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Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

CARE und die kenianischen Ayierea Inititiative schenken Kindern im Korogocho-Slum Zukunftsperspektiven.

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_©2018 Thienken/CARE

Kenia: Ein Fussballplatz – der Himmel auf Erden

In der 14-Millionen-Metropole Nairobi gibt es riesige Slums, in denen katastrophale Lebensbedingungen vorherrschen. Besonders herausfordernd ist das Leben und Überleben in Korogocho, dem Slum, der sich um die größte Müllkippe von Nairobi herum gebildet hat. 150.000 Menschen leben hier in Wellblechhütten auf engstem Raum zusammen. Es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine sanitären Einrichtungen. Korogocho ist nach Kibera und Mathare der drittgrößte Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Viele Kinder und Jugendliche suchen täglich auf der Müllhalde nach Essen und Verwertbarem. Sie atmen dabei giftige, gesundheitsschädigende Mülldämpfe ein. Viele sind unterernährt und krank. Zudem sind sieauf der Müllkippe vielfach Gewalt ausgesetzt. Oft haben sie keine Eltern mehr und leben unter menschenunwürdigen Bedingungen. Jedes dritte Kind in Korogocho geht nicht zur Schule.

Diese Kinder brauchen Unterstützung

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen und der späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt von Kindern und Jugendlichen im Slum von Korogocho-Gomongo.  Erreicht werden soll dies mit Hilfe des Fußballs. Die Grundidee ist, dass Kinder und Jugendliche durch Sport wertvolle soziale Verhaltensweisen spielend erlernen und einüben. Ihre Leistungsbereitschaft wird geweckt und sie entwickeln soziale Beziehungen. Leadership, Teamwork und kritisches Denken werden gefördert. Zurzeit erreicht das Projekt ca. 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren. Ein Drittel nimmt zudem am Bildungsprogramm und an den Aktivitäten im Kinder- und Jugendbildungszentrum teil. Das Projekt unserer Bündnisorganisation CARE soll schrittweise auf den gesamten Slum ausgedehnt werden. Schon heute wirkt es als Vorbild für ähnliche Vorhaben anderer lokaler Organisationen.

Unter anderem wurde die Sanierung des Fußballplatzes, der Bau von drei Primarschulen und eine Evaluierung des Gesamtvorhabens mit Unterstützung des BMZ und der Ayiera Initiative umgesetzt. Das Projekt hat sich sehr vielversprechendentwickelt. Das Kinder- und Jugendzentrum ist ein Vorzeigeprojekt im Korogocho Slum und der Stolz seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Uganda: Schulen in Kampala

Der Zugang zu Bildung stellt für viele Kinder in Uganda die einzige Möglichkeit dar, sich aus der Armut zu befreien. In Kampala unterstützt daher unsere Mitgliedsorganistation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care den Bau und Ausbau von Schulen und trägt so schon seit mehreren Jahren zur Verbesserung der Lernsituation bei.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Schulen in Kampala

Kasubi Schule in Kampala

Der Stadtteil Kasubi ist ein sozialer Brennpunkt in Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Armut, katastrophale Straßenverhältnisse und viele Menschen, die keine Perspektive haben. Sie leben von kleinen Dienstleistungen, Gelegenheitsarbeiten oder dem Verkauf der eigenen Ernte. Überall wo ein freies Stück Land ist, wird ein kleiner Garten angelegt. Die Wohnverhältnisse der Familien sind oft erschreckend, so drängen sich ganze Familien in einem sechs bis acht Quadratmeter großen Raum. Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom sind nicht vorhanden oder nicht finanzierbar.

Krankheiten wie Malaria, Durchfall, TBC oder AIDS und die unzureichende medizinische Versorgung führen zu einer niedrigen Lebenserwartung. Viele Kinder leben mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder einem Vormund. Die Ausbildung dieser Kinder gehört darum zu unseren wichtigsten Aufgaben, um die Situation der jungen Menschen für die Zukunft zu sichern und sie damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung zu befreien.

Die Geschichte der Kasubi Schule geht auf das Jahr 1983 zurück. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care erwarb damals ein Grundstück von 10.000 m² mit der Zielsetzung, dort eine Kindertagesstätte mit Grundschule für 80 Kinder zu errichten. Aber sehr schnell wurde klar, dass die Gebäudesituation dem Ansturm der Kinder nicht gewachsen war. Mit der wachsenden Kinderschar mussten auch ständig weitere Gebäude erstellt werden. In einem Leistungsvergleich mit allen Schulen in Kampala belegte die Kasubi Schule den 3. Platz. Darin spiegelt sich die große Beliebtheit der Schule, aber auch das besondere Engagement der Lehrer wieder. Heute befinden sich folgende Einrichtungen auf dem Grundstück: Der Kindergarten mit Vorschule (Nursery), die Grund- und Hauptschule (Primary), das Gymnasium (Secondary), ein Ausbildungsprogramm im Schneiderhandwerk, eine Bibliothek für 800 eingetragene Schulen, Wohnraum für die Waisenkinder, das lokale KHW-Landesbüro und eine Kirche.

Die Naomi Froese Schule

1998 wurde die spätere Naomi Froese Schule in dem ärmlichen Stadtteil Wabigalo gegründet. Einfache Holzverschläge als Behausungen, enge Straßen und Abfälle an jeder Ecke prägen das Bild in dem riesigen Slum-Viertel. Schnell gewann die Schule an Bedeutung und hatte bald über 300 Schüler, doch die besondere Problematik dieses Stadtteils machte die Arbeit immer schwerer. Die Lehr- und Lernbedingungen in kleinen Klassenräumen und die Gefahr von Seuchen stellten eine unhaltbare Situation dar. Doch der gute Teamgeist und die Einsatzfreude der Lehrer motivierten zur Weiterarbeit. Durch persönliches Engagement einer deutschen Familie konnte der Grundstock für eine neue Schule gelegt werden. Die Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care hat sich dieses Projektes für die Kinder Ugandas angenommen und ein großes Grundstück im Stadtteil Murchison Bay erworben. Der Unterricht läuft nun schon seit vielen Jahren in unterschiedlichen Schulgebäuden und hat so zu einer echten Veränderung der Lern- und Lehrsituation beigetragen.

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Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Bildung ist der Schlüssel, damit Kinder eine Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft bekommen und sich damit aus dem Kreislauf der Armut und lebenslangen Diskriminierung durch fehlende Schulbildung befreien können. In Uganda setzt sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care in dem Dorf Mawanga für den Ausbau von Klassenzimmern ein.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Bildung ist der Schlüssel

Grund- und Hauptschule in Mawanga

In dem Mittelpunktdorf Mawanga, Iganga Distrikt im Osten von Uganda, leben 5.000 Menschen. Zuzüglich des gesamten Einzugsbereichs von weiteren sechs Dörfern steigt die Zahl auf 20.000. Die Familien betreiben größtenteils Subsistenzwirtschaft. Bei normalem Niederschlag gibt es genügend Nahrungsmittel für die Bewohner. Allerdings sind die finanziellen Mittel je nach Ernteerträgen recht unterschiedlich und teilweise erschreckend niedrig. Viele Familien müssen mit umgerechnet 10 EUR im Monat auskommen. Die Kinder müssen auf den Feldern mithelfen. Den Familien fehlt das Geld für die Bezahlung der Schulgebühren. Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nach Kasaala zur nächstgelegenen Schule in der Regenzeit kaum passierbar und besonders für Kinder sehr gefährlich ist.

In einer Eigeninitiative haben Eltern, Lehrer und Kinder im Jahr 1986 im Dorf Mawanga eine Schule gegründet. Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren werden hier von der 1. bis 7. Klasse unterrichtet. In einer Selbsthilfe-Aktion wurden zehn Klassenräume aufgebaut. Allerdings waren dies überwiegend einfache Lehmhäuser mit Grasabdeckung. Die Lichtverhältnisse in den Gebäuden waren katastrophal. Mit einer Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten neue Räumlichkeiten entstehen. Durch ansteigende Schülerzahlen leidet der Unterricht immer wieder unter der räumlichen Enge. So wurden inzwischen wieder einige der alten Klassenräume als Übergangslösung provisorisch hergerichtet. Für den Dauerbetrieb sind sie jedoch nicht geeignet. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care engagiert sich für den Ausbau der Schule mit der Entstehung neuer, zusätzlicher Klassenräume.

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Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

Im Flüchtlingscamp Palorinya im Norden Ugandas leben rund 120.000 Geflüchtete aus dem Südsudan, viele davon sind Kinder und Jugendliche. Um ihnen einen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Integration zu erleichtern, unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care Parolinya unter anderem mit dem Bau einer Sekundarschule und eines Internats.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Uganda: Ein Klassenzimmer im Flüchtlingscamp

In Uganda leben über 850.000 Geflüchtete aus dem Südsudan. Nach tagelangen Fußmärschen durch gefährliche und unsichere Regionen erreichen sie das Nachbarland. Es sind vor allem Frauen und Kinder, die seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Südsudan 2013 aus dem jüngsten Land der Welt in die Nachbarländer geflohen sind. Ugandas Flüchtlingspolitik ist besonders. Die Geflüchteten leben in dorfähnlichen Strukturen und haben die Möglichkeit, sich eine Arbeit zu suchen. Jedem wird ein Stück Land zugeordnet, auf dem eine Hütte gebaut und der Boden kultiviert werden kann. Sie sind eingeladen zu bleiben, für immer. Auberginen, Tomaten und anderes Gemüse werden von den Familien auf dem eigenen Grundstück angebaut. Trotz dieser Besonderheiten und Hilfen stehen die Geflüchteten vor großen Herausforderungen. Die gesundheitliche Versorgung und Schulbildung ist nur begrenzt vorhanden und die selbst angebauten Lebensmittel zur Ernährung der Familien reichen nicht aus.

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care unterstützt die Kinder und Jugendlichen im Flüchtlingscamp Palorinya in Norduganda. Dort leben über 120.000 Geflüchtete, 87 % davon sind Frauen, Kinder oder Ältere. Im Rahmen des Projekts wurde durch den Bau einer Sekundarschule die Bildungssituation für Flüchtlingskinder aus dem Südsudan verbessert. Die Kinder erhalten Unterricht nach Vorgaben des Bildungsministeriums und damit eine Chance auf eine positive und erfolgreiche Zukunft.

Die Versorgung der SchülerInnen mit einer Mahlzeit während der Schulzeit sichert die Ernährung der Kinder. Lernen funktioniert nur, wenn der Hunger gestillt ist. Zudem führen Mangel- und Unterernährung zu einem geschwächten Immunsystem, geringer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsstörungen. Mit dem Projekt stellt das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care sicher, dass die Schülerinnen und Schüler ausreichend ernährt und die Familien entlastet werden. Da es im weitläufigen Flüchtlingscamp an weiterführenden Schulen mangelt, können viele Kinder und Jugendliche die Schule aufgrund der Entfernung nicht besuchen. Ein Internatsgebäude beherbergt und versorgt zukünftig einige der Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtsmonate. Auch ein Fußballfeld für die Fußballbegeisterten unter ihnen wird neu hinzukommen. Um eine gute Integration der Flüchtlingskinder in ihrem Lebensumfeld in Uganda zu erreichen, bestehen die Schulklassen aus 80 % Flüchtlings- und 20 % einheimischen Kindern. Durch den Bau der Schule und den regelmäßigen Schulunterricht erhalten die traumatisierten Kindern eine stabile Bildungssituation, ein sicheres Umfeld und eine Rückkehr in den Schulalltag.

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Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

In Äthiopien schenkt unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global Care bedürftigen Mädchen und Jungen über eine Berufsausbildung im Ausbildungszentrum Bishoftu eine Zukunft.

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_©Kinderhilfswerk Global Care / Suellen Müller

Äthiopien: Ein Ausbildungszentrum als Zukunftsschenker

Es ist eines der ärmsten Länder der Welt, in dem etwa 30 % der Menschen mit nur 1,13 Euro pro Tag unterhalb der Armutsgrenze leben. Rasches Bevölkerungswachstum mindert in Äthiopien den Erfolg wachsender Wirtschaft. Anhaltende Dürreperioden, die den Haupterwerbszweig der Landwirtschaft erschweren und ein Mangel an Ressourcen führen dazu, dass die Armut verharrt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Unruhen und teils gewaltsamen Protesten gegen die äthiopische Regierung. Ein nächstes großes Problem besteht im Umgang mit Menschenrechten, die von der Regierung zwar geschützt werden, sich jedoch häufig nicht mit der Realität decken. Frauen erfahren Gewalt und Diskriminierung. Junge Mädchen werden zwangsverheiratet und können gar nicht oder nur eine kurze Zeit zur Schule gehen. Viele Kinder nehmen nicht am Unterricht teil, weil das geringe Einkommen der Familien für die Entrichtung von Schulgebühren über die Lebenserhaltungskosten hinaus nicht ausreicht. Durch Kinderarbeit, Prostitution und ein Leben auf der Straße schließt sich häufig der Kreislauf der Armut.

