern zu können. Die Mädchen konnten nach ihrer Ausbildung freie Tage in der Woche sowie einen erhöhten, den staatlichen Vorgaben entsprechenden Lohn aushandeln. „Früher wurden wir beleidigt und schlecht behandelt. Wir hatten keine festen Arbeits- und Pausenzeiten. Jetzt hat sich alles geändert“, berichten die Mädchen heute.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. setzt sich in Mali für den Schutz und die Rechte minderjähriger Haushaltshilfen ein.

Um eine breitere Öffentlichkeit über den Missstand, unter denen minderjährige Haushaltshilfen in Mali oftsmals leiden, zu informieren, wurden die Mädchen mobilisiert, um für ihre Rechte einzustehen. Am internationalen Tag der Arbeit demonstrierten die Hilfsorganisationen zusammen mit ca. 350 Mädchen dafür, dass minderjährige Haushaltshilfen in Mali einen formalisierten Arbeitsvertrag erhalten, der ihre Grundrechte beachtet. Verschiedene Medien in Mali berichteten über die Aktion. Kinderrechte Afrika e.V. veröffentlichte zudem ein Informations- und Aktionshandbuch, das die Rechte arbeitender Kinder in Mali anschaulich erklärt und praktische Handreichungen für deren Umsetzung gibt. Es wurde unter den staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren des Kinderschutzes in Mali verbreitet. Ihnen soll es künftig als Orientierung und Argumentationshilfe für den Schutz arbeitender Kinder z. B. vor Ausbeutung und Gewalt dienen.

Erfolgreiche Projektarbeit und nachhaltige Ergebnisse

Die Feierlichkeiten zum internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November 2018 wurde gleichzeitig eine gebührende Abschlussveranstaltung für das Projekt. Es gab vielseitiges Plädoyer für den Schutz der Rechte der minderjährigen Haushaltshilfen – von Seiten der Ministerien, von Kinderrechtsorganisationen sowie Künstler(inne)n und der Mädchen selbst: „Wir werden nicht mehr beleidigt und beschimpft und wir werden pünktlich bezahlt. Ich weiß, was ich erledigen soll und man gibt mir nicht ständig neue Aufgaben dazu. Meine Situation hat sich wirklich verbessert.“

 

Weitere Informationen zum Projekt unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. erhalten Sie HIER.

 

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Was verbindet dich mit „Afrika“? Eine Video-Trilogie mit Ischtar Isik

Tagtäglich ist die globale Ungerechtigkeit mitsamt ihren Folgen für uns sichtbar. Angesichts der nötigen Unterstützung und Solidarität für die Menschen in afrikanischen Ländern wirken wir jedoch oft macht- und hilflos: „Was kann ich tun? Was kann ich als Einzelperson schon ändern?“ – tatsächlich ist es oft mehr, als man zunächst vielleicht denken mag.
© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Was verbindet dich mit „Afrika“? Eine Video-Trilogie mit Ischtar Isik

Unsere Lebenswelten im globalen Norden sind unweigerlich mit denen von Menschen im globalen Süden verbunden. Unsere Art und Weise zu leben, zu wirtschaften und zu konsumieren hat direkten Einfluss auf afrikanische Länder – positiv wie negativ. Während unsere Handlungsmöglichkeiten aufgrund der komplexen globalen Zusammenhänge dabei oft begrenzt erscheinen, können schon kleine, bewusste Änderungen in unserem tagtäglichen Verhalten einen großen Effekt haben. In unserer Videotrilogie Was verbindet dich mit „Afrika“? zeigt euch unsere Botschafterin Ischtar Isik in drei Folgen, was wir tun können.

Folge 1: Kakao und Schokolade

Folge 2: Elektroschrott

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Global Players: Hubschrauber aus Badelatschen in Chemnitz gelandet

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Susanne Anger, Sprecherin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, eröffnete im November 2018 die Ausstellung Global Players in Chemnitz._©GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Global Players: Hubschrauber aus Badelatschen in Chemnitz gelandet

Der Geschäftsführer des solaris-Unternehmensverbundes, Gert Gauder, eröffnete zusammen mit Susanne Anger, Sprecherin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, am 30. November im Solaristurm in Chemnitz die Ausstellung Global Players. Nachdem die Ausstellung knapp 10 Jahre durch Deutschland wandert, findet sie nun dauerhaft einen Platz im Solaristurm.

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Vom 7.9. bis 27.9. ist unsere Global Players Ausstellung im Rathaus Kaltenkirchen zusehen.

Flug durch die Republik

Die Ausstellung „Global Players – Spielzeug aus Afrika“ wurde erstmals im Jahr 2009 im Deutschen Technikmuseum in Berlin zusammen mit dem Bundespräsidenten a. D. Horst Köhler und Wolfgang Niedecken, Botschafter von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, eröffnet. Seitdem reiste die Ausstellung durch die ganze Bundesrepublik und war in Museen, Universitäten, Rathäusern, Schulen, Ministerien und vielen anderen Orten zu bewundern. GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist sich sicher, dass die Ausstellung nun in Chemnitz einen guten Ort für die nächsten Jahre gefunden hat und hofft auf viele kleine und große Besucher*innen, die in der Ausstellung erleben können, welche ganz einfachen Träume und Hoffnungen die kleinen Künstler*innen bewegen.

Schüler*innen basteln Armbänder aus Altpapier

Für die Ausstellungseröffnung waren Schüler*innen des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums anwesend, die voller Neugierde die verschiedenen Spielzeuge bewunderten und auch selbst kreativ werden konnten. In Recycling-Bastelworkshops der GEMEINSAM-FÜR-AFRIKA-Referentin Stefanie Adler wurden aus Altpapier Armbändern und aus Milchtüten Geldbörsen hergestellt.

Weitere Impressionen zu den Global Players finden Sie in unserem

Global Players Fotoalbum

 

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Schwarz auf weiß – unsere Arbeit im Tätigkeitsbericht 2016/2017

Unser ausführlicher Tätigkeitsbericht 2016/2017 steht zum Download bereit.
Unser ausführlicher Tätigkeitsbericht 2016/2017 steht zum Download bereit.

Schwarz auf weiß – unsere Arbeit im Tätigkeitsbericht 2016/2017

Die letzten Jahre waren aufregend. 2017 war unsere Arbeit geprägt von der Hungerkatastrophe in mehreren Ländern Afrikas. Aufgrund der großen Spendenbereitschaft konnte das Schlimmste verhindert werden. Dank des Aufrufs unseres Schirmherrn, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, wurden in Deutschland insgesamt weit mehr als 50 Millionen Euro für die hungernden Menschen gesammelt. GEMEINSAM FÜR AFRIKA begleitete den bundesweiten Aktionstag in sieben deutschen Städten.

2016 war geprägt durch die Flüchtlingskatastrophe. Weltweit waren 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Um mehr Toleranz für Geflüchtete in Deutschland zu erzeugen, machten wir mit Militärfahrzeugen und dramatischen Fotos auf die Schrecken des Krieges aufmerksam – denn niemand verlässt seine Heimat, Familie und Freunde ohne triftige Gründe! Wie Fluchtursachen bekämpft werden, haben wir uns auf unserer Reise nach Uganda angeschaut – dort waren wir erstmals mit YouTuber*innen unterwegs. Auf unserer Sambiareise haben wir gesehen, wie die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele vor Ort umgesetzt werden und dass auch wir Verantwortung in Europa dafür tragen.

Natürlich haben uns diese Themen auch bei der Entwicklung unserer neuen Unterrichtsmaterialien zu spannenden Themen wie Mode, Mobilität, Fairer Handel, Frieden und Flucht begleitet. Um den Zugang zu interessanten Inhalten einfacher und komfortabler zu gestalten, haben wir auf unserer Webseite mit der Infothek eine neue Informationsplattform geschaffen. Neu ist auch unser Spiel Spurensuche – Was verbindet dich mit Afrika?

Es wird deutlich – Afrika geht uns alle an!

Deshalb werden wir uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, die Lebensbedingungen in den Ländern Afrikas zu verbessern und in Deutschland mit Bildungs- und Kampagnenarbeit auf die Potenziale, Probleme und Missstände Afrikas aufmerksam zu machen.

Ganz herzlicher Dank gilt unseren Schirmherren (dem Bundespräsidenten A.D. Joachim Gauck und dem amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier), unseren Unterstützer*innen und ganz besonders unseren Spender*innen. Ohne Sie könnten wir unsere Arbeit nicht leisten.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch in den kommenden Jahren begleiten und unterstützen.

Herzlichst

Christian Molke, Vorstandsvorsitzender GEMEINSAM FÜR AFRIKA e.V.

 

 

Download des Tätigkeitsberichtes 2016/2017

 

Download weiterer Tätigkeitsberichte 2006 – 2015

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Zusammen mit YouTuber*innen auf einer Kakao-Spurensuche

Anfang November 2018 starteten wir zusammen mit einer Gruppe YouTuber*innen die #SpurensucheKakao. Unsere Reise führte uns von den entlegenen Kakaoanbaugebieten der Ghanaischen Central und Western Region bis hin zu einer Schokoladenfabrik im nordrheinwestfälischen Herford.
Ischtar Isik war mit uns in Ghana. Vor Ort konnte Sie erfahren, welch harte Arbeit hinter dem Kakaoanbau und der Kakaoernte steckt._© GEMEINSAM FÜR AFRIKA / Florian Oellers

Zusammen mit YouTuber*innen auf einer Kakao-Spurensuche

Zusammen mit den YouTuber*innen Ischtar Isik, Manniac, einfach inka, Lisa Sophie Laurent und tommyviews wollten wir erfahren, mit welchen Hindernissen die Kakaobäuerinnen und Kakaobauern vor Ort zu kämpfen haben, welch harte Arbeit hinter dem Anbau und der Ernte von Kakao steckt und wie wir in Deutschland dazu beitragen können, die Lebensbedingungen der Menschen in den Herkunftsländern des Kakaos vor dem Hintergrund der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu verbessern. Dazu haben wir uns verschiedene von CARE Ghana unterstütze Projekte vor Ort angeschaut.

Für die Zukunft des Kakaos

Youtube-Reise Ghana 2018

Unsere Reiseguppe mit dem „Cocoa Club“ der Senior High School in Odoben.

Rund 20 Kakao-Kooperativen in 20 Gemeinschaften hat CARE Ghana bereits gefördert. In jeder Gemeinschaft wurden Führungskräfte ausgebildet. Auch die Schaffung einer Kakao-Gewerkschaft, die als Dachverwaltungsorgan für alle 20 gemeinschaftlichen Kooperativen dient, wurde initiiert. Die Gewerkschaft hält eine bedeutende Rolle inne: Bauern und Bäuerinnen werden mobilisiert sowie der Zugang zu Produktionsmitteln und Finanzierungen unterstützt. Auf sich alleine gestellt hätten viele Kleinbauern und Kleinbäuerinnen Schwierigkeiten, qualitativ hochwertige Produktionsmittel für ihre Anbaukulturen zu bekommen.

CARE möchte auch das Interesse von Jugendlichen für die Wertschöpfungskette des Kakaos gewinnen. In sogennanten „Cocoa Clubs“ sollen junge Ghanaer*innen dazu ermutigt werden, ihren möglichen Lebensweg im Kakaosektor zu finden. Momentan sind rund 266 Schüler*innen Mitglieder in Kakao-Clubs. Der wichtige Wirtschaftszweig in Ghana hat jungen Nachwuchs bitter nötig. Das Durchschnittsalter eines Ghanaischen Kakaobauern liegt bei 58 Jahren.

Doch in den Kakao-Clubs geht es nicht nur um eine fundierte Ausbildung rund um den Anbau und die Ernte des Kakaos. Das Fundament der Clubs ist der Community-Gedanke, der auch in den Kooperativen gelebt wird: Gemeinsam haben wir eine starke Stimme!

Das Leben auf den Plantagen verbessern

Bei unserem Projekt-Besuch auf der Plantage der nachhaltigen Kakao-Initiative WINCODA, konnten wir nicht nur mit eigenen Augen sehen, was für ein knochenharter Job die Kakao-Ernte ist, sondern durften es auch am eigenen Leib erfahren.

Mit einer Machete wird die Kakaofrucht geöffnet, um an die Bohnen zu gelangen.

Die Kakao-Früchte werden mit einer Machete vom Baum geschlagen und geöffnet, um an die Kakaobohnen zu gelangen. Das ist ganz schön gefährlich – man muss aufpassen, dass man sich dabei keinen Finger abschlägt. Aber die Arbeiter*innen auf den Plantagen sind natürlich Profis.

