Werden Sie und ihre Schüler_innen selbst aktiv und starten Sie eine eigene Aktion zu Afrika! Hier finden Sie verschiedene Anregungen: Aktionsideen, die sich bersonders gut für eine Teilnahme bem Wettbewerb eigenen, und weiter unten weitere Projektvorschläge allgemein zum Thema Afrika.

Ein Tipp: Lassen Sie sich auch von den Wettbewerbsbeiträgen der vergangenen Jahre inspirieren, die wir auf „Gewinner der vergangenen Jahre“ dokumentiert haben.

Aktionsideen für die Schulaktion „Frieden – Jedes Leben zählt“

Kontakt zu Geflüchteten in Ihrer Stadt

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Nehmen Sie mit Ihren Schüler_innen Kontakt zu den Bewohner_innen einer Flüchtlingsunterkunft in Ihrer Nähe auf und laden Sie sie zu einem Treffen ein. Fragen Sie die Menschen nach ihrer Geschichte oder kochen Sie zusammen ein Gericht aus der Heimat der Geflüchteten. Bereiten Sie Ihre Klasse darauf vor, sensibel für die Gefühle dieser Menschen zu sein, die vermutlich viel Schmerzliches erlebt haben. Sprachbarrieren können z. B. durch gemeinsame sportliche Aktivitäten wie ein Fußballturnier überwunden werden.

Falls das Treffen in der Flüchtlingsunterkunft stattfindet, können Sie auch lokale Politiker_innen einladen und gemeinsam mit Ihnen über die Ursachen für die Flucht und die Situation der Geflüchteten in Ihrer Region sprechen. Wenn Sie außerdem Journalist_innen von lokalen Zeitungen, Radiosendern oder Blogs einladen, können Sie auch die Öffentlichkeit über Ihre Aktion informieren.

 

Kranichfaltaktion (für jüngere Schüler_innen)

Starten Sie mit Ihren Schüler_innen eine große Kranichfaltaktion! Dem Kranich werden unterschiedliche, symbolische Bedeutungen beigemessen – unter anderem ist er ein Symbol für den Frieden. In Japan wird er vor allem als Symbol für Glück und Langlebigkeit gesehen. Lesen Sie mit Ihren Schüler_innen als Vorbereitung die Geschichte des 800px-Faltanleitung KranichMädchens Sadako Sasaki im aktuellen Heft für die Grundschule (S. 14).

Eine Faltanleitung für den Kranich finden sie im Heft. Die fertigen Vögel können anschließend zu einem großen Mobile zusammengefügt werden und als Friedensbotschaft in der Schule oder einem anderen öffentlichen Ort aufgehängt werden.

 

Auf die Straße gehen

Durch eine Mahnwache oder eine Demonstration auf der Straße kann man eine Botschaft besonders wirksam übertragen. Erarbeiten Sie mit Ihren Schüler_innen eine Friedensbotschaft, die Sie dann gemeinsam in Form einer Demonstration mit Redebeiträgen, als Flashmob oder Streetperformance auf die Straße bringen. Melden Sie ihre Aktion beim Stadtamt an und verteilen Sie eventuell einen Informationsflyer mit Orts- und Zeitangabe, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Sie können im Vorfeld auch andere Organisationen, Vereine, Geflüchtete etc. einladen, sich der Aktion anzuschließen. Durch ein buntes Rahmenprogramm, zum Beispiel Samba-Gruppen, Blaskapellen, Akrobatik, … kann die Aktion öffentlichkeits- und medienwirksam gestaltet werden.