Seit 1991 ist unsere Mitgliedsorganisation  Kinderhilfswerk Global Care in Äthiopien aktiv und verändert durch wertvolle Patenschaften und Projekte die Perspektive von bedürftigen Mädchen und Jungen.

Ausbildungszentrum Bishoftu

Ein vom Bürgermeister von Bishoftu zur Verfügung gestelltes Grundstück, wertvolle Zuwendungen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und jede Menge Einsatz auf der Baustelle haben im September 2010 einen großen Schritt möglich gemacht. Seitdem erfahren jährlich bis zu 100 fleißige Jugendliche, was es bedeutet, auch nach der Schulzeit sicher in die Zukunft schauen zu können. Küche/Gastronomie und Hotelbetrieb/Service sind die Fachbereiche, die für die einjährige Ausbildung zur Auswahl stehen. Wissbegierig, motiviert und dankbar nehmen die Azubis ihre Chance ernst, schließen mit einer überragenden Rate erfolgreich ab und halten am Ende stolz ihr Zertifikat in den Händen. Die Weichen für eine sichere Zukunft sind gelegt und die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mehrheitlich gesichert.

Wertvolle Spuren

Ein neuer Arbeitstag in der landestypischen Lodge mit traumhaftem Seeblick beginnt. Rund 200 Gäste finden hier Platz und werden liebevoll betreut und versorgt.

Lodge-Inhaber Legesse hat schon mehrfach unser Ausbildungszentrum in Bishoftu besucht, um den Unterricht zu begleiten und zu begutachten. Inzwischen hat er „alle Schüler, die noch zu haben waren“ übernommen und bisher keinen entlassen. Denn, wie er sagt, ist „die Ausstattung die Beste aller Schulen in Bishoftu, der Unterricht hervorragend und das Ergebnis spitze.“ Davon zeugen auch Tekalign und Yitebarek, zwei junge Männer, die im Anschluss an ihre Ausbildung in der Lodge von Legesse eine Arbeitsstelle gefunden haben. Tekalign hat schon früh seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter und zwei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen in Addis Abeba. Durch eine Patenschaft hat er von klein auf Unterstützung erfahren, konnte die Schule besuchen und seine Ausbildung in Bishoftu absolvieren. Heute ist er 23 Jahre alt und hat ein festes Arbeitsverhältnis erreicht. Ein beeindruckender Moment, der unterstreicht, welch wertvolle Spuren unterstützte Bildung im Leben eines Kindes hinterlässt.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

Unsere Mitgliedsorganisation DON BOSCO MONDO gibt Straßenkindern in Nairobi ein sicheres Zuhause und sorgt so für ihr leibliches und seelisches Wohl.

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Kenia: Perspektiven für Straßenkinder

 

In Kenias Hauptstadt Nairobi leben etwa 60.000 Kinder auf der Straße. Sie schlagen sich mit Gelegenheitsjobs, Betteln und Stehlen durch, sind meist unterernährt, leiden an Krankheiten oder sind drogenabhängig. Einige von ihnen sind AIDS-Waisen. Andere Straßenkinder haben zwar Familie, sind aber vor Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung weggelaufen. Staatliche Hilfe für Straßenkinder gibt es kaum. Deshalb schließen sich die Kinder in Gangs zusammen, um zu überleben. Für viele ein Einstieg in Kriminalität und Drogenkonsum.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Hilfe für Straßenkinder ein Schwerpunkt der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos in Nairobi. Seit 1990 setzen sie sich für Straßenkinder ein und gründeten das „Bosco Boys“-Zentrum in Nairobi. Das Herzstück von Bosco Boys bildet ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. Die Jungen werden dort rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut, finden hier ein neues Zuhause, werden verpflegt, medizi­nisch versorgt und nehmen an Freizeit- und Bildungsangeboten teil. Auf dem gleichen Gelände gibt es eine Grundschule und zwei Ausbildungswerkstätten für Metall- und Holzverarbeitung. Vor allem Schulabbrecher erhalten durch die Ausbildung die Chance, später eigenes Geld zu verdienen.

Auch Kinder aus den benachbarten Slums können am Unterricht in der Grundschule teilnehmen. Psychologen und Sozialarbeiter unterstützen die Kinder und Jugendlichen, damit sie ein selbstbestimmtes und würde­volles Leben führen können – ganz im Sinne der Pädagogik Don Boscos. Zudem werden auch Stipendien für weiterführende Schulen und Universitäten vergeben.

Auf unserer Reise nach Kenia besuchten wir das Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town in Nairobi, in dem Jugendliche im Alter von 18-22 Jahre in einer 2-jährigen Ausbildung in Metall- und Holzverarbeitung, als Techniker oder als Schneider ausgebildet werden.

 

PROJEKTZIELE

  • Straßenkindern ein Zuhause geben, Verpflegung und medizinische Versorgung, Schulbildung
  • Perspektiven schaffen durch Ausbildungsplätze im Berufsausbildungszentrum Don Bosco Boys Town

 

BISHER ERZIELTE ERGEBNISSE

Bis zu 300 Kinder können die Schule besuchen und werden von den Don Bosco Mitarbeitern betreut. Rund 60 Jungen sind in der Einrichtung untergebracht. Viele von ihnen finden später eine Arbeit, einige sogar als Sozialarbeiter in den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos.

Manche der Jugendlichen studieren später und übernehmen verantwortungsvolle Posten in der lokalen Politik.

 

 

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Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

Mit Hilfe unserer Bündnisorganisation STIFTUNG DER DEUTSCHEN LIONS konnte an der Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) ein Internat aufgebaut werden, das es Massai-Kindern erlaubt, die Schule ganzjährig zu besuchen und die Abschlussprüfungen abzulegen.

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_©Lions Club Münster Landois & Lions Club Thika Chania Falls

Das Massai Internat an der Ilkeek Aare Primary School: ganzjährige Schulbildung für Massai-Kinder

 

Massai-Kinder konnten die Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) bisher nur für etwa drei Monate im Jahr besuchen. Denn als Halbnomaden mussten sie in der Trockenzeit zusammen mit ihren Eltern bis zu 30 Kilometer zurücklegen, um Futter für ihre Herden zu finden. Das 30 acres große Grundstück der bisherigen Tages-Schule wurde vor Jahren von einem Vertreter der Massai erworben. Obwohl er selbst nicht lesen und schreiben konnte, war er der Meinung, dass jedes Kind Bildung braucht. Das Grundstück wurde dem Staat übereignet, da auch die Mehrheit der Eltern der Schülerinnen und Schüler möchte, dass ihre Kinder ganzjährig zur Schule gehen und so zumindest einen Hauptschulabschluss erwerben. Das Distrikt-Erziehungs-Ministerium stellte daraufhin die meisten Mittel für die Errichtung der sehr einfachen Gebäude der Tagesschule auf dem Grundstück zur Verfügung.

Über Spenden und einem Zuschuss vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit konnte der Lions Club Münster Landau mit lokaler Unterstützung des Lions Clubs Thika Chania Falls in Kenia die Umwandlung der Tagesschule IAPS in ein Internat finanzieren. Diese Errungenschaft erlaubt es den Kindern jetzt, in der Schule zu bleiben, wenn die Eltern weiterziehen. So können die Kinder ganzjährig im Internat lernen und die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren. Staatliche Mittel stehen für den Ausbau zum Grundschul-Internat (mit Schlafräumen und Speisesaal) in ganz Kenia grundsätzlich nicht zur Verfügung. Damit können viele andere Massai-Kinder aufgrund der nomadischen Lebensweise die auch in Kenia bestehende Schulpflicht nicht wahrnehmen.

 

Projektziele

Das Projekt hat insgesamt fünf konkrete Projektziele:

  • Bau von stabilen Schulgebäuden (vorher eher provisorische Bauten)
  • Menschenwürdige Unterbringung der Kinder während des gesamten Schuljahres
  • Bau von Unterkünften für sieben Lehrer und ihre Familien
  • Einrichtung eines Verwaltungsbüros und Einstellung eines Verwaltungsbeamten für die Schule
  • Versorgung der Kinder mit Trinkwasser durch Anbindung der Schule an die staatliche Wasserleitung

 

Was bisher erreicht wurde

Ende Mai 2019 fand unter großer Beteiligung der lokalen Bevölkerung und der Anwesenheit des Vizepräsidenten des Landes Kenia sowie von zahlreichen Repräsentanten der weltweiten Organisation Lions Clubs International (LCI) aus Deutschland und Kenia die offizielle Feier der Eröffnung der IAPS statt. Der II. Bauabschnitt ist damit fertig gestellt, der für die Zukunft 500 Internatskindern der Massai eine menschenwürdige Unterbringung bietet. Zusätzlich können ca. 200 Vorschüler und Tagesschülerinnen dort unterrichtet werden.

Langfristig sollte die Schule mindestens 1.000 Kinder aufnehmen, da der Staat erst dann das Essen mitfinanziert.

 

 

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Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Der Zyklon Idai zerstörte am 14. März 2019 weite Teile Mosambiks. Millionen von Menschen waren und sind von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Neben schneller und konkreter Nothilfe ist auch die Unterstützung beim Wiederaufbau von großer Bedeutung.

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_© Josh Estey/CARE

Mosambik: Wiederaufbau nach Zyklon Idai

Zyklon Idai, eine der schlimmsten Wetterkatastrophen, die die südliche Hemisphäre je getroffen hat, zerstörte im März 2019 weite Teile Mosambiks, Simbabwes und Malawis. Viele Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. 11,5 Millionen Menschen waren von der Katastrophe betroffen, 2,6 Millionen wurden obdachlos, 1,8 Millionen Menschen davon in Mosambik. Die Provinz Sofala in Mosambik wurde besonders stark geschädigt. Hier traf Zyklon Idai mit 210 Kilometern pro Stunde auf Land und zerstörte rund 90 Prozent rund um die Küstenstadt Beira. Dem Zyklon folgten langanhaltende, sintflutartige Regenfälle und Stürme, die in der Region zu schweren Überschwemmungen führten.

Nothilfe vor Ort

Unsere Bündnisorganisation CARE Deutschland e.V., seit 1984 mit umfangreichen Not- und Entwicklungsprogrammen und einem vorwiegend lokalen Mitarbeiter-Team in Mosambik aktiv, startete sofort nach der Katastrophe erste Rettungs- und Überlebenshilfe und begann mit der Verteilung eingelagerter Hilfsgüter. In den ersten Tagen nach der Katastrophe konnten die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen wie CARE dabei aufgrund der Wassermassen nur per Boot und Helikopter Hilfe leisten.

Das wichtigste, was die Menschen brauchen sind Lebensmittel, da viele Familie ihre Ernten und ihre Äcker verloren haben. CARE verteilt zudem Zelte, Planen, Seile und Werkzeug zum Bau von Notunterkünften sowie Wasserentkeimungsmittel, Hygienepakete und Hilfsgüter.

Katastrophensichere Klassenzimmer für 2.525 Schulkinder

Ein Projekt, dass CARE besonders am Herzen liegt, ist der Wiederaufbau von Schulen. Zuletzt war CARE nach dem verheerenden Wirbelsturm Dineo 2017 für die Sanierung von zerstörten Klassenzimmern in der Provinz Inhambane verantwortlich. In den kommenden 12 Monaten übernimmt CARE die Sanierung und Instandsetzung von 95 Klassenzimmern nach den Richtlinien von UN-HABITAT. Alle Wiederaufbaumaßnahmen setzt CARE in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern um. CARE führt dabei die Bauaufsicht und gibt sein Wissen zu katastrophensicheren Baumaßnahmen an alle beteiligten, lokalen Akteure weiter. Das sichert die Nachhaltigkeit und eine weitere Verbreitung katastrophensicherer Baumethoden in der Region über das Projekt hinaus. CARE stellt zudem bei allen Wiederaufbaumaßnahmen sicher, dass die besonderen Schutzbedürfnisse von Mädchen bei der Gebäude-, der Waschraum- und Toilettenplanung berücksichtigt werden, eine ausreichende Anzahl getrennter Latrinen für Mädchen und Jungen vorhanden sind und jede Schule über ausreichende Handwaschstationen zur Aufrechterhaltung der Basishygiene verfügt. Durch ein flankierendes Hygieneprojekt werden die Lehrpersonen und Klassen nach Abschluss aller Bauarbeiten in der Umsetzung von Basishygiene- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Cholera geschult.

 

Weitere Informationen zur Arbeit von CARE in Mosambik finden Sie hier.

 

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Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Zehntausende Kinder wachsen in Kenia als Waisen oder Sozialwaisen auf. Viele wurden von ihren Großmüttern aufgenommen, die selbst kaum genug zum Leben haben.

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_© Childfund Deutschland e.V.