Die Kakaobohnen, noch von weißem, glitschigem Fruchtfleich umhüllt, werden anschließend auf großen Kochbananenblättern ausgebreitet,  zugedeckt und etwa eine Woche lang in der tropischen Hitze der Gärung ausgesetzt. Nach diesem Prozess der Fermentation werden die Bohnen gewaschen, ausgebreitet und getrocknet, bevor sie in Säcke verpackt und zum Abtransport vorbereitet werden.

Das WINCODA-Projekt stellt insbesondere die Entwicklungsbedürfnisse als auch die Optimierung der Kakaoproduktion durch eine Anpassung an Klimaveränderungen in den Vordergrund.  Auch möchte die Initiative Frauen eine Stimme geben, deren individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit stärken, Geschlechterverhältnisse verbessern und dabei alte Strukturen aufbrechen, die die Ungleichheiten der Geschlechter fördern.

Empowerment steht im Fokus

Das ist auch eines der Hauptziele des Projektes PROSPER, in dem über den Aufbau lokaler, gemeinschaftsorientierter Strukturen der Zugang zu Bildung (insbesondere für Minderjährige), Ernährungssicherung und Geschlechtergerechtigkeit ausgebaut und gesichert werden sollen.

Mit starker Stimme: Frauen in der Cocoa Community in Anhwiaso.

Bislang wurden Hunderte von Frauen mobilisiert und Kakao-Gruppen aufgebaut. Durch die Bildungen der verschiedenen Gruppen wurde vor allem den Frauen die Möglichkeit gegeben, ihre Stimmen zu erheben und ihre kollektive Identität zu stärken.

Frauen steuern über 70 Prozent zur Wertschöpfungskette im Agrarbereich bei. Nur wenige haben dabei die Möglichkeit, ihr volles Potenzial auszuschöpfen – aufgrund vorherrschender Ungleichheiten. CARE Ghana möchte dabei helfen, resistente Kakaoanbau-Gemeinschaften aufbauen, in der Frauen und Männer die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben, ihr jeweils eigenes Einkommen generieren und gleichsam aktiv in alle Entscheidungsprozesse eingebunden werden.

In der Cocoa Community in Anhwiaso haben wir eine Gruppe von Frauen besucht, die sich zusammengeschlossen haben, um sich gemeinsam in Entscheidungsprozesse innerhalb der Gemeinschaft einmischen zu können und eine starke Stimme zu haben. Im Kollektiv entwickeln sie Business-Ideen, um neue Einkommensquellen neben dem Kakao für die Gemeinschaft zu erschließen.

Fairer Handel und die Rolle des Konsumenten

Schokolade von GEPA aus dem „Taste Fair Africa“-Sortiment.

Nachdem wir uns vor Ort, in einem Herkunftsland des Kakaos, ein umfassendes Bild über die Bedingungen beim Anbau und der Ernte machen konnten, führte uns unsere #SpurensucheKakao in Deutschland ins nordrheinwestfälische Herford.

In einer Schokoladenfabrik des Schokoladenherstellers „GEPA – The Fair Trade Company“ ging es für uns vor allem um das Thema „Fairer Handel“, welche Verarbeitungsschritte nötig sind, bis die rundum faire Schokolade fertig produziert ist und was das Besondere an der GEPA-Schokolade ist.

Wenn ihr mehr über unsere #SpurensucheKakao erfahren wollt, findet ihr hier bewegte Bilder in Form unserer Reise-Doku sowie die Videos der Youtuber*innen.

 

 

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Der Mann, der die Wüste stoppte

Yacouba Sawadogo ist der Mann, der die Wüste stoppte. Für seinen großen Einsatz wird ihm nun der Alternative Nobelpreis verliehen.
Bauern in der Sahelzone_©CARE

Der Mann, der die Wüste stoppte

Das westafrikanische Land Burkina Faso ist immer wieder Dürren ausgesetzt. In vielen Gebieten sind die Böden unfruchtbar und hart. Yacouba Sawadogo stammt aus der Provinz Yatenga in Burkina Faso und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. In Mali besuchte er eine Koranschule. Leider erfolgslos – er lernte weder lesen noch schreiben. Sein Einkommen generierte er durch Verkäufe auf dem Markt. Nebenbei nahm sich Yacouba der Problematik der Dürre an. Er entwickelte das traditionelle Anbausystem „Zai“ weiter. Dadurch konnte er bereits 1980 ein fast 40 Hektar großes unwirtliches Areal in ein fruchtbares Waldgebiet umwandeln. Mittlerweile umfasst das Waldgebiet mehr als sechzig Baum- und Buscharten.

Right Livelihood Award – Der alternative Nobelpreis

Im Jahr 2018 wird Yacouba Sawadogo nun mit dem Alternativen Nobelpreis „Right Livelihood Award“ für seine Bekämpfung der Wüste ausgezeichnet. Das Preiskomitee lobte ihn „dafür, dass er es geschafft hat, unwirtliches Wüstenland in Wald zu verwandeln und Landwirten beibringt, ihre Böden mit einer innovativen Idee wiederherstellen zu können.“. Das Preisgeld hilft dabei weitere afrikanische Bauern und Bäuerinnen zu schulen. Doch Yacouba sagte einmal: „Wenn wir etwas nicht selbst ändern können, dann kann Geld es auch nicht.“ Der Weg von Yacouba Sawadogo zum Alternativen Nobelpreis war kein kurzer.

Am Anfang war die „Zai“-Methode

Vormals säten Familien traditionell Hirse in kleine Erdgruben. Damit der Wind die Saat nicht wegweht, wurden jeweils halbmondförmige Erdwälle um die Erdgrube gebaut. Das System setzte sich jedoch nicht durch, da der Wind die Saat weiterhin fortwehte. Yacouba beschloss die halbmondförmigen Erdwälle zu vergrößern sowie diese mit Kompost oder anderen organischen Abfällen zu mischen. Auch bedeckte er die Grube mit ein bisschen Erde. Durch die organischen Abfälle wurden Termiten angelockt, die den Boden durchgruben und in Folge lockerten. Wasser konnte nun besser gespeichert werden und die Wurzeln leichter zu den benötigten Nährstoffen gelangen. Dank der Weiterentwicklung der traditionellen Methode stiegen die Ernten der Familien um ein Vielfaches.

Doch Yacouba konnte noch einen weiteren Effekt beobachten: Neben der Hirse keimten auch Austriebe junger Bäume. Obwohl die Austriebe mit der Hirse konkurrierten, ließ Yacouba die jungen Bäume wachsen – glücklicherweise – denn die Bäume spendeten Schatten und hielten auch den Wind davon ab die Saat wegzuwehen. Herabgefallene Blätter schützten den Boden vor Austrocknung, sodass das Erdreich länger feucht blieb. Die Bäume dienten ebenfalls als Holzmaterial zum Kochen oder Bauen.

Grüne Haine in der Sahelzone

Zu Beginn seines Versuches die „Zai“-Methode weiterzuentwickeln, wurde Yacouba vielerorts als „verrückt“ bezeichnet. Sogar seine Felder wurden angezündet. Doch 30 Jahre nach seinem ersten Versuch benutzen heute viele Familien in Burkina Faso und auch Mali oder Niger die Anbaumethode. Yacouba ist viele Tage im Jahr unterwegs, um andere Bauern und Bäuerinnen über die weiterentwickelte Anbaumethode aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie sie ihr Land wieder fruchtbar machen können. Mittlerweile sind in der Sahelzone wieder grüne Haine mit Heil- und Futterpflanzen zu finden. Der Grundwasserspiegel ist ebenfalls wieder angestiegen. Neben diesen direkten Effekten wurde die Zai-Methode auch zu einem wichtigen Instrument bei der Bekämpfung von Fluchtursachen und der Schaffung von dauerhaftem Frieden.

Algerien Gartenprojekt_©UNO Flüchtlingshilfe / D. Kappe

 

Ursachen der Desertifikation

Was würde passieren, wenn Yacouba nicht die Ausbreitung der Wüste (=Desertifikation) gestoppt hätte? Desertifikation stammt von dem lateinischen Ausdruck „desertus facere“ ab und wird mit „wüst machen“ oder „verwüsten“ übersetzt. Auch wird der Mensch als Verursacher der Desertifikation in den Vordergrund gestellt. Durch seine raumverändernden Handlungen in Verbindung mit klimatischen Bedingungen kommt es zu „man-made-desert“. Mehr als eine Milliarde Menschen leben in Trockengebieten und das zumeist in Armut. Stark betroffene afrikanische Regionen liegen in Nordafrika (Sahelzone) und auch im südlichen Afrika.

Desertifikation geschieht durch einen Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Hauptfaktor ist die Überbeanspruchung der natürlichen Ressourcen in Verbindung mit Bevölkerungsexplosionen. Die Überweidung von Flächen ist eines der größten Problemen. Durch Überweidung verliert der Boden seine schützende Vegetationsschicht und erodiert. Auch eine Übernutzung von Böden durch zum Beispiel falsche Anbautechniken oder kürzere Brachezeiten entziehen den Böden Nährstoffe und verringern den Pflanzenbewuchs. Auch hier kommt es zur Erosion des Bodens. Zur Gewinnung von Brenn- und Bauholz, Ackerland oder Industrieflächen werden Wälder vernichtet, was den Baumbestand verringert und ganze Regionen veröden lässt. Wachsende Bevölkerung, landwirtschaftliche Bewässerung und Tourismus entziehen der Natur Wasserressourcen, die anderweitig fehlen.

Folgen der Desertifikation

Folgen der genannten Ursachen sind, dass die Regionen nicht mehr in der Lage sind, sich auf natürliche Weise zu regenerieren. Es entsteht eine flecken- bis flächenhafte Zerstörung der Vegetationsdecke, was zu Bodenerosionen führen kann, denn die Wurzeln der Pflanzen geben den fruchtbaren Bodenschichten keinen Halt mehr. So können Wanderdünen entstehen, aber auch Weidegründe, Anbauflächen und andere infrastrukturelle Flächen bedroht werden. Das ganze Ökosystem wird gefährdet. Durch die Erosionen und Austrocknung ist der Wasserhaushalt gestört. Um die Tiere und Pflanzen ausreichend mit Wasser versorgen zu können, werden Tiefbrunnen genutzt. Die Tiefbrunnen reichen bis tief in das Erdreich bis hin zur wasserführenden Erdschicht. Zusammen mit dem Einsatz von Pumpen führen die Tiefbrunnen zum Absinken des Grundwasserspiegels, da nachsickerndes Wasser nicht genug Zeit hat nachzufließen, um das entnommene Wasser zu ersetzen. Auch die Vegetationsdecke, die nun flächenhaft zerstört ist, und eigentlich als Schutz vor Sonneneinstrahlung dient und Wasserverdunstung vermeiden soll, kann ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen. Der Boden trocknet aus, die Fruchtbarkeit lässt nach, noch mehr vegetationsfreie Flächen entstehen und die Artenvielfalt nimmt ab.

Gegenmaßnahmen

Im Jahr 1994 unterzeichneten 100 Staaten das „Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern, insbesondere in Afrika“. So sollen Entwicklungsländer der Desertifikationsbekämpfung Priorität einräumen und Industrieländer die Bestrebungen im Rahmen der Entwicklunngszusammenarbeit unterstützen. Auch werden zusammen mit der lokalen Bevölkerung nationale Aktionsprogramme ausgearbeitete, die das landwirtschaftliche Potential der betroffenen Regionen beurteilt, bisherige Vorgehen anlaysiert und den Grad der Desertifikation bestimmt sowie Ziele, Maßnahmen und Projektvorschläge aufzeigt. Diese Programme werden dann lokal durchgeführt. Vor allem eine nachhaltigere Bodennutzung soll gewährleistet werden. So können längere Pachtverhältnisse die Bauern und Bäuerinnen dazu bringen nachhaltiger in den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit zu investieren. Auch Pflanzenhügel oder -dämme helfen dabei großflächige Erosion des Oberbodens durch Regenfälle zu verhinden. Wiederaufforstung kann ebenso die Vegetation wiederherstellen, den Boden schützen und agrarwirtschaftliche Nutzung verbessern sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Holz sichern. Vor allem sollen angepasste Anbaumethoden, wie die von Yacouba Sawadogo, eine nachhaltigere Bodennutzung fördern.

 

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Vorurteile gegen Flüchtlinge auf dem Prüfstand

Der Faktencheck der UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt Sie mit stichfesten Argumenten, um auf Vorurteile zu Flüchtlingsfragen zu reagieren.
Eine Flüchtlingskind mit selbstgebastelter Herzbrille im Camp Osire, Angola. Eine Flüchtlingskind mit selbstgebastelter Herzbrille im Camp Osire, Angola._©UNHCR / Brandon Bannon

Vorurteile gegen Flüchtlinge auf dem Prüfstand

Hartnäckige Vorurteile in der Flüchtlingsfrage vergiften das politische Klima in Deutschland. Ohne einen diskriminierenden, rassistischen oder böswilligen Kommentar unter einem Online-Post über die Situation von Flüchtlingen ist kaum noch zu denken. Fast jeder hat schon einmal einen solchen Kommentar gelesen. Oft fühlen wir uns machtlos gegenüber dem Hass, der über Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und hier in Deutschland Schutz suchen, ausgeschüttet wird. Doch wir sind die Mehrheit – allerdings erheben wir viel zu selten unsere Stimme und stehen für unsere Werte ein.

