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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Nur selten bekommen sie staatliche Unterstützung. In dem Chafisi Waisenhaus unserer Bündnisorganisation ora Kinderhilfe finden sie ein liebevolles Zuhause. Außerdem können sie wieder zur Schule gehen und werden mit gesunder Nahrung versorgt.

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Kenia: Hilfe für Aids-Waisen

Leben in Kenia 

Kenia gilt als wirtschaftlicher Motor Ostafrikas: Touristen werden von den reichen Schätzen der Natur und idyllischen Stränden angezogen, in aller Welt werden Schnittblumen aus Kenia gekauft sowie Kaffee und Tee aus Kenia getrunken. Die beachtliche wirtschaftliche Kraft des Landes kann über seine Probleme nicht hinwegtäuschen. Jede zweite Person in Kenia lebt unterhalb der Armutsgrenze, jede Vierte muss gar mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. Die häufigen Dürren verschlimmern die Lage noch: Auf den kargen und trockenen Böden kann nichts gedeihen, die Menschen müssen hungern und können die Schulgebühren für ihre Kinder nicht aufbringen. 

Aids – ein großes Problem 

HIV und Aids sind zu einem großen Problem geworden. Allein rund 180.000 Kinder leben mit dem Virus. Hinzu kommt, dass viele Kinder ihre Eltern an die Krankheit verlieren: In Kenia leben etwa 1,2 Millionen Aids-Waisen. Sie erhalten nur selten staatliche Unterstützung. Wenn die Kinder niemanden finden, der sich um sie kümmert, sind sie allein auf sich gestellt: Sie leben auf der Straße, müssen arbeiten und können nicht zur Schule gehen. 

Das Chafisi Waisenhaus für Aids-Waisen

Seit 2008 setzt sich ora Kinderhilfe in der Nähe von Malindi dafür ein, dass Aids-Waisen ein neues liebevolles Zuhause finden. Sie unterhalten das von William Fondo gegründete „Chafisi Waisenhaus“ mit angegliedertem Internat in Watamu. Etwa 250 Kinder leben dort in sicheren Verhältnissen. 

Bildungsförderung: Die „Wings of Mercy“ Schule 

Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Deshalb wurde die Schule „Wings of Mercy Academy“ gegründet, die mittlerweile etwa 200 Kinder besuchen. Mehr und mehr Patenkinder lernen hier Lesen, Schreiben und Rechnen. ora Kinderhilfe unterstützt Pastor William Fondo und sein Team und hilft, die Kosten für den Schulbesuch von Waisenkindern und Kindern aus armen Familien zu tragen.  

Dank der Spenden in den vergangenen Jahren ist es ihnen gelungen, das Projekt nach und nach weiter auszubauen. Es sind Klassenräume, neue Waschräume, mehr Lehrer und mehr Schüler hinzugekommen. Auch ein Acker gehört inzwischen zum Eigentum der Schule: Er stellt die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit gesunder Nahrung sicher.  

Eine wichtige Rolle spielen dabei die Paten der ora-Patenkinder: Jeder Pate fördert sein Patenkind persönlich, aber zugleich auch das gesamte Projekt (Lehrergehälter, Ausbau der Räume, Neuanschaffungen für den Unterricht, Saatgut zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler etc.). Etwa 100 der Schülerinnen und Schüler sind ora-Patenkinder.  

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Burundi: Ernährung sichern

Unsere Mitgliedsorganisation ora Kinderhilfe arbeitet seit 2016 mit dem Projektpartner "Sojpae" zusammen. Unter anderem in Gihanga und Murenge: Dort unterstützen sie Familien bei der Schweine- und Ziegenzucht, bei Landwirtschaftsprojekten und bieten Alphabetisierungskurse an.

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Burundi: Ernährung sichern

Leben in Burundi  

Der dicht bevölkerte Binnenstaat gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung belegt es den 185. Platz von insgesamt 189 Rängen. 2018 hatte das kleine Land das niedrigste BIP der Welt. Die Übernutzung der Böden, die Auswirkungen des Klimawandels, aber besonders die gravierenden Mängel in der Regierungsführung verhindern jeglichen Aufschwung. Politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und fortwährende Menschenrechtsverletzungen sorgen dafür, dass die Bevölkerung in Elend und Armut verbleibt. Die Lebenserwartung liegt bei nur 60 Jahren. 

Die Not der Bevölkerung 

Mit 70 Prozent hat Burundi laut der Weltbank eine der höchsten Armutsraten der Welt. Das bedeutet, dass 1,4 Menschen von unter einem Dollar am Tag leben müssen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen hungert. Etwa 2 Millionen Menschen drohen zu verhungern. 

Die Kinder leiden besonders. Burundi ist ein sehr junges Land. 46 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahren alt. Umso schlimmer ist es, dass die Quote der Analphabeten bei 40 Prozent liegt. Kinder stellen die ärmste Bevölkerungsschicht dar. Etwa 11 Prozent aller lebend geborenen Kinder erleben ihr 5. Lebensjahr nicht. Sie sterben an Auszehrung oder vermeidbaren Krankheiten. 

Tausende Mädchen und Jungen müssen Kinderarbeit verrichten. Ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen schuftet schwer körperlich. Besonders schlimm sind die gewaltsamen und sexuellen Übergriffe auf Mädchen. Häufig geraten sie in die Fänge von Menschenhändlern, werden versklavt, verkauft und zur Prostitution gezwungen. 

Gihanga und Murenge: Landwirtschaftsprojekte und Ziegenzucht  

Nördlich der Hauptstadt Bujumbura in Gihanga und im Landesinneren in Murenge unterhält ora Kinderhilfe gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaftsprojekte. Über 130 Familien profitieren davon, dass gemeinsam gesät, geerntet, gegessen und ein Teil der Ernte verkauft wird. Die Erlöse fließen zu gleichen Teilen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bohnen, Mais, Maniok und verschiedene andere Gemüsesorten werden regelmäßig gepflanzt und geerntet. Besonders die Ernährungssituation und der gesundheitliche Zustand der Kinder haben sich seitdem sehr verbessert. 

Zudem hat ora Kinderhilfe in den Dörfern eine Schweine- und Ziegenzucht ins Leben gerufen. 150 Familien konnten bereits ein oder mehrere Tiere erhalten. Mit der Schweine- und Ziegenzucht hat sich die Gesamtsituation im Dorf sehr verbessert. Nicht nur Milch und Fleisch erhalten die Menschen gesünder, auch das Kümmern um die Tiere hat positive Auswirkungen auf die Dorfgemeinschaft.  

In den Alphabetisierungskursen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur lesen und schreiben, sie erlernen auch Dinge wie Haushaltsführung, Planbarkeit und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Hygieneschulungen gehören ebenso zum Programm wie der Austausch über Neuigkeiten und das Hören von Gottes Wort. Neben den Alphabetisierungskursen gibt es in Murenge außerdem noch mehrere Trommelkurse für Kinder und Erwachsene. Das gemeinsame Musizieren macht den Musikerinnen und Musikern viel Spaß; bei allen öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen bieten die Gruppen ihr Können dar. 

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Afrikanische Schülerinnen und Schüler schreiben Wikipedia-Artikel über ihren Heimatkontinent

Wikipedia zählt zu den meistbesuchten Webseiten im Jahr 2020. Über viele Themen, die den afrikanischen Kontinent betreffen, gibt es allerdings kaum oder nur sehr einseitige Informationen. Durch diesen Umstand werden Stereotype reproduziert. Um dies zu ändern, setzt sich das WikiAfrica Education Program seit 2006 dafür ein, dass afrikanische Schülerinnen und Schüler selbst Wikipedia-Artikel schreiben.

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Afrikanische Schülerinnen und Schüler schreiben Wikipedia-Artikel über ihren Heimatkontinent

Heutzutage ist das Internet die wichtigste Informationsquelle. Und Wikipedia ist die Webseite, die häufig erste Antworten auf eine Frage bereitstellt. Häufig ist es kaum zu glauben, zu welchen verrückten Themen es auf Wikipedia einen Beitrag gibt – häufig sogar auf Deutsch. Doch so geht es nicht allen Menschen auf der Welt!  

Einseitige Erzählungen und ihre Folgen 

Die Informationsverteilung auf Wikipedia ist ungleichmäßig. Afrika ist einer der am wenigsten sichtbaren Orte des Internets, trotz der immensen Größe des Kontinents. Zu vielen wichtigen afrikanischen Persönlichkeiten oder historischen Ereignissen ist auf Wikipedia nichts zu finden – schon gar nicht auf afrikanischen Sprachen. Dies führt nicht nur bei Rezipienten aus dem globalen Norden zu einem einseitigen und begrenzten Verständnis der Vielfalt und Komplexität des Kontinents und seiner vielen Kulturen, Sprachen, politischen und geschichtlichen Hintergründe. Auch Afrikanerinnen und Afrikaner haben weniger Möglichkeiten, schnell und umfassend Informationen zu verschiedenen Themen zu finden, die ihren Heimatkontinent betreffen. Der Begriff “Single Story” (deutsch: einzelne Geschichte), der von Chimamanda Ngozi Adichie geprägt wurde, gibt diesem Problem einen passenden Namen.  

Viele Artikel über afrikanische Kulturen, Sprachen oder geografische Begebenheiten wurden zudem von Menschen aus dem globalen Norden verfasst.  

Das bedeutet: Es gibt nicht nur weniger Beiträge über afrikanische Themen auf Wikipedia, sondern diese wurden zudem von außenstehenden Personen verfasst. Fehlender Kontext und fehlendes Wissen durch fehlende alltägliche Begegnung mit Kulturen und Sprachen kann leicht zu einer einseitigen Erzählung und Beschreibung von Begebenheiten führen. Durch solch einseitige Erzählungen werden Stereotype und Vorurteile reproduziert. 

Das WikiAfrica Education Program  

Das WikiAfrica Education Program setzt sich dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler aus afrikanischen Ländern selbst aktiv an der Informationserstellung auf Wikipedia teilhaben. Schülerinnen und Schüler sollen eigene Wikipedia-Artikel schreiben. Während sie sich mit dem Bildungssystem und kritischem Denken auseinandersetzen müssen, um Wissen neu aufzubereiten, können sie Artikel schreiben, die ihre eigene soziale und geografische Realität reflektieren. So lernen sie, dass sie Teil der Produktion und der Aufzeichnung von Wissen sein können.  

Seit 2006 wurden über 40.000 Vorschläge für Wikipedia-Artikel, Bilder, Audio-Dateien und mehr von Schülerinnen und Schülern im Zuge von WikiAfrica eingereicht. Die detailliertesten davon wurden in afrikanischen Sprachen, wie isiXhosa, verfasst. Das WikiAfrica Education Program setzt einen besonderen Fokus auf afrikanische Sprachen, da Sprache immer einen wichtigen Teil von Kultur darstellt. 

Maßnahmen während der Covid-19-Pandemie  

Zu Beginn der Covid-19-Pandemie setzte sich das WikiAfrica Education Program dafür ein, dass Artikel über das Corona-Virus in afrikanische Sprachen übersetzt werden. Im Laufe der Zeit konnten so über 300 Artikel in über 20 afrikanische Sprachen übersetzt und veröffentlicht werden. Dies führt dazu, dass sich mehr Menschen in ihrer eigenen Sprache über das Covid-19-Virus informieren und besser davor schützen können.  