Kenia: Großmütter geben Waisen eine Zukunft

Vor 15 Jahren starben in Kenia mehr Menschen an AIDS als an Malaria und Tuberkulose. Über 1,5 Millionen waren der Infektion bereits erlegen – vor allem junge Erwachsene, mit Familien, Kindern, einem Einkommen. Eine der traurigen Folgen: Noch 2015, als das Virus längst auf dem Rückzug war, gab es im Land 660.000 AIDS-Waisen. Einige von ihnen hatten Glück. Ihre Großmütter nahmen sich ihrer an. Starke Frauen, die im Leben viel gekämpft hatten und sich nun ihrem größten Kampf stellten. Oft verwitwet und selbst bitter arm, kümmern sie sich bis heute oft zeitgleich um 3 oder 4 Kinder und ersparen ihnen so Hunger, Elend und Schlimmeres. Doch sie stoßen zunehmend an ihre Grenzen.

Verbesserung des Einkommens

Die meisten Großmütter haben kaum Geld für Lebensmittel, geschweige denn für einen Arzt oder Schulbedarf. Unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland e.V. unterstützt 600 Frauen, die sich um rund 2.400 Waisen kümmern, bei der Verbesserung ihres Einkommens. Die Frauen gründen Spar- und Kleinkreditgruppen, die es ihnen ermöglichen, kleine Geschäftsideen umzusetzen. Sie lernen, gut mit ihrem Geld umzugehen und der Armut als Gemeinschaft zu trotzen. Den Jugendlichen in ihrer Obhut werden unternehmerische Kompetenzen vermittelt und auf dem Weg in einen Beruf oder die Selbstständigkeit begleitet. So können sie ihren Großmüttern, denen sie alles verdanken, eines Tages eine Stütze sein.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

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Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarkeit

Im äußersten Norden Kameruns trägt unsere Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V. dazu bei, das System der Jugendgerichtsbarkeit zu stärken und den Kinderschutz wirksamer und nachhaltiger zu gestalten.

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Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarke_@ALDEPA

Kamerun: Stärkung der Jugendstrafgerichtsbarkeit

Der Norden gehört zu den ärmsten und bevölkerungsreichsten Gegenden des Landes. Vor allem die großen Städte erfahren in den letzten Jahren einen starken Bevölkerungszuwachs. Insbesondere Minderjährigen ziehen auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Stadt. Auch der Zustrom von Flüchtlingen und eine wachsende Anzahl oft bettelnder Koranschüler(innen) trägt zu die Situation bei.

Eine rasante Zunahme der auf der Straße lebenden und arbeitenden Kindern ist die Folge. Dort sind die Kinder schutzlos den Gefahren der Straße ausgesetzt – sie werden Opfer von Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung oder gar Kinderhandel. Aufgrund kleiner Diebstähle finden sich viele Kinder irgendwann in Polizeigewahrsam oder Gefängnissen wieder und sehen sich, vor allem in Kaélé, mit Haftbedingung konfrontiert, die ihre Menschen- und Kinderrechte grob missachten. Wirksame staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen zum Schutz der Kinder und ihrer Rechte fehlen meist noch oder sind unzureichend.

Kinder auf der Straße sind zudem ein leichtes Ziel für die Terrorgruppe Boko Haram, die die Kinder zwangsrekrutiert. Einige Kinder werden bereits in Nigeria von der Miliz entführt, nach Kamerun verschleppt und dort für Anschläge eingesetzt, bei denen die Kinder selbst oft ums Leben kommen.

Das vom 01.05.2016 – 31.12.2019 durchgeführte Projekt unserer Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V. sollte u. a. staatliche Akteure in einer kindgerechten Jugendgerichtsbarkeit und einem wirksamen und nachhaltigen Kinderschutze schulen. Gefährdete oder von wirtschaftlicher Ausbeutung und Kinderhandel betroffene Kinder sollten nachhaltiger geschützt und erfolgreich bei ihrer Rehabilitation und familiären Wiedereingliederung unterstützt werden. Die Haftbedingungen für Kinder und Jugendliche, die einer Straftat verdächtigt, beschuldigt oder überführt werden sowie mit ihren Kleinkindern inhaftierte Mütter sollten verbessert werden. Auch wurden sie bei ihrer sozialen und schulischen bzw. beruflichen Wiedereingliederung begleitet. Das Projekt wurde Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen.

Mehr Informationen zu dem Projekt finden sie hier.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional.

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Kongo: Hoffnung für Straßenkinder

Der Kongo ist das, was man einen gescheiterten Staat nennt. 20 Jahre Krieg und Zerstörung haben eine soziale Katastrophe verursacht. Familien und ganze Dörfer haben sich aufgelöst, es gibt Millionen Kriegs- und Aidswaisen. Zusammen mit jenen, die vor Armut und Hunger geflohen sind, landen sie als Ausgestoßene auf der Straße. In der Provinz Süd-Kivu, einst ein Epizentrum der Gewalt, gibt unsere Bündnisorganisation Childfund Deutschland Straßenkindern ein Zuhause, schickt sie zur Schule und führt sie wieder mit ihren Familien zusammen.

Reintegration in eine Gemeinschaft

In Uvira, einer Stadt am Nordufer des Tanganjikasees, unterstützt ChildFund bereits seit 2001 ein Heim, in dem derzeit 40 Straßenkinder ein Zuhause auf Zeit gefunden haben. Hier bekommen sie alles , was für sie lange größter Luxus war: warmes Essen, saubere Kleidung und ein eigenes Bett, Duschen, Toiletten sowie medizinische Versorgung. Vor allem aber besuchen die Kinder hier auch die Schule.

Vier Betreuer und eine Sozialarbeiterin kümmern sich um die Kinder und strukturieren für sie den Alltag. Die Kinder sollen aber auch lernen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst zurückzustellen und respektvoll miteinander umzugehen. Das „Gesetz der Straße“ wird im Heim durch Regeln ersetzt, die sich die Bewohner selbst geben. Das stellt eine Legitimität her, die jeder Neuankömmling sofort versteht.

Wiedervereinigung mit den Familien

Kein Heim kann die Geborgenheit einer Familie ersetzen – letztlich kann daher nur Reintegration das Ziel sein. Früh werden die Angehörigen der Kinder ausfindig gemacht, unter einem Berg von Schuld, Scham und Verbitterung legt man behutsam die Gründe der Trennung frei. Damit wird eine Basis für Versöhnung geschaftt. Mit einem Konzept, das die Eltern zugleich in die Pflicht nimmt und honoriert, wurden seit 2015 25 Kinder mit ihren Familien wiedervereint.

Hintergrund

Wie viele Straßenkinder es im Kongo gibt, weiß niemand. Allein in Kinshasa sind es wohl mehr als 20.000. Oft sind sie von Ausbeutung und Missbrauch betroffen – ob physisch, sexuell oder emotional. Verstecken müssen sich die Täter in der Regel nicht nicht. Niemanden kümmert es, wie es den vor Dreck starrenden, zerlumpten, von Tuberkulose und Malaria geplagten Gestalten ergeht, die überall herumlungern, Passanten belästigen und klauen. Es ist leicht, sie nicht als Menschen zu sehen. Viel leichter, als zu akzeptieren, dass sie Kinder sind, die sich ein Zuhause und etwas Geborgenheit wünschen. Aus der Gesellschaft verstoßen, kämpfen sie täglich ums Überleben – in einer Welt, die ihnen nichts schenkt.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Erziehung und Ernährung in der Familie, fachgerechte medizinische Versorgung, gut ausgebildete, engagierte Lehrer sowie sichere und förderliche Betreuungs- und Lernangebote – all das gehört zusammen. Denn so entsteht ein Umfeld, das Kinder von früh auf stark fürs Leben macht.

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Sambia: Frühkindliche Förderung

Sambia gilt als politisch stabil, die Wirtschaft entwickelt sich positiv. Auf dem Land, wo die meisten der 16 Mio. Einwohner leben, spürt man davon nur wenig. Über zwei Drittel der Haushalte hier sind arm, viele haben keinen Zugang zu Wasser und Hygiene. Bildung ist ein Schlüssel dafür, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. Mit der frühen Förderung von Kindern trägt unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland an entscheidender Stelle dazu bei.

Die frühe Kindheit ist entscheidend für die physische, kognitive und soziale Entwicklung eines Menschen. Und damit auch für den späteren Bildungserfolg. Von den Kompetenzen, die Kinder in dieser sensiblen Phase erwerben, profitieren sie ein Leben lang. Gerade jetzt brauchen sie viel Schutz und jede erdenkliche Förderung. So können sie ihre Potentiale entfalten und Nachteile durch Herkunft oder Armut überwinden. Für Länder wie Sambia, deren aufstrebende Gesellschaften auf junge, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte angewiesen sind, hängt davon nicht weniger ab als ihre Zukunft.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Hintergrund

Während Lusaka, eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, wirtschaftlich und kulturell floriert, versinken viele sambische Dörfer und Ortschaften auf dem Land in Armut und sozialen Problemen wie Gewalt und Vernachlässigung. Die Schulen sind marode und überfüllt, vielerorts fehlt eine gut erreichbare Gesundheitsstation. Die Kindersterblichkeit ist hoch, fast ein Fünftel der unter 5-Jährigen ist unterernährt. Die Vor- und Nachsorge bei Geburten muss dringend ausgebaut werden, ebenso das Wissen um kindliche Hygiene, Ernährung und Erziehung.

Eine durch HIV/AIDS gesunkene Lebenserwartung und hohe Geburtenraten haben dazu geführt, dass Kinder unter 14 Jahren heute fast die Hälfte der Bevölkerung bilden. Kindliche Frühförderung ist für Sambia ein Thema von zentraler Bedeutung – steht jedoch noch ganz am Anfang, vor allem auf dem Land. Mit 5 neuen Förderzentren in zwei Distrikten wird ChildFund dort die Lebenschancen von rund 1.000 Mädchen und Jungen verbessern. Der integrative Ansatz umfasst das ganze Umfeld der Kinder: ihre Entwicklung, Gesundheit und die Kompetenz ihrer Eltern und Lehrer.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

In Sambia schafft Childfund Deutschland für rund 1.500 Kinder ein Lernumfeld, von dem nicht nur sie selbst, sondern später auch ihre Fami­lien und Gemeinschaften profitieren.

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Sambia: Kinderfreundliche Schulen

Bildungsmangel ist weltweit das Armutsrisiko Nummer eins. Wer für gute Schulen sorgt, investiert daher nachhaltig in Wohlstand und eine sichere Zukunft. Für Sambia gilt dies in ganz besonderer Weise: In dem armen Land gehen zwar die meisten Kinder zur Schule – jedoch ohne jemals richtig schreiben, lesen oder rechnen zu lernen. Mit dem Programm Child Friendly School („kinderfreundliche Schule“​​​​​​​​​​​​​​) verbessert unsere Bündnisorganisation ChildFund Deutschland die Unterrichtsqualität an zehn Grundschulen – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.

Das Projekt setzt dabei auf 3 Schwerpunkte:

  • Infrastruktur: Bau von fünf Vorschulen mit sicherer Sanitär- und Wasserversorgung (Brunnen, Tanks), Spielplätzen und Gemüsegärten (für Lehre und Ernährung).
  • Bildung: Beste Förderung durch neues Lernmaterial, Lehrer-Fortbildungen zu Pädagogik und Schulmanagement, Kurse für Eltern zu Erziehung, Ernährung, Hygiene und Kinderschutz.
  • Gesundheit: Realisierung einer Vor-Ort-Versorgung durch Krankenschwestern, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder profitieren von Vorsorge, Wachstumskontrolle und Immunisierung.

Nachhaltige Verbesserungen

Das Programm Child Friendly School verbessert die Lernbedingungen von 7.000 Mädchen und Jungen nachhaltig. Dadurch entsteht ein Umfeld, in dem Kinder wieder Lust am Lernen haben, Selbstvertrauen entwickeln und Fortschritte machen können. Das Ergebnis: Höhere Bildungsqualität und weniger Schulabbrecher. Um auch Kinder aus extrem armen Familien zu erreichen, sind spezielle Integrationsmaßnahmen geplant. Von diesen profitieren nochmals etwa 1.500 Mädchen und Jungen.

Hintergrund

In Sambia werden fast alle Kinder eingeschult – im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklungsländern. Doch nur wenige lernen jemals richtig lesen, schreiben oder rechnen. Dies bestätigt auch eine Studie, die ChildFund in den Projektregionen Chibombo und Kafue durchgeführt hat: Dort erreichen weniger als 50 % aller Grundschüler ein Bildungsniveau, das ihnen den Wechsel auf eine weiterführende Schule ermöglicht. Viele Kinder beenden vorzeitig die Schule – ohne Abschluss.