Sie können noch heute etwas tun, um Ihre Solidarität mit Menschen auf der Flucht zu zeigen. Denn niemand trifft die Wahl Flüchtling zu werden, aber wir haben die Wahl zu helfen.

Reagieren und Argumentieren mit dem Faktencheck

Oft möchten wir Behauptungen wie der obigen etwas entgegen setzen, aber manchmal fehlen uns einfach die Worte. Einige hilfreiche Argumente finden Sie im Faktencheck unserer Mitgliedsorganisation der UNO-Flüchtlingshilfe. Hier finden Sie adäquate Antworten auf Aussagen wie zum Beispiel „Wir in Deutschland können doch nicht alle aufnehmen!“, „Flüchtlinge sind kriminell!“ oder auch „Flüchtlinge sind ungebildet, belasten die deutsche Volkswirtschaft und nutzen uns nicht!“.

Hier geht’s zum Faktencheck

Unterzeichnen Sie die Petition der UNO-Flüchtlingshilfe

Sind auch Sie davon überzeugt, dass alle Flüchtlinge ein Leben in Sicherheit, die Möglichkeit auf Bildung sowie die selbstständige Versorgung der eigenen Familie verdienen?
Dann zeigen Sie mit dem Zeichnen der Petition unserer Mitgliedsorganisation der UNO-Flüchtlingshilfe, dass Sie daran glauben, dass wir alle zusammenarbeiten sollten, um eine bessere Zukunft für Flüchtlinge zu schaffen.

Ich möchte mit meiner Unterschrift helfen

Flüchtlingsprojekte unserer Mitgliedsorganisationen

Kriegerische Konflikte, politische Verfolgung aber auch Armut und Hunger, fehlender Zugang zu sauberem Wasser oder mangelnde Gesundheitsfürsorge versetzen Menschen in lebensbedrohliche Situationen, die sie dazu zwingen, ihre Familie und ihre Heimat zu verlassen. Die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA unterstützen die Menschen in den Flüchtlingscamps vor Ort mit medizinischer Versorgung, Schulen und Ausbildungsprogrammen, sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Zudem arbeiten sie in Projekten in den Herkunftsländern daran, die Lebensbedingungen der Menschen langfristig zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, so dass Flucht nicht notwendig wird.

Beispielprojekte unserer Mitgliedsorganisationen:

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Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim unterstützt nachhaltige Produktion in Afrika

1:0 für Afrika: Bundesentwicklungsministerium und TSG Hoffenheim bauen Engagement für mehr Nachhaltigkeit in Afrika aus.
Gemeinsames Engagement für Afrika (von links nach rechts): Tanja Gönner (Vorstandssprecherin der GIZ), Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim), Gerd Müller (Bundesentwicklungsminister), Peter Görlich (TSG-Geschäftsführer) und Dietmar Hopp._©TSG 1899 Hoffenheim

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim unterstützt nachhaltige Produktion in Afrika

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und der Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim wollen sich künftig gemeinsam für die Entwicklung Afrikas engagieren. Schwerpunkte sind in Afrika fair produzierte Textilien sowie gemeinsame Sport- und Umweltprojekte. Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH, unterzeichneten dazu eine Kooperationsvereinbarung am Rande des Heimspiels gegen Borussia Dortmund.

Nachhaltige Textilprodukte im Fußball

Die TSG Hoffenheim beabsichtigt, als erster Bundesligaverein eine in Afrika nachhaltig produzierte Textilmarke zu etablieren. Ein Anteil aus dem Verkaufsgewinn der nachhaltigen Vereinskollektion soll wiederum in die Finanzierung von Fußball- und Umweltbildungsprojekten im südlichen Afrika fließen. Das BMZ unterstützt die TSG und greift dabei auf die Erfahrungen des Bündnisses für nachhaltige Textilien zurück, das Minister Müller 2014 gegründet hatte. Das Bündnis umfasst knapp 130 Mitglieder, die rund 50 Prozent des deutschen Textil-Einzelhandels ausmachen. „Sport ist eine Sprache, die überall verstanden wird und Werte wie Fairplay, Toleranz und Verantwortung vermittelt. Respekt und Fairness brauchen wir aber nicht nur auf dem Spielfeld oder im Stadion, sondern weltweit. Auch unsere Fanprodukte müssen fair hergestellt werden. Die TSG Hoffenheim geht hier voran und wird in Afrika eine nachhaltige Textilmarke produzieren. So können die TSG-Fans mit ihrem Einkauf faire Produktion und neue Jobs in Afrika unterstützen. Gemeinsam werden wir zudem die Kraft des Sports nutzen und Kindern und Jugendlichen, die in Naturschutzgebieten leben, nach dem Training im Umweltschutz und Müllvermeidung schulen. Die Bundesliga braucht Vereine wie die TSG, die abseits des Fußballplatzes Verantwortung übernehmen und auf Nachhaltigkeit setzen“, so Bundesentwicklungsminister Müller.

Ein sichbares Zeichen für nachhaltiges Engagement

Weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit werden gemeinsame Projekte in Namibia sein. Vor allem in den Naturschutzgebieten im strukturschwachen Norden des Landes werden Kinder und Jugendliche über Fußballtrainings für Umweltschutz sensibilisiert. Die TSG Hoffenheim unterstützt in Namibia seit mehreren Jahren das Projekt „Gee Om“. Gee Om bedeutet sinngemäß „sich kümmern“. So werden zum Beispiel „Climate Kicks“ organisiert, Fußballspiele, die mit Umweltschutzaktionen verknüpft werden.

Das Entwicklungsministerium engagiert sich mit seinen Sportprogrammen mittlerweile in über 30 Entwicklungsländern und unterstützt über eine halbe Million benachteiligter Kinder und Jugendliche. So werden Trainerinnen und Trainer etwa darin ausgebildet, Sporteinheiten mit sozialer Verantwortung, Aids-Prävention und Konfliktlösung zu verbinden. Das Entwicklungsministerium kooperiert auch mit dem Deutschen Fußball Bund und dem Weltfußballverband FIFA und baut in Afrika über einhundert Sportplätze.

„Die gesellschaftliche Popularität des Fußballs wollen wir einsetzen, um die deutsche Öffentlichkeit und die Wirtschaft für Entwicklungsthemen zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Die Kooperation mit dem Entwicklungsministerium möchten wir nutzen, um unser bisheriges Engagement in Namibia auszuweiten und nachhaltig zu gestalten. Dafür bietet die deutsche Entwicklungspolitik die richtige Expertise. Außerdem wollen wir mit einer eigenen Textilmarke aus Afrika ein sichtbares Zeichen in der Bundesliga setzen“, erläutert Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim, die Zusammenarbeit.

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Äthiopien nimmt erste Müllverbrennungsanlage in Afrika in Betrieb

In Addis Abeba nahm im August 2018 die erste Müllverbrennungsanlage auf dem afrikanischen Kontinent ihren Betrieb auf.
Reppie - Afrikas erste Müllverbrennungsanlage in Addis Abeba, Äthiopien._©Cambridge Industries

Äthiopien nimmt erste Müllverbrennungsanlage in Afrika in Betrieb

In Addis Abeba, Äthiopien, wurde im August 2018 das erste Müllverbrennungskraftwerk – mit dem klangvollem Namen „Reppie“ – in Betrieb genommen und das aus gutem Grund, denn die immer größer werdenden Müllkippen, in denen der Abfall gar nicht weiter behandelt wird, nehmen nicht nur zunehmend Platz weg, sondern sind zudem auch gefährlich für die vor Ort lebende Bevölkerung. Äthiopiens größte Müllhalde „Koshe“ dient seit fast fünfzig Jahren als Sammelbecken für jeglichen Abfall der Millionenmetropole. Zudem war sie lange Zeit Zufluchts- und Wohnort für Hunderte Menschen. Das Sammeln, Aufbereiten und Weiterverkaufen von Müll gehörte zur täglichen Routine. 2017 starben jedoch mehr als 60 Menschen, nachdem es zu einem Erdrutsch auf der Müllhalde kam. Auch dieses traurige Ereignis trug dazu bei, dass die Abfallwirtschaft im ganzen Land revolutioniert werden sollte. Reppie macht nun den Anfang.

Das Reppie-Projekt – Bau einer Müllverbrennungsanlage

Es soll mehr Fläche für die Stadtentwicklung entstehen. Denn die Müllkippe, die eine Fläche von 36 Fußballfeldern besitzt, drohte immer größer zu werden. Durch die Verbrennungsanlage  Reppie, die direkt neben der größten Müllhalde Koshe gebaut wurde, kann die Vergrößerung gestoppt werden. Reppie ist Teil der “Climate Resilient Green Economy” der äthiopischen Regierung, einer im November 2011 gestarteten 150-Milliarden-Dollar-Strategie mit den Zielen, die Treibhausgasemissionen konstant zu halten und Äthiopien bis zum Jahr 2025 zu einer Wirtschaft mit mittlerem Einkommen zu machen.

Äthiopiens stellvertretender Repräsentant, Zerubabel Getachew, sagte bei den Vereinten Nationen in Nairobi im letzten Jahr: „Das Reppie-Projekt ist nur ein Bauteil der umfassenden Strategie Äthiopiens zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und zur Einbeziehung erneuerbarer Energien in allen Wirtschaftssektoren. Wir hoffen, dass Reppie als Vorbild für andere Länder in der Region und auf der ganzen Welt dienen wird.”

Addis Abeba profitiert von Stromproduktion

Nicht nur Müll soll vernichtet werden, auch ist das Kraftwerk an die öffentliche Stromversorgung von Addis Abeba angeschlossen. Durch die Verbrennung des Mülls in der Brennkammer entsteht Wärme, die zum Kochen von Wasser verwendet wird und bis zur Verdampfung führt. Durch den Dampf wird ein Turbinengenerator angetrieben, der wiederum Elektrizität erzeugt. Bei vollem Betrieb sollen täglich 1.400 Tonnen Müll verbrannt werden – dadurch werden circa 30 Prozent des Elektrizitätsbedarf der Stadt gedeckt. Durch die Verbrennungsanlage wird nicht nur der Methanausstoß reduziert, der durch riesige Müllhalden entstehet, sondern auch weniger CO2 gelangt bei der Stromproduktion in die Atmosphäre.

Reppie - Afrikas erste Müllverbrennungsanlage in Addis Abeba, Äthiopien.

Europäische Standards und neue Arbeitsplätze

Die Anlage Reppie entspricht modernsten europäischen Standards und wurde in Zusammenarbeit mit dem „United Nations Environment Program (UNEP)“ errichtet. Der Müll wird nicht einfach verbrannt, sondern die durch die Verbrennung entstehenden Gase werden ebenso nachbehandelt. So gelangen weniger Schwermetalle und Feinstaubartikel in die Luft. Die Anlage trägt somit zur Verringerung der Luftverschmutzung bei und arbeitet innerhalb der Emissionsnormen der Europäischen Union.

Auch schafft die Müllverbrennungsanlage hunderte neuer Jobs für diejenigen, die zuvor auf der Müllkippe ihren Alltag verbachten. Ein großer Teil der Arbeiter*innen ist somit mit der Arbeit auf der Müllkippe sehr gut vertraut.

Eröffnung der Anlage

Am 19. August 2018 wurde die Anlage Reppie in Betrieb genommen. Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte der äthiopische Präsident Mulatu Teshome, dass Investitionen in Energieprojekt entscheidend sind, wenn Äthiopien das Ziel bis 2025 erreichen will: „Äthiopien hat viel in Wasserkraft, Geothermie, Windenergie, Solarenergie und jetzt auch in Biomasse investiert, um den produzierenden Sektor mit sauberer, erneuerbarer Energie zu versorgen.”

 

Die Themen Müll, Müllvermeidung und Ressourcenverbrauch werden in unseren Unterrichtsmaterialien aufgebarbeitet. Wir bieten dieses Unterrichtsmaterial für Grundschulen als auch für die Sekundarstufe I und II an.

 

 

Quelle & Fotos: Campridge-Industries Ltd.