Weitere Informationen:

https://moleskinefoundation.org/initiative/wikiafrica/


Somalia: Bildung für alle

Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben mit eigenem Einkommen. In diesem Projekt fördert unsere Bündnisorganisation ADRA die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften für eine Oberschule.

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Somalia: Bildung für alle

In Somalia hat sich ADRA zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung für alle zu verbessern. Lange stand der Bau von Grundschulen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Rahmen dieses Projektes wendet sich ADRA dem Aufbau einer funktionierenden Oberschule für 4.300 Schülerinnen und Schülern zu. Zentral für dieses Vorhaben ist auch die Fort- und Weiterbildung von 320 Lehrkräften. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Ausbildung von Frauen, die noch oft benachteiligt werden.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Die Quote der Analphabeten in Somalia ist eine der höchsten weltweit. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA setzt sich für gerechte Bildungschancen für Kinder und Erwachsene ein, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben mit eigenem Einkommen zu ermöglichen.

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Somalia: Ein Ausweg aus der Armut

Seit 28 Jahren fördert ADRA den Aufbau des somalischen Bildungssystems. Der Bedarf ist groß. In Somalia können nur wenige Menschen lesen oder schreiben. Mit einem verbesserten Zugang zu Bildung möchte ADRA den Menschen helfen, ein selbständiges Leben ohne Armut zu führen. Schulen werden aus- und aufgebaut. Lehrkräfte werden ausgebildet sowie Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung gestellt. In diesem Projekt erhalten 48.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Hilfe. Die ganze Gemeinschaft profitiert davon, wenn Kinder lernen.  

Gefördert durch die Europäische Union 

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

Das Bildungssystem Somalias ist aufgrund jahrelanger politischer Konflikte und Bürgerkriege fast völlig zerbrochen und ist bis heute stark geschwächt. Unsere Bündnisorganisation ADRA engagiert sich seit über 25 Jahren im somalischen Bildungssektor, um gerechte Bildungschancen für Kinder zu ermöglichen.

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Somalia: Bildungschancen für arme Kinder

In Somalia gehen schätzungsweise 7 Prozent der Mädchen und 13 Prozent der Jungen zur Schule. Der Grund für den niedrigen Bildungsstand ist der andauernde Bürgerkrieg, der die Bevölkerung in die Armut stürzt. ADRA setzt sich zusammen mit Save the Children dafür ein, den somalischen Kindern eine sichere und würdevolle Bildung zu ermöglichen. In den Schulen werden sanitäre Einrichtungen ausgebaut. Lehrkräfte erhalten eine bessere Ausbildung und ein Gehalt für ihre Arbeit. Kinder und ihre Familien erhalten zudem Bargeld, um die Schulkosten zu bezahlen. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: Aktion Deutschland Hilft, Europäische Union 

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

Eine hohe Anzahl an Jugendlichen ist in Äthiopien ohne Beschäftigung. Gleichzeitig ermöglicht der neue Bereich erneuerbare Energien große Chancen. ADRA bietet ihnen mit einem Ausbildungsmodell neue Zukunftsperspektiven.

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Äthiopien: Neue Ausbildungschancen für junge Menschen

In den Regionen Oromia und Tigray hilft ADRA jungen Menschen, sich ein regelmäßiges Einkommen zu verschaffen. In Äthiopien ist der Arbeitsmarkt sehr angespannt. Es gibt kaum Jobs und oft sind sie schlecht bezahlt. Ein neues Ausbildungsmodell im Bereich erneuerbare Energien soll den Menschen neue Perspektiven geben. Die Ausbildung wird in vier Berufsschulen eingeführt, so dass insgesamt 2.200 Jugendliche davon profitieren. Um den Arbeitsmarkt zu beleben, werden zudem junge Äthiopier bei der Gründung von Kleinstunternehmen gefördert. 

Dieses Projekt wird gefördert durch: german cooperation

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Wetterextreme und der anhaltende Konflikt führen zur prekären Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung in der Region Hiraan in Zentral-Somalia. Durch diverse Maßnahmen setzt sich unsere Bündnisorganisation action medeor mit ihrer Partnerorganisation WARDI für die Nahrungssicherheit in der Region ein.

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Somalia: Sicherung von Existenzgrundlagen und Nahrungsmittelsicherheit

Die ländliche Bevölkerung im Beledweyne Distrikt in Hiraan lebt hauptsächlich von Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Allerdings hat sich die Ernährungssituation der Menschen in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert: Anbau und Handel von Lebensmitteln sind aufgrund von gewaltsamen Anschlägen und Überfällen oft unterbrochen. Hinzu kommen extreme Wetterlagen wie Starkregen und auch extreme Dürreperioden, die zu Ernteausfällen und Verringerung der Viehbestände führen. 

Der Konflikt und die Fragilität des Staates haben zu einer fast nicht existenten oder mangelhaften Verfügbarkeit von öffentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sanitärversorgung geführt. Besonders ländliche Gemeinden haben keinen Zugang zu öffentlicher Infrastruktur. Die Wasserversorgung in der Region Hiraan ist eingeschränkt, da Brunnen nicht ausreichend gewartet und Bewässerungssysteme marode sind. Der resultierende Mangel an sicherem Wasser führt häufig zu Durchfallerkrankungen wie Cholera. 

Das gemeinsame Projekt von action medeor und der lokalen Partnerorganisation WARDI hat das Ziel, den Hunger der Familien zu reduzieren und deren Widerstandsfähigkeit in Notlagen zu verbessern. Das Projekt umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Nahrungssicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner der zwölf ausgewählten Dörfer nachhaltig verbessern und somit die Unterernährung besonders von Frauen und Kindern reduzieren soll. 

Ein besonderer Fokus des Projektes liegt auf der Stärkung von Frauen und Mädchen, da diese häufig benachteiligt werden und somit einen schlechteren Zugang zu Bildung und Arbeit haben. Da Frauen traditionell für die Erziehung der Kinder zuständig sind, wirkt sich ihre Situation zudem unmittelbar auf den Gesundheits- und Ernährungszustand ihrer Kinder aus. 

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Internationaler Tag der Bildung 2021

Heute, am 24. Januar 2021, ist Internationaler Tag der Bildung. Wir möchten diesen Tag nutzen, um Bildung erneut in den Fokus zu rücken, Trends und Schwierigkeiten aufzuzeigen.

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Symbolbild: Tag der Bildung

Internationaler Tag der Bildung 2021

Bildung und Covid-19 

Die Corona-Pandemie wirkt sich nun bereits seit einem Jahr sehr stark auf den Bildungssektor aus. Weltweit sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gezwungen auf Fernunterricht umzustellen. Oft mangelt es jedoch an der notwendigen Ausstattung. Eine schwache oder fehlende Internetverbindung, ein Mangel an technischer Ausrüstung, fehlende technische Kenntnisse zur Bedienung der Geräte – das alles sind Gründe für Lehr- und Lernausfall weltweit. Alle Betroffenen sind mit neuen Herausforderungen konfrontiert. 

Eine Umfrage von “The eLearning Africa” und “EdTech Hub” weist neue Erkenntnisse zum Einfluss von Covid-19 auf die Bildungssysteme afrikanischer Länder auf. Grundlage für die Erkenntnisse sind 1.649 Beantwortungen von in Afrika lebenden und arbeitenden Personen und Organisationen. Die Umfrage zeigt Parallelen zu den Problemen in europäischen Ländern, aber auch fortschrittliche Entwicklungen, die ein Vorbild sein können. 

SDG 4 Chancengerechte und hochwertige Bildung  

Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 wurde der Fokus auch auf qualitativ hochwertige und inklusive Bildung gelegt. 

Denn Bildung ist ein Menschenrecht und ein fundamentaler Aspekt im Kampf für Geschlechtergerechtigkeit. Noch immer gehen 258 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit nicht zur Schule.1 Die Wege zur Schule sind oft sehr lang und die Schulmaterialien zu teuer. Viele Familien schicken ihre Kinder daher nur für einige Jahre in die Schule. Die Mehrheit der 258 Millionen Kinder und Jugendlichen, die nicht zur Schule gehen, bilden Mädchen und junge Frauen. Einige Mädchen werden schon früh zwangsverheiratet, da ihre Eltern dies als letzten Ausweg aus der Armut sehen. Durch die Corona-Pandemie stieg die Zahl der Teenager-Schwangerschaften rasant an. Viele Mädchen wurden Opfer der Zwangsprostitution, da dies die einzige Einkommensquelle darstellte. Andere wurden Opfer zunehmender häuslicher Gewalt, die in einer Schwangerschaft resultierte. Für die meisten stellt eine Schwangerschaft das Ende der Schulzeit dar. Neben diesen gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die den Zugang zu Bildung erschweren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Hürden, die marginalisierte Gruppen überwinden müssen, bei der Bildungspolitik bedacht werden.  

Aus diesem Grund thematisiert auch der Internationale Tag der Bildung Heldinnen und Helden sowie Innovationen innerhalb des Bildungssektors. Kluge Innovationen sind ein fundamentaler Bestandteil, um auch ärmeren Bevölkerungsgruppen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.  

In unserem neuen Lernkoffer Innovationen stellen wir einige spannende Innovationen aus afrikanischen Ländern vor: 

Kluge Innovation: Sprechende Bücher und Stifte 

Nigerianische Schulklassen sind nicht selten sehr voll und es gibt zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Diese können sich daher ihren Schülerinnen und Schülern nicht immer in dem Maße widmen, wie sie gerne würden. Chizaram Ucheaga hat nach einer Lösung gesucht, um die Lernenden so gut wie möglich zu unterstützen und gründete deshalb das Unternehmen „Mavis Education“. Er entwickelte die „Talking Books and Pens“ (sprechende Bücher und Stifte), mit denen Kinder in Nigeria selbständig Sprachen wie Hausa, Yoruba und Igbo lernen und vertiefen können. Dies stellt eine Entlastung für die Lehrkraft dar. 

Ein Bildungsheld: Charles Ofori Antipem aus Ghana 

Mit dem „DEXT Science Set“ können Schülerinnen und Schüler lernen und experimentieren. Das DEXT Science Set ist naturwissenschaftlicher Unterricht zum Anfassen. Es ermutigt Schülerinnen und Schüler, selbst erfinderisch zu werden und später technische Berufe zu ergreifen. So trägt das DEXT Science Set auch zum Erreichen der 17 Ziele bei, insbesondere der Ziele 4 (Chancengerechte und hochwertige Bildung) und 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur). 

Den Koffer können Sie hier kostenlos ausleihen. 


Inwiefern nimmt die Corona Pandemie Einfluss auf die Bildungssysteme afrikanischer Länder?

Eine Umfrage von “The eLearning Africa” und “EdTech Hub” weist neue Erkenntnisse zum Einfluss von Covid-19 auf die Bildungssysteme afrikanischer Länder auf.

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Symbolbild: Leeres Klassenzimmer

Inwiefern nimmt die Corona Pandemie Einfluss auf die Bildungssysteme afrikanischer Länder?

Grundlage für die Erkenntnisse sind 1.649 Beantwortungen von in Afrika lebenden und arbeitenden Personen und Organisationen. Die befragten Personen sind Lehrerinnen und Lehrer, Technologieexpertinnen und -experten und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger verschiedener Länder in Afrika. Sie wurden befragt, inwiefern die Bildungssysteme und deren Akteure von der Corona-Pandemie beeinflusst werden.
Die Ergebnisse sind sehr divers und zeichnen ein vielfältiges Bild des ebenso vielfältigen Kontinents.