 

Ein Denkmal für den Frieden

Illu_DenkmalEin Denkmal sagt manchmal mehr als tausend Worte: Gestalten Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern ein Denkmal, das für den Wunsch nach Frieden steht. Suchen Sie einen freien Platz – auf dem Schulhof, am Jugendzentrum, neben der Stadtbücherei, in der Innenstadt. Erkundigen Sie sich, wer der_die Eigentümer_in ist. Stellen Sie dort Ihren Entwurf vor und bitten Sie um die Erlaubnis, das Denkmal auf dem Platz aufzustellen und es dort eventuell einige Monate stehen zu lassen. Laden Sie Journalisten_innen ein und lassen Sie die Schüler_innen ihnen den Hintergrund der Aktion zum Thema Frieden erklären. Ein Termin mit eine_r Pressefotografen_in oder eigene Fotos vom Entstehungsprozess des Wandbildes können helfen, die Öffentlichkeit neugierig zu machen.

 

Eine „Friedens -AG“ an Ihrer Schule

Auf längere Zeit angesetzte Aktionen zeigen besonders nachhaltige Wirkung: Durch eine jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaft (AG) an Ihrer Schule können Projekte und Aktionen längerfristig geplant und umgesetzt werden. Dies kann zum Beispiel die Entwicklung einer Schülerzeitung, der Dreh eines Filmes, oder die Durchführung einer Radiosendung sein. Desweiteren könnte die „Friedens-AG“ zum Beispiel auch den Grundstein für eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in einem Land Afrikas legen, um langfristig einen gegenseitigen Austausch aufzubauen.

 

Ausstellung

Nachdem das Thema Frieden im Unterricht behandelt wurde, können die Assoziationen dazu künstlerisch-kreativ umgesetzt werden. Lassen Sie zum Beispiel die Schüler_innen eigene Friedenssymbole oder Friedensvisionen entwerfen und gestalten und stellen Sie diese anschließend in der Schulaula oder einem anderen öffentlichen Ort aus. Alternativ können auch die Friedensvisionen bekannter Persönlichkeiten wie Nelson Mandela oder Leymah Gbowee ausgestellt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Auseinandersetzung mit Kunst(werken) in Zeiten des Krieges/Krieg und Frieden in der Illu_AusstellungKunst/künstlerische Friedensbotschaften und eine anschließende Ausstellung dazu.

Folgende Unterrichtseinheiten in den Unterrichtsmaterialien „Frieden – Jedes Leben zählt“ beinhalten Anleitungen für diese Aktion:

UE 2 Heft für die Grundschule

AB 1 im Heft für die Sekundarstufe I / II

 

Stadtrundgang (für ältere Schüler_innen)

Begeben Sie sich mit ihren Schüler_innen auf eine Spurensuche. Wo in der Stadt lassen sich Zeugnisse von Kriegen finden, und gibt es bekannte Persönlichkeiten aus der Region, die sich für den Frieden eingesetzt haben? Was erinnert noch heute an frühere Kriege? Die Schüler_innen könnten den Stadtrundgang anschließend ausarbeiten und als Stadtführer_innen für andere Klassen durchführen.

 

Mit Musik für den Frieden

Musik wird weltweit als friedliches Mittel des Protestes eingesetzt. Besonders im Rap/Hip Hop lassen sich gesellschaftskritische Texte gut vermitteln.

Nach einer Auseinandersetzung mit den Themen „Krieg“ und „Frieden“ und auch mit damit verbundenen kontroversen Themen (Beispiel Waffen/Waffenlieferung, siehe AB 3 Heft Sek I und II) könnten Sie die Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, eigene Texte zu schreiben und diese musikalisch umzusetzen.

 

 

Aktionsideen zum Thema „Menschenrechte“

Hier finden Sie einige Projekt- und Aktionsvorschläge für Schulklassen zum Thema Menschenrechte.

 

Key Visual GFA SK2015-200x281PostkartenmotivWerdet „Menschenrechtsreporter“ und recherchiert die Hintergründe zu einem Menschenrecht in eurer Stadt. Besucht zum Beispiel ein Flüchtlingsheim, ein Wohnheim für behinderte Menschen oder ein Gefängnis: Wie werden Menschenrechte in diesen Institutionen gewahrt?