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„Global Players – Spielzeug aus Afrika“ zu Gast in Schleswig-Holstein

Die Kunstwerke unserer Ausstellung "Global Players - Spielzeug aus Afrika" werden in Kaltenkirchen ausgestellt.
Vom 7.9. bis 27.9. ist unsere Global Players Ausstellung im Rathaus Kaltenkirchen zusehen._© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

„Global Players – Spielzeug aus Afrika“ zu Gast in Schleswig-Holstein

Aufgepasst, es geht wieder los – unsere Ausstellung „Global Players – Spielzeug aus Afrika“ ist wieder live zu bestaunen. Ab Freitag, den 7. September 2018, ist unsere Ausstellung zu Besuch in Kaltenkirchen (Schleswig Holstein). Dort wird sie vom 07.09 bis zum 27.9 zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Kreativität und Lebensmut auf eindrucksvolle Weise vermittelt

Die Spielzeugausstellung „Global Players“ zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise die Kreativität und den Lebensmut von Kindern aus den Ländern Afrikas. Viele von ihnen wachsen in schwierigen Verhältnissen auf, doch ihrer Lebensfreude und ihrem Ideenreichtum tut das keinen Abbruch. Aus Müll basteln sie wahre Kunstwerke – zum Beispiel Flugzeuge aus alten Saftpackungen, Klapperschlangen aus Kronkorken, Fahrzeuge aus Draht.

Dem Alltag entfliehen

Die Kunstwerke erzählen die Geschichten der kleinen Künstler. Sie zeugen von den Wünschen und Träumen der Kinder und bieten ihnen eine Möglichkeit, ihren oftmals schwierigen Lebensumständen zu entfliehen. Mit dem selbstgebastelten Flugzeug möchten sie der Armut entfliegen, die Autos und Laster aus Draht zeigen den Wunsch, irgendwann in die Fußstapfen des Vaters zu treten und Mechaniker zu werden. Jedes einzelne Exponat der Ausstellung „Global Players – Spielzeug aus Afrika“ ist ein Beweis für die Lebensfreude, das Potenzial und die Hoffnungen der jüngsten Generation unseres Nachbarkontinents.

Alle Ausstellungsstücke wurden von der mehrfach ausgezeichneten ARD-Auslandskorrespondentin Birgit Virnich auf einer ihrer vielen redaktionellen Reisen quer durch Afrika gesammelt. Diese führten sie zum Beispiel in die Slums von Kenias Hauptstadt Nairobi oder zu den Straßensperren der Kindersoldaten in der Demokratischen Republik Kongo. „Die Kinder verwandelten Alltagsmüll in kleine Kunstwerke und zeigten mir damit eine Seite Afrikas, die fern ist von allen Klischees über den Kontinent als Verlierer und Versager“, so Birgit Virnich.

Vom 7.9. bis 27.9. ist unsere Global Players Ausstellung im Rathaus Kaltenkirchen zusehen.

Dauerbrenner Global Players

Bereits seit 2009 touren unsere Global Players erfolgreich quer durch die Bundesrepublik. Sie wurde bereits unter anderem im Deutschen Technikmuseum in Berlin, Nürnberger Spielzeugmuseum, Museum für Völkerkunde in Hamburg, Schokoladenmuseum Köln, im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, im mondo mio! Kindermuseum in Dortmund und im Bademuseum in Norderney ausgestellt.

Kaltenkirchen für Afrika

Mit einer Reihe von kulturellen Veranstaltungen, Gottesdiensten, Kita- und Schulprojekten sowie einem großen abschließenden „Afrika-Fest“ soll das Thema „Afrika“ in das Zentrum der Aufmerksamkeit in der Stadt Kaltenkirchen gerückt werden. Ziel ist es, möglichst viele Spendengelder für ein Hilfsprojekt unserer Mitgliedsorganisation ChildFund in Sambia zu sammeln. Dabei wird unsere Ausstellung Teil der kulturellen Aktionstage in Kaltenkirchen sein.

Verschaffen Sie sich selber einen Eindruck von der Kreativität, die diese Exponate widerspiegeln und besuchen Sie unsere „Global Players“ Ausstellung vom 7.9. bis 27.9. im Rathaus Kaltenkirchen (Holstenstraße 14, 24568 Kaltenkirchen).

 

 

Weitere Impressionen zu den Global Players finden Sie in unserem

Global Players Fotoalbum

 

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Schule – auch für mich!

GEMEINSAM FÜR AFRIKA arbeitet Tag für Tag daran, Kindern auf dem afrikanischen Kontinent einen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
In Hunderte Projekten auf dem gesamten afrikanischen Kontinent fördern die Hilfswerke, die sich zu GEMEINSAM FÜR AFRIKA zusammengeschlossen haben, Kinder und Jugendliche._© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Schule – auch für mich!

In diesen Wochen sehen wir hierzulande überall strahlende Kinder, die als Schulanfänger stolz große Schultüten in den Armen halten. In vielen Ländern Afrikas können Kinder davon nur träumen. 15 Millionen Mädchen und Jungen zwischen 6 und 11 Jahren in Sub-Sahara Afrika besuchen niemals eine Schule.

Flüchtlingskinder sind besonders stark betroffen

Die Bildungssituation für Flüchtlingskinder hat sich im letzten Jahr drastisch verschlechtert. Nach dem im August 2018 veröffentlichten Bericht „Turn the Tide: Refugee Education in Crisis“ des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) haben vier Millionen Flüchtlingskinder nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Innerhalb von nur einem Jahr ist diese Zahl um eine halbe Million Kinder gestiegen. Laut der UNHCR-Studie besuchen lediglich 61 Prozent der Flüchtlingskinder eine Grundschule, weltweit sind es 92 Prozent. Bei älteren Kindern ist die Diskrepanz noch größer: Nur 23 Prozent der Flüchtlingskinder können auf eine weiterführende Schule gehen – gegenüber 84 Prozent der Kinder weltweit.

Allein in Kenia lebt die Mehrzahl der knapp 500.000 Flüchtlinge in Camps. Dadaab ist das größte von ihnen. Etwa 43 Prozent der Bevölkerung von Dadaab sind Kinder im Alter von fünf bis 17 Jahren. In den Schulen müssen sich die Flüchtlingskinder zu viert oder fünft ein Lehrbuch teilen. Der Lehrermangel ist dramatisch: Auf einen Lehrer kommen 56 Schüler. Um Abhilfe zu schaffen, hat unsere Mitgliedsorganisation die UNO-Flüchtlingshilfe die Bildungsprogramme seines Partners UNHCR in Kenia mit 1,2 Millionen Euro unterstützt.

Bildung ist der Schlüssel

„Die aktuelle Situation ist alarmierend, weil immer mehr Kindern der Zugang zu Bildung verschlossen bleibt. Bildung ist jedoch der Schlüssel für die persönliche Entwicklung sowie Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und eine erfolgreiche Integration. Deshalb unterstützen wir Bildungsprojekte für Flüchtlingskinder – international genauso wie in Deutschland“, sagt der Geschäftsführer unserer Mitgliedsorganisation UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Unsere Mitgliedsorganisationen sind aktiv

GEMEINSAM FÜR AFRIKA weiß, Kinder brauchen vor allem eins für eine hoffnungsfrohe Zukunft: Eine gute Schulausbildung. Deshalb arbeiten wir Tag für Tag daran, Kindern auf dem afrikanischen Kontinent einen besseren Zugang zu Bildung zu ermöglichen. In Hunderten unserer Projekte wird nicht nur ein regelmäßiger Schulbesuch realisiert, sondern auch die Versorgung mit einer täglichen Mahlzeit und sauberem Trinkwasser sichergestellt. Nur durch eine Schulbildung haben Kinder überhaupt eine Chance, aus dem Teufelskreislauf der Armut auszubrechen und ein glücklicheres Leben zu führen.

 

Ihre Spende hilft! Unterstützen Sie die Projekte unserer Mitgliedsorganisationen:

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Kanzlerin Merkel reist nach Afrika

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht im Zuge ihrer Afrika-Reise im August 2018 Ghana, Nigeria und den Senegal.
Bundeskanzlerin Merkel besucht im August 2018 Ghana, Nigeria und den Senegal._©Thomas Liebenberg / CC BY-SA 3.0 DE

Kanzlerin Merkel reist nach Afrika

Vom 29. bis 31. August 2018 besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel den Senegal, Ghana und Nigeria. Auf ihrer Afrika-Reise wird die Kanzlerin unter anderem von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Dieses Signal unterstreicht den Fokus der Reise: wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Umsetzung des „Compact with Africa“.

Zum ersten Mal im Senegal

In Dakar wird sich die Bundeskanzlerin mit dem Präsidenten Macky Sall über die wirtschaftliche Entwicklung des Senegal, außenpolitische Themen und die regionale Zusammenarbeit austauschen. Vor Ort wird Angela Merkel auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft zusammentreffen.

„Compact with Africa“ in Ghana Thema

In Ghana wird Bundeskanzlerin Merkel mit Präsident Nana Akufo-Addo Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung, außenpolitische Themen sowie die bilaterale und regionale Zusammenarbeit erörtern. Ein weiterer Programmpunkt wird die Teilnahme von Bundeskanzlerin Merkel an einem von der deutschen Wirtschaft in Ghana veranstalteten Runden Tisch sein, bei dem Perspektiven und Fortschritte Ghanas im Rahmen der G20 „Compact-with-Africa“-Initiative sowie das Investitionsumfeld diskutiert werden. Zum Abschluss besichtigt Bundeskanzlerin Merkel einen Startup-Inkubator und trifft mit jungen ghanaischen Start-Up-Unternehmern zusammen.

Wirtschaftliche Entwicklungen in Nigeria im Fokus

Der erste Programmpunkt in Nigeria ist ein Besuch des Hauptquartiers der Economic Community of West African States (ECOWAS). Dort trifft sie den Präsidenten der ECOWAS Kommission, Jean-Claude Brou, um sich über aktuelle Entwicklungen der regionalen Integration in Westafrika und die Zusammenarbeit Deutschlands mit der ECOWAS austauschen. Anschließend wird die Kanzlerin zu einem Gespräch mit dem Präsidenten der Bundesrepublik Nigeria, General Muhammadu Buhari, zusammentreffen. Im Mittelpunkt werden die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Nigerias sowie die regionale Zusammenarbeit stehen. Zudem werden Merkel und Buhari an einem Wirtschaftsroundtable teilnehmen. Auch in Nigeria wird die Bundeskanzlerin ein Gespräch mit Vertretern der Zivilgesellschaft über aktuelle Entwicklungen im westafrikanischen Land führen.

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Mit Wasser und Hygiene den Hunger bekämpfen

2,5 Milliarden Menschen müssen weltweit ohne eine gesundheitlich unbedenkliche sanitäre Versorgung mit sauberem Trinkwasser auskommen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und die Lebenssituation.
Die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA fördern in Hunderten Projekten die Versorgung mit sauberem Trinkwasser._© GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Mit Wasser und Hygiene den Hunger bekämpfen

Mit Wasser, Sanitär und Hygiene den Hunger und die Armut bekämpfen – geht das? Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, sind anfälliger für Krankheiten und den Verlust ihrer Leistungskraft. Regelmäßige Schulbesuche der Kinder und die Erwerbsfähigkeit von Erwachsenen sind gefährdet. Medikamente und medizinische Behandlungen kosten Geld. Diese Mittel fehlen dann zur Versorgung der Familie.

Erhöhte Krankheitsanfälligkeit

Im Vergleich zu Deutschland sind die meisten Einkommen in Ländern des globalen Südens geringer und Sozialversicherungen können sich die meisten Menschen nicht leisten. Fehlen die Mittel für Hygiene und eine ausgewogene Ernährung, kommt es langfristig zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit – es ist ein Kreislauf, der schwer zu durchbrechen ist.

Projekte, die nachhaltig wirken

Projekte, die beispielsweise unsere Mitgliedsorganisation ADRA im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene umsetzt, wirken nachhaltig gegen Armut und Hunger! Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Installation von Wasseraufbereitungsanlagen, saubere Lagerungsmöglichkeiten, sichere und umweltschonende Abwasserentsorgung und Hygieneschulungen fördern die Gesundheit und ermöglichen Millionen Menschen ein lebenswerteres Leben. (Quelle: ADRA)

 

Die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA fördern in Hunderten Projekten die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.

Unsere Mitgliedsorganisationen sind mit Hunderten Projekten aktiv:

 

Weitere Projekte unserer Mitgliedsorganisationen finden Sie hier.

 

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DR Kongo: Ebola-Ausbruch bedroht das Leben von 300.000 Menschen im Kongo

09.08.2018 Ausbruch in der Grenzregion zu Uganda birgt Gefahr der schnellen Verbreitung. Gesundheitsstationen sind chronisch unterversorgt. Unsere Mitgliedsorganisation CARE ist im Einsatz.
Tausende von Flüchtlingen, die vor den Konflikten im Ostkongo fliehen, sind auf der ugandischen Seite des Albertsees angekommen._© CARE

DR Kongo: Ebola-Ausbruch bedroht das Leben von 300.000 Menschen im Kongo

Unsere Mitgliedsorganisation CARE warnt, dass der jüngste Ebola-Ausbruch im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo 300.000 Menschenleben bedroht. Bisher sind 37 Fälle der Viruserkrankung bekannt, 22 Menschen starben bereits. Es ist der zehnte Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976. „Wir sind besonders besorgt, weil die tödliche Krankheit in der Grenzregion zu Uganda ausgebrochen ist. Hier sind viele Menschen zwischen den beiden Staatsgebieten unterwegs, daher ist die Gefahr einer schnellen Ausbreitung sehr groß“, berichtet Tom Friedeberg, CARE-Länderdirektor der Demokratischen Republik Kongo.