Die Umfrage macht deutlich auf die Unterschiede einzelner afrikanischer Länder aufmerksam und fordert die Leserinnen und Leser dazu auf, die Vielfältigkeit der Länder und Regionen in die eigenen Überlegungen miteinzubeziehen. Ausgehend von den starken Unterschieden innerhalb Afrikas ist zu erwarten, dass sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die jeweiligen Bildungssysteme der Länder ebenso stark unterscheiden. Denn die einzelnen Länder Afrikas weisen unterschiedliche Infektionszahlen auf, die Bildungssysteme sind verschieden und die Regierungen ergreifen dementsprechend andersartige Maßnahmen. Wie gut ein Land mit der Pandemie umgehen kann, hängt außerdem stark von dem Armutsanteil der Bevölkerung, dem Gesundheitssystem, der politischen Landschaft und vielen weiteren Faktoren ab.

Die Umfrage bietet folglich einen breitgefächerten Einblick in die aktuelle Bildungslandschaft afrikanischer Länder, gibt andererseits Aufschluss über identische Probleme und nennt Handlungsanweisungen und Überlegungen für Gegenwart und Zukunft. Ein Blick lohnt sich, denn auch außerhalb Afrikas kann von den Erkenntnissen gelernt werden. Afrika geht mit vielen guten Beispielen voran.

Der folgende Artikel bietet eine deutsche Zusammenfassung der internationalen Umfrage.

Hintergründe zur Umfrage

Die befragten Personen arbeiten in verschiedenen afrikanischen Ländern – in der Hochschulbildung, der Grundschul- und Sekundarschulbildung und in der Berufsschulbildung. Knapp über die Hälfte dieser Menschen arbeitet für die jeweilige Landesregierung, im öffentlichen Sektor. Interessant ist, dass neun Prozent dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Telekommunikationssektor tätig sind. Telekommunikationsanbieter haben in afrikanischen Ländern einen immer größeren Einfluss auf die Schulbildung. Mobilfunkanbieter kooperieren beispielsweise mit Start-Ups und entwickeln Lernplattformen, die vielen Kindern einen besseren Zugang zu Bildung ermöglichen.
Die Umfrage macht deutlich, dass die Fernlehre (Englisch: ELearning) auch in Zukunft Bestandteil des Bildungssektors bleiben wird. Technologien, die die Fernlehre fördern, gewinnen an immer stärkerer Bedeutung.

Laut „The eLearning Africa” und “EdTech Hub“ zeige die Befragung, dass die Folgen der Corona-Pandemie auf die Bildung fundamental seien. Die Einschätzung der Befragten sei realistisch und in manchen Fällen deutlich reflektierter als jene einiger Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Europa oder Nordamerika, wo die Corona-Pandemie teilweise weniger folgenschwer für den Bildungssektor eingeschätzt werde.

Von Grundschule bis Sekundarstufe

Grundsätzlich sah die Mehrheit (92 Prozent) der Befragten die Schulschließungen als einen notwendigen Schritt für die Bekämpfung der Pandemie.

Die Hochschulbildung sei deutlich besser in der Lage, die aktuellen Auswirkungen zu verkraften. Gründe dafür sind, dass Universitäten und Hochschulen digital besser aufgestellt sind. 18 Prozent der Befragten denken, dass die Sekundarschulbildung am stärksten beeinträchtigt sei. Die Schwierigkeit liege insbesondere an der Einhaltung des Lehrplans und am Ablegen von Prüfungen. Wiederum denken 19 Prozent, dass die größten Einschnitte langfristig in der frühkindlichen Bildung zu sehen sein werden. 37 Prozent sehen hingegen Grundschulkinder am stärksten getroffen von der Corona-Pandemie. Grund dafür sei, dass Grundschulkinder nicht für eigenverantwortliches Lernen außerhalb der Klassenräume ausgestattet bzw. an es gewöhnt sind. Ist die Ausstattung vorhanden, dann sind die Kinder aufgrund ihres Alters trotzdem auf die Hilfe der Eltern angewiesen. Dass die Eltern pausenlos zur Hilfe schreiten können, ist allerdings häufig nicht möglich, da diese entweder selbst kaum Erfahrung mit ELearning haben oder berufstätig sind.

Insgesamt hatten Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Sekundarstufen wenig Erfahrung mit der Fernlehre. Sobald die physischen Unterrichtsstunden ausfallen mussten, wurden die Prüfungen priorisiert, die in dem Zeitraum der Schulschließungen abgelegt werden mussten. Entweder wurden die nötigen Maßnahmen auf nationalem Level eingeleitet oder es wurde anderweitig durch lokale oder andere institutionelle Stellen unterstützt, um die Prüfungen zu ermöglichen.

Wie wirken sich die Schulschließungen aus?

1.003 Personen berichteten davon, dass die jeweilige Landesregierung Fernunterricht in die Wege geleitet hatte. Davon bewerteten 576 Personen die Maßnahmen als nicht effektiv, 32 Prozent werteten die jeweiligen Maßnahmen als effektiv.

44 Prozent der Befragten sehen die größten Nachteile für Schülerinnen und Schüler in ländlichen Gebieten, 28 Prozent für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten. Hier wird deutlich, dass die vorhandenen Bildungsunterschiede innerhalb der Gesellschaften noch weiter auseinanderzuklaffen drohen. Die Befragten sehen die Verantwortung bei den Regierungen, um die immer größer werdenden Bildungsunterschiede zwischen Mittel- und Unterschicht und städtischen und marginalisierten ländlichen Gebieten auszugleichen.

Herkömmliche Wissensquellen

Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien haben auch gerade während der Schulschließungen einen schlechteren Zugang zu Bildung. Digitale Angebote können von vielen Menschen nicht wahrgenommen werden, da das Geld für die Anschaffung von nötigen Technologien fehlt.

Das Radio und Fernsehen wurde von den Teilnehmenden als wichtigste Technologie für den Fernunterricht eingestuft. Insbesondere Grundschulkinder müssen aufgrund mangelnder Ausstattung darauf zurückgreifen. Radio und Fernsehen sind oft die einzigen technischen Informationsquellen in den Haushalten. E-Learning Angebote wie interaktive Lernplattformen oder Apps seien am relevantesten für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe.

EdTech auf dem Vormarsch

EdTech steht für Educational Technology – Bildungstechnologie. Bildungstechnologie ergänzt den gewohnten Schulalltag um digitale Elemente, also Hardware und Software. Die Anwendungen werden mit pädagogischen Elementen verknüpft. So gibt es mittlerweile zahlreiche Apps für das Smartphone, einen SMS-Dienst, der beim Lernen hilft und interaktive Spiele, die bestimmte Themen vertiefen. Durch die Anleitung von Lehrerinnen oder Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wird das Lernen unterstützt und im besten Fall erleichtert.

Insgesamt gibt es einen Konsens darüber, dass EdTech immer bedeutender für die Schulbildung in afrikanischen Ländern wird. Auch vor den Schulschließungen waren Bildungstechnologien beliebt, doch mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie gewannen die Technologien an größerer Bedeutung, denn dies war meist der einzige Weg, Wissen zu erlernen und zu vertiefen.

Um digitale Angebote für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen, sind laut der Befragten drastische Veränderungen in vielen Bereichen nötig.

Die Fernlehre habe viele positive Aspekte, könne aber noch nicht so genutzt werden, wie es nötig sei. Hürden für die funktionierende Fernlehre seien u.a.

  • die jeweilige bestehende Infrastruktur bzw. der schlechte Zugang zu Technologien,
  • der Zugang zu Materialien,
  • ein angepasster Lehrplan,
  • die Lernatmosphäre zu Hause,
  • erschwingliche und zugängliche Elektrizität und Internetverbindung,
  • Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnik,
  • persönliche Entwicklung und
  • fehlendes Wissen zum richtigen Umgang mit den Technologien.

Prognosen

Die Ausbreitung der Pandemie wird als eine große Bedrohung eingeschätzt. Umso bemerkenswerter ist allerdings, dass die Hälfte der befragten Personen neue Möglichkeiten für das Bildungssystem sieht. Diese eröffnen sich durch die Umstellungen im Zuge der Corona-Pandemie.

„Stop trying to copy first world countries“ lautet eine allgemeine Empfehlung einer Lehrkraft aus Südafrika.

Learnings

Die Umfrage bietet konkrete Hinweise auf mehreren Seiten. So schlägt eine Lehrkraft aus Tansania vor, identische Bildungsmaterialien auf allen Plattformen, im Radio, im Fernsehen und auf Online Portalen zu verbreiten. Dies würde ermöglichen, dass eine Vielzahl der Schülerinnen und Schüler identische Materialien erhält, unabhängig von der Informationsquelle, die sie benutzen.

Doch eine Aussage hört man immer wieder:
Die Regierungen der Länder müssen für einen besseren und stabileren Internetzugang sorgen, die Unterschiede sind von Region zu Region sehr groß, die Bildungsangebote sind unterschiedlich gut zugänglich.
Es darf nicht sein, dass die Chance auf Bildung vom Zugang zum Internet abhängt und dadurch viele Kinder und Jugendliche einen Nachteil haben, obwohl das Recht auf Bildung universal ist.

Es lohnt sich, einen Blick in die Umfrage zu werfen und Anreize für den eignen Unterricht zu bekommen.

Die gesamte Umfrage lesen Sie unter: https://www.elearning-africa.com/reports_surveys_COVID19.php


Entführte Schulkinder aus Nigeria wieder frei

Die 344 entführten Jungen in Nigeria wurden wieder freigelassen.

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Entführte Schulkinder aus Nigeria wieder frei

Im Dezember 2020 wurden 344 Jungen aus einer Oberschule in Nigeria, von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, entführt. Die Terroristen begründen die Entführung, mit der islamfeindlichen Erziehung der Jungen.  

Die Terrorgruppe Boko Haram entführte schon in der Vergangenheit Kinder und Lehrkräfte aus Schulen, viele von ihnen tauchten nie wieder auf. Umso erfreulicher ist die Meldung, dass diese Jungen wieder zuhause bei ihren Familien sind.  

Verhandlungen sollen zu der Einigung zwischen der nigerianischen Regierung und der Terrorgruppe geführt haben. Nun sollen mehr Sicherheitskräfte in Nigerias Schulen eingesetzt werden.  

Weitere Informationen: 

Erleichterung in Nigeria: Entführte Jungen wieder frei DW, 18.12.2020 


Spannende Online-Kurse im November

GEMEINSAM FÜR AFRIKA-Referentin Anna Lena Johannsen lädt im November mit der Volkshochschule Göttingen zu kostenlosen Online-Kursen ein.

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Spannende Online-Kurse im November

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie bringt viele Veranstaltungen ins Internet. Auch im November gibt es interessante Online-Kurse. Die Referentin Anna Lena Johannsen gibt vom 9.11. bis 25.11. zahlreiche Kurse zu verschiedenen Themen mit Afrikabezug.