Werdet „Menschenrechtsaktivisten“ und organisiert eine politische Aktion, die die Realität in Afrika beleuchtet und zu mehr Gerechtigkeit in der Welt beizutragen sucht. Zum Beispiel zum Afrikatag am 25. Mai!

Werdet „Menschenrechtshüter“ und ladet Geflüchtete in eurer Stadt zu einem Fußballturnier ein oder kocht zusammen mit ihnen ein Essen. Fragt sie nach ihrer Geschichte.

 

Unser Aktionsleitfaden unterstützt Euch bei der Planung Eurer Aktion: In 10 Schritten gelangt man leicht von der ersten Aktionsidee zur konkreten Aktion.

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns besonders über eure eigenen Ideen!

Wir wünschen euch viel Spaß bei den Aktionen und freuen uns auf eure Afrika-Projekte!

Spezielle Aktionsideen für jüngere Schüler_innen

Obwohl das Thema „Menschenrechte“ zunächst komplex erscheint, kann und sollte es auch schon in der Grundschule behandelt werden. Dafür möchten wir Ihnen hier einige altersgerechte Aktionsideen vorstellen.

Thematisieren Sie zunächst Kinder- und Menschenrechte im Unterricht.

  • Zeigen Sie beispielsweise das Video Kinderrechte – erklärt für Kinder ab acht Jahren von unicef, 5:20 Min.
  • Nutzen Sie auch die Unterrichtsmaterialien Human Rights! Für alle. Immer. Überall. mit vielen spielerischen Übungen, Malvorlagen und vielem mehr.

Aktionsidee Nr. 1: Eine Kinderrechteausstellung in der eigenen Schule

1. Nachdem Kinderrechte im Unterricht behandelt wurden, bitten Sie Ihre Schüler_innen ein Recht auszuwählen, dass sie besonders wichtig finden.

2. Lassen Sie die Schüler_innen das Recht bildlich darstellen, z.B. indem sie ihr Lieblingsspielzeug (Recht auf Freizeit und Spiel), ihre Schule (Recht auf Bildung) o.ä. zeichnen, basteln oder im Werkunterricht bauen.

3. Informieren sie sich und die Schüler über die Umsetzung ihrer „Lieblingsrechte“ in einem Land Afrikas. Achten Sie darauf, die Situation differenziert darzustellen und vermeiden sie pauschale Aussagen. Benennen Sie insbesondere auch positive Aspekte.

4. Bitten Sie nun die Schüler_innen, ein Bild ihres „Lieblingsrechts“ im beschriebenen Land Afrikas zu malen (z.B. Spielzeug dort, Schule – in Dörfern und in der Stadt)

5. Fragen sie Ihre Schüler_innen, wo sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede sehen. Was ist besser als bei uns? Was ist weniger gut? Können wir etwas tun, um Rechte bei uns und in dem Land Afrikas besser umzusetzen? Was können wir von Menschen dort lernen?

6. Stellen Sie die „Kunstwerke“ der Kinder in der Schulaula aus und laden Sie Besucher_innen ein oder nutzen Sie ein Schulfest, um die Ausstellung zu präsentieren.

Aktionsidee Nr. 2: Menschenrechtskalender

1. Anstelle einer Ausstellung können Sie mit der Klasse auch einen „Menschenrechtekalender“ gestalten. Verfahren Sie wie in Aufgabe 1 (Punkt 1 – 5).

2. Fügen Sie die Bilder der Kinder zu einem Kalender zusammen, den Sie in der Klasse aufhängen können. Tragen Sie wichtige „Menschenrechtstage“ in den Kalender ein wie den Weltgesundheitstag, den Weltflüchtlingstag oder den Internationalen Tag der Kinderrechte. Nehmen Sie die Thementage zum Anlass, um im weiteren Jahresverlauf immer wieder Menschenrechte und Kinderrechte bei uns, in Afrika und weltweit zu thematisieren.