Die Ursachen für den Bildungsnotstand sind vielfältig: „Die Schulklassen sind hoffnungslos überfüllt und die Lehrer haben aufgrund der inakzeptablen Verhältnisse kapituliert“, sagt Werner Küpper, Leiter der Programmarbeit bei ChildFund Deutschland. „Viele Schulgebäude sind verwahrlost, da kein Geld da ist. Es mangelt an Büchern, Schulbänken, sanitären Einrichtungen und Zugang zu sauberem Trinkwasser.“

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Ghana: Schutz vor Kinderhandel sowie Früh- und Zwangsheirat

In Teilen Ghanas sind Früh- und Zwangsehen allgegenwärtig. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika stärkt Kinderrechte und gibt vor allem Mädchen die Chance auf ein gebildetes Leben.

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Eine Theateraufführung in Ghana_©Horst Buchmann/Kinderrechte Afrika

Ghana: Schutz vor Kinderhandel sowie Früh- und Zwangsheirat

 

In der Northern Region in Ghana leben fast 90% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Das Durchschnittsalter der Gesellschaft ist sehr niedrig. Weniger als ein Drittel der Bevölkerung ist alphabetisiert, lediglich 37% unter den Alphabeten sind Frauen. In dieser Region sind Polygamie und eine relativ niedrige Stellung der Frau noch immer fest in der Gesellschaft verankert.

Früh- und Zwangsehen sind alltäglich

In Tolon und Umgebung sind schädliche traditionelle Praktiken, insbesondere Früh- und Zwangsehen, alltäglich. Untersuchungen zeigen, dass jedes vierte Mädchen in der Northern Region in Ghana vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet wird. Damit verbunden sind meist sexuelle Ausbeutung, Kinder- und Jugendschwangerschaften sowie eine hohe Anzahl an Schulabbrüchen unter Mädchen – mit weitreichenden Folgen. Trotz nationaler Gesetze, die Früh- und Zwangsehen verbieten (Kinderschutzgesetz von 1998, Verfassung Ghanas), werden in der Praxis unter Berufung auf Tradition, Brauchtum und Gewohnheitsrecht oft weder Alter noch Zustimmung des betroffenen Mädchens berücksichtigt. Tausenden Mädchen wird dadurch die Chance auf (Aus-)Bildung und eine selbstbestimmte Zukunft genommen.

Stärkung des Verständnis von Kinderschutz

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika schafft zusammen mit ihrem lokalen Partner PAORP-VWC (Pan-African Organisation for Research and Protection of Violence on Women and Children) ein verbessertes Verständnis von Kinderschutz und Kinderrechten. Dazu wurden eine Reihe von Maßnahmen initiiert:

  • In kulturellen Theater-, Gesangs- und Tanzveranstaltungen werden schädliche traditionelle Praktiken thematisiert. Auch in sog. Durbars (traditionelle Gemeindeveranstaltungen), in denen Kinder mit Theaterstücken und Sketchen die teils verheerenden Folgen von Früh- und Zwangsehen aufzeigen, wird das Verständnis von Kinderschutz gestärkt.
  • In einem Workshop lernen Führungspersonen und Interessensvertreter(innen), wie sie schädliche Praktiken erkennen und Lösungsansätze finden.
  • In Lern- und Spielzentren werden Kinder über ihre Rechte, insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung in Bezug auf den eigenen Körper, aufgeklärt.
  • Mit Hilfe der Sammlung und Dokumentation von traditionellen Märchen, Fabeln, Sprichwörtern und Weisheiten, die eine positive Botschaft über das Kindeswohl in lokalen Sprachen transportieren, klärt PAORP über Kinderrechte und die elterliche Verantwortung in traditionsgeprägten ländlichen Gebieten auf.
  • Unterstützung bei der Gründung und dem Betreiben eines lokalen Gemeinschaftsradios. Mit Hilfe der Radiosendungen wird die lokale Bevölkerung für Kinderrechte sensibilisiert.
  • Erarbeitung, Veröffentlichen und Verbreiten eines Handbuchs zu Kindesschutzgesetzen welches in drei lokale Sprachen übersetzt wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Mali: Zugang zu hochwertiger Bildung für benachteiligte Kinder in ländlichen Regionen

Mit der Unterstützung von Kinderrechte Afrika e.V. erhalten viele Kinder in den ländlichen Regionen Ségou, Kolikorou und Mopti Zugang zu qualitativer Bildung. Auch werden Kooperativen aufgebaut und begleitet, um darüber die selbstbestimmte Entwicklung in den ländlichen Regionen zu fördern.

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Mali: Zugang zu hochwertiger Bildung für benachteiligte Kinder in ländlichen Regionen

In den ländlichen Regionen Malis besuchen viele Kinder keine Schule oder brechen sie nach den ersten 1-2 Jahren der Grundschule wieder ab. Ein Großteil der Bevölkerung kann daher nicht lesen und schreiben. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das viel zu geringe Einkommen der Dorfbevölkerung, das es Familien nicht erlaubt für den Schulbesuch, Hefte, Stifte, etc. aufzukommen. In den letzten Jahren konnte unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. gemeinsam mit ihrem malischen Partner GRADEM in den Regionen Ségou und Koulikoro die Gründung von Kooperativen in Dörfern anstoßen und sie in ihrer Entwicklung begleiten.

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Ausbildung von Mitgliedern der Kooperativen in nachhaltigen ökologischen Anbaumethoden, um die Lebensgrundlage der Bevölkerung in ländlichen Regionen langfristig zu sichern und damit auch die Bildungschancen der Kinder zu verbessern. Derzeit wird hauptsächlich Monokultur betrieben und den schrumpfenden Ernten mit hohem Düngereinsatz begegnet. In der kargen Sahelregion führt dies zu einer schnellen Auslaugung der Böden und ist weder gesund noch nachhaltig. Die Schulungen finden auf der Farm von GRADEM bei einem erfahrenen Agronomen statt. Das Projektteam begleitet die Kooperativen in den Dörfern dann bei der Umsetzung im eigenen Gemüsegarten/auf den eigenen Feldern. Zum Projektstart wurde das Projektteam zu den nachhaltigen ökologischen Anbaumethoden von einem Experten geschult.

Bildung und Perspektive

Kinder in den ländlichen Regionen Ségou, Kolikorou und Mopti erhalten Zugang zu qualitativer Bildung. D. h. konkret

  • In den 86 Projektdörfern werden die Grundrechte von 13.600 Kindern, insbesondere Grundverständnis einer gewaltfreien Erziehung und das Recht auf Bildung, verstanden, akzeptiert und die Bevölkerung initiiert gemeinsame Aktionen für ihre wirksame Umsetzung.
  • Kinder erhalten über ihre Kooperativen Unterstützung bei der Ausstellung ihrer Geburtsurkunden und haben dadurch Zugang zu einer sekundären Schulbildung.
  • Auf der Farm des Partners lernen Mädchen und Frauen des ländlichen Raums nachhaltige Anbaumethoden mit geringem Einsatz von Ressourcen (Dünger, Wasser…).
  • Mit dem gestiegenen Einkommen können Familien ihren Kindern den Zugang zu Bildung ermöglichen.

Weitere Informationen sowie Details zu den verschiedenen Zielen und Maßnahmen des Projektes finden Sie auf der Seite unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V.

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Togo: Grundrechte und Zukunftschancen für Kinder in Not

Mit diesem Projekt unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. Kinder in Notsituationen bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Grundrechte und bietet Zugang zu Rehabilitierungs- und Wiedereingliederungsangeboten.

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© Horst Buchmann/ Kinderrechte Afrika e. V.

Togo: Grundrechte und Zukunftschancen für Kinder in Not

Das Projekt fördert die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen, die Opfer einer Straftat wurden, vernachlässigt oder besonders gefährdet sind. Diese Kinder erhalten Zugang zu Rechtsschutz und -beistand sowie anderen Diensten der Grundversorgung. Sie werden bei ihrer sozialen, familiären, schulischen und beruflichen Wiedereingliederung unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Rehabilitierung von Kindern, die als Hexen verfolgt werden sowie der Eindämmung des transnationalen Kinderhandels.

Um Kinder in Not vorrübergehend aufzunehmen, angemessen zu versorgen und zu fördern, leitet der Projekt-Partner CREUSET-Togo ein Kinderschutzzentrum sowie eine Farm, auf der Nahrungsmittel für die Kinder angebaut werden.

Kindern eine Zukunft geben

Gemäß der Wachstums- und Arbeitsstrategie der togoischen Regierung erfahren in Togo 93% der Kinder zwischen 2 und 14 Jahren eine gewaltvolle Disziplinierung und vor allem Mädchen häufig auch sexuelle Gewalt. 57% von ihnen befinden sich in besonders gefährlichen Arbeitsverhältnissen. Seit 2013 wurden CREUSET über 1.600 Kinder im Rahmen seiner Kinderschutzmaßnahmen anvertraut. Mehr als die Hälfte dieser Kinder waren Opfer von Straftaten, wie (sexueller) Gewalt, Ausbeutung und Misshandlung.
Auch der Mangel an kompetenten staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren und Strukturen in der Begleitung von Kindern (insbesondere mit Gewalterfahrungen), ein falsches Verständnis von Kinderrechten sowie außergerichtliche Einigungen, die oft zugunsten der Täter*innen ausgehen, beeinträchtigen die Lebens- und Entwicklungschancen der Kinder.

Erklärtes Ziel des Projektes ist es daher nicht nur, Kinder in Notsituationen – also von Gewalt, Kinderhandel, Ausbeutung und/oder schädlichen kulturellen Praktiken betroffene oder gefährdete Kinder – bei der Wahrung und Durchsetzung ihrer Grundrechte zu unterstützen und Zugang zu Rehabilitierungs- und Wiedereingliederungsangeboten zu bieten. Auch die Zusammenarbeit und Schulung von staatlichen Stellen, Akteuren der Zivilgesellschaft und die Stärkung des lokalen Partners wird mit verschiedenen Maßnahmen forciert.

Weitere Informationen sowie Details zu den verschiedenen Zielen und Maßnahmen des Projektes finden Sie auf der Seite unserer Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V.

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Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Vielen ägyptischen Kindern und Jugendlichen besonders in den armen, ländlichen Regionen fehlen Möglichkeiten, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese mitzugestalten. In einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt setzte sich CARE dafür ein, Kinderrechte in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten Wirklichkeit werden zu lassen.

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Unterricht zweier Mädchen in Ägypten_©2004 CARE/Josh Estey

Ägypten: Kinderrechte in der Schule

Der öffentliche Dienst in Ägypten nimmt seine Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit gegenüber den Bürger*innen oft nicht ausreichend wahr. Gleichzeitig fehlt es in Ägypten an zivilgesellschaftlichem Engagement, das sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Dies gilt auch für den Bereich Bildung. Die Teilnahme an Bildungsangeboten ist für Kinder und Jugendliche aus ärmeren und marginalisierten Familien keine Selbstverständlichkeit und oft mit ökonomischen und sozialen Herausforderungen verbunden. Besonders werden Mädchen im Bereich Bildung oft benachteiligt und in ihren Rechten übergangen.

Kinderrechte in der Schule

Deshalb wurde unsere Mitgliedsorganisation CARE in 36 Schulen in Zentral- und Oberägypten aktiv und entwickelte mit den Bezirksregierungen ein Modell, Kinderrechte in den Einrichtungen Wirklichkeit werden zu lassen. In Workshops für Schüler*innen, dem Lehrerkollegium und Eltern klärte CARE zu den Kinderrechten auf. Darüber hinaus wurden Schülerparlamente gegründet, die Kinderrechtsbeauftragte und Vertrauenslehrer wählten, damit Jugendliche und ganz besonders Mädchen ein Forum für ihre Anliegen bekommen. An den Projektschulen verbesserte sich seitdem das Zusammenleben und der Unterricht.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure sollten gestärkt werden

Unsere Mitgliedsorganisation CARE unterstützte zudem lokale zivilgesellschaftliche Akteure, um soziale und ökonomische Hürden für Kinder aus ärmeren und marginalisierten Familien im Bereich Bildung durch Stärkung der gemeinschaftlichen sozialen Verantwortlichkeit zu verringern. In vier Gemeinden wurden zivilgesellschaftliche Akteure ausgewählt und deren Kapazität in verschiedenen Evaluierungen eruiert. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Evaluierungen wurden maßgeschneiderte Trainingseinheiten zu Themen wie Management, gute Regierungsführung und soziale Verantwortung für die Organisationen entworfen und durchgeführt.

Darüber hinaus unterstützte CARE die Gemeinden bei der Gründung von Eltern- und Schülerinitiativen, bildete Ehrenamtliche in der Arbeit mit Schulabbrechenden aus und stärkte sie im gemeinsamen Gespräch mit Behörden und Schulvertretern.

Gründungen von Jugendgruppen

In allen Projektgemeinden wurden Jugendgruppen gegründet, um junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zudem gab es Trainingsprogramme für Jugendliche um den Austausch unter ihnen anzuregen und Möglichkeit zur Diskussion von bildungsbezogenen Fragestellungen und Probleme zu schaffen. Der Dialog zwischen Schulen und Gemeinden in den Projektgegenden wurde durch gemeinsam erstellte Aktionspläne und der Stärkung von Schülerverbänden verbessert.