Informationen zu den Kursen

Kinderrechte & Corona in Ländern des Globalen Südens 
Inwiefern beeinflusst die Corona-Pandemie die Rechte von Kindern in den Ländern des globalen Südens? Die Referentin bietet Einblicke in die aktuelle Situation und spricht über das Thema Kindesarmut in Bezug auf die Corona-Pandemie.
Wann? Mo 23.11.2020 von 17-19 Uhr, nähere Infos und Anmeldung: hier

Europe meets Africa
Das Training unter dem Titel „Europe meets Africa“ ermöglicht den Teilnehmenden das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen. Der Kurs bietet Denkanstöße zum Kolonialismus, zu verschiedenen Kulturkonzepten und der Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Kontinent.
Wann? Di 24.11.2020 von 17-19 Uhr, nähere Infos und Anmeldung: hier

Meine Welt – deine Welt – unsere Welt: Interkulturelle Kompetenzen
Das interkulturelle Training macht auf Zusammenhänge zwischen Menschen verschiedenen Kulturen innerhalb einer Gesellschaft aufmerksam und hilft dabei, das eigene interkulturelle Verständnis zu hinterfragen und zu schulen.
Wann? Mi 25.11.2020 von 17-19 Uhr, nähere Infos und Anmeldung: hier

Hier geht es zum Programm, weiteren Informationen und der Anmeldung.

Legen Sie den gewünschten Kurs einfach in den Warenkorb und checken Sie als Einzelteilnehmer/in aus.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Kurse finden über die Videoplattform ZOOM statt.

Sambia: Kinderfreundliche Schulen

In Sambia schafft Childfund Deutschland für rund 1.500 Kinder ein Lernumfeld, von dem nicht nur sie selbst, sondern später auch ihre Fami­lien und Gemeinschaften profitieren.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School („kinderfreundliche Schule“​​​​​​​​​​​​​​) verbessert unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Nachhaltige Verbesserungen

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Hintergrund

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: „Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert“, sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. „Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser.“

Weitere Informationen zu dem Projekt von ChildFund Deutschland in Sambia finden Sie hier.

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Welttag für den Kompetenzerwerb junger Menschen

Gute Bildung ist der Schlüssel zum Arbeitsmarkt und zu nachhaltiger Entwicklung weltweit. Darauf will die UNESCO am 15. Juli aufmerksam machen - dem Welttag für den Kompetenzerwerb junger Menschen. Schulschließungen während der Covid-19-Pandemie stellen das Bildungswesen in afrikanischen Ländern vor besondere Herausforderungen.

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Welttag für den Kompetenzerwerb junger Menschen

Afrika ist demographisch der jüngste Kontinent der Erde. Fast 20 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner kommen laut BMZ* jedes Jahr neu auf den afrikanischen Arbeitsmarkt. 2030 werden fast ein Drittel aller jungen Arbeitskräfte weltweit aus Afrika stammen. Um einen guten Job finden und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist eine gute Aus- und Weiterbildung besonders wichtig.

Mangelnde digitale Infrastruktur als Hürde

Während der andauernden Covid-19-Pandemie können 1,2 Milliarden Kinder auf der Welt nicht zur Schule gehen, allein in Afrika sind es 297 Millionen. Im Gegensatz zum globalen Norden ist es in Ländern Afrikas oftmals nicht so einfach auf Homeschooling [Hausunterricht] umzusteigen.

Die digitale Bildung in Afrika boomt: 2019 gab es 200 Start-Ups im E-Learning-Bereich. An innovativen Ideen fehlt es also nicht. Allerdings an Ausrüstung, laut UNESCO haben 89% der Schülerinnen und Schüler in afrikanischen Ländern südlich der Sahara keinen Zugang zu einem Computer und 82% keinen Zugang zum Internet. Der Gebrauch digitaler Medien nimmt zu, doch für die Umstellung auf Online-Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler reicht es somit bei Weitem nicht. Damit sie dennoch an Online-Kursen teilnehmen konnten, brachten einige Eltern ihre Kinder in Internet-Cafés. Diese waren aber oft überfüllt und bargen so ein hohes Ansteckungsrisiko.

Rückgriff auf Fernsehen und Radio

Einige afrikanische Länder setzen auf traditionelle Medien: Im Fernsehen werden beispielsweise Bildungsprogramme für die Grundschule und auch für die Sekundarstufe 1 und 2 zum Teil schon seit Jahrzehnten ausgestrahlt. Diese Technik hat zum Vorteil, dass mehrere Familien darauf zugreifen können und sich Familien nicht erst in Online-Angebote einarbeiten müssen. Aber auch bei dieser Möglichkeit zeigen sich Schwierigkeiten. Nur 42% aller Haushalte (102 Millionen) in Afrika südlich der Sahara besitzen einen Fernseher.

Die zugänglichste Technologie stellt immer noch das Radio dar, in 80 bis 90% der Haushalte in Ländern Afrikas südlich der Sahara ist es vorhanden. In vielen dieser Länder laufen Bildungssendungen deshalb auf dem weitverbreiteten Rundfunkgerät. Auch hier gibt es Sendungen für verschiedene Altersgruppen und verschiedene Fächer. Beim Radio gibt es zwar keine visuelle Unterstützung der Lerninhalte, mit Aufgaben und Spielen kann die Aufmerksamkeit der Zuhörenden dennoch erfolgreich geweckt werden.

Lernen über SMS

Eine weitere Methode stellt ein SMS-System dar, welches in Kenia entwickelt wurde: Eneza Education. Schon seit 2011 stellt das Unternehmen Lerninhalte, Frage-Antwort-Spiele, den Zugang zu einer Enzyklopädie und vieles mehr über den SMS-Service bereit. Eigentlich kostet das Eneza Education Paket 20 US-Dollar pro Jahr, während Corona stellten sie ihren Dienst aber kostenlos zur Verfügung.

Mit diesen vielfältigen Möglichkeiten wird versucht, das Lernen während der herausfordernden Covid-19-Pandemie in afrikanischen Ländern aufrecht zu erhalten und den Kompetenzerwerb junger Menschen zu fördern. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungen weiter in digitale Bildung investieren, aber auch dass die Schulen bald wieder öffnen können, denn eine lange Unterbrechung des Lernens kann die Jobaussichten und eine sicherere Zukunft für Jugendliche gefährden.

Weitere Informationen

Da Silva, I. / TRT World (2020) Covid-19 reveals digital divide as Africa struggles with distance learning

Burns, M. / Global Partnership for Education (2020) School, interrupted: 4 options for distance education to continue teaching during COVID-19

Kuwonu, F. / Africa Renewal (2020) Radio lessons: In Africa schools are closed, but learning goes on

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*Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

CARE und die kenianischen Ayierea Inititiative schenken Kindern im Korogocho-Slum Zukunftsperspektiven.

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_©2018 Thienken/CARE

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

In der 14-Millionen-Metropole Nairobi gibt es riesige Slums, in denen katastrophale Lebensbedingungen vorherrschen. Besonders herausfordernd ist das Leben und Überleben in Korogocho, dem Slum, der sich um die größte Müllkippe von Nairobi herum gebildet hat. 150.000 Menschen leben hier in Wellblechhütten auf engstem Raum zusammen. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Korogocho ist nach Kibera und Mathare der drittgrößte Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder und Jugendliche suchen täglich auf der Müllhalde nach Essen und Verwertbarem. Sie atmen dabei giftige, gesundheitsschädigende Mülldämpfe ein. Viele sind unterernährt und krank. Zudem sind sieauf der Müllkippe vielfach Gewalt ausgesetzt. Oft haben sie keine Eltern mehr und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Jedes dritte Kind in Korogocho geht nicht zur Schule.

Diese Kinder brauchen Unterstützung

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und der späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Kindern und Jugendlichen im Slum von Korogocho-Gomongo.  Erreicht werden soll dies mit Hilfe des Fußballs. Die Grundidee ist, dass Kinder und Jugendliche durch Sport wertvolle soziale Verhaltensweisen spielend erlernen und einüben. Ihre Leistungsbereitschaft wird geweckt und sie entwickeln soziale Beziehungen. Leadership, Teamwork und kritisches Denken werden gefördert. Zurzeit erreicht das Projekt ca. 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Ein Drittel nimmt zudem am Bildungsprogramm und an den Aktivitäten im Kinder- und Jugendbildungszentrum teil. Das Projekt unserer Bündnisorganisation CARE soll schrittweise auf den gesamten Slum ausgedehnt werden. Schon heute wirkt es als Vorbild für ähnliche Vorhaben anderer lokaler Organisationen.

Unter anderem wurde die Sanierung des Fußballplatzes, der Bau von drei Primarschulen und eine Evaluierung des Gesamtvorhabens mit Unterstützung des BMZ und der Ayiera Initiative umgesetzt. Das Projekt hat sich sehr vielversprechendentwickelt. Das Kinder- und Jugendzentrum ist ein Vorzeigeprojekt im Korogocho Slum und der Stolz seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Uganda: Schulen in Kampala

Der Zugang zu Bildung stellt für viele Kinder in Uganda die einzige Möglichkeit dar, sich aus der Armut zu befreien. In Kampala unterstützt daher unsere Mitgliedsorganistation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care den Bau und Ausbau von Schulen und trägt so schon seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lernsituation bei.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Schulen in Kampala

Kasubi Schule in Kampala

Der Stadtteil Kasubi ist ein sozialer Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Armut, katastrophale Straßenverhältnisse und viele Menschen, die keine Perspektive haben. Sie leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten oder dem Verkauf der eigenen Ernte. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt. Die Wohnverhältnisse der Familien sind oft erschreckend, so drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar.

Krankheiten wie Malaria, Durchfall, TBC oder AIDS und die unzureichende medizinische Versorgung führen zu einer niedrigen Lebenserwartung. Viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und sie damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care erwarb damals ein Grundstück von 10.000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder. Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das lokale KHW-Landesbüro und eine Kirche.

Die Naomi Froese Schule

1998 wurde die spätere Naomi Froese Schule in dem ärmlichen Stadtteil Wabigalo gegründet. Einfache Holzverschläge als Behausungen, enge Straßen und Abfälle an jeder Ecke prägen das Bild in dem riesigen Slum-Viertel. Schnell gewann die Schule an Bedeutung und hatte bald über 300 Schüler, doch die besondere Problematik dieses Stadtteils machte die Arbeit immer schwerer. Die Lehr- und Lernbedingungen in kleinen Klassenräumen und die Gefahr von Seuchen stellten eine unhaltbare Situation dar. Doch der gute Teamgeist und die Einsatzfreude der Lehrer motivierten zur Weiterarbeit. Durch persönliches Engagement einer deutschen Familie konnte der Grundstock für eine neue Schule gelegt werden. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat sich dieses Projektes für die Kinder Ugandas angenommen und ein großes Grundstück im Stadtteil Murchison Bay erworben. Der Unterricht läuft nun schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schulgebäuden und hat so zu einer echten Veränderung der Lern- und Lehrsituation beigetragen.