Die vergessene humanitäre Krise

Nach wie vor gehört die Situation in der Demokratische Republik Kongo zu der Liste der 10 vergessenen Krisen weltweit und damit zu den humanitären Notsituationen, über die die Medien 2017 kaum berichteten. Dabei ist die Situation für die Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo, besonders für Frauen und Kinder, dramatisch. Neben Ebola bedrohen auch andauernde gewaltsame Auseinandersetzungen, vor allem im Osten, große Teile der Bevölkerung. Im gesamten Land sind rund 4,5 Millionen Menschen vertrieben und knapp acht Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe zum Überleben.

Schnelle Soforthilfe notwendig

„Wir müssen jetzt schnell handeln, um den Virus zu stoppen. Zwar haben die Menschen hier Erfahrung im Umgang mit Ebola, doch die Gesundheitsstationen sind chronisch unterversorgt. Es fehlt an Ausstattung, Personal und Medikamenten“, warnt Friedeberg. CARE hat aus seinem Nothilfe-Fond rund 200.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt, um die Ausbreitung des Ebola-Virus schnell einzudämmen. Aktuell überprüfen CARE-Teams die Situation in den örtlichen Gesundheitsstationen bei Mufwanga. Hygiene-CARE-Pakete mit Aquatabs zur Wasserreinigung, Seife und weiteren Hilfsgütern sollen so schnell wie möglich verteilt werden.

 

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Kenia: Internetzugang durch Riesen-Ballon

07.08.2018 Tennisplatzgroße Ballons sollen in Kenia den Internetzugang verbessern. Insbesondere entlegene Regionen sollen von dem Projekt profitieren.
Der Loon Ballon beim Launch Event._© CC BY 2.0 by Doug Coldwell

Kenia: Internetzugang durch Riesen-Ballon

Ein Großteil der rund 49 Millionen Einwohner*innen Kenias ist über das Mobilfunknetz mit Internet versorgt. Doch insbesondere in ländlichen Regionen sind enorme Teile des Landes von Internetanbietern abgekoppelt. Ein Netz aus riesigen Ballons soll dies nun ändern.

Riesen Internet-Ballons in der Stratosphäre über Kenia

Nach einer mehrjährigen Entwicklungsphase soll es nun endlich losgehen. Das Unternehmen „Loon“ hat in Partnerschaft mit dem Telekommunikationsanbieter „Telkom Kenya“ angekündigt, Internetverbindungen in abgelegenen Regionen Kenias zu ermöglichen. Dabei sollen von „Loon“ entwickelte Riesenballons eingesetzt werden. Die tennisplatzgroßen Ballons schweben hoch in der Stratosphäre, etwa 20 km über dem Meeresspiegel. Laut dem Unternehmen eine Höhe, die außerhalb des Bereichs von Luftverkehr, Stürme und Wildtiere liegt. Die ballonähnliche Konstruktion besteht aus Polyethylen, ist mit Helium gefüllt und soll von einem Solarpanel angetrieben werden. Die Ballons sind so konzipiert, dass sie monatelang in der Luft bleiben und sich durch das Surfen in Windkanälen bewegen.

Antennen übertragen Signal in entlegene Regionen

Jeder Ballon trägt eine Antenne mit sich. Diese leitet vom Boden übertragene Internet-Signale weiter. Durch den Einsatz des Ballon-Netzwerkes soll zunächst eine zusätzliche Reichweite von 5.000 Quadratkilometern erreicht werden. Im Zuge der neuen Partnerschaft wird „Telkom Kenya“ die Internet-Signale bereitstellen und „Loon“ diese mit Hilfe der neuen Ballon-Technologie in entlegene Gebiete von Kenia verbreiten. Ken Banks, Experte für afrikanische Konnektivität und Leiter der sozialen Auswirkungen bei „Yoti“ sagte zum bevorstehenden Projekt: „ Die Konnektivität ist in den ländlichen Gebieten ein Problem!“. Die Installation einer physischen Infrastruktur für Internetverbindungen und Mobilfunk in diesen Regionen sind mit größeren Hindernissen behaftet. Insbesondere die großen Entfernungen machen es unpraktisch Glasfaserkabel zu verlegen oder eine Reihe von mobilen Masten aufzustellen. Laut des Experten ist ausschließlich die neue Technologie von „Loon“ eine Option, der fehlenden Konnektivität entgegenzuwirken.

Experten warnen vor Kommunikationsmonopol

Doch trotz der vielen positiven Stimmen zum geplanten Projekt gibt es durchaus auch kritische Anmerkungen. Experten warnen, dass es im Zuge der neuen Partnerschaft zwischen „Telkom Kenya“ und „Loon“ zu einem Kommunikationsmonopol kommen könnte. Viele Menschen könnten besorgt sein, dass durch das Projekt eine Abhängigkeit von kommerzieller, ausländischer Technologie entstehe. Nutzer*innen des Netzwerkes wären zudem der Preisgestaltung und den Geschäftsbedingungen der neuen Partnerschaft ausgesetzt. „Das wäre vielleicht weniger ein Problem, wenn es mehr als einen Anbieter geben würde. So könnten Nutzer einfach das Netzwerk wechseln – aber wenn Loon und Telkom Monopole in diesen Bereichen haben, könnte das eine tickende Zeitbombe sein.“, so Ken Banks.

Internet auf dem afrikanischen Kontinent zu teuer

Laut dem Ziel der UN-Breitband-Kommission für Internet-Erschwinglichkeit, sollen ein Gigabyte mobile Daten zukünftig nicht mehr als 2% des Bruttonationaleinkommens pro Kopf kosten. Auf dem afrikanischen Kontinent ist man davon jedoch aktuell weit entfernt. Ein Gigabyte mobile Daten kosten derzeit durchschnittlich 18% des monatlichen Einkommens. Nanjira Sambuli von der World Wide Web Foundation betont daher: „Die Partnerschaft ist also ein guter Schritt, um die Konnektivität voranzutreiben. Es ist jedoch zwingend erforderlich, dass diese Partnerschaft nicht nur qualitativ hochwertige Konnektivität (4G) erreicht, sondern auch, dass sie erschwinglich und sinnvoll ist.“

 

 

Foto|Quelle: flickr|BBC

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30 Millionen Menschen im südlichen Afrika von Ernährungsunsicherheit betroffen

Immer mehr Ernten bleiben aus. Unsere Mitgliedsorganisation CARE hilft den Menschen in den Ländern Malawi, Madagaskar, Mosambik, Sambia, Tansania und Simbabwe.
CARE trainiert Frauen und Männer in der Herstellung von Dünger aus Asche, Erde und organischen Blättern._© Timothy Buckley/CARE

30 Millionen Menschen im südlichen Afrika von Ernährungsunsicherheit betroffen

Rund 30 Millionen Menschen im südlichen Afrika sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, warnt unsere Mitgliedsorganisation CARE. Ohne eine langfristige Finanzierung des Winteranbaus und der Bekämpfung von Schädlingen droht sich die Situation für Millionen von Menschen in Ländern wie Madagaskar, Sambia und Malawi in den kommenden Monaten dramatisch zu verschlechtern.

Immer mehr Ernten bleiben aus

„Schon jetzt ist die Nahrungssituation im südlichen Afrika alarmierend, zudem bereitet uns die bevorstehende El Niño-Saison große Sorgen. Wir erwarten noch niedrigere Ernteerträge, die katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung in der Region haben könnten“, erklärt Theresa Jeremias, Referentin für Ernährung und Ernährungssicherung bei CARE Deutschland. „Trotz der Bemühungen von Regierungen, Maßnahmen zur Ernährungssicherung umzusetzen, beobachten wir, dass aufgrund der Klimakrise immer mehr Ernten ausbleiben.“

Schnelles Handeln ist nun erforderlich!

Laut eines Berichtes der Southern Africa Development Community (SADC) sind mehr Menschen von Hunger bedroht als in den vergangenen Jahren. Gründe dafür sind Überschwemmungen, Dürren und die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen. „Geringe Investitionen in Beratungsdienste für Landwirte werden nicht ausreichen, um den Schaden abzuwenden. Regierungen und nicht-staatliche Akteure müssen jetzt handeln, um Lebensmittelversorgungslücken zu schließen und damit das Überleben von vielen tausenden Familien zu sichern“, sagt Theresa Jeremias.

Unsere Mitgliedsorganisation ist im Einsatz

Unsere Mitgliedsorganisation CARE hilft Menschen in den Ländern Malawi, Madagaskar, Mosambik, Sambia, Tansania und Simbabwe mit Lebensmitteln und einem verbesserten Zugang zu Wasser. Familien in Dürregebieten werden dabei unterstützt, die Produktivität durch verbesserte Anbaumethoden zu erhöhen. Kleinspargruppen ermöglichen Dörfern alternative Einkommensmöglichkeiten und stärken sie gegen die Klimakrise und wiederkehrende Naturkatastrophen. Zudem zielen Ernährungsbildungsmaßnahmen darauf ab die Ernährung von Frauen und Kleinkindern unter 5 Jahren zu verbessern, da diese am meisten von Mangel- und Unterernährung bedroht sind.

 

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Europas größte Müllhalde mitten in Afrika

Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken.
Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken._©Welcome to Sodom

Europas größte Müllhalde mitten in Afrika

„Sodom“ nennt man den Teil der ghanaischen Hauptstadt Accra, den nur jene betreten, die unbedingt müssen. Die Deponie von Agbogbloshie ist Endstation für Computer, Monitore und anderen Elektroschrott aus Europa und aller Welt. Rund 250.000 Tonnen ausrangierte Computer, Smartphones, Drucker und andere Geräte aus einer weit entfernten, elektrifizierten und digitalisierten Welt gelangen Jahr für Jahr hierher.

Giftiger Alltag für tausende Menschen

Die Nachfrage nach den neusten elektronischen Accessoires in der Ersten Welt explodiert. Hersteller melden regelmäßig Umsatzrekorde. Doch diese Lifestyle-Produkte sind oft schon nach kurzer Zeit wieder „out“ und damit Schrott. Hunderttausende davon landen in Ghana, wo Kinder und Jugendliche den Elektroschrott unter freiem Himmel zerkleinern. Durch das Schmelzen alter Kabel in pechschwarzen Rauchwolken werden neue Rohstoffe gewonnen. Für die einen ein „sauberes“ Geschäft, für die Anderen giftiger Alltag.

Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken._©Welcome to Sodom

 

Dein Smartphone ist schon hier

Der Dokumentarfilm WELCOME TO SODOM – DEIN SMARTPHONE IST SCHON HIER lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und portraitiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird wahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen! „Dieser Wahnsinnsfilm ist der Kommentar zu Weltwirtschaft und Wohlstandsgefälle in spektakulären Bildern. Mehr Kino geht nicht.“ (Amnesty Journal).

Ab 2.8.18 im Kino! Hier gibt es den Film-Trailer vorab zum anschauen:

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Lokale Perspektiven auf globale Themen

Das Filmemacher-Team DRAUFSICHT aus Bamenda und Berlin zeigt eine neue Sicht auf das Thema nachhaltige Entwicklung.
Das DRAUFSICHT-Team beim Filme machen._©DRAUFSICHT

Lokale Perspektiven auf globale Themen

Filmemachen ist Teamarbeit. Und das DRAUFSICHT-Team in Berlin und Bamenda (Kamerun) ist ein ganz besonderes Team. Gemeinsam behandeln sie ungehörte Stimmen und ungesehene Perspektiven in ihren Sendungen und Filmen. Sie legen Machtstrukturen offen und nehmen auf globale Zusammenarbeit Bezug. Ihre Themen sind: Nachhaltigkeit, Gender, Rassismus und Ungleichheit.

Nachhaltige Entwicklung im Mittelpunkt

Die DRAUFSICHT-Filmemacher*innen haben gemeinsam im Kamerun, aber auch hier in Deutschland gedreht. Die jungen Filmemacher*innen lernten voneinander, schmiedeten Pläne und produzierten vor allem Filme. Im Mittelpunkt standen dabei die Sustainable Development Goals (SDGs), die sogenannten 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Im Mittelpunkt von DRAUFSICHT steht insbesondere SDG Nr. 10 „Ungleichheit innerhalb, von und zwischen Staaten verringern“.