Dieses Projekt ist abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Spannender Unterricht, neue Klassenzimmer und Motivation durch Fußball: Diese Ziele standen im Mittelpunkt der fünfjährigen Bildungsoffensive „Spielen und Lernen“, die ChildFund Deutschland in Angola verwirklichte.

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Eine Gruppe Jungs in Angola_©ChildFund

Angola: Spielen und Lernen – Lernerfolg, der sich messen lässt

Bis ins Jahr 2002 herrschte in Angola Bürgerkrieg. Viele Schulen wurden zerstört, zahlreiche Lehrer*innen kamen ums Leben oder mussten fliehen. Bis heute gibt es vor allem auf dem Land zu wenige intakte Schulgebäude und qualifizierte Lehrkräfte. Hinzu kommt, dass die Kinder und Jugendlichen, die während oder nach dem Bürgerkrieg aufgewachsen sind, nie gelernt haben, Konflikte konstruktiv und ohne Aggressionen zu lösen. Auch das macht den Schulbetrieb ungemein schwierig. Entmutigt und frustriert brechen deshalb 70 Prozent der Kinder die Schule bereits im Grundschulalter ab – und damit ohne jede Chance, später einen Beruf zu ergreifen, der ihnen Perspektiven bietet.

Bildungschancen verbessern

Unsere Mitgliedsorganisation ChildFund Deutschland hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen zu verbessern. Dies sollte durch Lehrerfortbildungen, Renovierung von Schulgebäuden, Bau von sanitären Anlagen und Sport gelingen. Besonders wichtig war es Bedingungen zu schaffen, unter denen die Kinder wieder mit Freude fürs Leben lernen können. Dazu wurde gemeinsam mit Partnern vor Ort ein komplett neues Bildungskonzept entwickelt, bei dem sich pädagogische Maßnahmen und Fußball optimal ergänzten.

Fußball und Bildung ergänzen sich optimal

Viele angolanische Kinder sind durch die Folgen des Bürgerkriegs so stark traumatisiert, dass sie mit herkömmlichen schulischen Angeboten praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Durch Fußball, auch in Angola die beliebteste Sportart , ist es gelungen, sie wieder zu motivieren und für die Schule zu begeistern. Beim gemeinsamen Fußballspielen übten sie zudem wichtige soziale Fähigkeiten wie Teamgeist, Disziplin und das gewaltfreie Lösen von Konflikten ein.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Tausende Kinder und Jugendliche leben in der Hauptstadt Freetown auf der Straße – auch als Folge von Ebola. Kinderschutzzentrum Don Bosco Fambul ist eine wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder, (Ebola-)Waisen und ehemalige Kinderprostituierte.

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Sierra Leone: Fambul bedeutet Familie

Don Bosco Fambul, das Kinderschutzzentrum unserer Mitgliedsorganisation Don Bosco Mondo, wurde während des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2002) gegründet und hatte das Ziel, ehemalige Kindersoldaten aufzunehmen und zu rehabilitieren. Später verschob sich der Schwerpunkt auf Straßenkinder und Ebola-Waisen. Mit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie 2014 musste das Zentrum über sich hinaus wachsen und dringende Nothilfe leisten.

Nothilfe und Wiederaufbau während und nach Ebola

In jener Zeit war die vertrauensvolle Stellung der Salesianer Don Boscos in einer zutiefst misstrauischen Gesellschaft wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. So konnten sie erfolgreich mobile Hygieneschulungen und Aufklärungsarbeit leisten. Während Ebola wütete und fast 4.000 Menschen in den Tod riss, richtete das Zentrum ein Nottelefon für anonyme Fragen zur Früherkennung und Behandlung der tabuisierten Krankheit ein. Hygienewaschbecken wurden platziert und betreut, ein provisorisches Auffanglager für Waisen eingerichtet, erkrankte und traumatisierte Kinder gepflegt und die Rückkehr in die eigene Familie oder Pflegefamilie vorbereitet.

Kampf gegen Kinderprostitution

Unzählige Mädchen und junge Frauen haben während des Bürgerkriegs oder durch Ebola ihre Eltern und weitere Familienangehörige verloren und leben auf der Straße. Um täglich zu überleben und sich etwas Essen leisten zu können, prostituieren sich viele von ihnen. Sie geraten auf der Straße in einen Kreislauf aus alltäglicher Not, Hunger und Gewalt, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Seit 2016 werden Mädchen und junge Frauen im Rehabilitationsprogramm bei Don Bosco Fambul betreut und versorgt. Doch der raue Ton und Umgang auf der Straße machen sie misstrauisch und vorsichtig. Jeden Tag suchen Father Crisafulli und sein Team aus Streetworkern und Sozialarbeitern den Kontakt zu ihnen und bauen Vertrauen auf.

Rehabilitationsprogramm

Im Rehabilitationsprogramm werden sie dabei unterstützt, traumatische Erfahrungen zu überwinden und sich wieder an einen strukturierten Alltag zu gewöhnen. Bildung ist ihr Schlüssel, um dauerhaft dem Leben auf der Straße fernzubleiben und eine Lebensperspektive zu entwickeln. Im Zentrum können sie eine Ausbildung absolvieren und sich Stück für Stück ein zukünftiges Leben in Selbstbestimmtheit, finanzieller Sicherheit und Würde aufbauen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

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Togo: „Kinder sind keine Hexen! – Macht euch nicht zu Komplizen der Gewalt.“

In Togo werden einige Kinder der Hexerei bezichtigt. Unsere Mitgliedsorganisation kämpft zusammen mit einem lokalen Partner dagegen.

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Ein Junge auf einer Schaukel_©Kinderrechte Afrika e.V.

Togo: „Kinder sind keine Hexen! – Macht euch nicht zu Komplizen der Gewalt.“

Im Rahmen des Engagements unserer Bündnisorganisation Kinderrechte Afrika e.V in Togo hat sich gezeigt, dass es gängige Praxis und ein gesellschaftlich weit verbreitetes Phänomen ist, Kinder der Hexerei zu beschuldigen und daraufhin aus der Gemeinschaft auszuschließen. Auch schwere Misshandlungen im Zuge einer Hexenaustreibung passieren immer wieder. Viele unschuldige Kinder, vor allem in ländlichen Regionen, sind dabei grausamen Ritualen ausgesetzt. Aus Angst vor übernatürlichen Kräften oder gesellschaftlicher Missgunst, wagen es nur wenige lokale Akteure dagegen vorzugehen und sich für diese Kinder einzusetzen.

Unerschrocken und mit unerbitterlichem Engagement versucht CREUSET, als lokaler Partner unserer von Kinderrechte Afrika e.V., das Problem an den Ursachen zu bekämpfen, betroffene Kinder zu rehabilitieren und wieder einzugliedern.

Kinder werden der Hexerei bezichtigt

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Kinder der Hexerei bezichtigt werden:

  • Ereilt zum Beispiel ein Schicksalsschlag die Familie eines Kindes, gibt das in aller Regel ein Rätsel auf: War es Unglück, ein Unfall, eine schwere Krankheit? Es „muss“ eine erklärliche, personifizierte Ursache für den Todesfall, das Verschwinden o.ä. gefunden werden. Jemand aus der Familie „muss“ übernatürliche Kräfte besitzen. Jemand muss der Sündenbock sein.
  • Eine körperliche Auffälligkeit eines Kindes, wie beispielsweise ein  vergrößertes Auge, führt dazu, dass das Kind als „Monster“ wahrgenommen wird. Viele Verwandte glauben aufgrund von Äußerlichkeiten, den Kindern magische Kräfte zuordnen zu können. Sie glauben, das Kind stelle eine Gefahr dar, die Unglück erwarten lasse.

Herausragende Eigenschaften, die sich deutlich vom „Normalen“ unterscheiden, werden wenig toleriert und nicht selten bekämpft. Im Extremfall werden Kinder mit besonderen Eigenschaften aus der Gemeinschaft ausgestoßen und sogar zu Tode gebracht. Die Dunkelziffer der Opfer ist hoch, da der Staat mit seinen Institutionen (Polizei, Justiz) diese Praktiken im Allgemeinen toleriert und selbst bei eklatanten Kinderrechtsverletzungen nicht konsequent eingreift. Die Praktiken zur Hexenaustreibung werden im öffentlichen Diskurs weitgehend tabuisiert, angefangen von eher harmlosen Ritualen bis hin zu sozialer Ausgrenzung, wirtschaftlicher Ausbeutung, Gewaltexzessen und brutaler Folter.

Präventionsmaßnahme und Begleitung von beschuldigten Kindern

Kinderrechte Afrika und seine Partnerogranisation legt einen Schwerpunkt auf verschiedene Präventionsmaßnahmen (z. B. Aufklärung, Konferenzen und Schulung wichtiger Akteure) sowie die Begleitung von Kindern, die der Hexerei beschuldigt werden. Diese erhalten im Kinderschutzzentrum Kandyaa in Togo Schutz und Obdach und werden, je nach Bedarf bzw. Notwendigkeit, u. a. medizinisch versorgt, physisch und psychisch stabilisiert, nehmen an Alphabetisierungsaktivitäten teil und können fürsorglich betreut wieder Kind sein. Alle Kinder werden durch verschiedene Maßnahmen auf ihre soziale, familiäre oder schulische bzw. berufliche Wiedereingliederung vorbereitet. Evtl. erhalten sie eine materielle Unterstützung für ihren Schulbesuch, ihre Berufsausbildung oder ihre Unterbringung außerhalb der Familie. Folgebesuche in den Familien, Schulen und Ausbildungsstätten tragen dazu bei, dass die Wiedereingliederung der Kinder und Jugendlichen positiv verläuft.

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Togo: Kinderrechte in lokalen Sprachen verdeutlichen

Kinderrechte Afrika hat ein Handbuch erstellt, in dem kulturell angepasste, ortsübliche Ausdrucksweisen sowie traditionelle Sprichwörter verwendet werden, um Kinderechte zu erklären.

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Togo: Kinderrechte in den lokalen Sprachen verdeutlichen_©Laura Schmohl (für Kinderrechte Afrika e. V.)

Togo: Kinderrechte in lokalen Sprachen verdeutlichen

Die wesentlichen Elemente der UN Kinderrechtskonvention und der Afrikanischen Charta für die Rechte und das Wohlergehen des Kindes sind im ländlichen Raum Togos, wo die französische Amtssprache wenig gesprochen wird, kaum bekannt. Doch insbesondere in den ländlichen Gebieten werden Kindern oft basierend auf Traditionen oder kulturellen Praktiken elementare Kinderrechte abgesprochen.

Sprachbarrieren als Problem

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. versucht das zusammen mit lokalen Partnern zu ändern. Bisherige Versuche Verständnis und Unterstützung für die Grundrechte von Kindern zu wecken, scheiterten auch oft daran, dass es in vielen afrikanischen Lokalsprachen keine Entsprechung für zentrale Ausdrücke wie z.B. Kinderrechte und Kindeswohl gibt. Häufig werden dabei Kinderrechte mit „die Macht der Kinder“ übersetzt, welches Verwirrung und Ablehnung in der Bevölkerung hervorruft. Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen müssen daher kulturell- und kontextangepasst in der lokalen Umgangssprache konzipiert und durchgeführt werden, um der Beachtung von Kinderrechten für diese große und bisher weitgehend unerreichte Zielgruppe zum Durchbruch zu verhelfen.

Handbuch über Kinderrechte

Kinderrechte Afrika hat ein Handbuch erstellt, in einfachem Französisch sowie in den sieben lokalen Sprachen: (Bassar (N’tcham), Ewè, Kabyè, Lam(b)a, Moba, Nawdm und Tem (Kotokoli)). Das Handbuch verwendet kulturell angepasste, ortsübliche Ausdrucksweisen sowie traditionelle Sprichwörter der Regionen Kara und Centrale in Togo. Kinder werden dadurch besser geschützt, dass ihre Sozialgemeinschaft über deren Rechte informiert ist, Kinder und Erwachsene das Konzept in Bezug auf lokale Gegebenheiten verstehen und wissen, welche Verantwortlichkeiten sie dabei haben. Ähnliche Publikationen entstehen auch in Mali, Benin und Kamerun.

Das Projekt in Togo wurde Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen, aktuell läuft es in Mali.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

Simbabwes Regierung hat internationale Abkommen zur Geschlechtergerechtigkeit unterzeichnet und ratifiziert. Trotzdem ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts noch immer weit verbreitet.

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Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung© Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Simbabwe: Frauen stärken gegen Diskriminierung und Gewalt

In Simbabwe ist laut Gesetz jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten. Die Realität ist jedoch eine andere, besonders auf dem Land. Daran konnte weder das Gesetz, noch das 2005 gegründete Ministerium für Frauen- und Genderangelegenheiten etwas ändern.