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Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bekommen und sich damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung befreien können. In Uganda setzt sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care in dem Dorf Mawanga für den Ausbau von Klassenzimmern ein.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Grund- und Hauptschule in Mawanga

In dem Mittelpunktdorf Mawanga, Iganga Distrikt im Osten von Uganda, leben 5.000 Menschen. Zuzüglich des gesamten Einzugsbereichs von weiteren sechs Dörfern steigt die Zahl auf 20.000. Die Familien betreiben größtenteils Subsistenzwirtschaft. Bei normalem Niederschlag gibt es genügend Nahrungsmittel für die Bewohner. Allerdings sind die finanziellen Mittel je nach Ernteerträgen recht unterschiedlich und teilweise erschreckend niedrig. Viele Familien müssen mit umgerechnet 10 EUR im Monat auskommen. Die Kinder müssen auf den Feldern mithelfen. Den Familien fehlt das Geld für die Bezahlung der Schulgebühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nach Kasaala zur nächstgelegenen Schule in der Regenzeit kaum passierbar und besonders für Kinder sehr gefährlich ist.

In einer Eigeninitiative haben Eltern, Lehrer und Kinder im Jahr 1986 im Dorf Mawanga eine Schule gegründet. Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren werden hier von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet. In einer Selbsthilfe-Aktion wurden zehn Klassenräume aufgebaut. Allerdings waren dies überwiegend einfache Lehmhäuser mit Grasabdeckung. Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden waren katastrophal. Mit einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten neue Räumlichkeiten entstehen. Durch ansteigende Schülerzahlen leidet der Unterricht immer wieder unter der räumlichen Enge. So wurden inzwischen wieder einige der alten Klassenräume als Übergangslösung provisorisch hergerichtet. Für den Dauerbetrieb sind sie jedoch nicht geeignet. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care engagiert sich für den Ausbau der Schule mit der Entstehung neuer, zusätzlicher Klassenräume.

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Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

Im Flüchtlingscamp Palorinya im Norden Ugandas leben rund 120.000 Geflüchtete aus dem Südsudan, viele davon sind Kinder und Jugendliche. Um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Integration zu erleichtern, unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care Parolinya unter anderem mit dem Bau einer Sekundarschule und eines Internats.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

In Uganda leben über 850.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Nach tagelangen Fußmärschen durch gefährliche und unsichere Regionen erreichen sie das Nachbarland. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan 2013 aus dem jüngsten Land der Welt in die Nachbarländer geflohen sind. Ugandas Flüchtlingspolitik ist besonders. Die Geflüchteten leben in dorfähnlichen Strukturen und haben die Möglichkeit, sich eine Arbeit zu suchen. Jedem wird ein Stück Land zugeordnet, auf dem eine Hütte gebaut und der Boden kultiviert werden kann. Sie sind eingeladen zu bleiben, für immer. Auberginen, Tomaten und anderes Gemüse werden von den Familien auf dem eigenen Grundstück angebaut. Trotz dieser Besonderheiten und Hilfen stehen die Geflüchteten vor großen Herausforderungen. Die gesundheitliche Versorgung und Schulbildung ist nur begrenzt vorhanden und die selbst angebauten Lebensmittel zur Ernährung der Familien reichen nicht aus.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingscamp Palorinya in Norduganda. Dort leben über 120.000 Geflüchtete, 87 % davon sind Frauen, Kinder oder Ältere. Im Rahmen des Projekts wurde durch den Bau einer Sekundarschule die Bildungssituation für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan verbessert. Die Kinder erhalten Unterricht nach Vorgaben des Bildungsministeriums und damit eine Chance auf eine positive und erfolgreiche Zukunft.

Die Versorgung der SchülerInnen mit einer Mahlzeit während der Schulzeit sichert die Ernährung der Kinder. Lernen funktioniert nur, wenn der Hunger gestillt ist. Zudem führen Mangel- und Unterernährung zu einem geschwächten Immunsystem, geringer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen. Mit dem Projekt stellt das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend ernährt und die Familien entlastet werden. Da es im weitläufigen Flüchtlingscamp an weiterführenden Schulen mangelt, können viele Kinder und Jugendliche die Schule aufgrund der Entfernung nicht besuchen. Ein Internatsgebäude beherbergt und versorgt zukünftig einige der Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsmonate. Auch ein Fußballfeld für die Fußballbegeisterten unter ihnen wird neu hinzukommen. Um eine gute Integration der Flüchtlingskinder in ihrem Lebensumfeld in Uganda zu erreichen, bestehen die Schulklassen aus 80 % Flüchtlings- und 20 % einheimischen Kindern. Durch den Bau der Schule und den regelmäßigen Schulunterricht erhalten die traumatisierten Kindern eine stabile Bildungssituation, ein sicheres Umfeld und eine Rückkehr in den Schulalltag.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global-Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

 

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

Unsere Mitgliedsorganisation DON BOSCO MONDO gibt Straßenkindern in Nairobi ein sicheres Zuhause und sorgt so für ihr leibliches und seelisches Wohl.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

 

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, Betteln und Stehlen durch, sind meist unterernährt, leiden an Krankheiten oder sind drogenabhängig. Einige von ihnen sind AIDS-Waisen. Andere Straßenkinder haben zwar Familie, sind aber vor Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung weggelaufen. Staatliche Hilfe für Straßenkinder gibt es kaum. Deshalb schließen sich die Kinder in Gangs zusammen, um zu überleben. Für viele ein Einstieg in Kriminalität und Drogenkonsum.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Hilfe für Straßenkinder ein Schwerpunkt der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos in Nairobi. Seit 1990 setzen sie sich für Straßenkinder ein und gründeten das „Bosco Boys“-Zentrum in Nairobi. Das Herzstück von Bosco Boys bildet ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. Die Jungen werden dort rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut, finden hier ein neues Zuhause, werden verpflegt, medizi­nisch versorgt und nehmen an Freizeit- und Bildungsangeboten teil. Auf dem gleichen Gelände gibt es eine Grundschule und zwei Ausbildungswerkstätten für Metall- und Holzverarbeitung. Vor allem Schulabbrecher erhalten durch die Ausbildung die Chance, später eigenes Geld zu verdienen.

Auch Kinder aus den benachbarten Slums können am Unterricht in der Grundschule teilnehmen. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen die Kinder und Jugendlichen, damit sie ein selbstbestimmtes und würde­volles Leben führen können – ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos. Zudem werden auch Stipendien für weiterführende Schulen und Universitäten vergeben.

Auf unserer Reise nach Kenia besuchten wir das Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town in Nairobi, in dem Jugendliche im Alter von 18-22 Jahre in einer 2-jährigen Ausbildung in Metall- und Holzverarbeitung, als Techniker oder als Schneider ausgebildet werden.

 

PROJEKTZIELE

  • Straßenkindern ein Zuhause geben, Verpflegung und medizinische Versorgung, Schulbildung
  • Perspektiven schaffen durch Ausbildungsplätze im Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Bis zu 300 Kinder können die Schule besuchen und werden von den Don Bosco Mitarbeitern betreut. Rund 60 Jungen sind in der Einrichtung untergebracht. Viele von ihnen finden später eine Arbeit, einige sogar als Sozialarbeiter in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos.

Manche der Jugendlichen studieren später und übernehmen verantwortungsvolle Posten in der lokalen Politik.

 

 

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Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

Mit Hilfe unserer Bündnisorganisation STIFTUNG DER DEUTSCHEN LIONS konnte an der Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) ein Internat aufgebaut werden, das es Massai-Kindern erlaubt, die Schule ganzjährig zu besuchen und die Abschlussprüfungen abzulegen.

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_©Lions Club Münster Landois & Lions Club Thika Chania Falls

Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

 

Massai-Kinder konnten die Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) bisher nur für etwa drei Monate im Jahr besuchen. Denn als Halbnomaden mussten sie in der Trockenzeit zusammen mit ihren Eltern bis zu 30 Kilometer zurücklegen, um Futter für ihre Herden zu finden. Das 30 acres große Grundstück der bisherigen Tages-Schule wurde vor Jahren von einem Vertreter der Massai erworben. Obwohl er selbst nicht lesen und schreiben konnte, war er der Meinung, dass jedes Kind Bildung braucht. Das Grundstück wurde dem Staat übereignet, da auch die Mehrheit der Eltern der Schülerinnen und Schüler möchte, dass ihre Kinder ganzjährig zur Schule gehen und so zumindest einen Hauptschulabschluss erwerben. Das Distrikt-Erziehungs-Ministerium stellte daraufhin die meisten Mittel für die Errichtung der sehr einfachen Gebäude der Tagesschule auf dem Grundstück zur Verfügung.

Über Spenden und einem Zuschuss vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit konnte der Lions Club Münster Landau mit lokaler Unterstützung des Lions Clubs Thika Chania Falls in Kenia die Umwandlung der Tagesschule IAPS in ein Internat finanzieren. Diese Errungenschaft erlaubt es den Kindern jetzt, in der Schule zu bleiben, wenn die Eltern weiterziehen. So können die Kinder ganzjährig im Internat lernen und die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren. Staatliche Mittel stehen für den Ausbau zum Grundschul-Internat (mit Schlafräumen und Speisesaal) in ganz Kenia grundsätzlich nicht zur Verfügung. Damit können viele andere Massai-Kinder aufgrund der nomadischen Lebensweise die auch in Kenia bestehende Schulpflicht nicht wahrnehmen.

 

Projektziele

Das Projekt hat insgesamt fünf konkrete Projektziele:

  • Bau von stabilen Schulgebäuden (vorher eher provisorische Bauten)
  • Menschenwürdige Unterbringung der Kinder während des gesamten Schuljahres
  • Bau von Unterkünften für sieben Lehrer und ihre Familien
  • Einrichtung eines Verwaltungsbüros und Einstellung eines Verwaltungsbeamten für die Schule
  • Versorgung der Kinder mit Trinkwasser durch Anbindung der Schule an die staatliche Wasserleitung

 

Was bisher erreicht wurde

Ende Mai 2019 fand unter großer Beteiligung der lokalen Bevölkerung und der Anwesenheit des Vizepräsidenten des Landes Kenia sowie von zahlreichen Repräsentanten der weltweiten Organisation Lions Clubs International (LCI) aus Deutschland und Kenia die offizielle Feier der Eröffnung der IAPS statt. Der II. Bauabschnitt ist damit fertig gestellt, der für die Zukunft 500 Internatskindern der Massai eine menschenwürdige Unterbringung bietet. Zusätzlich können ca. 200 Vorschüler und Tagesschülerinnen dort unterrichtet werden.

Langfristig sollte die Schule mindestens 1.000 Kinder aufnehmen, da der Staat erst dann das Essen mitfinanziert.

 

 

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Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai zerstörte am 14. März 2019 weite Teile Mosambiks. Millionen von Menschen waren und sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Neben schneller und konkreter Nothilfe ist auch die Unterstützung beim Wiederaufbau von großer Bedeutung.

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_© Josh Estey/CARE

Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Zyklon Idai, eine der schlimmsten Wetterkatastrophen, die die südliche Hemisphäre je getroffen hat, zerstörte im März 2019 weite Teile Mosambiks, Simbabwes und Malawis. Viele Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. 11,5 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen, 2,6 Millionen wurden obdachlos, 1,8 Millionen Menschen davon in Mosambik. Die Provinz Sofala in Mosambik wurde besonders stark geschädigt. Hier traf Zyklon Idai mit 210 Kilometern pro Stunde auf Land und zerstörte rund 90 Prozent rund um die Küstenstadt Beira. Dem Zyklon folgten langanhaltende, sintflutartige Regenfälle und Stürme, die in der Region zu schweren Überschwemmungen führten.

