Dadaab

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Neues Programm des BMZ zur ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung, 27.01.2012

Entwicklungsminister Dirk Niebel hat am vergangenen Mittwoch ein Zehn-Punkte-Programm zur ländlichen Entwicklung und Ernährungssicherung vorgestellt. Er kündigte dabei an, die Mittel für diesen Bereich auf rund 700 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken, etwa doppelt soviel wie noch vor fünf Jahren. Das Programm zielt auf eine bessere Verzahnung von Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen nach Katatstrophen, die Förderung von Transparenz, um Korruption in Verbindung mit Landgrabbing zu unterbinden und die Abschaffung der Agrarexportsubventionen.
Hilfsorganisationen von Gemeinsam für Afrika bewerten das Programm als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die Welthungerhilfe beispielsweise begrüßt, dass der freie Zugang zu Land, die Verbesserung des Nachernteschutzes und die Anstrengungen gegen Landdegradierung explizit in dem Programm verankert sind. „Statt nur auf die Steigerung der Produktion zu setzen, will die Bundesregierung das Potenzial der kleinbäuerlichen Landwirtschaft erhalten und nutzen. Hier werden viele unserer Erkenntnisse aufgenommen“, lobt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe.
Jedoch vermissen die Hilfsorganisationen eine klare Aussage, in welchem Zeitraum und mit welchen finanziellen Mitteln der neue Plan konkret umgesetzt werden soll. Zudem wird die unzureichende Berücksichtigung der Zivilgesellschaft kritisiert. Diese müsste stärker unterstützt und eingebunden werden. Das Programm sollte insgesamt konsequenter auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe setzen.
Hier gelangen Sie zum neuen Programm des BMZ. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bild: Bundesregierung, B.Rocksloh-Papendieckwi

UNO-Flüchtlingshilfe und Rautenstrauch-Joest-Museum laden zum Afrika-Tag nach Köln, 26.01.2012

Gemeinsam organisieren die UNO-Flüchtlingshilfe, Mitgliedsorganisation von Gemeinsam für Afrika und das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt am 29. Januar 2012 einen spannenden Afrika-Thementag in den Räumen des Museums in Köln. Den Besucher erwartet ein buntes Programm mit Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden, afrikanischem Essen, Live-Musik und mehr.
Die UNO-Flüchtlingshilfe möchte an diesem Tag ein ganz spezielles Thema in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken: Mit dem Programm „Stille Flucht – die vergessene Tragödie des saharauischen Volkes aus der Westsahara“ beleuchtet die Hilfsorganisation den Kolonialkonflikt zwischen Marokko und der Westsahara. Informative Vorträge zu diesem und weiteren Themen liefern der Pressesprecher der UNO-Flüchtlingshilfe, Dietmar Kappe, der Fotograf Boris Becker und viele andere interessante Gäste. Hier erfahren Sie mehr.
Bild: UNO-Flüchtlingshilfe

Islamic Relief hilft Flüchtlingen im Südsudan, 25.01.2012

Islamic Relief Deutschland unterstützt einen geplanten Hilfseinsatz im Südsudan zur Unterstützung von Opfern gewalttätiger Konflikte im Bundesstaat Jonglei. Es ist geplant, zunächst 600 Familien, das sind rund 3.600 Personen, in der Region Pibor County für den Zeitraum von drei Monaten mit Notunterkünften und Hilfsgütern wie Decken, Plastikplanen, Moskitonetze, Wasserbecher, Schlafmatten, Plastikeimer und Seife etc. zu unterstützen.
Der südsudanesische Bundesstaat Jonglei wird weiterhin von schweren Unruhen erschüttert. Am 16. Januar wurden bei einem neuen Ausbruch von Gewalt in der Hauptstadt Duk Padiet nach Berichten 51 Menschen getötet und mehr als 32 verletzt. Zahlreiche Menschen wurden vertrieben. Seit dem 23. Dezember 2011 wurden bereits mehr als 3.000 Menschen getötet, etwa 1.500 Frauen und Kinder entführt und mehr als 89.000 Stück Vieh den Besitzern entwendet. Viele Menschen befinden sich auf der Flucht und benötigen dringend Hilfe. Eine große Zahl von Dörfern wurde niedergebrannt, sodass viele Flüchtlinge ihr Zuhause verloren haben.
Der Südsudan erlangte im Juli 2010 seine Unabhängigkeit, ist aber nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt. Straßen, Schulen und Krankenhäuser sind kaum vorhanden. Die Regierung des Südsudans hat Jonglei zum humanitären Katastrophengebiet erklärt, und die UN und andere Hilfsorganisationen versuchen, Hilfe zu leisten. Aber die Umstände sind aufgrund der Sicherheitslage und der mangelnden Infrastruktur extrem schwierig.
Bild: Eine Frau mit ihren Kindern in einem Flüchtlingscamp, Südsudan; Islamic Relief Deutschland

Aus "Jugend Dritte Welt" wird Don Bosco Mondo, 24.01.2012

Die traditionsreiche Hilfsorganisation und Mitgliedsorganisation von Gemeinsam für Afrika „Jugend Dritte Welt“ heißt ab dem 28. Januar 2012 Don Bosco Mondo. Das Ziel bleibt dasselbe: "Durch Bildung und Ausbildung helfen wir gesellschaftlich benachteiligten Jugendlichen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa ein eigenständiges und würdevolles Leben zu führen“, erklärt der Vorsitzende Alexander Knauss. Die Hilfsorganisation war 1980 als kleiner Förderverein der Bonner Gemeinde St. Winfried durch den Salesianerpater Karl Oerder gegründet worden, um die weltweiten Bildungsprojekte der Salesianer Don Boscos zu unterstützen. Heute umfasst der Kreis der Unterstützer über 30.000 Einzelspender, Kirchengemeinden in ganz Deutschland sowie zahlreiche institutionelle Partner, Vereine, Stiftungen und Unternehmen. Längst ist aus dem zu Anfang rein ehrenamtlich getragenen Verein eine international anerkannte Nichtregierungsorganisation geworden, die allein 2011 über zehn Millionen Euro für soziale Bildungsprojekte in aller Welt mobilisieren konnte. Mit der Umbenennung in Don Bosco Mondo möchte die Organisation den partnerschaftlichen Ansatz ihrer Projektarbeit stärker zum Ausdruck bringen. Mondo ist italienisch und bedeutet Welt. „Wir unterstreichen damit unser Engagement für die Eine Welt und die globale Verantwortung, die uns in Deutschland mit den Menschen aller Länder verbindet.“, erklärt Geschäftsführer Christian Osterhaus. Über konfessionelle und weltanschauliche Grenzen hinweg unterstützt der Verein die Arbeit der Salesianer Don Boscos in mehr als 90 Ländern auf dem Gebiet der schulischen Bildung, beruflichen Ausbildung, durch Not- und Katastrophenhilfe, soziale Jugendhilfe und Entwicklungsarbeit. Bildung ist dabei der Schlüssel, um Armut zu überwinden und Zukunftsperspektiven gerade auch für Jugendliche aus besonders benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen. Mehr erfahren Sie hier.

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