Diskriminierung von Frauen und Mädchen

Häusliche Gewalt wird weitgehend als normal erachtet und ist extrem verbreitet. Mädchen müssen oft die Schule frühzeitig verlassen und werden verheiratet. Witwen werden nicht selten vertrieben, damit das vererbte Land in den Händen eines männlichen Familienvorstands bleibt. Unsere Mitgliedsorganisation Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) unterstützt zusammen mit ihrem lokalen Partner Envision Frauengruppen im Mashonaland, im Norden Simbabwes. Unter dem Leitmotiv ‚Women’s Way of Doing things‘ wird den Frauen eine wichtige Rolle zugesprochen, um Frieden und Entwicklung in Simbabwe voranzubringen. Sie kämpfen gegen alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und arbeiten daran, geschlechtsspezifische Diskriminierungen beim Erbrecht abzubauen und die Anzahl der Frauen in den lokalen Entscheidungsgremien zu erhöhen.

Einbindung beider Geschlechter

Um das zu erreichen wird die gesamte Gemeinde, Frauen wie Männer, eingebunden. Denn für eine gesellschaftliche Veränderung bedarf es stets beider Geschlechter. Frauen werden über ihre Rechte informiert und dabei unterstützt, häusliche Gewalt anzuzeigen oder ihr vom Staat zugesichertes Erbrecht einzufordern. Um eine Bewusstseinsveränderung besonders bei den männlichen Entscheidungsträgern zu bewirken, werden Dialogforen mit traditionellen Dorfoberhäuptern, anderen Entscheidungsträgern und Polizisten, organisiert, um gemeinsam über traditionelle Werte zu reflektieren. Durch Gespräche und Rollenspiele werden Lösungen gesucht, für eine gerechte und friedliche Zukunft.

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Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Durch die Hungerkatastrophe in Ostafrika sind auch in Äthopien viele Familien gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Ein möglicher Schulbesuch kann Flüchtlingskindern helfen in einen strukturierten Alltag zurückzukehren.

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Äthiopien: Schulbesuch für geflüchtete Nomaden©Kinderhilfswerk Global-Care

Äthiopien: Eine Schule, die Zuversicht schenkt

Über 10 Millionen Menschen sind in Äthiopien von der Hungerkatastrophe betroffen. Auf der Flucht vor der Dürre verlassen Familien ihr Zuhause und damit auch ihr soziales Umfeld. Fathi, ein äthopisches Mädchen, lebt mit ihren Eltern, sieben Schwestern und zwei Brüdern in einer kleinen Lehmhütte im Bezirk Jarar im Nordosten Äthiopiens. Wie viele anderen hat auch ihre Familie hat keine feste Heimat.

Flucht vor der Hungerkatastrophe

Als Nomaden sind sie an das Leben auf der Flucht vor Hunger und Durst gewöhnt. Die neun Geschwister sind dankbar, wenn ihre Mutter genug Mehl hat, um Injera-Brot zu backen. Doch inzwischen dauern die Dürrezeiten immer länger. Die Äcker verdorrten. Auf dem kleinen familieneigenen Feld wuchs nichts mehr. Als auch alle Tiere ihrer Rinderherde verendeten, sah die Familie keinen Ausweg mehr und trat erneut die Flucht an.

Bildung als Schlüssel für ein besseres Leben

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderhilfswerk Global-Care setzt sich für Familien und Kinder ein und legt dabei viel Gewicht auf die Schulbildung. Ein möglicher Schulbesuch bedeutet nicht nur Bildung, sondern auch die Versorgung mit Essen und sauberem Wasser. Vor allem Flüchtlingskinder sind auf ein beständiges soziales Umfeld, Schutz und eine gesicherte Betreuung angewiesen. Mit der Unterstützung des Kinderhilfswerks Global-Care kann Fathi heute zur Schule gehen. Der Schulbesuch hilft Fathi in einen strukturierten Alltag zurückzufinden. „Mein großer Wunsch ist es, einmal Ärztin zu werden!“, sagt das Mädchen. „Dann kann ich die Hilfe, die meine Familie hier bekommt, eines Tages anderen Menschen geben!“

Weitere Informationen zu Projekten vom Kinderhilfswerk Global-Care finden Sie hier.

 

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Äthiopien: Mode erzeugt Einkommen und Selbstbewusstsein

Unsere Mitgliedsorganisation Menschen für Menschen unterstützt Frauen im ländlichen Äthiopien durch Schneiderinnenkurse. Diese schaffen finanzielle Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein.

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Menschen für Menschen: Ausbildung zur Schneiderin©Menschen für Menschen/GEMEINSAM FÜR AFRIKA/Rainer Kwiotek

Äthiopien: Mode erzeugt Einkommen und Selbstbewusstsein

Traditionelle Rollenvorstellungen und mangelnde Bildung sind verantwortlich dafür, dass die Frauen im ländlichen Äthiopien kaum eine Chance haben, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern. So geraten sie besonders schnell in existenzielle Notlagen, wenn sie, etwa durch den Tod ihres Ehemanns, gezwungen sind, sich und ihre Kinder allein zu ernähren.

 Mestaet – eine von vielen Frauen

Beispielhaft dafür steht Mestaet Tegegne. Sie ist Mitte dreißig und lebt mit ihren drei Kindern in dem Dorf Billy in der Region Borena. Vor fast neun Jahren starb ihr Mann an Tuberkulose. Tuberkulose tritt häufig als Begleiterkrankung einer HIV-Infektion auf. Auch Mestaet ist HIV-positiv und deshalb häufig geschwächt. „Früher war es fürchterlich“, erzählt sie. Entweder sie lag krank in der Hütte oder sie versuchte verzweifelt, einen Job als Tagelöhnerin auf dem Bau zu bekommen.

Menschen für Menschen unterstützt die Ausbildung der Frauen

Durch die Unterstützung von Menschen für Menschen lernte Frau Tegegne gemeinsam mit zwei weiteren Frauen in drei Monaten die wichtigsten handwerklichen Fertigkeiten einer Schneiderin. Den Lehrer bezahlte Menschen für Menschen, darüber hinaus erhielten die Frauen eine finanzielle Unterstützung, mit der sie in der Ausbildungszeit ihre Kinder versorgen und gleichzeitig eine Nähmaschine kaufen konnten – mit Fußantrieb, denn in ihrem Dorf gibt es keinen Strom. Seit dem Training stehen die Frauen jeden Samstag mit einem eigenen Stand auf dem Markt und verkaufen ihre selbstgeschneiderten Röcke, Hosen und Jacken. Im Durchschnitt erhalten die Frauen inzwischen drei Aufträge pro Tag und erzielen ein Monatseinkommen von umgerechnet rund 60 Euro. Für Frau Tegegne heißt das: Sie hat genug zu essen für sich und ihre Kinder, kann ihre Schulden endlich zurückzahlen und zudem eine kleine Summe sparen.

Weitere Projekte von Menschen für Menschen finden Sie hier.

 

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Benin: Schutz vor sexueller Gewalt und Kinderhandel

Dieses Projekt von Kinderrechte Afrika e.V. zielt darauf ab, jegliche Formen sexueller Gewalt und des Kinderhandels in der Projektregion einzudämmen, das Bewusstsein für diese Problematiken weiter zu schärfen und den Schutz der Kinder zu verbessern.

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Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. schult Peer Educators in Benin._© Kinderrechte Afrika e.V.

Benin: Schutz vor sexueller Gewalt und Kinderhandel

In Benin wurde in den letzten Jahren der rechtliche Rahmen zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt gestärkt. Kinderrechte Afrika e.V. unterstützte diese Entwicklung in den vergangenen Jahren im Zuge des abgeschlossenen Projekts mit dem Partner CIPCRE-Benin, z.B. durch die Erarbeitung und Verbreitung eines Verhaltenskodexes an Schulen. Durch verschiedene Sensibilisierungsaktionen konnte in der Bevölkerung auch ein Bewusstsein für die Gefahren und den Schutz vor Missbrauch geschärft werden, sodass das Thema immer weniger ein Tabu-Thema ist und sexuelle Belästigung sowie – Übergriffe immer häufiger gemeldet und angezeigt werden.

Projekt schützt Kinder in Grenzregion

Trotz der großen Fortschritte erfahren weiterhin viele Kinder, vor allem Mädchen, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Zwangsheirat und Kinderhandel zur wirtschaftlichen oder sexuellen Ausbeutung. Im beninischen Departement Ouémé, einer Grenzregion zu Nigeria, ist der transnationale Kinderhandel besonders verbreitet. Hier werden Kinderrechte Afrika e.V. und der lokale Partner CIPCRE-Benin in den kommenden Jahren eine gezielte Projektarbeit durchführen, um jegliche Formen sexueller Gewalt und des Kinderhandels einzudämmen.

Hilfe für mehr als 250.000 Jungen und Mädchen

Da sexuelle Gewalt in Benin in und um Schulen und Ausbildungsstätten besonders verbreitet ist, legt das Projekt einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Schüler*innen und Auszubildenden. Dabei liegt ein Fokus auf der gezielten Schulung von sogenannten „Peer Educators“ im Ausbildungsbereich. „Peer Educators sind Jugendliche, die bereits Leitungsrollen in Schul-AGs oder Vereinen übernehmen und mit ihren Mitschüler*innen über den Schutz vor sexueller Gewalt sprechen. Die Peer Educators können somit sehr viele Kinder und Jugendliche aufklären. Diese erhalten damit die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen über Sexualität, Gesundheit, ihre Rechte und Schutzmechanismen auszutauschen. Dabei können sie ihre Gedanken und Befürchtungen meist offener teilen, als im Austausch mit Erwachsenen“, so Luise Hoffmann von Kinderrechte Afrika e.V..

Im Zuge der Projektarbeit wird darüber hinaus die Gründung von Kinderschutzkommitees oder auch die Einführung eines Verhaltenskodexes zur Bekämpfung sexueller Gewalt an Bildungseinrichtungen in Süd- und Zentral-Benin realisiert. Zudem unterstützt das Projekt die Kommunen bei der Umsetzung der nationalen Kinderschutzpolitik und betreut hunderte Kinder, die als besonders gefährdet gelten oder in mittelosen Familien leben. Mit den genannten Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren mehr als 250.000 Jungen und Mädchen erreicht werden.

Konkrete Projektziele bis Ende 2020

Bis Ende Oktober 2020 werden unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. sowie der lokale Partner CIPCRE-Benin daran arbeiten, folgende Ziele zu erreichen:

  • Kinder und insbesondere Mädchen im Projektgebiet finden im Schul- und Ausbildungsbereich zunehmend ein Umfeld vor, das sie vor sexueller Gewalt sowie Kinderhandel schützt.
  • Kinder, insbesondere Mädchen, in sechs Kernkommunen kennen ihre Rechte und Pflichten, sind in Bezug auf Sexualität und Familienplanung aufgeklärt, sind sich der Risiken, denen sie ausgesetzt sind, bewusst und die am stärksten gefährdeten Kinder erhalten geeignete Schutzmaßnahmen.
  • Ein Verhaltenskodex zur Bekämpfung sexueller Gewalt wird an den Bildungseinrichtungen Süd- und Zentral-Benins eingeführt und die staatlichen Akteure arbeiten wirksam zum Schutz des Kindeswohls zusammen

Foto: © Elisabeth Munsch für Kinderrechte Afrika e.V.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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Kamerun: Schutz vor sexueller Gewalt, Ausbeutung, Kinderhandel sowie sexistischer Diskriminierung

In Kamerun gibt es nur unzureichende Gesetze, die Kinder vor sexueller Gewalt schützen. Kulturelle Praktiken wie Früh- und Zwangsehen oder außergerichtliche Einigungen missachten zudem die Rechte der betroffenen Kinder. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. setzt sich vor Ort gemeinsam mit lokalen Partnern für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt ein.

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Rollenspiel zur Sensibilisierung der Bevölkerung _© CIPCRE Kamerun

Kamerun: Schutz vor sexueller Gewalt, Ausbeutung, Kinderhandel sowie sexistischer Diskriminierung

Die 17-jährige Liane wurde von einem Unbekannten vergewaltigt. Das heranwachsende Mädchen aus Kamerun wurde schwanger und hat einen Jungen zur Welt gebracht. Sie erzählt:
„Ich bin so dankbar, dass es CIPCRE gibt für Mädchen wie mich. Nach all dem Unglück, das mir widerfahren ist, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass es für mich noch einmal eine Chance gibt. […]“

So wie Liane geht es vielen heranwachsenden Kindern und Jugendlichen in Kamerun. Im Alltag von Frauen und Kindern in Kamerun spielen sexuelle Diskriminierungen und Gewalterfahrungen eine große Rolle. Es gibt bisher keine geeigneten Gesetze oder allgemein anerkannte Verhaltensregeln, die Kinder vor sexueller Gewalt schützen. Bestehende Vorurteile und Tabuisierungen erschweren einen offenen Umgang mit dem Thema. Die Situation für Kinder verschärft sich außerdem durch schädliche kulturelle Praktiken wie Früh- und Zwangsehen oder außergerichtliche Einigungen, die Rechte der betroffenen Kinder missachten. Zusammen mit ihrem Partner CIPRE Kamerun hat sich unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e.V. für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt, Ausbeutung, Kinderhandel sowie sexistischer Diskriminierung in Kamerun eingesetzt.