Nothilfe vor Ort

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V., seit 1984 mit umfangreichen Not- und Entwicklungsprogrammen und einem vorwiegend lokalen Mitarbeiter-Team in Mosambik aktiv, startete sofort nach der Katastrophe erste Rettungs- und Überlebenshilfe und begann mit der Verteilung eingelagerter Hilfsgüter. In den ersten Tagen nach der Katastrophe konnten die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie CARE dabei aufgrund der Wassermassen nur per Boot und Helikopter Hilfe leisten.

Das wichtigste, was die Menschen brauchten sind Lebensmittel, da viele Familie ihre Ernten und ihre Äcker verloren haben. CARE verteilte zudem Zelte, Planen, Seile und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften sowie Wasserentkeimungsmittel, Hygienepakete und Hilfsgüter.

Katastrophensichere Klassenzimmer für 2.525 Schulkinder

Ein Projekt, dass CARE besonders am Herzen liegt, ist der Wiederaufbau von Schulen. Zuletzt war CARE nach dem verheerenden Wirbelsturm Dineo 2017 für die Sanierung von zerstörten Klassenzimmern in der Provinz Inhambane verantwortlich. CARE übernahm die Sanierung und Instandsetzung von 95 Klassenzimmern nach den Richtlinien von UN-HABITAT. Alle Wiederaufbaumaßnahmen setzte CARE in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern um. CARE führte dabei die Bauaufsicht und gab sein Wissen zu katastrophensicheren Baumaßnahmen an alle beteiligten, lokalen Akteure weiter. Das sicherte die Nachhaltigkeit und eine weitere Verbreitung katastrophensicherer Baumethoden in der Region über das Projekt hinaus. CARE stellte zudem bei allen Wiederaufbaumaßnahmen sicher, dass die besonderen Schutzbedürfnisse von Mädchen bei der Gebäude-, der Waschraum- und Toilettenplanung berücksichtigt werden, eine ausreichende Anzahl getrennter Latrinen für Mädchen und Jungen vorhanden sind und jede Schule über ausreichende Handwaschstationen zur Aufrechterhaltung der Basishygiene verfügt. Durch ein flankierendes Hygieneprojekt wurden die Lehrpersonen und Klassen nach Abschluss aller Bauarbeiten in der Umsetzung von Basishygiene- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Cholera geschult.

Dieses Projekt wurde bereits abgeschlossen. Mehr Informationen zu unserer Mitgliedsorganisation CARE finden Sie hier.

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Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Zehntausende Kinder wachsen in Kenia als Waisen oder Sozialwaisen auf. Viele wurden von ihren Großmüttern aufgenommen, die selbst kaum genug zum Leben haben.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Vor 15 Jahren starben in Kenia mehr Menschen an AIDS als an Malaria und Tuberkulose. Über 1,5 Millionen waren der Infektion bereits erlegen – vor allem junge Erwachsene, mit Familien, Kindern, einem Einkommen. Eine der traurigen Folgen: Noch 2015, als das Virus längst auf dem Rückzug war, gab es im Land 660.000 AIDS-Waisen. Einige von ihnen hatten Glück. Ihre Großmütter nahmen sich ihrer an. Starke Frauen, die im Leben viel gekämpft hatten und sich nun ihrem größten Kampf stellten. Oft verwitwet und selbst bitter arm, kümmern sie sich bis heute oft zeitgleich um 3 oder 4 Kinder und ersparen ihnen so Hunger, Elend und Schlimmeres. Doch sie stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

Verbesserung des Einkommens

Die meisten Großmütter haben kaum Geld für Lebensmittel, geschweige denn für einen Arzt oder Schulbedarf. Unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. unterstützt 600 Frauen, die sich um rund 2.400 Waisen kümmern, bei der Verbesserung ihres Einkommens. Die Frauen gründen Spar- und Kleinkreditgruppen, die es ihnen ermöglichen, kleine Geschäftsideen umzusetzen. Sie lernen, gut mit ihrem Geld umzugehen und der Armut als Gemeinschaft zu trotzen. Den Jugendlichen in ihrer Obhut werden unternehmerische Kompetenzen vermittelt und auf dem Weg in einen Beruf oder die Selbstständigkeit begleitet. So können sie ihren Großmüttern, denen sie alles verdanken, eines Tages eine Stütze sein.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Der Kongo ist das, was man einen gescheiterten Staat nennt. 20 Jahre Krieg und Zerstörung haben eine soziale Katastrophe verursacht. Familien und ganze Dörfer haben sich aufgelöst, es gibt Millionen Kriegs- und Aidswaisen. Zusammen mit jenen, die vor Armut und Hunger geflohen sind, landen sie als Ausgestoßene auf der Straße. In der Provinz Süd-Kivu, einst ein Epizentrum der Gewalt, gibt unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland Straßenkindern ein Zuhause, schickt sie zur Schule und führt sie wieder mit ihren Familien zusammen.

Reintegration in eine Gemeinschaft

In Uvira, einer Stadt am Nordufer des Tanganjikasees, unterstützt ChildFund bereits seit 2001 ein Heim, in dem derzeit 40 Straßenkinder ein Zuhause auf Zeit gefunden haben. Hier bekommen sie alles , was für sie lange größter Luxus war: warmes Essen, saubere Kleidung und ein eigenes Bett, Duschen, Toiletten sowie medizinische Versorgung. Vor allem aber besuchen die Kinder hier auch die Schule.

Vier Betreuer und eine Sozialarbeiterin kümmern sich um die Kinder und strukturieren für sie den Alltag. Die Kinder sollen aber auch lernen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zurückzustellen und respektvoll miteinander umzugehen. Das „Gesetz der Straße“ wird im Heim durch Regeln ersetzt, die sich die Bewohner selbst geben. Das stellt eine Legitimität her, die jeder Neuankömmling sofort versteht.

Wiedervereinigung mit den Familien

Kein Heim kann die Geborgenheit einer Familie ersetzen – letztlich kann daher nur Reintegration das Ziel sein. Früh werden die Angehörigen der Kinder ausfindig gemacht, unter einem Berg von Schuld, Scham und Verbitterung legt man behutsam die Gründe der Trennung frei. Damit wird eine Basis für Versöhnung geschaftt. Mit einem Konzept, das die Eltern zugleich in die Pflicht nimmt und honoriert, wurden seit 2015 25 Kinder mit ihren Familien wiedervereint.

Hintergrund

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional. Verstecken müssen sich die Täter in der Regel nicht nicht. Niemanden kümmert es, wie es den vor Dreck starrenden, zerlumpten, von Tuberkulose und Malaria geplagten Gestalten ergeht, die überall herumlungern, Passanten belästigen und klauen. Es ist leicht, sie nicht als Menschen zu sehen. Viel leichter, als zu akzeptieren, dass sie Kinder sind, die sich ein Zuhause und etwas Geborgenheit wünschen. Aus der Gesellschaft verstoßen, kämpfen sie täglich ums Überleben – in einer Welt, die ihnen nichts schenkt.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Erziehung und Ernährung in der Familie, fachgerechte medizinische Versorgung, gut ausgebildete, engagierte Lehrer sowie sichere und förderliche Betreuungs- und Lernangebote – all das gehört zusammen. Denn so entsteht ein Umfeld, das Kinder von früh auf stark fürs Leben macht.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Sambia gilt als politisch stabil, die Wirtschaft entwickelt sich positiv. Auf dem Land, wo die meisten der 16 Mio. Einwohner leben, spürt man davon nur wenig. Über zwei Drittel der Haushalte hier sind arm, viele haben keinen Zugang zu Wasser und Hygiene. Bildung ist ein Schlüssel dafür, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Mit der frühen Förderung von Kindern trägt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland an entscheidender Stelle dazu bei.

Die frühe Kindheit ist entscheidend für die physische, kognitive und soziale Entwicklung eines Menschen. Und damit auch für den späteren Bildungserfolg. Von den Kompetenzen, die Kinder in dieser sensiblen Phase erwerben, profitieren sie ein Leben lang. Gerade jetzt brauchen sie viel Schutz und jede erdenkliche Förderung. So können sie ihre Potentiale entfalten und Nachteile durch Herkunft oder Armut überwinden. Für Länder wie Sambia, deren aufstrebende Gesellschaften auf junge, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte angewiesen sind, hängt davon nicht weniger ab als ihre Zukunft.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Hintergrund

Während Lusaka, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, wirtschaftlich und kulturell floriert, versinken viele sambische Dörfer und Ortschaften auf dem Land in Armut und sozialen Problemen wie Gewalt und Vernachlässigung. Die Schulen sind marode und überfüllt, vielerorts fehlt eine gut erreichbare Gesundheitsstation. Die Kindersterblichkeit ist hoch, fast ein Fünftel der unter 5-Jährigen ist unterernährt. Die Vor- und Nachsorge bei Geburten muss dringend ausgebaut werden, ebenso das Wissen um kindliche Hygiene, Ernährung und Erziehung.

Eine durch HIV/AIDS gesunkene Lebenserwartung und hohe Geburtenraten haben dazu geführt, dass Kinder unter 14 Jahren heute fast die Hälfte der Bevölkerung bilden. Kindliche Frühförderung ist für Sambia ein Thema von zentraler Bedeutung – steht jedoch noch ganz am Anfang, vor allem auf dem Land. Mit 5 neuen Förderzentren in zwei Distrikten wird ChildFund dort die Lebenschancen von rund 1.000 Mädchen und Jungen verbessern. Der integrative Ansatz umfasst das ganze Umfeld der Kinder: ihre Entwicklung, Gesundheit und die Kompetenz ihrer Eltern und Lehrer.

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Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Vielen ägyptischen Kindern und Jugendlichen besonders in den armen, ländlichen Regionen fehlen Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese mitzugestalten. In einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt setzte sich CARE dafür ein, Kinderrechte in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten Wirklichkeit werden zu lassen.

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Unterricht zweier Mädchen in Ägypten_©2004 CARE/Josh Estey

Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Der öffentliche Dienst in Ägypten nimmt seine Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit gegenüber den Bürger*innen oft nicht ausreichend wahr. Gleichzeitig fehlt es in Ägypten an zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Dies gilt auch für den Bereich Bildung. Die Teilnahme an Bildungsangeboten ist für Kinder und Jugendliche aus ärmeren und marginalisierten Familien keine Selbstverständlichkeit und oft mit ökonomischen und sozialen Herausforderungen verbunden. Besonders werden Mädchen im Bereich Bildung oft benachteiligt und in ihren Rechten übergangen.

Kinderrechte in der Schule

Deshalb wurde unsere Mitgliedsorganisation CARE in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten aktiv und entwickelte mit den Bezirksregierungen ein Modell, Kinderrechte in den Einrichtungen Wirklichkeit werden zu lassen. In Workshops für Schüler*innen, dem Lehrerkollegium und Eltern klärte CARE zu den Kinderrechten auf. Darüber hinaus wurden Schülerparlamente gegründet, die Kinderrechtsbeauftragte und Vertrauenslehrer wählten, damit Jugendliche und ganz besonders Mädchen ein Forum für ihre Anliegen bekommen. An den Projektschulen verbesserte sich seitdem das Zusammenleben und der Unterricht.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure sollten gestärkt werden

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützte zudem lokale zivilgesellschaftliche Akteure, um soziale und ökonomische Hürden für Kinder aus ärmeren und marginalisierten Familien im Bereich Bildung durch Stärkung der gemeinschaftlichen sozialen Verantwortlichkeit zu verringern. In vier Gemeinden wurden zivilgesellschaftliche Akteure ausgewählt und deren Kapazität in verschiedenen Evaluierungen eruiert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Evaluierungen wurden maßgeschneiderte Trainingseinheiten zu Themen wie Management, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung für die Organisationen entworfen und durchgeführt.