3. Vervielfältigen Sie den Kalender und verteilen Sie ihn an Schüler, Lehrkräfte, Eltern u.v.m.

Aktionsidee Nr. 3: Ein Kinderrechtegewinnspiel beim Schul- oder Stadtfest

1. Thematisieren Sie Menschen- und Kinderrechte im Unterricht und entwerfen Sie  eigene einfache Fragen für ein Quiz. Ideen finden Sie z.B. hier oder in unserem Afrika-Koffer.

2. Spielen Sie das Ratespiel mit ihren Schüler_innen und vergeben sie für alle Gruppen Preise.

3. Bitten Sie nun Ihre Schüler_innen selbst in Gruppen Fragen zu entwerfen.

4. Ergänzen Sie Ihr Quiz mit den Fragen der Schüler_innen und führen Sie mit dem vollständigen Quiz ein Gewinnspiel beim nächsten Schulfest durch. Informieren Sie so gemeinsam mit Ihren Schüler_innen die Besucher_innen über Kinder- und Menschenrechte.

Aktionsidee Nr. 4: Kinderechtereporter

1. Thematisieren Sie Menschen- und Kinderrechte im Unterricht und schicken Sie Ihre Schüler_innen als Kinderrechtereporter los: In der Pause, bei einem Schulfest oder als Hausaufgabe sollen Sie Mitschüler_innen und Freunde interviewen. Mögliche Fragen: Kennst du deine Kinderrechte? Welche Rechte kennst du? Haben alle Kinder auf der Welt die gleichen Rechte? Kannst du alle deine Rechte wahrnehmen? Welches Recht ist bei uns in Deutschland, in unserer Stadt oder in unserer Schule nicht verwirklicht? Wie können Kinderrechte besser umgesetzt werden?

2. Besprechen Sie die Ergebnisse im Unterricht. Überlegen Sie gemeinsam mit den Schüler_innen, wie Sie sich an der eigenen Schule für die Kinderrechte stark machen können. Schauen Sie sich dafür positive Beispiele aus Ländern Afrikas an (Kinderrechteclubs, Kinderparlamente etc.).

3. Stellen Sie gemeinsam mit Ihren Schüler_innen die Ergebnisse bei einer öffentlichen Veranstaltung vor.

4. TIPP: Um die Umsetzung der Rechte in Ländern Afrikas zu vertiefen, können Sie eine Partnerschaft mit einer Schule aus einer afrikanischen Stadt aufbauen. Ermöglichen Sie den Schüler_innen einen Austausch per Brief oder E-Mail.

Aktionsidee Nr. 5: Faire Schokolade für faire Lebensbedingungen

1. Backen Sie mit Ihren Schüler_innen Schokokekse mit fair gehandelten Zutaten und nehmen Sie die gemeinsame Aktion zum Anlass über Fairen und „unfairen“ Handel zu sprechen.

2. Verdeutlichen Sie, dass unfairer Handel die Menschenrechte von Erwachsenen und Kindern in den Produktionsländern verletzt. Denn unter schlechten Arbeitsbedingungen ist die Gesundheit der Produzent_innen gefährdet (Recht auf Gesundheit), bei unzureichendem Gehalt können Eltern ihre Familien nicht ernähren (Recht auf Nahrung) oder ihre Kinder nicht zur Schule schicken (Recht auf Bildung).

3. Erzählen Sie Ihren Schüler_innen vom Fairen Handel und wie dieser zur Wahrung der Menschen- und Kinderechte beiträgt.

4. Verkaufen Sie die selbstgebackenen Kekse bei einem Schulfest und informieren Sie gemeinsam mit Ihren Schüler_innen die Besucher_innen über Fairen und „unfairen“ Handel sowie über Menschenrechte.