Für Frieden, Wohlstand und Einklang mit der Natur

Die Vereinten Nationen haben 2015 insgesamt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beschlossen, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Mit der Umsetzung der SDGs (Sustainable Development Goals) soll es allen Menschen möglich sein, in Einklang mit der Natur, in Frieden und Wohlstand zu leben. Mehr Informationen zu den SDGs finden Sie hier.

Film zu Ausbeutung in Kamerun

Im März 2018 war ein Team von DRAUFSICHT Bamenda zu Gast in Berlin, um die Filme zu zeigen, die das DRAUFSICHT-Team in Kamerun produziert hat: So wird z.B. die kolonialen Vergangenheit des Landes aufgearbeitet und der Einfluss von EU-Subventionen auf das Land beleuchtet. Denn Milch wird in Kamerun als Pulver importiert. Wälder werden gerodet, um Holz zu exportieren. Beide Formen der Ausbeutung von natürlichen Ressourcen haben gravierenden Folgen für einkommensschwache Familien und die Natur.

Was heißt Armut? Deutschland vs. Kamerun

Der kamerunische Filmemacher Promise Nthe Viban und sein Team stellten sich zudem die Fragen: Was heißt eigentlich Armut? Warum gibt es überhaupt Obdachlose in Deutschland? Und macht der Sozialstaat die Menschen nicht faul? Das Filmemacher-Team hat versucht Armut in Deutschland durch die Augen eines jungen Filmemmachers aus Kamerun zu betrachten. Das gelungene Ergebnis der DRAUFSICHT Begegnungsreise in Berlin kann sich sehen lassen: Die Filme wurden im Filmrauschpalast Moabit gezeigt und sind auch online zu sehen:

 

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YouTuberin Ischtar Isik wird neue Botschafterin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA!

16.07.2018 Seit Juli 2018 unterstützt YouTuberin Ischtar Isik die Arbeit unseres Bündnisses als neue Botschafterin.
Ischtar Isik ist Botschafterin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA._©Ischtar Isik

YouTuberin Ischtar Isik wird neue Botschafterin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA!

Wir könnten nicht glücklicher über so starke Unterstützung sein. Seit Juli 2018 ist YouTuberin Ischtar Isik offizielle Botschafterin unserer Bündniskampagne. Neben Rocklegende Wolfgang Niedecken, Reggaemusiker Gentleman und The Voice Of Germany Ivy Quainoo, wird nun auch Ischtar Isik ihre Bekanntheit dazu nutzen, diese Welt ein Stück gerechter zu machen!

Ungerechtigkeiten gemeinsam bekämpfen

Kennengelernt haben wir Ischtar Isik im November 2017. Gemeinsam mit ihr und anderen YouTuber*innen reisten wir im vergangenen Jahr nach Sambia, um vor Ort Projektgebiete unserer Mitgliedsorganisationen zu besuchen. Dort konnte sie hautnah miterleben, welch wertvolle Projekte von unseren Organisationen auf den Weg gebracht werden.

Beeindruckt von den vielen persönlichen Begegnungen und überzeugt von der Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen startete Ischtar zusammen mit ihrer großartigen YouTube-Community, die mittlerweile mehr als eine Million Abonnenten*innen umfasst, im Anschluss der Reise eine eigene Spendenaktion zugunsten der Projekte von GEMEINSAM FÜR AFRIKA.

Seit Anfang Juli ist sie nun offizielle Botschafterin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA und möchte ihre kommunikativen Kanäle auch in diesem und folgendem Jahr dafür nutzen, um sich für eine gerechte Welt einzusetzen und noch mehr Menschen den Kontinent, seine Länder und Menschen näher zu bringen.

Dass es viele Ungerechtigkeiten auf dieser Welt gibt, ist uns allen bewusst. Diese jedoch auch zu bekämpfen, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Daher engagiere ich mich für GEMEINSAM FÜR AFRIKA.“, so die Berlinerin.

Ischtar Isik ist Botschafterin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA._©Ischtar Isik

Das ist Ischtar Isik

Vor 7 Jahren fing für Ischtar Isik alles mit einer kleinen Spielerei an. 2011 veröffentlichte die damals 15-Jährige ihr erstes Video auf YouTube. Mittlerweile gibt die 22-Jährige Bloggerin/Vloggerin regelmäßig in ihren Videos Tipps und Tricks zu den Themen Fashion und Lifestyle und teilt mit Tausenden Menschen Einblicke aus ihrem Leben. Die gebürtige Berlinerin interessiert sich jedoch nicht nur für Mode. 2017 interviewte Ischtar Isik Kanzlerin Angel Merkel im Zuge des Bundestagswahlkampfes zum Thema Feminismus und zur Bedeutung von Wahlen. Für ihre herzliche Art erntet Ischtar von ihrer Community in den Sozialen Medien regelmäßig virtuellen Applaus. Mehr als eine Million Menschen interessieren sich mittlerweile für ihre Arbeit, für die Ischtar 2018 mit dem „About You Award“ ausgezeichnet wurde.

Ischtar Isik mit GEMEINSAM FÜR AFRIKA in Sambia

 

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„Insgesamt konnten wir 5,8 Millionen Menschen in Not erreichen“

06.07.2018 Die Hilfe unsere Mitgliedsorganisation action medeor erreicht immer mehr Menschen!
Die Medikamentenhilfe unserer Mitgliedsorganisation action medeor erreicht immer mehr Menschen._©action medeor/B. Breuer

„Insgesamt konnten wir 5,8 Millionen Menschen in Not erreichen“

Vier große Schwerpunkte bestimmten im vergangenen Jahr die Medikamentenhilfe unserer Mitgliedsorganisation action medeor: die Hungerkatastrophe in Ostafrika, die humanitäre Krise im Jemen und die von Krieg und Gewalt betroffenen Regionen im Irak und Syrien. Trotz logistischer Herausforderungen findet die Medikamentenhilfe von action medeor ihre Bestimmungsorte.

„Insgesamt konnten wir 5,8 Millionen Menschen in Not erreichen“

„Mehr Menschen denn je waren im vergangenen Jahr von Krisensituationen und Katastrophen betroffen und auf Hilfe angewiesen“, sagte Siegfried Thomaßen, Präsident von action medeor, auf der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung des Hilfswerks. Besonders im Fokus standen die humanitären Krisen in Syrien und im Jemen mit mehr als 35 Millionen betroffener Menschen, sowie über 30 Millionen Menschen, die in Ostafrika und in der Demokratischen Republik Kongo von Hunger und Konflikten bedroht sind.

Insgesamt konnte action medeor im vergangenen Jahr 24 Nothilfeprojekte und 31 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Wert von fast fünf Millionen Euro mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit und des Auswärtigen Amtes umsetzen. Im Fokus der Nothilfe standen der Südsudan, Jemen, Somalia, die DR Kongo, der Irak und Syrien, in der Wiederaufbauhilfe Sierra Leone, Liberia, die Philippinen, Nepal und Haiti. „Teilweise wickeln Mitarbeiter vor Ort die Soforthilfe persönlich ab, und wir arbeiten eng mit Partnerorganisationen zusammen, die sowohl mit den besonders betroffenen Personengruppen vernetzt, als auch in die nationalen und internationalen Strukturen eingebunden sind“, führte Bernd Pastors, Vorstandssprecher von action medeor aus, „insgesamt konnten wir 5,8 Millionen Menschen in Not erreichen. Leider nehmen politische Krisen, verursacht durch Krieg, Staatsauflösung, die zunehmende soziale Ungleichheit und den Klimawandel, einen immer größeren Stellenwert im Vergleich zu Naturkatastrophen ein.“ Dadurch verschärfe sich der Zugang zu einer ausreichenden Gesundheitsversorgung für Menschen in Armutsregionen. „Die Folge ist, dass Gesundheitsstrukturen vollkommen zusammenbrechen, Verletzte und chronisch Kranke nicht versorgt werden können und einfach zu behandelnde Erkrankungen lebensgefährlich werden.“

Ausbildung für langfristige Wirkung

Neben der akuten und regelmäßigen Medikamentenversorgung von Gesundheitseinrichtungen weltweit, war die Ausbildung von pharmazeutischen Fachkräften im akademischen und nichtakademischen Bereich ein weiterer Schwerpunkt. „Dort, wo die Qualität der Ausbildung angehoben wird, wird der Gesundheitssektor insgesamt gestärkt“, erläutert Pastors, „und hier wird zukünftig der Fokus der action medeor-Stiftung liegen.“ Auch die Verbesserung der Arzneimittelproduktionen in den Ländern des Südens ist eine Aufgabe im Rahmen der pharmazeutischen Fachberatung von action medeor. Bis zu 30 Prozent des ostafrikanischen Arzneimittelmarkts werden von heimischen Herstellern bedient. Weil die Produktionsstandards sehr unterschiedlich sind, wurde action medeor von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit damit beauftragt, alle Arzneimittelhersteller zu besuchen, zu beraten und mit ihnen zusammen konkrete Schritte zu entwickeln, um die Produktionsbedingungen zu verbessern. „Unsere Pharmazeuten haben insgesamt 26 Betriebe in Tansania, Uganda und in Ruanda gemeinsam mit international erfahren Auditoren und den zuständigen Überwachungsbehörden des Landes inspiziert“, so Pastors, „dadurch wird die lokale Wirtschaft gestärkt und gleichzeitig werden die Patienten besser versorgt.“

„Man darf das eine nicht gegen das andere ausspielen“

Überall dort, wo lebenswichtige Arzneimittel und dringend benötigte Verbrauchsmaterialien fehlen, sind den Helfern die Hände gebunden. „Wir setzen uns mit allen Kräften dafür ein, dass sich dies ändert. Dafür benötigen wir die Unterstützung von privaten Spendern, von Unternehmen, von öffentlichen Geldgebern und von Stiftungen“, sagte Pastors. „Leider scheint im Moment die Bereitschaft sich für Entwicklungshilfe zu engagieren immer stärker hinterfragt zu werden. In der Vergangenheit konnten wir unser Anliegen gut erklären. Jetzt hören wir, dass man sich besser den Problemen hier in Deutschland zuwenden sollte. Ich glaube, man darf das eine nicht gegen das andere ausspielen. Menschen, die in Deutschland in Not sind, müssen Hilfe bekommen, genauso wie Menschen in Entwicklungsländern. Wir brauchen beides, das Engagement hier in Deutschland und die weltweite Hilfe durch action medeor.“

 

Unterstützen Sie GEMEINSAM FÜR AFRIKA mit einer Spende und somit auch die wertvolle Arbeit unserer Mitgliedsorganisation action medeor.

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Südsudan: Hoffnung auf Ende des Bürgerkriegs

Die Friedensgesprächen zwischen Salva Kiir und seinem Rivalen Riek Machar waren zunächst gescheitert - doch nun gibt es Hoffnung. Die Bevölkerung muss dennoch mit weiteren harten Zeiten rechnen.

Südsudan: Hoffnung auf Ende des Bürgerkriegs

Am 21.06.2018 haben sich der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein Rivale, der frühere Vizepräsident und aktuelle Rebellenführer Riek Machar zu Friedensgesprächen auf neutralem Boden in Äthiopien getroffen. Zu dem von allen erhofften Durchbruch kam es zunächst nicht – eine gemeinsame Erklärung sollte vorerst nicht zustande kommen und auch auf eine Übergangslösung konnte man sich nicht einigen.

Es war das erste Treffen seit 2016. Seit Dezember 2013 wurden mehr als zehntausend Menschen bei Kämpfen zwischen den Anhängern beider Rivalen getötet. Im Dezember vergangenen Jahres wurde eine Waffenruhe geschlossen – jedoch kommt es immer noch zu Kämpfen. Circa 4,5 Million Südsudane*innen befinden sich auf der Flucht. Knapp die Hälfte leben in Lagern im eigenen Land, die andere Hälfte in den Nachbarstaaten; großenteils in Uganda.

Frieden in Sicht – zweites Treffen macht Hoffnung

Ein zweites Treffen bringt Hoffnung auf Frieden zurück! Auch wenn das erste Gespräch zu keinem positiven Ergebnis führte, konnte am Mittwoch, dem 27. Juni, ein weiteres Treffen im Sudan einen Durchbruch in den Friedensgesprächen bewirken. Ziel war es, bis zum Gipfel der Afrikanischen Union am 1. Juli einen Friedensvertrag neu zu fomulieren, so dass dem langjährigen Krieg ein baldiges Ende gesetzt werden kann.

Die beiden Rivalen Salva Kiir, Präsident des Südsudan, und Rebellenführer Riek Machar unterschrieben in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum das langersehnte Abkommen. Dieses besagt unter anderem, dass binnen 72 Stunden ein Waffenstillstand in Kraft tritt. Zudem sieht das Abkommen vor, ein Übergangsregierung innerhalb der kommenden vier Monate zu bilden, die anschließend drei Jahre Zeit hat, um Neuwahlen zu organisieren. Weitere Details aus dem Abkommen, wie die Stationierung von internationalen Truppen zum Friedenserhalt, sind bisher noch nicht offiziell bestätigt. Vor dem Hintergrund früherer gescheiterter Friedensversuche ist die Skepsis aktuell jedoch groß, dass das neue Abkommen zum langfristigen Frieden führt.