Schutz vor sexueller Gewalt, Ausbeutung, Kinderhandel sowie sexistischer Diskriminierung

Kinderrechte Afrika e.V. unterstützte gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation CIPRE vor Ort betroffene Kinder und ihre Familien in Kamerun bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Rehabilitierung. Sie hat die betroffenen Kinder und ihre Familien in allen rechtlichen Fragen beraten und vertreten und setzte sich für die Schaffung neuer allgemein anerkannter Gesetze ein. Früh- und Zwangsehen oder außergerichtliche Einigungen sollten verhindert und konsequent zur Anzeige gebracht werden. Die Partnerorganisation CIPRE führte darüber hinaus spezielle Schulungen zur Förderung der verantwortungsvollen Elternschaft und des zivilgesellschaftlichen Engagements durch. Eine solche Schulung hat Falimatou, Mutter von fünf Kindern besucht. „Was mich dazu bewegt hat, mich gegen die Diskriminierung von Mädchen zu engagieren, war die erste Schulung, die CIPCRE in unserem Viertel veranstaltet hat. Diese hat mir vor Augen geführt, was sich abspielt und ich sagte mir, das muss sich ändern!“. Auch Liane hat zum richtigen Zeitpunkt die Hilfe von CIPRE in Anspruch genommen – was ihr Leben entscheidend zum Positiven gewendet hat.

Liane hat trotz allem Glück gehabt

[…] „Ja, ich habe trotz allem Glück gehabt, wenn ich an die vielen anderen Mädchen denke, denen so etwas passiert ist und denen niemand hilft. Nach der Geburt meines Kindes musste meine Mutter die Rechnung des Krankenhauses bezahlen. Sie war sehr hoch. Ich hatte nämlich einen Kaiserschnitt. Sie hat begonnen, im Krankenhaus zu arbeiten, da wir das Geld nicht hatten. Sie hat drei Monate lang den Boden im Krankenhaus geschrubbt. CIPCRE hat mir geholfen und hat mich dann unterstützt, eine Ausbildung zu beginnen. Ich möchte Dekorateurin werden. Vorher habe ich viel von CIPCRE gelernt. Ich weiß jetzt, wie ich mich künftig besser schützen kann vor sexueller Gewalt und ich kann in der Öffentlichkeit darüber reden, was mir passiert ist, damit andere daraus etwas lernen können, vor allem Mädchen, denen so etwas droht. Ohne Hilfe von CIPCRE wäre ich irgendwo im Busch, verlassen und verloren.“

Weitere Informationen zum abgeschlossenen Projekt finden Sie hier. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt dieses Projekt mit CIPCRE-Benin.

 

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Mali: Grundrechte für minderjährige Haushaltshilfen

In Malis Hauptstadt Bamako unterstützt unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. minderjährige Mädchen, die auf der Suche nach einer Perspektive in die Hauptstadt gehen und dort meist als ungelernte Haushaltshilfe prekären Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind.

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Mali: Grundrechte für minderjährige Haushaltshilfen

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. stärkte in Malis Hauptstadt Bamako minderjährige Mädchen, die als ungelernte Haushaltshilfen unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten und oftmals Opfer von sexuellem Missbrauch werden.

Ausgangssituation

Für unverheiratete Mädchen in der Projektregionen Ségou und Koulikoro in Mali ist die Beschäftigung als ungelernte Haushaltshilfe in der Stadt oft die einzige Perspektive, ihre eigene Aussteuer zu verdienen oder ihre Familien mit Geld zu unterstützen. Viele Mädchen, auf dem Weg in die Stadt, sind erst 12 Jahre alt. Im Jahr 2009 war in 288.176 Haushalten in Bamako mindestens ein minderjähriges Mädchen als Hilfe beschäftigt.

In der Stadt schuften die Mädchen oft unter prekären Arbeitsverhältnissen. Grundlegende Arbeitnehmerrechte werden ihnen verwehrt, wie etwa ein Minimum an sozialer Sicherung, geregelte Arbeitszeiten oder Anspruch auf einen freien Tag pro Woche, geschweige denn Urlaub.

Die wirtschaftliche Ausbeutung der Mädchen geht in ca. 50% der Fälle mit sexuellem Missbrauch oder Gewalt einher. Ihre Ausbeutungssituation wird verstärkt, da sie ihre Rechte nicht kennen und ihnen ein soziales Umfeld fehlt. Erwarten die Mädchen ein Kind, so sind sie auf sich allein gestellt.

Verbesserung der Situation und des Status minderjähriger Haushaltshilfen

Zusammen mit dem Projektpartner GRADEM unterstützte unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. Mädchen, die in die Stadt gehen, um dort als Haushaltshilfe zu arbeiten, indem sie informiert, begleitet, ausgebildet und geschützt werden.

Ein besonderes Anliegen war dabei, die Konvention C189 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte umzusetzen.

Die Mädchen sollten einerseits auf ihre künftige hauswirtschaftliche Tätigkeit vorbereitet und mit den hierfür notwendigen Fertigkeiten und Fähigkeiten ausgestattet werden. Denn nur so können sie den Anforderungen genügen, die in den jeweiligen Haushalten diesbezüglich an sie gestellt werden und ein entsprechend angemessenes Gehalt fordern.
Andererseits sollten die Mädchen über ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmerinnen aufgeklärt und dazu ermutigt werden, diese – ggf. mit entsprechender Unterstützung – geltend zu machen und durchzusetzen.

Zudem wurden 250 wirtschaftlich (und oft auch sexuell) ausgebeutete Mädchen stabilisiert, in ein schützendes familiäres Umfeld eingegliedert und erneut eingeschult. Insgesamt wurden 1.840 von wirtschaftlicher Ausbeutung gefährdete und betroffene Mädchen über ihre Rechte, Schutzmechanismen und Hilfsangebote aufgeklärt.

Schwangeren Mädchen und minderjährigen Müttern in Notsituationen wurde zudem Schutz und Obdach in der Kinderschutzeinrichtung „Bamunan“ (Hoffnung und Leben) geboten. Kinderrechte Afrika e. V. begleitete die Mädchen während der Schwangerschaft und Geburt medizinisch, betreute sie psychosozial und vermittelte ihnen Kenntnisse in der Säuglingspflege. Mädchen in der Einrichtung hatten außerdem die Möglichkeit, sich im Schneiderhandwerk, der Seifenproduktion oder Hauswirtschaftslehre ausbilden zu lassen.

Ziel des Projektes war es, nachhaltig ausreichend rechtlichen Bezug zu international geltenden Mindestnormen bezüglich des Arbeitsschutzes und der Kinderrechte herzustellen. Das bedeutet, dass Kinderrechte Afrika e.V. die für Mali bereits bestehenden Schutzrechte von Minderjährigen sowie Arbeitnehmerrechte zusammengetragen und diese unter anderem über Radiosendungen in den ländlichen Projektregionen verbreitet hat.

Viele positive Rückmeldungen der Zielgruppen zum Projektabschluss

Das Programm mit GRADEM zur Förderung und zum Schutz von minderjährigen Haushaltshilfen in Bamako wurde zum Jahresende 2018 mit sehr guten Ergebnissen beendet. Insbesondere die angebotene hauswirtschaftliche Grundausbildung für Mädchen zeigte gute Ergebnisse. Hier lesen Sie einige Rückmeldungen der am Projekt Beteiligten.

Foto: GRADEM

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Benin: Schulen frei von sexueller Gewalt

In Benin sind minderjährige Mädchen häufig sexuellem Missbrauch in Schulen und Ausbildungsstätten, in der Familie, auf Märkten und anderen öffentlichen Einrichtungen ausgesetzt. Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. setzt sich für die Prävention sexueller Gewalt und dem nachhaltigen Kinderschutz ein.

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Null Toleranz_©Elisabeth Munsch/Kinderrechte Afrika e. V.

Benin: Schulen frei von sexueller Gewalt

Unsere Mitgliedsorganisation Kinderrechte Afrika e. V. setzte sich zusammen mit dem Projektpartner CIPCRE-Benin in acht beninischen Kommunen dafür ein, den Kinderschutz vor Ort auszubauen. Dabei sollen Kinder und Jugendliche stärker am Aufbau eines Kinderrechte schützenden Umfeldes beteiligt werden und die Anzahl der Schülerinnen, die ihren Schulabschluss erreichen, erhöht werden.

Projektziel

Das Projekt zielte darauf ab, jegliche Formen sexueller Gewalt und des Kinderhandels in der Projektregion einzudämmen, das Bewusstsein für diese Problematiken weiter zu schärfen und den Schutz der Kinder zu verbessern. Da sexuelle Gewalt in Benin in und um Schulen und Ausbildungsstätten besonders verbreitet ist, legte das Projekt einen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Schüler(innen) und Auszubildenden. Kontaktpersonen werden geschult und unterstützt, ihr Umfeld weiter zu sensibilisieren

Ausgangssituation

In Benin wurde in den letzten Jahren der rechtliche Rahmen zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt gestärkt. Im Zuge eines abgeschlossenen Projekts mit dem Partner CIPCRE-Benin wurde diese Entwicklung unterstützt, z.B. durch die Erarbeitung und Verbreitung eines Verhaltenskodexes an Schulen. Durch verschiedene Sensibilisierungsaktionen konnte in der Bevölkerung auch ein Bewusstsein für die Gefahren und den Schutz vor Missbrauch geschärft werden, sodass das Thema immer weniger ein Tabu-Thema ist und sexuelle Belästigung sowie – Übergriffe immer häufiger gemeldet und angezeigt werden.

Dennoch erfahren weiterhin viele Kinder, vor allem Mädchen, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Zwangsheirat, Kinderhandel zur wirtschaftlichen oder sexuellen Ausbeutung (Kinderarbeit bzw. Kinderprostitution). Der transnationale Kinderhandel ist im Departement Ouémé, einer Grenzregion zu Nigeria, besonders verbreitet.

Agathes Geschichte:

„Einer meiner Lehrer machte mir gegenüber ständig Annäherungsversuche, doch ich bin nicht darauf eingegangen. Dann schikanierte er mich. Während des Unterrichts wurde ich durch ihn vor meinen Klassenkameraden ständig bloßgestellt. Ich wusste nicht, was ich tun sollte und traute mich nicht, mich jemandem anzuvertrauen. Irgendwann gab ich schließlich vor lauter Verzweiflung nach. Daraufhin wurde ich immer schlechter in der Schule, kam immer sehr spät nach Hause. Meine Eltern waren deswegen sehr böse auf mich. Ich fasste dann Mut und sagte meinem Lehrer, dass mir unsere Beziehung nur Unglück bringt und habe sie beendet. Das Schuljahr musste ich wiederholen. Das Ganze ist mir nur passiert, weil ich nicht darüber sprechen konnte.“

Weitere Informationen zu diesem abgeschlossenen Projekt finden Sie hier.

Foto: Elisabeth Munsch/Kinderrechte Afrika e. V.

 

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Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

In Tansania unterstützt unsere Bündnisorganisation HELVETAS Deutschland in ländlichen Regionen insbesondere Frauen dabei ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.

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Frauen als Kleinunternehmerinnen_©Helvetas/Christian Bobst

Tansania: Frauen als Kleinunternehmerinnen

Tansania bleibt eines der ärmsten Länder der Welt. Trotz eines kontinuierlichen Anstieges des Bruttoinlandproduktes von jährlich 7%, profitiert die in Armut lebende Bevölkerung kaum davon. Über 80% der Menschen leben auf dem Land, wovon besonders Frauen soziokulturell und wirtschaftlich benachteiligt sind. Deswegen unterstützt unsere Mitgliedsorganisation HELVETAS Deutschland das Projekt KUWAKI in der Provinz Singida.

KUWAKI ist eine Abkürzung für KUWEZESHA WANAWAKE KATIKA KILIMO, was in Suaheli ‚Stärkung der Frauen mittels bewässerter Gemüseproduktion und Vermarktung‘ bedeutet. Neben Frauen werden auch andere benachteiligte Gruppen, wie z.B. Albinos, Menschen mit Behinderung und HIV-Infizierte in das Projekt miteinbezogen.

Ziele des Projektes sind eine verbesserte landwirtschaftliche Produktion, eine erweiterte Geschäftsentwicklung und die Verknüpfung mit Absatzmärkten, Zugang zu Finanzdienstleistungen und die Sensibilisierung und Verbesserung der Wertschöpfungsketten durch Stärkung der Frauen.