 

Avocadobäumchen ziehen

Anleitung zum Avocadobäumchen Züchten

 

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               etwa ein Monat bis zum Einpflanzen

(Foto: Mark Hofstetter (CC BY-SA 3.0))

 

Afrika-Basar mit selbst gemachten Produkten

Veranstalten Sie einen Afrika-Basar mit selbstgemachten Produkten an Ihrer Schule. Basteln Sie zum Beispiel Schmuck und Masken, färben Sie Stoffe oder bemalen Sie T-Shirts. Beim Einkauf der Stoffe und Materialien immer darauf achten, dass sie auch fair produziert wurden! Informationen zu Herstellern von fair produzierter Kleidung finden Sie bei der Kampagne für Saubere Kleidung. Lassen Sie sich bei der Gestaltung von den Assoziationen Ihrer Schüler_innen zu Afrika oder der Symbolik afrikanischer Kleidung inspirieren, zum Beispiel von den Mustern und Sinnsprüchen von Kangas aus Tansania. Mit dem Starterpaket von Gemeinsam für Afrika können Sie Ihre Veranstaltung unter einem einheitlichen Logo präsentieren.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Unterrichtseinheiten, 1 Projekttag, 1 Projektwoche

(Foto: Loschmidt-Oberschule, Berlin)

 

Afrika-Quiz mit selbst konzipierten Fragen

Suchen Sie sich ein Thema zu Afrika, z.B. Gesundheit, Ernährung oder Kinderrechte. Recherchieren Sie mit Ihren Schüler_innen zu einzelnen Fragestellungen. Nehmen Sie dabei auch das Unterrichtsmaterial von Schulen – Gemeinsam für Afrika zur Hilfe. Sammeln Sie im Anschluss die Fakten, die Sie und Ihre Schüler_innen besonders interessieren und erarbeiten Sie in Gruppen Quizfragen daraus. Zum Beispiel: Wie viele Sprachen spricht man in Afrika? Warum können nicht alle Kinder im Grundschulalter in Burkina Faso die Schule besuchen? Wie viel Prozent der Nahrungsmittel in Afrika werden von Frauen produziert?

Altersstufe                  GS Klassen 3-4, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – 2 Unterrichtsstunden oder mehrere Projekttage

(Foto: Gymnasium Filder Benden, Moers)

 

Wer ist… Graça Machel? Steckbriefe recherchieren

Graça Machel ist eine berühmte Frauen- und Kinderrechtsaktivistin aus Mosambik, und weltweit die einzige Frau, die mit zwei Präsidenten unterschiedlicher Staaten verheiratet war. Hätten Sie das gewusst? Wie Graça Machel gibt es viele weitere berühmte Persönlichkeiten, die Afrika „bewegen“. Recherchieren Sie mit Ihren Schüler_innen in kleinen Gruppen zu bemerkenswerten Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (Sport, Menschenrechte, Musik, Politik,…). Tipps dazu finden Sie in den Unterrichtsmaterialien von Schulen – Gemeinsam für Afrika. Sammeln und präsentieren Sie im Anschluss die Ergebnisse in der Klasse – ob als Vortrag, im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit berühmten Persönlichkeiten Afrikas (Rollenspiel), eines Buches oder als Biografien-Memory (jedem Bild wird ein kurzer Steckbrief der herausragenden Persönlichkeit zugeordnet). Viel Spaß!

Altersstufe                  GS Klassen 3-4, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Unterrichtseinheiten bis Projekttage

(Foto: Aly Ramji / Mediapix / World Economic Forum (www.weforum.org))

 