Darüber hinaus unterstützte CARE die Gemeinden bei der Gründung von Eltern- und Schülerinitiativen, bildete Ehrenamtliche in der Arbeit mit Schulabbrechenden aus und stärkte sie im gemeinsamen Gespräch mit Behörden und Schulvertretern.

Gründungen von Jugendgruppen

In allen Projektgemeinden wurden Jugendgruppen gegründet, um junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zudem gab es Trainingsprogramme für Jugendliche um den Austausch unter ihnen anzuregen und Möglichkeit zur Diskussion von bildungsbezogenen Fragestellungen und Probleme zu schaffen. Der Dialog zwischen Schulen und Gemeinden in den Projektgegenden wurde durch gemeinsam erstellte Aktionspläne und der Stärkung von Schülerverbänden verbessert.

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Spannender Unterricht, neue Klassenzimmer und Motivation durch Fußball: Diese Ziele standen im Mittelpunkt der fünfjährigen Bildungsoffensive „Spielen und Lernen“, die ChildFund Deutschland in Angola verwirklichte.

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Eine Gruppe Jungs in Angola_©ChildFund

Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Bis ins Jahr 2002 herrschte in Angola Bürgerkrieg. Viele Schulen wurden zerstört, zahlreiche Lehrer*innen kamen ums Leben oder mussten fliehen. Bis heute gibt es vor allem auf dem Land zu wenige intakte Schulgebäude und qualifizierte Lehrkräfte. Hinzu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen, die während oder nach dem Bürgerkrieg aufgewachsen sind, nie gelernt haben, Konflikte konstruktiv und ohne Aggressionen zu lösen. Auch das macht den Schulbetrieb ungemein schwierig. Entmutigt und frustriert brechen deshalb 70 Prozent der Kinder die Schule bereits im Grundschulalter ab – und damit ohne jede Chance, später einen Beruf zu ergreifen, der ihnen Perspektiven bietet.

Bildungschancen verbessern

Unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen zu verbessern. Dies sollte durch Lehrerfortbildungen, Renovierung von Schulgebäuden, Bau von sanitären Anlagen und Sport gelingen. Besonders wichtig war es Bedingungen zu schaffen, unter denen die Kinder wieder mit Freude fürs Leben lernen können. Dazu wurde gemeinsam mit Partnern vor Ort ein komplett neues Bildungskonzept entwickelt, bei dem sich pädagogische Maßnahmen und Fußball optimal ergänzten.

Fußball und Bildung ergänzen sich optimal

Viele angolanische Kinder sind durch die Folgen des Bürgerkriegs so stark traumatisiert, dass sie mit herkömmlichen schulischen Angeboten praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Durch Fußball, auch in Angola die beliebteste Sportart , ist es gelungen, sie wieder zu motivieren und für die Schule zu begeistern. Beim gemeinsamen Fußballspielen übten sie zudem wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamgeist, Disziplin und das gewaltfreie Lösen von Konflikten ein.

Dieses Projekt wurde 2013 erfolgreich abgeschlossen.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Tausende Kinder und Jugendliche leben in der Hauptstadt Freetown auf der Straße – auch als Folge von Ebola. Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul ist eine wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder, (Ebola-)Waisen und ehemalige Kinderprostituierte.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Don Bosco Fambul, das Kinderschutzzentrum unserer Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo, wurde während des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2002) gegründet und hatte das Ziel, ehemalige Kindersoldaten aufzunehmen und zu rehabilitieren. Später verschob sich der Schwerpunkt auf Straßenkinder und Ebola-Waisen. Mit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie 2014 musste das Zentrum über sich hinaus wachsen und dringende Nothilfe leisten.

Nothilfe und Wiederaufbau während und nach Ebola

In jener Zeit war die vertrauensvolle Stellung der Salesianer Don Boscos in einer zutiefst misstrauischen Gesellschaft wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. So konnten sie erfolgreich mobile Hygieneschulungen und Aufklärungsarbeit leisten. Während Ebola wütete und fast 4.000 Menschen in den Tod riss, richtete das Zentrum ein Nottelefon für anonyme Fragen zur Früherkennung und Behandlung der tabuisierten Krankheit ein. Hygienewaschbecken wurden platziert und betreut, ein provisorisches Auffanglager für Waisen eingerichtet, erkrankte und traumatisierte Kinder gepflegt und die Rückkehr in die eigene Familie oder Pflegefamilie vorbereitet.

Kampf gegen Kinderprostitution

Unzählige Mädchen und junge Frauen haben während des Bürgerkriegs oder durch Ebola ihre Eltern und weitere Familienangehörige verloren und leben auf der Straße. Um täglich zu überleben und sich etwas Essen leisten zu können, prostituieren sich viele von ihnen. Sie geraten auf der Straße in einen Kreislauf aus alltäglicher Not, Hunger und Gewalt, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Seit 2016 werden Mädchen und junge Frauen im Rehabilitationsprogramm bei Don Bosco Fambul betreut und versorgt. Doch der raue Ton und Umgang auf der Straße machen sie misstrauisch und vorsichtig. Jeden Tag suchen Father Crisafulli und sein Team aus Streetworkern und Sozialarbeitern den Kontakt zu ihnen und bauen Vertrauen auf.

Rehabilitationsprogramm

Im Rehabilitationsprogramm werden sie dabei unterstützt, traumatische Erfahrungen zu überwinden und sich wieder an einen strukturierten Alltag zu gewöhnen. Bildung ist ihr Schlüssel, um dauerhaft dem Leben auf der Straße fernzubleiben und eine Lebensperspektive zu entwickeln. Im Zentrum können sie eine Ausbildung absolvieren und sich Stück für Stück ein zukünftiges Leben in Selbstbestimmtheit, finanzieller Sicherheit und Würde aufbauen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Durch die Hungerkatastrophe in Ostafrika sind auch in Äthopien viele Familien gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Ein möglicher Schulbesuch kann Flüchtlingskindern helfen in einen strukturierten Alltag zurückzukehren.

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Äthiopien: Schulbesuch für geflüchtete Nomaden©Kinderhilfswerk Global-Care

Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Über 10 Millionen Menschen sind in Äthiopien von der Hungerkatastrophe betroffen. Auf der Flucht vor der Dürre verlassen Familien ihr Zuhause und damit auch ihr soziales Umfeld. Fathi, ein äthopisches Mädchen, lebt mit ihren Eltern, sieben Schwestern und zwei Brüdern in einer kleinen Lehmhütte im Bezirk Jarar im Nordosten Äthiopiens. Wie viele anderen hat auch ihre Familie hat keine feste Heimat.

Flucht vor der Hungerkatastrophe

Als Nomaden sind sie an das Leben auf der Flucht vor Hunger und Durst gewöhnt. Die neun Geschwister sind dankbar, wenn ihre Mutter genug Mehl hat, um Injera-Brot zu backen. Doch inzwischen dauern die Dürrezeiten immer länger. Die Äcker verdorrten. Auf dem kleinen familieneigenen Feld wuchs nichts mehr. Als auch alle Tiere ihrer Rinderherde verendeten, sah die Familie keinen Ausweg mehr und trat erneut die Flucht an.

Bildung als Schlüssel für ein besseres Leben

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care setzt sich für Familien und Kinder ein und legt dabei viel Gewicht auf die Schulbildung. Ein möglicher Schulbesuch bedeutet nicht nur Bildung, sondern auch die Versorgung mit Essen und sauberem Wasser. Vor allem Flüchtlingskinder sind auf ein beständiges soziales Umfeld, Schutz und eine gesicherte Betreuung angewiesen. Mit der Unterstützung des Kinderhilfswerks Global-Care kann Fathi heute zur Schule gehen. Der Schulbesuch hilft Fathi in einen strukturierten Alltag zurückzufinden. „Mein großer Wunsch ist es, einmal Ärztin zu werden!“, sagt das Mädchen. „Dann kann ich die Hilfe, die meine Familie hier bekommt, eines Tages anderen Menschen geben!“

Weitere Informationen zu Projekten vom Kinderhilfswerk Global-Care finden Sie hier.

 

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Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

In Tansania unterstützt unsere Bündnisorganisation HELVETAS Deutschland in ländlichen Regionen insbesondere Frauen dabei ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.

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Frauen als Kleinunternehmerinnen_©Helvetas/Christian Bobst

Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

Tansania bleibt eines der ärmsten Länder der Welt. Trotz eines kontinuierlichen Anstieges des Bruttoinlandproduktes von jährlich 7%, profitiert die in Armut lebende Bevölkerung kaum davon. Über 80% der Menschen leben auf dem Land, wovon besonders Frauen soziokulturell und wirtschaftlich benachteiligt sind. Deswegen unterstützt unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Deutschland das Projekt KUWAKI in der Provinz Singida.

KUWAKI ist eine Abkürzung für KUWEZESHA WANAWAKE KATIKA KILIMO, was in Suaheli ‚Stärkung der Frauen mittels bewässerter Gemüseproduktion und Vermarktung‘ bedeutet. Neben Frauen werden auch andere benachteiligte Gruppen, wie z.B. Albinos, Menschen mit Behinderung und HIV-Infizierte in das Projekt miteinbezogen.

Ziele des Projektes sind eine verbesserte landwirtschaftliche Produktion, eine erweiterte Geschäftsentwicklung und die Verknüpfung mit Absatzmärkten, Zugang zu Finanzdienstleistungen und die Sensibilisierung und Verbesserung der Wertschöpfungsketten durch Stärkung der Frauen.

Vorgehensweise

Das Projekt befindet sich bereits in der zweiten Phase. In der ersten Phase von 2012 bis Ende 2014 konnten über 800 Frauen in 40 Gemüseanbaugruppen als landwirtschaftliche Kleinunternehmerinnen die Lebensumstände für sich und ihre Familien verbessern. In der neuen Phase des Projektes wurde die thematische Ausweitung auf Nacherntebehandlung von Gemüse und die stärkere Verknüpfung mit Marktakteuren gelegt. Dabei wurden 60 Gemüseproduzentengruppen mit 60 hauptverantwortlichen Lead-Farmern gebildet. Die Gruppen bestehen hauptsächlich aus aktiven Gemüsebäuerinnen und –bauern, die bereit sind, sich im kommerziellen Gemüseanbau zu engagieren. Das Projektteam schult die Lead-Farmer in Trainings über Biolandwirtschaft, Sicherstellung der Saatgutqualität sowie in Ernährungs- und Lebensmittelvermarktung.

Wirkung

Das Projekt bietet eine enge Betreuung bei der Wissensvermittlung und die ausgewählten Lead-Farmer zeigen groβen Einsatz im Weitergeben ihres Wissens an die über 1540 Gruppenmitglieder. 71% davon sind Frauen. Durch das Projekt können Frauen und andere benachteiligte Gruppen ihre Stellung in der Gesellschaft stärken. Um eine breitere Bevölkerung auf die Projektaktivitäten aufmerksam zu machen, wird zudem seit September 2015 regelmässig im Fernsehen und im Radio über die Projektaktivitäten berichtet.