Das Leiden hält weiter an

Trotz der politischen Fortschritte, hält das Leiden der Bevölkerung an. Besonders durch den Beginn der Regenzeit wird es immer bedrohlicher. Der Regen bringt Hunger, Krankheiten und Tod. Die meisten Geflüchtete finden Unterschlupf in elenden Unterkünften. Das Wasser dringt in die Zelte ein, die Bewohner*innen werden krank – Husten, Lungenentzündung, Masern und Hirnhautentzündungen sind keine Seltenheit. Dazu kommt, dass die medizinischen Vorräte fast aufgebraucht sind. Die Medikamente vor Ort sind entweder nicht zu bekommen oder extrem teuer.

Lebensmitteltransporte können viele Städte und Dörfer durch die aufgeschwemmten Böden nicht erreichen – sie bleiben stecken. Die Landwirtschaft ist fast vollständig zum Erliegen gekommen, weil sich die Menschen aufgrund von Plündereien nicht mehr auf die Felder trauen. Die Menschen im Südsudan stellen sich auf eine weitere schwierige Zeit ein, geprägt von Hunger und Nahrungsmittelknappheit.

Gefährliche Situationen für humanitäre Helfer

Auch für Helfende wird die Situation immer schwieriger und gefährlicher. Zum Einen ist der Südsudan pleite, eine Arbeitserlaubnis für Helfer*innen kostet Tausende von US-Dollar. Darüber hinaus werden humanitäre Helfer*innen immer wieder Ziel von Entführungen. Mehr als 100 Helfer*innen sind seit 2013 getötet worden. In der vergangenen Woche bezeichnete die UN den Südsudan als gefährlichstes Land für humanitäre Helfer*innen. „Viele internationale Hilfsorganisationen haben ihre Mitarbeiter evakuiert […].“, erläutert Martin J. Wilde, Geschäftsführer von unserer Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo. Weitere Hilfsorganisationen überlegen ebenfalls ihre Mitarbeiter*innen aus dem Südsudan herauszuholen. Das würde verherrende Auswirkungen für die Bevölkerung haben.

Unsere Mitgliedsorganisationen sind aktiv

Ebenso leisten noch  viele Hilfsorganisationen Nothilfe – sowohl im Südsudan, als auch in den Nachbarländern, in denen geflüchtete Südsudanes*innen eine sichere Unterkunft finden. Auch die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA und ihre einheimischen Partner sind tagtäglich im Südsudan im Einsatz. Wir unterstützen die Geflüchteten dabei, langfristig wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

Im Folgenden zeigen wir, in welchen Hilfsprojekten die Mitgliedsorganisationen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA im Südsudan tätig werden.

Unsere Mitgliedsorganisationen action medeor und Don Bosco Mondo liefern Medikamente in die betroffenen Regionen.

action medeor

Unsere Mitgliedsorganisation action medeor versorgt die Region rund um die Hauptstadt Juba, die am stärksten von den letzten Kämpfen betroffen war, mit medizinischem Material. In Kooperation mit anderen Partnern beliefert sie eine zentral gelegene Gesundheitsstation in Gumbo, nur acht Kilometer südöstlich von Juba, von der aus die Menschen der ganzen Region versorgt werden können. Weitere Informationen zum Hilfsprojekt von action medeor finden Sie hier.

action medeor und DON BOSCO MONDO

Um die Versorgung der notleidenen Bevölkerung zu unterstützen, bringen unsere Mitgliedsorganisationen action medeor und Don Bosco Mondo e.V. eine große Hilfssendung an Gesundheitseinrichtungen von Don Bosco in Wau, Gumbo, Maridi und Tonj auf den Weg. Die Hilfssendung umfasst dringend benötigte Medikamente, wie Malariamedikamente, Verbandsmaterial, Schmerzmittel und Antibiotika.

ADRA

Die chronische Ernährungsunsicherheit ist eine große Herausforderung für die Binnenflüchtlinge im Südsudan. Die Organisation für Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e. V. fördert die Ernährungssicherheit in den Bezirken Nasir und Ulang durch die Verteilung von Spezialnahrung, Schulungen zu verbesserten Anbaumethoden und durch das Anlegen von Saatgutbanken. Detaillierte Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

Aktion Canchanabury

Unsere Mitgliedsorganisation Aktion Canchanabury setzt sich im Südsudan für HIV/Aids-Betroffene ein. Bereits vor dem Bürgerkrieg hatte sich die „Rainbow Community“ gegründet, die seinerzeit wohl erste und einzige Initiative für HIV/Aids-Betroffene im gesamten Südsudan. Zu den Mitgliedern zählen neben Betroffene auch Berater sowie freiwillige Helferinnen und Helfer. Man hilft und unterstützt sich gegenseitig und berät und betreut andere HIV-Infizierte und Aids-Kranke. Näheres zum Projekt erfahren Sie hier.

CARE Deutschland-Luxemburg

Wegen der Dürre und der Vertreibung vieler Bäuerinnen und Bauern werden Lebensmittel im Land immer knapper und die Preise steigen enorm an. Ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Mangelernährung. Unsere Mitgliedsorganisation CARE hilft vor Ort mit Nahrungsmittelpaketen, medizinischer Kraftnahrung für Kinder, Schwangere und Stillende, sauberem Trinkwasser und Hygiene-Maßnahmen. Die Organisation unterstützt zahlreiche Gesundheitsstationen dabei, die medizinische Versorgung unter schwierigsten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Dabei legt CARE besonderen Wert auf die Versorgung von schwangeren Frauen und Kindern. Weitere Informationen zur Hilfe von CARE im Südsudan finden Sie hier.

DON BOSCO MONDO

Gemeinsam mit ihren Partnern bietet DON BOSCO MONDO in Einrichtungen Schutz für Vertriebene. Für ihre Versorgung hat das Mitglied von GEMEINSAM FÜR AFRIKA ein Nothilfe-Programm für Binnenvertriebene gestartet.

UNO Flüchtlingshilfe und UNHCR

Im Südsudan sind UNHCR-Helfer*innen Tag und Nacht im Einsatz und versorgen Flüchtlinge und Vertriebene mit dem Lebensnotwendigsten. Die UNO Flüchtlingshilfe sendet Hilfslieferungen in Flüchtlingslager und auch in abgelegene Gegenden, die aufgrund der schlechten Infrastruktur und schwierigen Witterungsbedingungen meist nur schwer zu erreichen sind. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Dieser Artikel wurde am 29.06.2018 aufgrund neuer Entwicklungen aktualisiert.

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Dramatische Entwicklung setzt sich fort: 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht

Ende 2017 gab es fast drei Millionen Flüchtlinge mehr als noch Ende 2016. 85 Prozent der Geflüchteten leben in armen Ländern, in Europa hingegen gehen die Flüchtlingszahlen zurück.
Eine Geflüchtete bekommt ein Versorgungspaket _©CARE/Frederic Courbet

Dramatische Entwicklung setzt sich fort: 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht

Ende des letzten Jahres waren 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die am 19. Juni  veröffentlichte Jahresstudie „Global Trends“ des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Demnach gibt es fast drei Millionen Flüchtlinge mehr als noch Ende 2016 (65,6 Millionen). Die Zahl 68,5 Millionen bedeutet, dass es derzeit mehr Flüchtlinge gibt, als Frankreich oder England Einwohner haben.

Jeder 110. Mensch auf der Erde ist auf der Flucht.

Hauptursache für den dramatischen Anstieg waren die Krisen im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo und die Flucht von über 670.000 Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch. Zwei Drittel der Flüchtlinge kommen nur aus fünf Ländern: Syrien, Afghanistan, Südsudan, Myanmar und Somalia. Die Studie „Global Trends“ stellt darüber hinaus fest, dass die große Mehrheit der Flüchtlinge nicht in den reicheren Industrieländern des Nordens Schutz sucht, sondern hauptsächlich von armen Ländern aufgenommen wird. Dort leben 85 Prozent der Geflüchteten. In Europa gehen hingegen die Flüchtlingszahlen zurück. Nach Deutschland kamen im letzten Jahr 186.644 Asylsuchende, während es 2016 noch 280.000 waren. Und der Trend hält an: Im ersten Quartal von 2016 sank die Zahl erneut um fast 16 Prozent.

Nur jeder 7. Flüchtling sucht Schutz in einem reicheren Land.

„Diese Entwicklungen zeigen deutlich, wer die Hauptverantwortung für geflüchtete Menschen tragen muss. Entgegen der landläufigen Meinung kommen diese Menschen mehrheitlich nicht in die reicheren Länder, um ein besseres Leben zu haben. Es ist nur jeder siebte. Gerade jetzt, in der aktuellen Debatte, geht es auch um eine Versachlichung und einen angemessenen Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden“, so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der unserer Mitgliedsorganisation UNO-Flüchtlingshilfe.

Darauf macht die UNO-Flüchtlingshilfe heute mit ihrer Blog-Parade aufmerksam: #WithRefugees

Unsere Mitgliedsorganisationen setzen sich aktiv für Menschen auf der Flucht ein:

AWO International setzt sich in Uganda für Schulessen und Gesundheitsclubs für Geflüchtete ein; action medeor unterstützt die Versorgung von Flüchtlingen in der DR Kongo, die UNO-Flüchtlingshilfe leistet im Südsudan lebensrettende Nothilfe für Geflüchtete  und gibt Flüchtlingskindern im Tschad mit Bildungsprojekten eine Perspektive für die Zukunft.

Weitere Projekte finden Sie auf unserer Projektlandkarte.

Weitere Hintergrundinformationen zu den Themen Flucht und Menschenrechtsverletzungen finden Sie hier.

Die Geschichte einer Flucht vom Südsudan nach Uganda finden Sie hier.

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Blogparade #WithRefugees: Gemeinsam gegen Hass und Gewalt im Netz

Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni lädt unsere Mitgliedsorganisation zur Blogparade #WithRefugees ein.
Ein Flüchtlingsmädchen trägt einen Eimer Wasser auf dem Kopf_©UNHCR/Helene Caux

Blogparade #WithRefugees: Gemeinsam gegen Hass und Gewalt im Netz

Nach wie vor müssen täglich Menschen vor Krieg und Verfolgung flüchten. Das Leid ist geblieben. Doch die Berichterstattung über Flüchtlingskrisen hat nachgelassen, während Stimmen immer lauter werden, die sich gegen eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen wenden. Hassparolen und fremdenfeindliche Äußerungen haben Hochkonjunktur. Um gegen diese Besorgnis erregenden Tendenzen Flagge zu zeigen, lädt unsere Mitgliedsorganisation UNO-Flüchtlingshilfe anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni zur Blogparade #With Refugees ein.

Solidarität zeigen

„Solidarität zu zeigen, ist wichtiger denn je. Derzeit gibt es in Deutschland – vor allem im Netz – Stimmungsmache gegen Geflüchtete. Es werden Ängste geschürt. Wir wissen, dass die Mehrheit der Gesellschaft anders denkt. Die Bloggercommunity soll dazu beitragen, dass wir gemeinsam eine deutliche Antwort gegen Hass und Vorurteile geben„, so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Blogparade #WithRefugees

Bei der Blogparade werden deshalb zwei Fragen in den Mittelpunkt gestellt: Warum eigentlich soll ich mich für Geflüchtete stark machen? Was kann die Bloggercommunity Hass und Hetze gegen Flüchtlinge im Netz entgegensetzen? Am 20. Juni sollen die Blogger die Antworten dazu posten und über die eigenen Social-Media-Kanäle verbreiten – möglichst mit dem #WithRefugees und unter Erwähnung unserer Mitgliedsorganisation UNO-Flüchtlingshilfe.

Unter #WithRefugees hat der UNHCR eine Petition gestartet, die sich an die Regierungen der Welt richtet und so lange läuft, bis ein globaler Flüchtlingspakt (Global Compact) unterschrieben wird. Mit einer Unterschrift wird ein Zeichen für eine bessere Zukunft von Flüchtlingen gesetzt und für ein solidarisches internationales Vorgehen plädiert.

Jetzt Petition unterzeichnen

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Internationaler Tag gegen Kinderarbeit: Kinderarbeit findet noch immer statt

Jährlich findet am 12. Juni der Internationale Tag gegen Kinderarbeit statt. Unsere Mitgliedsorganisationen setzen sich für die Rechte von Kindern ein.
Ein Mädchen in der Schule _©Gemeinsam für Afrika

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit: Kinderarbeit findet noch immer statt

Kinder arbeiten in Minen, auf Kakao-, Baumwoll-, oder Kaffeeplantagen oder schuften von früh bis spät in fremden Haushalten. Weltweit müssen circa 168 Millionen Kinder arbeiten. Um darauf aufmerksam zu machen, wurde im Jahr 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der “Internationale Tag gegen Kinderarbeit“ ins Leben gerufen, der jährlich am 12. Juni stattfindet.