Geschichten aus Afrika kreativ umsetzen

„Hapo zamani zakalee…“. Genau wie im Deutschen beginnen Märchen in Kiswahili mit „Es war einmal…“. Sie erzählen von uralten Traditionen, Wünschen und fantastischen Abenteuern und sind oft jahrhundertelang mündlich überliefert worden. Wissen Sie, welche Geschichten und Märchen sich Kinder in Afrika erzählen? Suchen Sie sich zusammen mit Ihrern Schüler_innen eine Erzählung aus einem afrikanischen Land. Welche Parallelen entdecken Sie zu deutschen Märchen, welche Unterschiede gibt es? Im Anschluss kann die Erzählung auf kreative Weise umgesetzt werden: zum Beispiel als Theaterstück oder Musical, als Kurzfilm in der heutigen Zeit, oder als Hörspiel. Sie können auch Ihre eigene Geschichte erfinden! Erzählungen und Märchen finden Sie – nach Grundschul- und Sekundarstufen-Niveau sortiert – bei „Afrika erzählt Junior“ oder in der Geschichtendatenbank „Hekaya“.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               Mehrere Projekttage bis Projektwochen

(Foto: Schmöckwitzer Insel-Schule, Berlin)

 

Streifzug durch die afrikanische Küche

Bananen sind ein beliebtes Grundnahrungsmittel in Afrika. In Tansania sind sie das zweitwichtigste landwirtschaftliche Produkt (FAO 2009). Begeben Sie sich auf einen Streifzug durch die afrikanische Küche! Finden Sie heraus, welche weiteren Produkte aus Afrika stammen, und kochen Sie gemeinsam Gerichte aus Afrika, zum Beispiel Bananenküchlein. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass es sich möglichst um fair produzierte Nahrungsmittel handelt. Das „Fairtrade-Siegel“ zeichnet Produkte aus, die aus Entwicklungsländern zu einem gerechten Preis gekauft werden, so dass Kleinbäuerinnen und -bauern ein sicheres Einkommen haben. Hier finden Sie Informationen zum „Fairen Handel“. „Fair gehandelte“ Produkte kann man im Weltladen – aber auch in manchen Supermärkten kaufen.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – 2 Unterrichtsstunden bis 1 Projekttag

(Foto: lilivanili CC BY 2.0)

Afrika in den Medien: Den eigenen Medienbeitrag entwerfen

Werden Sie zu Berichterstattern für Afrika und gestalten Sie Ihren eigenen Medienbeitrag. Wählen Sie – je nach Interesse und Altersstufe – ein aktuelles Thema, das Sie in Ihrer Stadt oder an Schüler_innen weitergeben möchten, zum Beispiel Nahrungsmittelspekulation, Hunger oder die Millennium-Entwicklungsziele, mit denen unter anderem bis 2015 die weltweite Armut halbiert werden soll. Sammeln Sie Informationen zu diesem Schwerpunkt und vermitteln Sie Ihre Botschaften an die Öffentlichkeit. Ob als Zeitungsartikel, Radiointerview, Podcast, Blogeintrag, eigene Website oder als Kurzfilm, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Tipps für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie in unserem Handbuch „Afrika macht Schule“.

Altersstufe                  Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Projekttage bis Projektwochen

(Foto: Damien Roué CC BY-NC 2.0)

 

Afrika in Ihrer Stadt? Eine Afrika-Stadtrallye

Wo wird Afrika in Ihrer Stadt sichtbar? Vielleicht im Museum, das gerade eine Maskenausstellung der Dogon zeigt. Oder in den Gärten der Welt, in denen man im Gewächshaus Pflanzen aus anderen Klimazonen bewundern kann. Oder vielleicht im Café um die Ecke, in dem man Hirsemüsli mit Bananen frühstückt. Im Schokoladenregal im Supermarkt, im Kino oder Theater oder im Kulturzentrum der Stadt. Afrika begegnet man an vielen Orten. Begeben Sie sich auf eine Stadtrallye, finden Sie Bezüge zu Afrika und erstellen Sie eine „Afrika-Karte“ Ihrer Stadt. Besprechen Sie im Anschluss: Was hat überrascht, was war vorher schon bewusst und was wurde dazugelernt. Im Anschluss können Sie zur Belohnung gemeinsam an Ihre „afrikanischen Lieblingsort“ gehen, und z.B. einen afrikanischen Film schauen oder heiße (fair gehandelte!) Schokolade trinken.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Unterrichtseinheiten bis Projekttage