Dieses Projekt wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Mehr Informationen zu unserer Mitgliedsorganisation Helvetas finden Sie hier.

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„KIWI“ – das Integrationsprojekt für Schulen von CARE

„KIWI – Kinder und Jugendliche Willkommen“ ist das Integrationsprojekt von CARE mit dem Ziel der Förderung und Stärkung der Integrationspotentiale von Lehrern und Schülern.

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KIWI-Projekt von CARE

„KIWI“ – das Integrationsprojekt für Schulen von CARE

KIWI steht für die Begriffe Kultur, Interkulturalität, Werte und Initiative. Ziel des KIWI-Projektes unserer Mitgliedsorganisation CARE Deutschland e.V. ist es, interkulturelles Lernen und Integrationsförderung an Schulen in ganz Deutschland nachhaltig zu implementieren. Das KIWI-Projekt, das in 2016 ins Leben gerufen und seitdem ständig weiterentwickelt wurde, besteht aus den folgenden Komponenten:

Praxiserprobte Unterrichtsmaterialien

CARE bietet den Schulen mit dem KIWI-Handbuch für weiterführende Schulen und der KIWI-Kids-Box für Grundschulen praxiserprobtes Unterrichtsmaterial im Interkulturellen, Sozialen und Globalen Lernen an. Die Methoden orientieren sich an den Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen und stärken deren Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Die Unterrichtsmaterialien ermöglichen es, Lehr- und Fachkräften mit neuen Methoden zu Themen wie Kultur, Werte, Identität, Gewalt und Konflikt, Miteinander, Partizipation und Zukunftsgestaltung mit ihren Schüler*innen zu arbeiten.

Fortbildungsveranstaltungen für Lehr- und Fachkräfte

In der KIWI-Fortbildung lernen Lehr- und Fachkräfte Hintergrundinformationen, Theorien und Methoden für den Unterrichtseinsatz zum Interkulturellen Lernen und zur Integrationsförderung kennen. In der Fortbildung werden Lehr- und Fachkräfte dazu befähigt, die Instrumente und Methoden der Unterrichtsmaterialien eigenständig anzuwenden. Die Teilnehmenden erhalten außerdem Anregungen für die Umsetzung pädagogischer Ansätze wie dem Projektlernen, der Peer Education, dem Sozialen Lernen sowie der Demokratiebildung.

Prozessbegleitung, z.B. in Schulworkshops oder Projekttagen

Das internationale KIWI-Schulcoach-Team begleitet die Schulen und deren Lehrkräfte aktiv und prozesshaft in Form von Workshops oder Projekttagen mit den Jugendlichen in der praktischen Umsetzung von KIWI. Die Workshops sind flexibel an die variierenden Voraussetzungen in den Schulen orientiert. Bei der Prozessbegleitung steht insbesondere die Befähigung der Lehr- und Fachkräfte zum eigenständigen Arbeiten mit dem KIWI-Handbuch im Fokus.

Förderfonds für Schulprojekte zur Stärkung von Vielfalt und Begegnung

Ob kulinarische Weltreise, ein Patenprogramm, Rap-Song oder Theaterworkshop: an Ideen für Schulprojekte mangelt es an keiner Schule. Was aber häufig fehlt, sind die finanziellen Mittel. Darum fördert unsere Mitgliedsorganisation schulische Projekte im Bereich Vielfaltsgestaltung und Integration an weiterführenden Schulen mit bis zu 400 Euro und an Grundschulen mit bis zu 250 Euro.
Das KIWI-Programm baut auf langjähriges fachliches und methodisches Know-how aus der internationalen Projektarbeit auf dem Balkan sowie der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen in Deutschland auf. Ausgangspunkt und konzeptionelle Grundlage für KIWI ist der seit Anfang 2016 erfolgreich von CARE umgesetzte KIWI-Ansatz zur Integrationsförderung an weiterführenden Schulen. KIWI wurde 2016 in einer Pilotphase in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Seit Beginn der KIWI-Projekte in 2016 hat unsere Mitgliedsorganisation mit diesem Ansatz rund 2400 Lehrkräfte von mehr als 950 Schulen fortgebildet und mit den Schulcoaches sowie den durch die Lehrkräfte durchgeführten Schulworkshops etwa 55.000 Schüler*innen erreicht.

Die Teilnahme an KIWI ist für die Lehrkräfte und Schulen kostenfrei. Mehr zum KIWI-Projekt erfahren Sie in diesem Kurzvideo oder auf der Website.

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Foto: CARE/ Wolf

Kenia: Ein Weg aus der Gewalt für Massai-Mädchen

Zwangsehe und Genitalbeschneidung von Mädchen sind bei den Massai-Stämmen in Kenia feste Tradition. Das von unserer Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland unterstützte Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado soll junge Massai-Mädchen vor Gewalt und Zwängen innerhalb ihres Stammes retten.

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Ein Massaimädchen in Kenia_©ADRA

Kenia: Ein Weg aus der Gewalt für Massai-Mädchen

Zwangsehe und Genitalbeschneidung von Mädchen sind bei den Massai-Stämmen in Kenia feste Tradition. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland unterstützte ein Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado, das junge Massai-Mädchen vor Gewalt und Zwängen innerhalb ihres Stammes rettet.

Zwangsheirat und Genitalbeschneidung

Das Rollenbild der Frau bei den Massai hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Ihre Hauptaufgabe liegt darin, zu heiraten, Kinder zu gebären und die Familien zu versorgen. Bei einer Hochzeit steht nicht das Wohlergehen der Braut im Vordergrund, sondern entscheidend ist die Mitgift. Das Ritual der Genitalbeschneidung symbolisiert Reife und bedeutet, als Frau anerkannt zu werden. Viele der Mädchen müssen deshalb große Schmerzen erleiden und werden von Infektionskrankheiten heimgesucht.

Schutz und Sicherheit

Das adventistische Rehabilitations- und Rettungszentrum wurde eingerichtet, um Mädchen zu helfen, die Gewalt erleiden mussten, zwangsverheiratet wurden oder unter körperlichen Beschwerden aufgrund von Genitalbeschneidung leiden. Im Jahre 2000 hatten 14 Mädchen im Zentrum in Kajiado Zuflucht gefunden. Inzwischen ist es das Zuhause von fast zweihundert Kindern. Das Zentrum ermöglicht ihnen Zugang zu Bildung, Sicherheit, medizinische Versorgung sowie ein familiäres und liebevolles Umfeld. ADRA unterstützte die Kinder mit Schulgeldern, ermöglichte eine Renovierung der Gebäude sowie Neuanstellungen in Heim und Schule. Auch als die Dürre im Jahre 2011 über das Land hereinbrach half ADRA mittels Wasser- und Essensversorgung.

Das Schicksal von Nashipae

Eines der Mädchen im Rettungszentrum hieß Nashipae. Sie kommt aus einer großen polygamen Familie, die in extremer Armut lebt. Ihre Eltern sind Analphabeten. Ihr Vater hat vier Frauen und 23 Kinder, davon sind elf Jungen und zwölf Mädchen. Den Besuch einer Schule verbietet er seinen Töchtern. Seiner Ansicht nach ist es die Aufgabe seiner Töchter, durch Brautgabe (Ehegeld) der Familie Reichtum zu bringen. Zwei von Nashipaes Schwestern wurden bereits im frühen Kindesalter verheiratet. Eine andere Schwester, Reson, ist ebenfalls früh verheiratet worden, konnte jedoch rechtzeitig durch eine Aktivistin acht Monate später gerettet und im Kajiado Adventist Rescue Centre untergebracht werden. Nun befinden sich Nashipae und Reson in Sicherheit, besuchen dieselbe Schule und sind somit vor Zwangsheirat geschützt.

Das Projekt ist bereits abgeschlossen.

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Liberia: Chancen durch Schulbildung

Seit über fünf Jahren unterstützt der Verein Kinder Afrikas e.V. Familien in Bong Mines, Liberia damit die Kinder eine Schulausbildung bekommen, die sie sich sonst nicht leisten können.

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Liberia: Chancen durch Schulbildung

Seit über fünf Jahren unterstützt der Verein Kinder Afrikas e.V.  Familien in Bong Mines, Liberia damit die Kinder eine Schulausbildung bekommen, die sie sich sonst nicht leisten können. Nachdem der Bedarf durch die örtlichen vorhandenen Schulen bei weitem nicht gedeckt werden konnte, beschloss der Verein, eine weitere Schule zu bauen.

„Afrikas Kinder sind Afrikas Zukunft. Gerade sie verdienen unsere ganze Aufmerksamkeit und Unterstützung!“ So lautet das Motto des Vereins Kinder Afrikas e.V. „Für möglichst viele Kinder Afrikas eine…Schulbildung bereitzustellen und ihnen damit eine neue, bessere Perspektive zu geben – dies macht sich unser Verein zur Aufgabe!“, so der Vereinsgründer Richard Pöschl.

Drei Partnervereine haben sich an dem Projekt beteiligt, das seit Anfang 2012 läuft. Das Gemeinschaftsprojekt der vier Vereine hat zum Ziel, eine gebührenfreie Schule zu errichten. Vielen Kindern in Bong Mines wird dadurch eine Schulbildung ermöglicht.

Der Bau konnte ab Oktober 2013 mit Hilfe von Spendengeldern beginnen. Neben der Finanzierung mussten sowohl bautechnische als auch bürokratische Hürden überwunden werden.

In 2013 kaufte die Initiative ein zwei Hektar großes Grundstück, klärte alle rechtlichen Details mit den Behörden vor Ort ab und startete mit dem Bau. Seitdem macht das Projekt kontinuierlich große Fortschritte. Die ständige Kontrolle von Aaron Mulbah, einem lokalen Mitarbeiter von Kinder Afrikas e.V. und Besuche vor Ort durch ehrenamtliche Helfer tragen dazu bei, dass die Arbeit zuverlässig und konstant weitergeht. Um die Beschaffung der Baumaterialien vor Ort kümmert sich ein einheimischer Mitarbeiter, der als ausgebildeter Maurer bei der Beschaffung der Materialien und der Abschätzung des Bedarfs viel Erfahrung hat.

Die Schule ist schon bezugsbereit und so gut wie fertig. Daneben werden auch die benötigten 17 Lehrer für Schule nach und nach eingestellt. Die Voranmeldung hat bereits im Juli begonnen und es haben sich über 650 Kinder angemeldet. Da das die Kapazität der Schule jetzt schon übersteigt, hat der Verein beschlossen, den Schulbetrieb in zwei Schichten anzubieten, jeweils vormittags und nachmittags.

Der Verein hofft, dass der Schulbeginn pünktlich mit dem neuen Schuljahr im September wie geplant starten kann. Aufgrund der aktuellen Ebolaepedemie kann es zu Verzögerungen kommen, auch wenn Bong Mines nicht zu den betroffenen Gebieten gehört.

Zukünftig wird Kinder Afrikas e.V. als Träger die Schule weiterhin unterstützen: Die Kosten des Schulbetriebs sollen durch Patenschaften gedeckt werden, sodass die Schule keine Schulgebühren erheben muss. Allerdings muss die Zahl der in Bong Mines vergebenen Patenschaften für diesen Zweck noch stark ansteigen – insgesamt benötigt Kinder Afrikas e.V. noch rund 100 Patenschaften, damit sich das Projekt selber finanzieren kann.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Kinder Afrikas e.V.

 

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