Drei Arten der Kinderarbeit

Laut ILO werden drei Arten von Arbeit unterschieden: Kinder in Beschäftigung, Kinderarbeit und gefährliche Arbeit.

Kinder in Beschäftigung umfasst all die Tätigkeiten, die ein Kind mehr als eine Stunde pro Woche innerhalb oder außerhalb des eigenen Haushaltes ausübt. Dabei sind sowohl die Herstellung von Ware, wie auch die Ausführung von Dienstleistungen einbezogen. Es macht keinen Unterschied, ob die Arbeit entlohnt wird, oder nicht.

Kinderarbeit beschreibt die Verrichtung von gefährlichen Formen von Arbeit als auch die Beschäftigung von Kindern unter dem Mindestalter.

Gefährliche Arbeit umschließt all die Arbeiten, die sich nachteilig auf die Gesundheit, Sicherheit und auch Entwicklung eines Kindes auswirkt, zum Beispiel durch lange Arbeitstage, Arbeit mit gefährlichen Maschinen oder Stoffen und Arbeit bei der Kinder Misshandlungen ausgesetzt sind.

Kinder als Zwangsarbeiter

Die Kinder, die zumeist als Zwangsabeiter*innen eingesetzt werden, besitzen oft keine Ausweise und werden ungehemmt ausgebeutet. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Hommes schätzt, dass alleine in Mali circa 20.000 Jungen als Zwangsarbeiter, weit entfernt von ihren Eltern, festgehalten werden und auf Plantagen für Kakao, Kaffee, Baumwolle oder Bananen ackern müssen. Oftmals unter gefährlichen Bedingungen: Stundenlang und ohne ausreichend zu Essen und  zu Trinken.

Viele der arbeitenden Kinder sind von leeren Versprechungen angelockt worden und so in die Hände skrupelloser Menschenhändler geraten. Teilweise werden die Kinder auch von ihren verzweifelten Eltern für ein geringes Entgelt an Menschenhändler verkauft – auch diese wurden mit leeren Versprechungen gelockt, wie etwa, dass ihr Kind genügend Geld verdienen wird, um eine spätere Ausbildung absolvieren zu können und so eine Chance auf eine bessere Zukunft erhält (Spiegel Online).

So helfen wir

Unsere Mitgliedsorganisationen setzen sich aktiv gegen Kinderarbeit ein. So klärt Kinderrechte Afrika in Mali minderjährige Haushaltshilfen über ihre Rechte auf, wodurch ihre Situation und der Status verbessert werden; in Togo werden Kinder in ihren lokalen Sprachen über Kinderreche aufgeklärt; in Benin setzt sich Kinderrechte Afrika aktiv für die Prävention sexueller Gewalt und nachhaltigen Kinderschutz ein; und in Liberia gibt Kinder Afrikas e.V. Kindern die Chance auf eine finanzierte Schulausbildung.

Weitere Projekte unserer Mitgliedsorganisationen finden Sie hier.

Unterstützen Sie die Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen hier.

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ERFOLG! Medien berichten über moderne Sklaverei

Wir haben es geschafft! Dank unserer Protestaktion am 25. Mai berichteten mehrere deutsche Medien über das Problem moderner Sklaverei!
Moderne Sklaverei _©Gemeinsam für Afrika/Steffen Junghans

ERFOLG! Medien berichten über moderne Sklaverei

Am 25. Mai haben wir in sieben deutschen Städten einen Sklavenmarkt veranstaltet. Mit der Inszenierung eines Sklavenmarktes, auf dem Menschen versteigert und wahre Lebensgeschichten betroffener Personen erzählt wurden, haben wir auf die weltweite Existenz moderner Sklaverei aufmerksam gemacht und darauf, was wir dagegen tun können!

Auch heute sind über 21 Millionen Menschen weltweit Opfer von Zwangsarbeit. Fast 60 Sklav*innen arbeiten über viele Produktionsketten für einen jeden von uns. „Denn viele Produkte und Nahrungsmittel des täglichen Gebrauchs werden unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Hinter günstigen Lebensmitteln verbergen sich oft Ausbeutung und unreguläre Beschäftigungsverhältnisse. Zu den betroffenen Produkten zählen etwa Schnittblumen aus Kenia, Fleisch aus Deutschland oder Obst und Gemüse aus Südeuropa.“ (taz) Das sollte jede*r wissen!

Medien berichten über moderne Sklaverei

Unser Vorhaben ist uns gelungen – die Aktion war ein voller Erfolg! RTL, VOX, Deutsche Welle TV, TAZ, das Radio, SAT 1, WDR und viele mehr – in knapp 50 Online-Beiträgen, zahlreiche TV-und Radiobeiträgen sowie 52 Printartikeln berichten eine Reihe an deutschen Medien zum Teil sehr ausführlich über unsere Aktion und das Problem moderner Sklaverei bei der Produktion unserer Konsumgüter.

Hier unsere Highlights:

SAT1 Bayern (mit einem tollen Beitrag ‘‘Was kann ich als Konsument machen?‘‘ und Interview mit der Verbraucherzentrale): https://www.sat1.de/regional/bayern/videos/buendnis-gemeinsam-fuer-afrika-kaempft-gegen-sklaverei-clip

Deutsche Welle (Videobeitrag in Deutsch)

Deutsche Welle (Artikel und Videobeitrag in Englisch)

Kulturradio rbb 

SAT1 NRW

Sachsen Fernsehen

Taz

Der Tagesspiegel

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Weitere Berichterstattungen: 

WDR

Radio 1 rbb

Dom Radio (Video)

Junge Welt

Kölner Stadt-Anzeiger

Express

sozial.de

Neu-Isenburger Neue Presse

Höchster Kreisblatt

Tageszeitung Usingen

Nassaurische Nachrichten

Taunus Zeitung

scharf links

Leipziger Volkszeitung

Westfälische Rundschau

Potsdamer Neuste Nachrichten

merkur.de

tz

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Zeitung Online

Tag24

Radio Bochum

Business On – Das regionale Wirtschaftsportal

Weitere Informationen zum Thema „Moderne Sklaverei“ finden Sie bei unseren Themen.

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Unsere Protestaktion gegen moderne Sklaverei

Um auf das Problem moderner Sklaverei aufmerksam zu machen, haben wir heute, am 25. Mai 2018, in sieben deutschen Großstädten einen Sklavenmarkt veranstaltet. Hier finden Sie die besten Bilder der Aktion.
Sklavenmarkt in Berlin_©GEMEINSAMFÜRAFRIKA/Steffen Junghanß

Unsere Protestaktion gegen moderne Sklaverei

Heute, am 25. Mai 2018, habe wir um 12 Uhr in sieben deutschen Großstädten einen Sklavenmarkt veranstaltet. Mitbieten durfte jeder der noch eine günstige Arbeitskraft brauchte.

Wieso veranstalten wir einen Sklavenmarkt? Was wie ein Relikt aus Vergangenheit gilt, ist noch heute Realität. Sklaverei existiert – immer noch und weltweit. Schätzungsweise 21 Millionen  Menschen sind Opfer von Zwangsarbeit. Was viele Konsument*innen nicht wissen: Hinter vielen unserer Alltagsprodukten wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch oder auch Zucker oder Elektrogeräten, wie zum Beispiel unseren Smartphones, steckt die harte Arbeit von Zwangsarbeitern. Ca. 60 Sklav*innen arbeiten im Schnitt für jeden von uns! Darauf wollten wir heute mit unserem Schauspiel aufmerksam machen – denn viel zu wenige Menschen wissen davon, dass Sklaverei auch noch heute existiert und sie etwas dagegen tun können.

Wir sind glücklich! RTL, VOX, Deutsche Welle TV, TAZ, das Radio, SAT 1, WDR und viele mehr – alle waren da, um über unsere Protestaktion in Berlin, Köln, Bochum, Frankfurt, Leipzig, München und Stuttgart berichten. Wir hoffen, dass über die Berichterstattung möglichst viele Menschen von dem Problem moderner Sklaverei erfahren.

Während wir abwarten, was die Presse alles berichtet, möchten wir hier schon einmal ein paar Fotos mit Ihnen teilen.

 

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Sklavenmärkte in sieben deutschen Städten

Berlin, 25. Mai 2018 – Mit der inszenierten Versteigerung von Sklaven und Sklavinnen an zentralen Plätzen in sieben deutschen Städten machte heute das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA auf die Existenz moderner Sklaverei aufmerksam und rief zum Umdenken auf.
Moderne Sklaverei. Sklaverei existiert - immer noch - und weltweit_©Luc De Leeuw

Sklavenmärkte in sieben deutschen Städten

Bundesweite Straßenaktionen von GEMEINSAM FÜR AFRIKA

Berlin, 25. Mai 2018 – Mit der inszenierten Versteigerung von Sklaven und Sklavinnen an zentralen Plätzen in sieben deutschen Städten machte heute das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA auf die Existenz moderner Sklaverei aufmerksam und rief zum Umdenken auf.

„Wussten Sie, dass durchschnittlich 60 Sklaven und Sklavinnen für jeden von uns für die Produktion unserer Konsumgüter arbeiten?“ fragten die Aktivist*innen die Passant*innen in sieben deutschen Städten. „Die meisten arbeiten am Anfang der Lieferketten bei der Gewinnung der Rohstoffe, aber auch bei der Herstellung unserer Kleidung, Smartphones und Nahrungsmittel. Aktuell sind mindestens 21 Millionen Menschen weltweit Opfer moderner Sklaverei – auch in Europa und Deutschland“, erläuterte Susanne Anger, die Sprecherin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA:

Mit der Inszenierung der Sklavenmärkte auf denen Menschen versteigert und wahre Lebensgeschichten betroffener Personen erzählt wurden, will GEMEINSAM FÜR AFRIKA auf die weltweite Existenz moderner Sklaverei und die Folgen für die betroffenen Menschen aufmerksam machen und jeden Einzelnen zum Handeln aufrufen.

‚‚Die erschreckenden Fakten zur modernen Sklaverei machen deutlich: Es muss ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Neben Tomaten gibt es viele weitere typische Konsumgüter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden, unter anderen Metalle für Elektrogeräte, Billigfleisch aus Deutschland, Kakao aus Ghana. Jeder kann einen Beitrag leisten und zum Beispiel fair gehandelte Produkte kaufen‘‘, rät Susanne Anger.

In insgesamt sieben deutschen Städten hat das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA an zentralen Plätzen in Berlin, Frankfurt/Main, Köln, München, Leipzig, Stuttgart und Bochum mit seinen Aktionen gegen moderne Sklaverei protestiert.

Infografiken, Pressefotos und ein Interview mit Susanne Anger zur Aktion können Sie hier herunterladen: https://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/ueber-uns/presse/

Fotos Copyright: GEMEINSAM FÜR AFRIKA/Steffen Junghanß

 

GEMEINSAM FÜR AFRIKA

GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist ein Bündnis von 20 Hilfsorganisationen, das sich im Rahmen einer bundesweiten Kampagne für bessere Lebensbedingungen in Afrika einsetzt.

In Hunderten Projekten in Afrika schaffen wir Bildungsmöglichkeiten und Perspektiven für Menschen in großer Armut und bekämpfen Fluchtursachen, um zu vermeiden, dass Menschen in Situationen extremer Not geraten, die sie zu einfachen Opfern der Ausbeutung macht.

In Deutschland macht das Bündnis mit Aktionen, Veranstaltungen und Bildungsarbeit auf die Chancen Afrikas und die Potenziale seiner Menschen aufmerksam und will größeres öffentliches Bewusstsein für globale Zusammenhänge, wie beispielsweise moderne Sklaverei, und die Notwendigkeit der weltweiten Armutsbekämpfung schaffen. Schirmherr des Bündnisses ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Infos unter: www.gemeinsam-fuer-afrika.de

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviews mit:

  • Susanne Anger, Sprecherin von GEMEINSAM FÜR AFRIKA, zur Aktion und zum Thema „Moderne Sklaverei“.
  • Andreas Böning, Geschäftsführer von Kinderrechte Afrika, zu Projekten zur Eindämmung von Sklaverei in den Ländern Afrikas.

Weitere Informationen zum Thema „Moderne Sklaverei“ finden Sie auf unserer Website: https://www.gemeinsam-fuer-afrika.de/moderne-sklaverei/

Pressekontakt: Nina Kollas, GEMEINSAM FÜR AFRIKA, Tel. 030 / 2977 24 16, E-Mail: info@gemeinsam-fuer-afrika.de

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