(Foto: Astrid-Lindgren-Schule, Hochheim)

 

Eine Form afrikanischer Kunst kennenlernen

Setzen auch Sie sich mit einer Form afrikanischer Kunst, ihrer Botschaft und der kulturellen Identität einer Gesellschaft auseinander! Neben der Kunst der Ndebele bietet es sich an, die Bogolan-Webtechnik und Symbolik aus Mali kennenzulernen, oder Tanzmasken im Stil der Dogon zu erstellen und sich dabei mit ihren Traditionen zu befassen. Sie können auch eine Ausstellung afrikanischer Kunst besuchen und sich davon inspirieren lassen. Informationen zu Ausstellungen afrikanischer Kunst in Ihrer Nähe erhalten Sie z.B. auf „AfroPort„.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Unterrichtseinheiten oder Projekttage

(Foto: Margaret Courtney-Clarke (www.margaret-courtney-clarke.com))

 

Durch Austausch mit Gleichaltrigen – eine andere Lebenswelt kennenlernen.

Welche Fragen haben Sie zu Afrika? Sammeln Sie Ihre Fragen in der Gruppe – als Fragenkatalog, Interview oder in einem Brief – und befragen Sie Jugendliche in afrikanischen Ländern, was sie bewegt. Kontakte finden Sie zum Beispiel im lokalen Kulturzentrum oder Afrika-Verein Ihrer Gemeinde, an der Universität oder über eine afrikanische Partnerschule. Über die Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam für Afrika können Sie sich ebenfalls mit Gleichaltrigen aus afrikanischen Ländern austauschen, z.B. in einem interaktiven Portal der Welthungerhilfe. Werten Sie die Antworten in der Gruppe aus: Unterscheidet sich der Alltag der Befragten von Ihrem? Wie? Und was machen Gleichaltrige in dem betreffenden Land in ihrer Freizeit? Anschließend können Sie die Ergebnisse in einem gemeinsamen Projekt vertiefen – spielen „wie in Afrika“ oder entwickeln Sie ein Theaterstück zum Alltag von Mädchen und Jungen in einem Land Afrikas, um auch Ihrer Schule das Kennenlernen einer anderen Lebensweise zu ermöglichen.

Altersstufe                  GS Klassen 3-4, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – mehrere Unterrichtseinheiten bis Projekt

(Foto: Grundschule Erzhütten)

 

Aktionswochen an der Schule: Organisieren Sie ein Afrika-Fest

Lernen Sie in spannenden Aktionswochen verschiedene Facetten Afrikas kennen und organisieren Sie zum Abschluss ein Afrika-Fest an Ihrer Schule.  In Gruppenarbeit können Sie die Themen vertiefen, die Sie besonders interessieren. Studieren Sie Lieder auf Kiswahili ein, diskutieren Sie mit Referent_innen zu aktuellen Themen oder spielen Sie, wie in afrikanischen Ländern gespielt wird. Zum Beispiel das Strategiespiel Oware aus Westafrika oder mit einem selbstgebastelten Fußball aus Plastiktüten und Stoffresten, oder bauen Sie sich selbst Spielzeugautos. Kennen Sie die Gemeinsam für AfrikaSpielzeugausstellung Global Players? Sie zeigt Spielsachen, die von Kindern aus Afrika aus Industriemüll gebastelt wurden – zum Beispiel Lastwagen aus Gummi- und Holzresten oder Hubschrauber aus Badelatschen (mehr lesen). Präsentieren Sie Ihre Produkte beim Afrika-Fest den Eltern, Mitschüler_innen und der Gemeinde und geben Sie ihr Wissen an die Teilnehmer_innen weiter, indem Sie ihnen z.B. Lieder und Tänze beibringen.

Altersstufe                  GS, Sek I, Sek II

Zeitaufwand               variabel – 1 Projekttag bis 2 Projektwochen

(Foto: Grundschule Steinhausen an der Rottum)