Vorgehensweise

Das Projekt befindet sich bereits in der zweiten Phase. In der ersten Phase von 2012 bis Ende 2014 konnten über 800 Frauen in 40 Gemüseanbaugruppen als landwirtschaftliche Kleinunternehmerinnen die Lebensumstände für sich und ihre Familien verbessern. In der neuen Phase des Projektes wurde die thematische Ausweitung auf Nacherntebehandlung von Gemüse und die stärkere Verknüpfung mit Marktakteuren gelegt. Dabei wurden 60 Gemüseproduzentengruppen mit 60 hauptverantwortlichen Lead-Farmern gebildet. Die Gruppen bestehen hauptsächlich aus aktiven Gemüsebäuerinnen und –bauern, die bereit sind, sich im kommerziellen Gemüseanbau zu engagieren. Das Projektteam schult die Lead-Farmer in Trainings über Biolandwirtschaft, Sicherstellung der Saatgutqualität sowie in Ernährungs- und Lebensmittelvermarktung.

Wirkung

Das Projekt bietet eine enge Betreuung bei der Wissensvermittlung und die ausgewählten Lead-Farmer zeigen groβen Einsatz im Weitergeben ihres Wissens an die über 1540 Gruppenmitglieder. 71% davon sind Frauen. Durch das Projekt können Frauen und andere benachteiligte Gruppen ihre Stellung in der Gesellschaft stärken. Um eine breitere Bevölkerung auf die Projektaktivitäten aufmerksam zu machen, wird zudem seit September 2015 regelmässig im Fernsehen und im Radio über die Projektaktivitäten berichtet.

Weitere Informationen zu Projekten finden Sie hier.

 

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„KIWI“ – das Integrationsprojekt für Schulen von CARE

„KIWI – Kinder und Jugendliche Willkommen“ ist das Integrationsprojekt von CARE mit dem Ziel der Förderung und Stärkung der Integrationspotentiale von Lehrern und Schülern.

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KIWI-Projekt von CARE

„KIWI“ – das Integrationsprojekt für Schulen von CARE

KIWI steht für die Begriffe Kultur, Interkulturalität, Werte und Initiative. Ziel des KIWI-Projektes unserer Mitgliedsorganisation CARE Deutschland e.V. ist es, interkulturelles Lernen und Integrationsförderung an Schulen in ganz Deutschland nachhaltig zu implementieren. Das KIWI-Projekt, das in 2016 ins Leben gerufen und seitdem ständig weiterentwickelt wurde, besteht aus den folgenden Komponenten:

Praxiserprobte Unterrichtsmaterialien

CARE bietet den Schulen mit dem KIWI-Handbuch für weiterführende Schulen und der KIWI-Kids-Box für Grundschulen praxiserprobtes Unterrichtsmaterial im Interkulturellen, Sozialen und Globalen Lernen an. Die Methoden orientieren sich an den Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen und stärken deren Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit. Die Unterrichtsmaterialien ermöglichen es, Lehr- und Fachkräften mit neuen Methoden zu Themen wie Kultur, Werte, Identität, Gewalt und Konflikt, Miteinander, Partizipation und Zukunftsgestaltung mit ihren Schüler*innen zu arbeiten.

Fortbildungsveranstaltungen für Lehr- und Fachkräfte

In der KIWI-Fortbildung lernen Lehr- und Fachkräfte Hintergrundinformationen, Theorien und Methoden für den Unterrichtseinsatz zum Interkulturellen Lernen und zur Integrationsförderung kennen. In der Fortbildung werden Lehr- und Fachkräfte dazu befähigt, die Instrumente und Methoden der Unterrichtsmaterialien eigenständig anzuwenden. Die Teilnehmenden erhalten außerdem Anregungen für die Umsetzung pädagogischer Ansätze wie dem Projektlernen, der Peer Education, dem Sozialen Lernen sowie der Demokratiebildung.

Prozessbegleitung, z.B. in Schulworkshops oder Projekttagen

Das internationale KIWI-Schulcoach-Team begleitet die Schulen und deren Lehrkräfte aktiv und prozesshaft in Form von Workshops oder Projekttagen mit den Jugendlichen in der praktischen Umsetzung von KIWI. Die Workshops sind flexibel an die variierenden Voraussetzungen in den Schulen orientiert. Bei der Prozessbegleitung steht insbesondere die Befähigung der Lehr- und Fachkräfte zum eigenständigen Arbeiten mit dem KIWI-Handbuch im Fokus.

Förderfonds für Schulprojekte zur Stärkung von Vielfalt und Begegnung

Ob kulinarische Weltreise, ein Patenprogramm, Rap-Song oder Theaterworkshop: an Ideen für Schulprojekte mangelt es an keiner Schule. Was aber häufig fehlt, sind die finanziellen Mittel. Darum fördert unsere Mitgliedsorganisation schulische Projekte im Bereich Vielfaltsgestaltung und Integration an weiterführenden Schulen mit bis zu 400 Euro und an Grundschulen mit bis zu 250 Euro.
Das KIWI-Programm baut auf langjähriges fachliches und methodisches Know-how aus der internationalen Projektarbeit auf dem Balkan sowie der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen in Deutschland auf. Ausgangspunkt und konzeptionelle Grundlage für KIWI ist der seit Anfang 2016 erfolgreich von CARE umgesetzte KIWI-Ansatz zur Integrationsförderung an weiterführenden Schulen. KIWI wurde 2016 in einer Pilotphase in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Seit Beginn der KIWI-Projekte in 2016 hat unsere Mitgliedsorganisation mit diesem Ansatz rund 2400 Lehrkräfte von mehr als 950 Schulen fortgebildet und mit den Schulcoaches sowie den durch die Lehrkräfte durchgeführten Schulworkshops etwa 55.000 Schüler*innen erreicht.

Die Teilnahme an KIWI ist für die Lehrkräfte und Schulen kostenfrei. Mehr zum KIWI-Projekt erfahren Sie in diesem Kurzvideo oder auf der Website.

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Foto: CARE/ Wolf

Kenia: Ein Weg aus der Gewalt für Massai-Mädchen

Zwangsehe und Genitalbeschneidung von Mädchen sind bei den Massai-Stämmen in Kenia feste Tradition. Das von unserer Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland unterstützte Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado soll junge Massai-Mädchen vor Gewalt und Zwängen innerhalb ihres Stammes retten.

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Ein Massaimädchen in Kenia_©ADRA

Kenia: Ein Weg aus der Gewalt für Massai-Mädchen

Zwangsehe und Genitalbeschneidung von Mädchen sind bei den Massai-Stämmen in Kenia feste Tradition. Unsere Mitgliedsorganisation ADRA Deutschland unterstützte ein Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado, das junge Massai-Mädchen vor Gewalt und Zwängen innerhalb ihres Stammes rettet.

Zwangsheirat und Genitalbeschneidung

Das Rollenbild der Frau bei den Massai hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Ihre Hauptaufgabe liegt darin, zu heiraten, Kinder zu gebären und die Familien zu versorgen. Bei einer Hochzeit steht nicht das Wohlergehen der Braut im Vordergrund, sondern entscheidend ist die Mitgift. Das Ritual der Genitalbeschneidung symbolisiert Reife und bedeutet, als Frau anerkannt zu werden. Viele der Mädchen müssen deshalb große Schmerzen erleiden und werden von Infektionskrankheiten heimgesucht.

Schutz und Sicherheit

Das adventistische Rehabilitations- und Rettungszentrum wurde eingerichtet, um Mädchen zu helfen, die Gewalt erleiden mussten, zwangsverheiratet wurden oder unter körperlichen Beschwerden aufgrund von Genitalbeschneidung leiden. Im Jahre 2000 hatten 14 Mädchen im Zentrum in Kajiado Zuflucht gefunden. Inzwischen ist es das Zuhause von fast zweihundert Kindern. Das Zentrum ermöglicht ihnen Zugang zu Bildung, Sicherheit, medizinische Versorgung sowie ein familiäres und liebevolles Umfeld. ADRA unterstützte die Kinder mit Schulgeldern, ermöglichte eine Renovierung der Gebäude sowie Neuanstellungen in Heim und Schule. Auch als die Dürre im Jahre 2011 über das Land hereinbrach half ADRA mittels Wasser- und Essensversorgung.

Das Schicksal von Nashipae

Eines der Mädchen im Rettungszentrum hieß Nashipae. Sie kommt aus einer großen polygamen Familie, die in extremer Armut lebt. Ihre Eltern sind Analphabeten. Ihr Vater hat vier Frauen und 23 Kinder, davon sind elf Jungen und zwölf Mädchen. Den Besuch einer Schule verbietet er seinen Töchtern. Seiner Ansicht nach ist es die Aufgabe seiner Töchter, durch Brautgabe (Ehegeld) der Familie Reichtum zu bringen. Zwei von Nashipaes Schwestern wurden bereits im frühen Kindesalter verheiratet. Eine andere Schwester, Reson, ist ebenfalls früh verheiratet worden, konnte jedoch rechtzeitig durch eine Aktivistin acht Monate später gerettet und im Kajiado Adventist Rescue Centre untergebracht werden. Nun befinden sich Nashipae und Reson in Sicherheit, besuchen dieselbe Schule und sind somit vor Zwangsheirat geschützt.

Das Projekt ist bereits abgeschlossen.

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Liberia: Chancen durch Schulbildung

Seit über fünf Jahren unterstützt der Verein Kinder Afrikas e.V. Familien in Bong Mines, Liberia damit die Kinder eine Schulausbildung bekommen, die sie sich sonst nicht leisten können.

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Liberia: Chancen durch Schulbildung

Seit über fünf Jahren unterstützt der Verein Kinder Afrikas e.V.  Familien in Bong Mines, Liberia damit die Kinder eine Schulausbildung bekommen, die sie sich sonst nicht leisten können. Nachdem der Bedarf durch die örtlichen vorhandenen Schulen bei weitem nicht gedeckt werden konnte, beschloss der Verein, eine weitere Schule zu bauen.

„Afrikas Kinder sind Afrikas Zukunft. Gerade sie verdienen unsere ganze Aufmerksamkeit und Unterstützung!“ So lautet das Motto des Vereins Kinder Afrikas e.V. „Für möglichst viele Kinder Afrikas eine…Schulbildung bereitzustellen und ihnen damit eine neue, bessere Perspektive zu geben – dies macht sich unser Verein zur Aufgabe!“, so der Vereinsgründer Richard Pöschl.

Drei Partnervereine haben sich an dem Projekt beteiligt, das seit Anfang 2012 läuft. Das Gemeinschaftsprojekt der vier Vereine hat zum Ziel, eine gebührenfreie Schule zu errichten. Vielen Kindern in Bong Mines wird dadurch eine Schulbildung ermöglicht.

Der Bau konnte ab Oktober 2013 mit Hilfe von Spendengeldern beginnen. Neben der Finanzierung mussten sowohl bautechnische als auch bürokratische Hürden überwunden werden.

In 2013 kaufte die Initiative ein zwei Hektar großes Grundstück, klärte alle rechtlichen Details mit den Behörden vor Ort ab und startete mit dem Bau. Seitdem macht das Projekt kontinuierlich große Fortschritte. Die ständige Kontrolle von Aaron Mulbah, einem lokalen Mitarbeiter von Kinder Afrikas e.V. und Besuche vor Ort durch ehrenamtliche Helfer tragen dazu bei, dass die Arbeit zuverlässig und konstant weitergeht. Um die Beschaffung der Baumaterialien vor Ort kümmert sich ein einheimischer Mitarbeiter, der als ausgebildeter Maurer bei der Beschaffung der Materialien und der Abschätzung des Bedarfs viel Erfahrung hat.

Die Schule ist schon bezugsbereit und so gut wie fertig. Daneben werden auch die benötigten 17 Lehrer für Schule nach und nach eingestellt. Die Voranmeldung hat bereits im Juli begonnen und es haben sich über 650 Kinder angemeldet. Da das die Kapazität der Schule jetzt schon übersteigt, hat der Verein beschlossen, den Schulbetrieb in zwei Schichten anzubieten, jeweils vormittags und nachmittags.

Der Verein hofft, dass der Schulbeginn pünktlich mit dem neuen Schuljahr im September wie geplant starten kann. Aufgrund der aktuellen Ebolaepedemie kann es zu Verzögerungen kommen, auch wenn Bong Mines nicht zu den betroffenen Gebieten gehört.

Zukünftig wird Kinder Afrikas e.V. als Träger die Schule weiterhin unterstützen: Die Kosten des Schulbetriebs sollen durch Patenschaften gedeckt werden, sodass die Schule keine Schulgebühren erheben muss. Allerdings muss die Zahl der in Bong Mines vergebenen Patenschaften für diesen Zweck noch stark ansteigen – insgesamt benötigt Kinder Afrikas e.V. noch rund 100 Patenschaften, damit sich das Projekt selber finanzieren kann.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: Kinder Afrikas e.V.

 

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